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  • vor 7 Wochen
Exodus heißt das neue Sci-Fi-RPG von ehemaligen Mass-Effect-Machern. Davon hat Michi jetzt erstmals eine komplette Mission auf dem PC gespielt. Und dabei als darbender Mass-Effect-Fan fast seine komplette Wunschliste abgehakt. Wichtige Entscheidungen: Check! Wuchtige Kämpfe mit taktischer Tiefe: Check. Und gut geschriebene Texte mit tollen Sprecher*innen: Check!

Trotzdem bleiben auch nach dieser Stunde mit Exodus noch ne Menge Fragezeichen stehen. Welche Fragen noch offen sind und was mir schon jetzt gut gefallen hat, zeigt euch Michi in diesem Preview-Video.
 

00:00 - Intro:  Alles was ich wollte!
01:54 - Story: Feuertaufe für Jun
03:37 - Gameplay, Kämpfe & Performance
05:10 - Skills, Party & Mods
07:05 - Schweigen ist Silber
08:34 - Reden ist Gold
11:24 - ÜBÄRraschung: Ein Bosskampf!
13:54 - Fazit: Meine große Sci-Fi-Hoffnung
Transkript
00:10Nach einer Stunde Exodus anspielen, sitze ich mit breitem Grinsen vor dem Bildschirm.
00:19Das ist genau das, was ich in den letzten fast zehn Jahren seit dem letzten Mass Effect so
00:25sehr vermisst habe. Ein cooles Sci-Fi-Universum, großes Spektakel, tolle Dialoge und knackige
00:31Kämpfe und dieses Gefühl, hier mit meinem kleinen Squad das Schicksal des ganzen Universums zu
00:38bestimmen. Bei Archetype Entertainment habe ich nämlich eine komplette Mission aus Exodus auf
00:43dem PC gespielt und dabei als darbender Mass Effect Fan fast meine komplette Wunschliste abgehackt.
00:50Viel zu gucken? Check. Wichtige Entscheidungen? Check. Skillen, Modden, Upgraden? Check. Wuchtige
00:56Kämpfe mit taktischer Tiefe? Check. Und gut geschriebene Texte mit tollen SprecherInnen? Check.
01:22Dabei habe ich natürlich trotzdem nur einen winzigen Einblick bekommen. Denn auch nach dieser Stunde mit
01:28Exodus bleiben noch eine Menge Fragezeichen stehen. Und es ist eine ganz neue Sorge dazugekommen,
01:35die ich so bisher nicht erwartet hätte, nämlich die Performance.
01:41Welche Fragen noch offen sind und was mir schon jetzt gut gefallen hat, zeige ich euch in diesem
01:46Preview-Video. Ich konnte das zwar alles selbst spielen, die aufgezeichneten Szenen kommen aber
01:52von Archetype selbst, die sind aber ziemlich repräsentativ für das, was ich gespielt habe,
01:56im Guten wie im Schlechten. Also schauen wir mal rein.
02:10Die Demo-Mission ist der erste richtige Einsatz für June Aslan und seine Crew. June ist
02:16eure Spielfigur, den ihr wahlweise als Mann oder Frau spielen könnt. Bisher hat Archetype aber nur
02:22den männlichen June gezeigt und ich durfte auch nur den Kerl spielen. Besonders weit weg muss eure Crew
02:28für die Auftakt-Mission nicht reisen, es geht nämlich nur in die Atmosphäre eurer Heimatwelt Leiden.
02:34Hier schwebt der Konsu-Schild, ein Netzwerk aus riesigen Orbitallasern, die Meteore und sonstigen
02:41Weltraumschrott zerbritzeln, bevor der Leiden gefährlich werden kann. Durch die Technoseuche
02:47The Rod fallen diese Laser aber eine nach dem anderen aus und jetzt hat auch noch eine Söldnertruppe
02:53eine der wenigen noch funktionierenden Stationen geändert und die für die Wartung zuständigen
02:58Kay als Geisel genommen. Die Kay sind eine Spezies der Erwachten, was in der Welt von Exodus genetisch
03:05verbesserte und dadurch hochintelligente Tiere sind, die auch sprechen können. Dazu und dem ganzen
03:11Rest der Exodus-Lore habe ich euch vor einiger Zeit ja schon mal ein eigenes Video gemacht, bin davon
03:15immer noch total begeistert, das verlinke ich euch deshalb nochmal in der Videobeschreibung. Obwohl die Kay
03:19also aussehen wie Frösche und Kröten, quaken die nicht, sondern quasseln und zwar jede Menge.
