- vor 24 Minuten
Otto ist so damit beschäftigt, Käufer seiner Wohnung zu vergraulen, dass ihm Magdas verändertes Verhalten nicht auffällt. Sie scheint mit dem charmanten Herrn Wiegand auf Abwege zu geraten. (Text: ORF)
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TVTranskript
00:00Komm hier!
00:02Da sieh!
00:04Spiel!
00:07Komm, spiel ihn lang!
00:12Komm weg!
00:14Mann, ich hab ihn doch!
00:15Spiel doch nicht überhaupt!
00:18Erinnert dich an Othilie, wa?
00:21Wieso Othilie?
00:23Die wollte doch oben bald nachlaufen.
00:26Ach so, ja, ja, wollte sie.
00:27Na ja, sah jedenfalls so aus.
00:29Was wird nun da raus?
00:31Ach, Mutter, da mach ich nur im Augenblick keine besonderen Gedanken.
00:35Ja, Othilie rennt auf die Straße,
00:37zwei Autos krachen zusammen,
00:39der Ene Totalschaden,
00:41du hast deine persönliche Habpflicht nicht bezahlt,
00:43alles Paletti.
00:44Da braucht man sich ja keine Gedanken machen.
00:47Mutter, der junge Mann mit dem zertrümmerten Wagen wird eine Rechnung schicken
00:49und dann wird man sehen.
00:51Und der andere?
00:52Der hatte doch nur einen kleinen Kratzer.
00:56Der hat gesagt, für ihn ist die Sache erledigt.
00:58Und wenn er doch?
00:59Wenn er, wenn er!
01:01Was sagt denn Otto dazu?
01:03Nicht.
01:04Weil du ihm nichts erzählt hast, ne?
01:05Nee, weil er nämlich andere Sorgen hat.
01:12Naja, und nur ist es soweit.
01:15Heute Abend kommen die ersten Interessenten für meine Wohnung.
01:17Und wenn denen meine Bleibe hier fällt,
01:20dann kann ich im Lieferwagen übernachten.
01:22Und wenn der Brinkmann das Spitz kriegt,
01:24dann feuert der mich.
01:25Und dann bin ich ein Sozialfall.
01:27Der Punkt kommt nicht um und die auf den Kopf
01:29und dann hast du auch noch eine Reule.
01:31Mensch, Otto, wir sind doch auch noch da.
01:33Euch tritt das Schicksal doch auch andauernd in den Kniekellen.
01:37So, dann möge ich die Ware mal wieder mitnehmen.
01:39Tut mir leid, Otto.
01:40Aber mit dem paar Männchen Notbelegschaft,
01:42da lohnt sich das schon ja nicht mehr hier zu stehen.
01:45Tja, wir sind jedenfalls im Augenblick
01:48finanziell sehr unionste bestrahlt.
01:50Es gibt ja auch noch andere Bestrahlungen als finanzielle.
01:54Echt nicht?
01:55Darf mal raten.
01:56Liebe und wenigstens eine, die glücklich ist.
02:00Hast du verdient, Mädel, mit der Pleite hier.
02:02Also, tschüss dann.
02:06Otto, wenn du nicht wenigstens einmal den Mundwinkel hochziehst,
02:09lass ich dich nicht hin.
02:11Gut, kannst abhauen.
02:14Apropos Liebe.
02:16Wer ist es denn?
02:17Musst ja nicht alles wissen.
02:19Krieg ja doch aus.
02:33Uschi.
02:35Oh, Uschi.
02:36Tag, Oma.
02:37Tag, Magda.
02:37Geht deine Uhr falsch?
02:38Du bist eine Stunde zu früh.
02:40Weiß ich.
02:40Ich bin extra früher gekommen.
02:42Ich müsste nachher mal für eine Stunde weg.
02:44Ich muss mit Edgar zur Bank.
02:46Er hat doch ja kein Konto.
02:48Nee, aber Edgar sollte heute den Kredit für den Heimwerker am Markt kriegen.
02:52Und da muss ich als Ehefrau mit unterschreiben.
02:55Deshalb brauchst du doch nicht früher kommen.
02:57Doch.
