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00:00Hello, here's Lothar.
00:01When I hear the name of Lothar Matthäus, I'm going to go alone.
00:04What's wrong with that?
00:06There came someone who was like before.
00:10A insane control freak.
00:13I don't like him, I'm too arrogant.
00:15I like him.
00:15He's totally locked, totally closed.
00:19Lothar is Lothar, and Lothar is just like the Red Star.
00:24He's the best player, with whom I stood on the field.
00:30I'm really proud of that we had our marriage.
00:35Especially Lothar, there's no time for the day.
00:41Lothar was the leader, the leader.
00:47So a fascist!
00:48All of them have Angst for him.
00:51The big plus of Lothar Matthäus is that he is.
00:54And that he has remained.
01:14And that he has remained.
01:16And that he has remained.
01:22Yes, I'm a part of Lothar is also a gebirge.
01:24I'm also a part of Lothar.
01:24And I'll see you in the future.
01:27As a student.
01:33In the Würzburger Strasse was the big old Puma-Fabric.
01:365 m nebenan was the house of the Meisters.
01:45Lodas Vater was our Meister over decades.
01:49And so is Loda 5 m neben the Fabric upgewachsen.
01:56Er hat sehr viel gespielt, er ist sehr zum Leidwesen.
01:59Er hat mir immer erzählt, er hat immer seine Mutter mit eingespannt.
02:02Seine Mutter war Heimarbeiterin von Puma.
02:05Und so musste die immer herhalten.
02:07Oder eben sein großer Bruder, der Wolfgang Matthäus.
02:12Er hat mir auch neulich wieder erzählt, dass seine Mutter oft im Tor gestanden ist.
02:17Die Tore waren aus zwei Pullover bestanden.
02:20Und da kam es meistens zum Streit, weil er behauptet hat, es war im Tor.
02:24Und die Mutti hat gesagt, das war kein Tor.
02:26Also wie Loda halt im Grunde genommen auch noch bis heute ist.
02:30Einfach ehrgeizig und auf Fußball fixiert.
02:33Sie haben mir nie das Fußballspielen verboten, auch nicht nach schlechten Schulnoten.
02:37Und sie haben gewusst, dass ich wahnsinnig Spaß habe.
02:40Und sie waren glücklich, mich glücklich zu sehen.
02:51Ja, Loda Matthäus ist tatsächlich eines der großen Vorbilder aus der Jugend.
02:56Ich weiß noch ganz genau, dass ich in der Lokalzeitung beim Lokalsporter nicht immer gelesen habe.
03:01Gelesen hab, da gibt's in Herzogen auch noch so ein Megatalent.
03:04Und ich hatte sehr gehofft, der Club holt ihn.
03:09Man wusste ja nicht, welchen Weg er gehen würde.
03:13Reicht's zum Beispiel nur für den FC Nürnberg?
03:16Oder reicht's nur für den Herzogen Aura?
03:18Oder wird's ganz viel?
03:19Und deswegen war Grundbedingung auch von seinem Vater, du machst erstmal eine Ausbildung.
03:26Er hat diese Ausbildung gemacht dann als Traumausstatter.
03:30Nach den drei Jahren, wie ich die Lehre abgeschlossen habe,
03:34und dann, wenn ich noch zwei Jahre zur Schule gegangen wäre und eine Prüfung abgelegt hätte,
03:38dann hätte ich Innenarchitekt machen können, ja.
03:48Mein erster Eindruck war, muss ich wirklich sagen, da kommt jemand, der ehrgeizig ist wie nie zuvor.
04:00Da kam einer, der hat nur Fußball in den Kopf gehabt.
04:05Da kommt was nach, was vielleicht mal ganz groß wird.
04:09Da war er neun.
04:11Ich hab immer Fußball mit Liebe und Leidenschaft gespielt,
04:14und ich glaube, das sind Voraussetzungen, die dann auch einen groß machen.
04:18Ich war immer motiviert, ich hab mich auf jedes Training gefreut.
04:22Ich war froh, wenn ich auf dem Platz gestanden bin, hatte da Spaß und hatte mal eine Freude.
04:26Und das Schönste war doch, wenn du mit deiner Mannschaft gewonnen hast.
04:28Da hieß es immer, da gibt's einer, der schießt rein, weil es Tore.
04:31Er ging dann eben zu Gladbach, und bei Gladbach hat man ihn dann wahrgenommen.
04:34Ich erinnere mich noch gut an den Sonntag im Frühjahr 1979, wie ich in Herz und Aura nach dem Spiel
04:44des FC FC zusah.
04:48Je länger das Spiel dauerte, umso unruhiger wurde ich.
04:53Hinter der gerade 18-jährige Lothar Matthäus schoss nicht nur zwei Tore, er war mit Abstand der Beste auf dem
05:01Platz.
05:03Immer wieder habe ich mich verstohlen umgeblickt.
05:06Das kann doch gar nicht sein, dass kein anderer Bundesligaklub diesen Jungen beobachtet.
05:13Ich war an diesem Sonntag tatsächlich der Einzige.
