00:00Auf das für viele schwächste Add-on der Seriengeschichte folgt eine fulminante Rückkehr
00:08von Entwickler Blizzard. Lord of Hatred ist bei Spielern von Diablo 4 voll eingeschlagen. Dabei
00:14setzt die zweite Erweiterung für das Action-Rollenspiel vor allem auf Nostalgie. Ganz vorn mit dabei der
00:21Paladin, die siebte Klasse. Aber der sorgt auch direkt für Kritik. Der Cliffhanger aus Vessel
00:27of Hatred, dem ersten Add-on, liegt einigen immer noch schwer im Magen. Selten fühlte
00:33sich eine Add-on-Erzählung so fragmentiert an. Die Geschichte um Dämonenherrscher Mephisto
00:39hörte mittendrin mit einem enttäuschenden Bosskampf auf. Am 28. April 2026 folgt jetzt
00:45die überfällige Fortsetzung und der Abschluss dieses Teils der Story. Was aus den anderen
00:50großen übeln Baal und, ja wie hieß der denn noch, ach ja, Diablo wird, ist bislang unklar.
00:57Für ein weiteres Add-on wären die eigentlich zu schade. Vielleicht sehen wir sie ja dann
01:02erst wieder in Diablo 5? Das würde Teil 4 den ersten Serienteil machen, in dem der titelgebende
01:08Bösewicht nicht vorkommt. Hm. Aber lasst uns bei Lord of Hatred bleiben. Mephisto kehrt
01:15als falscher Prophet zurück und führt seine neuen Anhänger auf die Skowos-Inseln, das neue
01:20Gebiet der Erweiterung. Dabei hat der Herr des Hasses freilich nichts Gutes im Sinn. Skowos ist die Heimat der
01:26Amazon. Hier erwarten euch Dschungel, Küstenstädte und Vulkane. Ach ja, Lilith ist auch wieder mit
01:32von der Partie. Diva im Hauptspiel noch unser Gegenspieler, wird in Lord of Hatred aber im
01:37Kampf gegen Mephisto helfen. Obwohl sie ja eigentlich tot ist. Aber wen hält das heutzutage
01:42schon noch auf? Wer bei Story in einem Diablo eh nur gähnt, der darf sich trotzdem auf Lord of
01:48Hatred freuen. Denn Blizzard hat einige schon lange vermisste Neuerungen für das Add-On angekündigt.
01:52So wird's endlich einen Loot-Filter geben, mit dem ihr selbst einstellen könnt, welche Items euch
01:58angezeigt werden. Angesichts der tausenden minderwertigen Ausrüstungsgegenstände im Spiel,
02:04dürfte das im Endgame eine echte Erleichterung darstellen. Zudem soll das Crafting eine große
02:09Überarbeitung erfahren. Handwerksmaterialien packt ihr, nochmal Nostalgie, in einen quadratischen Freund,
02:15der Diablo-Spieler seit Jahrzehnten begleitet. Der Horror-Drim-Würfel kehrt zurück. Ihr packt Zutaten in den
02:22Kubus, drückt einen Knopf und heraus kommen magische Gegenstände. Vielleicht ist ja sogar
02:27endlich ein Portal in den einzig wahren Q-Level dabei? Ein neuer Talisman soll Setboni für eure
02:33Ausrüstung freischalten. Nähere Details dazu dürften in Kürze bekannt gegeben werden. Im Endgame
02:39sollt ihr mit den neuen Kriegsplänen jetzt noch individueller auswählen können, welche Aktivitäten
02:44und Modifikatoren ihr bevorzugt. Dazu kommt mit dem Echo des Hasses eine neue ultimative Herausforderung.
02:50Und ihr könnt... angeln. Ja, angeln. Das darf natürlich in keinem MMO fehlen. Die Maximalstufe
02:58eurer Charaktere wird mit der Erweiterung wie gehabt angehoben und die Entwickler sprechen von
03:02einer massiven Überarbeitung aller Talentbäume der sechs bisherigen Klassen. Das Highlight von Lord of
03:07Hatred sind aber die neuen Charaktere. Davon gibt es zwei. Einer ist noch ein Geheimnis. Der andere
03:14ist eine nostalgische Rückkehr zu den Diablo 2-Wurzeln. Der Paladin ist wieder da. Die wohl am häufigsten
03:20gewünschte Klasse der Community ist in Lord of Hatred nicht einfach nur ein leicht angepasster
03:25Kreuzritter aus Teil 3. Klassische mittelalterliche Waffen wie Schwert und Schild sowie natürlich
03:30Heilige Hämmer sind sein Ding. Und ja, der Hammerdin-Bild kehrt in Lord of Hatred zurück. Auch Schilde dürfte
03:37durch die Gegend werfen, es gibt Lanzen aus heiligem Licht, flammende Breitschwerter und
03:41natürlich die bekannten Auren. Schon in Diablo 2 waren die Auren eine Besonderheit des Paladins.
