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  • vor 1 Woche

Kategorie

Menschen
Transkript
00:00Patrick Barb interviewt die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sakharova.
00:05Und sie sagt, Deutschland wird geopfert.
00:08Hallo meine Lieben, mein Name ist Chrissi Rieger und wir schauen uns heute an,
00:11was Maria Sakharova so zu einigen Punkten gesagt hat, mit Übersetzung und meiner Meinung dazu.
00:18Und bevor ich es nicht vergesse, trag dich auch noch zu unserem kostenlosen Riegers Report ein,
00:22wenn du es nicht schon getan hast.
00:24Absolut kostenlos, aber mit riesengroßem Mehrwert, weil sehr viele sagen,
00:28was ist die Lösung, was können wir tun, da werden dir exakte Lösungen präsentiert.
00:32Jedenfalls hören wir mal rein.
00:33Warum sollte man sich überhaupt rechtfertigen?
00:36Sehen Sie, in dieser Hinsicht kann ich Ihnen nur Mitgefühl entgegenbringen,
00:40bis zu welchem Punkt der westliche Mainstream inzwischen gekommen ist.
00:45Es geht hier um den Punkt, dass sie überhaupt ein Gespräch mit ihm führt
00:50und es wie so eine Entschuldigung erstmal klingt, das hören wir uns doch mal die andere Seite an.
00:54Und sie ganz genau gesagt hat, ein Journalist muss sich eigentlich die andere Seite anhören.
00:59Du musst noch 25 andere Seiten anhören, damit man irgendwie zu einer Meinung kommt.
01:03Und deswegen sagt sie, dass man da eher Mitgefühl dem Westen gegenüber einbringen muss,
01:08dass es so weit gekommen ist, dass man eigentlich die andere Seite gar nicht mehr anhören möchte.
01:12Und das wie so ein, okay, jetzt hören wir mal.
01:15Und das ist tatsächlich Realität, überleg mal erst das Interview mit Höcke,
01:20das einfach total viral gegangen ist, weil hallo, ihm darf man doch keine Bühne bieten.
01:25Aber sollte das nicht genau der Punkt sein von Journalisten, Medien und allem,
01:29dass man neutral an die Sache rangeht und sich so erstmal überhaupt ein Bild machen kann?
01:34Gerade die Bild, naja.
01:35In den Augen der westlichen Öffentlichkeit rückt der ukrainische Konflikt
01:39wegen der Ereignisse im Nahen Osten in den Hintergrund.
01:43Verstehen Sie, sie sorgen sich um die westliche Öffentlichkeit, aber nicht um die Menschen.
01:49Sie kümmern sich nicht um die Getöteten, die Verletzten, die Verstümmelten.
01:53Sie kümmern sich nicht um die Terroranschläge, die sich gegen Zivilisten richten,
01:58nicht um die verstümmelten Kinder.
02:00Sie stört nur, dass der Konflikt in den Schatten gerät.
02:02Das ist eben genau so ein Punkt, wo man genau so Russland immer vorwirft,
02:07ja, sie kämpfen mit ganz schlimmen Waffen und sie greifen Zivilisten an.
02:11Das sagt Ukraine und Russland sagt jetzt genau das Gleiche,
02:15dass sie sagen, warum kümmert man sich nicht da drum,
02:18sondern man kümmert sich nur da drum, wie sozusagen die PR aufgebaut ist
02:21für die westlichen Medien, wie das sozusagen in Szene gesetzt werden kann,
02:25anstatt diesen Krieg zu beenden.
02:27Und stattdessen gibt man immer mehr und mehr Geld dahingehend,
02:30um diesen Krieg aufrecht zu erhalten.
02:32Diese Menschenrechte werden dort schon lange nicht mehr eingehalten,
02:35und zwar nicht nur gegenüber der russischsprachigen Bevölkerung,
02:38den Bürgern Russlands, Menschen russischer Herkunft oder orthodoxen Gläubigen.
02:44Diese Rechte werden vor allem gegenüber den eigenen Bürgerinnen und Bürgern der Ukraine verletzt.
02:49Warum stört sich die westliche Gemeinschaft nicht an dem enormen Ausmaß der Korruption?
02:54Das ist ja nicht einfach nur Korruption, bei der in der Ukraine Geld gestohlen wird.
02:59Diese Korruption hängt mit illegalem Handel zusammen, vor allem mit Waffen,
03:04mit der Verbreitung dieser Waffen auf dem Schwarzmarkt und mit einer schwarzen Transportlogistik,
03:10die in der Ukraine im Grunde sogar gesetzlich verankert wurde.
03:14Und das ist ja tatsächlich ein Fakt.
03:17Also es ist ja schon sehr, sehr oft herausgekommen, mit dieser ganzen Korruptionsvorwürfe, sagt man, Prüfungen und so weiter.
03:25Aber ich habe dir ja schon oftmals berichtet, dass Zelensky, was die Korruption anbelangt, es etwas einfacher gemacht hat.
03:30Die Korruption dagegen zu prüfen, hat das Schwierige gemacht, weshalb er auch da sehr viel Gegenwind bekommen hat.
03:38Und grundsätzlich muss man sagen, und das finde ich, hat sie nämlich ganz schön gesagt,
03:43nicht nur zu sagen, naja, die Ukraine ist korrupt und macht halt einfach mit den Geldern sozusagen, was sie will,
03:47sondern auch gleichzeitig zu sagen, es wäre ja möglich, zu sagen, ich habe eine Buchführung
03:52und ich sage dir ganz genau, was mit den Geldern passiert.
03:55Aber auch die westliche Seite bemüht sich ja nicht darum und sie wissen ganz genau, was da passiert.
03:59Und trotzdem macht man da nichts. Und das ist genau dieser Punkt.
04:02Nicht zu sagen, die Ukraine ist an allem schuld oder die Ukraine hat das und das gemacht,
04:06sondern wirklich ganz klare Fakten zu sagen, es interessiert ja keinen.
04:10Ich meine, letztens wurde die Bundeswehr gefragt, was sie eigentlich mit den Geldern, mit den enormen Schulden gemacht haben.
04:14Und nicht mal da wird so richtig Buch geführt. Und das ist halt schon so eine Sache, die echt heftig
04:18ist.
04:19Wir wollten erreichen, dass dieser Kompromiss, dieser große Kompromiss,
04:23der nicht nur durch die Unterschriften offizieller Vertreter,
04:27sondern auch durch den Status einer Resolution des UN-Sicherheitsrats bestätigt wurde,
04:32tatsächlich umgesetzt wird.
04:34Am Ende haben wir das bekommen, was wir jetzt haben.
04:38Die Militarisierung der Ukraine.
