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  • vor 2 Tagen
Der Iran-Krieg – ein drohendes Debakel. Die Weltwirtschaft – im Wanken. Die Umfragewerte daheim – im Keller. Donald Trumps zweite Präsidentschaft läuft nicht so, wie sich das viele seiner Anhänger erhofft haben. Und im November steht mit den Midterm-Wahlen der wichtigste Stimmungstest in den USA an.

Wie geht es Amerika nach einem Jahr Trump 2.0 wirklich? Und steuert der Mann im Weißen Haus auf seinen eigenen Untergang zu? Darüber sprechen wir mit Eric Frey vom STANDARD.

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Transkript
00:00Der Iran-Krieg, ein drohendes Debakel, die Weltwirtschaft im Wanken, die Umfragewerte daheim im Keller.
00:06Donald Trumps zweite Präsidentschaft läuft nicht so, wie es sich viele seiner Anhänger erhofft haben.
00:12Und im November steht mit den Midterm-Wahlen der erste große Stimmungstest in den USA an.
00:17Wie geht es Amerika nach einem Jahr Trump 2.0 wirklich?
00:21Und steuert der Mann im Weißen Haus auf eine große Niederlage zu?
00:25Ich bin Scholt Wilhelm, das ist Thema des Tages, der Nachrichten-Podcast, der Standard.
00:35Erik Frey, du bist unser leitender Redakteur und ein Experte im Bereich der USA.
00:40Und du coverst vor allem Trumps Welt, so heißt auch dein neuer Newsletter, den man am besten gleich abonniert.
00:47Schön, dass du heute im Studio bist.
00:49Sehr gerne, Scholt.
00:50Erik, Donald Trump hat in der Nacht auf Donnerstag eine Rede gehalten zum Iran-Krieg.
00:56Und viele in Europa haben sich erwartet, dass sie hier auch bekannt geben wird oder bekannt geben könnte,
01:03dass die USA sich aus der NATO zurückziehen.
01:06Soweit ist es nicht gekommen, aber war diese Angst berechtigt?
01:10Ich glaube, sie war berechtigt, weil Trump hat ja im Vorfeld davon gesprochen.
01:15Er ist sauer auf die NATO-Partner, auf die Europäer, dass sie ihn beim Iran-Krieg nicht unterstützen,
01:20ihm sogar hier Überflugsrechte verweigern.
01:23Und vergessen wir nicht, sobald irgendein Gedanke einmal irgendwo im Trumps Kopf drinnen ist,
01:27weiß man nie genau, wann es herauskommt.
01:29In dieser Rede hat er es nicht erwähnt.
01:31Offenbar war es ihm in dem Moment nicht so wichtig oder war es ihm auch klar,
01:37dass es auch keine gute Idee ist, mitten im Krieg sich aus dem Verteidigungsbündnis herauszuziehen,
01:43von der doch auch ein Teil der militärischen Stärke der USA abhängt.
01:48Aber ich würde mich nicht darauf verlassen, dass das nicht wiederkommt
01:54und möglicherweise sogar konkrete Reformen auch annimmt.
01:58Gut, er hat es auch öfter schon angedroht, dass er sich aus der NATO zurückziehen möchte.
02:03Das heißt, er könnte es vielleicht auch wieder machen.
02:05Vielleicht ist seine Intention auch so, dass er es zu einem anderen Zeitpunkt machen möchte.
02:10Neben diesem NATO-Rückzug gab es auch noch eine Sorge,
02:13dass Trump die Straße von Hormuz, die Sicherung von der Straße von Hormuz,
02:20den Europäern überlassen will.
02:23Diese Straße ist deswegen so wichtig, diese Wasserstraße,
02:26weil darüber laufen ganz viele Öl- und Gaslieferungen,
02:29was uns natürlich in Europa besonders hart trifft.
02:32Können die USA denn, so mir nichts, dir nichts, einen Krieg starten,
02:37dann diesen Trümmerhaufen den Europäern überlassen und sich verabschieden?
02:40Also Trump kann das tun.
02:42Er ist der Präsident der USA und was ihm halt einfällt,
02:45was irgendwo im Bereich seiner Möglichkeiten ist, das kann er auch machen.
02:49Ob es gescheit ist, ist eine andere Frage.
02:51Das muss man sich bei Trump sehr oft überlegen.
02:53Und das Problem bei der Straße von Hormuz ist,
02:56offenbar haben die USA diese ganz, ganz logische, voraussehbare Konsequenz
03:01dieses Krieges gegen den Iran überhaupt nicht bedacht.
03:05Und die lässt sich eigentlich militärisch auch nicht sichern.
03:09Nicht in dem Sinne, die notwendig wäre,
03:12um den Schiffsverkehr aus dem Persischen Golf
03:17wieder auf eine Weise in den Weg zu bringen,
03:20wie es die Weltwirtschaft benötigt.
03:21Weil das lässt sich ja mit sehr geringen Mitteln auch,
03:24mit der Androhung von Drohnen, mit einigen Raketen,
03:27mit ohne große militärische Macht von einem Anrainerstaat,
03:31und das ist der Iran, auch unterbrechen.
03:33Der Iran droht ja vor allem damit,
03:37aber er schießt auch in manchen Fällen.
03:39Und selbst die USA wissen keinen wirklichen Weg,
03:42die Straße von Hormuz jetzt militärisch abzusichern,
03:46außer mit einer sehr, sehr großen Bodenoffensive,
03:48die politisch in den USA wahrscheinlich gar nicht durchsetzbar wäre,
03:53oder nur unter ganz, ganz, mit ganz großen,
03:55ganz großen auch politischen Kosten,
03:57weil es auch amerikanische Soldaten gefährden würde
04:00und möglicherweise auch nicht erfolgreich wäre.
04:02Den Europäern das zu überlassen,
04:04oder den Asiaten, den Chinesen, den Japanern,
04:07und wer immer von dort, den Indern.
04:10Das ist ja nur so hingesagt.
04:12Es kann, wenn es die Amerikaner nicht können,
04:15dann kann es auch niemand anderer.
04:16Also so gesehen überlasst, was Trump hier tut,
04:19ist, er überlasst dem Iran diese Trumpfkarte.
04:23Er sagt, schaut, wenn ihr die Straße weiter blockiert halten wollt,
04:27dann werden wir euch nicht in den Weg stellen.
04:29In einer Konfrontation mit einem Land,
04:33das man eigentlich besiegen möchte,
04:36dem Gegner, dem Feind, diese Chance zu geben,
04:39würde ich einmal sagen, ist diplomatisch, politisch, strategisch höchst unklug.
