Cyber Attack
NANO vom 14. April 2026
Die unzensierte Cyberwaffe: Wie KI-Modelle jetzt das Internet zerlegen | NANO
Code-Name „Mythos“: Anthropic-KI bricht alle Sicherheitslücken auf
🚀 Ist das der Anfang vom Ende der digitalen Sicherheit? 🚀
Künstliche Intelligenz und Quantencomputer entwickeln sich rasanter als je zuvor – doch die Grenze zwischen Schutz und totaler Zerstörung verschwimmt. Diese Ausgabe des Wissenschaftsmagazins NANO (vom 14. April 2026) wirft einen unzensierten Blick in die Labore der Tech-Giganten. Im Fokus: Das neue, hocheffiziente KI-Modell „Mythos“ von Anthropic. Entwickelt, um Sicherheitslücken im globalen Netz aufzuspüren, entpuppt es sich in den falschen Händen als die perfekte, automatisierte Cyberwaffe.
Was dich in dieser Dokumentation erwartet:
• Code-Name „Mythos“: Wie die neue Anthropic-KI Schwachstellen in kritischen Infrastrukturen schneller findet als jeder menschliche Hacker.
• Die Quanten-Bedrohung: Warum Quantencomputer in naher Zukunft jede gängige Verschlüsselung der Welt (Banken, Militär, private Daten) in Sekundenbruchteilen knacken können.
• Das ethische Dilemma: Wer kontrolliert die Algorithmen, wenn sie erst einmal gelernt haben, sich selbst zu bewaffnen?
Schau das Video bis zur letzten Minute, um zu verstehen, warum die Sicherheitsarchitektur unseres Alltags vor dem Kollaps steht und wie sich Experten auf den digitalen Tag X vorbereiten.
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NANO vom 14. April 2026
Die unzensierte Cyberwaffe: Wie KI-Modelle jetzt das Internet zerlegen | NANO
Code-Name „Mythos“: Anthropic-KI bricht alle Sicherheitslücken auf
🚀 Ist das der Anfang vom Ende der digitalen Sicherheit? 🚀
Künstliche Intelligenz und Quantencomputer entwickeln sich rasanter als je zuvor – doch die Grenze zwischen Schutz und totaler Zerstörung verschwimmt. Diese Ausgabe des Wissenschaftsmagazins NANO (vom 14. April 2026) wirft einen unzensierten Blick in die Labore der Tech-Giganten. Im Fokus: Das neue, hocheffiziente KI-Modell „Mythos“ von Anthropic. Entwickelt, um Sicherheitslücken im globalen Netz aufzuspüren, entpuppt es sich in den falschen Händen als die perfekte, automatisierte Cyberwaffe.
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LearningTranscript
00:00.
00:06Angriffe im Cyberspace sind längst Alltag.
00:10KI und Quantencomputer können beides.
00:12Angreifen und schützen.
00:15Es läuft ein Rennen zwischen Hackern und Forschern.
00:18Die neue KI-Mythos von Anthropic
00:20kann Software-Sicherheitslücken erkennen,
00:23taugt aber auch als Cyberwaffe.
00:28Ist das die nächste apokalyptische Sau,
00:31die da durchs Dorf gejagt wird?
00:32Die KI wird jegliche Computersicherheit kollabieren lassen.
00:36Dass die künstliche Intelligenz unsere Jobs killen wird,
00:40uns kontrollieren und manipulieren wird,
00:42das haben wir ja schon verdaut.
00:43Und man fragt sich, was steckt hinter all dem?
00:47Herzlich willkommen bei Nano.
00:48Wollen die großen KI-Player einfach ablenken
00:51von der Macht, die sie anhäufen
00:53oder vom gigantischen ökologischen Fußabdruck,
00:56damit wir bloß vergessen, sie zu regulieren?
00:59Auch beim neuesten KI-Programm von Anthropic
01:03ist es nicht so einfach, auseinander zu dividieren,
01:06wo die Gefahr endet und das clevere Marketing beginnt.
01:11Die digitale Welt ist Fluch und Segen zugleich.
01:15Die US-Firma Anthropic hat eine KI entwickelt,
01:18die selbstständig IT-Sicherheitslücken in Betriebssystemen findet.