02:58Ich will, dass Edgar sieht, dass ich den Job hier bei euch ernst nehme.
03:01Na, und dir sind ja bestimmt auch ganz recht, wenn du ein bisschen früher gehen kannst.
03:05Ja, das stimmt.
03:06Bei mir türmt sich die Wäsche.
03:08Was?
03:09Edgar will einen Kredit aufnehmen?
03:1130.000 Eier.
03:1330.000?
03:14Mir ist auch schon ganz schwummrig.
03:16Wenn da was schief geht, dann habe ich bis an mein Leben eine Schulden.
03:2030.000.
03:21Dafür muss eine olle Frau lange strecken.
03:24Lies dir das bloß genau durch, Uschi, was du da unterschreibst.
03:27Falls du da haften musst, würde ich mir das noch mal gut überlegen.
03:30Du, apropos Haftung, du hast mir immer noch nicht erzählt, wie deine Unfallsache weitergehen soll.
03:35Ach, jetzt fang doch nicht schon wieder davon an.
03:37Mach dir doch Sorgen, wenn es so weit ist.
03:39Der Herr Viliant hat gesagt, das geht völlig in Ordnung.
03:41Viliant?
03:42Wer ist Viliant?
03:44Das ist der Mann.
03:45Das ist dieser Herr mit dem Kotze am Auto.
03:48Ach, der heißt Viliant.
03:50Vorhin wusstest du noch nicht, von wem ich rede.
03:52Aber nun ist aber gut, ja?
03:54Tschüss.
03:55Tschüss.
03:57Tschüss.
03:57Was ist das denn?
03:58Tschüss.
04:01Was ist denn los?
04:03Das weiß ich noch nicht.
04:15Ach, Talsohle überwinden, ja?
04:19Wieso?
04:20Na, wie ich sehe, richten sich ja deine Blicke schon wieder auf erfreulichere Dinge.
04:26Quatsch.
04:27Alles genauso mies wie immer.
04:29Du Otto, ich hab mal über deine Wohnung nachgedacht.
04:32Ich nicht.
04:32Ich geh da ja nicht mehr hin.
04:34Mach da nicht mal mehr sauber.
04:35Wieso denn das?
04:36Lohnt sich ja nicht mehr, wenn sie doch verkauft wird.
04:38Ach, aber du hör mal im Ernst.
04:41Wenn du ne Nebenbeschäftigung aufnehmen würdest,
04:44vielleicht kriegst du ja denn die Anzahlung für deine Wohnung zusammen.
04:46Ne Nebenbeschäftigung?
04:47Ich schaff ja nicht mal das, was mir dein geliebter Brinkmann aufhaltst.
04:53Mein geliebter Brinkmann.
04:55Tja, ich werde dich nicht lachen.
04:56Komm mal wieder auf den Teppich.
04:58Hör mal, ich hätte hier in der Sauna was für dich.
05:00Ich will die Sauna jetzt dreimal in der Woche bis elf Uhr abends aufhalten.
05:04Na, da könntest du doch...
05:05Edeltraut, das hatten wir doch schon.
05:07Du weißt doch, wie beheistert Magda ist.
05:09Eck und Sauna.
05:11Vielleicht mit der ganz dunklen Sonnenbrille.
05:13Damit du nur die Umrisse siehst.
05:15Und du hast Hirnrisse.
05:17Damit ich bei der Birne hier an deine Kachelwände einrenne, was?
05:19Ne, ne, ne, lass mal.
05:21Was Nebenbeschäftigung betrifft, bin ich ein gebranntes Kind?
05:24Naja, das ist ja nur, weil ich dir helfen wollte.
05:28Danke.
05:29Und überhaupt, mit dir kann man doch ja keine so diskreten Sachen durchziehen.
05:33Haben wir das schon ein paar Mal gesehen.
05:34Ja, weil du mit deinen blöden Geheimdiskrämereien immer auf die Schnauze fließt.
05:38Deshalb.
05:39Danke.
05:40Was ich ja auch nicht gemeint, ne?
05:43Na, kannst du ja nochmal überlegen.
