- vor 2 Stunden
Kategorie
📺
TVTranskript
00:00:00Musik
00:00:39Musik
00:01:06Musik
00:01:30Ich beginne weit vor mir.
00:01:35Als meine arme Mama gezeugt werden sollte, saß meine Großmutter, Anna Bronski, eine junge Frau ohne Ahnung, in ihren vier
00:01:47Rocken am Rande eines Kartoffellackers.
00:01:50Man schrieb das Jahr 1999. Sie saß im Herzen der Kaschubay.
00:01:57Musik
00:01:59Und es bewegte sich etwas am Horizont. Es sprang da etwas.
00:02:07Musik
00:02:09Musik
00:02:09Musik
00:02:12Musik
00:02:14Musik
00:02:23Musik
00:02:25Bitte.
00:03:06Es ist hier, einer vorbei, ein Gewissergaldjalschick, ein kleiner, breiterer ist er.
00:03:15So einen habe ich gesehen, ist ja Rand auf Dijkert, komm raus.
00:03:19Wohin?
00:03:28Glaub ich nicht.
00:03:40Er ist weg.
00:03:41Er muss nach Bissau sehen, wenn er hier nicht ist, das eine oder das andere.
00:03:46Woanders gibt es nicht.
00:03:50Nur rechnet.
00:03:58Er ist weg.
00:04:06Ja.
00:04:08O!
00:04:11Ah!
00:04:11Ah!
00:04:12Ah!
00:04:13Ah!
00:04:13público- ihtisch!温暖isch!
00:04:23Ah! Ah! Ah!
00:04:25Ah!
00:04:44Komm, Kojajczyk.
00:04:46Josef heß es.
00:05:04Mein Großvater war also ein Brandstifter, ein mehrfacher Brandstifter, denn in ganz
00:05:12Westpreußen boten damals Seegemühlen, den Zunder für die auflödernden Nationalgefühle
00:05:19der Polen.
00:05:23Josef und Anna fanden Unterschlupf bei den Flößern, wo sie fast ein Jahr blieben.
00:05:30So lange brauchte die Polizei, bis sie die Spur meines Großvaters wiedergefunden hatte.
00:05:41Lauf!
00:05:48Lauf!
00:05:50Ich schieße!
00:05:54Lauf!
00:05:56Lauf!
00:05:57Lauf!
00:05:57Lauf!
00:06:00Lauf!
00:06:09Lauf!
00:06:10Mit diesem Sprung ins Wasser tauchte Koljatschek nie wieder auf.
00:06:16Die einen sagten, er sei ertrunken.
00:06:20Die anderen, er sei nach Amerika gekommen, wo er es in Chicago unter dem Namen Joe Koljatschek zum Millionär brachte.
00:06:31Er soll sein Vermögen im Holzhandel gemacht haben, so wie mit der Herstellung von Streicherzahlen.
00:06:38Und der Beteiligung an Feuerversicherungen.
00:06:55Meine Großmutter aber saß in ihrem Vierröcken über die Jahre und rief aus, was sie auf den Markt brachte.
00:07:08Gänzchen, nicht zu fett und nicht zu mager.
00:07:12So wurde sie älter.
00:07:15Der Erste Weltkrieg kam und statt Gänzchen gab es nur noch Rüh.
00:07:21Steifeltze.
00:07:33Schiepeltze.
00:07:34Schiepeltze.
00:07:35Schiepeltze.
00:07:35Schiepeltze.
00:07:36Rieben, Riebeln, ihr Felix.
00:07:38Schiepeltze.
00:07:39Auch meine arme Mama wurde älter.
00:07:42Und sie sorgte sich um ihren Cousin Jan.
00:07:47Jan sollt in den Krieg. Wollte aber lieber bei ihr bleiben.
00:07:53Name? Freundski, Jan. Jahrgang? 98. Pusten Sie mal.
00:08:00Noch mal. Zurückgestellt.
00:08:10Was? Kein Arsch, kein Genick. Ein Jahr zurück.
00:08:16Da hielt meine arme Mama ihren Vetter Jan zum ersten Mal.
00:08:22Und ich weiß nicht, ob sie ihn später jemals glücklicher gehalten hat.
00:08:31Diese junge Kriegsliebe blieb ungetrübt, bis ein Herr Mazerat auftauchte.
00:08:37Alfred Mazerat, gebürtiger Rheinländer, war im Lazerat Silberhammer auf rheinisch-fröhliche Art.
00:08:44Der Liebling aller Krankenschmerzen.
00:08:48Was hat sie gesagt?
00:08:50Sie sagt, Sie sind ein geborener Koch, Herr Mazerat. Sie verstehen hier Fühle in Suppen zu verwandeln.
00:09:15Endlich hatte sich der Krieg verausgabt.
00:09:19Danzig wurde zum freien Staat erklärt.
00:09:22Die Polen erhielten in der Stadt eine eigene Post, wo Jan Bronski, der Briefmarkensammler, unterkam.
00:09:29Auch Alfred Mazerat blieb in Danzig.
00:09:35Wir Kaschuben sind schon immer hier gewesen. Lange vor den Polen. Und lange vor euch Deutschen natürlich.
00:09:44Olle Kamellen, ja. Frieden! Deutsche, Polen, Kaschuben werden friedlich zusammenleben.
00:09:54Ich weiß nicht.
00:09:56Na, wirst du schon wissen.
00:10:08Die beiden sind so verschieden, doch in Bezug auf Mama, einmütigen Herren,
00:10:13fanden sie einen Gefallen aneinander. Und in dieser Dreieinigkeit haben sie mich, Oskar, in die Welt gesetzt.
00:10:23Die Sonne stand im Zeichen der Jungfrau.
00:10:26Neptun besorgte das zehnte Haus der Lebensmitte und verankerte Oskar zwischen Wunder und Trösche.
00:11:06Dreck! Dreck! Dreck! Dreck, Anges! Dreck! Feste Dreck! Dreck! Dreck! Dreck!
00:11:22Es kommt! Es kommt!
00:11:24Ich erblickte das Licht dieser Welt im Gestalt einer 60-Band-Glühbirne.
