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Nachrichten des Tages | 1. Juli 2026 - Abendausgabe

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Transkript
00:00Die französische Nationalversammlung hat einen Gesetzesentwurf zur Sterbehilfe angenommen,
00:06obwohl der Senat dagegen gestimmt hat.
00:11Tarnnetze und Drohnen.
00:13Ukrainische Freiwillige unterstützen die Heimatfront vom Nachbarland Polen aus
00:17und stellen kriegswichtige Güter her.
00:19Die französische Nationalversammlung hat einen umstrittenen Gesetzesentwurf zur Sterbehilfe angenommen.
00:26Der Senat hatte den Text im Januar noch abgelehnt.
00:30Die Präsidentin der Nationalversammlung, Yael Brant-Pivet,
00:33bezeichnete die Abstimmung als Ergebnis jahrelanger gründlicher und respektvoller öffentlicher Debatten.
00:39Kritiker bleiben jedoch gespalten.
00:41Einigen geht der Entwurf zu weit, anderen ist er zu restriktiv.
00:45Der Text schafft ein Recht auf Sterbehilfe für erwachsene französische Staatsbürger
00:50oder in Frankreich lebende Personen.
00:52Voraussetzung ist eine schwere, unheilbare Krankheit in einem fortgeschrittenen oder terminalen Stadium.
00:58Zugleich sieht der Entwurf strenge Schutzmechanismen vor.
01:02Rein psychisches Leid ist als Kriterium ausgeschlossen.
01:05Zudem muss ein medizinisches Team bestätigen, dass der Patient aus freiem Willen handelt.
01:10Eine medizinische Fachkraft darf die tödliche Substanz nur dann direkt verabreichen,
01:14wenn der Patient körperlich nicht in der Lage ist, es selbst zu tun.
01:18Der Gesetzentwurf enthält außerdem eine Gewissensklausel.
01:22Ärzte können ablehnen, beim assistierten Tod mitzuwirken.
01:25Nun geht der Text zurück an den Senat.
01:28Sollte der Senat den Entwurf weiterhin blockieren,
01:30kann die Nationalversammlung am Ende das letzte verfassungsrechtliche Wort haben.
01:38Hilfe vom Nachbarland aus.
01:40In Warschau stellt eine Gruppe ukrainischer Geflüchteter ehrenamtlich Drohnen und Tarnnetze
01:45für ihre Landsleute an der Heimatfront her.
01:48Der Bedarf ist höher als das, was sie liefern können.
01:50Und zunehmende Kriegsmüdigkeit erschwere es, Spendenmaterial und Freiwillige zu finden,
01:56klagt die Gruppe.
01:57Mut kennt keine Grenzen.
02:10Sie treffen sich jeden Samstag, um Tarnnetze herzustellen oder FPV-Drohnen zu montieren.
02:16Drohnen, deren Flug per Kamera gelenkt wird.
02:18Ein Jahr nach Kriegsbeginn haben sie angefangen.
02:21Und seitdem rund 35.000 Quadratmeter Tarnnetz geknüpft.
02:24Etwa so viel wie fünf Fußballfelder.
02:41Die Freiwilligen erzählen aber auch, dass das Projekt ihnen aus psychologischer und sozialer Sicht helfe.
02:47Es stärke das Gefühl von Gemeinschaft und verschaffe ihnen eine sinnvolle Aufgabe in schwierigen Zeiten im Exil.
03:14Mit zunehmender Dauer des Krieges fühlen die ukrainischen Flüchtlinge sich in Polen immer weniger willkommen.
03:19Bei Kriegsausbruch hatte das Nachbarland seine Pforten geöffnet.
03:22Es gibt knapp einer Million Geflüchteten Zuflucht.
03:25Rang zwei in Europa nach Deutschland.
03:28Doch seit der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr, die der Nationalist Nawrocki gewann,
03:32hat die anti-ukrainische Stimmung zugenommen.
03:35Nur noch 48 Prozent der befragten Polen waren bei einer Umfrage jüngst für die Aufnahme ukrainischer Flüchtlinge.
03:42Der niedrigste Stand seit Beginn des Krieges.
