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  • vor 58 Minuten

Kategorie

Menschen
Transkript
00:04Dieses winzige Insekt und der tödliche Parasit, den es in sich trägt, stellen eine der größten Herausforderungen in der Geschichte
00:12der Medizin dar.
00:15Es geht darum, Millionen von Leben zu retten und eine Plage zu bekämpfen, die die Menschheit seit langem bedroht.
00:22Malaria
00:25Jede Minute stört dein Kind an Malaria.
00:28Man fragt sich vielleicht, warum bis heute Kinder daran sterben.
00:33Seit fast einem Jahrhundert hat die Wissenschaft nur ein Ziel.
00:38Es ist vielleicht nicht der heilige Gral, aber ein Impfstoff würde alles verändern.
00:44Die Erfolgschancen sind sehr gering, aber der Nutzen wäre gewaltig.
00:50Ein neuer Impfstoff gegen Malaria weckt große Hoffnungen. Dies ist die Geschichte seiner Entwicklung.
00:56Der Kopf ist ab. Diese kleinen Säckchen enthalten die Parasiten.
01:02Für diese Wissenschaftler war Scheitern keine Option.
01:06Es wollte und wollte nicht funktionieren.
01:09Ich habe meine großen Zweifel ganz offen geäußert.
01:14Aber nach diversen Anpassungen hat es dann geklappt.
01:18Wow, das ist einfach großartig. Das hat Substanz.
01:22Für mich war das unvorstellbar.
01:25Wir verkünden der Welt, was wir entwickelt haben.
01:29Das könnte ein Game Changer sein.
01:34Es geht um Menschenleben.
01:35Wir werden Leben retten.
01:38Nicht eins oder zwei, sondern Millionen.
01:40Das ist doch unglaublich.
02:07Die Stechmücke ist der größte Killer in der Geschichte der Menschheit.
02:14In unseren schlimmsten Albträumen sind es aber viele andere gefährliche Tiere, die wir fürchten.
02:21Dabei töten zum Beispiel Wölfe und Haie nur zehn Menschen pro Jahr.
02:25Die Stechmücke hingegen, ein winziges Tier von der Größe eines Traubenkerns, fordert jährlich bis zu einer Million Todesopfer.
02:33Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
02:53Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
03:00Das Wort Malaria, Malaria, bedeutet im Italienischen schlechte Luft.
03:22Die pontinischen Sümpfe, die sich einst über 800 Quadratkilometer rund um Rom erstreckten, waren eine Brutstätte für Malaria-Mögen.
03:30Dadurch waren sie interessanterweise aber auch ein Schutzschild gegen Invasoren.
03:35Diese schafften es nicht, Rom zu erobern, bevor die Malaria ihre Truppen befiel, was sie zum Rückzug zwang.
03:44Hinter diesem Schutzschild dehnten sich die Stadt und das römische Reich weiter aus.
03:51Auch in den darauf folgenden 2000 Jahren wurden Europa und die Welt von Malaria-Mögen geplagt.
03:58Erst vor knapp 100 Jahren begann die moderne Wissenschaft mit ihrer Bekämpfung.
04:06Anfang des 20. Jahrhunderts erkannte ein Tropen Mediziner, dass die Zukunft der Menschheit vom Ausgang einer einzigen Schlacht abhängt.
04:13Mensch gegen Möcke.
04:22Während des Zweiten Weltkriegs fallen so viele Menschen Malaria zum Opfer, dass die Behörden ihr den Kampf ansagen und sogar
04:30Walt Disney rekrutieren.
04:37Ein neues Insektizid namens DDT vernichtet die Mückenpopulationen.
04:44Sümpfe werden trockengelegt.
04:47Der Mückenschutz wird ebenso verbessert wie die Verfügbarkeit von Malaria-Medikamenten und Tests.
04:54Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
05:14Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
05:23Sondern dass das Immunsystem gestärkt wird. Also diese Immunsystem-modifizierende Wirkung, wie man sie nennt, ist von besonderer Wichtigkeit, aber
05:32nicht nur bei Malaria, sondern auch bei Gelbsucht und einigen anderen Krankheiten.
05:38In der westlichen Welt wurde die Malaria praktisch ausgerottet.
