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  • vor 4 Stunden
Diablo 4: Lord of Hatred liefert das große Finale der Story und bringt auch gleich noch zwei Charakter-Klassen mit. Die zweite Erweiterung erweitert den Pool um den Paladin und den Hexenmeister. Und natürlich gibt's auch eine neue Region, diesmal die Inselwelt Skovos.

Aber abseits vom Story-Nachschub, den neuen Klassen und der neuen Region gibt es noch weitere Verbesserungen und Neuerungen, die wir im Test-Video zu Diablo 4: Lord of Hatred auch vorstellen.
Transkript
00:12Es geht doch! Mit Lord of Hatred ist Diablo 4 besser und runder als je zuvor. Nachdem die erste
00:20Erweiterung Vessel of Hatred mit einem Story-Cliffhanger um Bösewicht Mephisto enttäuschte,
00:25macht Blizzard beim epischen Abschluss der Handlung alles wieder gut. Also fast alles.
00:31Wir haben Lord of Hatred bereits Wochen vor der Veröffentlichung am 28. April 2026 für euch
00:37gespielt. Das reicht für ein erstes Fazit zur Kampagne, den neuen Klassen und frischen Features
00:43wie dem Horror-Drimmwürfel. Doch im Endgame müssen wir uns noch etwas Zeit ausbitten. Ob mit Lord of
00:49Hatred auch die langfristige Motivation steigt, in Diablo 4 auf Itemjagd zu gehen,
00:54ist aktuell noch nicht zu 100% zu beantworten.
01:04Titel Bösewicht Diablo bleibt Diablo 4 weiter fern. In Lord of Hatred setzt sie dem Treiben von dessen
01:11Teufelsbruder Mephisto ein Ende. Das ist spektakulär inszeniert. Das Add-on erweckt einige der
01:18beeindruckendsten Zwischensequenzen mit dem besten Soundtrack des Spiels zum Leben.
01:22Die Story ist stringent und packend. Auch dank der Rückkehr eines wichtigen Charakters,
01:28den wir an dieser Stelle natürlich nicht spoilern. Das hat Blizzard schon selbst erledigt.
01:38In ihren knapp 10 Stunden Laufzeit kommt die Kampagne deutlich schneller zum Punkt als im Hauptspiel
01:44sowie in Vessel of Hatred. Nebenaufträge sind diesmal fast komplett auf die Zeiten nach dem Ende
01:51ausgelagert, was der Dringlichkeit des Erzählten zugutekommt. Allerdings gibt's zwischendurch einen
01:57kleinen Durchhänger und dass Blizzard nun schon wieder einen neuen McGuffin als Wunderwaffe einführt,
02:02deren drei Teile gefunden und zusammengefügt werden... Ach naja, das ist halt Blizzard.
02:08Mit Skowos gibt's eine prächtige neue Inselwelt zu erkunden, die Heimat der Amazonen. Die stellt
02:15vor allem in den ersten Stunden einen herrlich hellen Kontrast zu den düsteren Gebieten von
02:21Diablo 4 dar. Jedenfalls so lange, bis Mephistus' Einfluss in der Gestalt des Propheten Akkarat die
02:27Idylle vertreibt.
02:36In Lord of Hatred wird nicht lange um den heißen Brei herumgeredet, die Bedrohung ist klar und
02:42der Plot liefert die Auflösung, die uns in der ersten Erweiterung verwehrt blieb. Dazu
02:46gibt's, wagen wir es in einem Hackenslay zu sagen, sogar ein paar emotionale Höhepunkte.
02:52Am Ende bleibt die Befriedigung, mit einem der großen Übel abgeschlossen zu haben.
02:57Jetzt sind wir bereit fürs nächste.
03:03Doch halt, Lord of Hatred hat ja noch viel mehr zu bieten als nur Story-Nachschub. Tatsächlich
03:09wird das für die meisten Spieler nur den kleinsten Teil des Gegenwerts für den Kaufpreis von
03:1340 Euro ausmachen. Besonderes Augenmerk liegt dagegen auf den gleich zwei neuen Klassen.
