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In diesem Video wird die aktuelle Debatte um Gewalt gegen Frauen in Deutschland auf Basis der polizeilichen Kriminalstatistik 2024 kritisch analysiert. Dabei wird das Phänomen des „Femonationalismus“ untersucht – ein Begriff, der die Instrumentalisierung realer sexualisierter Gewalt und den plötzlichen Einsatz für Frauenrechte durch rechte Gruppierungen beschreibt, um rassistische und antimuslimische Narrative zu rechtfertigen. Das Video klärt sachlich auf, warum eine rein oberflächliche Betrachtung der Fallzahlen in die Irre führt, welche strukturellen Faktoren die Kriminalstatistik beeinflussen und wo die tatsächliche Gefahr für Frauen existiert. Es liefert eine faktenbasierte Einordnung, die aufzeigt, warum das Problem der Gewalt gegen Frauen nicht auf ein reines "Importproblem" durch Migranten reduziert werden kann. #gewaltgegenfrauen #gegengewalt #gegenrechts #kriminalstatistik #männergewalt

Meine Themen:
00:00 Intro
01:49 Kapitel 1: Die plötzliche Entdeckung des Feminismus von rechts
06:53 Kapitel 2: Der Mythos der nackten Zahlen und Fakten
12:45 Kapitel 3: Der gefährlichste Ort für Frauen
18:57 Kapitel 4: Das Schweigen im Dunkelfeld und die Strafrechtsreform
27:26 Kapitel 5: Dreifache Vulnerabilität und das "Nordic Paradox"
29:13 Kapitel 6: Mein Fazit

Was du in diesem Video lernst:
Was sich hinter dem Begriff „Femonationalismus“ verbirgt und wie Kriminalstatistiken im politischen Diskurs instrumentalisiert werden.
Wie die aktuellen Zahlen der Polizeistatistik zu Vergewaltigungen objektiv zu deuten sind und warum Faktoren wie Alter, Geschlecht und Lebensumstände entscheidend sind.
Warum das eigene Zuhause statistisch der gefährlichste Ort für Frauen ist und welche Rolle Femizide und Partnerschaftsgewalt durch Täter aus allen Gesellschaftsschichten spielen.
Warum die Fallzahlen auch durch die Reform des Sexualstrafrechts (2016) und eine sinkende Dunkelziffer ansteigen.
Wieso Frauen mit Migrationshintergrund einer dreifachen Vulnerabilität ausgesetzt sind und warum sie den größten Bedarf an konkreten Hilfsangeboten wie Frauenhäusern haben.

Hier eine Auswahl von Quellen:
https://www.bka.de/DE/Presse/Listenseite_Pressemitteilungen/2025/Presse2025/251121_PM_BLB_HG_StraftatengegenFrauen2024.html
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/kurzmeldungen/DE/2025/11/lagebilder-nov.html
https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/251121_BLB_Straftaten_gegen_Frauen2024.html
https://kripoz.de/2018/07/24/taten-nach-%C2%A7-177-stgb-in-der-polizeilichen-kriminalstatistik-zusammenhaenge-mit-zuwanderung/
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2024/PKSTabellen/BundTVNationalitaet/bundTVNationalitaet.html
https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2024/PKSTabellen/BundOpfertabellen/bundopfertabellen.html
https://www.migazin.de/2025/11/24/bka-lagebild-steigende-risiken-frauen/

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Transkript
00:00Im Moment liefere ich zwar keine historischen Videos, aber ab Mai kommen wieder neue.
00:05Und gerade mit Olympia 1936 gibt es ja dieses Jahr viele Gedenktage.
00:11Interessanterweise versuchen wir es übrigens wieder mit einer Bewerbung.
00:14Hoffentlich kein ungutes Omen, denn die Nazis hatten die Spiele damals auch nur von der Weimarer Republik geerbt.
00:21Aber im Moment sind mir die aktuellen Themen wirklich wichtiger.
00:24Denn es scheint sich langsam etwas zu bewegen.
00:27Ob in die richtige oder völlig falsche Richtung, das muss sich erst noch zeigen.
00:31Mit meinem Song habe ich ja schon die Abwahl Orbans gefeiert.
00:35Und weil es dank der wieder einmal veröffentlichten Zahlen der Polizeistatistik zu den erwartbaren Deutungen kommt,
00:41folgen jetzt zwei Videos zu Themen, die mich schon lange umtreiben.
00:45Zum einen der Verdacht, dass mit Statistiken, die eine erschreckend deutliche Sprache sprechen,
00:50eine Politik gerechtfertigt werden soll, die sich wieder einmal des Rassismus und des Sündenbocks bedient.
00:56Und dann der Verdacht des latenten Rassismus in der Polizei bzw. in einer ihrer größten Gewerkschaften.
01:03Das zweite Video wird dann auch zumindest ein wenig historisch,
01:06weil ich mich kurz mit der Rolle der Polizei in der Weimarer Republik und bei der Machterschleichung der Nazis widmen
01:12werde.
01:13Aber zunächst ein Blick auf die aktuellen Zahlen unserer Verbrechensbekämpfer,
01:17die wie jedes Jahr als Waffe im Kulturkampf der Rechten genutzt werden.
01:20Denn die Gewalt gegen Frauen in diesem Land richtet sich natürlich vornehmlich gegen weiße deutsche Frauen.