03:47Zusammen mit der MAG-Pilotin Elise und dem Leisetreter Saliman entert June also die Station, um die Söldner zu stoppen,
03:55die Kay zu befreien und damit den Planeten zu retten.
03:58Wer Mass Effect gespielt hat, fühlt sich in Exodus sofort zu Hause. Wie damals steuert ihr euren Helden aus der
04:04Verfolgerperspektive, geht bei Schießereien in Deckung, könnt verschiedene Waffentypen, Granaten und Fähigkeiten
04:10aus dem Ringmenü wählen und euren beiden Begleitern Spezialangriffe befehlen. Zum Beispiel die Knockdown-Rakete,
04:17mit der MAG-Lady Elise schildtragende Ghosts von den Füßen fegen.
04:36Feinde haben bestimmte Schwachstellen und ihr könnt durch den Elementarschaden eurer Party mächtige
04:41Synergie-Effekte erzeugen. Also zum Beispiel diesen riesen MAG hier erst per Skill versteinern, dann von Saliman
04:48für extra Schaden meucheln lassen.
04:50Das spielt sich alles zwar herrlich wuchtig, dynamisch und taktisch, aber schon in den ersten 5 Minuten hat mich
04:58eine Sache mega irritiert. Die Anspielversion auf PC lief nur in 30 FPS und im Optionsmenü gab es auch keine
05:08Möglichkeit, das zu ändern. Man verbringt zwar durch Präzisionszielen, Waffen oder Party-Menüs eh die Hälfte
05:14aller Kämpfe irgendwie in Zeitlupe, aber das, was in Echtzeit passiert, spielt sich fast schon unangenehm zäh und schwammig.
05:24Cool war dagegen, dass auch Stealth fast immer eine Option ist. Mit dem Tarnfeld schleicht ihr unsichtbar von
05:31Deckung zu Deckung und knipst Feinde dann mit der lautlosen Specter-Armbrust aus.
05:47Euer Kumpel Saliman kann mit seinem Ultimate Vendetta sogar gleich mehrere Feinde nacheinander abstechen.
05:54Ihr könnt June, eure Party und euer Loadout also schon ziemlich auf euren Spielstil anpassen. Zwischen
06:00Ninja und Rambo ist alles mit dabei. Mit Skillpunkten schaltet ihr neue Fähigkeiten in verschiedenen
06:06Talentbäumen frei, bestimmt welche neuen Tricks eure Mitstreiter lernen und verbaut Waffenmods in eurem
06:16Recycler. Das ist eure Allzweckknarre, die mit Sniper, Shotgun, Sturmgewehr, Armbrust oder Granatwerfer
06:23für jeden Zweck den richtigen Modus hat. Jeder braucht eigene Munition, die ihr aber auch einfach
06:29unterwegs aus aufgesammeltem Schrott craften könnt. Mit höherwertigem Müll von stärkeren Gegnern
06:35kauft ihr dann am Checkpoint Terminal Upgrades für die verschiedenen Recycler-Modi.
06:57Dazu kommt der Zauberhandschuh-Gauntlet. Damit kann June per Energiespeer Gegnern den Schild
07:06wegbrennen oder sie mit einer Schockwelle umhauen. Die Skills braucht ihr aber auch außerhalb der
07:14Kämpfe für die Erkundung. Zwar sind die Levels ziemlich linear, wer aber die Augen offen hält,
07:19findet überall kleine Abzweigungen mit Bonuskrempel. Da könnt ihr dann Wände zerbröseln,
07:25über Abgründe schwingen oder euch eigene Aufzüge bauen. Besonders flexibel ist das System dabei nicht,
07:31es funktioniert also immer nur an fest vorgegebenen Punkten. Dafür löst ihr mit der Versteinernfähigkeit
07:37sogar kleine Umgebungsrätsel, wenn ihr etwa an einer Stelle Energieleitungen abklemmt,
07:41damit anderswo Plattformen extra weit fahren können.