00:11:31Alfred! Es ist ein Jungchen!
00:11:36Jung?
00:11:43Wusste ich doch, dass es ein Jungchen ist.
00:11:46Auch wenn ich manchmal gesagt habe, es wird nimmer jung.
00:11:54Nicht so heiß!
00:11:56Schreit! An den Säckling Blarot-Fuhrtäuschen!
00:12:00War ich schon helfwürdig und lauschte kritisch auf die ersten spontanen Äußerungen meiner Eltern.
00:12:06Aber wir müssen Geschäft übernehmen, damit wir wissen, warum wir uns so ablacken.
00:12:11Wenn das kleine Oskarchen drei Jahre alt wird, dann soll es eine Blechtrommel bekommen.
00:12:18Nur die in Aussicht gestellte Blechtrommel hinderte mich daran, den Wunsch nach Rückkehr, meine embryonale Kopflage stärker auszunehmen.
00:12:28Zudem hatte mich die Hebamme abgenabelt. Es war nichts mehr zu machen.
00:12:48Und so konnte ich meinen dritten Geburtstag kaum noch erwarten.
00:13:17Musik
00:13:24Ist was?
00:13:28Ach, du bist Oskarchen.
00:13:30Willst du noch ein Stück Torte?
00:13:32Ja, danke.
00:13:33Ach, du hast ja ein schmutziges Mäulchen.
00:13:36Du hast noch ein Schlückchen, Oma.
00:13:38Ja, ja.
00:13:43Prost.
00:13:45Prost.
00:14:15Prost, Prost, Prost.
00:14:19Prost, Prost.
00:14:20Auf die Jugend, schön ist die Jugend, schön ist die Jugend.
00:14:25Darf ich du sagen, Gönnchen?
00:14:27Dann sag ich Lina.
00:14:30Gelder, du Jungen, kommen wir nie wieder zusammen.
00:14:35Lina versteht mich.
00:14:36Sie lebt nur in den Tag.
00:14:38Werde ich meinen, glaube, dass jeder Tag besonder ist.
00:14:43Die Liebe, die Liebe ist eine, die es macht.
00:14:57Ja, mir sagt die Nacht, egal, und schon mir die Nacht.
00:15:04Die Liebe, die Liebe ist eine, die Liebe ist eine, die Liebe ist eine, die Liebe ist eine.
00:15:31Liebe, die Liebe ist eine.
00:15:35Der Himmelskirche.
00:15:37Jan, hol die Karten.
00:15:40Ach, Kinder.
00:15:41Die Tücher kommen gleich in die Wäsche.
00:15:44Ich war schnell ein paar Gläser ab.
00:15:47Ich komme sofort auf was.
00:15:51Da ist ja das Gebiet gut.
00:15:52Danke.
00:15:5212. September 1927.
00:15:58Nächstes Jahr bist du so groß.
00:16:00Denn so, und denn so, bis du so groß bist wie ich.
00:16:05Platz!
00:16:05Steht bitte, passier zum Püttelflitz.
00:16:07Frisch aus dem Keller.
00:16:09Hier sind die Gläser.
00:16:11Damit ihr nicht aus der Flasche trinken müsst.
00:16:13Reichen mal rüber, Mädchen.
00:16:15Oh Gott, das fängt jetzt mal an.
00:16:17Hier, hier.
00:16:18Es ist aber fernhaft.
00:16:19Vielen so mit, Herr Schöttler.
00:16:20Oh nein.
00:16:21Nachdem sie in Kuren...
00:16:24Ich kiebel sie lieber.
00:16:26Im Übrigen muss ich bald ins Bett.
00:16:28Er ist immer mieden.
00:16:29Da hätt sie kein Bäcker heiraten dürfen, Gretchen.
00:16:32Sehr grob.
00:16:3318, 18, 20, 2, 1, 2, 1, 3, 1, 4, weg.
00:16:4227?
00:16:43Ja.
00:16:44Wie alt ist?
00:16:45Was machst du?
00:16:45Na, Oskarschen, das waren mal,
00:16:47dass die Oma einen und ihre Röcke hier lassen hat.
00:16:49Spiel wir mal klein, was haben.
00:16:51Verstehst du das wieder?
00:16:53Ich verstehe auch nichts davon.
00:16:57Mal sehen, wie die Buben liegen.
00:17:03Oh, Herr Schöne, weißen, die Sterne.
00:17:10Ach.
00:17:11An der Rieser mit springen.
00:17:15Cousin, du weißt doch, dass Caro blank ist.
00:17:17Na, Alec.
00:17:18Nicht streng.
00:17:19Weißt du schon?
00:17:20Spiel.
00:17:21Spiel.
00:17:22Na.
00:17:24Ach.
00:17:28Ach so, zwei Karos.
00:17:30Witzig, auch.
00:17:31Warum soll ich denn das wissen?
00:17:32Ich bin hier der Aufgeber.
00:17:35An diesem Tag, an dem ich über die Völkchen der Erwachsenen und meine eigene Zukunft nachdachte,
00:17:45beschloss ich einen Punkt zu machen.
00:17:47Ich wollte von jetzt an keinen Fingerbreit mehr wachsen.
00:17:51Für immer der Dreijährige, der Gnom bleiben.
00:18:33Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht.
00:18:45Uh-uh.
00:18:47Es geht um, zwei, drei, drei, vier, vier, fünf, sechs, sieben, acht, sieben, acht, sieben, acht, sieben, acht, sieben, acht,
00:19:12sieben, acht, sieben.
00:19:13Ach!
00:19:22Oskar!
00:19:24Oskar!
00:19:26Oskar!
00:19:30Oskar!
00:19:33Oskar!
00:19:34Mein Gott, da ist er ja.
00:19:36Was ist denn?
00:19:37Was ist los?
00:19:38Er ist, ist die Treppe runtergefallen.
00:19:41Macht doch!
00:19:42Er hat immer diese Aufregung.
00:19:47Warum hat die Klappe auf?
00:19:48Der blutiger.
00:19:50Alfred!
00:19:51Du warst es!
00:19:52Du hast die falsche offen gelassen!