04:44Und es hat auch Konsequenzen für die Amerikaner,
04:47für die USA, für die Amerikaner.
04:48Die beziehen zwar kein Öl direkt aus dem Golf,
04:50aber der Ölmarkt ist global,
04:52der Ölpreis ist überall auf der Welt der gleiche.
04:56Das heißt, wenn der Ölpreis hoch bleibt oder sogar weiter steigt,
05:01dann trifft es genauso amerikanische Autofahrer,
05:04amerikanische Konsumenten und die amerikanische Wirtschaft.
05:07Ich kann mir vorstellen,
05:08nicht nur deswegen hat Trump sehr viel Kritik
05:10auch im eigenen Land für diesen Krieg bekommen.
05:13Aber vor allem auch deshalb ist die Zustimmung nicht sehr hoch in den USA,
05:18weil Trump eigentlich bislang schuldig geblieben ist,
05:20das klare Ziel von diesem Krieg zu definieren.
05:23Er hat immer wieder verschiedene Mission, Goals genannt.
05:27Aber ist dir heute klar, worum es eigentlich geht?
05:31Also es ist mir und auch allen,
05:34es ist rundherum eigentlich niemandem auf der Welt klar, worum es geht.
05:39Und die große Frage ist,
05:40ist es Trump auch klar, worum es geht?
05:42Daran zweifeln auch sehr viele.
05:44Es ist sehr offensichtlich,
05:47dass er ohne klaren Ziel, ohne klare Strategie
05:50in diesen Krieg hineingegangen ist.
05:53Wahrscheinlich als eine Art von Ego-Trip.
05:54Das, was ich in Venezuela kannte, kann ich auch im Iran,
05:58ohne sich die Folgen zu überlegen.
06:00Und die Ziele, die er genannt hat,
06:03die wechseln auch die ganze Zeit.
06:04Einmal ist es Regimewechsel, dann wieder nicht.
06:07Dann sagt er, der Regimewechsel hat schon stattgefunden,
06:10weil er, weil Zigg von den iranischen Führern einfach getötet wurde.
06:15Und jetzt sind ja andere Leute dort am Ruder.
06:18Und jetzt von seiner Rede hat er plötzlich das Hauptziel,
06:22zum einen zum Ziel, das sie bereits erreicht haben sollten,
06:25erklärt, dass nun es unmöglich geworden ist,
06:28dass der Iran eine Nuklearbewaffnung, eine Atombombe baut.
06:32Nur genau das haben die USA nicht erreicht,
06:36weil erstens einmal das Uran, das der Iran schon angereichert hat,
06:41das ist ja weiterhin im Iran, das ist irgendwo tief in der Erde vergraben.
06:46Und die einzige Weg, eigentlich den Iran abzuhalten davon,
06:51außer wenn man wirklich alles bombardiert
06:53und den Iran in eine reine Wüste verwandelt,
06:57wäre es, sich mit dem Iran auf irgendeine Weise diplomatisch zu einigen.
07:02Zu sagen, bitte, wir geben euch was,
07:04damit ihr eure nuklearen Ambitionen beendet.
07:07Das war das, was sein Vorgänger Barack Obama ja gemacht hat,
07:11mit diesem Atomdeal mit dem Iran.
07:14Trump in seiner ersten Amtszeit hat es zerrissen.
07:17Und es schaut ganz danach aus,
07:19dass nichts, was er jetzt militärisch erreichen kann,
07:22wäre besser als das, was damals auf dem Tisch lag
07:26und eigentlich schon vereinbart wurde.
07:28Ganz im Gegenteil, es gibt viele Beobachter, die sagen,
07:32dieser Krieg wird die nuklearen Ambitionen des Irans weiter anfeuern,
07:39weil es ja ganz klar ist,
07:41hätte der Iran die Atombombe schon gehabt,
07:44dann wäre es möglicherweise gar nicht zum Krieg gekommen.
07:46Das ist ein bisschen so wie Nordkorea,
07:48das sich auch relativ sicher fühlen kann,
07:50weil es immer mit einem Atomarvergeltungsschläge üben kann.
07:55Und vergessen wir auch nicht,
07:57wahrscheinlich war der vorige oberste Führer Ali Khamenei der,
08:02der immer wieder auch eine nukleare Bewaffnung
08:04aus theologischen, religiösen Gründen abgelehnt hat.
08:09Heute, nachdem er getötet wurde und viele anderen,
08:12scheinen eher die Militärs, die Revolutionsgarten jetzt im Sattel zu sein.
08:17Und denen dürfte, die dürften nicht so zögerlich sein,
08:20wenn es darum geht, mit einer Waffe, die sehr wohl möglich ist,
08:24sie zu entwickeln, zu bauen,
08:28den Schutz des Landes und der eigenen Macht hier abzusichern.
08:33Gut, die eine Option,
08:34die atomare Bedrohung aus der Welt zu schaffen,
08:38die haben wir vor kurzem im Podcast gesprochen,
08:39das wäre, Bodentruppen in den Iran zu schicken
08:42und dort in Person sozusagen danach zu suchen.
08:46Das, nehme ich an, wird wahrscheinlich nicht passieren.
08:48Dafür gibt es zu wenig Zustimmung auch im Land für diesen Krieg, nehme ich an.
08:52Naja, dafür gibt es laut Medienberichten,
08:55hat Trump bereits den Auftrag gegeben, entwickeln wir Pläne dafür.
08:59Das Problem ist, das wäre wahrscheinlich ein Himmelfahrtskommando.
09:02Man müsste Tausende, Zehntausende Soldaten hier mitten in das Land schicken,
09:08die beginnen in diesem riesigen Berg dort,
09:11der ja von amerikanischen Bomben ja schon zerstört wurde,
09:16dort herumzubuddeln.
09:17Das sind, wie man auf Englisch sagt, Sitting Ducks dann.
09:20Da kann dann die Iran jederzeit dort schießen, töten, angreifen
09:27und das würde, erstens einmal ist es Unglaub, sie damit Erfolg hätten
09:32und zweitens wäre das auch politisch für Trump nicht durchstehbar.
09:37Darauf möchte ich gleich zu sprechen kommen,
09:38denn die Zustimmungswerte zu diesem Krieg sind ja ganz besonders schlecht in den USA,
09:43auch bei seinen eigenen Anhängern.