05:43Infolgedessen tragen die ärmeren Länder, insbesondere im globalen Süden, diese Last nun weitgehend allein.
05:51Forschungsmittel wurden drastisch gekürzt und in den reichen Ländern geriet die Krankheit in Vergessenheit.
06:04In der afrikanischen Malaria-Forschung hat sich heute Tansania hervorgetan.
06:12Ziel ist es, geeignete Schutzmaßnahmen für die gefährdeten Populationen zu finden, die fast die Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen.
06:23Vor allem Kinder unter fünf Jahren, deren Organismus sich noch nicht ausreichend gegen Infektionen wehren kann, sind gefährdet.
06:34Fahia Saloum ist drei Jahre alt. Sie lebt im Dorf Kiwamba.
06:39Ihre Mutter, Zuhura Abassi, baut Ananas an und verkauft sie gemeinsam mit Großmutter Huba Mohamedi auf dem Markt.
06:48Fahia hatte schon mehrere Malaria-Anfälle.
06:55Sie bekommt ein hohes Fieber. Ihr ganzer Körper glüht, besonders nachts.
07:02Es ist erschreckend, dass eine einzige Mücke Malaria übertragen und sogar töten kann.
07:09In meiner Kindheit wussten wir nichts über Malaria.
07:15War ich krank, wurde ich mit Wurzeln und Kräutern behandelt.
07:21So war das früher.
07:25Drei meiner Kinder sind gestorben.
07:31Hier liegen meine Kinder begraben.
07:33Einmal nahm ich eins von ihnen mit aufs Feld.
07:39Es ging ihm gut, bis es plötzlich Fieber bekam.
07:44Bevor meine Mutter es zu Hause pflegen konnte, war es schon tot.
07:50Es ist sehr schmerzlich für mich, hierher zu kommen.
07:54Malaria ist eine furchtbare Krankheit. Wirklich schlimm.
08:01In Tansania und weiten Teilen Afrikas kostet Malaria Menschenleben und vernichtet Existenzgrundlagen.
08:09Musik
08:11berat
08:16Musik
08:47Untertitelung des ZDF, 2020
09:01Untertitelung des ZDF, 2020
09:24Untertitelung des ZDF, 2020
10:14Untertitelung des ZDF, 2020
10:42Untertitelung des ZDF, 2020
10:49Der dreijährige Tawaka drohte ins Koma zu fallen, bevor er in die Klinik kam.
11:23Untertitelung des ZDF, 2020
11:27Ich kann Ihnen versichern, dass Ihr Kind sich erholen wird. Also keine Sorge. Er hat eine Bluttransfusion erhalten und seine
11:34Werte sind jetzt viel besser.
11:41Für Ali Olotu ist der Kampf gegen Malaria eine Berufung.
11:49Untertitelung des ZDF, 2020
11:50Weißt du, woran Papa arbeitet?
11:51Malaria.
11:52Was passiert, wenn man erkrankt?
11:56Für Kinder unter fünf ist die Gefahr am größten.
12:00Sie sterben?
12:02Ja, sie können sterben. Aber wer schnell in die Klinik geht, überlebt.
12:07Heute hatte ich einen Dreijährigen mit Malaria. Aber er wurde behandelt und es geht ihm besser. Er hat großes Glück
12:13gehabt.
12:18Nachts ist die riskanteste Zeit. Dann kommen die Stechmücken.
12:27Wenn die Mücke sticht, injiziert sie dem Kind kleine Parasiten, sogenannte Sporozoiten.
12:35Sie werden mit dem Blut in wenigen Minuten zur Leber geleitet, wo sie sich schnell vermehren.
12:48Ein infiziertes Kind kann noch sehr munter sein, Fußball spielen, Lieder singen, ohne dass jemand etwas ahnt.
12:57Doch von seiner Leber werden innerhalb weniger Tage viele tausend Parasiten, sogenannte Merozoiten, ins Blut abgegeben.
13:07Sie greifen die roten Blutkörperchen an, zerstören sie und lösen so die Malaria-Symptome aus.
13:17Das Kind, das noch Tage zuvor mit seinen Freunden gespielt hat, wird plötzlich schwer krank.