01:26Und die Taten werden vor allem von Nichtdeutschen begangen, oder?
01:49Kapitel 1
01:50Die plötzliche Entdeckung des Feminismus von rechts
01:53Wenn wir die aktuellen politischen Debatten verfolgen, erleben wir gerade wieder einmal das altbekannte Schauspiel.
02:00Akteure der neuen Rechten und Rechtsextreme entdecken plötzlich ihr Herz für Frauenrechte.
02:05Nach Jahrzehnten des Antifeminismus zelebrieren sie sich nun lautstark als heldenhafte Beschützer,
02:11denn natürlich weißen und deutschen Frauen.
02:13Das Muster ist immer gleich.
02:15Eine Gewalttat passiert im öffentlichen Raum, der Täter hat einen Migrationshintergrund
02:19und sofort läuft die Propagandamaschine auf Hochtouren.
02:22Die Botschaft, Gewalt gegen Frauen ist ein importiertes Problem, verursacht durch archaische Kulturen.
02:28Während der deutsche Mann natürlich nie eine Frau schlagen würde und schon gar nicht die eigene.
02:33Und für diesen blinden Fleck in der Wahrnehmung gibt es tatsächlich schon einen schicken neuen Begriff.
02:39Femo-Nationalismus.
02:40Rechte Gruppierungen instrumentalisieren das reale, furchtbare Problem der sexualisierten Gewalt,
02:47um rassistische und antimuslimische Hetze gesellschaftsfähig zu machen.
02:52Versteht mich nicht falsch, es gibt ein nicht geringes Problem mit migrantischen Männern und deren rückständigen Frauenbild.
02:59Wer sich noch an die Diskussion um die sogenannten Ehrenmorde in der türkischen Gemeinschaft erinnert,
03:04weiß, wie viele Frauen damals zum Opfer ihrer Väter, Brüder und anderer männlicher Verwandter wurden,
03:10nur weil sie einen deutschen Freund hatten, die Scheidung von ihrem Ehemann forderten
03:15oder einfach so leben wollten wie ihre gleichaltrigen deutschen Freundinnen.
03:19Ohne Kopftuchzwang, mit Berufsausbildung, vielleicht sogar als alleinerziehende Mutter nach der Scheidung.
03:26Das Bundeskriminalamt hat sechs Beispiele für das Fehlverhalten einer Frau gesammelt,
03:31das mit einem Ehrenmord enden kann.
03:34Nummer 1
03:35Die Frau lehnt einen von der Familie ausgewählten Ehemann ab und verweigert die Zwangsheirat.
03:41Nummer 2
03:42Die Frau hat ihre Jungfräulichkeit vor der Ehe verloren.
03:49Nummer 3
03:50Die Frau beabsichtigt eine Trennung vom Ehemann und oder ihrer Familie und vollzieht diese.
03:56Die Kinder nimmt sie gegebenenfalls mit.
03:59Nummer 4
04:00Die Frau untergräbt die Beschützer- und Versorgerrolle des Mannes.
04:05Beispielsweise durch Erwerbstätigkeit.
04:07Nummer 5
04:07Die Frau wendet sich von den Traditionen und Sitten des Herkunftslandes ab
04:12und orientiert sich am westlichen Lebensstil.
04:14Nummer 6
04:15Die Frau unterhält eine außereheliche oder von den Eltern nicht geduldete Beziehung.
04:21Dabei kann allein der Verdacht ausreichen.
04:23Heute hat sich das Problem auf Frauen ausgeweitet, die aus einem völlig anderen Motiv heraus wie eine Beute gehandelt werden.
04:30Es sind nicht so sehr die Femizide, die die Rechten stören, sondern die Vergewaltigungen.
04:35Eines vorweg, es stimmt, dass Gruppenvergewaltigungen vor einigen Jahren noch kein Problem waren und die Fälle gestiegen sind.
04:42Genauso wie es stimmt, dass vergleicht man den prozentualen Anteil der Migranten an der Bevölkerung mit ihrem Anteil an Straftaten
04:50allgemein und insbesondere gegenüber Frauen.
04:53Sie stark überrepräsentiert sind.
04:56Doch die Schlüsse, die AfD und Co. daraus ziehen, sind völlig falsch.
05:01Sie behaupten, unsere Gesellschaft müsste ethnisch homogen bleiben, um Gewalt zu verhindern.
05:06Dass die migrantischen Täter eine andere Kultur hätten und gar nicht anders könnten, als Frauen sexuell zu belästigen.
05:13Aber was ist mit all jenen Männern, die nach Europa fliehen, weil sie als Homosexuelle in ihrem Heimatland verfolgt werden?
05:21Was ist mit den Familienvätern, die sich und ihrer Familie hier ein neues Leben aufbauen wollen?
05:26Sicher, es gibt diese Gruppen von jungen Migranten, die Frauen als Objekt sehen und wie Abschaum behandeln,
05:32die keinerlei Respekt vor Frauen und ihrer sexuellen Selbstbestimmung haben.
05:37Du kleine Schlampe, was denkst du, wer du bist, hä?
05:42Was?
05:44Was, was?
05:46Kleine Schlampe, ah, ba.
05:49Kleine, kleine, kleine, kleine, ach, ba.
05:52Du Hure!
05:53Aber diese Art Mann gibt es in jedem Land.
05:56Es sind Männer, die glauben, Nein heißt Ja und Ja heißt Anal.