09:45Das hat auch damit zu tun, dass Trump ja versprochen hat,
09:47der Friedenspräsident sein zu wollen,
09:50dass er sich um die inländischen Themen kümmern möchte,
09:53die Wirtschaft wieder ankurbeln möchte.
09:55Bevor wir darauf eingehen, würde ich gerne mal wissen,
09:58wie geht es den Amerikanerinnen und Amerikanern denn so ein Jahr unter Trump 2.0?
10:04Ja, also es ist,
10:07Trump wurde gewählt mit der Erwartung und der Hoffnung,
10:12dass er vor allem die Preise, die er unter Biden doch deutlich gestiegen sind,
10:16aufgrund der höheren Inflation, wieder hinunterbringen wird,
10:20was immer unrealistisch war,
10:22dass er die Wirtschaft ankurbeln wird,
10:24dass er das Leben der Menschen verbessern wird.
10:29Und diese Hoffnung ist derzeit überhaupt nicht aufgegangen.
10:32Die Preise sind gestiegen, auch aufgrund von Trumps Zollpolitik,
10:36damit die ja nicht sehr viele Einimporte verteuert haben
10:40und auch Produkte, die in den USA produziert werden,
10:43sind auch die Preise gestiegen.
10:47Die Wirtschaft stagniert vor allem die Beschäftigung.
10:51Also es werden keine neuen Jobs geschaffen.
10:53Die Arbeitslosigkeit hat nicht deutlich zugenommen,
10:57aber die Chance auf bessere Jobs,
10:59die gibt es im Moment für sehr, sehr wenige Amerikaner.
11:03Und dieser Iran-Krieg hat jetzt noch einmal,
11:07nämlich das, was so ganz offensichtlich ist für Menschen,
11:10die sehr vom Auto abhängig sind,
11:12nämlich was kostet das Sprit an der Tankstelle,
11:17da ist es deutlich in die Höhe gegangen.
11:19Das sind jetzt für die Galone über 4 Dollar,
11:22für europäische Maßstäbe immer noch niedrig.
11:24Für Amerikaner ist es ein Zeichen,
11:26dass sich das Leben verteuert hat und verschlechtert hat.
11:29Dazu kommen all die, die ganze Migrationspolitik,
11:32die auch höchst unbeliebt ist,
11:34auch von Menschen, die gesagt haben,
11:36wir wollen keine illegale Einwanderung,
11:38aber sie wollen nicht, dass ihre Nachbarn dann,
11:40mit denen sie Jahre zusammenleben,
11:42dann abgeführt und deportiert werden.
11:43Sie wollen keine Gewalt auf der Straße.
11:45Sie wollen nicht, dass amerikanische Staatsbürger,
11:47die protestieren, erschossen werden.
11:49Also Trumps, all das führt dazu,
11:52dass eigentlich die Unzufriedenheit gegenüber,
11:55die unter beiden schon hoch war,
11:57die ja dann zur Niederlage von Kamala Harris geführt hat,
12:00im November 2024,
12:02heute noch einmal deutlich gestiegen ist.
12:04Donald Trump hat auch versprochen,
12:06dass er den politischen Sumpf in den USA trockenlegen möchte.
12:10Er möchte den Deep State aushöhlen,
12:12den er so oft beschworen hat.
12:15Jetzt sind kürzlich 8 Millionen Menschen
12:17bei den No-Kings-Demos in den USA auf die Straße gegangen,
12:21weil sie diesen autokratischen Stil
12:23und die offene Korruption und Bereicherung
12:25der Trump-Regierung kritisieren.
12:28Wie schlimm ist es denn in dieser Hinsicht in den USA unter Trump?
12:33Ich kann mich erinnern,
12:34Insiderhandel und auch die Verflechtungen zwischen Wirtschaft und Politik,
12:37die gab es ja immer schon in den USA,
12:40auch unter demokratischen Präsidenten.
12:42Naja, es gab immer eine Verflechtung von Geld und Wahlen
12:46durch das ganze Wahlkampffinanzierungssystem,
12:49was über Jahre immer wieder versucht wurde,
12:52das einzuschränken,
12:53diese teuren Wahlkämpfe irgendwie,
12:56die Spenden etwas zu begrenzen.
12:59Aber dann kamen Entscheidungen des obersten Gerichtshofs,
13:01die dem wiederum die Tür geöffnet haben.
13:05Aber eigentlich kein Präsident,
13:08an den ich mich erinnern kann,
13:09war persönlich korrupt auf der Weise,
13:11wie es Trump war.
13:12Und man darf nicht sagen,
13:13in seiner ersten Amtszeit war das auch schon offensichtlich,
13:16aber so im kleinen Stil,
13:18oder so im mittelgroßen Stil.
13:20Zum Beispiel sein Hotel,
13:22das Trump International Hotel,
13:24das er da gleich neben dem Kapitol hatte,
13:27oder neben,
13:28das war, das wurde,
13:29war ständig hochbelegt mit teuren von Gästen,
13:33die viel gezahlt haben,
13:34für alle Regierungsangelegenheiten.
13:37So hat er halt sich auch immer so ein bisschen,
13:40und auch für seine Söhne,
13:41die ja das,
13:42und sein Unternehmen ja übernommen haben,
13:45auch immer Vorteile verschafft.
13:46In der zweiten Amtszeit
13:48sind sämtliche Hemmungen gefallen,
13:50es ist eine reine Geldbeschaffungsmaschinerie
13:54für die Trump-Familie,
13:56für ihn persönlich,
13:58und für alle,
13:59für die Leute rundherum geworden.
14:01Und ja,
14:03die Empörung darüber
14:04ist zwar vorhanden,
14:06aber doch in erster Linie
14:08auf der Seite von denen,
14:10die Trump ohnehin ablehnen,
14:11die Demokraten,
14:12seine Gegner.
14:14Unter den Republikanern
14:15scheint das kein großes Thema zu sein,
14:18und das führt dazu,
14:19dass nicht nur er,
14:21sondern auch seine Leute rundherum
14:23immer unverschämter zugreifen.
14:25Ich meine,
14:26als Trump sich von,
14:28sich von,
14:29sich von einem,
14:31von Katar,
14:33einen,
14:33einen Jumbo-Jet,
14:34einen Luxus-Jumbo-Jet hat schenken lassen,
14:36mit hunderten Millionen Dollar wert,
14:38gab es auch keinen Aufschrei
14:39bei den Republikanern.
14:41Als er sich über Krypto-Geschäfte,
14:43wahrscheinlich Milliarden verschafft hat,
14:45war es auch still.