13:24Ohne Diagnose und schnelle Behandlung kann das tödlich enden.
13:29Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
13:49Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
13:57Sondern dass das Immunsystem gestärkt wird. Also diese Immunsystem-modifizierende Wirkung, wie man sie nennt, ist von besonderer Wichtigkeit, aber
14:06nicht nur bei Malaria, sondern auch bei Gelbsucht und einigen anderen Krankheiten.
14:13Durch einen einzigen Mückenstich gelangen unbemerkt einige Dutzend Parasiten in den Körper, die dann schnell den gesamten Organismus überschwemmen.
14:23Deshalb ist Malaria extrem gefährlich und die Vermeidung von Stichen lebenswichtig.
14:30Genau an diesem Thema arbeitet Ali Olotus' Kollege, der Biologe Fredris Okumu.
14:45Um verschiedene Schutzprodukte zu testen, züchten wir Mücken im Labor.
14:52Sie brauchen Wasser, Zucker und Blut.
15:14Unsere Labormücken sind Malaria-frei. Das ist Routine für uns Wissenschaftler. Ich mache das auch.
15:25Fredris Okumu testet an diesen Mücken die Wirksamkeit von Insektizid behandelten Bettnetzen.
15:34In den letzten 20 Jahren haben solche Hilfsmittel 2 Milliarden Malaria-Infektionen und fast 12 Millionen Todesfälle verhindert.
15:45Studien zeigen, dass diese Moskitonetze die Kindersterblichkeit aber nur um 20 Prozent senken.
15:53Wir brauchen eine effizientere Methode. Und meiner Ansicht nach gibt es nichts Wirksameres als einen Impfstoff.
16:09Impfungen haben schon immer eine Schlüsselrolle für die öffentliche Gesundheit und die Senkung der Sterblichkeitsrate gespielt.
16:15Genau wie sauberes Wasser und Sanitäranlagen.
16:21Die Pocken, an denen allein im 20. Jahrhundert noch fast 500 Millionen Menschen starben, sind seit den 70er Jahren dank
16:29der Impfung ausgerottet.
16:32Auch im Kampf gegen Polio, Masern, Tetanus und unlängst Covid-19 konnten Erfolge verzeichnet werden.
16:41Doch gegen Malaria konnte bisher kein Impfstoff mit hoher Wirksamkeit entwickelt werden.
16:47Und das lag nicht an fehlendem Einsatz.
16:50Ali Olothu hat an mehreren Impfstoffkandidaten mitgearbeitet.
16:55Wir haben auch Impfstoffe gegen andere Krankheiten entwickelt.
16:58Doch die meisten dieser Krankheiten werden durch Viren und Bakterien, also durch viel schlichtere Erreger ausgelöst.
17:06Der Malaria-Parasit hat viele Tricks auf Lager, um unser Immunsystem zu umgehen und unsere roten Blutkörperchen anzugreifen.
17:14Es ist ein sehr komplexer, schwer zu überlistender Erreger.
17:20Daher war ich begeistert, Teil des Konsortiums der Universität Oxford zu sein und einen neuen Impfstoff gegen Malaria zu entwickeln.
17:27Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
17:33Sondern, dass das Immunsystem gestärkt wird.
17:36Also diese Immunsystem-modifizierende Wirkung, wie man sie nennt, ist von Besondererichtigkeit,
17:42aber nicht nur bei Malaria, sondern auch bei Gelbsucht und einigen anderen Krankheiten.
17:48Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
17:55Sondern, dass das Immunsystem gestärkt wird.
17:57Also diese Immunsystem-modifizierende Wirkung, wie man sie nennt, ist von Besondererichtigkeit,
18:04aber nicht nur bei Malaria, sondern auch bei Gelbsucht und einigen anderen Krankheiten.
18:08Das ist also ein Malaria-Vakzino.
18:13Eines der weltweit größten Forschungsprogramme zur Entwicklung von Impfstoffen betreibt die Universität Oxford.
18:22Ihr Jenner-Institut entwickelte 2020 AstraZeneca gegen Covid-19.
18:28Seitdem wurden drei Milliarden Dosen in 170 Länder verschickt.
18:36Doch Adrian Hill und seine Kollegen mussten feststellen, dass Malaria eine weitaus größere Herausforderung ist.
