00:02Spaniens konservativer Ex-Ministerpräsident Mariano Rajoy hat mit seiner WM-Kolumne für
00:07eine handfeste Kontroverse gesorgt. Darin hatte er sich mokiert, dass die französische
00:12Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft, Zitat, ohne Franzosen spiele. In seiner jüngsten
00:18WM-Kolumne in der spanischen Zeitung El Debate blickte er voraus auf das Halbfinale Spanien
00:23gegen Frankreich. Frankreich habe einen erstklassigen Kader, räumte er ein, das ja, aber ohne Franzosen.
00:30Ein offenkundiger Hieb auf den Migrationshintergrund vieler der französischen Nationalspieler.
00:35Von den insgesamt 26, die Nationaltrainer Didier Deschamps nominierte, sind aber nur drei außerhalb
00:41Frankreichs geboren. Der Franco-Brite Michael Olysee in London, Marcus Thuram in Italien und
00:47Brice Samba in der Repurgie Congo. Der konservative Rajoy, der Spanien zwischen 2011 und 2018 regierte,
00:55erntete für seine Polemik heftige Kritik, sowohl in Spanien als auch in Frankreich. Rassistisch
01:01und fremdenfeindlich sei das. Erst kurz zuvor war Frankreichs Star-Kapitän Kilian Mbappé nach
01:08dem Sieg über Paraguay von einer paraguayischen Senatorin ebenfalls rassistisch schwer beleidigt
01:14worden. Sie hatte ihn als Trottel und als kolonisierten Kameruner, der sich als Franzose
01:18ausgibt, beschimpft.
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