06:01Wir müssen endlich verstehen, dass Gewalt gegen Frauen international ist und nicht zu einer bestimmten Kultur oder Nationalität gehört.
06:08Am Ende des Videos werdet ihr verstehen, was ich meine.
06:12Denn Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter.
06:14Das sind nicht nur Deepfake-Pornos oder Beleidigungen im Netz oder die Gruppenvergewaltigung durch Männer, die Frauen wie ein Rudelwölfe
06:22jagen.
06:23Es sind missbräuchliche Beziehungen, Femizide, weil die Frau es wagt, ihren Freund oder Mann zu verlassen und eine neue Beziehung
06:31einzugehen.
06:32Oder schlicht der Versuch, sich von Stereotypen-Frauenbildern aus der islamischen Kultur zu befreien, ohne auf die Warnungen der meist
06:40türkischen Familie zu hören.
06:42Aber widmen wir uns erst einmal dem Kern, den scheinbar so harten Fakten aus der Kriminalstatistik und der Frage, wo
06:50die tatsächliche Gefahr für Frauen in dieser Gesellschaft lauert.
06:53Kapitel 2, der Mythos der nackten Zahlen und Fakten, rechte Hetzer wie Tim Kellner und Co. behaupten gerne, Vergewaltigungen in
07:01Deutschland würden überwiegend von Migranten oder Geflüchteten begangen und sehen sich durch die Zahlen der Kriminalstatistik bestätigt.
07:08Sie meinen, weil die Zahlen im selben Zeitraum wie die Migration gestiegen sind, gäbe es hier einen Zusammenhang.
07:15Doch ein Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik des Jahres 2024 entlarvt das als schlichte Lüge.
07:21Bei den vollendeten Vergewaltigungen identifizierten die Ermittlungsbehörden bundesweit knapp 11.000 Tatverdächtige, über 60% davon besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit.
07:32Erweitern wir den Blick auf die Gruppe der Vergewaltigungen und sexuellen Übergriffe in besonders schweren Fällen, bleibt das Bild absolut
07:40identisch.
07:41Auch hier stellen deutsche Täter mit knapp 61% die klare, absolute Mehrheit.
07:46Natürlich gehört zur Wahrheit, dass knapp 39% der Tatverdächtigen keinen deutschen Pass haben.
07:53Übrigens, rechnet man die Delikte, die das Ausländerrecht betreffen, also zum Beispiel die illegale Einreise heraus, kommen wir bei 35
08:00-36% heraus.
08:03Nur um zu verdeutlichen, wie komplex es sein kann, eine Statistik richtig zu deuten und auszuwerten, doch ein Problem bleibt
08:10bestehen.
08:10Das sind immer noch 10% mehr als der ausländische Bevölkerungsanteil, der bei ca. 26% liegt.
08:17Das ist eine statistische Überrepräsentation im Vergleich zum Bevölkerungsanteil.
08:22Haben die Rechten also recht?
08:24Rechte Strömungen deuten dies nämlich sofort als Beweis für eine kriminelle Kultur unserer ausländischen Mitbürger.
08:30Kriminologen widersprechen hier deutlich, Kriminalität korreliert massiv mit Alter, Geschlecht und Wohnort.
08:37Die zugewanderte Bevölkerung in Deutschland ist im Durchschnitt 11 Jahre jünger als die deutsche Bevölkerung und weist einen viel höheren
08:44Anteil an jungen Männern auf.
08:46Junge Männer begehen in jeder Gesellschaft die meisten Straftaten.
08:49Leben diese Menschen dann noch in urbanen Ballungsräumen unter prekären Bedingungen, isoliert in Sammelunterkünften und unter massivem Stress steigen die
08:58Deliktzahlen.
08:59Also beschreiben die Rechten nichts anderes als Kausalitäten, die sich aus der Biografie der Täter ergeben.
09:05Das rechtfertigt selbstverständlich keine ihrer Taten und sicher, die einfachste Lösung wäre es einfach, diese Männer aus unserer Gesellschaft auszuschließen.
09:14Aber konsequenterweise müsste man das dann nicht nur mit Murat aus Duisburg-Marxloh machen, sondern auch mit Kevin aus Neukölln.
09:21Denn im Grunde sind beide gleichgewaltbereit, nur aus unterschiedlichen Gründen.
09:26Noch deutlicher und in Zahlen ausgedrückt.
09:29Ausländer werden ca. dreimal so häufig straffällig wie Bio-Deutsche.
09:34Auf 100.000 Einwohner kommen im Jahr ungefähr 150 deutsche Tatverdächtige.
09:39Bei den Ausländern ohne deutschen Pass sind es etwa 430 Tatverdächtige pro 100.000 Einwohnern.
09:46Aber bevor ihr jetzt nach Abschiebung ruft, das ist weder allein auf Vergewaltigungsdelikte bezogen, noch geht es hier um Verurteilungen.
09:54Die Polizeistatistik weist lediglich Zahlen zu Tatverdächtigen aus, denn wie ich in einem Podcast so schön gehört habe, ist die
10:02Polizeistatistik praktisch ein Nachweis der polizeilichen Arbeit.
10:05Erst danach kommen die Gerichte zum Einsatz.
10:08Nur ca. 30% der Tatverdächtigen aus der Polizeistatistik wird auch rechtskräftig verurteilt.
