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  • 22 ore fa
Record mondiale per l’Europa: il tunnel ferroviario più lungo del mondo in costruzione sotto le Alpi

Nelle profondità delle Alpi, enormi macchinari per la costruzione di gallerie si fanno strada attraverso il massiccio montuoso. Al Brennero si sta costruendo il tunnel ferroviario più lungo del mondo. Un capolavoro di ingegneria realizzato in Europa.

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Trascrizione
00:11Il Tirola Bergwelt
00:30Steinar am Brenner ist ein kleines österreichisches Alpendorf und eine der größten Baustellen Europas, der Brenner Basistunnel.
00:40Für die Reise ins Herz des Berges ist Schutzausrüstung Pflicht.
00:45Ja, grüß Gott.
00:46Ja, grüß Gott, schönen guten Morgen.
00:47Ich bin gespannt, Abenteuer Eisenbahnstunnel.
00:50Schauen wir uns an.
00:51Der Brenner Basistunnel verbindet Österreich mit Italien und ist das zentrale Verbindungsstück des transeuropäischen Eisenbahnkorridors von Süd nach Nordeuropa.
01:03Der Tunnel kostet fast 11 Milliarden Euro.
01:07Die Europäische Union hat bislang 2,3 Milliarden beigesteuert.
01:11Alles wurde 40 Prozent teurer als geplant.
01:14Der Europäische Rechnungshof kritisiert die Kostenexplosion.
01:22Projektmanager Sebastian Reimann und sein Kollege Andreas Ambrosi zeigen mir die unterirdische Baustelle.
01:29Ist schon beeindruckend da der Mittelstollen.
01:30Ja, wie das halt vorangegangen ist. Das muss man halt so sagen. Da ist was gelaufen.
01:35Wir haben die Höhe auch, wenn du rauf schaust.
01:38Wir haben ja da ein Tunnelbauwerk mit vier Tunneln quasi auf engstem Raum.
01:411.300 Menschen arbeiten hier. Mit 64 Kilometern Gesamtlänge wird das gigantische Bauwerk die längste unterirdische Eisenbahnstrecke der Welt.
01:52Die Europäer können darauf stolz sein, dass wir sie geschaffen haben.
01:55Egal ob aus Deutschland, aus Österreich, aus der Schweiz, ob das Personal aus Kroatien, aus der Slowakei, Polen herkommt.
02:04Das ist eine Gemeinschaftsarbeit von Europäern.
02:05Wir haben ja auch europäische Topfirmen dabei. Das allein Herrenknecht hat eben acht Maschinen hier bei uns im Einsatz.
02:13Und vor allem, was wir stolz sind, eben zehn bis elf Nationen aus Europa sind bei uns eigentlich tätig.
02:19Ich mache mich auf den Weg nach Schwanau in Deutschland.
02:23Hier hat die Firma Herrenknecht ihren Sitz. Einer der Weltmarktführer für Tunnelbaumaschinen made in Europe.
02:31Hier werden die größten Tunnelbohrmaschinen der Welt gebaut.
02:35Riesige Steinfresser aus Stahl. Bis zu 20 Meter hoch und mehrere hundert Meter lang.
02:42Hier hat es ein kleines Familienunternehmen geschafft, damit den Weltmarkt zu erobern.
02:486.000 PS-Monster. Die schaue ich mir mal an.
02:53Allein hier in Schwanau arbeiten 2500 Menschen bei Herrenknecht. Weltweit sind es über 5000.
03:00Die Firma hat einen Umsatz von weit über einer Milliarde Euro im Jahr.
03:04Herrenknecht-Bohrer untertunneln den Gelben Fluss in China und den Panama-Kanal, Alpen und Himalaya, Paris und New York, Mumbai,
03:13Singapur und Hongkong.
03:14Gegründet wurde das Unternehmen vor einem halben Jahrhundert von einem innovativen Ingenieur, der zu den führenden Stimmen der deutschen Industrie
03:21zählt, Martin Herrenknecht.
03:23Ja, Herr Dr. Herrenknecht, ich freue mich, Sie zu treffen.
03:25Grüß Gott.
03:26Ich freue mich aufs Interview.
03:27Darf ich Sie einladen?
03:29Gern, ja.
03:30Ich bin auf Ihren Erfahrungsschatz neugierig.
03:32Gut. Okay.
03:33Es gibt ja in Brüssel jetzt die Diskussion, dass es eine europäische Präferenz geben soll, made in Europe, beispielsweise bei
03:41öffentlichen Auftragsvergaben.
03:43Macht das Sinn oder nicht?