01:23Gelangt die intelligente Software
01:24jedoch in die Hände von Hackern oder Diktatoren,
01:28könnte sie die Welt ins Chaos stürzen.
01:30Selbst die Entwickler sind beeindruckt.
01:34Ich habe in den vergangenen Wochen mehr Fehler gefunden
01:37als in meinem bisherigen Leben zusammen.
01:39Das Problem dabei, das Schlagzeilen macht,
01:42das Programm finde die Fehler nicht nur,
01:44sondern nutze sie auch aus und dringe in Systeme ein.
01:48Zu gefährlich, meint Anthropic,
01:50weshalb man es erst ein paar großen US-Firmen zugänglich macht.
01:54Die Befürchtung?
01:56Die Technologie könne als verheerende Cyberwaffe
01:59gegen kritische Infrastrukturen
02:01wie Stromnetze oder Krankenhäuser eingesetzt werden.
02:05Die amerikanische Tech-Szene ist alarmiert.
02:11Ich glaube, es wird eine Art erzwungener Neustart
02:14für die gesamte Cybersicherheitsbranche
02:16und ein sehr bedeutendes Ereignis in der Geschichte der Technik.
02:23Die Lage ist offenbar so ernst, dass Finanzminister Bassent
02:27und US-Notenbankchef Powell bei einem Treffen im Weißen Haus
02:31amerikanische Bankenchefs vor neuen Cyber-Risk-Gefahren gewarnt haben sollen.
02:36Aber ist die Software wirklich so gefährlich und ein Sicherheitsrisiko?
02:42SRF-Digitalredakteur Guido Berger ordnet ein.
02:47Anthropic inszeniert sich noch gerne mit apokalyptischen Beschreibungen,
02:51wie fähig ihre Modelle sind.
02:53Damit wollen sie uns eigentlich unter die Nase reiben,
02:55wie gut ihre Modelle sind.
02:57Das ist ein Stück weit Marketing.
02:59Aber es ist ein reales Problem, eines, das über Anthropic hinausgeht.
03:03Es ist ein generelles Problem, das jetzt aufgetreten ist.
03:06Weil Sprachmodelle mittlerweile gut genug sind,
03:09um Programmcodes zu schreiben und zu analysieren.
03:13Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz ist schnell
03:16und die Kommunikation der Firmen bekannt.
03:19Auch Sam Altman, Chef von OpenAI,
03:22warnte vor seinem Sprachmodell Chat-GPT.
03:25Heute spricht er sich dafür aus,
03:27dass die Menschen vor zu mächtigen KI-Unternehmen
03:30geschützt werden sollen.
03:32KI-Professor Thilo Stadelmann sagt,
03:35dass KI-Unternehmen leistungsfähige Modelle auf den Markt bringen
03:38und gleichzeitig davor warnen, das habe mit der Konkurrenz zu tun.
03:44Es ist ein Stück auch ein Argument,
03:46die eigene Relevanz und Wichtigkeit hochzuhalten,
03:48vor den Investoren, vor den Kunden zu sagen,
03:51wir sind so relevant, es ist sogar gefährlich.
03:53Das sollte man besser auch keinem anderen zutrauen.
03:57Auch man sollte es nicht einfach releasen.
03:59Open Source ist ganz gefährlich,
04:00lass uns so die Konkurrenz von der Seite halten.
04:02Da redet auch einer mit der Brille auf,
04:05wie tue ich meiner Firma und meinen Investoren gut.
04:08KI-Ethikerin Angela Müller sagt, es sei noch zu wenig bekannt,
04:12um die Gefahr der Software abzuschätzen.
04:14Doch das Beispiel zeige einmal mehr,
04:16dass Regulierung von KI-Firmen wichtig sei.
04:20Das wirklich Gefährliche daran ist auch die Machtkonzentration.
04:24Das heißt, wir müssen uns auf den guten Willen
04:26und die hehren Absichten von einem Anbieter verlassen,
04:28der nicht rechenschaftspflichtig ist.
04:30Das zeigt auch, dass die Anbieter oft den Eindruck vermitteln,
04:33nur sie könnten sagen, wie man die Technologie regulieren könne.