14:47Also,
14:47da scheint in seinem Lager
14:49irgendwie noch immer,
14:51man das irgendwo hinzunehmen,
14:53weil wir kennen ihn ja,
14:54und man,
14:55Leute setzen noch immer darauf,
14:57ja, irgendwie,
14:58er ist halt so,
14:59aber er sorgt trotzdem für uns,
15:01dass unsere Wünsche,
15:03unsere Interessen erfüllt werden.
15:07Aber dort ist dann das,
15:09dort ist die Schwäche von ihm,
15:10die er gerade erlebt.
15:12Nicht die ganz offensichtliche Korruption,
15:15die zwar Millionen mit auf die Straße bringt,
15:17bei diesen No-Kings-Demonstrationen,
15:19wobei es da auch viele andere Motive gibt,
15:23aber seine Beliebtheitswerte,
15:25die ja wirklich jetzt in den Keller rasseln,
15:27vergessen wir nicht.
15:28Sie sind in den letzten Tagen,
15:30der Durchschnitt,
15:30den das der Statistik-Umfrage-Guru Nate Silver
15:33immer feststellt,
15:34ist jetzt deutlich unter 40 Prozent gefallen,
15:37was schon ein sehr, sehr niedriger Wert ist.
15:40Das wird angetrieben,
15:41weniger von der moralischen Empörung
15:43über seine ganz offensichtliche,
15:45ich würde es fast aussprechen,
15:47Kriminalität,
15:48die er an den Tag legt,
15:49und rundherum seine Leute,
15:51die ja offenbar auch Insiderhandel betreiben,
15:53die ja darauf,
15:54die ja offenbar in den Ölhandel investieren,
15:58um im Vorfeld seiner Entscheidung
16:00den Iran anzugreifen,
16:03sondern eher durch die tatsächlichen Konsequenzen
16:06für das Alltagsleben der Amerikanerinnen und Amerikaner,
16:10das sich jetzt von Tag zu Tag verschlechtert.
16:12Der große Stimmungstest für diese zweite Trump-Regierung
16:16erfolgt ja im November bei den Midterm-Wahlen.
16:19Da werden ja viele Abgeordnete im Kongress
16:22und im Repräsentantenhaus gewählt,
16:25also nicht direkt der Präsident selbst.
16:27Wieso ist denn diese Wahl so entscheidend,
16:30auch für Donald Trump als Präsidenten?
16:33Trumps derzeitige Macht,
16:35oder zeitweise hat man sogar von Allmacht gesprochen,
16:38beruht ja auch darauf,
16:39dass in der Kongress,
16:40ja die eine ganz wichtige Säule
16:42in der Gewaltenteilung der Amerikaner ist,
16:44eigentlich sollte es fast die mächtigste Einrichtung sein,
16:48ihm keinerlei Widerstand entgegengesetzt hat,
16:50ihn hat völlig gewähren lassen,
16:52aufgrund der republikanischen Mehrheiten in dort.
16:56Wenn Trump jetzt zumindest im Repräsentantenhaus,
17:00wenn die Republikaner ihre Mehrheit einbüßen,
17:03dann haben die Demokraten die Chance,
17:07erstens einmal ihm ziemliche Hürden auf den Weg zu legen
17:10und ihn auch Untersuchungen einzuführen,
17:15die gegen ihn, gegen Mitglieder seiner Regierung,
17:18sogar ein neues Amtsenthebungsverfahren,
17:21ein Impeachment-Verfahren einzuleiten,
17:23das sie ja schon zweimal gemacht haben,
17:25aber jedes Mal gescheitert ist.
17:28Also da gibt es dann ganz viele Möglichkeiten,
17:29ihn hier zu bremsen.
17:31Sollte er auch die Mehrheit im Senat verlieren,
17:33ja, dann wäre er in seinen Möglichkeiten
17:37noch einmal deutlicher eingeschränkt.
17:39Da geht es dann auch um wichtige Ernennungen
17:42von Richtern und anderen Positionen.
17:45Und das Allerwichtigste ist,
17:48er würde wahrscheinlich diese fast absolute Kontrolle
17:52über seine eigene Partei,
17:53die republikanische Partei,
17:55die würde sich zumindest schwächen.
17:57Ich kann mich an keinen Präsidenten der letzten Jahrzehnte erinnern,
18:00der von seiner eigenen Partei so bedienungslos unterstützt wurde.
18:05Jeder hatte immer auch im eigenen Lager Kritiker,
18:08Gegner, auch Widerstand zu spüren.
18:10Trump ist es gelungen, das völlig zu unterdrücken,
18:17weil alle republikanischen Kandidaten,
18:20die ein Amt haben wollen im Haus
18:22oder auch in den Bundesstaaten,
18:25im Kapitol in den Bundesstaaten,
18:27fürchten sich vor der Basis.
18:29Aber das Entscheidende war immer,
18:31man muss auch diese Wahlen gewinnen können.
18:33Und wenn es einmal zu einer Wahl kommt,
18:35wo es zu einer breiten Niederlage der Republikaner ist,
18:38dann kann man davon ausgehen,
18:39dass zumindest viele Republikaner sagen,
18:42Moment einmal,
18:43dieser Präsident,
18:44der ja ohnehin nicht mehr gewählt werden kann,
18:46der nützt mir nichts mehr.
18:49Also es ist jetzt besser,
18:50sich von ihm zu distanzieren.
18:52Und dann bröckelt wahrscheinlich
18:53eines der ganz wichtigen Säulen von Trumps Macht.
18:58Was ich ganz interessant finde,
18:59es wird ihm ja vorgeworfen,
19:00wie ein König zu regieren.
19:01Und man sieht ja auch bei diesem Krieg
19:03oder diesem Angriff auf den Iran,
19:05dass er eigentlich an seinen Parteikollegen
19:08vor beides entschieden hat.
19:10Könnte er das nicht in Zukunft auch tun,
19:11wenn er nicht mehr die Mehrheit hat in den beiden Häusern?
19:16Er kann sehr vieles tun,
19:19aber er kann auch immer wieder gestoppt werden.
19:21Es gibt eine Gewaltenteilung in den USA.
19:24Der Rechtsstaat ist noch nicht ausgehebelt.
19:26Die Gerichte bremsen ihn auch auf allen Ebenen.
19:29Es ist zum Beispiel passiert,
19:30dass der oberste Gerichtshof
19:34seine Zollpolitik,
19:35die Grundlage,
19:36den Großteil seiner Zollpolitik
19:37für illegal erklärt hat.