18:45Dass wir einen Malaria-Impfstoff brauchen, wissen wir schon lange.
18:49Seit der Entdeckung des Parasiten vor rund 120 Jahren wird daran geforscht.
18:57Vor einem halben Jahr habe ich mal gezählt, wie viele Impfstoffe gegen Malaria in klinischen Studien getestet wurden.
19:03Ich kam auf 142.
19:06Es gibt wohl keine andere Krankheit mit so vielen Impfstoffen, die nicht funktioniert haben.
19:17Katie Ewer leitet die immunologische Forschung des Oxford-Teams.
19:25Malaria ist für mich eine persönliche Angelegenheit, weil es um Kinder geht.
19:29Man muss ein Herz aus Stein haben, wenn es einen unberührt lässt, dass jährlich 400.000 afrikanische Kleinkinder an Malaria
19:36sterben.
19:38Es ist sehr motivierend, an etwas zu arbeiten, bei dem die Erfolgschancen so gering sind, der Nutzen jedoch gewaltig wäre.
19:51Seit 13 Jahren arbeitet das Team an einem Impfstoff namens R21.
19:58Dieser Impfstoff aktiviert das Immunsystem, das den Parasiten dann angreift, wenn er am verwundbarsten ist, beim Eindringen in die Blutbahn.
20:13Wenn ein infiziertes Mückenweibchen beim Stich Sporozoiden injiziert, bleibt ein Zeitfenster von 30 Minuten bis 2 Stunden, bevor die Parasiten
20:22in den Wirtszellen eine Infektion auslösen.
20:26Dieses Fenster nutzen wir.
20:31Impfstoffe sollen das Immunsystem dazu bringen, die Einbringlinge mit einer Armee von Antikörpern an vorderster Front abzuwehren.
20:43Ihre Aufgabe ist es, einbringende Krankheitserreger schnell unschädlich zu machen.
20:48Indem sie sich fest an ihre Oberfläche heften, blockieren sie ihre Wirkung und sorgen für ihre Zerstörung.
20:58Die Herausforderung war, schnell genügend Antikörper gegen die Parasiten zu produzieren.
21:04Dringen nur wenige Parasiten ein, ist die Immunantwort oft zu schwach und zu langsam.
21:13Doch zum Glück haben Malariaerreger eine Schwachstelle.
21:18Ein Oberflächenprotein namens CSP.
21:25Was wir brauchen, sind große Mengen sehr spezifischer Antikörper, die sich so fest wie möglich an das CSP-Protein heften.
21:33So sollten wir die Parasiten stoppen können, bevor sie die Leber erreichen.
21:40Und genau hier setzt der R21-Impfstoff an.
21:46Er enthält Abschnitte des CSP-Proteins, die den Organismus dazu bringen,
21:51maßgeschneiderte Antikörper zur Neutralisierung des Parasiten zu produzieren.
21:58Die Idee ist nicht neu.
22:00Bereits der 1987 entwickelte Impfstoff RTSS arbeitete nach diesem Prinzip.
22:07Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
22:14Sondern, dass das Immunsystem gestärkt wird.
22:16Also diese Immunsystem-modifizierende Wirkung, wie man sie nennt,
22:21ist von besonderer Wichtigkeit, aber nicht nur bei Malaria,
22:24sondern auch bei Gelbsucht und einigen anderen Krankheiten.
22:27Das ist also bewiesen.
22:29Die in Wien entwickelte Antikörpertherapie stützt den Organismus in seiner natürlichen Immunabwehr.
22:35Sondern, dass das Immunsystem gestärkt wird.
22:37Also diese Immunsystem-modifizierende Wirkung, wie man sie nennt,
22:42ist von besonderer Wichtigkeit, aber nicht nur bei Malaria,
22:46sondern auch bei Gelbsucht und einigen anderen Krankheiten.
22:48Das ist das.
22:51Ich hatte das Privileg, an dem RTSS Malaria-Impfstoff zu arbeiten.
22:57Seine Wirksamkeit liegt heute bei rund 40 Prozent.
23:02Das mag niedrig klingen, aber man muss bedenken,
23:05dass jährlich weit über 600.000 Menschen an Malaria sterben.