04:40Das haben sowohl Merkel als auch Holland selbst eingeräumt.
04:43Und statt einer Umsetzung gab es von Anfang an gar keinen Willen,
04:47die Minsker Vereinbarungen zu erfüllen.
04:50Und das ist ja wirklich etwas, was auch bestätigt wurde, wie sie gesagt hat,
04:55auch Merkel hat eingeräumt, naja, wir haben der Ukraine Zeit verschafft.
04:57Zeit wofür? Wir haben sie aufgerüstet.
05:01Wofür? Also anscheinend für einen Krieg vorbereitet.
05:03Das bedeutet, es stand nicht im Fokus, diesen Krieg zu verhindern,
05:06sondern diesen Krieg sozusagen bestmöglich dann beginnen zu können.
05:09Und das ist halt auch schon sehr heftig.
05:11Und da muss man sagen, das hat ja Russland auch alles mitbekommen.
05:14Es ist nicht so, dass wir das jetzt irgendwie, oh, Merkel hat das gesagt,
05:17aber hoffentlich erfahren es die Russen nicht,
05:19sondern sie haben das auch ganz klar mitbekommen.
05:21Und nun wird sie gefragt nach diesem Spruch von Merz,
05:24als er gesagt hat, Russland hat keine Chance, diesen Krieg zu gewinnen.
05:28Schauen wir mal, was sie dazu sagt.
05:31Wir haben in erster Linie das Gefühl, dass Menschen wie Merz ihr eigenes Volk aufrichtig hassen.
05:38Denn alles, was Merz tut und was Menschen wie er tun,
05:42zielt darauf ab, dass die Bürger seines Landes, also die Bürger Deutschlands,
05:47sowohl die ethnischen Deutschen als auch diejenigen,
05:50die in den letzten Jahren deutsche Staatsbürger geworden sind,
05:54insgesamt nicht einfach schlechter leben, sondern wirklich schlecht, sehr schlecht leben.
05:57Und alles, was die Vorgänger von Merz geschaffen haben,
06:02echte Größen der deutschen Wirtschaft, der deutschen Wissenschaft,
06:06des deutschen Unternehmertums, all das wurde zerstört.
06:10Witzig, dass das auch im Ausland genauso ankommt wie im Inland.
06:14Weil sie spricht ja sozusagen jetzt von außerhalb, wie das Gefühl ist,
06:18wie ein Bundeskanzler in Deutschland agiert,
06:22beziehungsweise die ganze Regierung da agiert.
06:25Und dass das rüberkommt, als würde man halt einfach sein Land gegen die Wand fahren.
06:29Und ich sage das ja schon hundertmal, wir alle sagen das.
06:32Und dass das außerhalb genau so ankommt.
06:36Irgendwann in den letzten Jahren haben wir gesehen,
06:39dass alles, was die deutsche Führung tut,
06:41nicht so sehr Russland schadet, obwohl auch das,
06:45sondern vor allem der eigenen Industrie,
06:48der Wissenschaft, der Wirtschaft, dem Unternehmertum,
06:52dem Bildungssystem und letztlich den Deutschen selbst.
06:56Und auch das, jetzt kannst du auch sagen,
06:58oh, alles Propaganda, ne?
07:00Vielleicht schreibt das ja irgendjemand unten drunter.
07:02Aber im Grunde muss man wirklich sagen,
07:03das, was sie hier aufgezählt hat,
07:05das sind Fakten, die du nachschauen kannst,
07:07dass Deutschlands Wirtschaft viel schlechter geworden ist,
07:10dass die Bildung in Deutschland viel schlechter geworden ist,
07:12dass die Industrie auch das Land immer mehr verlässt
07:16oder dann Pleite macht, die Unternehmen, der Mittelstand.
07:19Und all das ist nachweisbar.
07:21Das kann man jetzt tatsächlich an den Zahlen sehen.
07:24Damals, als man noch gesagt hat, wir sanktionieren,
07:27wir sind für die Ukraine und so weiter.
07:29Da konnte man noch sagen, mal schauen, wie das endet.
07:32Wobei ich dir gesagt habe, wie es endet.
07:33Aber da konnte man noch ganz offen sozusagen ganz darüber reden.
07:36Aber jetzt kann man das an den Zahlen sehen,
07:39was da wirklich passiert ist.
07:41Das exportorientierte Wirtschaftsmodell der Bundesrepublik Deutschland
07:44hat mit einem Rückgang der Wettbewerbsfähigkeit
07:47deutscher Produkte auf den Auslandsmärkten zu kämpfen.
07:50Und zwar genau seit dem Verzicht auf Energieträger aus Russland.
07:55Wer hat das entschieden?
07:56Das waren eben diese deutschen Führungskräfte.
08:00Hat Russland Deutschland etwa die Ressourcen entzogen?
08:04Nein.
08:04Genau an dieser Stelle, dort, wo sie jetzt sitzen,
08:07saßen ihre Kollegen vom deutschen Magazin Compact.
08:10Das war ungefähr vor anderthalb Jahren.
08:13Sie stellten mir damals eine direkte Frage,
08:15kann Russland die Lieferungen fortsetzen
08:18und dabei Nord Stream 1 und Nord Stream 2 nutzen,
08:21die sozusagen unbeschädigt geblieben sind,
08:24um Gas nach Deutschland zu liefern?
08:30Ich habe bei Gazprom und bei unseren Experten nachgefragt und gesagt,
08:35ja, technisch ist das möglich.
08:37Wenn die politischen und wirtschaftlichen Fragen abgestimmt sind,
08:41dauert es aus technischer Sicht etwa drei Wochen,
08:43vielleicht einen Monat, innerhalb eines Monats könnte das also wieder aufgenommen werden.
08:49Das heißt, nicht Russland hat Deutschland das Gas abgedreht,
08:54sondern Deutschland hat sich unter dem Druck seiner eigenen Politiker
08:57von russischen Energieressourcen abgewandt.
09:01Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie in Deutschland
09:04prognostiziert einen weiteren Rückgang des deutschen Anteils an den Weltmärkten.
09:08Ich kann Ihnen das belegen.
09:11Die Außenhandelsbilanz zeigt eine negative Entwicklung.
09:15Minus 1,4 Prozent im Jahr 2025,
09:19minus 0,5 Prozent im Jahr 2026
09:23und nach der aktuellen Prognose minus 0,2 Prozent im Jahr 2027.
09:43Das alles hat sich natürlich auch auf die Situation der deutschen Hersteller ausgewirkt.
09:51Ich war ehrlich gesagt schockiert über eine Nachricht,
09:54vielleicht können Sie sie ja nicht bestätigen,
09:56aber wir haben sie vorgestern gelesen.