04:37Ich denke, wenn wir technologische Entwicklung
04:39wirklich an den Bedürfnissen der Gesellschaft ausrichten wollen,
04:42müssen wir dem mit demokratischen Mitteln begegnen.
04:45Doch wie kann man sich vor solchen immer mächtigeren KI-Anwendungen
04:49mit Missbrauchspotenzial schützen?
04:53Als Privatperson kann man nicht viel machen,
04:55ausser das, was man immer machen sollte.
04:57Seine Software auf dem neuesten Stand halten,
04:59um dann, wenn die Lücken gestopft sind,
05:00auch die entsprechende Version bei sich auf dem Computer zu haben.
05:04Ob Marketing-Hype oder reale Gefahr, das muss sich wohl noch zeigen.
05:09Doch Sicherheitsverantwortliche werden in Zukunft
05:11wohl so oder so viel zu tun haben.
05:16Das kann man wohl sagen.
05:18Denn nicht nur von Seiten der KI droht Gefahr in der digitalen Welt,
05:21sondern auch von den Quantencomputern.
05:24Und zwar beim Austausch von sogenannten kryptographischen Schlüsseln.
05:28Das ist sozusagen die Anleitung,
05:31um einen verschlüsselten Text dechiffrieren zu können.
05:33Etwa so wie das Kindermachen, das man in Spiegelschrift geschrieben hat
05:37oder mit vertauschtem Alphabet.
05:39Im echten Leben werden die Schlüssel mit mathematischen Problemen erstellt,
05:44die so schwierig sind, dass selbst die stärksten Rechner sie nicht knacken können.
05:49Aber bald sind Quantencomputer einsatzfähig und vor denen ist gar nichts sicher.
05:55Es läuft ein Rennen zwischen Forschern und Hackern.
06:02Hier regiert das Geld.
06:04Das Londoner Bankenviertel Canary Wharf.
06:08Täglich werden hier Devisengeschäfte im Wert von geschätzt 3,8 Billionen US-Dollar abgewickelt.
06:14Mehr als ein Drittel des globalen Handelsvolumens.
06:18Die rasante Entwicklung von Quantencomputern hat die Szene aufgeschreckt.
06:25Das ist die größte Bedrohung für unsere Verschlüsselungsverfahren.
06:30HSBC ist die größte Bank Europas.
06:33220.000 Mitarbeitende, 25 Milliarden jährlicher Gewinn.
06:40Die ganzen Systeme, die die Kundendaten verwalten, die Zahlungen absichern,
06:46all das ist in Gefahr mit den wachsenden Möglichkeiten des Quantencomputing.
06:54Jede Menge Geld könnte gestohlen werden.
06:57Ja, es geht um viel Geld.
06:59Und es könnte eine gewaltige Störung auslösen.
07:02Denn das Fundament des Finanzsystems ist Vertrauen.
07:05Und wenn Verschlüsselungen geknackt werden, könnte es zu einem katastrophalen Vertrauensverlust kommen.
07:10Nicht nur bei Banken, sondern im gesamten Finanzsystem.
07:17Länder wie China oder Russland hacken Datennetz in aller Welt.
07:21Gleichzeitig liegt China bei den staatlichen Investitionen in Quantencomputer weit vorne.
07:27Sichere Verschlüsselungen sind ein geopolitisches Muss.
07:32Banken sind Hauptziele von Cyberkriminellen.
07:35Aber hier geht es auch um die nationale Sicherheit, um Daten von Regierungsbehörden,
07:40aus dem Gesundheitswesen, der Energieversorgung, der Infrastruktur.
07:44Es betrifft viel mehr als nur die Industrie.
07:48Die Deutsche Bundesbank etwa geht von über 5000 Hackerangriffen pro Minute aus.
07:54Firewalls, Antivirus oder autonome Abwehrprogramme, vieles ist möglich.
07:59Das komplette Glasfasernetzwerk lässt sich allerdings nicht überwachen.
08:04Bei Toshiba erforscht Andrew Shields Verteidigungsstrategien.
08:08Er warnt vor Fiber-Hacking.
08:10Die Glasfaserleitungen, über die heute fast alle Informationen laufen,
08:15seien nicht so sicher, wie man meinen könnte.