00:19:54Ich hab doch bloß das Bier für euch geholt!
00:20:01Blut.
00:20:02Lina, wir rufen den Doktor.
00:20:05Das sieht schlimm aus.
00:20:06Du, du, du warst es!
00:20:09Überruhe dich doch!
00:20:10Du hast die falsche offen gelassen!
00:20:11Hör doch auf!
00:20:12Hör doch auf!
00:20:13Hör doch auf!
00:20:14Hör doch auf!
00:20:14Hör doch auf!
00:20:16Ich bitte dich!
00:20:17Du hast doch!
00:20:18Hör doch auf!
00:20:20Hör doch auf!
00:20:21Hör doch auf!
00:20:22Hör doch auf!
00:20:22Lass mich!
00:20:23Lass mich durch!
00:20:24Beruhig euch!
00:20:25Es ist nun mal passiert!
00:20:28Oskarchen!
00:20:29Mein Oskarchen!
00:20:31Mein Jungen, mein Jungen!
00:20:33Wie ist das bloß möglich gewesen?
00:20:44Noch ein, zwei Wochen Bettruhe und dann kann das Oskarchen wieder aufstehen.
00:20:51Es ist nur eine kleine Gehirnerschütterung.
00:20:55Machen Sie weiter kalte Umschläge.
00:20:56Mein Kellersturz war ein voller Erfolg.
00:20:59Fortan hieß es, an seinem dritten Geburtstag stürzte unser kleiner Oskar die Kellertreppe runter.
00:21:07Blieb zwar sonst beieinander, nur wachsen wollte er nicht mehr.
00:21:11Kein Zentimeterchen.
00:21:16Prüben Sie sich, Oskarchen.
00:21:17Ja, gut, schau.
00:21:20Ja, doch. Ja, ich komm.
00:21:25Na, Oskarchen, geht ja all wieder.
00:21:29Malzeit!
00:21:45Malzeit!
00:22:00Die erste polnische Briefmarke seit über hundert Jahren.
00:22:04Essen kommen! Die Pfifferlinge!
00:22:09Na gut, ich muss jetzt gehen.
00:22:13Bleibst du zum Essen? Alfred macht Pfifferlinge.
00:22:15Nein, ich habe Schalterdienst heute Nachmittag. In 20 Minuten.
00:22:21Ich habe gesagt, nicht in der Wohnung. Außerdem ist die Trommel kaputt. Du kannst da wehtun.
00:22:25Du bleibst doch mit dem Pfifferlinge.
00:22:27Leider nicht, ich muss in die Post.
00:22:28Komm, lass die Trommel hier.
00:22:30Und wenn du dir wehtust, bin ich nicht wieder gewesen.
00:22:32Au!
00:22:34Siehste, ich habe schon gesagt.
00:22:36Oskar!
00:22:39Oskar, du gibst mir die Trommel und ich gebe dir Schokolade.
00:22:43Gib ihnen doch die Trommel. Ich bring dir morgen eine neue mit.
00:22:46Nein, Oskar Willis!
00:22:48Na, das wollen wir doch mal sehen.
00:22:51Alfred, war doch nicht mehr mit Gewalt.
00:22:52Lass die Trommel!
00:22:54Meine Trommel!
00:22:55Bitte, meine Trommel!
00:22:57Meine Trommel!
00:22:58Meine Trommel!
00:23:11So entdeckte ich, dass meine Stimme mir ermöglichte,
00:23:16in der Art hoher Lage zu schreien,
00:23:21dass niemand es wagte, mir meine Trommel wegzunehmen.
00:23:27Schönenbringlück!
00:23:28Denn wenn mir meine Trommel weggenommen wurde, schrie ich.
00:23:34Und wenn ich schrie, zersprangkostwachstest.
00:23:50Schönenbringlück!
00:23:56Schönenbringlück!
00:23:57Schönenbringlück!
00:24:04Schönenbringlück!
00:24:20Schönenbringlück!
00:24:21Schönenbringlück!
00:24:23Schünenbringlück!
00:24:24Schönenbringl identifiern!
00:24:32Schönenbringlück!
00:24:47Schänenbringlück!
00:25:04Aber keiner mag zu hadern
00:25:09Herrlich lagte der Sonnentag
00:25:15Herrlich lagte der Sonnentag
00:25:22Wirken laut und saaten grüne
00:25:24Wie mit betender Gebärde
00:25:27Hält die alte Mutter Erde
00:25:31Dass der Mensch ihr eigen wird
00:25:35Ach, die nehme ich
00:25:38Ja
00:25:41Betrachten Sie bitte diese außergewöhnliche Kartoffel
00:25:45Diese schwellende, strotzende
00:25:49Immer wieder neue Formen erdenkende
00:25:53Und dennoch so kaische Fruchtfleisch
00:25:56Ich liebe die Kartoffel
00:25:59Weil sie zu mir spricht
00:26:01Na ja, in diesem Jahr sind die Bullen
00:26:04Ein bisschen größer als voriges Jahr
00:26:06Was machst du da?
00:26:08Ich muss schnell merken
00:26:09Oskar, schreiben lernen
00:26:11Verlass das, Oskar
00:26:13Du wirst nie lernen
00:26:15Schreiben, lesen
00:26:16Die großen Klassiker
00:26:18All die ewigen Wahrheiten
00:26:21Stirb und werde
00:26:46Hier Oskar, das Herz ist für dich
00:26:48Zum ersten Schultag
00:26:49Oh, und jetzt hergucken.
00:26:52Kuckuck.
00:26:54Guten Morgen.
00:26:57Guten Morgen, Kinder.
00:27:01Ich heiße Spollenhauer und bin eure Lehrerin.
00:27:05Setzen.
00:27:07Nun, liebe Kinder, könnt ihr vielleicht ein Liedchen singen?
00:27:10Ja.
00:27:11Hallo, meine Händchen.
00:27:13Guck, du hast die ganze Schule.
00:27:15Du bist ja das kleine Eusköpchen.
00:27:16Von dir haben wir schon viel gehört.
00:27:19Wie schön du das kannst.
00:27:21Nicht wahr, Kinder? Unser Oskar ist ein guter Trommler.