09:59Angeblich hat der Konzern Mercedes-Benz erklärt,
10:02dass er einen Teil seiner industriellen,
10:05also seiner Produktionskapazitäten,
10:07für militärische Zwecke verkaufen oder bereitstellen will.
10:11Diese Nachricht hast du bestimmt, wenn du diesen Kanal verfolgst,
10:14hast du auch mitbekommen.
10:16Das hat ganz klar Mercedes gesagt, dass sie das jetzt machen.
10:19Und ich habe dir doch die Geschichte von Mercedes dann gezeigt,
10:22wie sie auch im Zweiten Weltkrieg agiert haben
10:24und wie sie sich dafür dann entschuldigt haben,
10:26dass das gar nicht ging und so weiter.
10:27Und jetzt siehst du, wie sich alles wiederholt.
10:30Das ist doch ein Unternehmen,
10:31das weltweit zu den erfolgreichsten im Bereich des Automobilverkehrs
10:35und des Fahrzeugbaus gehörte.
10:37Es hatte fantastische Perspektiven im eurasischen Raum.
10:41Ich spreche jetzt von Russland.
10:43Schließlich war es ja nicht Russland,
10:46dass Mercedes aus unserem Land vertrieben,
10:48die Verkaufsstellen geschlossen
10:49oder die Servicezentren eingestellt hat.
10:52Mercedes ist selbst gegangen.
10:54Warum?
10:57Nicht, weil es für Mercedes wirtschaftlich unvorteilhaft war,
11:05auf unserem Markt zu bleiben,
11:06sondern weil deutsche Politiker Mercedes zum Rückzug gezwungen haben.
11:11Jetzt spricht Mercedes davon,
11:14vielleicht einen Teil seiner Kapazitäten
11:16für militärische Produktion zu verkaufen.
11:18Und warum?
11:20Weil sie genau wissen,
11:21dass es in absehbarer Zeit unmöglich sein wird,
11:24den Markt zurückzuerobern,
11:25den sie selbst aufgegeben haben.
11:27Dieser Markt wurde sofort von Unternehmen aus anderen Ländern besetzt,
11:31die nicht gegangen sind.
11:31Viele von ihnen sind im Gegenteil zu uns gekommen,
11:35als sie gesehen haben, dass Mercedes weg ist.
11:38Und jetzt musst du dir mal ganz klar überlegen,
11:41wie heftig das ist,
11:42dass tatsächlich ein Land wegen einem bestimmten Hintergrund,
11:46ein Land wie Russland,
11:48Ukraine angreift.
11:49Und als Konsequenz galt es,
11:51dass man nichts mehr mit Russland zu tun haben wollte.
11:55Und jetzt siehst du,
11:56jetzt gerade,
11:57und das ist ja so diese Schmach der ganzen Sache,
11:59und das erleben wir hier geschichtlich mit.
12:02Du siehst,
12:03dass ein Land,
12:04beziehungsweise Israel und die USA,
12:06ein anderes Land,
12:08den Iran einfach so angreifen,
12:10und das ja eigentlich auch genau der gleiche Fall ist,
12:13aber hier sagt man,
12:14bei Iran darf man es.
12:16Theoretisch müsste man ja auch jetzt sagen,
12:18ich will nichts mehr da zu tun haben,
12:19mit den USA und Israel,
12:21weil das geht nicht.
12:22Wir müssen natürlich gleich,
12:23wie wir mit Russland umgegangen sind,
12:25auch gleich mit ihnen umgehen.
12:27Das bedeutet,
12:28es würde ja alles sozusagen verbannt werden,
12:31aus Deutschland,
12:31was US-amerikanisch ist,
12:33und dementsprechend auch alles aus den USA verbannt,
12:36was halt zum Beispiel deutsch ist,
12:38wie sie es mit Russland gemacht haben.
12:39Und das ist so heftig,
12:40aber hier wollen wir es nicht.
12:42Nee, weil USA,
12:43die dürfen das halt auch.
12:44Und ist halt jetzt einfach so.
12:46Und das ist echt heftig.
12:47Und ich finde,
12:48zum Beispiel so etwas,
12:49dass die Außensprecherin Sakharova da angehört wird,
12:53dass eigentlich sollte das das Normalste der Welt sein,
12:56dass man da miteinander redet und sagt,
12:57hey, was machst du hier eigentlich?
12:59Oder wie siehst du diese Seite?
13:00Und so weiter und so fort.
13:02Das ist,
13:03sollte das Normalste sein.
13:04Aber heutzutage ist es das nicht.
13:06Und dann spricht man von,
13:07man muss anderen Ländern Demokratie beibringen
13:09und Freiheit und so weiter.
13:11Ich sage nicht,
13:11dass in Russland alles perfekt ist,
13:13aber hier zum Beispiel zu sagen,
13:15in Deutschland,
13:16was nichts mit dem Krieg zu tun hat,
13:18einfach zu sagen,
13:19ich will nichts mehr damit zu tun haben,
13:20alle Unternehmen,
13:20alles muss raus,
13:21alles muss sofort weg und so weiter,
13:23auch keine Nachrichten,
13:24gar nichts.
13:24Das ist schon sehr,
13:25sehr komisch
13:26und widerspricht eigentlich jeglichem Konzept,
13:28was hier eigentlich eingehalten werden sollte.
13:30Und ich finde es sehr interessant,
13:32was die andere Seite da sagt
13:34und man kann ja das meiste davon
13:36auch tatsächlich nachprüfen.
13:38Also kannst du überhaupt von Propaganda sprechen,
13:40wenn du es wirklich faktisch gesehen
13:42da auch bestätigen kannst?
13:44Definitiv nicht.
13:45Natürlich,
13:46Russland hat seine eigenen Interessen,
13:47die USA,
13:48die eigenen Interessen
13:48und Deutschland
13:49hat sie auch ganz klar gesagt,
13:51wird geopfert.
13:52Und ich sage es nochmal,
13:54hat denn jemand Deutschland angegriffen?
13:56Hat jemand es besetzt?
14:03Sind etwa Außerirdische gelandet
14:06und haben sozusagen Gewalt über Deutschland ausgeübt?
14:09Nein!
14:10Es sind die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands,
14:14die an die Macht gekommen sind,
14:16die Wohlstand versprochen haben
14:17und die alles zerstört haben,
14:19was Deutschland in den letzten Jahrzehnten aufgebaut hat,
14:22dass Deutschland schon längst von März angegriffen wurde.
14:27Besiegt erst ihn
14:28und dann macht euch Sorgen,
14:30dass vielleicht noch jemand anderes euch angreift.
14:33Ich habe euch Zahlen genannt.