08:19Wir müssen lediglich ein kleines Band in die Faser einführen.
08:23Und schon leuchtet sie, weil nur ein Teil des Lichts austritt.
08:26Man kann sogar Abhörgeräte kaufen, die eine Art Ring in die Faser einführen
08:31und damit einen Teil des Signals abgreifen.
08:34Der Hacker kann so ganz einfach die Informationen extrahieren.
08:40Aber das heißt, er müsste Zugang zum Glasfaserkabel haben,
08:44es tatsächlich anfassen, um an Informationen zu kommen?
08:50Er oder sie müssten das tun, das ist richtig.
08:53Aber die Glasfaser kommt ja irgendwo aus dem Boden.
08:56Sie wird durch Schränke geführt, an der Außenseite von Gebäuden.
09:00Das ist also eigentlich kein Hindernis.
09:05Glasfaserkabel sind das Nervensystem der Gesellschaft.
09:09Bankdaten, digitale Unterschriften, medizinische Daten, Genomdaten.
09:13Ohne Internetsicherheit lebt es sich gefährlich.
09:16Daten sicher kodieren zu können, ist daher alles.
09:20Die Basis bei der Verschlüsselung, eine mathematische Gleichung,
09:24die in eine Richtung sehr leicht zu lösen ist, umgekehrt jedoch praktisch gar nicht.
09:30Etwa die Zerlegung von Primfaktoren.
09:33Noch ganz simpel bei kleinen Zahlen, 15 ist eben 3 mal 5.
09:38Auch 77 lässt sich noch einfach in die beiden Primzahlen 11 und 7 zerlegen.
09:47Aber keine Chance bei größeren Zahlen. Im Kopf sowieso nicht.
09:54Man sieht, es ist recht einfach, aus diesen beiden Zahlen die große Zahl zu bestimmen, indem man multipliziert.
10:01Umgekehrt ist es ziemlich schwierig.
10:08Aber jetzt habe ich noch eine weitere Zahl, die ich dir gerne zeigen möchte, Ingolf.
10:14Vielleicht kannst du sie ja in Primfaktoren zerlegen.
10:17Willst du es versuchen?
10:20Wie viele Ziffern hat sie?
10:23Sie hat 637 Dezimalstellen, was einer Binärzahl mit 2048 Stellen entspricht.
10:32Und das ist die Grundlage des RSA-Verfahrens, das wir heute verwenden.
10:38Tatsächlich wurde berechnet, dass der weltweit größte Supercomputer, El Capitan,
10:44etwa 100 Millionen Jahre brauchen würde, um die Primfaktoren zu dieser Zahl zu finden.
10:50Wenn wir hingegen einen Quantencomputer mit 4000 logischen Qubits hätten,
10:56könnte er dasselbe Problem in Minuten oder Stunden lösen.
11:01Da ist sie wieder, die Bedrohung der bisherigen Sicherheitsarchitektur durch Quantencomputer.
11:07Offenbar kann nichts so bleiben, wie es ist.
11:11Aber vielleicht ist das Kind ja schon in den Brunnen gefallen.
11:18Könnte es sein, dass Hacker heute Daten sammeln und nur darauf warten, bis die Quantencomputer stark genug sind, um diese
11:25Daten dann zu entschlüsseln?
11:27Das ist ein Bedrohungsszenario.
11:30Wir nennen es jetzt speichern, später entschlüsseln.
11:33Das sind rückwirkende Angriffe und dagegen kann man nicht viel tun.
11:37Zum einen, weil sie nur schwer zu entdecken sind.
11:40Und wenn Daten einmal abgefangen wurden, sind sie eben zugänglich.
11:44Ich bin sehr sicher, dass das schon passiert und Daten gespeichert werden für die Zukunft, wenn es leistungsfähigere Rechner gibt.
11:52Verrückt, ob die Verantwortlichen das auf dem Schirm haben?
11:55Man muss heutzutage vorsichtig mit seinen Geheimnissen sein, denn sobald es einen großen Quantencomputer gibt, könnte alles aufgedeckt werden.
12:05Wann kommt der? Noch haben die Quantencomputer die Labore nicht verlassen.