05:18Selbstverständlich habe ich Nägel mit Köpfen gemacht.
05:21Und dann begann dieser steile Weg.
05:23Ein Franke, der auch fränkisch spricht, sich zu seinen fränkischen Wurzeln bekennt.
05:28Es war einfach was ganz Besonderes.
05:35Ich war immer Gladbach-Fan als Junge, das ist mir so in die Wiege gelegt worden.
05:41Das ist für mich ein Traum in Erfüllung.
05:43Er war ein Draufgänger, das heißt er hatte eine Physis, so habe ich noch nie einen Spieler erlebt wie Lothar
05:52mit 18 Jahren.
06:05Mit 18 Jahren war er ein Spieler, den man einfach gemocht hat.
06:14Der junge Matthäus, 18 Jahre, 1,74 m klein, aber mit einem großen Schuss.
06:21Ich musste immer kämpfen. Ich war eigentlich immer der Kleinste, ich war immer der Jüngste.
06:24Sowohl in der Schule, sowohl auf dem Sportplatz.
06:27Und natürlich musste man die Ellenbogen ab und zu ausfahren.
06:31Und so habe ich gelernt, mich durchzusetzen.
06:33Er war auch ein Schlitzohr. Er hat auch alle Facetten des Lebens gelebt.
06:40Und ich muss sagen, ich mochte den Lothar immer.
06:53Wir haben zwar nie in einer Vereinsmannschaft zusammengespielt, aber schon in U-Mannschaften, in der U21 damals unter Patty Vogts.
07:01Ende der 70er haben wir zusammengespielt und ich glaube, wir sind fast gleich alt.
07:05Wir waren damals fünf A-Nationalspieler. Das war Lothar, Andi, Andi Bremer, ich, Guido Buchwald und Berlid Barski.
07:12Und Lothar war von uns fünfter Erste, der zur A-Mannschaft berufen wurde.
07:16Ein lustiger Kerl, der war eine lustige Gruppe auch damals in der U21.
07:19Auch abends, wenn wir auch abends in die Häuser gegangen sind, können wir mal ein Bierchen zusammen trinken.
07:25War unglaublich nett.
07:40Ich habe ihn kennengelernt, habe ich ihn eigentlich schon durch die erste Tätigkeit beim FC Bayern München.
07:44Und dann habe ich da schon Lothar Matthäus kennengelernt.
07:47Und ich war dann natürlich ein junger Physiotherapeut. Ich war ganz aufgeregt beim FC Bayern.
07:51Ich habe kaum gewagt zu atmen, geschweige denn, dass ich das erste Mal in einem Mannschaftsbus gesessen bin.
07:55Und da war ich so froh, dass Lothar Matthäus gekommen ist, hat mir auf die Schulter geklopft und gesagt,
07:59Herzlich willkommen hier bei uns.
08:01Fühl dich wohl, wenn ich was tun kann für dich, dann mach das.
08:07Der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist Lothar Matthäus.
08:11Und für ihn das Wichtigste im Leben ist bestimmt auch seine Frau.
08:14Hier ist Silvia Matthäus. Hallo, herzlich willkommen.
08:17Hallo, guten Abend.
08:21Seine erste Frau war ja aus Regensburg.
08:22Sein früherer Schwiegervater hatte hier in Donaustaf sogar ein Restaurant gehabt.
08:27Da waren wir eigentlich immer mit involviert und haben auch an seinem Leben so ein bisschen teilgenommen.
08:36Ich war zu der Zeit noch auf der Schule, war ein Jahr vor dem Abitur.
08:40Lothar hat beim FC Herzogenaurach Fußball gespielt, hat zu der Zeit eine Lehre gemacht als Raumausstatter.
08:46Ja, und so haben wir uns kennengelernt in der Disco, wie es so üblich ist.
08:56Ich habe mittlerweile zwei Kinder und einen Mann, der unheimlich viel unterwegs ist.
09:01Und ich stehe also hundertprozentig hinter ihm und bin auch der Meinung, wenn er sagt,
09:04du Mailand oder Italien ist gut für uns, für mich, dann tue ich das wirklich gerne und ich bin auch
09:10so flexibel.
09:15Alle wollten in Italien spielen, das war die wichtigste und beste Liga damals in Europa.
09:20Klar, die Liebe zu Italien, die hat uns natürlich dann noch enger zusammengeführt.
09:28Zwischen Mailand und Rom ist dann doch ein bisschen in der Entfernung.
09:33Aber klar, wir haben halt oft gegeneinander gespielt.
09:35Damals mit Inter Mailand, eine super Mannschaft,
09:37haben direkt in seinem ersten Jahr er mit an die Bremen zusammen,
09:40haben sie die italienische Meisterschaft gewonnen.
09:56Das war halt damals auch die Zeit, also dass die halbe Mannschaft, die der 90-Weltmeister gewonnen ist,
10:02in Italien gespielt hat, das war halt normal.
10:08Ja, die 90-Weltmeister war natürlich eine ganz besondere,
10:10weil natürlich war das Jahr der Deutschen Einheit.