14:36Kein Staat hat Deutschland
14:37in den letzten Jahrzehnten
14:38so geschadet,
14:39wie der politische Kurs,
14:41den die deutschen Machthaber
14:42und die deutsche Regierung
14:43selbst verfolgen.
14:45Niemand handelt gegen Deutschland.
14:46Das müsst ihr verstehen.
14:48Und dieser Punkt zum Beispiel,
14:50der wird auch die ganze Zeit
14:51außen vor gelassen.
14:52Wer ist eigentlich schuld an dem Ganzen?
14:54Und von Anfang an
14:55hast du immer gehört,
14:56es ist die Pandemie,
14:57die schockierenderweise
14:59darüber gerollt ist,
15:00nicht die Maßnahmen,
15:01die die Regierung gemacht hat.
15:03Es ist Putin,
15:04der einen wilden Krieg ausgerufen hat.
15:06Nein, es sind nicht die Sanktionen,
15:08die die Regierung verabschiedet hat.
15:09Es ist jetzt Trump,
15:11der ganz wild den Iran da angreift.
15:14Nein, es ist niemals sozusagen
15:16die Regierung selbst,
15:17die dafür schuld ist,
15:18dass das Land zugrunde gerichtet wird.
15:20Natürlich gibt es auch geopolitische,
15:23es gibt komplett weltweite Themen,
15:25die besprochen werden müssen,
15:26die Deutschland nicht alleine
15:27dann auch klären kann.
15:29Aber das,
15:30was Deutschland jetzt betrifft,
15:31das hat tatsächlich die deutsche Regierung
15:33ganz alleine verbrockt.
15:34Und dafür sollten sie gerade stehen,
15:36dafür sollten sie die Verantwortung tragen
15:37und nichts anderes
15:39sollte uns irgendwie ansatzweise erzählt werden.
15:41Schreib mir gerne in die Kommentare,
15:43wie du das siehst
15:43und wir sehen uns natürlich beim nächsten Mal.
15:46Bye!
15:46Stell dir vor,
15:47du denkst an die Real Housewives,
15:49aber nicht in schicken Gewändern
15:51auf gemütlichen Sofas,
15:53sondern kniend auf eiskaltem Marmor
15:55mit aufgeschürften Knien
15:57und zitternden Händen,
15:58während sie mit Raumtuch
16:00den Boden schrubben.
16:01Keine Pausen,
16:02kein Applaus,
16:03keine Bezahlung.
16:04Willkommen in der Realität
16:06vieler versklavter Frauen
16:07im alten Rom.
16:08Diese Frauen führten ganze Haushalte,
16:11nicht unähnlich einer modernen CEO,
16:13und doch wurden sie behandelt wie Werkzeuge.
16:16Sie waren nicht nur Putzkräfte,
16:18sie waren Kindermädchen,
16:20Köchinnen,
16:20Schneiderinnen,
16:22Gesellschafterinnen,
16:23Frühaufsteherinnen
16:24und manchmal sogar noch mehr.
16:26Einige wurden zu intimeren Diensten gezwungen,
16:29über die man selten spricht.
16:30Um zu verstehen,
16:31wie ihr Alltag wirklich aussah,
16:33muss man sich nicht
16:34auf offizielle Geschichtsschreibung verlassen,
16:36man muss zwischen den Zeilen lesen,
16:38hinter die Marmorwände der Villen blicken.
16:40Besonders in großen Haushalten
16:42begann der Tag für weibliche Sklaven,
16:44bevor überhaupt jemand sonst die Augen öffnete.
16:47Das bedeutete,
16:48aus der unbequemen Schlafnische aufzustehen,
16:50während es draußen noch stockfinster war.
16:53Das allererste,
16:54was sie tun mussten,
16:55war das Feuer wieder zu entfachen,
16:57das Herzstück jedes römischen Hauses.
16:59Nicht nur fürs Kochen,
17:01sondern für Wärme,
17:02Licht und Symbolik.
17:03Wenn das Feuer ausging,
17:04war das ein schwerer Fehler.
17:06Es gab kein Streichholz,
17:08kein Feuerzeug,
17:09nur Feuerstein,
17:10Holzsplitter,
17:11kalte Finger
17:11und die Hoffnung,
17:12dass der Funke
17:13beißendes Winterholz erwischte.
17:15Der erste Geruch des Tages
17:16war also nicht Kaffee oder Brot.
17:18Es war Rauch.
17:19Danach kam Wasser.
17:21Viel Wasser.
17:22Denn die meisten Häuser im alten Rom
17:23hatten kein fließendes Wasser.
17:26Die einzige Lösung war,
17:27es von öffentlichen Brunnen zu holen.
17:29Schwere Tonkrüge
17:31mussten über unebene,
17:32steinige Straßen geschleppt werden,
17:34oft mehrmals täglich.
17:36Und dann begann das Kochen,
17:38aber nicht für die Köchin selbst.
17:40Es gab nur einfachen Getreidebrei
17:42aus Gerste,
17:43Dinkel oder Weizen,
17:44wenn man Glück hatte,
17:45ohne Insekten.
17:46Wohlhabende Familien gaben vielleicht Honig
17:48oder ein paar Feigen dazu.
17:50Ein Luxus,
17:51der nie für die Sklavin gedacht war.
17:53Während die Hausherren
17:54sich in Ruhe dehnten,
17:55wie verwöhnte Stars
17:56einer Reality-Show stand die Sklavin
17:58am heißen Herd aus Ton,
18:00rührte mit einem Holzstab
18:02in der zähflüssigen Masse
18:03und riskierte Verbrennungen,
18:05Blasen und Schreie
18:06bei jedem Funken.
18:07Und niemand dankte ihr.
18:08Danach kam das Servieren.
18:10Wein,
18:11verdünnt mit Wasser,
18:12Brote,
18:13Datteln.
18:13Aber Achtung,
18:14man musste sich merken,
18:15welches Kind Datteln hasste
18:17und welcher Senator
18:18nur lauwarmen Wein akzeptierte.
18:20Die Arbeit war nicht nur körperlich,
18:22sie war mental fordernd.
18:24Du musstest wie ein Therapeut
18:25auf einer chaotischen Familienfeier
18:27die Launen aller Haushaltsmitglieder lesen.
18:29Lächeln war Pflicht,
18:31aber Sichtbarsein war verboten,
18:32bis jemand nach dir rief.
18:34Danach begann die Reinigung
18:35und das bedeutete weit mehr
18:37als einfaches Wischen.
18:39Marmorböden mussten so glänzen,
18:41als fänden gleich Kaiserbesuche statt.