05:45Vielleicht steigst du ja doch auf was Nacktes um.
05:47Kommst du ein bisschen auf andere Gedanken?
05:52Tschö, tschö.
06:01Tag.
06:03Guten Tag.
06:03Guten Tag, Herr Wiegand.
06:05Schönes Wetter haben Sie mitgebracht.
06:06Ja, also mitgebracht, nicht gerade.
06:08In Frankfurt hat es in Strömen gegossen.
06:14Hat jemand für mich?
06:15Das hat jemand für Sie.
06:16Jetzt dürfen wir uns etwas wünschen.
06:18Wer denn?
06:20Ah ja, Dr. Strehler.
06:21Danke.
06:22416, wie immer.
06:23Danke.
06:27Tja.
06:47Ferber?
06:49Er.
06:50Wiegand.
06:52Herber?
06:53Ja, ich bin in Berlin und Sie sind der erste Mensch, den ich anrufe.
06:58Ah, das ist ja komisch.
07:01Ich habe gerade vor einer halben Stunde mit meiner Mutter über Sie ge...
07:03Ja, wegen dem Unfall.
07:06Deshalb rufe ich auch an.
07:08Hätten Sie nicht Lust, eine Tasse Kaffee mit mir zu trinken?
07:11Mein erster Termin ist ein Arbeitsessen heute Abend und ich würde mich sehr freuen.
07:16Ja, das... das kommt jetzt ein bisschen überraschend.
07:21War die Reparatur an Ihrem Auto sehr teuer?
07:23Ja, das würde ich Ihnen ganz gerne erzählen, wenn wir uns gegenüber sitzen.
07:29Und außerdem würde ich Ihnen ganz gerne eine junge Dame zurückgeben,
07:31die ihre Tochter in der Aufregung in meinem Wagen vergessen hat.
07:34Ach, die Lottie. Ja, ja, die hat Utilie schon sehr vermisst.
07:38Ähm, na ja, wo denn?
07:42Ja, in meinem Hotel gibt es ein sehr gemütliches Kaffee.
07:45Ich hole sie auch gerne ab.
07:47Nein, nein, das ist nicht nötig.
07:49Könnten wir uns nicht vielleicht irgendwo anders treffen?
07:52Ich meine wirklich das Kaffee in meinem Hotel und keinen anderen Raum.
07:57Abgemacht?
07:58Abgemacht.
08:00In einer Stunde.
08:02Hm?
08:04Ich freue mich.
08:05Ich bin da.
08:25Aber bist du ja endlich.
08:26Entschuldigt, ging nicht früher.
08:28Wir hatten am Stand einen Reisebus mit an die 30 Wienern.
08:30Da bloß nicht, die wollten alle Wiener Würstchen.
08:32Eben doch, das fanden die komisch.
08:34So viel hatten wir nie im Kessel.
08:35Mann, Mann, Mann.
08:36Wird Zeit, dass du endlich von den Färbers wegkommst.
08:38Für die Wiener können sie ja nun nicht.
08:40Nee, aber für die Würstchen.
08:41Aber...
08:42Geh mal.
08:43Wie findest du das?
08:44Ist das nicht ein bisschen klein?
08:46Ja, das ist doch nur der Entwurf.
08:47Das kommt da oben hoch.
08:48Halben Meter hoch.
08:50Acht Meter lang.
08:51Leuchtschritt.
08:52Ist das nicht ein bisschen groß?
08:53Mensch, ist das nicht ein bisschen klein?
08:54Ist das nicht ein bisschen groß?
08:56Uschi, Reklame.
08:58Reklame ist die halbe Miete von so einer Leuchtschrift.
09:01Rot.
09:01Da werden die Leute, wie soll ich sagen, wie magisch angezogen.
09:05Da müssen wir rindenken, sie.
09:07Mal klicken, warte, detailliert.
09:09Und dann stehen sie in Edgars Heimwerker-Großmarkt und staunen.
09:18Na, viel zu staunen gibt's ja da noch nicht.
09:21Ach, übermorgen kommt das Holz.
09:23Geht hier raus.
09:24Die Regale sind schon unterwegs.
09:28Abteilung Werkzeuge.
