00:02Auch kurz vor einer angekündigten Hitzewelle kämpfen in Spanien und Frankreich Feuerwehrleute weiter rund um die Uhr gegen Waldbrände,
00:10schlagen Schneisen, um Herr der Lage zu bleiben oder zu werden.
00:14Das riesige Feuer in der Nähe von Bordeaux im Südwesten des Landes hat hunderttausende Menschen gezwungen, ihre Wohnungen und Häuser
00:22zu verlassen.
00:22Am Dienstagmorgen war der Brand weiter unter Kontrolle, Experten warnten zuletzt aber vor steigenden Temperaturen und Seewinden, die die Flammen
00:33weiter anfachen könnten.
00:35Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sagte, der zweite Großbrand im weiter südlich gelegenen Departement Lond sei zwar unter Kontrolle, stelle aber
00:44weiter eine Bedrohung dar.
00:48Auch in Spanien könnten die Temperaturen wieder steigen, zuletzt hatte sich die Lage westlich von Madrid verbessert.
00:55Unterdessen sind auch im Norden und im Zentrum Portugals Feuer ausgebrochen, mehr als 1000 Kräfte waren zuletzt im Einsatz.
01:04Die Europäische Union hat ihre Notfallreaktionssysteme aktiviert, um Frankreich und Spanien zu unterstützen.
01:11Da jedoch auch in anderen Ländern Europas extreme Wetterbedingungen drohen, warnte die Kommissarin für Krisenmanagement, dass die Ressourcen der EU
01:21bald andernorts benötigt werden könnten.
01:28Deepfakes und KI-generierte Inhalte müssen von diesem Sonntag, den 2. August an, als solche gekennzeichnet werden.
01:34Dann treten die entsprechenden Bestimmungen des KI-Gesetzes der EU in Kraft.
01:38Die Verordnung verpflichtet Anbieter und Betreiber von KI-Systemen, Nutzer darüber zu informieren, wenn sie es mit einer KI wie
01:46beispielsweise einem Chatbot zu tun haben oder wenn sie Deepfakes oder KI-generierten Videos ausgesetzt sind.
01:52Auch Texte, die darauf abzielen, die Öffentlichkeit über Themen von allgemeinem Interesse zu informieren, müssen gekennzeichnet werden, wenn sie von
01:58einer KI ohne redaktionelle Überprüfung durch Menschen verfasst wurden.
02:02Ziel ist es, dass die Nutzerinnen und Nutzer sofort erkennen können, ob Inhalte echt oder gefälscht sind, um Fehlinformationen und
02:10Betrug zu vermeiden und KI transparenter und vertrauenswürdiger zu machen.
02:14Konkret müssen KI-Anbieter maschinenlesbare Markierungen wie Wasserzeichen hinzufügen, um die Erkennung manipulierter Inhalte zu gewährleisten.
02:23Die Betreiber haben bis zum 2. Dezember Zeit, ihre KI-Systeme an die neuen Vorschriften anzupassen. Ausnahmen gelten für künstlerische,
02:31kreative, satirische und fiktionale Werke.
02:34Einige Tech-Giganten wie TikTok und Meta haben schon im Vorgriff auf die neuen Vorschriften damit angefangen, KI-generierte Inhalte
02:41zu kennzeichnen.
02:45Die USA haben mit der Überprüfung ihrer Militärpräsenz in Europa begonnen. Dies teilte der zuständige Staatssekretär auf der Plattform X
02:52mit.
02:53Damit setzen sie die Ankündigungen von Präsident Donald Trump um, die dieser vor Monaten nach Auseinandersetzungen mit mehreren europäischen Staats
03:00- und Regierungschefs gemacht hatte.
03:02Die Überprüfung soll sicherstellen, dass Europa innerhalb der NATO schnell die Hauptverantwortung für seine eigene konventionelle Verteidigung übernimmt.
03:10Sowohl Trump als auch der Staatssekretär erklärten, die Maßnahme stehe nicht in Zusammenhang mit Meinungsverschiedenheiten mit den europäischen Bündnispartnern.
03:18US-Verteidigungsminister Pete Hexeth hatte schon im Juni in Brüssel bei einem NATO-Treffen der Verteidigungsminister über die mehrmonatige Überprüfung
03:26und den geplanten Abzug von Truppen informiert und auf die hohen Kosten der USA für die Verteidigung verwiesen.