18:43Mosaike wurden Stein für Stein gesäubert,
18:46Statuen mussten abgestaubt,
18:48Türgriffe aus Bronze poliert
18:49und Kissen exakt ausgerichtet werden.
18:52Ein schmutziger Haushalt
18:53galt als Zeichen schlechter Moral
18:55und wer wollte schon
18:56für einen moralischen Verfall
18:58verantwortlich sein?
18:59Gähnen war verboten.
19:00Seufzen wurde als Auflehnung gewertet.
19:03Ein müder Blick auf den falschen
19:05Fliesenabschnitt konnte ausreichen,
19:07um dich ins Zentrum der Kritik zu rücken.
19:09Wenn der Hausherr schlechte Laune hatte
19:11und glaubte,
19:12dass der Glanz der Kacheln
19:13nicht angemessen war,
19:14dann warst du das Problem.
19:16Bestrafungen wurden schnell
19:17und ohne Zögern ausgesprochen.
19:19Manche Frauen mussten sogar
19:21Metallhalsbänder tragen,
19:22echte Halsbänder mit Inschriften wie
19:24Gehöre Markus,
19:26bitte zurückbringen,
19:27wenn gefunden.
19:28Die Sklavin als verlorenes Eigentum,
19:30wie ein entlaufener Hund.
19:32Diese Realität ist nicht
19:33auf Gemälden zu sehen,
19:35nicht in Statuen verewigt,
19:36aber sie war allgegenwärtig.
19:38Müdigkeit war kein Zustand,
19:40sondern ein Dauerzustand.
19:42Der Wille anderer bestimmte
19:43nicht nur, was du tust,
19:45sondern wann, wo und wie du lebst.
19:47Und die Wahrheit ist hart.
19:49Viele weibliche Haussklaven
19:50wurden regelmäßig sexuell ausgebeutet.
19:53Sie konnten nicht Nein sagen.
19:55Sie hatten kein Recht,
19:56ihren Körper zu schützen.
19:57Sie waren Besitz.
19:58In den Augen ihrer Herren kein Mensch,
20:01sondern Mittel zum Zweck.
20:02Und wenn sie ein Kind bekamen,
20:04wurde es rechtlich ebenfalls
20:05Eigentum des Hausherrn.
20:06Kein Neuanfang,
20:07keine Familie,
20:08nur eine weitere Erweiterung
20:10des Besitzes.
20:11Die Ehefrauen der Herren
20:12wussten oft von diesen Verhältnissen.
20:14Einige ignorierten es still.
20:16Andere machten die versklavten Frauen
20:18dafür verantwortlich.
20:19Sie beschimpften sie,
20:21bestraften sie,
20:22quälten sie,
20:23obwohl sie selbst
20:23keine Macht dagegen hatten.
20:25Für eine Sklavin gab es kein Entkommen,
20:27keine sichere Zone,
20:29keinen Rückzugsort.
20:30Jeder Raum konnte Gefahr bedeuten.
20:32Doch auch in dieser feindlichen Welt
20:34entwickelten versklavte Frauen Netzwerke.
20:37Sie hatten kein Internet,
20:38keine sozialen Medien
20:40und doch verbreiteten sie Informationen
20:42schneller als mancher Briefbote.
20:44Sie hörten alles.
20:45Wer sich mit wem traf,
20:47wer zu viel trank,
20:48wer in finanziellen Nöten war.
20:50Vom Schlafgemach bis zur Latrine,
20:52von der Küche bis zum Innenhof.
20:54Überall waren sie stille Zeuginnen.
20:56Wer wissen wollte,
20:57ob jemand eine Affäre hatte,
20:59sich verschuldet hatte
21:00oder in einen Skandal verwickelt war,
21:02fragte nicht einen Freund.
21:04Man fragte die Dienerin.
21:06Diese Frauen wussten oft mehr
21:07als ihre Herrschaften.
21:09Sie standen schweigend in der Ecke,
21:11wenn die Senatoren über Politik flüsterten
21:13oder Geliebte heimlich zu Besuch kamen.
21:16Sie hielten den Mantel,
21:17während sich jemand übergab
21:18und wuschen die Wäsche,
21:20in der sich Hinweise
21:21auf ein Doppelleben verbargen.
21:22Eine Sklavin,
21:23die am Bad arbeitete,
21:25hörte intime Geständnisse.
21:26Männer reden gern,
21:28wenn sie betrunken sind
21:29und nackt im Dampfbad sitzen.
21:30Einige Frauen nutzten diese Informationen.
21:33Es gibt überlieferte Beschwerden
21:35von römischen Matronen
21:36über Sklavinnen,
21:38die sie erpressten.
21:39Eine Adelige schrieb,
21:40ihre Zofe habe sie gezwungen,
21:42bessere Kleidung
21:43und leichtere Aufgaben zu erlauben,
21:45im Gegenzug dafür,
21:47dass ein außereheliches Verhältnis
21:49geheim blieb.
21:50Diese Geschichten
21:51waren keine Ausnahmen.
21:52In einer Welt,
21:53in der alles auf Ansehen beruhte,
21:55konnte selbst ein Flüstern gefährlich sein.
21:57Je vertrauenswürdiger
21:59eine Sklavin war,
22:00desto mehr Aufgaben bekam sie.
22:02Briefe austragen,
22:03persönliche Botschaften überbringen.
22:05Stell dir deine E-Mails vor,
22:07aber aus Fleisch und Blut,
22:08ein junges Mädchen,
22:10das mit einem Brief
22:10über die Via Appia rennt,
22:12in dem ein Politiker
22:13der Frau seines Nachbarn schreibt.
22:15Nicht nur romantisch,
22:16sondern potenziell lebensgefährlich.
22:18Obwohl weibliche Haussklaven
22:20offiziell keine Rolle
22:21in der Politik spielen durften,
22:23wussten sie oft mehr
22:24als die Senatoren selbst.
22:26Manche standen hochrangigen Männern
22:28so nahe,
22:29als Geliebte,
22:30Vertraute
22:30oder Dienerinnen,
22:31dass sie Regierungsgeheimnisse kannten,
22:34bevor diese überhaupt öffentlich wurden.
22:36Und mit den richtigen Beziehungen
22:38ließen sich solche Informationen
22:40auch eintauschen.
22:41Gegen eine bessere Schlafstätte im Winter,
22:44gegen einen Löffel Honig,
22:45gegen Schutz vor Misshandlungen.
22:47Sie kannten die Machtstrukturen
22:49innerhalb des Hauses
22:50in- und auswendig.
22:51Wussten,
22:52wer mit wem verfeindet war,
22:54wer Neid auf wen verspürte
22:55und wer ständig Lampenöl verschwenden durfte,
22:58ohne Ärger zu bekommen.