09:29Also Hämmer, Fuchsschwänze, Schraubenzieher und sowas, was?
09:32Hier, Abteilung Zubehör.
09:36Mehl, Schrauben, nein, der ganze Kleinkram, was?
09:39Und da, Abteilung Elektro-Werkzeuge.
09:43Bohrmaschinen, Schwingschleifer und so Segen und sowas.
09:46Und die Wand da drüben, die bleibt frei.
09:49Da kommt dann später die Jardinen- und Auslegewarenabteilung hin.
09:52Jardinen?
09:53Jardinen willst du hochverkaufen?
09:55Nee.
09:56Du.
09:56Das wird dein Arbeiten.
09:58Da berätst du denn die Kunden.
10:00Also, gnädige Frau zu dieser groß-snoppi-Auslegware, würde ich Ihnen für ihre Fenster so Wolkenstorce empfehlen.
10:07Du bist in den Wolken.
10:09Komm mal wieder runter.
10:10Wovon willst du das alles bezahlen?
10:11Dafür reicht doch der Kredit ja nicht.
10:14Puzzletchen, das ist alles Kommissionsware.
10:16Die Firmen sind doch froh, wenn man ihnen den Krempel abnimmt.
10:19Oh Mann, das ist ja schon spät.
10:21Komm, wir müssen.
10:59Guten Tag.
11:00Guten Tag.
11:02Ich freue mich, dass Sie die Zeit gefunden haben.
11:05Ja, also dann gehen wir.
11:06Es gibt hier eine sehr gemütliche Bar.
11:08Bar?
11:09Hotelbar, das hat überhaupt nichts.
11:11Also, wie soll ich sagen, nichts Verruchtes.
11:13Das habe ich auch nicht angenommen.
11:15Also in die Bar.
11:23Sag mal, wo willst du eigentlich hin?
11:25Wo ist denn die Bar?
11:26Kleine Überraschung, Fusselchen.
11:28Komm.
11:35Du wirst, ich bin kein Fan von kleinen Überraschungen.
11:38Du wirst schon sehen.
11:41Das ist er.
11:42Wer?
11:44Ja.
11:44Na, guck doch mal, Fusselchen.
11:46Jetzt hör du mal.
11:47Und hör genau zu.
11:49Ich soll mit unterschreiben beim Kredit für 30 Riesen.
11:52Und das mache ich auch.
11:53Aber das Geld ist für deinen Heimwerkermarkt und für nichts anderes.
11:57Guck doch mal, Fusselchen.
11:59Nee, noch hörst du.
12:00Wenn du von dem Geld, wofür ich bürgen soll, das Ding da kaufst,
12:03dann, dann glaube ich, enthültig, du hast eine Meise.
12:07Das ist nur so, weil das, das ist so ein Einmalige Gelegenheit.
12:10Das Modell, das kriegst du überhaupt nicht mehr.
12:12Ach, Edgar.
12:15Kann ich mal fragen, ob sie mir zurückliegen, oder?
12:19Na gut, hier mal unseren Kredit holen.
12:31Danke sehr.
12:32Danke sehr.
12:33Tja, also, um es nicht zu spannend zu machen,
12:36unsere Versicherung hat die Angelegenheit sehr kulant geregelt.
12:40Es entstehen Ihnen keinerlei Kosten.
12:42Ach, das finde ich aber wirklich sehr kulant.
12:45Ja.
12:46Ja, also dann, Wohlsein.
12:48Wohlsein.
12:55Wie hieß das gleich?
12:57Kier Royale.
12:58Das Creme de Cassis und Champagner drauf, fertig.
13:01Sozusagen die Weiße mit Schuss der Franzosen.
13:04Wie immer etwas feiner als bei uns.
13:07Ach so.
13:08Und damit macht man als Mann von Welt Frauen schwach.
13:13Wenn man als Mann von Welt ein Kier Royale braucht,
13:15um Frauen schwach zu machen, dann ist man kein Mann von Welt.
13:23Sehr wirklich hübsch hier.
13:26Ja?
13:27Gefällt es Ihnen?
13:28Mhm.