10:14Warum? Verfahren werden eingestellt, es werden keine Ermittlungsanträge gestellt und es gibt tatsächlich auch noch Freisprüche vor Gericht.
10:22Denn wir sollten niemals die Unschuldsvermutung vergessen.
10:24Bei Kachelmann haben wir ja vor einigen Jahren deutlich vorgeführt bekommen, wohin Vorverurteilungen uns führen können.
10:31Und das war noch nicht einmal der schlimmste Ausgang.
10:33Stellt euch mal vor, Kachelmann wäre Ausländer gewesen oder hätte eine dunkle Hautfarbe gehabt.
10:39Da die Rechten ja so gerne mit Zahlen jonglieren, möchte ich euch ein paar Beispiele nennen, die die Perspektive vielleicht
10:45etwas zurechtdrücken.
10:46Das so beliebte Thema der Vergewaltigung, deren Anzeige tatsächlich angestiegen ist.
10:51Hier ist das Verhältnis 1 zu 6.
10:54Also ausländische Männer sind ca. 5 mal häufiger die Täter.
10:58Ein Warnhinweis, die Zahlen sind extrem gerundet, also nicht einfach ohne Prüfung weitergeben.
11:03Ich will nur verdeutlichen, wie einfach man mit Zahlen und Statistiken Stimmung machen kann.
11:07Denn auf den ersten Blick wirkt das natürlich erschreckend und scheint das rechte Narrativ einer Vergewaltigungskultur der Einwanderer, insbesondere aus
11:16muslimisch geprägten Ländern, zu bestätigen.
11:18Wir werden übrigens nachher noch auf die Verzerrungen eingehen, die eine 1 zu 1 Übernahme der Daten aus der Statistik
11:25mit sich bringt.
11:25Die Antwort auf die Frage, sind Ausländer häufiger vergewaltiger, lautet, wie so oft ja und nein.
11:31Bei diesen eindeutigen Zahlen kann man sicher darauf schließen, dass Deutsche offensichtlich weniger ihnen völlig fremde Frauen vergewaltigen.
11:39Und dass ausländische Männer offensichtlich häufiger ein Problem damit haben, wenn Frauen ihre sexuelle Selbstbestimmung gegen ihren Willen verteidigen.
11:47Danke, das wussten wir auch schon vor der Polizeistatistik.
11:50Denkt an die Ehrenmorde, die noch vor einigen Jahren unser größtes Problem waren.
11:54Aber sollten wir daraus schließen, dass alle Ausländer potenzielle Vergewaltiger sind?
11:59Natürlich nicht, das ist genauso sinnvoll wie die Pauschalverurteilung aus diesem Song.
12:04Es sind nicht alle Männer, aber es ist immer ein Mann.
12:07Doch keiner von ihm war es, sie haben weiße Westen an.
12:10Jede meiner Freunde hat die Scheiße mal erlebt.
12:13Aber niemand ist ein Täter und ich frag mich, wie das geht.
12:16Die Regel ist in beiden Fällen gleich.
12:18Generell sind Männer eher die Täter und Frauen eher die Opfer.
12:22Aber wie bei allem gilt, Ausnahmen bestätigen die Regel.
12:25Denn auch Männer werden Opfer von sexueller Gewalt.
12:28Und hier ist die Dunkelziffer gewiss noch höher als bei den Frauen.
12:32Besonders wenn es um Transsexuelle und Homosexuelle geht.
12:35Wir werden also gut beraten, wenn wir statt auf vereinfachende Schlagworte und Vorverurteilungen setzen,
12:40uns mit der schwierigen und oft widersprüchlichen Realität auseinanderzusetzen.
12:45Kapitel 3
12:46Der gefährlichste Ort für Frauen
12:48Ihr habt sicher schon diesen Clip gesehen, der zugleich lustig, aber auch extrem traurig ist.
12:54Nebenbei bemerkt fast er die Zahlen aus der Statistik zur Gewalt gegen Frauen hier auch noch einmal sehr pointiert und
13:01objektiv zusammen.
13:02Wenn man nach der statistischen Anzahl geht, besser keine Beziehung mit einem Mann eingehen.
13:06Da ist das Risiko erheblich höher, eben Opfer von psychischer oder physischer Gewalt zu werden.
13:11Jeden Tag werden in Deutschland zwei, mindestens zwei Frauen und Mädchen Opfer eines versuchten oder vollendeten Tötungsdeliktes.
13:18Und bei den Sexualdelikten sieht es nicht anders aus.
13:21Die im Übrigen überwiegend zum ganz großen Teil durch in den sozialen Nahraum.
13:25Also nicht der fremde Mann, der hinter dem Busch wartet, sondern eben persönlich Männer, Frauen, Männer, die in der Ehe
13:31mit den Geschädigten leben oder eben Beziehungen, also aus dem sozialen Umfeld kommen, die Täter.
13:36Das ist ein ganz entscheidender Punkt.
13:38Während der öffentliche Diskurs panisch auf den Täter schaut, der Joggerinnen im Park belästigt oder in dunklen Gassen, wie Jack
13:46the Ripper, fremden Frauen auflauert,
13:48ignorieren die selbsternannten Frauenschützer der Rechten konsequent den Ort, der für Frauen statistisch am gefährlichsten ist, die eigenen vier Wände.
13:57Die Kriminalstatistik verzeichnet für 2024 bei häuslicher Gewalt einen neuen, traurigen Höchststand von knapp 266.000 erfassten Opfern.