22:59Stell dir Downton Abbey vor,
23:01nur mit mehr Marmor
23:02und ohne Arbeitnehmerrechte.
23:04Diese Informiertheit
23:05war ein gefährliches Werkzeug.
23:07Je mehr man wusste,
23:08desto höher konnte man
23:09im Gefüge der Hausdienerschaft aufsteigen.
23:11Aber gleichzeitig wuchs auch das Risiko.
23:14Wer zu viel wusste,
23:15war ein Problem.
23:16Ein falscher Kommentar,
23:18ein misstrauischer Blick
23:19zur falschen Ehefrau
23:20oder eine vergessene Geste
23:22konnte das Ende
23:23deiner kleinen Position bedeuten.
23:25Rom war eine Gesellschaft,
23:27in der Macht aus Kontrolle bestand
23:28und wer zu viel wusste,
23:30wurde schnell als Bedrohung angesehen.
23:32Bestrafungen waren brutal und öffentlich.
23:35Eine weibliche Haussklavin,
23:37die ihre Aufgaben vergaß
23:38oder angeblich respektlos war,
23:40wurde nicht diskret gerügt.
23:42Sie wurde öffentlich bloßgestellt,
23:44wie eine Personalbesprechung,
23:46bei der aber jemand ausgepeitscht wird,
23:48weil sie ein Tuch falsch gefaltet hat.
23:50Schläge mit Stöcken oder Lederriemen
23:52waren keine Ausnahme,
23:53sondern Teil des Alltags.
23:55Oft geschah das vor den Augen anderer Diener,
23:57um ein Exempel zu statuieren.
23:59Angst war Erziehungsmittel.
24:01Manche Sklavinnen mussten
24:02dauerhaft Metallhalsbänder tragen.
24:04Sichtbar für alle,
24:06mit Aufschriften wie
24:07Ich gehöre Gaius.
24:08Bitte zurückbringen.
24:09Damit war der Mensch
24:10endgültig zum Gegenstand gemacht.
24:12Wer so ein Halsband trug,
24:14konnte nicht mehr verschwinden,
24:15nicht einmal träumen.
24:16Und während einige Herrschaften
24:18ihre Sklavinnen
24:19als Teil des Haushalts betrachteten,
24:22blieben diese Frauen
24:23doch außen vor.
24:24Sie hatten kein Mitspracherecht,
24:26keine Verteidigungsmöglichkeit,
24:28keine Familie,
24:29die für sie einstehen konnte.
24:30Eine Schwangerschaft
24:31schützte nicht vor Gewalt.
24:33Im Gegenteil.
24:34Es gab dokumentierte Fälle,
24:35in denen schwangere Sklavinnen
24:37bestraft wurden,
24:38weil sie sich faul verhielten.
24:40Eine Geschichte berichtet
24:41von einem römischen Hausherrn,
24:43der seine Sklavin beschuldigte,
24:45Wehen zu simulieren,
24:46um dem Bodenwischen zu entgehen.
24:48Es gab kein Gericht,
24:49keine Beschwerdestelle.
24:51Alles hing vom Willen
24:52des Besitzers ab.
24:53War er launisch?
24:54Warst du in Gefahr?
24:55War seine Frau eifersüchtig?
24:56Konntest du für deine Schönheit
24:58bestraft werden?
24:59Stolperte das Kind beim Spielen?
25:01Konntest du verdächtigt werden,
25:02mit einem Blick
25:03das Möbelstück verschoben zu haben?
25:05Es war ein ständiger Tanz
25:06auf der Rasierklinge.
25:07Jeden Tag,
25:08jede Stunde,
25:09ohne Pause.
25:10Doch trotz allem
25:11oder gerade deshalb
25:12entwickelten viele
25:14dieser Frauen Strategien.
25:15Freiheit war nicht nur eine Hoffnung,
25:17sondern eine stille Planung.
25:19Schritt für Schritt,
25:21mit kleinen Gesten,
25:22durch Geduld
25:23und kluge Beobachtung.
25:25Denn im Römischen Reich
25:26gab es eine Tür,
25:27die sich manchmal öffnete,
25:29die Tür zur Freilassung.
25:30Sie war schmal,
25:31selten
25:32und schwer zu erreichen,
25:33aber sie war da
25:34und manche
25:35schafften es hindurch.
25:36Die Freilassung,
25:37oder wie die Römer es nannten,
25:39Manumisio,
25:40war ein schwacher Lichtschein
25:41in einem ansonsten dunklen Leben.
25:44Nicht jede versklavte Frau
25:45konnte diesen Weg gehen,
25:46aber manche nutzten
25:48jede noch so kleine Möglichkeit,
25:50um irgendwann
25:50als freie Frau aufzuwachen.
25:52Es gab verschiedene Wege,
25:54die zur Freiheit führen konnten
25:56und sie alle erforderten
25:57Geduld,
25:58List,
25:59psychologisches Feingefühl
26:00und in manchen Fällen
26:01eine Portion Glück.
26:03Einige Sklavinnen
26:04wurden durch das Testament
26:05ihrer Besitzer freigelassen,
26:07sozusagen als nachträgliche Belohnung
26:09für jahrelange Treue.
26:11Andere arbeiteten jahrelang
26:13in Zusatzdiensten,
26:14etwa als Friseurin,
26:15als Wäscherin oder als Anbieterin
26:17von Schönheitsprodukten
26:18und verdienten so mühsam
26:20eigenes Geld.
26:21Offiziell war das nicht erlaubt,
26:23aber es geschah trotzdem
26:24unter der Hand.
26:25Manche Sklavinnen
26:26handelten geschickt
26:27mit Gefälligkeiten,
26:29Geheimnissen
26:29oder Dienstleistungen,
26:31um sich langfristig
26:32die Summe für ihre eigene
26:33Freilassung zusammenzusparen.
26:35Das Geld war nicht offiziell
26:36ihr Eigentum,
26:37doch in der Praxis
26:38duldeten viele Haushalte
26:40ein gewisses Maß an
26:41Nebenverdienst,
26:42solange die Ordnung
26:43nicht gefährdet wurde.
26:44Einige wenige Frauen
26:46schafften es,
26:47innerhalb des Haushalts
26:48aufzusteigen,
26:49zu Ammen,
26:49Hausverwalterinnen
26:50oder persönlichen
26:52Dienerinnen mit Einfluss.
26:53Die sogenannte
26:54Wilica,
26:55die weibliche
26:55Hausleiterin,
26:56konnte über die
26:57anderen Sklaven
26:58gebieten
26:58und hatte Kontakt
26:59zum Herr des Hauses.
27:01Wer diese Position
27:02inne hatte,
27:03wurde manchmal
27:04fast wie ein
27:04Angestellter behandelt.
