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  • vor 7 Stunden
Frankreichs Nationalversammlung billigt Gesetz zu assistiertem Suizid trotz Senatsveto

Frankreichs Nationalversammlung verabschiedet Gesetz zur assistierten Sterbehilfe, obwohl der Senat es zuvor abgelehnt hatte und landesweit Streit auslöste.

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Transkript
00:00Die französische Nationalversammlung hat einen umstrittenen Gesetzesentwurf zur Sterbehilfe angenommen.
00:06Der Senat hatte den Text im Januar noch abgelehnt.
00:10Die Präsidentin der Nationalversammlung, Yael Brun-Pivé,
00:13bezeichnete die Abstimmung als Ergebnis jahrelanger gründlicher und respektvoller öffentlicher Debatten.
00:19Kritiker bleiben jedoch gespalten. Einigen geht der Entwurf zu weit, anderen ist er zu restriktiv.
00:25Der Text schafft ein Recht auf Sterbehilfe für Erwachsene, französische Staatsbürger oder in Frankreich lebende Personen.
00:32Voraussetzung ist eine schwere, unheilbare Krankheit in einem fortgeschrittenen oder terminalen Stadium.
00:38Zugleich sieht der Entwurf strenge Schutzmechanismen vor.
00:42Rein psychisches Leid ist als Kriterium ausgeschlossen.
00:45Zudem muss ein medizinisches Team bestätigen, dass der Patient aus freiem Willen handelt.
00:50Eine medizinische Fachkraft darf die tödliche Substanz nur dann direkt verabreichen,
00:54wenn der Patient körperlich nicht in der Lage ist, es selbst zu tun.
00:58Der Gesetzentwurf enthält außerdem eine Gewissensklausel.
01:02Ärzte können ablehnen, beim assistierten Tod mitzuwirken.
01:05Nun geht der Text zurück an den Senat.
01:08Sollte der Senat den Entwurf weiterhin blockieren,
01:10kann die Nationalversammlung am Ende das letzte verfassungsrechtliche Wort haben.
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