03:19Nummer eins können Vorbesteller schon seit Monaten spielen. Der Paladin fetzt im Nahkampf
03:25oder als Hammer-Din-Build so richtig rein, mit Auren und heiligem Schaden ist er aktuell
03:30die stärkste Klasse im Spiel. Ganz neu ist der Warlock oder Hexenmeister, eine Mischung
03:35aus Totenbeschwörer und Zauberer. Mit dem hatten wir im Test sehr viel Spaß, auch weil
03:41er sich sehr unterschiedlich gewichten lässt. Es gibt konkurrenzfähige Builds auf große und
03:45kurze Distanz. Ihr könnt sogar eine Art lebenden Presslufthammer spielen.
03:52Mit seiner Dämonenform, beschworenen Helfern und mächtigen Flächenangriffen sowie Flüchen
03:58weist die neue Klasse kaum Schwächen auf. Dass Blizzard die Add-On-Charaktere derart
04:03überbevorteilt, wissen Diablo-Spieler schon seit langem. Ohne Zweifel sorgt dieser Balancing-Knacks
04:09für enormen Spielspaß. Auch wir sind begeistert durch Monsterhorden gepflügt, ohne dass uns
04:14selbst Bossgegner vor große Schwierigkeiten gestellt hätten. Aber der Schwierigkeitsgrad
04:19ist tatsächlich ein Knackpunkt. Wer die Kampagne auf der normalen Stufe spielt, läuft quasi
04:24auf Autopilot durch. Hier lohnt es sich also, die Herausforderung auch nachträglich noch
04:29durch eine andere Schwierigkeitsstufe zu erhöhen.
04:32Apropos Autopilot. Um in der schicken neuen Open World sowie den detailreich gestalteten
04:38Dungeons den Überblick zu behalten, führt Lord of Hatred gleich zwei praktische Features
04:42ein. Zum einen gibt's jetzt einen automatischen Wegweiser, der euch klar und deutlich den Pfad
04:48zum nächsten Questziel anzeigt. Zum anderen bringt Blizzard die Automap aus vorherigen
04:53Teilen zurück, ein transparentes Overlay mit der Übersichtskarte. Das ist eine sehr
04:58willkommene Quasi-Neuerung. Auch wenn wir uns natürlich fragen, warum die nicht von Anfang
05:03an in Diablo 4 enthalten war. Aber hey, die Wege des Teufels sind unergründlich.
05:09Wo wir gerade bei Ach schau mal an Neuerungen waren, Diablo 4 hat jetzt einen Lootfilter.
05:15Den könnt ihr, ein bisschen arg kompliziert, im Menü einstellen und er blendet euch all die
05:21Schrott-Items aus, mit denen Blizzard den Bildschirm flutet. Denn ja, daran hat sie in Lord of Hatred
05:27nichts geändert. Das Loot-System von Diablo 4 hat weiterhin so einige Schwächen. Aber reden wir
05:32von angenehmeren Dingen. Ihr könnt jetzt angeln. Yay! Na gut, drehen wir den Sarkasmus-Regler mal
05:40wieder eine Stufe runter. Denn tatsächlich hat Lord of Hatred ein paar clevere Änderungen an der
05:45Itemization im Gepäck. So haben einzigartige Gegenstände keine festen Affixe mehr, die werden
05:51nun ebenso ausgewürfelt wie beim Rest der Ausrüstung, was sie für mehr Builds interessant macht.
05:56Dafür könnt ihr sie beim Schmied jetzt härten, wodurch ihr ihnen ein bestimmtes zusätzliches
06:01Affix verleiht. Das gleiche klappt per Horatrim-Würfel mit der sogenannten Transfiguration. Danach lässt
06:08sich das Item aber nicht mehr modifizieren. Harlekins-Krone mit 6 Affixen? Geht jetzt.
06:14Apropos Würfel. Wer die richtigen Zutaten und Rezepte hat, kann damit eine ganze Menge anstellen. Unter
06:21anderem die Nicht-Modifizierbarkeit von transmutierten Items umgehen. Selbst ein zweites
06:26legendäres Affix lässt sich so rausschlagen. Das Tool ist sehr mächtig und erlaubt euch im Endgame
06:31sehr genau auszuwählen, welchen Bonus ihr für euren Build wollt. Ihr könnt damit sogar graue Items in
06:38Uniques umwandeln. Das fühlt sich schon richtig klasse an. Auch Runen lassen sich im Würfel gezielt
06:44herstellen, was das Ganze zu einem sehr mächtigen Werkzeug für Tüftler macht. Klasse Blizzard.