03:33Er hatte damals vage angemerkt, dass in Europa einige Länder durchfallen und andere mit Bravour bestehen werden.
03:41Zwischenzeitlich hatten die USA schon den Abzug von 5000 Soldaten aus Deutschland angekündigt.
03:46Trumps neue Verteidigungsstrategie sieht vor, dass die USA zwar weiter fester NATO-Partner bleiben wollen, ihre Priorität aber Richtung Heimat
03:54und Abschränkung Chinas verschieben.
04:04Islamismus, wie Deutschland ihn beim Anschlag auf den Berliner Christopher Streeter erlebt hat, sind Alltag für die Menschen im Iran.
04:10Das sagt die iranisch-amerikanische Aktivistin Masih Alinejad im Interview mit Euronews.
04:16Es ist für mich, als eine Überzeugung des Terrorismus-Terrorismus-Terrorismus-Terrorismus zu sehen, dass sie jetzt leichter können, die
04:26Freiheit auf der Westen, hier in der Herz der Europäne, in Berlin.
04:31Denn, look, das ist die Realität, die wir haben, wenn wir nicht gegen den Islamismus kämpfen, wenn wir nicht enden
04:39diesen Kanzel,
04:40sie können die Freiheit und die Demokratie enden, überall.
04:56Am Dienstag hat das iranische Regime zwei Männer im Zusammenhang mit Massenprotesten hingerichtet.
05:01Sie sollen an der Ermordung eines Polizeibeamten beteiligt gewesen sein.
05:05Doch auch außerhalb der Proteste müssen Iraner immer wieder um ihr Leben bangen.
05:37Um dem entgegenzuwirken, hat Alinejad den World Liberty Congress gegründet.
05:42Mit Europa-Zentrale in Berlin.
05:44Das Netzwerk ist eine Allianz aus Dissidenten und Demokratieaktivisten autokratisch regierter Staaten.
05:52Was zeigen die Zahlen zur Hitzewelle in Europa?
06:00Rekordtemperationen, tausende zusätzliche Todesfälle, Waldbrände und Schäden für die Wirtschaft.
06:05Vier Zahlen zeigen, wie drastisch die extreme Hitze Europa in diesem Sommer getroffen hat.
06:09Westeuropa erlebte mit einer Durchschnittstemperatur von 2,74 Grad Celsius den heißesten Juni seit Beginn der Aufzeichnungen.
06:17Das sind rund 2,8 Grad mehr als im langjährigen Durchschnitt.
06:20England und Frankreich verzeichneten jeweils ihren wärmsten Juni überhaupt.
06:24Europaweit war es der zweitwärmste Juni, der je gemessen wurde.
06:28Während der Hitzewelle Ende Juni kam es zu mehr als 10.000 zusätzlichen Todesfällen, die meisten davon ältere Menschen.
06:35Frankreich hat seine Schätzung inzwischen auf 5.764 zusätzliche Todesfälle nach oben korrigiert.
06:43Die endgültige Zahl der Hitzetoten in Europa dürfte daher noch höher ausfallen.
06:47Auch wirtschaftlich hatte die Hitzewelle Folgen.
06:51Seit einer Analyse verursachte sie Ernteverluste von rund 2 Milliarden Euro.
06:55Fast drei Viertel davon entfielen auf Frankreich und Ungarn.
06:58Besonders betroffen war der Maisanbau.
07:04Wissenschaftler warnen, das war kein Einzelfall.
07:06Laut Kopernikus hat Westeuropa innerhalb weniger Monate bereits drei große Hitzewellen erlebt.
07:13Extreme Hitzewellen künftig immer häufiger auftreten, sagen Forscher.
07:17Rekordtemperaturen seien längst keine Ausnahme mehr.
07:23Der Unterschied im Durchschnittsverdienst zwischen berufstätigen Männern und Frauen ist in der Europäischen Union mit hohen Kosten verbunden.
07:31Laut Eurostat liegt der Bruttostundenlohn von Frauen im Durchschnitt um 11,1 Prozent unter dem von Männern.
07:39Pro 100 Euro, die ein Mann in der EU verdient, erhält eine Frau also nur 88,90 Euro.