13:29Ja, als Normalbürger kommt man ja selten in solche Hotels.
13:33Normalbürger.
13:34Wissen Sie,
13:36was ist denn ein Normalbürger?
13:40Ja.
13:41Ja, jemand, der sowas nicht von der Steuer absetzen kann.
13:45So kann man es natürlich auch sehen.
13:48Na ja, entschuldigen Sie, Sie haben schon recht.
13:50Aber da gibt es doch nichts zu entschuldigen.
13:52Doch, doch.
13:53Wenn man viel unterwegs ist, so wie ich,
13:55dann werden Dinge, die für andere außergewöhnlich sind,
13:57schnell zur Normalität.
13:59Tja.
14:01Was ich Sie fragen wollte, wenn ich das darf.
14:04Dieser junge Mann mit seinem Totalschaden,
14:06was ist eigentlich daraus geworden?
14:07Ach, der hängt sehr an der ollen Kare.
14:11Irgendwelche Erinnerungen.
14:12Der will erst mal einen Kostenvoranschlag machen lassen,
14:13was die Reparatur überhaupt kostet.
14:15Der Rat unter Freunden besorgen Sie sich einen Rechtsanwalt.
14:18Bestehen Sie darauf,
14:18dass der Zeitwert des Wagens umgehend festgestellt wird.
14:21Sonst lässt der junge Mann reparieren und Sie müssen...
14:23Nein, nein, der ist erst mal nach Italien mit seiner Freundin.
14:26Dem scheint es nicht zu eilen.
14:27Ja, und mir ehrlich gesagt auch nicht mit meiner unbezahlten Haftpflicht.
14:37Magda?
14:37Die ist zu Hause.
14:39Nee, ist sie nicht.
14:40Ist sie nicht?
14:41Nee, ich habe eben angerufen.
14:43Ach, dann ist so was besorgen.
14:46Was willst du denn?
14:47Ich komme heute Abend später.
14:48Es sind Interessenten da für meine Wohnung.
14:50Die wollen sie sich ankicken.
14:51Na und?
14:52Du, die Ersten nehmen so was nie.
14:54Das hat Margot auch schon gesagt.
14:56Einen Optimismus habt ihr.
14:58Nun komm, unterschreib schon.
15:00Gab's wie immer eilig.
15:04Wie eine Laune hast du wieder.
15:09Und was ich jetzt sage, Frau Ferber,
15:11das ist vielleicht etwas töricht von mir.
15:16Aber...
15:17Was denn?
15:19Man soll unter Freunden.
15:21Und ich habe so das Gefühl,
15:23als ob uns beide so etwas wie Freundschaft hätten.
15:26Unsinn, entschuldigen Sie.
15:28Das wäre ein Angebot,
15:29das ich gerne
15:30ganz und gar von unserem persönlichen Kennenlernen
15:32getrennt sehen würde.
15:34Aber als Bankkaufmann
15:37an der Quelle saß der Knabe.
15:39Da hätte ich natürlich die Möglichkeit,
15:41Ihnen zu besten Konditionen
15:43einen langfristigen Kredit zu verschaffen,
15:45also anzubieten,
15:47wenn Sie das überhaupt brauchen.
15:50Entschuldigen Sie,
15:51ich rede zu viel.
15:52Irgendwie machen Sie mich unsicher.
15:54Das kann ich mir gar nicht vorstellen.
15:57Eher umgekehrt.
16:00Ich...
16:00Ja.
16:03Ich danke Ihnen.
16:09Ich muss jetzt gehen.
16:12Jetzt habe ich Sie gekränkt
16:13mit diesem idiotischen Kreditangebot.
16:15Aber nein, im Gegenteil.
16:16Ich muss ja vielleicht darauf zurückkommen.
16:19Sie würden mir damit eine große Freude machen.
16:23Ich möchte Ihnen gerne helfen.
16:25Okay?
16:27Okay.
16:30Auf Wiedersehen.
16:39Ach ja, halt.
16:41Ottiliens Puppe.
16:42Ich hole Sie schnell aus meinem Zimmer.
16:43Warten Sie noch einen Augenblick.