10:13Da war sowieso das erste Mal, dass Schwarz-Rot-Gold überhaupt erlaubt war,
10:17so ganz leise erlaubt war.
10:18Auch in Italien, Italien auch ein Sehnsuchtsland.
10:21Und es ging ja los mit diesem Spiel gegen Jugoslawien.
10:25Es gibt ja eine Szene, die sagt natürlich alles über Lothar Matthäus aus.
10:30Das zweite Tor, das er erzielt hat, wie er fast vom eigenen Strafraum mit Ball,
10:35mit seiner enormen Geschwindigkeit, mit seiner Dynamik den Ball nach vorne getrieben hat.
10:40Matthäus wieder.
10:41Und das ist das Tor!
10:43Bildklasse, Bildklasse!
10:45Einmal!
10:49Also bärenstark dieser Lothar Matthäus heute. Unglaublich!
10:53Er hatte ja einen unglaublichen scharfen Spannstoß gehabt.
10:57Das hat ja immer Lothar Matthäus ausgezeichnet.
10:59Egal auf welchen Positionen er gespielt hat, diese Dynamik.
11:03Bravo, bravissimo, kann ich da nur sagen. Das ist der Lothar, wie er lebt und lebt.
11:06Der Lothar Matthäus, das war vielleicht sein bestes Spiel in seiner gesamten Laufbahn.
11:11Extrem beeindruckend und der Lohn auch für jahrelanges Schinden, hartes Arbeiten.
11:16Lothar Matthäus hat sich, der hat es nicht einfach so ein bisschen herausgespielt,
11:20sondern er hat auch durch harte Arbeit den Erfolg gehabt.
11:22Lothar Matthäus, Kreuzbandriss.
11:25In Regensburg wird es nach seiner Rückkehr unter der Leitung des DFB-Physiotherapeuten
11:30zwei bis drei Wochen lang fortgesetzt, dann bei ihm zu Hause in Italien.
11:35Er hat sich aber durchgekämpft. Das ist Lothar Matthäus.
11:37Er hat nicht bloß auf dem Platz gekämpft, er hat auch hier mit sich gekämpft.
11:40Beim Aufkommen ohne Fremdeinwirkung eine der schlimmsten Verletzungen.
11:43Der Rekord-Nationalspieler wird für die Rückrunde ausfallen, das Bayern-Management natürlich geschont.
11:47Die Achille ist in der linken Beine gerissen.
11:51Er hat ja kein Mensch mehr daran geglaubt, dass das nochmal back to the competition sein kann, wie wir Niederbayern
11:58sagen.
11:59Er hat extreme Comeback-Qualitäten immer gehabt.
12:03Alle warten natürlich auf sein Comeback.
12:06Ich bin bereit. Ich bin bereit für gehen.
12:08Herzlich willkommen in Rom zum großen Endspiel zwischen Deutschland und Argentinien.
12:15Nach dem Spiel gegen Jugoslawien war er natürlich der absolute ungekrönte König.
12:19Da waren wir alle ganz happy, in seiner Nähe sein zu dürfen.
12:23Wir haben sehr viel Spaß gehabt zusammen und da sieht man auch, dass er trotzdem so einen lockeren Umgang in
12:31der Mannschaft, mit der Mannschaft, mit dem Team, hinter dem Team, dass er doch auch Erfolg rauskommen kann.
12:40Matthäus, Traumpass Völler!
12:43Und was gibt er? Er gibt Elfmeter! Er gibt Elfmeter!
12:55Wer wird? Sportal würde ich sagen Matthäus.
12:58Ich sage an die Bremme.
13:00Hat er auch bei Inter Mailand im Übrigen, in den ganz, ganz wichtigen Spielen, hat Lothar ihm immer diesen Part
13:05überlassen.
13:06Und Bremer hat eigentlich auch dort nie versagt.
13:09Da war ich damals unsicher, als er plötzlich nicht den Elfmeter geschossen hat.
13:12Er fühlte sich nicht ganz sicher, glaube ich, und hat sein Ego auch zurückgestellt an der Stelle.
13:17Da hat auch gezeigt, dass es auch Freunde gab und Freundschaften gab in dieser Mannschaft.
13:23Das war der einzige Moment, wo ich ein bisschen gezuckt habe, weil ich dachte, Elfmeter, warum schießt jetzt nicht Lothar
13:28Matthäus?
13:29In der ersten Halbzeit, so nach ca. 15 Minuten, ist ein Stolten rausgebrochen aus meinem Schuh, aus meinem Schuh, den
13:34ich seit vier Jahren anhabe.
13:36Und deswegen muss ich in der Halbzeit zumindest den Rechten wechseln.
13:38Wenn es der Linke gewesen wäre, wäre ich ganz sicher geschossen, aber so war ich mir eben nicht hundertprozentig sicher.
13:47Jaaa!
13:49Tor für Deutschland 1 zu 0 von Andreas Bremer.