07:47Über ein Jahr hinweg verdienen Frauen in der EU nach Schätzung des Europäischen Gewerkschaftsbundes durchschnittlich fast 3.900 Euro weniger
07:56als Männer.
07:57Das bedeutet, dass die 92,5 Millionen berufstätigen Frauen in der EU insgesamt mehr als 358 Milliarden Euro pro Jahr
08:06einbüßen.
08:06In Finnland, Österreich, Deutschland und Schweden verliert eine durchschnittlich erwerbstätige Frau jährlich sogar mehr als 5.000 Euro.
08:15Luxemburg ist das einzige Land in der EU, in dem Frauen mehr verdienen als Männer, etwa 474 Euro pro Jahr.
08:23Um das Problem zu lösen, hat die EU eine Richtlinie zur Lohntransparenz verabschiedet,
08:28deren Frist am 7. Juni die meisten EU-Länder aber verpasst haben.
08:35Der Tourismus in Europa verzeichnet für die erste Jahreshälfte robuste Zahlen mit 5% mehr internationalen Reisenden.
08:44Dabei bestimmen zunehmende wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten die Branche.
08:50Laut dem Quartalsbericht der European Travel Commission, ETC,
08:54stiegen auch die Übernachtungszahlen um fast 5% trotz verunsicherter Verbraucher und Problemen bei Langstreckenflügen.
09:04Vor allem Südeuropa und der Mittelmeerraum ziehen die internationalen Reisenden an.
09:12Vorne liegt Griechenland mit einem Anstieg der Besucherzahlen von 38%,
09:16dicht gefolgt von Italien und Malta mit einem soliden zweistelligen Wachstum.
09:23Doch offenbar geben die Touristen vor Ort weniger Geld aus.
09:27So stiegen die Reiseausgaben in Italien trotz der vielen Besucher nur um 4%.
09:32Für einige Reiseziele war der Jahresauftakt besonders schwer.
09:37Zypern verzeichnete einen Rückgang um 18% und die Türkei um 2%,
09:42was auf die Nähe zum Nahostkonflikt zurückgeführt wird.
09:48Urlaubsreisen haben weltweit zwar weiterhin für viele Menschen Priorität,
09:53auch wegen finanzieller Sorgen zeigen sich die Urlauber preisbewusster und selektiver.
09:59Am besten positioniert sind Reiseziele, die sich an die knapperen Verbraucherbudgets anpassen
10:05und mehr Sicherheit sowie Flexibilität bieten.
10:10Im Trend liegen Reisen in der günstigeren Nebensaison im September.
10:22Griechenlands jahrelange Bemühungen haben gefruchtet.
10:25Der Olymp ist in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen worden.
10:29Der mythische Berg der Götter würde während der 48. Sitzung des Welterbekomitees,
10:34die derzeit in Busan in Südkorea stattfindet, einstimmig als Natur- und Kulturgut
10:39von außergewöhnlichem universellem Wert für die Menschheit anerkannt.
10:43Der höchste Berg Griechenlands ist nicht nur Herzstück der griechischen Mythologie,
10:47sondern beherbergt auch ein artenreiches Ökosystem und bedeutende Denkmäler.
10:52Griechenland hatte schon 2014 seinen Antrag auf Aufnahme des gesamten Olympgebirges
10:57in die UNESCO-Liste eingereicht.
10:59Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bezeichnete die Aufnahme als
11:04großen nationalen Erfolg.
11:07Auf derselben Sitzung, bei der Dutzende von Nominierungen geprüft wurden,
11:11wurden auch die fünf Strände der Alliiertenlandung in der Normandie in die UNESCO-Liste aufgenommen.
11:16Ein Symbol der Kampagne zur Befreiung Europas von der nationalsozialistischen Besatzung
11:20im Zweiten Weltkrieg.
11:22Ebenfalls in die Liste aufgenommen wurden unter anderem die historischen Theater
11:26aus dem 18. und 19. Jahrhundert der Region Marken in Mittelitalien,
11:30die Waldsiedlung in Berlin, die alten japanischen Hauptstädte Asuka und Fujiwara
11:34und die Region Boma-Badinghilo im Südsudan,
11:37in der eine der weltgrößten terrestrischen Säugetierwanderungen mit Millionen Antilopen stattfindet.
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