03:45Das ist die einzige Möglichkeit, wenn Sie anschauen, wie wir gebiesagt werden durch die Genesen, durch Dumpingpreise.
03:51Ich sagte es schon zehn Jahre in Brüssel, wenn ich vergleiche, Lohnkosten von einem Schweißer bei uns circa 50 Euro,
04:02in China 15 Stahlpreise, der halbe Preis, so können wir keine Wirtschaft ankurbeln.
04:10Soll Europa mit Schutzzöllen reagieren?
04:14Ohne Zölle wird Europa ruiniert, kaputt gehen.
04:19Denn in Brüssel diskutiert man, ob man jetzt eine WTO in Zukunft macht, ohne China, ohne Russland.
04:28Aber diese Typen in Brüssel diskutieren, diskutieren, diskutieren, machen nichts.
04:37Herrenknechtmanager Florian Kulke zeigt mir die neue Megamaschine für den Tunnel Lyon-Turin zwischen Frankreich und Italien.
04:44Doch unser Weg führt zurück nach Österreich. Ein Riesenbohrkopf wird zum Brenner gebracht.
04:52Jetzt gehen wir zwar runter, Sebastian, aber ober uns sind 1000 Meter Berge bei uns. Das ist schon gigantisch.
04:58Das ist schon mega.
05:00Jetzt das Tor zum Abgrund.
05:06Tief unten im Berg wird die Tunnelbohrmaschine zusammengesetzt.
05:14Projektmanager Reimann ist stolz auf seine Männer und Maschinen, denn es gibt...
05:18...schon einen Weltrekord hier am Brenner Basistunnel, in dem eine Tunnelbohrmaschine über 60 Meter aufgefahren hat innerhalb von 24 Stunden.
05:27Das sind natürlich Ereignisse, die bleiben in der Technikwelt, bestehen für immer und immer.
05:32Der Durchbruch ist geschafft. Ein Erkundungsstollen verbindet nun Italien und Österreich.
05:38Auch die Bohrarbeiten an den Hauptröhren stehen kurz vor dem Abschluss.
05:42Hier kommt quasi noch ein Deckel drauf und dann ist das quasi eine Fläche und dann können Sie nach Süden
05:47und nach Norden fahren.
05:48Gut gemacht, ja.
05:56Also es war schon gigantisch, oder? Wie wir das geschafft haben, diesen Durchschlag am Brenner, an der Startgrenze und vor
06:03allem die Messgenauigkeit.
06:06Es hat ja wirklich millimetergenau gepasst.
06:10Es ist schon eine hervorragende Ausführungsleistung und auch Vermessungsleistung.
06:15Tipptopp gemacht.
06:18Jetzt geht man wieder raus aus der Unterwelt.
06:21Eigentlich hätte der Tunnel schon 2019 fertig sein sollen, aber es gab Probleme mit Verträgen und schwierigen Gesteinsschichten.
06:29Der neue Termin ist nun 2032.
06:33Bis zu einer Million LQW können da verfrachtet werden.
06:36Wir haben dann 400 Züge pro Tag, die die Bestandsstrecke und die neue Strecke dann befahren können.
06:44Im Materiallager wird klar, was für eine logistische Herausforderung die Brennerbaustelle ist.
06:50322.000 Tübinge werden in Europas Supertunnel verbaut.
06:54Das sind die Betonsegmente, mit denen die Tunnelwände verschalt werden.
06:59Jeder einzelne wiegt 10 Tonnen.
07:02Ich begleite Ambrosi und Reimann zur Abraumdeponie.
07:06Ein 30 Kilometer langes Förderband bringt fast 8 Millionen Kubikmeter Steinschutt in das Padastertal.
07:12Das ist so viel wie dreimal die Cheops-Pyramide.
07:16Nach Abschluss der Arbeiten wird alles wieder renaturiert.
07:21Sebastian, momentan sieht man ja nur mal wirklich eine graue Steinwüste, aber in 10 Jahren schaut es ja komplett anders
07:27aus.
07:27Ein richtig uriges Biotop, denn wir planen ja nicht nur Tunnel, wir planen ja selbst die Pflanze, die hier oben
07:33drauf wieder kommt.
07:34Das heißt, wir haben nicht nur einen riesigen Tunnel gegraben, sondern wir haben auch ein neues Tal erschaffen.
07:38Ein neues Tal geschaffen. Es war ein Tal und wir haben es jetzt ausgefüllt um 70, knapp 80 Meter.
07:43Da kommen wir in 10 Jahren nochmal her, gehen den Wanderweg ab, schauen, dass wir auf der gleichen Stelle wieder
07:48stehen wie jetzt und machen wir Speckchen aus.
07:50So ist das. Das machen wir.
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