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00:00Are we actually criminals or rassists?
00:02No, you are Ossis.
00:05So are we rassists?
00:08Okay, good.
00:09But so is the situation in Germany feels like this, right?
00:14And migrants, they are foul, criminals and so many.
00:17For this film I'm going to go to a place where I can meet both Klischees.
00:22Here I make a practice in a meeting for refugees.
00:27I live in a district where the AfD got the most votes.
00:31And that's as Nazi-Kids.
00:34What for people living here?
00:36And what is at the same time?
00:38They have not so billy handy as we.
00:41They're in the area.
00:43They're driving off the ground.
00:45I hope those don't want us out.
00:49I hope those are not against refugees.
00:51Was that just so a situation?
00:52Man wird ja auch so ein bisschen paranoid irgendwie, ne?
00:56Ja, der sah schon so aus.
00:57Hat der jetzt irgendwie den Leuten Bescheid gesagt oder so?
01:00Zehn Tage.
01:01Raus aus der Komfortzone.
01:03Raus aus meiner eigenen Bubble.
01:04Ja, also heute bin ich ehrlich gesagt ziemlich auf dem Tiefpunkt angekommen.
01:15Da.
01:16Guten Morgen.
01:17Ich hab ein, zwei Sachen dabei.
01:21Mein Kameramann Markus wird mich begleiten.
01:24Zumindest die Hälfte der Zeit.
01:25Den Rest werde ich selbst drehen.
01:29Also ich lebe seit 20 Jahren in Leipzig, ne?
01:31Ursprünglich komme ich aber aus dem Westen.
01:33Und mir tut das immer im Herzen weh, wenn ich so in meiner alten Heimat zu Hause bin.
01:39Und die Leute dann irgendwie so, ja so ein bisschen so ein Ost-Bashing machen, ne?
01:43Sich so ein bisschen lustig machen über den Osten und so.
01:45Das macht mich immer richtig traurig und wütend.
01:47Weil ich erlebe das ja ganz anders hier.
01:49Ich frage mich, bewege ich mich in Leipzig in einer Bubble, die nichts mit dem Rest des Ostens zu tun
01:55hat?
01:56Ist ja auch, also, ich hab jetzt Pfefferspray eingepackt.
02:01Es ist wirklich gefährlich für uns.
02:03Ich kann es nicht einschätzen.
02:08Da kannst du gleich nachher verziehen.
02:10Da kannst du gleich nachher verziehen.
02:12Da kannst du gleich nachher verziehen.
02:14Ich fahre nach Thüringen.
02:15Hier hat die AfD bei der Wahl die meisten Stimmen geholt.
02:18Und die Thüringer AfD wird vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft.
02:24Ja, das ist auch Herr Rindberg hier schon.
02:26Der Stadtteil, wo ich hinziehen werde.
02:29Genau, aber jetzt fahren wir erstmal noch drei Kilometer in die Stadt.
02:35Und da ist nämlich die Geflüchtetenunterkunft.
02:38Ich bin jetzt wirklich aufgeregt.
02:41Bin ich ehrlich?
02:43Für den Film habe ich an die 100 Geflüchtetenunterkünfte angefragt.
02:46Nur diese lässt mich mit Kamera rein.
02:49Wissen Sie, wo Frau Zimmermann oder Herr Frischmutz sind?
02:53Frau Zimmermann?
02:54Ja.
02:54Da auch mal.
02:55Ah, da ist er.
02:56Hallo.
02:57Hallo.
02:59Eder Alphas, hallo.
03:00So.
03:00Jetzt sind wir da.
03:02Ja.
03:03Herzlich willkommen.
03:04Vielen Dank.
03:05Ah, Praktikumsvertrag.
03:06Praktikumsvertrag.
03:06Praktikumsvertrag.
03:08Hier leben 120 Menschen aus elf Nationen.
03:11Drei Personen teilen sich normalerweise ein Zimmer.
03:14Auch 20 Kinder leben hier und um deren Betreuung soll ich mich als Praktikantin kümmern.