19:39Was ihn sehr wohl zu einem Kurswechsel gezwungen hat.
19:41Also ja, nein,
19:43Trump ist doch kein absoluter Herrscher.
19:46Das lässt das politische System der USA nicht zu.
19:51Und wenn dieser Kongress zum Beispiel
19:54jetzt eine Resolution verabschieden würde,
19:56die sagen würde,
19:58Trump darf diesen Krieg nicht weiterführen,
20:01ohne unsere Zustimmung,
20:03dann müsste er aufhören.
20:05Dann müsste er stoppen.
20:06Das war auch schon bereits,
20:10der Vorschlag war auch da,
20:11der kam auch zum Teil von einigen
20:15aufmüpfigen Republikanern.
20:16Aber die Führung der Republikaner
20:19im Repräsentantenhaus,
20:21das ist Mike Johnson,
20:22der dortige Sprecher,
20:23der völlig alles tut,
20:25was Trump will,
20:26hat das abgewürgt.
20:27Und das wäre nicht mehr möglich,
20:29wenn die Demokraten dort die Macht hätten.
20:30Alles klar.
20:32Was sagen denn die Umfragen?
20:33Jetzt sind wir natürlich gespannt,
20:34wie dieses Rennen ausgehen wird.
20:36Es ist noch ein bisschen früher.
20:37Was sagen die Umfragen?
20:38Werden die Demokraten
20:38beide Häuser zurückgewinnen können?
20:40Also grundsätzlich ist es fast,
20:43man kann sagen,
20:44ein eisernes Gesetz
20:45der amerikanischen Politik
20:46in den Mittelnwahlen
20:47verliert die Präsidentenpartei
20:50zumindest einige Sitze
20:51im Repräsentantenhaus.
20:53Weil es immer so ein bisschen
20:55eine Proteststimmung ist
20:56gegen den Präsidenten.
20:58Das war nur in wenigen Fällen
20:59der letzten Jahrzehnte
21:01nicht der,
21:01ganz wenigen Fällen
21:02war das nicht der Fall.
21:03Jetzt haben die Republikaner
21:05schon eine ganz knappe Mehrheit
21:06nur im Repräsentantenhaus
21:07von ungefähr nur fünf Sitzen
21:09mehr als die Demokraten.
21:11Das heißt,
21:11es braucht nicht viel,
21:12damit das kippt.
21:14Und das ist unabhängig davon,
21:16ob jetzt die,
21:17wie die Umfragen
21:18jetzt genau ausschauen.
21:20Dazu kommt,
21:21wenn der Präsident
21:22sehr unbeliebt ist,
21:24dann sinken auch
21:26die Wahlchancen seiner Partei.
21:28Dann ist es sehr schwer,
21:29Wähler zu motivieren.
21:31Dann sind die Gegner
21:34viel enthusiastischer.
21:35Dann stand üblicherweise
21:37kommt es dann zu
21:38deutlichen Verlusten.
21:40Und Trump ist
21:41höchst unbeliebt.
21:42Also diese 39,5% Zustimmung
21:45sind schon sehr, sehr niedrig.
21:47Und das deutet dann
21:48auf einen größeren Verlust
21:50im Repräsentantenhaus.
21:52Es könnte sich sogar
21:53in eine Art Erdrutschsieg
21:55verwandeln,
21:56so wie es,
21:57beziehungsweise eine Erdrutschniederlage
21:59für ihn,
22:00so wie es zum Beispiel
22:01sowohl die Demokraten
22:03Bill Clinton 1994
22:05und dann Barack Obama
22:072010 erlebt haben,
22:09wo ihnen doch sehr viel
22:10von ihren Gestaltungsmöglichkeiten
22:12verloren gegangen sind.
22:14Das Senat ist eine andere Sache.
22:15Dort ist die Mehrheit der Republikaner
22:17deutlich besser abgesichert.
22:19Und das hängt immer ein bisschen
22:20von der politischen Landkarte ab.
22:23Welche,
22:24es wird ja nur ein Drittel der Senatoren
22:26alle zwei Jahre neu gewählt.
22:29Und da ist immer die Frage,
22:30welche sind es denn,
22:31die zur Wahl stehen?
22:32Da war im Vorfeld,
22:34hatten die Republikaner
22:35sehr, sehr gute Aussichten,
22:37ihre Mehrheit nicht nur
22:38zu verteidigen,
22:39sondern möglicherweise
22:40sogar auszubauen,
22:41weil mehr Demokraten
22:44etwas unsichere
22:46Senatssitze verteidigen müssen.
22:47Allerdings gilt das nur
22:49für eine Situation,
22:50wo zumindest
22:51die beiden Parteien
22:53ähnlich oder
22:55keine Partei,
22:56sagen wir die Republikaner,
22:57nicht eine massive
22:58Niederlage erleiden würden,
22:59wo die Stimmung
23:00nicht völlig gegen sie ist.
23:01Wenn es zu einer Art von einer,
23:03wie man das nennt,
23:05Wellenwahl,
23:06also Wave Election kommt,
23:07wo wirklich die Republikaner
23:09davon geschwemmt werden,
23:11dann beginnen plötzlich sehr viele
23:13dieser Senatssitze zu wackeln.
23:15In republikanisch regierten
23:21Bundesstaaten auch,
23:23wie in Texas
23:23oder Ohio
23:25oder sogar Iowa
23:27könnte dann unsicher werden,
23:29obwohl dort seit Jahren
23:30kein Demokrat mehr gewonnen hat.
23:32Also das ist das,
23:33was noch eine Möglichkeit ist,
23:35darauf hoffen die Demokraten,
23:37aber das hängt von sehr vielen
23:39Zufallsentwicklungen auch ab,
23:40was für Kandidaten werden nominiert,
23:42wie populär sind die
23:44und dann sicher von der Stimmung
23:45im November
23:46und das hängt auch davon ab,
23:47wie sich dieser Krieg im Iran
23:49weiterentwickelt,
23:50wie sich die Preise
23:51und die Wirtschaftslage
23:52weiterentwickelt.
23:54Jetzt gibt es die Kritik,
23:55dass sich die Republikaner
23:57auf verschiedenen Eben versuchen
24:00abzusichern,
24:01versuchen diese Wahl
24:02zu manipulieren.
24:03Was steckt denn da dahinter?
24:05Ist da was dran?
24:05Ja, also
24:07es gibt immer verschiedene Möglichkeiten
24:09für regierende Parteien
24:10zu schauen,
24:11können wir unsere Vorteile
24:12noch weiter ausbauen.