14:07Über 70 Prozent dieser Opfer sind weiblich.
14:09Das sind 30 Fälle in einer Stunde.
14:12Schauen wir uns die Partnerschaftsgewalt an, wird es noch erdrückender.
14:15Fast 80 Prozent der Opfer sind Frauen und knapp 78 Prozent der Täter sind Männer.
14:22Und auch hier können wir die Ausländerkarte gerne spielen.
14:25Nur wird das Ergebnis den Rechten nicht gefallen, denn über drei Viertel dieser Täter sind deutsche Männer.
14:31Und etwas, das die Rechten auch nicht gerne ansprechen.
14:34Migrantinnen und nicht-deutsche Frauen sind häufiger Opfer von häuslicher Gewalt als Frauen ohne Migrationshintergrund.
14:41Was natürlich an mehreren Faktoren liegt.
14:44Nicht zuletzt die prekären Lebensumstände und eine Kultur, die Frauen häufig einen geringeren Wert zuschreibt, als dies die Mehrheit der
14:51deutschen Männer tut.
14:52Aber noch gravierender sind die Zahlen der Femizide, also Morde an Frauen.
14:56Mehr als 300 Frauen und Mädchen wurden 2024 im Kontext von Partnerschaftsgewalt von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet.
15:05Das bedeutet, dass fast jeden Tag eine Frau oder ein Mädchen ermordet wird, weil sie zum vermeintlich schwächeren Geschlecht gehört.
15:12Auch hier ist das Risiko, Opfer eines Frauenmords zu werden, signifikant höher bei Frauen, die einen Migrationshintergrund haben.
15:18Aber ein anderer Grund steht den Rechten im Weg, wenn sie lieber Vergewaltigungen statt das Problem der häuslichen Gewalt und
15:25der Frauenmorde thematisieren.
15:26Hier gibt es keine Korrelation zwischen ausländischer Herkunft und Tätern.
15:31Die Täter kommen aus allen gesellschaftlichen Schichten.
15:34Eine neue Studie hat zwar gezeigt, dass Täter mit geringerer Bildung und ein Leben in prekären Verhältnissen die Wahrscheinlichkeit erhöhen,
15:41zum Frauenmörder zu werden.
15:43Aber es gibt in der Studie und auch in der Polizeistatistik keinen Hinweis darauf, dass Männer ohne deutschen Pass oder
15:50migrantischem Hintergrund ihre Frauen oder Freundinnen häufiger ermorden.
15:54Noch etwas, was Neurechte, die so gerne ein traditionelles Frauenbild propagieren, ungern hören werden.
15:59Sie sind Teil des Problems.
16:01Denn Gewalt gegen Frauen ist tief eingebettet in patriarchale Gesellschaften.
16:06Tief verwurzelt und verbunden mit dem Vorurteil, Frauen seien anders als Männer.
16:10Vielleicht sogar weniger wert.
16:12Diese Sichtweisen, dass Frauen den Männern gehorchen und dienen, sollen teilen viele Rechte mit Islamisten und den eher patriarchalen Familienstrukturen
16:21unserer migrantischen Mitbürger.
16:23Den so oft verteufelten Paschas, die uns Frauen allzu oft unangenehm auffallen.
16:29Die Täter, die am häufigsten zuschlagen, sitzen mit uns am Frühstückstisch.
16:33Sie sind nicht seltener deutsch und haben nicht häufiger eine ausländische Herkunft.
16:37Gewalt gegen Frauen ist wie Rassismus ein strukturelles Problem.
16:41Es beginnt mit dem vermeintlichen Wissen, um die männliche Überlegenheit und der Tendenz, Frauen zu Objekten zu degradieren.
16:48Und das tun ausländische Männer genauso häufig wie Bio-Deutsche.
16:52Aber diese differenzierte Art, unsere komplexe Realität zu sehen und zu verstehen, bringt den Rechten keine Wählerstimmen.
17:00Deshalb ist der selektive und plakative Blick auf die gestiegene Zahl der Vergewaltigungen und der hohe Anteil an Straftätern ohne
17:07deutschen Pass,
17:08gemessen an ihrem Anteil in der Gesamtbevölkerung, so verführerisch.
17:13Die Deutung dieser Zahlen ist vermeintlich eindeutig und bietet die besten Belege für eine ausländerfeindliche Politik.
17:20Fakten, die dagegen sprechen oder das gezeichnete Bild infrage stellen, werden konsequent ausgeklammert.
17:25Wo sind diese Helden eigentlich, wenn alle drei Minuten eine Frau Opfer von häuslicher Gewalt wird?
17:30Ich könnte jetzt auch polemisch sagen, dass sie vermutlich unter den Tätern sind.
17:34Statistisch gesehen wäre das ähnlich wahrscheinlich, wie zu sagen, dass auf jeden Fall ein Ausländer unter den Tätern ist?
17:42Ihr merkt es selber, oder?
17:44Wie die Wut den Sinn für Fakten vernebelt.
17:46Und noch ein interessanter Fakt?
17:48Global gesehen ist die Wahrscheinlichkeit für Frauen in Europa Opfer von tödlicher Gewalt zu werden statistisch am geringsten.
17:56Den zweithöchsten Wert weisen die USA auf.
17:59Kein Wunder, denke ich, bei den laschen Waffengesetzen.
18:01Und in Afrika?