03:19Das habe ich auch gelesen.
03:22Das bin ich.
03:23In verschiedenen Sprachen hier.
03:27Und mein Aushang ist aufgefallen.
03:30Reza aus dem Iran möchte mich kennenlernen.
03:32Seit drei Monaten lebt er in Erfurt.
03:35Kann ich reinkommen?
03:37Hallo.
03:38Hallo Reza.
03:39Guten Morgen.
03:40Reza ist trans.
03:41Er wurde im Iran misshandelt.
03:43Seitdem er offen als Mann lebt, hat er außerdem Familie, Job und Freunde in seiner Heimat verloren.
03:49Auch hier in der Unterkunft benötigt er besonderen Schutz und hat deshalb ein eigenes
03:53Zimmer.
03:55Ich komme aus dem Iran, aus Kaserun.
03:59Meine Heimatstadt liegt im Südwesten Irans.
04:06Aha.
04:07Ich habe drei Brüder und fünf Schwestern.
04:12Wow.
04:14Ich schreibe schon.
04:17Ich war Professor und Schriftsteller und Redaktor.
04:21Jetzt bin ich Schuler.
04:30Im Gemeinschaftsraum treffe ich Ikosa aus Nigeria.
04:33Er ist allein nach Deutschland gekommen.
04:35Zuerst hatte er kein Problem damit, im Film erkannt zu werden.
04:39Aber dann passiert bei den Dreharbeiten etwas, das seine Entscheidung verändert.
04:42Später mehr dazu.
04:44Vielleicht hast du ja morgen Lust nochmal mit mir zu spielen?
04:46So, I've been here for like one note and maybe two weeks.
04:49Yeah.
04:50Sorry.
04:51The Spiderman.
04:53Okay.
04:53So, you're here for two weeks.
04:55One month and two weeks.
04:57Okay.
04:57Okay.
04:57So, and what's your dream?
05:00My dream is to become a software engineer.
05:03Okay.
05:03So, I want to become an engineer.
05:05I just hope that Deutschland will give me a chance.
05:07Yeah.
05:08Because I really will use the chance very well.
05:11I have to drop out from school, because my parents were not able to afford the school fees.
05:15Yeah.
05:16So, I had to drop out.
05:17And from there, I just helped living life.
05:20Because life was so hard.
05:22It was so hard.
05:23There was so much suffering.
05:24But you have to manage.
05:26You have to live.
05:26Because that's just the reality.
05:28Yeah.
05:29Okay.
05:30Ich möchte von ihm wissen, ob er spürt, dass manche Menschen in Deutschland ein Problem
05:34mit Geflüchteten haben.
05:36And it's hard.
05:38Yeah.
05:38Because going out every day, you just feel that they don't want you in the country.
05:42They don't want you in their space.
05:44So it's kind of sad and it's heartbreaking also.
05:47Yeah.
05:47But there's nothing we can do.
05:49Just have to move on with it and get on with life.
05:53That's life, yeah.
05:55Als die ersten Kinder kommen, beginnt mein Job.
05:57Hi, wer bist du?
05:59Murat.
06:00Murat.
06:00Cool, dass ihr da seid.
06:02Und jetzt plötzlich ist der Raum voll.
06:05Ich hab auch gleich einen neuen Kameramann.
06:08Murat übernimmt.
06:09Und er bringt eine Idee für die nächsten Tage mit.
06:12Er will einen richtigen Film bringen.
06:13Wir können Monster machen, aber wir können Zoom machen.
06:18Okay.
06:19Dann er machen und da sind noch zwei Monster.
06:22Ach, Zombies.
06:24Ja.
06:25Praktikumsziel, Zombie-Film.
06:27Neue Bekanntschaften aus dem Iran und Nigeria.
06:30Kein so schlechter Anfang in der Unterkunft.
06:32Jetzt fahr ich nach Herrenberg.
06:34Hier werde ich die nächsten zehn Tage wohnen.