00:27:24Ja.
00:27:26Doch nun wollen wir die Trommel im Klassenschrank verwahren.
00:27:29Sie wird müde sein und schlafen wollen.
00:27:33Nachher, wenn die Schule vorbei ist, dann kannst du deine Trommel wieder haben.
00:27:37Na, komm.
00:27:41Du bist aber ein Beser, Oskar.
00:27:46Dann lese ich euch jetzt den Stundenplan vor.
00:27:49Also, Montag, Schreiben, Rechnen, Lesen, Religion.
00:27:55Alle zusammen.
00:27:57Schreiben.
00:28:00Rechnen.
00:28:01Wirst du jetzt aufhören, Oskar.
00:28:04Religion.
00:28:14Fräulein Spohlenhauer.
00:28:17Oskar.
00:28:19Oskar.
00:28:28Fräulein Spohlenhauer.
00:28:29Fräulein Spohlenhauer.
00:28:30Oh Gott.
00:28:32Raus.
00:28:33Raus.
00:28:36Sonderbar.
00:28:38Sehr sonderbar.
00:28:40Wie alt ist er jetzt, sagen Sie?
00:28:42Sechs Jahre alt, Herr Doktor.
00:28:44Schwester Inge, ziehen Sie das Oskarchen aus.
00:28:46Komm, mein Junge.
00:28:46Und wie lange ist es her, dass er von der Kellertreppe gefallen ist?
00:28:50Am 12. September waren es drei Jahre, Herr Doktor.
00:28:53Dann wollen wir uns die Wirbelsäule nochmal genau ansehen.
00:28:56Nun sei doch schön brav, mein Junge.
00:28:57Du kriegst ja deine Trommel gleich wieder.
00:29:00Oskar, gib mir die Trommel.
00:29:02Ich halte sie so lang.
00:29:03Schau, so kannst du doch nicht aus dem Hemdchen schlüpfen.
00:29:07Oskarchen, wenn du nicht lieb bist, dann macht dich der Onker Doktor nicht gesund.
00:29:11Komm, mein Junge, gib mir mal die Trommel.
00:29:29Oh, Gott, Gott.
00:29:46Außerordentlich. Außerordentlich.
00:29:52Ich werde dieses Stimmphänomen in einer Abhandlung in unserer Fachzeitschrift gebührend würdigen.
00:29:58Wenn Sie damit einverstanden sind, Frau Marzardt.
00:30:01Ja, Herr Doktor.
00:30:03Außerordentlich. Wirklich. Außerordentlich.
00:30:13Die Kraft dieses destruktiven Stimmphänomens ist in hoher Lage eine derartige,
00:30:22dass auf eine besondere Formation des hinteren Larüns, des jungen Oskar Mazerat, geschlossen werden kann.
00:30:31Wobei eine akzidentelle Entwicklung der Stimmbänder zumindest als Hypothese nicht auszuschließen ist.
00:30:41Hast du das hierher in eine medizinische Zeit schon?
00:30:44Schreibst der Doktor auf, warum er nicht mehr wachsen möcht?
00:30:48Das musst du den da fragen.
00:30:50Na dann.
00:30:51Warum er nicht mehr wachsen möcht?
00:30:53Ach, hör doch auf.
00:30:56Dein Kind so gut wie meines.
00:30:58Ich weiß über mehr.
00:30:59Wer hat die Fallschuhe auf dem gelassen?
00:31:00Du oder ich?
00:31:06A, B, C, D, E, der Kopf tut mir weh.
00:31:12F, G, H, I, J, K, der Doktor ist da.
00:31:18Ah, L, M, N, O, jetzt bin ich froh.
00:31:25P, Q, R, S, T, es wird wieder gut.
00:31:30Juch, hey.
00:31:32U, V, W, X, jetzt fehlt mir nix.
00:31:38Y und Z, jetzt geh ich ins Bett.
00:31:44Das da.
00:31:45Aber du merkst ja gar nicht auf, Oskarchen.
00:31:49Also fangen wir noch mal von vorne an.
00:31:52A, B, C, D, E, der Kopf tut mir weh.
00:31:58F, G, H, I, J, K, der Dok...
00:32:05Oskar Niesen.
00:32:06Das ist doch nix für dich, Oskarchen.
00:32:10Rasputin.
00:32:10Rasu, Rasu, Rasu, Rappupin.
00:32:13Oskar.
00:32:15Nein, Argie.
00:32:19Argie, Oskar Niesen.
00:32:40Alles, was von mir ausgeht, sprach Rasputin, ist eine Quelle des Lichtes, das die Sünden hinwegspült.
00:32:48Ist es da ein Wunder, dass die Damen des Hofes der Suggestion seiner Rede unterlagen?
00:32:55Rasputin war Agnes.
00:32:57Na, macht er Fortschritte?
00:33:01Und was liest der Rasputin?
00:33:07Ob Oskarchen auch nix davon versteht?
00:33:09Aber wo doch.
00:33:13Ich geb mir so viel Mühe, aber er lernt und lernt nicht.
00:33:17An welcher Stelle bist du gerade?
00:33:21Der Salon in der, in der Korokhova-Straße.
00:33:25Das krieg ich ne Dinge.
00:33:26Rasputin war alleine mit Irina und der Großfürstin.
00:33:30Um deren Mund ein Lächeln zitterte.
00:33:33Ein Heiliger ist auch verstanden, flüsterte sie.
00:33:36Und ihre Augen wurden groß und weit entrückt.
00:33:42Und sie verloren sich in Liebkosungen.
00:33:46Liebkosungen?
00:33:48Dann kisten sie den Staritz auf Stirn und Wangen.
00:33:53Mit seinen glühenden Augen bezauberte der Staritz alle.
00:34:00Bald sanken die Damen an seiner Brust.
00:34:04Erbarmung!
00:34:08Seine schwarze Bart kitzelte ihren Busen.
00:34:13Wallende Körper begruben den Wundermann unter sich.
00:34:22Sie werden sagen, in welch begrenzter Welt musste sich der junge Mensch heranbilden.