12:10Aber an der Uni Oxford ist etwas gelungen, was die Evolution großer Quantencomputer rasant beschleunigen dürfte.
12:18Quantencomputer sind eine völlig neue Art zu rechnen.
12:21Und wir wissen, dass diese Art zu rechnen viel mächtiger ist als ein klassischer Computer.
12:26Der nächste große Meilenstein, der in den nächsten Jahren sicher passieren wird, ist, dass jemand, was damit ausrechnet, was damit
12:32simuliert,
12:33dass tatsächlich eine Antwort ist, die wir nicht vorher kannten, die nützlich ist.
12:38Die zum Beispiel ein Molekül simuliert oder einen Supraleiter oder sowas in die Richtung.
12:44Und dann darüber hinaus, also um Verschlüsselung zu brechen, das kann schon noch zehn Jahre dauern, glaube ich.
12:51Also wenn ich jetzt eine Botschaft bin und einen diplomatischen Inzidenz auslöst.
12:56Und vielleicht verschlüsselt habe, welche Spione unterwegs sind, welche Namen da.
13:00Also wenn ich jetzt in diesem Geschäft wäre, dann würde ich mir große Sorgen machen.
13:05Houston, wir haben ein Problem.
13:10Und woher kommt die Rettung? Interessanterweise auch von der Quantenphysik.
13:14Denn sie wird von so merkwürdigen Gesetzen bestimmt, dass sich sogar Verschlüsselungen bauen lassen, die prinzipiell unhackbar sind.
13:23Das erzählen wir Ihnen in der Fortsetzung morgen in Nano.
13:27Jetzt schauen wir erstmal auf die Grundvoraussetzungen für all diese Entwicklungen.
13:31Ob Quantenrechner oder KI, ohne elektrische Energie sind sie nichts.
13:36Und KI-Rechenzentren brauchen besonders viel Energie.
13:40In Irland ist das zu einem echten Problem geworden.
13:46Die Hochburg der US-Tech-Riesen in Europa.
13:49Hier in Dublin haben viele US-Konzerne ihre wichtigsten europäischen Niederlassungen.
13:54Vor allem im Hafengebiet, den sogenannten Silicon Docks.
13:57Mit den Adressen von Meta, Google, Airbnb und Amazon.
14:01Die Regierung in Dublin lockte mit niedrigen Steuern und ermöglichte den Bau riesiger Datencenter.
14:07Auch um die Rechenleistungen der künstlichen Intelligenz für die US-Konzerne zu ermöglichen.
14:12Vor allem in Irland, wo besonders viele amerikanische und chinesische Technologieunternehmen angesiedelt sind, werden mehr und mehr Datencenter gebaut.
14:22Die verbrauchen enorm viel Ressourcen. Energie, aber auch Wasser.
14:29139 Rechenzentren stehen schon in Irland, 110 von ihnen allein im Großraum Dublin.
14:34In Europa sind es ungefähr 1500, etwa in Frankfurt, Amsterdam und Paris.
14:40Doch nirgends ist die Konzentration so hoch wie in Dublin.
14:44Irlands gemäßigtes Klima ist günstig für die Kühlung der Server und die sind rund um die Uhr in Betrieb.
14:50Doch es gibt Kritik.
14:53Der Bau der Rechenzentren überfordere die grüne Insel.
14:57Das Stromnetz kommt an seine Grenzen, die Gefahr von Stromausfällen steige.
15:01Die Strompreise schnellen in die Höhe. Die Stromknappheit ein Pulverfass.
15:06Schon jetzt machen die Datencenter 22 Prozent des gesamten irischen Stromverbrauchs aus.
15:12Bis 2034 werden es vermutlich 31 Prozent werden. Der EU-Durchschnitt liegt bei drei Prozent.
15:20Und das wiederum hat dazu geführt, dass in Irland andere Industrien Schwierigkeiten haben, um noch angeschlossen zu werden ans Elektrizitätsnetz.
15:31Aber auch, dass die erneuerbaren Energien, die zum Beispiel durch Offshore-Windparks erzeugt werden, nicht ausreichen, um den Energieverbrauch der
15:40Datencenter zu stillen.