07:48Immer wieder nimmt sich Exodus aber auch einen Moment für große Schauwerte. Wenn ihr zum Beispiel
07:54mit eurem Gauntlet gigantische Celestial-Anlagen zum Leben erweckt oder euch Pilotin Chara hier beim
08:03Spacewalk mit dem Osprey Dropship den Weg erleuchtet. Beim Weltraumspaziergang trumpft auch die Klangkulisse
08:18nochmal auf. Hier kann wegen der gedämpften Geräuschkulisse der atmosphärische Soundtrack
08:22so richtig wirken. Und hört ihr, wie diese Gesänge dynamisch auf das reagieren, was ihr da macht?
08:50An einem Celestial-Altar findet die Gruppe dann außerdem dieses seltsame Material. Das ist ein
08:57sogenanntes Remnant-Artefakt, also seit Jahrtausenden vergessenen Technologie,
09:03die wohl große Auswirkungen auf den weiteren Kampagnenverlauf hat. Denn June wird entscheiden
09:08dürfen, wie man diese Technologie auf seinem Heimatplaneten einsetzt und das soll wohl ziemlich
09:15weitreichende Folgen haben. Besonders gut gefallen mir in der Demo die Dialoge. Die sind spitze geschrieben,
09:40haben einen guten Rhythmus und sind auf Englisch von fantastischen SprecherInnen vertont.
09:51Das geht schon beim Geplapper zwischen den Party-Mitgliedern los, denn June und die Gang
09:56bantern wie ein altes Uncharted-Ehepaar vor sich hin.
10:11Aber auch mit Quest-NPCs sind die Gespräche atmosphärisch und fast immer mehr als nur Selbstzweck. Immer
10:18wieder müsst ihr nämlich kleine und größere Entscheidungen treffen, auf die eure Party reagiert
10:23und die den Spielverlauf verändern. Gleich zu Beginn der Demo gibt's dabei einen echten RPG-Klassiker.
10:28Gebt ihr dem schwer verletzten Feind ein Medikit ab oder lasst ihr ihn verrecken. Zeigte Gnade,
10:33bekommt ihr dafür Paladin-Punkte. Dafür ist Kumpel Salaman von euch enttäuscht.
10:53Mein Favorit war aber ne Nebenquest, in der wir nen verwirrten Roboter davon überzeugen müssen,
10:59die Schlüsselkarte für ne Waffenkammer rauszurücken. Verwirrt deshalb, weil der Blechkübel wegen nem
11:04Softwarefehler denkt, er sei ein Mensch. Nette Junes kaufen ihm die Karte also einfach ab und wie
11:11sie Junes haben halt keine Geduld zum Verhandeln.
11:45Mit euren Entscheidungen steigert ihr euren Paladin- oder Immortal-Level, wodurch ihr bestimmte
11:51neue Skills freischaltet. Manche davon gibt's nämlich nur, wenn ihr zu 100% gut oder 100%
11:57böse seid, andere auch für den goldenen Mittelweg.
12:08Zum großen Finale der Demo treffen June und die Crew dann auf Captain Irina Braun. Die ist ein erwachter
12:16Kriegsbär und der große Endboss des Levels. Der Braunbär hat zwar verschiedene Nah- und
12:25Fernkampfangriffe, wenn ihr aber geschickt per Enterhaken auf diese Tanks hier hüpft und eure
12:30Squad-Synergien nutzt, ist sie kein wirklich großer Problembär.
12:58In Phase zwei haut sie die Tanks dann zwar weg, wirklich viel schwieriger wird der Kampf dadurch
13:04aber nicht. Selbst ich hab's auf Anhieb geschafft. Aber wer ein Spiel mit bockschweren Bosskämpfen
13:09sucht, ist bei Exodus vermutlich falsch.