23:152022 wird RTSS nach langen Beratungen von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen.
23:23Nach 35 Jahren Forschung gibt es endlich einen ersten Impfstoff gegen Malaria.
23:31Doch die Herstellung ist teuer und der Impfstoff nur in geringen Mengen verfügbar.
23:36Vor allem verfehlt er das Ziel der WHO, bis 2030 einen Impfstoff zur Verfügung zu haben,
23:43mit einer Wirksamkeit von 75 Prozent.
23:46Das Oxford-Team arbeitet deshalb an einer Weiterentwicklung.
23:52R21 entstand aus der Idee heraus, eine etwas bessere Version von RTSS herzustellen.
23:57Die Doktorandin Kat Collins nahm sich dieses Projekt an.
24:04Der RTSS-Impfstoff besteht aus Milliarden winziger Partikel.
24:09Sie umfassen ein Virusprotein, das eine harmlose, leere Hülle bildet
24:14und einen Teil desselben CSP-Proteins, das den Malaria-Parasiten umhüllt.
24:20Zusammen lösen sie die Immunreaktion des Körpers aus.
24:25Doch im Gegensatz zum Malaria-Erreger bedeckt das CSP kaum ein Viertel der Partikeloberfläche.
24:32Kat Collins und ihre Kollegen fragen sich daher,
24:35ob eine größere Menge CSP den Parasiten besser nachahmen
24:39und so die Wirksamkeit des Impfstoffs steigern könnte.
24:44Wir haben lange versucht, solche Partikel herzustellen.
24:47Es wollte und wollte nicht funktionieren.
24:51Aber nach vielen Anpassungen hat es geklappt.
24:57Das war ein großer Tag.
25:00Wir sahen diese Partikel tatsächlich unter dem Elektronenmikroskop.
25:04Wirklich unvergessliche Bilder.
25:06Wir konnten die gesamte Oberfläche aller R21-Partikel mit CSP bedecken.
25:13Nach diesem Erfolg haben wir Mäuse geimpft, die darauf fast alle sehr gut ansprachen.
25:192012 waren wir endlich am Ziel.
25:22Und das hieß, dass wir über Produktion und klinische Studien nachdenken mussten.
25:35Der R21-Impfstoff erfüllt alle Hoffnungen der Wissenschaftler.
25:40Er löst eine starke Immunreaktion aus.
25:43Aber vorerst nur bei Mäusen.
25:45Die große Herausforderung ist der Test am Menschen.
26:18Der R21-Impfstoff erfüllt alle Hoffnungen.
26:29Die Anwendung von Tees aus den Blättern zu Mälardier.
26:31Also was kann er jetzt? Gegen welche Krankheiten hilft er?
26:36Sehr verbreitet ist in der Landbevölkerung die Anwendung von Tees aus den Blättern
26:42zur Malaria-Fieberbekämpfung.
26:45Das ist auch nachgewiesen, dass das hilft, also man bekommt dieses Fieber, das ja sehr schwer ist,
26:50wenn man weiß, wenn man das selbst gehabt hat, relativ schnell wieder los.
26:55Da nimmt man also einen Tee, die jungen Blätter werden aufgekocht und geben eine furchtbar bittere Flüssigkeit, die man dann
27:01trinkt.
27:03Man weiß heute, dass das nicht eine direkte Wirkung ist auf die Erreger der Malaria, das sind Plasmodien, wie sie
27:10genannt werden,
27:10sondern dass das Immunsystem gestärkt wird. Also diese Immunsystem-modifizierende Wirkung, wie man sie nennt, ist von besonderer Wichtigkeit,
27:19aber nicht nur bei Malaria, sondern auch bei Gelbsucht und einigen anderen Krankheiten.
27:24Das ist also bewiesen. Da gibt es auch Wirkung, so haben die Japaner mehrere Patente für Niem-Rinden-Extrakte, die
27:31hier also Tumorzellen abtöten.
27:33Menschliche Tumorzellen, was dabei noch herauskommt im Laufe der Zeit, das kann man jetzt noch nicht voraussagen.
27:39Und warum gibt es das nicht bei uns in der Apotheke?
27:41Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen. Dann wird euch alles andere dazugegeben.
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