24:14Zum Beispiel,
24:14indem man die Wahlbezirke
24:16ein bisschen umschneidet,
24:18das heißt Gerrymandering,
24:19indem man schaut,
24:20das sagen wir,
24:20in einem Wahlbezirk,
24:22wo sehr viele
24:24der eigenen Parteigänger,
24:25also der eigenen Wähler sitzen,
24:27und man sagt,
24:28so viele Wähler brauchen wir
24:29nicht für den Sieg,
24:30teilen wir sie auf
24:30auf mehrere andere
24:31und dann plötzlich
24:32haben wir mehr Sitze.
24:34Genau das hat Trump
24:35aufgefordert,
24:37hat seine Partei aufgefordert,
24:39wo ihr das machen könnt,
24:41macht das,
24:41weil wir müssen diese Wahl gewinnen.
24:43Das ist in Texas passiert,
24:45das soll in anderen
24:46Bundesstaaten auch passieren.
24:47Die Demokraten haben
24:49darauf reagiert,
24:50gesagt, wir können das auch,
24:52das hat Gavin Newsom,
24:54der Gouverneur von Kalifornien,
24:56in Kalifornien durchgesetzt.
24:57Also dieses Gerrymandering
24:59passiert jetzt.
25:00Das hilft der Partei
25:02in einer normalen Wahl.
25:05Aber es schützt nicht
25:06vor einer Erdrutschniederlage,
25:08weil es ist sogar
25:09im Gegenteil,
25:10wenn man sein Wählerreservoir
25:12etwas verdünnt,
25:15versucht,
25:15damit mehr Sitze zu gewinnen,
25:17aber die Mehrheiten
25:18wirklich massiv kippen,
25:20dann gehen sogar noch
25:20mehr Sitze verloren,
25:21als es sonst gewesen wäre.
25:23Also es ist inzwischen,
25:24sagen viele,
25:25dass diese Strategie
25:26könnte sich sogar
25:27als Bumerang erweisen,
25:29wenn die Stimmung
25:30wirklich ganz stark
25:31gegen die Republikaner geht.
25:32Das zweite
25:34ist ein Gesetz,
25:35das Trump versucht
25:36mit aller Kraft
25:36durchzusetzen,
25:37das heißt das
25:38Save America
25:40Gesetz.
25:42Das würde,
25:43an sich sind Wahlen
25:45immer lokal,
25:46Regionalsache,
25:47der Bundesstaaten,
25:48sogar der Bezirke.
25:49Hier möchte er Regeln
25:50für die ganze USA
25:53durchsetzen,
25:54die nämlich
25:55verlangen,
25:56dass sich jeder
25:57Wähler
25:58beweisen muss,
25:59dass er ein Staatsbürger
26:00ist, bevor er
26:01wählen kann.
26:02Klingt für österreichische
26:03Stimmen eigentlich
26:04sehr einfach,
26:05in Amerika ist es
26:05gar nicht so einfach,
26:06kompliziert,
26:07die meisten Leute
26:09haben keinen Pass
26:10oder viele haben
26:11keinen Pass,
26:12in der Geburtsurkunde
26:14haben sie ihren Namen
26:15geändert,
26:16es sind so,
26:16die Papiere sind
26:17alle nicht so sicher
26:18und die Behörden
26:19wären maßlos
26:20überfordert damit,
26:22das alles zu überprüfen.
26:24Dazu kommt,
26:25dass Trump
26:26möchte überhaupt
26:26die Briefwahl
26:28stoppen,
26:29verhindern,
26:30wobei er selbst
26:31gerade in Florida
26:32Briefwahl
26:33per Brief
26:33gewählt hat,
26:35also da zeigt sich
26:35wieder einmal
26:36seine Scheinheiligkeit
26:38und seine Verlogenheit,
26:41dass er
26:43dieses Gesetz
26:43stockt
26:44im Senat,
26:45weil dort zwar
26:47eine republikanische
26:48Mehrheit dafür wäre,
26:49aber aufgrund
26:50des sogenannten
26:51Filibuster
26:51braucht man 60
26:52Stimmen dort
26:53und diese Schwelle
26:54könnten die
26:55Republikaner
26:56zwar einfach
26:57abschaffen
26:57und Trump
26:59verlangt das
27:00auch von seiner
27:00eigenen Partei,
27:01aber die
27:02republikanische
27:03Führung
27:03im Senat
27:04zögert davor
27:05und sagt,
27:05Moment einmal,
27:06wenn wir das tun,
27:07dann kriegen die
27:08Demokraten irgendwann
27:09die Mehrheit
27:09und dann werden
27:10die das gleiche
27:10machen können.
27:11Wir wollen
27:12diese Hürde
27:12gegen eine
27:13knappe
27:16Mehrheitsregierung
27:17oder Möglichkeit
27:18durch
27:19Mehrheitsbestimmung
27:20irgendwie
27:21erhalten.
27:22Also dieses
27:22Gesetz
27:22dürfte nicht
27:24kommen,
27:24wenn es
27:25kommt,
27:26dann werden
27:26wir vor allem
27:27ein rechtliches
27:28Chaos erleben,
27:29wo wahrscheinlich
27:30sehr viele
27:30Wahlergebnisse,
27:31wo es auch
27:32noch einmal
27:33eine Erdrutschniederlage
27:35der Republikaner
27:37könnte es nicht
27:37aufhalten,
27:38aber es könnte
27:39dann dazu führen,
27:39dass tausende
27:41einzelne
27:41Wahlergebnisse
27:42auf allen
27:43Ebenen
27:44angefochten werden,
27:45dass dann
27:45die Unsicherheit
27:47noch weiter
27:47noch stärker
27:48wäre und
27:49dann Trump
27:49noch mehr
27:50behaupten könnte.
27:51Die Wahlen
27:52wurden ja gestohlen,
27:53in Wirklichkeit
27:54sind wir
27:54die Sieger,
27:55was er ja schon
27:56zu den Wahlen
27:562020 gemacht hat
27:58und auch
27:59seither
27:59regelmäßig
28:00macht.
28:00Die dritte
28:03Gefahr
28:03oder das
28:04Szenario
28:05ist,
28:05dass Trump,
28:06sagen wir,
28:07einen nationalen
28:08Notstand
28:08ausruft,
28:10Nationalgarden,
28:11das Militär,
28:12seine Fremdenpolizei
28:13eisschickt
28:14zumindest in
28:15gewisse
28:16Wahlbezirke,
28:17um dort Menschen
28:17davon abzuhalten,
28:19wählen zu gehen.