00:34:32Doch während meine arme Mama und Gretchen Schäffler immer wieder Rasputin lasen,
00:34:38entdeckte ich Johann Wolfgang von Goethe, die Wahlverwandtschaften.
00:34:46So wuchs ich, wenn nicht äußerlich, so doch innerlich, zwischen Rasputin und Goethe hin und her gerissen.
00:34:55Bis ich mir aus beiden Büchern eines erstellte.
00:34:58So dass der dämonischen Seite jeweils eine Erleuchtete folgte.
00:35:04Wie ja im Leben auch.
00:35:08Wir wollen die Suppe, ich will sehen, ob es schön ist.
00:35:25Komm mal, was ich davon habe.
00:35:27In Achtenthalz.
00:35:28Zwei Frösche.
00:35:30Solltest du Rehen tun?
00:35:31Sag mal.
00:35:41Kling.
00:35:42Kling, Kieschen, was macht?
00:35:49Die schwimmen ja immer noch.
00:35:56Der Erfke soll die Suppe schmecken.
00:35:58Los!
00:36:02Los hinterher!
00:36:26Jetzt bist du dran!
00:36:28Die schmeckt dir bestimmt!
00:36:30Nein!
00:36:31Lecker!
00:36:32Mach den Mund auf!
00:36:33Ist doch nicht weich!
00:36:38Das schmeckt!
00:36:41Das schmeckt auch am besten!
00:36:44Das schmeckt, ne?
00:36:53Das schmeckt auch am besten!
00:37:16Der Labelsweg und die Öffel wurden mir zu eng.
00:37:19Ich hungerte nach Ferne und nahm jede Gelegenheit wahr,
00:37:25die mich den Nachstellungen der Suppenköcher enthob
00:37:28und alleine oder an Mamas Hand aus dem Vorort in die Stadt führte.
00:37:43Das schmeckt!
00:37:48Das schmeckt!
00:37:49Das schmeckt!
00:37:52Das schmeckt!
00:37:54Das schmeckt!
00:38:13Das schmeckt!
00:38:14Das schmeckt!
00:38:33Die Trommel ist kaputt.
00:38:35Oh, dann muss ich sie wieder reparieren, was?
00:38:39Nein, nein, er bekommt eine neue.
00:38:44Meine Verehrung?
00:38:52Nein, nein.
00:38:52Da, Kuska.
00:38:53Da, kommt Kilianne.
00:39:09Wieso ich zabe?
00:39:20Ich muss euch nicht verlassen. Ich habe nur ein paar Besorgungen zu machen.
00:39:26Auf Wiedersehen, Agnes. Ich gebe dir was für deine Trommel, Oskar.
00:39:32Reicht das?
00:39:33Komm, Oskar. Also Wiedersehen, cousin.
00:39:35Wiedersehen.
00:39:49Guten Tag, Herr Markus.
00:39:52Wen sehe ich denn? Die verehrte Frau Matzerath. Das Oskarchen möchte neue Trommel brauchen, hm?
00:39:57Ja, Herr Markus. Es ist wieder so weit. Mein Oskar ist ein fleißiger Trommeler.
00:40:01Ich weiß nie, den wievielten wir haben. Ich meine, welchen Tag wir haben. Außer, wenn Sie reinkommen.
00:40:07Dann sagt man mein Gefühl, dass wieder Donnerstag sein möchte.
00:40:12Sie haben so wunderschöne Hände. Man möchte sie am liebsten in den Gold auffüllen.
00:40:17Oskar, da unten steht das Schachtel und die gibst du mir mal hoch, ja?
00:40:22Ja, die ist es, danke. Sehen Sie. Sehen Sie, Frau Agnes. Schäne Strümpf. Seidene Strümpf.
00:40:28Reine Seide. Es ist wirklich eine gute Ware. Eins, zwei, drei Paar Strümpf für Frau Agnes.
00:40:35Sie werden Ihnen sicher sehr gut stehen. Und eine gute Gelegene.
00:40:38Viel zu teuer für mich.
00:40:39Aber Sie sind es wert.
00:40:40Nein, Markus. Vielleicht später mal.
00:40:42Warum nicht heute? Ich gebe sie Ihnen für einen halben Gulden, Frau Agnes.
00:40:46So billig?
00:40:49Nein, Markus. Das ist ja geschenkt.
00:40:51Nehmen Sie sie. Bitte. Machen Sie sich keine Gedanken. Und nur zu uns, Oskar.
00:40:57Womit kann ich den Prinzchen erfreitemachen, hm?
00:41:00Ah, möchten wir eine neue Trommel brauchen?
00:41:03Das Einfachste wird sein, du holst dir eine von meinen Trommeln und du weißt ja, wo sie liegen.
00:41:07Siehst du, Oskar. Da freut er sich.
00:41:12Ach, wäre es möglich, Herr Markus, dass mein Oskarchen für ein halbes Stündchen hier bleibt bei Ihnen.
00:41:20Ich habe wieder ein paar wichtige Besorgungen zu machen.
00:41:22Ach so, ja. Ich werde wie mein Augapfel hieten.
00:41:25Damit die Frau Matzeratmächten machen ungestärkt ihre wichtigen Besorgungen.
00:41:29Und das Prinzchen wird hier mit mir warten, ja?
00:41:32Während sie machen ihre wichtigen Besorgungen.
00:41:35Wie an jedem Donnerstag.
00:42:01Biehn hier.
00:42:02Ja.
00:42:08HäST.
00:42:14Kräste'm.
00:42:15Höchst.
00:42:17Er.
00:42:17Tiefe.
00:42:18Ja.
00:42:18So, ja.
00:42:28Musik
00:42:58Musik
00:43:29Musik
00:43:31Schakel
00:43:31Musik
00:43:42Musik
00:44:03Die Erde!
00:44:04Die Erde!
00:44:06Die Erde!
00:44:07Die Erde!
00:44:22Die Erde!
00:44:24Die Erde!
00:44:35Die Erde!