13:58Wir haben 90 Minuten Argentinien im Versch. Wir sind für den Weltmeister geworden. Ich glaube, da gibt es gar keinen
14:03Zweifel dran.
14:04Lothar Matthäus, der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, bekommt den Weltmeisterpokal.
14:10Lothar war unser Anführer, war der Fahnenträger, sag ich so gerne in unserer Mannschaft, nicht nur der Kapitän.
14:19Und hat das neulich natürlich außergewöhnlich gut gemacht.
14:24Fritz Walter, Beckenbauer, Matthäus. Das ist schon so. In die Liga. In den großen deutschen Fußball-Himmel, da gehört er
14:34schon hin.
14:37Man muss ja in so eine Rolle auch immer erstmal reinwachsen. Das dauert natürlich immer eine Weile.
14:41Aber das war ja dann schon zwei Jahre Kapitän.
14:45Da musst du auch die Leistung bringen, um natürlich auch so eine Verantwortung zu haben als Nationalmannschaftskapitän.
14:51Aber das ging ganz schnell bei ihm. Man konnte sich immer auf ihn verlassen.
14:55Deutschland ist Fußball-Weltmeister 1990.
15:14Wenn es nach Franz Beckenbauer noch eine Lichtgestalt gibt im deutschen Fußball, dann ist es Lothar Matthäus.
15:20Lothar Matthäus mit dem Weltcup in der Hand. Neben ihm Beckenbauer und Libarski waren die ersten auf der Gangway.
15:27Vom Rhein-Main-Flughafen aus ging es mit 22 Cabrios in einem Autokonvoi Richtung Frankfurter Innenstadt.
15:33Tausende Fußballfans jubelten ihrer Mannschaft zu, überhäuften sie mit Glückwünschen und Konfetti.
15:40Das ganz große Plus von Lothar Matthäus ist, dass er Mensch ist. Und dass er Mensch geblieben ist.
15:45Und ich glaube auch, dass er immer Mensch war.
15:50Lothar Matthäus ist bis heute der einzige deutsche Weltsportler, der einzige deutsche Weltfußballer, sogar zweimaliger.
16:10Hat internationale, nationale Karrieren wie kein anderer erlebt.
16:16In der Kategorie habe ich nur noch eine weitere Persönlichkeit kennengelernt und das war Franz Beckenbauer.
16:27Dass man da nicht nur Freunde hat, sondern eben auch sehr, sehr viele und gerade in Deutschland sehr, sehr viele
16:33Neider. Ja, damit muss man ja leben.
16:36Ich begrüße dazu heute bei uns im Studio den Kapitän der Bayern, Lothar Matthäus.
16:43Zum Ende seiner Karriere hat er gemerkt, dass es auch andere Werte gibt und dass er sich eigentlich auf das
16:50spezialisieren sollte, was ich immer geraten habe, spezialisier dich auf dem Fußball.
16:56Sag, was du über Fußball weißt.
16:57Komm, einer geht noch. Logisch.
17:02Das Geheimnis der Champions.
17:04Komm, einer geht noch. Logisch.
17:05Musik
17:29Torschütze des Monats, natürlich Lothar Matthäus, ja.
17:33Torschütze Lothar Matthäus im WM-Spiel Deutschland gegen Jugoslawien am 10.06.
17:38In der 63. Minute war das das 3 zu 1. Endstand damals. Sie werden sich sicher erinnern, 4 zu 1.
17:44Das freut mich natürlich, weil ich musste eigentlich elf Jahre darauf warten, bis ich überhaupt das erste Mal Torschütze des
17:49Monats geworden bin.
17:50Und ich hoffe, dass die ARD-Sportschau öfters nach Italien kommt und vielleicht noch das eine oder andere schöne Tor
17:54von mir mitbekommt.
17:54Ist es Ihnen nicht lästig, jetzt in der letzten Zeit oft so schick gekleidet rumzulaufen? Sie sind schon als Mann
17:59für alle Bälle gekennzeichnet worden oder finden Sie das ganz normal?
18:03Ja, ich finde es durch diese Ehrungen, durch diese Erfolge, die ich mit der deutschen Nationalmannschaft mit in der Habe,
18:08normal, dass man sich eben auch gewissermaßen schick kleidet, dass man eben sich mal in Anzug oder Smoking zwängt.
18:21Es gab immer den schönen Spruch von Lothar, der ist heute noch berühmt, die Schuhe müssen zum Gürtel passen oder
18:26umgekehrt.
18:36Der war dann so ein bisschen der Running Gag in der Kabine, weil man dann geschaut, was Lothar dann anhatte.
18:42Also, da er in Italien gespielt hat, war er natürlich auch sehr modebewusst.
18:53Alles Versace, alles Versace, ich kann mich erinnern, ja.
19:02Ich fühle mich wohler in Jeans, aber ich habe gern, dass ich gern mal einen Anzug an, eine schicke Krawatte,
19:08ein schicke Sem. Das stört mich eigentlich weniger, weil ich glaube, ich kann auch solche Klamotten tragen.
19:17Er war quasi der Erste, der quasi für die Yellow Brace alles geöffnet hat.