06:37Das ist der Osten, keiner pumpt hier eure Hits.
06:40Im Stadtteil Herrenberg hat die Mehrheit der Menschen bei der Bundestagswahl die AfD gewählt.
06:45Und der Ton der Graffitis ist deutlich.
06:48Das Viertel war in den vergangenen Jahren häufig als Nazi-Treffpunkt in der Presse.
06:55An der Hauptstraße befindet sich meine Pension, in der ich übernachten werde.
07:00Und da kommt meine Vermieterin, Frau Fiege.
07:03Wir beiden werden uns im Laufe der Zeit noch überraschend gut kennenlernen.
07:14Jetzt sind nämlich hier Schienersatzverschwert.
07:18Ja.
07:18Sehen Sie mal, das ist so ein göttlicher Typ hier.
07:21Der fährt in die Einfahrt rein.
07:26Angenommen, ich will jetzt raus.
07:27Muss ich erst wieder betteln, dass der frei macht.
07:30Aber der nicht hier stehen bleibt.
07:33Nee, so.
07:37Frau Fiege wohnt seit über 50 Jahren in diesem Haus und vermietet einige Zimmer unter.
07:51So, ich mache jetzt noch einen kleinen Abendspaziergang über den Herrenberg.
07:56Ähm, mir nochmal in Ruhe meine neue Hood anschauen.
08:03Vielleicht ist es auch Quatsch.
08:05Aber so richtig sicher fühle ich mich hier nicht.
08:08Ich merke, dass mir das Fremde auch Angst macht.
08:11Zu Recht?
08:21Jetzt hoffe ich, dass es in den nächsten Tagen mir gelingt,
08:24dass ich noch mehr mit den Geflüchteten vor allem ins Gespräch komme.
08:27Und dass ich auch mit denen irgendwie kleine Sachen unternehmen kann.
08:30Also da muss ich jetzt mal gucken, wie ich das am besten anleihe,
08:33dass die Bock haben, mit mir ein bisschen Zeit zu verbringen.
08:36Damit ich die einfach besser kennenlernen kann.
08:42Der nächste Tag.
08:43Einige der Geflüchteten trinken zur Abwechslung mal Draußentee.
08:47Viele warten schon lange auf die Entscheidung, ob sie hier bleiben dürfen.
08:55Auch Seba aus Syrien geht es so. Sie ist seit Jahren auf der Flucht.
08:58Wie fühlt es sich als Mädchen hier in Deutschland, als Flüchtlinge?
09:03Mhm.
09:04Du fühlst dich sicher?
09:05Ja.
09:05Für mich als eine einzige Mädchen, dass ich nicht einen Mann habe,
09:09den ich bereits zu verabschieden bin.
09:10Ich fühle mich wirklich mehr frei als die anderen.
09:13Ich kann mein eigenes Kind ohne einen Mann haben.
09:16Ja.
09:16Ich kann einen Mann haben. Ich kann einen Mann haben.
09:18Ich kann einen Mann haben. Ich kann einen Mann haben.
09:20Ich kann einen Mann haben.
09:21Ich kann einen Mann haben.
09:21Und einen Mann haben.
09:22Ja, natürlich.
09:24Ich kann einen Mann haben.
09:26Ich kann einen Mann haben.
09:28Ich kann einen Mann haben.
09:29Ich kann einen Mann haben.
09:30Ich habe einen Mann in einander.
09:32Ich bin in einander.
09:33Ich bin in einander.
09:33Ich bin zurück in Syrien.
09:34Und in Turkey.
09:35Und hier.
09:36Ich habe es gedacht, dass das letzte Mal sein.
09:39Und dann, ich will, finally ...
09:43Sorry.
09:44Nein, es geht.
09:44Okay.
09:49Maybe.
09:51Maybe.
09:52Maybe.
09:53I will say this is home.
10:00Because ...
10:03I have ...
10:05I have lived in so many countries that I can't say that they were home.
10:12I'm sorry.
10:12I'm sorry.
10:13It's fine.