06:50Brandneu ist der Talisman. In den setzt ihr Steine ein, die ihr wie Juwelen als Teil eurer Beute findet.
06:57Das beschert einen mächtigen Boni, besonders weil hier Seteffekte zum Tragen kommen. Auch hier erweitert
07:03Lord of Hatred erfolgreich die Möglichkeiten zum individuellen Finden des eigenen Builds auf Basis
07:09der Ausrüstung. Im Endgame wiederholt Blizzard jedoch alte Fehler. Beim Echo des Hasses etwa muss
07:16man immer erst im normalen Schwierigkeitsgrad starten und erst einmal alle Schwierigkeitsstufen
07:21grinden, um zu den wichtigeren Qualstufen zu kommen, so ähnlich wie ursprünglich in der Kampagne.
07:26Die Entwickler feilen hieran hoffentlich noch nach Release und liefern zusätzliche
07:31Einstellungsoptionen. Das war schon bei Diablo 3 der Fall. Inwieweit sich die neuen Kriegspläne
07:37tatsächlich für motivierende Endgame-Partien eignen, muss sich noch zeigen. Sie erlauben
07:42aber auf jeden Fall Einsteigern einen einfacheren Start ins Endgame, weil ihr euch hier einen ganz
07:48individuellen Pfad zusammenstellt. Aufgrund der zahlreichen Aktivitäten, die Blizzard in mittlerweile
07:53zwölf Seasons und einem Addon hinzugefügt hat, kann man nämlich schon mal den Überblick verlieren.
07:59Dass die Entwickler mit Lord of Hatred darauf verzichten, bei diesem Chaos noch eins draufzusetzen,
08:04ist auf der einen Seite verständlich. Auf der anderen Seite lässt sich das Fehlen einer komplett
08:09neuen Endgame-Aktivität jedoch auch kritisieren. Die Erweiterung verpackt den bestehenden Inhalt nur neu,
08:16statt tatsächlich mit frischen Ideen zu überzeugen. Lord of Hatred ist unserer Einschätzung nach dennoch ein sehr
08:22rundes Paket, egal von welcher Seite man es betrachtet. Story-Fans bekommen die beste,
08:28weil fokussierteste und emotional eindrucksvollste Kampagne. Fans knackiger Action dürfen sich über
08:33zwei fantastisch designde Klassen freuen. Dazu gibt's einige sehr smarte Verbesserungen der Grundfunktionen,
08:40auch wenn die in anderen Action-Rollen spielen und teils sogar den Vorgängern bereits Standard waren.
08:45Build-Tüftler bekommen mit Talisman und Horror-Drim-Würfel Material für Wochen des Auswürfelns von Affixen.
08:51Und im Endgame? Ja, das bleibt eben noch zu klären, wie sich Lord of Hatred nach Wochen
08:58und während der neuen Season schlägt. Frustriert der Mangel an neuen Aktivitäten,
09:02weil man mit den Kriegsplänen ja doch nur wieder das altbekannte Zeug grindet? Wir behalten das auf
09:07dem Schirm und melden uns mit einem Update, falls sich hier noch größere Entwicklungen ergeben. Auch
09:13wollen wir euch nicht verschweigen, dass die uns zur Verfügung gestellte Testversion noch
09:17einige Fehler aufwies. Unter anderem gab's fehlende Textbeschreibungen von Monstern und Items,
09:23die stattdessen zu sehenden Fehlermeldungen habt ihr bestimmt schon im Video erspäht.
09:27Und dann glitschten in den Nebenquests, so weil die Boss-Monster noch bei bestimmten
09:32Fähigkeiten herum, so dass die Aufträge nicht zu beenden waren. Das soll aber bereits mit dem
09:37Day-One-Patch behoben werden. Mal sehen!
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