03:50Kameraüberwachung ist im öffentlichen Raum inzwischen an vielen Orten Alltag.
03:55Und bald könnte sie mit künstlicher Intelligenz für Gesichtserkennung ausgestattet werden.
03:59So zumindest der Wunsch von Innenminister Alexander Dobrindt.
04:03Hier beim Leipziger Start-up Urban Privacy wollen Nicole Scheller und Daniel Preuß dagegen ein Zeichen setzen mit Mode.
04:09Dieses Kleidungsstück etwa verwirrt KI-Kameras.
04:12Unsichtbar wird der Träger nicht, aber schwieriger auszulesen.
04:16Also das Hauptproblem ist einfach, dass wir nicht wissen, wo die Daten hinfließen.
04:20Also digitale Daten sind einfach die neue Ressourcenquelle.
04:25Also wenn man sich halt anschaut, Meta, zum Beispiel auch die neue Meta-Klasse,
04:29wo dann halt auch Gesichtserkennung zum Beispiel auch schon mit drin ist.
04:32Es ist halt eine Software, die Menschen aufgrund ihres äußeren Erscheinungsbildes in Schubladen steckt und bewertet.
04:39Kassenschlager ist diese Smartphone-Tasche.
04:41Sie blockiert, dass das Handy sich in Funkmasten einwählt oder per GPS getrackt werden kann.
04:47Und dann gibt es noch diesen Schal, der den Fotografen auf diese Spielerei weiterleitet.
04:51Sie sagt, hau ab.
04:52Es sind Produkte, die den Zeitgeist widerspiegeln, erklärt Daniel Poiss.
04:57Er betreut die technische Seite des Start-ups.
05:00Also in erster Linie haben wir den Eindruck, dass das Interesse und die Awareness zu dem Thema steigt.
05:05Also dass mehr Leute sich mit dem Thema beschäftigen, dass es auf vielen Plattformen mehr Sichtbarkeit bekommt.
05:10Das Interesse daran steigt, wie kann ich denn vielleicht mit dem System anders umgehen,
05:14wie kann ich mich auch vor Tracking schützen.
05:16Einige Politiker sowie Polizei befürworten den Einsatz von KI und Tracking-Technologie zur Verbrechensbekämpfung.
05:23Doch für Nicole Scheller und Daniel Poiss von Urban Privacy ist klar,
05:27Privatsphäre und Datenschutz sollten nicht unter den Tisch fallen.
05:34Rotorenlärm am Unfallkrankenhaus in Berlin-Marzahn.
05:37Kurz darauf hebt ein Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung ab.
05:41Ziel, eine kleine Stadt in Brandenburg.
05:44Dort wartet ein Patient mit schweren Brandverletzungen.
05:47Er muss schnell ins spezialisierte Verbrennungszentrum der Hauptstadt.
05:50Für die Crew beginnt ein eingespielter Ablauf, für den Menschen in Not ein Wettlauf gegen die Zeit.
05:57Noch vor wenigen Stunden hat der Tag ruhig begonnen.
05:59Mit routinemäßigen Checks an Maschine und Notfall-Equipment.
06:04Hubschrauberpilot Sebastian Notbaum brieft die Kollegen beim gemeinsamen Frühstück.
06:08Wetter, Technik, mögliche Risiken im Luftraum.
06:11All das muss vorher genauestens geprüft werden.
06:14Eine Bombenentschärfung bis 16 Uhr.
06:18Und in Potsdam haben wir auch Falschumsprung.
06:21Sonst haben wir noch fünf Truppenübungsplätze, die sind aktiv.
06:26Entweder umfliegen wir die oder wir holen uns die Genehmigung zum Durchflug beim Lotsen ein.
06:31Diese Station hat gleich zwei Besonderheiten.
06:33Die Crew ist rund um die Uhr einsatzbereit und fliegt sowohl Notfalleinsätze als auch Intensivtransporte zwischen Kliniken.
06:4070 Kilometer legt der Hubschrauber dabei in nur 17 Minuten zurück.
06:44Bei einem Notruf muss es schnell gehen.