10:17Every time I see a gathering in the Anger.
10:21Yeah.
10:21And I was wondering.
10:23Because lots of people having signs.
10:25And I don't know any Deutsch.
10:26And I say, I hope.
10:27I hope those are not.
10:29Those don't want us out.
10:30I hope those are not against refugees.
10:32I will learn.
10:33I will work.
10:35I'll pay taxes.
10:37And ...
10:40I wish if they know that maybe majority of refugees.
10:43They have done problems.
10:47Maybe it's their own right.
10:48Lots of foreigners.
10:50And they are old.
10:51You can change their minds.
10:52But also maybe they know that there are people that are different.
10:56And they are good refugees.
10:58Am Nachmittag muss ich für ein Dreh Eier ausblasen.
11:01Meine Vermieterin Frau Fiegel schaut mir zu.
11:04Sie ist Ingenieurökonomin, war nach der Wende arbeitslos
11:07und musste sich als alleinerziehende Mutter mit Gelegenheitsjobs durchschlagen.
11:12Ja, aber sie sind gut.
11:16Flupp.
11:16Ach, geschafft.
11:19Können Sie das verstehen, dass hier viele Leute die AfD gewählt haben?
11:23Ich hab sie auch gewählt.
11:24Okay, warum?
11:26Weil die anderen Alten, die bewegen doch nichts.
11:30Ist doch ein eingeschlafener Laden.
11:32Und die AfD wird nur runter gemacht.
11:35Aber dass die vielleicht doch was Positives machen.
11:37Warum gibt man denen nicht mal eine Chance, eine Wahlperiode?
11:42Da hab ich gedacht, na ja, was du jetzt gehört hast vor der Wahl.
11:46Also die haben schon ein paar ganz gute Sachen dabei.
11:49Was zum Beispiel, was finden sie gut? Gibt's irgendwas?
11:52Ja, wenn die jetzt zum Beispiel, also ich bin nicht gegen Ausländer.
11:55Aber wenn ich sehe, was hier rumläuft und kreucht, junge Männer.
11:59Die sollen doch daheim bleiben und ihren eigenen Staat aufbauen.
12:04Die kommen hierher und machen Lebemann.
12:08Ich würde sagen, über 50 Prozent arbeiten gar nicht.
12:12Die leben nur auf unseren Kosten, auf unseren Staat eben.
12:16Und da seh ich nicht ein.
12:18Ich hab ne kleine Rente noch nicht mal 800 Euro.
12:21Und hab mein Leben lang gearbeitet.
12:23Hab zwei Kinder großgezogen.
12:25Und da soll ich für Asyrien und sonst woher, Pakistan.
12:29Und ach, was weiß ich, wo die überall herkommen.
12:31Die soll ich mit unterhalten und denen essen und trinken geben.
12:35Wie komme ich denn dazu?
12:41Ich muss das ein bisschen verdauen.
12:46Auf jeden Fall, was sie mir so erzählt hat.
12:50Und ich weiß auch in den Interviews nicht so genau.
12:54Also ich will ja das gar nicht werten.
12:58Aber ich weiß manchmal gar nicht so richtig, wie ich reagieren soll.
13:03Am nächsten Tag in der Unterkunft.
13:06Murat schreibt am Drehplan für unseren Zombiefilm.
13:11Ein Haus.
13:14Zweite Kinder.
13:16Er ist mit seiner Familie vor dem Krieg aus der Ukraine geflüchtet.
13:27Ja, und Flugzeuge. Sehr schnell. Flugzeuge.
13:32Ja.
13:32Hast du Angst?
13:34Nee?
13:35Den ganzen Tag nicht Angst.
13:37Okay.
13:39Und dann gehen die Dreharbeiten los.
13:43Hallo.
13:44Hallo.
13:45Herr Regisseur.
13:48Dann komm.
13:50Das ist böse Doktor-Zombies.
13:53Das ist gute.
13:54Gute Doktor?
13:55Das ist auch.