15:44Offshore-Parks im Atlantik. Mit Windenergie werden 30 Prozent des irischen Stroms abgedeckt.
15:50Und es soll noch viel mehr werden.
15:51Doch Irland hängt auch noch an der herkömmlichen fossilen Stromproduktion.
15:5540 Prozent des irischen Stroms werden in solchen Anlagen hergestellt, in Gaskraftwerken.
16:02Und die werden wohl für die Datencenter noch länger am Netz bleiben.
16:06Also der irische Elektrizitätsanweter, der erzeugt auch auf herkömmliche Weise Strom, das heißt durch Verbrennung von Kohle und Gas.
16:16Und dieser Strom, der braune Strom, wird halt auch eingeführt ins Elektrizitätsnetz, um die Nachfrage nach Energie für die Datencenter
16:28zu stillen.
16:29Und nicht nur das. Irlands Datencenter betreiben sogar Dieselgeneratoren, um den mangelnden Strom zu produzieren.
16:35Das bringt Irlands Regierung mächtig unter Druck.
16:38Irlands Klimaziele könnten in weite Ferne rücken.
16:40Ein Dilemma. Bisher erfüllte Irlands Regierung die Wünsche der US-Tech-Krisen.
16:45Jetzt muss man Grenzen ziehen und gibt den Druck an die US-Unternehmen weiter.
16:50Der Google-Konzern verspricht, bis 2030 seine Datencenter bis zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu speisen.
16:582022 lag der Anteil noch bei 39 Prozent.
17:03Und hier im Dubliner Stadtteil Teller geht man noch einen anderen Weg.
17:08Die Abwärme der Datencenter wird nämlich weiterverwendet. Und das funktioniert so.
17:12Das Emerson Datencenter leitet die Abwärme an eine Wärmepumpe weiter.
17:17Mithilfe einer Rückgewinnungsanlage kann diese überflüssige Wärme so gewandelt werden,
17:22dass damit das Rathaus, die Technische Universität und zahlreiche Sozialwohnungen in Teller geheizt werden können.
17:29Ein erster Schritt, mit dem Irland aus seinem Dilemma herausfinden will,
17:33zwischen den eigenen Interessen und denen der US-Konzerne.
17:41Rechenzentren entstehen überall in Europa, auch um Frankfurt herum, in Amsterdam, in Wien und so weiter.
17:46Wie kann man das Stromproblem in der EU lösen?
17:50Das wollen wir erfahren von Ivo Schmidt.
17:52Er ist Ökonom in der Generaldirektion Energie der EU-Kommission.
17:55Hallo Herr Schmidt.
17:57Hallo.
17:58In Dublin werden ja jetzt vermehrt fossile Kraftwerke wieder angeworfen.
18:03Riskieren wir wegen dieser Rechenzentren unsere Klimaziele?
18:08Also erst einmal sind die Klimaziele ein gesetztes Ziel für ganz Europa und für jedes EU-Mitgliedsstaat.
18:13Und das sind langfristige Ziele.
18:15Also langfristig sind wir auf gutem Weg dorthin.
18:17Erneuerbare werden immer weiter ausgebaut.
18:20Energieeffizienz geht auch weiter hoch und die Treibhausgasemissionen gehen generell runter.
18:24Natürlich gibt es mehr Nachfrage, zum Beispiel in Nördern, wie eben eingeblendet.
18:28Aber generell in Europa sind wir auf dem richtigen Weg.
18:31Aber es gibt da schon in Einzelheiten auch Probleme.
18:34Es gibt zum Beispiel ein Rechenzentrum, das jetzt in Frankfurt geplant wird.
18:37Mit Cyrus One, bis 2029 möchte man da Gaskraftwerke aufbauen, um nur dieses Rechenzentrum zu betreiben.
18:45Also sind Sie sich sicher, dass wir nicht die Fossilen wieder ein Revival bieten, um diese Rechenzentren überhaupt am Start
18:52zu halten?
18:54Natürlich können wir das nicht verbieten auf EU-Ebene.
18:57Es gibt aber Marktsignale, die zeigen, wie teuer Fossile sind.
19:01Das geht über den ETS, Emissionshandelssystem, aber natürlich auch durch die jetzige Marktlage.