13:16Die Söldner sind also geschlagen, die Kay gerettet, aber die größte Entscheidung kommt jetzt. Kumpel
13:22Salman schlägt dem Kay-Ältesten nämlich überraschend vor, die Programmierung ihrer Bruttanks so zu ändern,
13:28dass alle kommenden Kay-Generationen auf ewig seiner Dynastie dem Haus Tengen die Treue schwören.
13:57Fand ich brutal daneben. Immerhin haben wir die Froschmechaniker ja gerade erst von den Söldnern befreit,
14:02also hab ich ihm das schön wieder ausgeredet. Und für den Moment hat Salman das auch akzeptiert.
14:07Die Frage ist, wie lange noch? Im Interview verrät mir der Chef-Autor Drew Karpishen nämlich,
14:14nicht alle Charaktere müssen bis zum Finale dabei sein. Denn Party-Mitglieder können uns nicht nur
14:20verlassen, sondern sogar durch unsere Entscheidungen draufgehen.
14:38Und da wären wir dann wieder. Am Ende mit dem breiten Grinsen. Weil Exodus einfach so viel Mass-Effect-Flair
14:45versprüht. In fast jedem Dialog war ein guter Spruch oder ein Lacher drin und die Kämpfe haben durch viele
14:51Gegnertypen und Taktiken richtig Spaß gemacht. Bisschen ungewohnt war dabei, dass es kein so richtiges
14:56Cover-Snapping wie bei Gears oder Mass Effect gibt. Man kann also schon an eine Deckung ranrutschen,
15:01klebt dann aber nicht dran. Ich fand die Demo jedenfalls so gut, dass ich sie direkt ein zweites Mal gespielt
15:07hab.
15:08Aller 30 FPS-Performance-Probleme zum Trotz hat mich das nämlich schon komplett gehuckt. Gut,
15:14früher lief Mass Effect auf der Konsole auch nur in 30 FPS, aber für ein PC-Spiel im Jahr 2026
15:20ist das
15:21schon hart. Zumal sich das ja noch zum Release komplett beheben ließe. Exodus ist ein eher lineares
15:27Spiel und noch ist bis April 2027 eine Menge Zeit für Optimierung. Ich kann mir deshalb sehr gut
15:33vorstellen, dass sich das noch bessern wird. Leider wollte mir Archetype auch auf Nachfrage noch keine
15:39finalen Grafik-Modi für PC und Konsole bestätigen. Zu zwei der wichtigsten Aspekte kann ich außerdem
15:45noch gar nichts sagen. Zum ersten hab ich nix von Leiden, der Heimatwelt und dem großen Hub des Spiels
15:51gesehen. Hierhin soll June zwischen den Missionen immer wieder zurückkehren und dabei drastische
15:56Veränderungen bewirken. Denn, und das ist das zweite große Mysterium, Exodus setzt auf Zeitdehnung. Wenn June
16:03zu weit entfernten Planeten aufbricht, vergeht durch den Flug mit 99,9% Lichtgeschwindigkeit die
16:09Zeit für die, die man zurücklässt, langsamer. Sprich, June und seine Gefährten sind nur ein paar Stunden
16:16unterwegs, auf Leiden ist aber ein ganzes Jahrzehnt vergangen. Zehn Jahre, in denen Beziehungen zerbrechen,
16:23Freunde sterben und mit von mir gefundener gefährlicher Technologie experimentiert wird.
16:28Das bietet gigantisches Story-Potenzial. Wie groß diese Auswirkungen aber tatsächlich sind, kann ich
16:34bisher noch gar nicht abschätzen. Schon jetzt wird aber deutlich, dass Exodus im Vergleich zu The
16:39Expanse mehr auf lineares Spektakel, weniger auf tiefgreifendes Rollenspiel, Party und Loot-Management
16:45setzt. Also wie früher Mass Effect, aber das hat mir in all den Jahren kein anderes Spiel so liefern können.
16:53Bis zum nächsten Mal, weiterspielen!

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