13:56Und das ist Zombies.
13:58Lila, erklär mal, was haben wir denn jetzt?
13:59Ja, guck mal, das ist das verb congratulate.
14:07Das ist bon.
14:09Gesteキ Запhorst, das ist schön.
14:113
14:122
14:173
14:182
14:184
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14:233
14:25It's in the Kiste!
14:30In a Plattenbau in Herrenberg
14:32can I do today
14:32at an Oster-Eier-Mahl-Wettbewerb
14:35Hello Lena!
14:36Hello Lena Elfers, hello!
14:44I feel here very well,
14:45a bit like at a party of my grandparents.
14:48Our golden rule is
14:51We have all our little wew.
14:56We don't want to talk about Krankheit.
14:59We want to talk about it.
15:01We want to talk about it.
15:02I understand.
15:05Let's talk about politics.
15:10If the new Regierung
15:13in the next 4 years
15:14does not offer anything,
15:15it's in the 4 years the AfD.
15:17But what does the AfD represent?
15:22Where the people think
15:23that it would help them?
15:26They're not generally from foreigners.
15:29The doctors, doctors,
15:30the doctors,
15:31they would like to stay here.
15:33But these people
15:35in modern Tchamotten
15:36have not so billy phones like us.
15:40They're in the area.
15:42They take care of us.
15:42They take care of us.
15:44They take care of us.
15:44They take care of us.
15:45We live from their
15:45Wittgenrent and from
15:46the money.
15:47And before 1,5 years
15:50I stopped working.
15:51I searched for a mini job.
15:54I searched for a job.
15:55Not only because I have
15:55the time to work.
15:57We need money.
15:59And we know that
16:00the last 1,5 years
16:02I have to be aware of
16:03every month
16:04that we have to go to the disco.
16:06It was wrong.
16:08It was wrong,
16:08that the Merkel said
16:09that we all have to go in.
16:10That was wrong.
16:12That was wrong.
16:12One of the reasons
16:13I have to say
16:14that the Ausländer
16:14could go in.
16:15That could be
16:16Tschechians,
16:17Poles,
16:18Italianers,
16:19Spanians,
16:20etc.
16:21They could go in.
16:22But for God's sake
16:23no Muslims.
16:24What should that be?
16:25I don't think
16:26that if the AfD
16:28here
16:29should be
16:29here
16:30you're looking.
16:32That's not
16:33as you think.
16:35The most
16:36on the table
16:36have said
16:37nothing
16:38and said
16:38and said
16:39that.
16:39We have to tell
16:42that.
16:43It's not a bad
16:45bad
16:45bad
16:45bad
16:46bad
16:46bad
16:47bad
16:47bad
16:47bad
16:47bad
16:47bad
16:47bad
16:47bad
16:47bad
16:47bad
16:52bad
16:54bad
16:57bad
16:59bad
17:01bad
17:02bad
17:02bad
17:04bad
17:04bad
17:05bad
17:06bad
17:06bad
17:11bad
17:12bad
17:12bad
17:12bad
17:13bad
17:13bad
17:13bad
17:13bad
17:15bad
17:19Okay, for you is another problem.
17:21You have the decision from the Bundesamt with the fingerprint in Italy, not France.
17:29Okay, this is at the moment like your Ausweis.
17:34Okay, this paper.
17:36You cannot walk and you must stay in effort.
17:39Okay?
17:40Ah, shit.
17:43Scheiße.
17:44Er hat ...
17:47Das ist ja eigentlich kein richtiges Dokument.
17:50Das ist ja kein Ausweis.
17:52Die geben mir keine Duldung mehr.
17:56Ah, nicht gut.
17:59Sorry.
18:01Das Papier sagt jetzt wirklich,
18:03warten bis die Polizei kommt, die nach Frankreich zurück.
18:06Und da sind wir wieder bei dem Punkt.
18:08Aber es wird halt gleichzeitig die Arbeitserlaubnis entzogen.
18:12Was wäre jetzt so schlimm, wenn er arbeitet?