06:46Innerhalb von zwei Minuten, nachdem wir den Anarm bekommen haben, rücken wir aus.
06:50Aber insbesondere bei Herzinfarktpatienten, bei Schlaganfallpatienten ist ganz klar,
06:55dass jede Minute, in der die Situation nicht in irgendeiner Form therapiert wird,
07:00Gewebe und damit Herzmuskel oder sogar Hirnmasse verloren geht für den Patienten.
07:04Also jede Minute zählt.
07:05Auch bei diesem Einsatz.
07:07Mit bis zu 250 Stundenkilometern geht es Richtung Brandenburg.
07:11Doch die schnelle Hilfe aus der Luft kostet auch.
07:14Hubschrauber, Kerosin, speziell ausgebildetes Personal.
07:18Und moderne Medizintechnik.
07:20Bei Christoph Berlin inzwischen auch Blut- und Plasmakonserven,
07:23die schon am Einsatzort Leben retten können.
07:26Mit dem geplanten Sparpaket sollen die Kosten im Gesundheitssystem nun begrenzt werden.
07:30Auch bei der Luftrettung.
07:31Betreiber warnen jedoch, die Einschnitte könnten die medizinische Notfallversorgung gefährden.
07:37Die Luftrettung per se als zu teuer abzustempeln, sei falsch.
07:40Was meistens nicht gesagt wird, ist, dass durch die Hubschrauberrettung meistens auch eine schnellere Rettung erfolgen kann.
07:48Sodass sich tatsächlich die Gesamtkosten der Genesung,
07:51also bis der Mensch, der verletzt war, wieder ins berufliche und soziale Leben integriert wird, geringer ausfallen.
07:58Zurück in Berlin. Für den Patienten kann die Spezialversorgung beginnen,
08:02früher, als es auf dem Landweg möglich gewesen wäre.
08:05Das entlastet auch Einsatzkräfte am Boden.
08:09Wenn das jetzt bodengebunden transportiert worden wäre,
08:14ein Notarzt für drei, vier Stunden in dem Bereich,
08:17in dem wir jetzt sozusagen die Patienten abgeholt haben aus dem Einsatzbereich,
08:22dann der Bereich ohne Notarzt gewesen wäre.
08:24Das muss man so sagen. Da wir den beihaben, geht das immer eigentlich deutlich schneller.
08:29Für die Crew ist der Einsatz abgeschlossen, der Dienst aber noch lange nicht.
08:33Einige Stunden bleiben sie noch in Bereitschaft.
08:35Und auch wenn die Luftrettung kostspielig ist, schafft sie etwas, das im Notfall unbezahlbar ist.
08:41Zeit. Und Zeit kann Leben retten.
08:48Auf den ersten Blick wirkt Trot wie ein typisches französisches Bergdorf.
08:54Doch in den Felsen versteckt findet man Höhlenwohnungen.
08:58Ein Zufluchtsort in heißen Sommertagen wie diesen.
09:09Auch wenn es draußen deutlich heißer als 30 Grad ist, bleibt die Temperatur drinnen konstant bei 20 Grad.
09:39Das Gestein wirkt als natürlicher Dämmstoff.
09:46Wie ist die Luftflöße?
09:50Wie ist die Luftflöße?
09:50Natürlich, wir bleiben auf den Felsen.
09:54Wir haben keine Klimaschutz.
09:56Oder etwas Artificiales.
09:58Und das ist auch in den Hiver.
09:59In den Hiver, wenn wir die Murs d'Introglodyte schauen,
10:02gibt es keine Isolant oder Isolation.
10:05Es sind nur die Tufon-Faß.
10:20Nur einige der Höhlen sind dauerhaft bewohnt, aber das Interesse wächst angesichts steigender Temperaturen.
10:54Das Dorf liegt zudem über kilometerlangen unterirdischen Stollen und Tunneln, die an lange Zeiten des Lebens unter dem Fels erinnern.
11:06Eines von etlichen Höhlen-Dörfern in Frankreich.
11:10Vielleicht eine Option, die heißeren Zeiten in Zukunft kühl zu überstehen.
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