28:20Ich kann mir das
28:21nicht ganz vorstellen,
28:22nicht weil er es
28:22nicht will,
28:24aber das Land
28:26ist irgendwie
28:27zu groß dazu,
28:28zu fragmentiert,
28:29es gäbe zu viele
28:31Wahlbezirke,
28:31zu viele
28:33Bereiche,
28:33wo man das
28:34machen müsste
28:34und wir haben
28:35ja schon gesehen,
28:36wie dieser
28:39Militär,
28:39de facto
28:40Militäreinsatz
28:41in Minneapolis,
28:42was das für,
28:43was das ausgelöst hat,
28:45auch an Widerstand
28:46der Zivilbevölkerung,
28:47um es irgendwie
28:49knapp zu sagen,
28:51ich glaube,
28:51die Amerikaner,
28:52die würden sich das
28:54einfach nicht bieten lassen.
28:56Was denkst du,
28:57wie stark
28:59ist die Unterstützung
29:00für Donald Trump
29:01von Seiten der
29:02diversen Tech-Milliardäre,
29:04allen voran
29:05Elon Musk,
29:06der gesagt hat,
29:06er wird auch
29:07den republikanischen
29:08Wahlkampf
29:08für diese Midterms
29:10wieder finanzieren,
29:11ist das nicht
29:11ein Riesenvorteil,
29:12den er hat?
29:13Ich glaube,
29:14dass Elon Musks
29:16Rolle
29:17beim Wahlsieg
29:18von Donald Trump
29:19ein wenig
29:19überschätzt wird.
29:20Ja,
29:21er hat über
29:22200 Millionen Dollar
29:23reingesteckt,
29:24aber das war jetzt
29:25auch nicht das Entscheidende.
29:26Es gab schon
29:27gute andere Gründe,
29:28warum Trump
29:29gewonnen hat.
29:30Er hat die Unterstützung
29:31von Latino,
29:32von Hispanic Wählern
29:33bekommen,
29:34er hat viele
29:35schwarze Wähler
29:35für sich gewonnen.
29:37Ganze Bevölkerungsgruppen,
29:38die immer
29:39traditionell demokratisch
29:40waren,
29:41sind plötzlich
29:41zu ihm
29:42übergelaufen,
29:43haben ihm geglaubt.
29:44Die sind weg,
29:45die kommen nicht wieder,
29:46die haben die Republikaner
29:48sehr, sehr schnell
29:49wieder verloren.
29:51Also selbst
29:52wenn Musk
29:52sehr große Summen
29:54in diesen Wahl
29:55hineinsteckt,
29:56glaube ich,
29:56kann er die Wahl
29:57davon nicht entscheiden.
29:58Es gab,
29:59ganz interessant,
30:00im letzten Jahr gab es
30:01eine
30:03Richterwahl
30:03in einem
30:04Bundesstaat,
30:06die als wichtig
30:08gesehen wurde,
30:08die Elon Musk
30:10mit Millionen
30:10hineingesteckt hat,
30:12um dem
30:12republikanischen
30:13Richter
30:14dort zur
30:14Mehrheit
30:15zu verschaffen.
30:15Das Gegenteil
30:16hat er ausgelöst,
30:17die demokratische
30:18Kandidatin hat sogar
30:19ziemlich stark
30:20gewonnen.
30:21Also es kann sich
30:21auch immer wieder
30:22als Bumerang
30:22erweisen.
30:23Ich glaube,
30:24die Möglichkeit
30:25von
30:26Tech-Milliardären,
30:28solche in einer
30:29gewissen,
30:30in der jetzigen
30:30Stimmung
30:31die Wahl
30:32zu entscheiden,
30:33ist viel
30:34kleiner geworden,
30:35auch weil
30:37das Augenmerk
30:38auf ihnen
30:39so groß
30:39geworden ist.
30:40Also wenn sie es
30:41tun,
30:42dann macht
30:42das Schlagzeilen,
30:43dann weiß es
30:44jeder und
30:45vergessen wir
30:45nicht,
30:46sehr beliebt
30:47sind sie
30:47nicht.
30:48Die Umfragewerte
30:49für Elon Musk
30:50sind noch
30:51schlechter als
30:52die von
30:52Donald Trump.
30:54Also ich glaube,
30:56der Höhepunkt
30:58der Macht
30:58der sogenannten
30:59Tech-Bros,
31:00ich glaube,
31:01das ist bereits
31:01überschritten.
31:03Bin ich gespannt,
31:04ob das sich
31:04bewahrheiten
31:05wird.
31:06Alles in
31:07allem,
31:08wenn du
31:08jetzt auf die
31:09diversen
31:09Entwicklungen
31:10blickst,
31:11wie der
31:11Krieg
31:11verläuft,
31:12wie die
31:12Wirtschaft
31:12läuft in
31:13den USA,
31:14die
31:15Korruptionsvorwürfe,
31:16auch wenn du
31:16sagst,
31:17die verfangen
31:17nicht so sehr
31:18bei seiner
31:18Kernwählerschaft,
31:19aber es gibt
31:20auch noch den
31:20andauernden
31:21Epstein-Skandal,
31:22der immer
31:22wieder hochkommt.
31:24Was denkst du denn,
31:25steuert Trump
31:27mit Blick auf
31:28diese Midterms
31:29auf eine
31:30Katastrophe
31:31zu,
31:31auf einen
31:31Debakel zu
31:32oder hat
31:34er noch
31:34Möglichkeiten,
31:35das Ruder
31:36rumzureißen
31:36und doch wieder
31:37als Sieger
31:38hervorzutreten?