18:14Also wenn ich jetzt weiß, man muss es eh anmelden.
18:18Ich kann ihn auch von dort sozusagen abschieben.
18:23So ist halt jetzt zum Nicht-Zun.
18:25Igosa will nicht zurück.
18:27In Frankreich hatte er Kontakt zu kriminellen Leuten.
18:30Deshalb will er auch im Film nicht erkannt werden.
18:32Er hat Angst, dass diese Leute ihn erkennen und wissen, dass er wiederkommt.
18:38Na ja.
18:40Ich hab Angst.
18:42Hast du Angst?
18:46All mein Angst.
18:49Zurück zum Herrenberg.
18:50Ich hab mich mit zwei Frauen verabredet, die hier leben.
18:53Ich hab sie vor einigen Tagen einfach angequatscht, weil sie mir im Viertel aufgefallen sind.
18:57Sie mussten zunächst überlegen, ob sie sich hier für alle in der Umgebung einsehbar mit einer Kamera treffen wollen.
19:03Hier?
19:05Ja, fünf.
19:06Okay.
19:07Und ihr fühlt euch hier ein bisschen beobachtet?
19:09Ja, definitiv.
19:18Ja, ich bin ja jetzt hier auch schon eine Weile rumgelaufen.
19:22Ja.
19:22Und ich hab natürlich auch die Graffitis gesehen.
19:25Aha.
19:26Wie ist das hier?
19:27Also fühlt ihr euch hier sicher?
19:29Man läuft teilweise schon mit Angst rum.
19:31Ja.
19:31Da war ich mit einer Freundin.
19:33Und da wurden uns sowas wie Dreckslesben oder sowas hinterhergerufen.
19:41Und das jetzt auch schon häufiger tatsächlich.
19:44Das ist unsere Realität.
19:46Ja.
19:46Es wird immer so viel über den Osten gehetzt.
19:49Und es gibt aber auch Menschen wie uns, die noch sehr stabil sind und stabil bleiben.
19:55Die aber auch versuchen hier zu leben.
19:57Hast du dich denn bewusst irgendwann gesagt, ich bleibe jetzt hier wohnen, obwohl ich Angst habe?
20:01Oder du könntest ja auch wegziehen, oder?
20:04Die Pläne dafür, die existieren definitiv.
20:06Das ist eigentlich eher eine Frage der Zeit, dass ich gehe, was ich auch traurig finde.
20:11Weil es ist meine Heimat, mein Geburtsort.
20:15Und es ist schon ein krasses Gefühl zu sagen, das hier fühlt sich nicht mehr wie Heimat an.
20:20Weil man eben mit so viel Angst jeden Tag leben muss.
20:24Angst ist überall ein Thema.
20:26In der Unterkunft und auf dem Herrenberg.
20:28Ich will von Miri wissen, was sie über das Klischee, MigrantInnen sind gefährlich denkt.
20:33Ich bin auch der Meinung, dass das Problem nicht unbedingt Migranten sind, sondern wirklich Männer.
20:40Wobei ich da jetzt auch nicht sagen will, dass jeder Mann per se eine Gefahr ist.
20:45Aber es wird so viel mit Angst auch immer argumentiert, auch von der anderen Seite.
20:51Dass sie ja Angst hätten vor den bösen Migranten.
20:54Und wenn man mal so ein bisschen dahinter schaut, hinter die Fassade ist es eigentlich nur Gut und Hass und
21:00überhaupt keine Angst.
21:02Hinter der Kamera bleibt plötzlich ein Mann stehen.
21:04Mit großem Hund und Kleidung, auf der ich Nazi-Symbole zu erkennen meine.
21:08Er holt das Handy raus.
21:11Wollen wir kurz warten?
21:12Wollen wir kurz warten?
21:12Ja, wir warten kurz.
21:17War das jetzt gerade so eine Situation, hat der jetzt...
21:19Man wird dann auch so ein bisschen paranoid irgendwie, ne?