19:06Die Knappheit der fossilen Brennstoffe und dadurch, dass Europa das importieren muss, macht es immer teurer.
19:12Erneuerbare sind also die Lösung und wir hoffen, dass die Datenzentren Verträge eingehen mit Erneuerbaren, um das direkt zu beschaffen.
19:20Zusätzlich gibt es auch ein Reporting auf EU-Ebene, in der wir die Transparenz schaffen wollen,
19:26um überhaupt zu etablieren und zu zeigen, welche Datenzentren was für Energie verbrauchen.
19:31Und wir werden Vorschläge machen, um für nächstes Jahr, 2027, ein Label zu kreieren, um wieder Transparenz zu schaffen,
19:39und damit man weiß, was die Datenzentren überhaupt verbrauchen.
19:43Reporting, Monitoring, ein Label, das ist sicherlich eine gute Sache, aber was kann das konkret denn bewirken?
19:48Wird denn dadurch jetzt irgendein Rechenzentrum tatsächlich dann erneuerbar betrieben?
19:56Natürlich schon, denn es gibt auch wie Amazon und andere Rechenzentren, die sich dafür schon verpflichtet haben.
20:01Und wie gesagt, der Markt zeigt, dass Erneuerbare die billigste Stromvariante ist, die sie beziehen können am Markt.
20:07Und falls das dann nicht genügt, dann sind wir auch im Stande, einen Vorschlag zu machen für Mindest-Performance-Standards.
20:19Das würde das Label als etwas Verpflichtendes machen, um wahrhaftig alle dazu zu zwingen, diese Transparenz zu schaffen.
20:26Jetzt ist ja ein Ansatz in Dublin, tatsächlich auch die Abwärme von den Rechenzentren zu nutzen.
20:32Wenn nun aber Rechenzentren auch im ländlichen Bereich gebaut werden, dann ist ja dort die Zahl der Abnehmer für die
20:39Fernwärme überhaupt nicht so groß.
20:41Was macht man denn dann? Also was gibt es da für eine Lösung? Dann verschwendet man die Energie?
20:46Das ist richtig. Je nachdem, wo das Datenzentrum geortet ist, hat es verschiedene Möglichkeiten, die Abwärme zu nutzen.
20:54Normalerweise sind die meisten Datenzentren unweit von den großen Städten, zum Beispiel Frankfurt, Amsterdam, London, Paris geortet.
21:02Oder wie eben gezeigt, auch in Dublin. Und da gibt es schon eine Nutzung der Abwärme in bestehenden Fernnetzen oder
21:08auch in neuen Wärmefernnetzen.
21:10Aber es gibt auch andere Strategien, zum Beispiel diese Abwärme für die Landwirtschaft zu benutzen oder andere Neuindustrie, die sich
21:18daneben ansiedeln können.
21:20Öfters wird das auch in den Industriepark benutzt und da kann auch die Abwärme dann nützlich benutzt werden.
21:25Europa muss sich ja in ganz vielen Bereichen elektrifizieren, natürlich auch im Gebäudebereich für die Heizung.
21:30Wärmepumpen brauchen wir, Elektroautos und so weiter.
21:34Also sind Sie sich sicher, dass wir da nicht am Ende auf irgendetwas verzichten müssen, weil eben die Rechenzentren so
21:40viel Strom brauchen?
21:43Also unsere Hochrechnung zurzeit, auch wenn wir die bestehenden Rechenzentrenskapazitäten in Europa verdoppeln oder verdreifachen in den nächsten neun bis
21:52zehn Jahren
21:53und somit auch den Strombedarf verdoppeln und verdreifachen,
21:56würde das immer noch nur in Anführungsstrichen fünf bis sechs Prozent des insgesamten Stromverbrauchs in Europa darstellen.
22:04Verglichen mit den E-Autos, mit dem Zug, mit der Schiene, der Bahn, aber auch der Elektrifizierung der Haushalte oder
22:12der Industrie,
22:12ist das nicht unbedingt der größte Anteil.
22:15Wir sehen, dass die Entwicklung weiterhin der Netze in Europa vorangetrieben wird.