27:06Fast,
27:06denn die rechtliche
27:07Realität blieb bestehen,
27:09Eigentum.
27:10Doch dieser halbe
27:11Schritt machte
27:12in der römischen
27:12Gesellschaft
27:13einen großen
27:14Unterschied.
27:14Man darf
27:15bei alledem
27:16nicht vergessen,
27:17dass es auch
27:17Frauen gab,
27:18die sich bewusst
27:19in eine Position
27:20als Konkubine,
27:21eine Nebenfrau,
27:22drängten
27:23oder in sie gedrängt
27:24wurden.
27:24Denn in dieser Rolle
27:25konnten sie manchmal
27:26ein kleines Zimmer
27:27bekommen,
27:28eine gewisse
27:29Stabilität,
27:30vielleicht sogar
27:30besseren Schutz.
27:31Es war kein
27:32romantischer Aufstieg,
27:33sondern ein nüchternes
27:34Kalkül in einer Welt
27:36ohne Schutz.
27:36Besonders für Frauen,
27:38deren Kinder frei geboren
27:39wurden, war das ein
27:40bedeutender Vorteil.
27:42Denn römisches Recht
27:43erkannte an,
27:43wenn ein versklavter Mensch
27:45ein Kind mit einem
27:46freien Vater hatte
27:47und der Vater dies
27:48anerkannte,
27:49konnte dieses Kind
27:50ebenfalls frei sein.
27:51Und wer Mutter
27:52eines freien Kindes war,
27:53hatte mehr Einfluss,
27:55mehr Hoffnung,
27:55mehr Möglichkeiten.
27:57Für manche dieser Frauen
27:58war der Weg zur Freiheit
27:59wie ein Projekt.
28:00Langsam,
28:01strategisch,
28:02oft heimlich,
28:02aber nie ohne Ziel.
28:04Wenn es gelang,
28:05änderte sich alles.
28:06Als Liberta,
28:07als freigelassene Frau
28:08warst du nicht mehr
28:09Eigentum,
28:10sondern Person.
28:11Du konntest heiraten,
28:13Eigentum besitzen,
28:14Geschäfte führen,
28:15Verträge schließen.
28:16Einige von ihnen
28:17taten das,
28:18und zwar mit
28:18beachtlichem Erfolg.
28:20Es gibt Inschriften,
28:21die freigelassene Frauen
28:22ehren.
28:23Aria Filamatia zum Beispiel,
28:25eine ehemalige Sklavin,
28:27die zur geachteten
28:28Handwerkerin
28:28und Ehefrau wurde.
28:30Ihr Grabstein
28:31feiert sie für ihre Arbeit,
28:32ihre Ehe
28:33und ihre Tüchtigkeit.
28:34Ein römisches
28:35Online-Profil,
28:36das über Jahrhunderte
28:38hinweg bestehen blieb.
28:39Freigelassene Frauen
28:40im antiken Rom
28:41hatten nicht nur Rechte,
28:43sondern auch reale Chancen
28:44auf ein neues Leben,
28:45zumindest in bestimmten Grenzen.
28:47Viele von ihnen
28:48gründeten kleine Unternehmen,
28:50betrieben Tavernen,
28:51verkauften Parfüm,
28:52Stoffe oder Schmuck.
28:54Einige führten
28:54öffentliche Bäder,
28:56andere handelten
28:56mit Alltagswaren.
28:58Die Bandbreite
28:58war größer,
28:59als man vermuten würde.
29:00Das römische
29:01Wirtschaftssystem
29:02war durchlässiger,
29:03als moderne Vorstellungen
29:04von Antike
29:05es oft darstellen.
29:06Doch auch die Freiheit
29:07hatte Schattenseiten.
29:09Wer einmal Sklave
29:10gewesen war,
29:11war es gesellschaftlich
29:12immer ein Stück weit
29:13geblieben.
29:13Die ehemalige
29:14Besitzerfamilie
29:15wurde zum Patron
29:16und das bedeutete,
29:18Loyalität blieb Pflicht.
29:20Ein freigelassener Mensch
29:21war zwar nicht mehr
29:22Eigentum,
29:23schuldete seinem
29:23früheren Herrn
29:24aber weiterhin
29:25Respekt,
29:26Dienste
29:26und öffentliche
29:27Anerkennung.
29:28Es war ein wenig so,
29:29als würde man ausziehen,
29:30aber die Eltern kontrollieren
29:32weiterhin deine Finanzen
29:33und lesen deine Post.
29:35Trotzdem war es besser,
29:36als weiter jeden Morgen
29:37mit Essig
29:38den Boden zu schrubben.
29:39Und dennoch,
29:40viele schafften es nie,
29:41diesen Schritt zu machen.
29:42Sie starben im Dienst,
29:44ohne Ruhm,
29:45ohne Nachruf.
29:46Aber es gab Ausnahmen.
29:47Einige veränderten
29:48ihre Wirklichkeit
29:49mit Mut,
29:50mit Wissen,
29:51mit Netzwerken.
29:52Nicht,
29:52weil die Welt gerecht war,
29:54sondern weil sie sich
29:55durchsetzten.
29:56Ihre Geschichten
29:56sind keine Fußnoten,
29:58sie sind Beweise dafür,
29:59dass Widerstand auch im Kleinen
30:01möglich war.
30:01Die Lebenswirklichkeit
30:03weiblicher Haussklaven
30:04im alten Rom
30:05war brutal.
30:06Und dennoch
30:07war sie nicht nur leidvoll.
30:08Sie war auch klug,
30:09wachsam,
30:10taktisch
30:11und zutiefst menschlich.
30:12Diese Frauen waren
30:13nicht bloß Randfiguren
30:15in den Geschichten anderer.
30:16Sie waren das Rückgrat
30:18römischer Haushalte,
30:19die stille Macht
30:20hinter den Kulissen,
30:21das Gedächtnis des Hauses
30:23und in vielen Fällen
30:24das Gewissen der Gesellschaft.
30:26Sie wussten alles,
30:27hörten alles,
30:28sahen alles
30:29und blieben dabei
30:30meistens unsichtbar.
30:31Doch ohne sie
30:32hätte der römische Alltag
30:34nicht funktioniert.
30:35Ihre Hände bereiteten
30:37das Essen,
30:38ihre Augen sahen,
30:39wer wem nicht traute,
30:40ihre Füße gingen die Wege,
30:42die niemand sehen durfte.
30:43Und ihre Gedanken,
30:44die waren nicht versklavt.
30:46Viele träumten
30:47nicht nur vom Davonlaufen,
30:49sondern vom Überleben,
30:50von kleinen Erfolgen,
30:52von Ruhe,
30:53Anerkennung,
30:54vielleicht sogar von Liebe.