21:22Ich bin mittlerweile auch sehr paranoid.
21:24Ja, der sah schon so aus.
21:26Ja, hat der jetzt irgendwie den Leuten Bescheid gesagt oder so?
21:28Weil der irgendwas mit dem Handy gemacht hat.
21:34Am Nachmittag hat mich Reza in seinem Zimmer zum Essen eingeladen.
21:39Ohja.
21:39Ui, ei, ei, ei, ei, ei, ei, ei, ei.
21:45Reza, wie lange hast du gekocht?
21:48Danke, ja.
21:49Hier, noch ne kleine Blume für dich.
21:52Mit dabei, seine Freundin Christine.
21:55Beide haben sich in einer queeren Gruppe kennengelernt.
22:00We know what the AFD is, Reza?
22:04No problem.
22:05No problem.
22:09And God is stronger.
22:13Yes.
22:15But here in Germany, I think, we have to be careful with...
22:21We had already a right party in the government.
22:25And it caused a lot of pain.
22:29Many people were killed.
22:32That must not happen again.
22:33Reza, would you tell me,
22:36how was your way to Germany?
22:38How did you come here?
22:40From Iran to Germany, it's...
22:48...very bad.
22:50You don't want to talk about it?
22:52Okay.
22:53It's okay.
22:54Also...
22:55...schmerzhaft.
22:57Ja.
22:59Deutschland...
23:02...is...
23:05...eh...
23:06Hoff...
23:07...oder...
23:07Hoffnung?
23:08Hoffnung?
23:09Ja.
23:09Wir sind...
23:12...sehr...
23:12...also ich, als Vertreterin von Deutschland...
23:15...bin sehr froh, dass du da bist.
23:19Wir fahren einfach oben rum und fahren gerade durch.
23:23Okay.
23:25Meine Vermieterin Frau Fiege und ich machen einen Ausflug.
23:28Ich nehme sie mit zu einem Konzert.
23:31What was your last concert was?
23:34Oh, that's already been here. But we want the next one. Okay.
23:39It could be Howard Coventry. I'm a fan of the old fan.
23:46I know the band from the band. They work in their Liedern,
23:50especially with their childhood in the 90s in Ostdeutschland.
23:55Das ist meine Hauswirtin, bei der wohne ich gerade. Die habe ich einfach mal mitgebracht.
24:00Das ist Frau Fiege.
24:01Monika.
24:02Oder Monika.
24:04Und ihr müsst ja heute Abend auch noch nach Potsdam, weil ihr morgen da auch noch spielt, oder?
24:08Naja, wir müssen dann auf jeden Fall noch weiterfahren, nach Prenzlau.
24:10Nach Prenzlau.
24:11Dann ist dann morgen die andere Stadt mit P in Brandenburg.
24:15In Potsdam wohnt Günter Jauch.
24:17Ach, stimmt, das war's ja.
24:18Ich weiß nicht, der ist mir in letzter Zeit so ein bisschen unsympathisch geworden.
24:22Ist das so?
24:23Ja, ich weiß nicht, da gab es irgendwie vor ein paar Wochen mal einen Vorfall.
24:27Der hat alle begrüßt, wo er war.
24:29Ja.
24:29Und die Frau Weidel, da ist er vorbeigegangen, die hat er nicht begrüßt.
24:33Egal was für eine politische Einstellung, das gehört sich nicht.
24:37Ich weiß nicht so richtig, ich kann das schon nachvollziehen, dass das Leute vielleicht
24:40nicht machen wollen.
24:41Wenn man mit bestimmten Leuten bestimmte Sachen assoziiert, weiß ich nicht, ich kann das schon
24:45nachvollziehen.
24:46Ich finde ein bisschen Respekt und Anstand kann man einer Frau schon gegenüber bringen.
24:50Ob man die nun mag oder nicht, aber einfach nur Guten Tag sagen, das kann man schon.
24:55Ja, das, was ich mir dann immer überlege, ist, ob die Person, die mir gegenübersteht,
24:59halt eben auch den Respekt und den Anstand anderen Leuten gegenüber hat.