00:44:50Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:45:29Mike, Mike
00:46:03Oscar
00:46:05Oscar
00:46:22Oscar
00:46:24Oscar
00:46:39Oscar
00:46:40Oscar
00:46:47Oscar
00:46:48Oscar
00:46:50Oscar
00:46:51Oscar
00:47:13Oscar
00:47:41Oscar
00:47:42Oscar
00:47:44Oscar
00:47:45Oscar
00:47:48Oscar
00:47:49Oscar
00:47:50Oscar
00:48:03Oscar
00:48:04Oscar
00:48:18Oscar
00:48:19Oscar
00:48:20Oscar
00:48:21Oscar
00:48:21Oscar
00:48:22Oscar
00:48:22Oscar
00:48:23Oscar
00:48:28Oscar
00:48:28Oscar
00:48:28Oscar
00:48:28Oscar
00:48:28Oscar
00:48:28Oscar
00:48:28Oscar
00:48:29Oscar
00:48:29Oscar
00:48:33Oscar
00:48:35Oscar
00:48:35Oscar
00:48:37Oscar
00:48:39Oscar
00:48:40Oscar
00:48:41Oscar
00:48:43Oscar
00:48:43Oscar
00:48:43Oscar
00:48:43Oscar
00:48:43Oscar
00:48:43Oscar
00:48:43Oscar
00:48:45Oscar
00:48:45Oscar
00:48:45Oscar
00:48:46Oscar
00:48:54Und jetzt, meine Damen und Herren, der kleinste von den Kleinen, Petra und seine Lipputale!
00:49:16Kapolino! Ich rieche! Schnapp! Ich rieche! Schnapp dich auf!
00:49:23Gut!
00:49:46Ich rieche!
00:50:21Ja, Kapolino! Ja, ja, du, du, jetzt, jetzt, jetzt machen wir Musik!
00:50:27Musik, ja, wir Musik, ja!
00:50:29Du, du, pass auf! Mein, mein Vogel, der kann singen!
00:50:35Schöne nicht, wie?
00:50:40Katzenmusik!
00:51:10Schau, schau!
00:51:13Heutzutage wollen die Dreijährigen schon nicht mehr wachsen.
00:51:19Webera, mein Name.
00:51:23Ich stamme in direkter Linie vom Prinz Eugen ab.
00:51:29Ergo von Ludwig dem Vierzehnten, denn dieser war sein Vater.
00:51:33Nicht irgendein Sauveiarde, der behauptet wird.
00:51:38An meinem zehnten Geburtstag habe ich das Wachstum eingestellt.
00:51:44Etwas spät, aber immerhin...
00:51:48Oskar!
00:51:51Sagen Sie, bester Oskar, Sie dürften jetzt 14 oder 15 Järchen zählen.
00:51:5612, 12,5.
00:51:57Nicht möglich.
00:51:59Wie viel alt schätzen Sie mich?
00:52:02Hm, 35.
00:52:06Sie sind ein Speichler, jünger Freund.
00:52:0935, das war einmal.
00:52:11Im August feiere ich meinen 53.
00:52:15Ich könnte Ihr Großvater sein.
00:52:18Äh, sind Sie auch Künstler?
00:52:20Nicht eigentlich.
00:52:22Wie wohl ich?
00:52:33Wie Sie sehen, durchaus zu einem Kunststück fähig bin.
00:52:39Bravo!
00:52:40Bravissimo!
00:52:43Sie müssen zu uns kommen, unbedingt!
00:52:46Wissen Sie, Herr Bibra.
00:52:54Wissen Sie, ich rechne mich lieber zu den Zuschauern
00:52:59und lasse meine kleine Kunst in Verborgenen blühen.
00:53:04Bester Oskar.
00:53:06Glauben Sie einem erfahrenen Kollegen.
00:53:09Unser eins darf nie zu den Zuschauern gehören.
00:53:13Unser eins muss vorspielen, die Handlung bestimmen.
00:53:17Sonst tun es die anderen.
00:53:20Und die anderen werden kommen.
00:53:22Sie werden die Festplätze besetzen.
00:53:25Sie werden Fackelzüge veranstalten.
00:53:28Sie werden Tribünen bauen, Tribünen bevölkern
00:53:31und von Tribünen herunter unseren Untergang predigen.
00:53:35Oskar!
00:53:37Oskar!
00:53:38Oskar!
00:53:40Man sucht die Bester Freund.
00:53:42Aber wir werden uns wiedersehen.
00:53:44Wir sind so klein, als dass wir uns verlieren könnten.
00:53:53Und los, die Vorstellung beginnt.
00:53:58Oskar!
00:53:59Oskar!
00:54:01Oskar!
00:54:02Oskar!
00:54:02Oskar!
00:54:03Oskar!
00:54:05Oskar!
00:54:06Oskar!
00:54:06Komm jetzt!
00:54:28Oskar!
00:54:33Oskar!
00:54:35Oskar!
00:54:36Oskar!
00:54:58Oskar!
00:55:12Hey!
00:55:15Morgen, Oskar!
00:55:18Danke, Onkel Jan!
00:55:20Guten Morgen! Schönen Sonntag, allerseits!
00:55:24Diese verfluchten Wickel-Gamaschen-Rutschen immer!
00:55:26Guten Morgen!
00:55:26Morgen, Cousin!
00:55:27Guten Morgen, Alfred!
00:55:29Ich brauche unbedingt ein paar Stiefel!
00:55:31Die sind zu teuer, weißt du doch selbst!
00:55:33Oder wenigstens ein paar Leder-Gamaschen!
00:55:35Wie seh ich denn aus?
00:55:39Gehst du zu dem Aufmarsch?
00:55:40Ja! Auf die Maiwiese!
00:55:44Großkundgebung!
00:55:48Wie geht's dir?
00:55:50Wir gehen abends gleich der Löbsack quer sprechen!
00:55:53Der spricht, sag ich dir!
00:55:55Der spricht!
00:55:56Überhaupt!
00:55:57Wir erleben Tage, die in die Geschichte eingehen werden!
00:56:01Und da kann man nicht abseits stehen, da muss man dabei sein!
00:56:07Du sollst den Danzier-Vorposten lesen!
00:56:11Was du für Polen optiert hast!
00:56:13Ist und bleibt ne Schnaps-Idee!
00:56:15Ich hab dir das immer gesagt!