19:32Der Vorreiter des Boulevards.
19:44Also Lothar hat sofort gewusst, puh, das könnte einen Journalisten interessieren.
20:00Was für ein Treffer. Ausgerechnet Lothar Matthäus, der viel kritisierte mit der besten Leistung nach seiner Rückkehr aus Italien.
20:08Wie hieß der? Lothar Matthäus kommt halt. Wir waren alle gespannt. Also ich war zumindest gespannt, weil ich ihn ja
20:13gar nicht kannte.
20:16Der unumstrittene Chef gewinnt mit den Bayern sechs deutsche Meisterschaften.
20:25Diese Entscheidung als Spieler auf dem Platz auch die Verantwortung zu übernehmen dann, auch wenn es schief geht, das hat
20:31Lothar auch immer gemacht.
20:34Weil er seine Spielweise natürlich auch alle dann so mitgerissen hat. Durch diese Dynamiken hat er schon uns auch alle
20:41nochmal mitgepusht und mitgerissen.
20:43Und ich glaube, das hat uns allen dann auch immer noch einen Schub gegeben.
20:52Matthäus ist kein Liebling der Nationen. Mit seiner Art eckt er an. Immer wieder.
21:00Ich weiß, dass er damals so eine Hauptrolle gespielt hat beim FC Hollywood. Natürlich sind da Dinge passiert, die würde
21:07er heute, glaube ich, nicht mehr machen.
21:09Lothar schrieb ein Buch. Und weil er auch auf dem medialen Klavier zu spielen verstand, blieb er immer im Gespräch.
21:18Das Einzige, was ich sagen muss, er kann journalistisch denken. Und das ist sein großer Vorteil gewesen.
21:24Von Feigheit und Lüge, sogar vom Rauswurf aus der Nationalmannschaft war die Rede.
21:30Es würde überhaupt keine Zusammenarbeit mehr geben. Das gilt nicht für die EM, sondern auch wird es kein Comeback mehr
21:36nach der EM geben für Lothar Matthäus.
21:38Der Ausschluss, wie es zustande gekommen ist, das hat mich ein bisschen irritiert. Und das ist die Narbe eigentlich.
21:43Dann aufs Zimmer. Noch Behandlung, Massagen. Direkt nach dem. Wie gegen Köln.
21:55Also, ich habe ja immer jemals Maxime, ich weiß nicht, kranken Menschen sollte man helfen.
22:00Wenn das eine Krankheit ist, dass man sich immer mitteilen muss, dann müssen wir uns das einfallen lassen.
22:04Ich habe mich nicht im Buch angegriffen gefühlt. Ich war ja immer jemand, der sich auch für meinen Mitspieler eingesetzt
22:09hat.
22:10Es ging ja darum, dass diese besondere Beziehung zwischen Jürgen Klinsmann und ihm, die jeder mittlerweile auch, glaube ich, kennt,
22:16die kam mir auch in dem Buch vor.
22:23In dem Streit Klinsmann-Matthäus war ich immer im Team Matthäus.
22:34Die Deutschen sind wahnsinnig schnell dabei, Helden zu kreieren. Sie wollen eigentlich Helden haben.
22:39Aber ich habe das Gefühl, sie haben eine noch größere Freude daran, Helden fallen zu sehen.
22:43Lothar, glaube ich, ist nie wirklich gefallen. Und trotzdem hat man ihn stürzen sehen, zwischenzeitlich.
22:53Wir und ich war auch der Meinung, natürlich, wenn man miteinander spielt, solange man noch aktiv ist, dann über den
22:58anderen zu schreiben oder über den anderen in der Öffentlichkeit was zu sagen.
23:03Das will ja keiner. Und das war auch verpönt, muss man echt sagen. Und das war der Kritikpunkt.
23:07Und deswegen wurde Lothar ja auch deswegen auch kritisiert. Nicht nur von uns und von mir, sondern, glaube ich, auch
23:14von vielen anderen. Auch vom Verein nachher, logischerweise.
23:17Ja, das Buch selbst, es hat für viel Diskussionsstoff gesorgt im Vorfeld. Ich verstehe es nicht.
23:25Es wurde beworben mit News und Interna und alles. Und da haben sie natürlich alle, wie man finnerisch sagt, angeschissen.
23:34Und haben sich gedacht, der Lothar, der hat jetzt wieder ausgepackt über die Kabine und da.
23:40Und da haben sich die Spieler zusammengesetzt und quasi den Lothar wurde ja als Kapitän abgesetzt.
23:46Alle seine Freunde, speziell bei der Bild-Zeitung, die müssen endlich begreifen, dass sie dem Lothar auf diese Art und
23:51Weise mehr schaden als nutzen.
23:53Ich meine, das war damals das Tagebuch, wo ich sage, nach wie vor, da ist überhaupt nichts drin gestanden.
24:00Nichts Neues eigentlich, sondern einfach eine Wiederholung der Sachen, die schon in den Zeitungen gestanden sind.
24:06Das wurde hochgespielt.