18:02Hier ist es sechsmal wahrscheinlicher, für eine Frau Opfer von tödlicher Gewalt zu werden.
18:07Nochmal zum Mitschreiben für die Rechten.
18:09Das liegt nicht daran, dass Amerikaner und Afrikaner tendenziell von Natur aus gewalttätiger wären als wir Europäer.
18:16Ich denke, mit zwei Weltkriegen, Kreuzzügen und Kolonialismus haben wir mehr als bewiesen,
18:21wie gewalttätig wir, zivilisierten Europäer, handeln können.
18:25Afrika ist eine Region mit sehr viel Gewalt und Kriegen.
18:28Da ist es klar, dass die Gefahr, Opfer dieser Gewalt zu werden, signifikant höher liegt.
18:32Es liegt auch auf der Hand, dass sowohl die Opfer dieser Gewalt ihre Probleme und Traumata als Flüchtlinge mitbringen,
18:39genauso wie die potenziellen Täter ihre Haltungen und Gewaltfantasien nicht an der Grenze ablegen.
18:44Aber es liegt an uns, ihnen aufzuzeigen, dass sie es erstens nicht nötig haben, hier ihr Recht mit Gewalt durchzusetzen
18:51und zweitens es hier auch mit voller Härte bestraft wird, wenn sie unseren Rechtsstaat nicht respektieren.
18:56Kapitel 4, das Schweigen im Dunkelfeld und die Strafrechtsreform
19:00Ich hatte ja schon einige Mängel der Kriminalstatistik angesprochen.
19:04Zum Beispiel, dass hier nur Täter erwähnt werden, die die Polizei ermittelt hat.
19:09Nicht alle sind Täter, die auch tatsächlich verurteilt wurden, also schuldig waren.
19:14Gravierender ist aber die Tatsache, dass die Kriminalstatistik uns nur das Hellfeld zeigt,
19:19also nur die Taten, die aktiv bei der Polizei angezeigt werden.
19:23Auch das kann die Statistik und damit den Anteil der Täter mit Migrationshintergrund verfälschen.
19:29Kriminologische Dunkelfeldstudien offenbaren eine noch viel düsterere Realität.
19:33Wenn eine Frau von ihrem eigenen Ehemann oder Lebensgefährten vergewaltigt wird,
19:38liegt die Anzeigequote bei unter 5%.
19:40Allgemein münden schätzungsweise nur 10% aller schweren sexuellen Übergriffe in eine Anzeige,
19:47Scham, emotionale oder ökonomische Abhängigkeit und die Angst vor Stigmatisierung zwingen Opfer zum Schweigen.
19:54Dieses Dunkelfeld könnte, wenn wir die Daten hätten, auch das rechte Narrativ bedienen.
19:59Denn sicher werden sich gerade viele Frauen, die in einer Beziehung mit einem nicht-deutschen Partner leben,
20:05seltener trauen, Anzeige zu erstatten.
20:07Der Druck aus der Familie und der migrantischen Gemeinschaft wird hier sehr hoch sein.
20:12Gleichzeitig belegt die Wissenschaft ein asymmetrisches Anzeigeverhalten.
20:16Eine Frau zeigt einen rassistisch als fremd wahrgenommenen Angreifer im öffentlichen Raum
20:21viel eher an als den sympathischen Bekannten von nebenan.
20:24Oder gar den eigenen Vorgesetzten.
20:27Dieses selektive Anzeigeverhalten katapultiert Taten von Migranten,
20:32schlecht ausgebildeten und sozial schwachen Männern viel häufiger ins statistische Hellfeld.
20:37Während die Taten deutscher oder mächtiger Männer mit Beziehungen unsichtbar bleiben.
20:42Ihr erinnert euch hier sicher an die METU-Debatte.
20:45Viele dieser Männer konnten ihre Taten jahrzehntelang ungestört wiederholen.
20:50Weil eben weggeschaut wurde.
20:51Ein Problem, das eigentlich mit dem Eppstein-Fall in der Öffentlichkeit diskutiert werden sollte.
20:57Zusammen mit dem Problem der Migranten, die aus anderen Gründen kein Nein akzeptieren wollen.
21:02Oft hören wir auch das Argument, Gruppenvergewaltigungen seien ein völlig neues Phänomen,
21:07importiert durch die Fluchtmigration seit 2015.
21:10Ein historischer Faktencheck belehrt uns eines Besseren.
21:13Schon in den 1990er und 2000er Jahren verzeichnete das BKA hunderte Fälle dieses furchtbaren Delikts.
21:20Mit Ausländeranteilen von teils fast 50 Prozent.
21:24Lange vor den großen Migrationsbewegungen der letzten Jahre.
21:28Diese Zahlen belegen nur eins.
21:30Deutsche Täter handeln vorwiegend allein und werden durch die Gesellschaft teilweise sogar geschützt.
21:35Während Ausländer, um die Metapher der Rechten zu bemühen, im Rudel jagen.
21:40Sicher spielen hier kulturelle Unterschiede eine Rolle.
21:43Aber das heißt ganz und gar nicht, dass jeder Ausländer am Morgen mit dem Gedanken an eine Gruppenvergewaltigung aufwacht.
21:49Und es heißt noch lange nicht, dass deutsche Männer sich nicht zusammentun können, um eine Frau zu vergewaltigen.
21:55Denn diese Fälle gab es schon von Vietnam-Urlaubern und Touristen auf Mallorca.