00:56:17Ich bin Pole!
00:56:19Und überleg dir das nochmal!
00:56:22Nimm den Schirm mit!
00:56:23Es sieht nach Regen aus!
00:56:24Ich kann doch so Uniform!
00:56:25Kein Regenschirm tragen!
00:56:29Der Eintopf steht auf dem Herd!
00:56:30Und ab und zu mal umrühren!
00:56:32Zwanzig Minuten ist er fertig!
00:56:34Willst du nicht was essen, bevor du gehst?
00:56:35Keine Zeit!
00:56:37Dienst ist Dienst!
00:56:38Und Schnaps ist Schnaps!
00:56:39Allez dia!
00:56:43Tschüss!
00:56:48Tschüss!
00:56:50Tschüss!
00:56:57Musik
00:57:21Blough
00:57:24Blough
00:57:26Blough
00:57:26Blough
00:57:26Blough
00:57:27Blough it only
00:57:28Was geht noch?
00:57:31Die blauen Augen der Bronski, die haben wir beide.
00:57:36Wo ist sie noch?
00:57:39Jan, hör auf, lass es sein.
00:57:44Ich kann es einfach nicht ertragen, dass er die Wahrheit nicht weiß.
00:57:58Liebe Volksgenossen und Volksgenossinnen aus Danzig und Langfuhr,
00:58:08von Ora, Schiedlitz und Braust, die ihr von der Höhe und aus der Niederung gekommen seid,
00:58:18ihr alle, ich weiß es, habt nur einen heißen Wunsch im Herzen.
00:58:25Diesen Wunsch schägen wir alle, seitdem uns ein schmöliges Diktat
00:58:33von unserem geliebten deutschen Vaterland getrennt hat.
00:58:39Wir wollen heim ins Reich!
00:58:43Reich! Reich! Reich! Reich!
00:58:52Denn was ist das für ein Freistaat, den man uns großzügig eingeräumt hat?
00:59:02Wie die Lausche in den Pelz hat man uns die Polen ins Hafengebiet auf die Westerplatte gesetzt.
00:59:10Und mitten in unsere geliebte Altstadt hat man uns eine polnische Post beschert.
00:59:17Wir danken für diese Bescherung!
00:59:24Wir Deutschen hatten schon eine Post, als sich der Pole noch nichts in Briefen zu sagen hatte.
00:59:35Dem haben wir doch das Schreiben beigebracht!
00:59:40Doch nun, liebe Parteigenossen und Parteigenossinnen,
00:59:43wollen wir unseren Gast aus dem Reich, den uns der Führer geschickt hat, begrüßen.
00:59:50Soeben betritt der Parteigenosse Albert Forster das Kundgebungsgelände.
00:59:57Sieg! Heil! Sieg! Heil! Sieg! Heil!
01:00:03Heil! Heil!
01:00:33Heil! Heil! Sieg! Heil!
01:01:06Heil! Heil! Sieg! Heil!
01:02:02Untertitelung. BR 2018
01:02:32Untertitelung. BR 2018
01:03:02Untertitelung. BR 2018
01:03:31Untertitelung. BR 2018
01:03:55Untertitelung. BR 2018
01:04:01Oskar, komm!
01:04:34Kuckuck!
01:04:37Kuckuck!
01:04:39Kuckuck!
01:04:41Kuckuck!
01:04:43Kuckuck!
01:04:44Kuckuck!
01:04:58Naches! Haben wir noch mit der Wäscheleine?
01:05:02Ja, ja. Möchten wir schon.
01:05:05Richtig Fisch oder nur einen alten Schuh?
01:05:08Ja, du möchtest mal ein bisschen Kicken, möchtest mal.
01:05:11Was dran ist.
01:05:31Ich bin nicht mehr.
01:05:39Ja.
01:06:07Was heißt hier?
01:06:10Sinds, Mann. Sinds, Mann.
01:06:13Sinds, Mann.
01:06:14Sinds, Schlacht am Skaderrad.
01:06:17Das ist hier mit dem Kind beschweigend.
01:06:20Was sinds, die?
01:06:22Auf, mit, die, Fette!
01:06:25Was ist, wie, für uns?
01:06:27Verstehen Sie?
01:06:28Nach der Schlacht.
01:06:34So dick, so dick waren die Lorwasser.
01:06:39Viele Jahre lang danach.
01:06:501,50, wollte der Jack.
01:06:52Aber ich hab ihm einen Gulden gegeben.
01:07:26So.
01:07:32Bild dir man bloß nicht ein, dass ich von dem Aal esse, Alfred.
01:07:36Stell dich doch nicht so an, Mädchen.
01:07:38Überhaupt keinen Fisch esse ich mehr.
01:07:40Und Aal schon gar nicht.
01:07:41Hast doch gewusst, das Aale, da dran gehen.
01:07:43Und hast immer frische gegessen.
01:07:46Ruhe jetzt!
01:07:48Hör mit dem hier Trommel auf, ein für alle Mal.
01:07:51Lass das Kind in Ruhe, Alfred!
01:07:52Und setz sie an dich!
01:07:53Wer war denn schuld?
01:07:54Wer hat denn die Klappe offen gelassen?
01:07:56Ach, olle Kamellen.
01:07:58Setz dich!
01:08:00Probier lieber, wie meine Wenigkeit die Prima zubereitet hat.
01:08:03Und da wollen wir sehen, wer isst und wer nicht isst.
01:08:07Aalgrün, mit Dillsauce, ein Lorbeerblatt und etwas Zitronenschale.
01:08:13Alfred, das ist doch Unsinn.
01:08:15Wenn Sie nicht essen will, dann zwing Sie auch nicht dazu.
01:08:16Mich tu dich da nicht ein.
01:08:17Lass Sie tun, was Sie will.
01:08:19Was hast du davon, wenn Sie sich nachher wieder übeln?
01:08:21Ich kauf dir alle doch nicht umsonst.
01:08:22Komm her!
01:08:23Ja, du bist doch das erste Mal.
01:08:25Sonstersbranche!
01:08:26Die sind doch sauber ausgenommen und gewässert.