24:12Also dieses Verhältnis zwischen den beiden wurde ja sehr offen von beiden Seiten auch.
24:16Also er sogar von Plunzi, von Wolfgang Ruiner kommuniziert.
24:20Der hat ja immer den Spaß gemacht.
24:22Ich reiße ja sowieso mit euch im Koffer, bei Lothar im kleinen Koffer und so weiter und so fort.
24:26Wegen seiner etwas geringeren Größe, das weiß er ja auch.
24:29Das hat er aber selbst mit kokettiert.
24:32Mein Spitznamen war so quasi Lothar.
24:35Das hat jeder gewusst, dass wir ein spezielles Verhältnis haben.
24:39Ich glaube, das hat Lothar gar nicht so einfach gemacht im Nachhinein.
24:41Auch bei uns natürlich logischerweise nicht.
24:43Weil alle gesagt haben, hey, jetzt kommen die beiden wieder an.
24:46Ich weiß nicht, wie es für Wolfgang Ruiner selbst war.
24:49Ich meine, wir haben dadurch natürlich, dass alle gemerkt haben, dass wir so ein gutes Verhältnis haben,
24:54haben wir natürlich eine Show auch gemacht und haben übertrieben.
24:57Wie zum Beispiel der Lothar in der Pause angerufen, du, dem Scholl gehen wir heute einen Vierer, dem Helmer einen
25:04Dreier.
25:05Aber das war ja nur Spaß, das war ja nicht die Wahrheit.
25:11Wir haben nach dem Spiel uns die Noten in der Bildseilung angeschaut.
25:14Lothar, du hast eine Drei. Du musst ja eine Vollkatastrophe gespielt haben.
25:18Es gab nur drei Noten für Lothar. Es gab eins, zwei oder drei.
25:22In der Zwei ist er aufgelaufen.
25:23Wenn er gut gespielt hat, hat er eine Eins bekommen und wenn er wirklich schlecht war, eine Drei.
25:27Und das kam sehr selten vor.
25:29Und das war natürlich dann für die Kabine, war es ein schönes Thema.
25:33Ich bringe jetzt schon wieder ein Telefon.
25:34Also was Telefonieren, Handy telefonieren anbetrifft, war er seine Zeit vor uns definitiv.
25:39Natürlich anders wie München, aber trotzdem wunderschön.
25:42Er telefoniert viel, ja. Er telefoniert viel.
25:46Es ist nicht leise, er telefoniert sehr viel.
25:48Der Lothar Matthäus kommt wieder dahin, wo er war.
25:50Es waren immer sehr amüsante Telefongespräche.
25:54Gleich nochmal zurückrufen bei dem Spät.
25:56Er war sehr viel am Telefon, sogar noch mehr als ich, was ich mir gar nicht vorstellen konnte.
26:00Ja, stimmt.
26:01Ciao, tschüss, servus.
26:03Alle haben ja immer geglaubt, dass der Lothar mir alle Geschichten steckt.
26:08Aber dadurch sind die anderen Spieler gekommen und haben mir Sachen erzählt.
26:12Und haben sich alle hinterm Lothar versteckt.
26:14Und alle haben geglaubt, der Lothar hat mir das gesagt.
26:18Aber er hat das gar nicht gestimmt.
26:19Kann man, überspitzt formuliert, mehr Zeitungen verkaufen mit Lothar Matthäus Überschriften,
26:24mit Lothar Matthäus Artikeln?
26:25Sicher.
26:26Davon bin ich überzeugt.
26:28Weil Lothar ist nicht, Lothar kennt nicht nur der Fußballfan.
26:32Lothar kennt man überall.
26:33Bestes Beispiel.
26:34Jetzt ist er in Wetten, dass.
26:35Dann war er beim Gottschalk.
26:37Dann kommt noch seine Freundin dazu, Lolita.
26:49Lolita aus der Schweiz wird geehelicht.
26:52Alles immer verbunden mit gehörig Blitzlicht.
26:56Eigentlich Hauptgrund unseres guten Verhältnisses war seine Frau Lolita.
27:05Sie ist mit der deutschen Mentalität nicht fertig geworden.
27:10Und hat quasi hier irgendeinen Ansprechpartner gebraucht.
27:14Und der war ich.
27:18Und darum hat der Lothar quasi mich in seinen Freundeskreis aufgenommen.
27:24Hallo, herzlich willkommen zu Baby's Wester.
27:28Es ist für mich heute eine sehr spezielle Show.
27:32Meine zwei Männer sind dabei.
27:35Das ist Lothar und das ist Lothar.
27:37Es ist natürlich ein gefundenes Fressen für jeden Journalisten.
27:41Ich sag mal, wenn ihre, was muss ich sagen, Freundin, Lebensgefährtin, Lebensabschnittsgefährtin,
27:46Freundin ist immer so blöd, ihre Partnerin.
27:49Wenn die im Fernsehen eine Sendung macht, damit natürlich auch an die Öffentlichkeit geht,
27:53wo es natürlich mit den kleinen Kindern ist.