22:00Es scheint wohl eher ein Phänomen zu sein, dass Frauen, die als minderwertig und anders angesehen werden, diesem Verbrechen zum
22:06Opfer fallen.
22:07Also vergewaltigt die Gruppe deutscher Touristen asiatische Frauen, weil sie ihnen einen geringeren Wert zuschreibt als der deutschen Freundin in
22:15der Heimat.
22:16Und einige Migrantengruppen sehen deutsche Frauen als freiwillig, weil sie nicht so züchtig gekleidet sind wie ihre Mütter oder Geschwister.
22:23Ich sehe hier eher ein rassistisches Problem auf beiden Seiten.
22:27Unsere rassistischen Vorurteile schärfen den Blick für ausländische Täter,
22:32während die männliche migrantische Gemeinschaft ihre Vorurteile gegenüber Frauen zum Teil als Freifahrtschein für exzessive Gewalt nutzt.
22:40Und noch ein Detail, das gerne übersehen wird.
22:42Es gibt eine Reform im Sexualstrafrecht, die dafür sorgt, dass seit 2016, also dem Jahr nach der ersten großen Flüchtlingswelle
22:50im 21. Jahrhundert, mehr Taten angezeigt werden.
22:54Viele Straftaten konnten vor 2016 gar nicht strafrechtlich verfolgt werden, weil der Grundsatz, Nein heißt Nein, sie erst jetzt kriminalisiert.
23:02Vorher waren das keine strafbaren Handlungen und Frauen, die eine Vergewaltigung anzeigen wollten, hatten weitaus schlechtere Chancen, bei der Polizei
23:10ernst genommen zu werden.
23:11§ 177 des Strafgesetzbuches wurde grundlegend erweitert.
23:17Vor 2016 war eine Vergewaltigung nur dann strafbar, wenn sie mit Gewalt, Drohung oder Ausnutzung einer schutzlosen Lage erzwungen wurde.
23:26Deswegen ja auch der Streit um den Begriff der Vergewaltigung in der Ehe.
23:29Die Männer gingen selbstverständlich davon aus, dass ein Ehemann Sex mit seiner Ehefrau niemals mit Gewalt oder der Androhung von
23:37Gewalt erzwingen müsste.
23:38Also konnte es so etwas wie eine Vergewaltigung in der Ehe per Definition gar nicht geben.
23:43Das war übrigens der erste Schritt hin zu einem modernen Sexualstrafrecht, der erst sage und schreibe 1997 begangen wurde.
23:51Fun Fact, bei der namentlichen Abstimmung stimmten überwiegend Abgeordnete der Union und der FDP, unter ihnen auch Kanzler Friedrich Merz,
23:59gegen das Gesetz.
24:00Als die Diskussion vor etwa 25 Jahren anfing, war der § 177 schon 100 Jahre alt.
24:08Reichsgerichte von damals scheuten sich nicht, dem Ehemann zuzugestehen, dass er seine Frau zum Geschlechtsverkehr mit Gewalt zwingen darf.
24:17Diese Tradition wurde von Generation zu Generation weitergetragen und hat im Strafrecht bis heute überdauert.
24:25Diese Frau, die schon lange Opfer ist, soll nach der Widerspruchsregelung die Möglichkeit bekommen, ihre Anzeige zurückzunehmen.
24:33Es liegt doch auf der Hand, dass auf diese Frau durch den angezeigten Ehemann oder andere Familienmitglieder Druck oder Gewalt
24:42ausgeübt wird,
24:43damit sie diesen Schritt, die Anzeige zurückzunehmen, auch tut.
24:47Gut, das Widerspruchsrecht hat nichts mit einem Selbstbestimmungsrecht der Frauen zu tun, sondern ganz im Gegenteil.
24:54Es ist ein Sonderrecht für gewalttätige Ehemänner zu Lasten der Frauen.
24:58Immer wieder hieß es, dieses Gesetz wollen wir nicht.
25:03Und es ist nicht irgendeine zweitrangige Sache, sondern es geht für mich um nicht weniger als um ein Kernstück von
25:13Menschenrechts- und Gleichberechtigungspolitik,
25:16weil es um den tiefsten Kern der Würde von Frauen geht.
25:20Und lange Zeit ist gesagt worden, das ist ein Kavaliersdelikt.
25:24Und die Frauen haben den Männern zur Verfügung zu stehen.
25:29Alles dies abwegigst, und das halte ich für das Verächtlichste, dass wir dazu so lange brauchten, das Selbstverständliche nun zu
25:39tun.
25:40Ich bitte diejenigen, die dem Gesetzentwurf zustimmen wollen, um das Handzeichen.
25:49Wer stimmt dagegen?
25:56Der Gesetzentwurf ist damit in zweiter Beratung mit der Mehrheit, der großen Mehrheit der Abgeordneten des Deutschen Bundestages
26:05bei einigen Gegenstimmen im Bereich von CDU und CSU und einigen Stimmenthaltungen im Bereich von CDU und CSU angenommen.
26:13Jedenfalls ist seither jede sexuelle Handlung, die gegen den erkennbaren Willen einer Person durchgeführt wird,
26:19darunter fallen auch Männer, Kinder und transsexuelle Personen strafbar.
26:24Außerdem wurde die Schwelle der Strafbarkeit gesenkt.
26:27Der neue Straftatbestand der sexuellen Belästigung wurde geschaffen.