25:02Und da bin ich mir bei Frau Weidel immer nicht so richtig sicher.
25:06Ja, also ich muss zugeben, ich habe nichts gegen die Frau.
25:10Das ist wenigstens mal eine Person, die weiß, worüber sie spricht.
25:14Ob das immer richtig ist, ist eine andere Seite.
25:17Aber die weiß zumindestens, worüber sie spricht.
25:21Was ich total cool finde, ist, dass die Sozialarbeiter, also Natalia und René auch gekommen sind.
25:34Wir sind die Band voran, voran und spielen euch ein bisschen Musik.
25:37Hier ist mein Vater schon gescheitert.
25:43Hier hat meine Mutter sich verbraucht.
25:49Hier kam auch ich irgendwann nicht mehr weiter.
25:55Warum bin ich hier gar nicht unter, wow.
25:59Vielen Dank.
26:03Wir sind jetzt aus dem Kühlschrank hier.
26:06Sind wir jetzt eigentlich Kriminelle oder Rassisten?
26:08Nee, ihr seid ja Ossis, also seid ihr Rassisten.
26:12Also sind wir Rassisten?
26:13Okay, gut.
26:14Warum ist denn das so so?
26:15Warum seid ihr alle so komisch?
26:17Ja.
26:18Und das hat ganz viel damit zu tun, dass es keine gemeinsame deutsche Geschichte gibt.
26:22Nach 1990.
26:24Also die 90er-Jahre finden halt nirgendwo statt, weder im Geschichtsunterricht noch eine gemeinsame
26:29Aufarbeitung.
26:30Und die haben aber viel mehr dazu beigetragen, dass die Zustände im Osten sozusagen so anders
26:37verlaufen als im Westen.
26:40Denn viele haben damals ihre Jobs verloren, wurden vom Westen überrollt und der Ossi wird
26:46immer noch gerne belächelt.
26:50Und solange man sich dem verwehrt und sich dem verweigert sozusagen und das negiert und
26:55sagt, das ist ja alles gar nicht so schlecht und es ist ja auch ganz viel Tolles und Gutes
26:59passiert und das halt damit halt immer nicht ernst nimmt, wird halt aus der Beziehung
27:04auch auf lange Sicht nichts mehr.
27:07Eine Identität als bittstellende Person, die lässt sich glaube ich nicht lange aufrechterhalten,
27:11du brauchst was Positives, du brauchst eine positive Selbsterzählung.
27:14Und jetzt ist es halt, das merkt man ja an solchen AfD-Wahlplakaten wie die Wende vollenden,
27:18die versuchen sich ja da drauf zu setzen.
27:20Hier, wir geben euch eine positive Identität als Weiße, als Menschen, die hier schon immer gewohnt
27:25haben.
27:27Zumindest habe ich es versucht zuzuhören, ins Gespräch zu kommen, mit den Menschen hinter
27:31den Klischees.
27:33Mein Pfefferspray habe ich nicht gebraucht, weder hier noch auf dem Herrenberg.
27:37Aber auch ich hatte am Anfang Angst vor dem Fremden.
27:41Alle in der geflüchteten Unterkunft sind mir mit Respekt begegnet.
27:45Aber vielleicht hatte ich ja auch einfach nur Glück.
27:53Tschüss, bis bald, alles Gute für euch.
27:57Ich habe keine gefährlichen Nazi-Schläger getroffen, sondern Menschen, die ich gern hatte,
28:02aber deren politische Ansichten mir große Angst machen.
28:05Vielen Dank, dass du mich so nett aufgenommen hast.
28:09Das war sehr schön.
28:11Schön, dich kennengelernt haben.
28:12Ja, ich freue mich.
28:13Pass auf dich auf, ne?
28:14Du auch, ne?
28:15Diese Zerrissenheit war die größte Herausforderung für mich.
28:19Aber wir müssen trotzdem im Gespräch bleiben, oder?
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