31:39Also er
31:40selbst steht
31:40ja nicht
31:41zur Wahl
31:41und das
31:42ist schon
31:42einmal eine
31:43große
31:43Schwäche
31:43für die
31:44Republikaner,
31:45weil
31:46eines
31:47der
31:48Stärken
31:49auch bei
31:50früheren
31:50Wahlen
31:51war,
31:51wenn Donald
31:51Trump
31:52zur Wahl
31:52steht,
31:53dann kann
31:53er sehr
31:53viele
31:54Menschen
31:54mobilisieren
31:56und
31:56ich
31:59sehe
31:59eigentlich
32:00kein
32:00Szenario,
32:01wo die
32:02Republikaner
32:03aus diesen
32:03Midterm
32:03Wahlen
32:04mit
32:04zu
32:05Gewinnen
32:06sogar
32:07mit
32:07einem
32:10zufriedenstellenden
32:10Ergebnis
32:11herauskommen
32:11können,
32:12aber
32:13es ist die
32:14Frage,
32:14wie sich
32:14die nächsten
32:15Monate
32:15entwickeln
32:16werden,
32:18wenn
32:19dieser
32:19Krieg
32:20jetzt doch
32:21relativ
32:21bald
32:22zu Ende
32:22geht,
32:23Trump
32:23spricht ja
32:24jedes Mal
32:24von ungefähr
32:25in zwei
32:25Wochen
32:26und das
32:26verschiebt sich
32:27dann jedes Mal
32:27um zwei
32:28Wochen,
32:28das kann
32:29auch sehr
32:29lange
32:29dauern,
32:30aber es
32:31könnte auch
32:31sein,
32:31dass er
32:31irgendwann
32:32einmal
32:32sich zum
32:32Sieger
32:33erklärt
32:33und
32:33mit
32:34dem
32:34Iran
32:34irgendeinen
32:35Deal
32:35eingeht,
32:36der
32:36jetzt
32:37zwar
32:37eigentlich
32:38in
32:38Niederlage
32:39gleichkommt,
32:39aber
32:39zumindest
32:40nicht
32:40immer so
32:41wahrgenommen
32:41wird,
32:42dass
32:42sich
32:42dann
32:42die
32:43Wirtschaft
32:43möglicherweise
32:44auch
32:44gut
32:45läuft,
32:45es
32:46gibt
32:46heuer
32:47Steuersenkungen,
32:48es
32:49gibt
32:49andere,
32:49so
32:50ein bisschen
32:50Zuckerl
32:51für die
32:52Bevölkerung,
32:53dass
32:53dann
32:53die
32:54Nachfrage
32:54wieder
32:55anspringt,
32:55die Preise,
32:56der
32:56Ölpreis
32:57deutlich
32:58wieder
32:58sinkt
32:58und
32:59damit
32:59auch
32:59zumindest
33:01Spritpreis
33:01sinkt,
33:01wenn nicht
33:02auch
33:02nicht
33:02anderes.
33:03Also
33:03ja,
33:04es
33:04kann
33:04auch
33:05halbwegs
33:05positive
33:06Entwicklungen
33:06im
33:07nächsten
33:07halben
33:08Jahr
33:08geben,
33:08wir
33:09reden
33:09hier
33:10doch
33:10von
33:10einer
33:10noch
33:10relativ
33:11langen
33:11Zeit
33:11und
33:12dann
33:12würde
33:13ich
33:13erwarten,
33:14dass
33:30J.D. Vance
33:31dann
33:31den
33:31Ausschlag
33:31geben
33:32kann
33:32und
33:33Trump
33:34mit
33:34seiner
33:37hemmungslosen
33:38Unverschämtheit
33:39oder Schamlosigkeit
33:40einfach weiter
33:41dieses Land
33:42so regiert,
33:43wie er
33:44will.
33:45Man muss
33:46aber auch
33:46beobachten,
33:48man hat
33:48so
33:48manchmal
33:48das
33:49Gefühl,
33:49dass
33:49Trump
33:49selbst
33:50auch
33:51politische,
33:52aber auch
33:52geistige
33:52Fähigkeiten
33:53irgendwie
33:54abnehmen,
33:55dass er
33:55immer
33:55verwirrter
33:57wirkt,
33:57dass er
33:58immer
33:58weniger
33:58fokussiert
33:59und
34:00dann
34:01ist
34:01selbst,
34:02wenn
34:02dann
34:02die
34:02Republikaner
34:03irgendwie
34:03kein
34:04Fiasko
34:04erleben,
34:06wenn
34:06jemand
34:06dann
34:06ein
34:07Präsident
34:07im
34:07Weißen
34:08Haus
34:08sitzt,
34:08der
34:09eigentlich
34:09nicht
34:09mehr
34:09wirklich
34:10weiß,
34:11was er
34:11tut
34:12oder
34:12in
34:13einem
34:13völligen
34:13Zick-Zack-Kurs
34:14das Land
34:15einmal links,
34:15einmal nach
34:16rechts
34:16führt,
34:17dann
34:18ist
34:18das
34:18weder
34:19für
34:19ihn
34:20noch
34:20für
34:20seine
34:20Partei
34:21auch
34:21ein
34:21großer
34:22Erfolg.
34:22Wir
34:23werden
34:23jedenfalls
34:23dranbleiben.
34:24Auch
34:25dranbleiben
34:25wirst du,
34:25Erik,
34:26mit deinem
34:27Newsletter
34:27Trumps Welt
34:28am besten gleich
34:29abonnieren.
34:29Wir stellen den Link
34:30dazu in die
34:31Shownotes und du
34:32wirst auch zu Gast
34:33sein bei unserem
34:33Live-Podcast am
34:3414.
34:35September beim
34:36Theater im Park
34:36in Wien
34:37zu Amerika
34:38Schicksalswahl.
34:39Darauf freue ich
34:39mich sehr.
34:40Wir haben bereits
34:40fast 1000
34:41Tickets verkauft,
34:42die ein paar
34:43sind noch über,
34:43also schnell sein.
34:45Auch den Link
34:45dazu gebe ich
34:46in die
34:46Shownotes.
34:47Ich sage
34:47herzlichen Dank,
34:47dass du heute
34:48hier im Studio
34:48warst.
34:49Danke dir,
34:49Scholt.
34:50Und wenn euch
34:50diese Folge gefallen
34:51hat und ihr
34:52unsere Arbeit
34:52unterstützen wollt,
34:53dann macht das
34:53am besten über
34:54ein Abonnement.
34:55Alle Infos dazu
34:56findet ihr auf
34:56abo.derstandard.at.
34:58Abonniert uns auch
34:59auf den diversen
35:00Podcast-Kanälen,
35:01auch auf YouTube,
35:02da gibt es uns zu sehen.
35:03Hinterlasst uns gerne
35:04eine nette Bewertung
35:05und einen Kommentar.
35:06Wir lesen euch
35:08und wir melden uns
35:09zurück mit Feedback.
35:10Vielen Dank fürs
35:11Zuhören.
35:12Diese Aufnahme hat
35:13Daniel Retschitz-Egger
35:14gemacht.
35:14Ich bin Scholt Wilhelm.
35:16Baba und bis zum
35:17nächsten Mal.
35:23Ich bin Scholt Wilhelm.
35:26Ich bin Scholt Wilhelm.
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