26:31Natürlich werden infolge dieser Entscheidungen mehr Fälle zur Anzeige gebracht und mehr Täter ermittelt.
26:37Das zeigt doch nur, dass diese Gesetzesänderungen wirksam sind
26:40und viele Taten, die zuvor unsichtbar im Dunkelfeld lagen, jetzt ans Licht gezerrt werden.
26:46Noch ein Funfact, den Rechte nicht gerne hören.
26:48Die Verschärfungen im Strafrecht, die jetzt schon Wirkung zeigen.
26:52Waren eine Reaktion auf die Silvesternacht in Köln, bei der es massenhaft sexuelle Übergriffe und Belästigungen von Frauen durch Migranten
27:00gegeben hat.
27:01Wichtig festzuhalten, die Zunahme der angezeigten Taten bedeutet nicht, dass plötzlich weitaus mehr Delikte begangen werden.
27:09Es gibt es keine Explosion der Vergewaltigung.
27:11Nein, es werden nur endlich mehr Fälle zur Anzeige gebracht und mehr Täter auch tatsächlich verfolgt.
27:18Was gerade bei Wiederholungstätern auf lange Sicht eher dazu führen wird, dass Frauen sicherer vorübergriffen sein werden.
27:54Kapitel 5
27:55Sie leben teilweise ungeschützt in Sammelunterkünften ohne Privatsphäre.
28:01Es gibt kein familiäres Netz oder Freunde, die Unterstützung leisten können.
28:05Und suchen sie dann doch nach Hilfe scheitern diese Frauen und Mädchen an hohen sprachlichen oder bürokratischen Hürden.
28:11Besonders, wenn sie Frauenhäuser erreichen wollen, während sich die Rechten als Retter der armen deutschen Frauen aufspielen.
28:19Verweigern sie zynischerweise den Frauen und Mädchen, die am meisten der Gefahr ausgesetzt sind, missbraucht und verletzt zu werden, die
28:25Hilfe.
28:26Aber was ist jetzt das Nordic Paradox?
28:29Hier geht es um den europäischen Vergleich und wie kulturelle Unterschiede die Statistik verzerren.
28:35Skandinavische Länder wie Finnland oder Schweden sind führend bei der Gleichstellung und melden die höchsten Raten an Gewalt gegen Frauen
28:42in ganz Europa.
28:44Wie kann das sein?
28:45Finnland liegt bei 47 Prozent.
28:48Nicht, weil dort die meisten gewalttätigen Flüchtlinge leben, sondern weil die Frauen dort besonders emanzipiert sind und viele Übergriffe zur
28:55Anzeige bringen.
28:56Während in Ländern wie Bulgarien, wo angeblich nur 6 Prozent der Frauen Gewalt erfahren, die Dunkelziffer um einiges höher sein
29:03wird.
29:04Hohe Meldezahlen belegen noch lange keine Gewaltexplosion.
29:08Sie sind Ausdruck eines Vertrauens in den Rechtsstaat und kein Beweis für eine kaputte Gesellschaft.
29:13Kapitel 6
29:14Mein Fazit fassen wir zusammen.
29:16Gewalt gegen Frauen ist kein Importprodukt und es reicht nicht, den Flüchtlingen die Schuld für steigende Fallzahlen zu geben.
29:23Sicher, die Täter bedienen sich patriarchaler Strukturen.
29:27Aber toxische Männlichkeit und Gewalt als Ventil für Frust, Stress und Druck sind keine Probleme.
29:33Die nur geflüchtete Männer betreffen.
29:36Alle sozialen Schichten, Bildungsniveaus und Herkunftsgruppen können Täter hervorbringen.
29:40Und der gefährlichste Täter besitzt in der Regel einen deutschen Pass und einen Schlüssel zu deiner Wohnung.
29:46Denn die meisten Femizide werden von Partnern oder Ex-Partnern begangen.
29:51Ebenso sieht es bei den Vergewaltigungen aus, 60 Prozent der Täter haben einen deutschen Pass.
29:56Wer diese Probleme auf Migration und Flüchtlingsströme reduziert, verhindert echten Gewaltschutz.
30:01Allzu gern vergessen die Rechten auch eine besonders gefährdete Gruppe.
30:06Frauen mit Migrationshintergrund, von den Ehrenmorden der 2000er Jahre bis hin zur Vergewaltigung in der Ehe und dem Mord einer
30:13schwangeren Freundin.
30:14Weil man ihr Kind nicht anerkennen will, Frauen und Mädchen, die nicht Teil der Mehrheitsgesellschaft sind, haben meist kein komfortables
30:22Sicherheitsnetz wie deutsche Frauen.
30:23Keine Freundinnen und Familien, die sie unterstützen, wenn sie ihren gewalttätigen Partner verlassen wollen.
30:30Häufig bestehen auch Sprachbarrieren und die Hürden der Bürokratie sind für sie ungleich schwerer zu überwinden.
30:35Wer Frauen wirklich helfen will, fordert keine symbolpolitischen Abschiebungen, sondern finanziert flächendeckend Frauenhäuser, unterstützt Beratungsstellen und bekämpft patriarchale Rollenbilder.
30:47Egal in welcher Kultur sie auftreten.
30:49Denn toxische Männlichkeit findet sich bei Christian ebenso wie bei Murat.
30:53Bleibt neugierig, bleibt kritisch, aber vor allem bleibt menschlich.
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