27:56Und in seinem Traum nimmt der Vogel Loris in seine Flatter und flattert mit Loris ganz weit weg.
28:04Und Loris flattert.
28:05Und wie macht der Vogel?
28:10Und wenn die dann halt da auch mit rumkrabbeln, ist es ein Traum für jeden Journalisten.
28:14Da natürlich zu sagen, schau ihn mal an.
28:17Du, du, du.
28:19So macht der Elefant.
28:21Ja, es geht ja gar nicht darum, wie ihre Sendung ist oder wie ich Fußball spiele.
28:24Und ich bin der Meinung, dass man mich kritisieren muss, wenn ich schlecht spiele.
28:27Und das ist auch ihr Recht.
28:29Nur, wenn man jetzt zum Beispiel, weil du meine Lebensgefährtin in den Mund genommen hast,
28:34dass du nicht in den Mund genommen hast, du hast es nicht gegessen, aber...
28:40Ich kenne auch keinen, der sich so sehr um seine Frauen gekümmert hat.
28:43Das ist Wahnsinn.
28:44Also wenn es seinen Partnerin oder seiner Frau oder Familie nicht gut ging, ging es Lothar auch nicht gut.
28:51So muss man sich das vorstellen.
28:52Kümmerer fast, ne?
28:53Kümmerer?
28:53Lothar?
28:54Kümmerer.
28:54Also auch gerne, glaube ich.
28:56Nicht nur, weil man das von ihm erwartet hat, sondern er hat vieles auch wirklich gerne gemacht.
29:01Und das war irgendwie so...
29:02Wenn dann eben geschrieben wird, die bekommt die Sendung nur, weil ihr Lebenspartner der Lothar Matthäus ist,
29:08dann stimmt das nicht, weil Lolita ist wegen mir nach Deutschland mitgegangen,
29:11wo sie viel lieber wahrscheinlich in der Schweiz noch leben würde oder in Italien.
29:14Und sie hat da auch ihre Fernsehshows gehabt, auch vor der Zeit, bevor sie mit mir zusammengekommen ist.
29:19Wenn man eben auf den Schlips tritt, dann ist er auch zum Äußersten bereit.
29:26Also vor allen Dingen bereit, zurückzuschießen.
29:28Ich hätte das nicht so gekonnt wie Lothar, das muss ich ganz ehrlich sagen.
29:30Auch so offensiv und dauernd so in der Öffentlichkeit, ne.
29:34Ich bin jetzt zweimal geschieden, beide Scheidungen sind vernünftig abgelaufen.
29:38Es waren keine Schlammschlachten wie bei anderen Ehebaden, die sich getrennt haben.
29:43Und ich habe nach wie vor einen sehr guten Kontakt.
29:59Nein, es gab halt Phasen, da war das Privatleben wichtiger als das Sportliche.
30:04Und das, glaube ich, war da der Grund, dass man dann auch das Private reduziert hat.
30:20Dabei ist es völlig wurscht, wie oft jemand heiratet oder nicht da.
30:23Es geht ihnen ja nur selbst was an.
30:25Es geht uns ja wirklich nichts an, wie das Privatleben ist.
30:39Ich persönlich weiß, was in meinem Privatleben los ist.
30:42Da habe ich noch einen vollen Überblick.
30:54For the first time, we met each other in Paris, just in a simple restaurant.
31:01We had a short conversation, like not more than maybe 15 minutes.
31:05We just changed numbers and I actually, I didn't know who is he.
31:12It was quite slowly and actually this, exactly this was what I liked in this moment of him.
31:21It was no pressure at all.
31:25Wer das Vertrauen von Lothar genießt, und das sind offensichtlich ein paar,
31:31denen ist er zu jeder Zeit bereit zu helfen.
31:34Egal, ob es um eine Hotelbuchung in Singapur geht oder um ein Abendessen am Tegernsee.
31:41Er ist da bereit, Brücken zu bauen und das sofort.
31:45Er ist, dass er alles interessiert, er ist eigentlich ein sehr guter Organiser,
31:51von allem.
31:54Er ist interessiert über die kleinsten Dinge in der Welt.
31:59Ich bin immer so jokend, wie du bist ein besser Organiser als ein Fußballer.
32:05Nein, ich denke, er ist sehr gut.
32:07Er hat auch unsere Feststellung organisiert.
32:10Er hat immer alle Birthday-Party für unseren Sonnen.
32:14Als er mich nach Mailand geholt hat, hat sich meine Frau gefreut,
32:19weil Lothar war da, die ist sehr großzügig schon immer, meine Frau hat sich gefreut,
32:23weil Lothar hat alles organisiert, dass er in Mailand einkaufen konnte,
32:26natürlich auf seine Rechnung.
32:27Egal, ob du essen gehst mit ihm, ob du irgendwo unterwegs bist,
32:30Lothar hat auch dieses, ich glaube, das habe ich von ihm geerbt,
32:33dieses Phänomen, er will immer zahlen, also das kenne ich gar nicht anders, ja.
32:36Er hat zwei Seiten, der Ehrgeizige und der Nette.