16:45Und es ist nichts mehr zwischen uns
16:46wegen diesem Kreditangebot.
16:49Warum fange ich immer wieder davon an,
16:51dass es Berufskrankheit ist?
16:51Okay.
17:02Ja, Herr Sobota, wie gesagt,
17:04Ihr Investitionsvorhaben erscheint uns
17:05äußerst erfolgversprechend.
17:08Wir haben uns auch...
17:09Dazu sind wir verpflichtet.
17:11Wir haben uns von der Bonität
17:12der Firma Ihres Herrn Bruder überzeugt.
17:14Was hat denn der damit zu tun?
17:16Wir würden es gerne sehen,
17:17wenn Ihr Herr Bruder eine Bürgschaft
17:18für Ihren Kredit übernehme.
17:20Bitte nehmen Sie doch Platz.
17:21Hören Sie mal,
17:22ich habe damit gerechnet,
17:22dass ich hier einen Scheck
17:23über 30.000 M mit nach Hause nehme.
17:26Was heißt denn hier?
17:26Wir würden es gerne sehen.
17:28Das heißt,
17:28unser Haus favorisiert Ihr Projekt.
17:30Voll und ganz.
17:32Und Ihr Bruder,
17:33der Ihre Investition sicher auch gut heißt...
17:35Klar, sonst würde er mir nicht
17:36den Grund und Boden verpachten,
17:37wie er da bestätigt hat.
17:38Eben.
17:39Und deshalb hätte unser Haus
17:40Ihren Herrn Bruder gerne
17:41als Bürgen in unserem Vertrag.
17:43Also jetzt hören Sie mir mal zu.
17:44Ich bin doch mitgekommen,
17:45um zu bürgen.
17:46Würdest du mich mal bitte
17:47ausreden lassen, ja?
17:49Also...
17:50Wir haben hier alles vorbereitet.
17:52Schicken Sie Ihrem Herrn Bruder
17:53dieses Formular bitte
17:54zur Unterschrift zu.
17:55Er kann es dann in Dortmund
17:56bei einer unserer Filialen
17:58beglaubigt hinterlegen
17:59und im gleichen Augenblick,
18:00praktisch,
18:01haben Sie dann Ihren Kredit.
18:02Ihre Unterschrift habe ich,
18:03Gnähefrau.
18:04Ja, für uns ist alles klar.
18:05Ich freue mich auf unsere Zusammenarbeit.
18:08Ja, danke.
18:09Was wird denn nun?
18:12Mann, mir fällt schon was ein,
18:13komm.
18:14Mensch, Edgar,
18:15mach bloß keinen Quatsch.
18:16Mann, hör auf!
18:22Ja, bitte.
18:23Kowalski mein Name.
18:25Wir kommen wegen der Wohnung.
18:27Die Hausverwaltung...
18:28Ja, ich will es, bitte.
18:29Meine Frau?
18:31Angenehm.
18:33Ja, sehen Sie sich um.
18:34Wäre nett,
18:34wenn es nicht zu lange dauern würde.
18:36Ich kann mir noch was vorhaben.
18:37Ja, ich kann mich um.
18:49Mach doch.
19:03Ja, Mensch, Mutter,
19:05erschrickt einen doch nicht so.
19:06Wo war es denn so lange?
19:07So lange? Was heißt denn so lange?
19:09Ja, ich denke, du willst Wäsche machen.
19:12Ja, wollte ich auch. Ist was dazwischen gekommen.
19:15Ach, wo kommt die denn auf einmal her?
19:21Ich habe dort hier damals nach dem Unfall im Wagen von diesem Herrn Williand liegen gelassen.
19:25Und nun hat er sie aus Frankfurt mitgebracht.
19:27Okay?
19:30Mensch, Mutter, du kiegt doch nicht so.
19:32Das ist vollkommen harmlos. Rein, wie soll ich sagen, freundschaftlich.
19:36Der Mann ist sehr nett. Dem tut es leid mit dem Unfall.
19:39Der hat mir sogar einen Kredit angeboten.
19:42So?
19:43Ja, der ist Bankkaufmann. Der hat Beziehungen.