03:47Diesmal betreffen sie alle befreundeten Spieler in der Nähe, auch solche außerhalb der eigenen
03:52Party. Schließlich hat Diablo 4 eine Shared World, in der ihr auch als Solospieler anderen
03:57Menschen über den Weg lauft. Damit das Balancing nicht vor die Hunde geht, wenn 20 Paladine nebeneinander
04:03einen World Boss bekämpfen, sind die Basiseffekte der Auren nicht stapelbar. Stattdessen wählt das
04:09Spiel die Aura, die für den jeweiligen Spieler am vorteilhaftesten ist, wobei die zusätzlichen
04:14Modifikationen durch die Skill-Punkte anderer Paladine ebenfalls gewährt werden. Wenn ein Paladin
04:19seine eigene Aura aktiviert, gilt diese als dominant. Paladine können drei Auren gleichzeitig aktiv haben.
04:27Sie sind passiv, Teil des regulären Talentbaums und müssen nicht rotiert werden. Mit den Auren
04:33will Blizzard subtil das Gruppenspiel attraktiver machen. Der Paladin soll aber kein Schritt zur
04:39typischen Holy Trinity in echten MMOs sein. Die Paladin-Fähigkeiten sind demnach so gestaltet,
04:45dass sie immer auch einen direkten Nutzen für den Paladin selbst bieten. Die Klassenmechanik ist das
04:50sogenannte Eid-System. Vier jederzeit änderbare Eide definieren unterschiedliche Spielstile,
04:57vergleichbar mit dem Spirit-Born in Vessel of Hatred. Der Fanatiker ist ein rasender Nahkämpfer,
05:03angetrieben durch eine überarbeitete Version des Eiferskills aus Diablo 2. Mit seiner Ultimate-Fähigkeit
05:10Zenith entfesselt dieser Eid einen Ansturm von feurigen Schwertschwüngen. Der Juggernaut oder Moloch
05:16konzentriert sich auf dicke Rüstung und den Schild. Hier wird Verteidigung zur Offensive,
05:21wobei der Schildschlag die primäre Fertigkeit darstellt. Die ultimative Fähigkeit, Festung,
05:26ist ein defensiv ausgerichteter Skill, der den Paladin kurzzeitig extrem widerstandsfähig macht.
05:31Der Eid ist perfekt für Tanks, denn eure Verteidigungswerte werden hierbei in offensiven
05:37Schaden umgewandelt. Der Richter ist er auf dem Schlachtfeld der Himmel in Person. Dieser Eid nutzt
05:43teilige Beschwörungen wie gesegneter Schild, gesegneter Hammer, Weihe und Himmelszorn.