30:55Und manchmal,
30:56ganz selten,
30:57wurde dieser Traum Wirklichkeit.
30:59Man kann das römische Reich
31:00nicht verstehen,
31:01ohne diese Perspektive einzunehmen.
31:03Ohne die Frauen,
31:04die morgens die Glut neu entfachten,
31:07die Mosaiksteine polierten,
31:09geheime Briefe trugen
31:10und gleichzeitig Tränen zurückhielten,
31:12ist die römische Geschichte
31:14unvollständig.
31:15Sie waren keine Figuren
31:16in einem Schattenreich,
31:18sie waren das Leben
31:19unter der Oberfläche,
31:21die stillen Architektinnen
31:22des Überlebens
31:23in einer Gesellschaft,
31:25die ihnen nichts gab
31:26und alles abverlangte.
31:27Auch wenn sie nicht
31:28in den Geschichtsbüchern stehen,
31:30nicht auf Triumphbögen
31:31dargestellt wurden
31:32und ihre Namen
31:33oft vergessen sind,
31:34waren es diese Frauen,
31:35die die römische Gesellschaft
31:37im Innersten zusammenhielten.
31:39Ohne sie
31:39wären die großen Reden
31:40der Senatoren verhallt,
31:42wären die Festmäler leer geblieben,
31:44wären die prächtigen Willen verkommen.
31:46Denn was nützt Reichtum,
31:48wenn niemand das Feuer hütet?
31:49Diese weiblichen Sklaven
31:51lebten in einer Welt,
31:52in der ihre Körper Eigentum waren,
31:54ihre Gedanken aber nicht.
31:56Manche nutzten ihre Rolle
31:57als unsichtbare Beobachterinnen,
31:59um Strategien zu entwickeln.
32:01Sie halfen einander im Stillen,
32:03gaben Informationen weiter,
32:05deckten sich gegenseitig
32:06bei kleinen Verstößen,
32:08teilten das Wenige,
32:09was sie hatten.
32:10Es war kein organisierter Widerstand,
32:12aber es war ein Netzwerk,
32:14leise, klug, mutig.
32:16Und trotz aller Regeln
32:17und Unterdrückung schufen manche
32:19ihre eigenen kleinen Räume des Selbst.
32:21Ein liebevoll gefaltetes Tuch,
32:23ein heimlich selbst geschnitzter Löffel,
32:26ein still gehütetes Geheimnis.
32:27Das waren keine kleinen Gesten,
32:30sondern stille Akte von Identität.
32:32Jede kleine Entscheidung
32:33war eine Form der Selbstbehauptung
32:35in einer Welt,
32:36die ihnen jede Kontrolle nahm.
32:38Manche dieser Frauen,
32:39die sich aus der Sklaverei befreiten,
32:41wurden schließlich
32:42selbst Arbeitgeberinnen.
32:43Das Leben war nie leicht,
32:45selbst als Freigelassene.
32:46Aber die Geschichten,
32:48die wir aus Inschriften,
32:49aus Gräbern,
32:50aus Briefen kennen zeigen,
32:51sie gaben nicht auf.
32:52Sie passten sich nicht nur an,
32:54sie formten aktiv
32:55ihre eigene Zukunft.
32:57Nicht als Heldinnen mit Schwertern,
32:59sondern als Überlebende mit Verstand.
33:01Was bleibt,
33:02wenn man all das betrachtet,
33:03ist ein tiefes Gefühl von Respekt.
33:06Diese Frauen waren keine Statistinnen
33:08im Drama der Antike.
33:09Sie waren der Text,
33:11den niemand laut vorgelesen hat.
33:13Ihre Stimmen mögen verstummt sein,
33:14aber ihr Einfluss war real.
33:16Die Ordnung in den Häusern,
33:18die Wärme der Küche,
33:19der Duft von Öl und Brot,
33:21die Stille in der Nacht.
33:22All das war ihr Werk.
33:23Wenn wir heute über das antike Rom sprechen,
33:26sollten wir nicht nur von Kaisern,
33:28Kriegen und Kolosseum reden.
33:29Wir sollten auch an sie denken.
33:31An die Frau,
33:32die mit eingerissenen Händen
33:33die Bronzetür polierte.
33:35An das Mädchen,
33:36das mit einem geheimen Brief
33:37durch die Stadt lief.
33:38An die Mutter,
33:39die für ein Kind kämpfte,
33:40das ihr nie gehörte,
33:42aber dennoch alles für sie war.
33:43Denn ihre Geschichte
33:44ist die andere Seite des Glanzes.
33:47Nicht in Marmor gehauen,
33:48nicht in goldenen Lettern,
33:49aber genauso war
33:51und vielleicht noch viel menschlicher.
33:52Und das ist die andere Seite des Glanzes.
34:33Reiche sind noch, für die Reichen,
34:40Auslahm, für die Ernst,
34:54Auslahm, für die Ernst,
35:14Auslahm, für die Ernst,
35:16Auslahm, für die Ernst,
35:17Auslahm, für die Ernst,
35:20Auslahm, für die Ernst,
35:22Keine Arbeit,
35:24Keine Warnung,
35:27Keine Warnung,
35:30Kein Vertrauen,
35:33Tut uns leid,
35:36Lüge reichen,
35:39Dieser Welt,
35:42Weltweit,
35:43Weltweit,
35:44Weltweit,
35:58Weltweit,
36:13Fahrt doch endlich,
36:17Zu denken an,
36:21Über Menschen,
36:24Dieser Welt,
36:25Keine Warnung,
36:30Keine Warnung,
36:31Keine Warnung
36:32Weltweit,
36:51Beine Warnung,
36:59Keine Warnung,
37:01Weltweit,
37:03Wo ich träume,
37:05Mit der Welt,
37:08Keine Warnung,
37:10Keine Warnung,
37:14Keine Warnung,
37:15Mit dem Umwandern,
37:15Keine Warnung,
37:44Höss der Welt,
37:45Für die Reichen, Ausland, für die Ersten, tut es leid, nur die Reichen dieser Welt befreit.
38:32Für die Reichen, Ausland, für die Ersten, tut es leid, nur die Reichen dieser Welt befreit.
38:45Für die Reichen, Ausland, für die Ersten, tut es leid, tut es leid, tut es leid, tut es leid, tut
39:13es leid.
39:15Für die Reichen, Ausland, für die Ersten, tut es leid, tut es leid, tut es leid.
39:37Für die Reichen, Ausland, für die Ersten, tut es leid.
39:38Für die Reichen, Ausland, für die Ersten, tut es leid.
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