22:20Es gibt Effizienzmaßnahmen, auch durch effiziente Produkte.
22:23Das ist so viel, wird viel eingespart.
22:25Und natürlich wird der erneuerbare Ausbau immer weiter vorangetrieben.
22:27Das wird auch immer mehr beschleunigt auf EU-Ebene, aber auch auf nationaler Ebene.
22:32Ich danke Ihnen sehr für das Gespräch, Herr Ivo Schmidt.
22:36Danke Ihnen.
22:38Nach all den Digitalisierungsthemen heute in Nano, es gibt auch Lösungen in der analogen Welt und die können echte Vorteile
22:46bieten.
22:47Überwachung in einem Gefängnis in Brasilien.
22:51Gleich zweimal werden wir kontrolliert. Einmal in der Einfahrt zum Gefängnisparkplatz.
22:57Und ein zweites Mal am Besuchereingang mit einem Metalldetektor wie am Flughafen.
23:05Dann erst öffnet sich das große Gefängnistor. Auf den Wachtürmen Scharfschützen und Kameras.
23:14Gefängniswärter Marcos Coronetti begleitet uns zum schärfsten Alarmsystem im Knast.
23:21Es lauert zwischen Zaun und Mauer. Eine Gänseherde.
23:30Wir sind auf dem Land, hier ist es leise. Wenn die Gänse Lärm machen, wird das sofort bemerkt.
23:36Sie sind laut. Alle hier hören es und es ist klar, wenn die Gänse laut schnattern, passiert irgendetwas Ungewöhnliches.
23:48Wartungsarm, robust, wetterfest. Die Gänse sind ein vollautomatisches Alarmsystem.
23:5524 Stunden, Sauerstoff- und Futterbetrieben, immun gegen Cyberangriffe.
24:02Ein All-in-One-Biosensor mit Alarmfunktion made by nature.
24:12Früher gab es im Gefängnis Wachhunde, aber diese waren bestechlich.
24:19Hunde sind anders als Gänse. Hunde sind treu. Sie werden Freunde, wenn du ihnen Futter gibst. Sind loyal. Gänse nicht.
24:32Keine der Gänse.
24:33Sie freunden sich mit niemandem an. Sie sind demokratisch und hassen alle gleich.
24:41Gefüttert werden die Gänse von Gefangenen, die kurz vor der Entlassung stehen und bereits im halboffenen Vollzug sind.
24:50Coronetti nennt die Gänse Kollegen. Sie patrouillieren. Auch nachts bleibt ein Teil der Herde aufmerksam.
24:57Mit anderen Worten, ein natürlicher Schichtbetrieb ohne Dienstplan.
25:03Unsere Gänse wechseln sich ab. Die Gruppe macht irgendwo Halt. Einige schlafen. Andere bleiben wach.
25:13San Pedro di Alcantara ist ein modernes Hochsicherheitsgefängnis. Hier sind 1300 Schwerverbrecher in Gewahrsam, viele mit Jahrzehnte oder lebenslangen Haftstrafen.
25:27Die Bilder der fast 400 Kameras laufen in der Überwachungszentrale zusammen. Eine Stunde am Tag können sich die Gefangenen die
25:36Füße vertreten.
25:40Sollte in der Nacht etwas passieren, sind die Gänse ein natürliches Warnsystem und machen Lärm.
25:47Der Wachdienst wird es hören und Bescheid sagen, damit dann hier in der Zentrale jemand auf den Kameras nachsehen kann,
25:54was los ist.
25:57Die Idee, Gänse als Wachtiere zu halten, ist nicht neu. Schon vor tausenden von Jahren sollen Gänse das alte Rom
26:05vor einem mächtlichen Angriff bewahrt haben.
26:09Noch nie ist aus San Pedro di Alcantara ein Insasse geflohen. Ein Grund dafür, an diesem Wachpersonal kommt niemand unbemerkt
26:19vorbei.
26:22Wir schnattern morgen wieder zu den großen Themen der Forschung. Unter anderem, wie man es an der Uni Oxford geschafft
26:27hat, ein erstes Netzwerk von Quantencomputern zu bauen.
26:31Ich freue mich auf Sie. Bis morgen. Bis dann.
26:38Bis dann.
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