05:47Blizzard bezeichnet diesen Eid intern als eine Art Greatest Hits der Paladin- und
05:52Kreuzritterfähigkeiten. Der Jünger ermöglicht eine engelsgleiche Transformation. Folgerichtig
05:57schleudert der Paladin mit diesem Eid Himmelslanzen auf die Feinde und kann per Ultimate als mächtige
06:02Ritterform mit Engelsflügeln auf dem Schlachtfeld erscheinen. Die Rückkehr dieser ikonischen Klasse wird
06:08gerade stark gefeiert, aber es gibt auch eine Schattenseite an dem Ganzen. Dahinter steht
06:12eine eigentlich gute Neuigkeit. Ihr könnt den Paladin ab sofort spielen. Allerdings nur,
06:17wenn ihr Lord of Hatred vorbestellt. Der Preis dafür schwankt zwischen rund 40 und 90 Euro,
06:22je nach gewählter Edition. So gibt es etwa ab der Deluxe Edition neben vielen anderen Boni ein
06:28exklusives Pet dazu. Die Ultimate Edition packt Währung für den Ingame-Shop, ein Reittier und gleich
06:34mehrere kosmetische DLCs obendrauf. Das erste Add-on Vessel of Hatred ist zudem ohnehin im Preis
06:40inbegriffen, aber ohne Rabatt für alle, die es bereits besitzen. Ja, der größte Vorbestellerbonus
06:46ist natürlich der Paladin. Hier versucht Blizzard einen ähnlichen Coup wie damals beim Totenbeschwörer-DLC
06:52für Diablo 3, nur diesmal verknüpft mit einem vollwertigen Add-on. Vorbesteller haben nun also über
06:59vier Monate exklusiven Zugriff auf den Paladin. Sie können Builds testen und in der thematisch
07:04passenden Season 11 Engelsflügel und göttliche Gaben verdienen. Das kann man kritisieren. Allerdings
07:11gibt es auch viel Achselzucken auf Seiten der Fans, die sich das Add-on sowieso gekauft hätten. Und es
07:18ist ja immerhin so, dass es sich wirklich nur um einen temporären Vorteil handelt. Wer warten kann,
07:24bekommt zum Release trotzdem beide neuen Klassen. Dann vielleicht auch mit dem zusätzlichen Vorteil
07:30einer besseren Balance beim Paladin. Schließlich haben wir bestimmt alle noch im Kopf, wie der
07:36Geistgeborene oder Spiritborn in Vessel of Hatred abging. Der hängte im Endgame alle anderen Klassen
07:42ab und erreichte durch einige kaputte Builds Schadenszahle in Trillionenhöhe. Zu Tode erschrocken
07:49seien die Blizzard-Mitarbeiter damals nach eigener Aussage gewesen. Bei Lord of Hatred habe man die
07:55Mathematik hinter den Kulissen nun besser im Griff, sagen sie zumindest im Interview. Tatsächlich ist
08:01unserer Erfahrung nach der Paladin aber wieder extrem stark und kaum zu besiegen, zumindest bisher.
08:07Wer gerade Season 11 spielt, zerlegt Feinde damit in Wildes Eile. Allerdings hat Blizzard diesmal
08:14zumindest auch die restlichen Charaktere gestärkt, so dass die Meta aktuell zwar zugunsten des Paladins
08:20ausfällt, sie aber nicht von ihm dominiert wird. Dabei haben die Entwickler fairerweise darauf verzichtet,
08:25den Spiritborn nachträglich zu nerfen, sondern folgen eher einer Strategie des Powercreep. Es ist
08:31offensichtlich, dass Blizzard mit Lord of Hatred die alten Diablo-Fans wieder ins Boot zurückzuholen
08:36versucht. Zuletzt hatte Vessel of Hatred nämlich bei Weitem nicht alle überzeugt. Inzwischen ist so mancher
08:43auch auf Path of Exile 2 umgestiegen, das bereits in der Beta zu den besten Hack'n'Slays überhaupt
08:48gehört. Dennoch gibt es weiterhin einen Platz für Diablo 4 im Genre. Der Paladin und die Gameplay-Änderungen
08:54des zweiten Add-ons gehen auf jeden Fall schon mal in eine sehr gute Richtung und auch Season 11 macht
09:00viel Spaß. Wenn das Spiel den Story-Fans jetzt auch noch den würdigen Abschluss spendiert, den Vessel of
09:06Hatred ihnen verwehrt hat, ist das bereits ein großer Erfolg. Denn Blizzard hat tatsächlich eine nicht allzu
09:12komplexe Geschichte unnötig in zwei Teile gespaltet, während wir vom eigentlichen titelgebenden
09:18Bösewicht namens Diablo immer noch nichts gesehen haben. Wird Diablo 4 wirklich der erste Teil der Reihe,
09:25in dem Diablo selbst keine Rolle spielt? Es würde eigentlich zum Fanservice von Lord of Hatred passen,
09:32wenn wir am Ende einen Ausblick darauf bekommen, was der Herr des Schreckens gerade so macht.
09:37Unserer Einschätzung nach wird es weitere Add-ons geben, die sich mit derartigen Fragen beschäftigen.
09:43Diablo 4 wird zum Release von Lord of Hatred gerade mal drei Jahre alt sein, was in Zeiten von
09:49Live-Service-Games praktisch gar nichts ist. Blizzard wäre schön blöd, wenn sie diese
09:54Mikrotransaktions-Coup nicht weiter melken. Vielleicht ja sogar mit einem Coup-Level?
09:58Ôh…
10:04論ically
10:05… различ
10:09…
10:12…
10:14…
10:15…
10:17…
10:18…
10:18…
10:19…
10:20…
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