19:46Hoffentlich wirst du nicht auch eine.
19:48Was?
19:49Eine Beziehung.
19:51Ich hoffe, du behältst die Sache im Juriff.
20:02Ja, nun haben sie die Wohnung gesehen.
20:04Nein. Ich möchte noch erwähnen, dass sie mich hier rausklagen müssen, wenn sie die kaufen.
20:09Aber die Hausverwaltung?
20:10Was die Hausverwaltung Ihnen gesagt hat, interessiert mich nicht.
20:13Ich habe mich juristisch beraten lassen und ich kann nur sagen, ich war eine Neujährige.
20:17Warum kaufen Sie denn nicht selbst, wenn Sie hier unbedingt bleiben wollen?
20:20Erstens, weil ich mein Kapital im Augenblick woanders festgelegt habe und dann Kofen, die Wohnung.
20:27Ich bin doch nicht mit dem Klammerbeutel gepudert.
20:30Warum denn das? Die Wohnung liegt zentral, ist schön geschnitten.
20:33Die Straße ist ruhig, erster Stock. Wir finden sie ideal.
20:36Bis auf die lauten Nachbarn, bis auf die Heizung, die ein Dutzendmal im Jahr ausfällt und dann ewig nicht repariert
20:42wird.
20:42Bis auf die dauernd verstoppten Abflussrohre und die überalterten elektrischen Leitungen.
20:47Haben Sie eine Waschmaschine? Können Sie verschenken. Steilleleitung zu schwach.
20:52Manchmal wundere ich mich, dass die hier nicht noch Gleichstrom haben.
20:56Aber ich habe vielleicht schon so viel gesagt.
20:58Das könnte den Eindruck erwecken, ich will Ihnen die Wohnung mies machen.
21:15So, in fünf Minuten bin ich wieder unten, ja? Höchstens.
21:19Ob ich das so lange aushalten kann?
21:22Eher. Bis gleich.
21:34Ich habe schon so manchen aus der Wohnung verschwinden sehen.
21:38Aber so schnell wie die weg waren, so schnell konnte ich gar nicht kicken.
21:42Die Säure bist du also erst mal los.
21:44Die bin ich überhaupt los, die Säure.
21:46Die Methode ist todsicher.
21:49Du kleckerst einfach so ganz locker ein paar Negativschuten hin und schon ist die Luft raus.
21:54Muss natürlich ehrlich klingen.
21:56Na, dass hier schwindelte Sachen ehrlich klingen, darum warst du ja schon immer spitze.
21:59So was kann man lernen.
22:03Genau. So was lernt einen das Leben.
22:06Und sie ist da unten da.
22:08Ach, das wird Mayotte sein. Die bringt Ottilie.
22:12Warum hast du einen Magda eben so komisch angekickt?
22:15Das wird...
22:16Ich habe komische Käse.
22:17Nicht, dass ich wüsste.
22:20Na?
22:21Nee, Ottilie, schnell ausziehen. Komm.
22:23Na.
22:26Na, amt allerseits.
22:27Amt.
22:27Amt, heuer.
22:28Was ist denn mit dir los? Strahlst du ja so.
22:31Seit heute weiß ich, dass ich meine Wohnung behalte.
22:34Wieso? Soll die nicht mehr verkauft werden?
22:36Doch.
22:37Aber ich weiß jetzt, wie ich die Interessenten vergraule.
22:43Guck mal, die Lattie ist wieder da.
22:45Na siehste, wenn man richtig sucht im Leben, findet man alles.
22:50Tschüss denn.
22:51Bleibst du nicht?
22:52Nee, ich gehe essen.
22:53Mit einem gewissen Egon Mangold, damit du auch informiert bist.
22:56Tschüss.
22:57Tschüss.
22:59Überall, Liebe.
23:00Wisst ihr was?
23:02Neulich hat mich doch einer gefragt, ob wir inzwischen geheiratet haben.
23:05Und da habe ich gesagt, geheiratet? Wozu denn das?
23:08Wir lieben uns doch auch so.
23:10Nicht, Magda Maas?
23:11Musik
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23:13...
23:13Untertitelung des ZDF, 2020