01:08:30Ob die Hörnchen!
01:08:32Ist keine Galle ausgelaufen, die Leber schön hell und frisch sind die.
01:08:38Und so das ganze hier Sapper ist doch weg!
01:08:43Oskar, an dich!
01:08:46Sieh da nicht!
01:08:47Ich stimm mich da stundenlang in die Küche!
01:08:49Es gibt Leute, die froh wären, wenn sie bei mir alles hören found.
01:09:11Setz doch her,
01:09:12La la la la la la la la la la la la la la la la la la la la
01:09:21Ich weiß nicht mehr was ich machen soll
01:09:24Beruhige dich, Herr Fett. Ich bin ja nicht mehr mit dir reden, Cousin.
01:09:27Und der Fisch wird kalt. Frauen sind ja empfindlicher.
01:09:31Sprich du mit ihr, wenn du dich nur wieder beruhigst.
01:09:42Oh ho ho ho ho ho ho ho ho ho ho ho ho ho ho
01:09:51Hob.
01:09:57Oh, Ah.
01:09:59Wow.
01:10:12Oh, oh, oh, oh.
01:10:30Oh, oh, oh, oh.
01:11:14Oh, oh, oh, oh.
01:11:35Sollst du nicht wenigstens auffärmen?
01:12:07Sollst du nicht wenigstens?
01:12:12Nein, nein, machen Sie das nicht mit dem Bronski.
01:12:17Wo der ist bei der polnischen Post auf der falschen Seite.
01:12:20Setzen Sie nicht auf die Polen.
01:12:22Setzen Sie auf die Deitschen, wenn Sie setzen wollen.
01:12:26Die kommen hoch, wenn nicht heute und dann morgen.
01:12:29Stellen Sie sich vor, die Deitschen kommen und Sie sitzen da mit dem Bronski,
01:12:33dem beschuggenen Polen.
01:12:34Stellen Sie sich vor, Frau Agnes, das kann nicht gut gehen.
01:12:38Warum setzen Sie nicht auf den Mazerat, den Sie hat?
01:12:47Oder wenn Sie mir die Ehre, die große Ehre möchten tun,
01:12:51setzen Sie auf mich.
01:12:53Auf Sigismund, Markus.
01:12:55Wo er getauft ist seit neilig.
01:12:57Nicht Markus.
01:12:58Bitte.
01:12:59Wir könnten nach London fahren.
01:13:01Wie alle anderen auch, bevor die Deitschen kommen,
01:13:03wo ich genug Leid drinnen habe.
01:13:09No, was sag ich, da ist er ja.
01:13:12Den werden wir auch mitnehmen nach London.
01:13:14Wie Prinzchen soll er es haben?
01:13:16Wie Prinzchen?
01:13:18Ich danke Ihnen, Markus.
01:13:20Aber es geht nicht.
01:13:21Es ist wirklich nicht wegen Bronski.
01:13:24Umso besser.
01:13:25Das habe ich mir doch gleich gedacht,
01:13:26dass es wegen dem nicht möchte sein.
01:13:27Gehen Sie dem Bronski aus dem Weg
01:13:29und bleiben Sie beim Mazerat.
01:13:39Das habe ich mir doch gesagt.
01:14:02Das habe ich mir doch gesagt.
01:14:04Das habe ich mir doch gesagt.
01:14:22Ich weiß nicht, wie es nicht so großartig ist.
01:14:22Du bist in der Bronski aus dem Weg.
01:14:23Das habe ich mir doch gesagt.
01:14:23Was ist es sehr, was ich?
01:14:23Bitte.
01:14:26Du bist gut.
01:14:48Na los, mach schon, eins, zwei, eins, zwei.
01:14:58Kannst du nicht oder willst du nicht, Bürschchen, kannst du doch sonst alles.
01:15:05Ich bin unkeusch gewesen, in Gedanken, Worten und Werken.
01:15:10Allein oder mit anderen?
01:15:12Zu zweit.
01:15:13Wo und wann?
01:15:15Immer am Donnerstag in der Tischlergasse.
01:15:18Aber Kind, immer wieder dieser schmutzige Ort.
01:15:21Ich kann nicht anders hochwürden. Ich möchte, aber ich kann nicht.
01:15:25Und die Folgen, liebe Frau Mozzerat, die Folgen?
01:15:30Ist ja schon hochwürdig. Ist ja schon.
01:15:42Ja, heilig, was fällt dir denn ein?
01:15:46Bürschchen!
01:15:50Oskar! Oskar!
01:15:53Oskar!
01:15:56Hochwürden, hochwürden, hochwürden, was soll ich nur machen mit dem Kind?
01:16:00Ich habe ihn ja lieb, das Oskarchen.
01:16:04Aber jetzt ist er schon 14 Jahre alt hochwürdig.
01:16:07Und immer so viel Ärger.
01:16:09Und jetzt noch das.
01:16:11Oh Gott, hochwürden.
01:16:12Beten Sie, liebe Frau Mozzerat, beten Sie.
01:16:17Jetzt hör auf, Oskar.
01:16:25Agnes.
01:16:27Ja.
01:16:27Ja.
01:16:28Ja.
01:16:30Ja.
01:16:32Das war's.
01:17:01Das war's.
01:17:33Das war's.
01:18:10Das war's.
01:18:13Schon wieder Fisch.
01:18:15Den isst nicht die Frist und wundert sich, wenn er die wieder hochkommt.
01:18:20Mein Gott, wie ist das möglich?
01:18:21Das war's.
01:18:22Das war's.
01:18:28Das war's.
01:18:49Das war's.
01:18:51Das war's.
01:19:04Das war's.
01:19:07Das war's.
01:19:15Das war's.
01:19:19Das war's.
01:19:24Das war's.
01:19:25Das war's.
01:19:31Das war's.
01:19:32Das war's.
01:19:36Das war's.
01:19:39Das war's.
01:19:40Das war's.
01:19:44Das war's.
01:19:46Das war's.
01:20:05Das war's.
01:20:09Das war's.
01:20:12Das war's.
01:20:14Das war's.
01:20:15Das war's.
01:20:15Das war's.
Kommentare