32:58Er ist ein wahnsinniger Kontrollfreak, also er überprüft, er überwacht alles, er will wissen, wo seine Frau ist,
33:09dass eine wahre Begebenheit war, da haben die beiden ein Disput gehabt und die Lolita hat mit Loris zurück in
33:17die Schweiz wollen,
33:18da hat er ihr den Pass versteckt, da hat mich Lolita angerufen, Wolfi, Lothar hat mir Pass versteckt,
33:26ungefähr so in etwa.
33:29Hallo, hier spricht Lothar. Heute Abend steigt meine große Abschiedsparte im Olympiastadion.
33:34Wäre das super, wenn ich euch, wenn...
33:37Oh, das ist so viel für mich.
33:39Lothar hat bis 40 gespielt, auf einem ganz, ganz hohen Niveau und immer wieder sich dann aufzuraffen,
33:46das ist, also kann ich nur den Hut vorziehen.
33:52Ich bin an einem Punkt angekommen, wo ich einfach nicht mehr den Spaß gespürt habe, der da sein muss, um
33:59Top-Leistungen zu bringen.
34:01Und ich habe einfach ein neues Abenteuer gesucht und da kam dieses Angebot aus New York eigentlich zum richtigen Zeitpunkt.
34:07Ich möchte mich auf diesen Wegen von euch allen ganz, ganz, ganz herzlich bedanken für diese tolle Zeit. Danke.
34:15Ich glaube, dass der Mentor auch der Franz Beckenbauer war, der gesagt hat,
34:18Mensch, geh doch mal nach New York, ich warte auch mal und dann hast du erst einmal Ruhe,
34:22ein bisschen Abstand hier von Deutschland und dann sammelt dich erst einmal wieder selber.
34:34Helikopterrundfluch haben wir gemacht.
34:38Liberty haben wir gesehen.
34:41Thailand-Familien, einfach mal gezählt.
34:44Das ist schon wahnsinnig.
34:47Produkt.
34:48Also mein ältes Wort, New York, New York is a wonderful town.
34:51This is a wonderful town, yes.
34:59Tom Dooley Bay, 100 Dollar.
35:01The last guy.
35:03Guys, you don't have to crowd each other so much.
35:04Da hat die Fugzeit immer gesagt, so können wir fahren, alle da.
35:07Trainer, Andy dann immer, ist doch klar, wer noch nicht da ist, oder?
35:11Also Lothar ist immer, er hatte es gerne, wenn er als Letzter in den Bus gekommen ist, so kann ich
35:15mich noch dran erinnern.
35:16Lothar kommt aber immer auf den Punkt. Er kommt nie zu spät. Warum? Weil er immer pünktlich kommt.
35:20Das ist dann mal eine Minute vorher. Das ist manchmal 90 Sekunden vorher. Aber wenn das rote Licht angeht, ist
35:30er da.
35:32Ja, Wetter. Aber so ist es mal im Leben. Glaub nicht immer den deutschen Journalisten, alles was sie schreiben. Ja,
35:39schau selber nach den Rechten.
35:41Man weiß ja heutzutage, dass das Delikt schlau macht, ja. Merkt man auch bei manchen Berliner Kommentatoren im Gegensatz.
35:47Also insofern, da war natürlich immer so ein wenig lächerlich machen über die Bayern und über die Franken. Das war
35:52ja generell so.
35:53Columbus hat Amerika entdeckt und ich entdecke immer neue Muskelgruppen an meinem Körper.
35:57I hope in the next months I can learn English.
36:00Der Franz war der Erste, der mich eigentlich darauf hingewiesen hat, dass ich nicht nur ein guter Fußballspieler bin, sondern
36:06dass ich ein sehr guter Fußballspieler bin.
36:08Aber dass der Schuh nach vorne ist, würde ich sagen, Größe 37, 38.
36:12Ah, das ist das gleiche Haus wie das.
36:14So schlimm wie es im Fernsehen war bei Waldemar Hartmann, so schlimm war es bei uns nie, aber wir haben
36:18uns schon ab und zu die Meinung gegeigt.
36:26Es hat viele Anfragen gegeben, nur ich wollte nach 21 Profi-Jahren nach dem Amerika-Aufenthalt erstmal ein bisschen Abstand
36:33bekommen zum Fußballgeschäft.
36:36Und merke aber langsam wieder, dass es kribbelt und wenn was richtiges in den nächsten Wochen, Monaten kommen sollte,
36:42dann bin ich ganz sicher nicht abgeneigt, mir das anzuhören. Und wenn es dann passt, dann nicht nur anzuhören, sondern
36:47dann auch anzunehmen.
36:48Er ist eigentlich nie Trainer geworden. Er war immer der Spieler Lothar Matthäus.
36:54Und als Trainer muss man meiner Meinung nach irgendwie ein Vorbild sein. Da kann man nicht in die Disco gehen.
37:00Und das war eigentlich der Hauptgrund, warum er als Trainer nicht so durchstarten hat können.
37:07Seinen Trainereinstand gibt Matthäus im Ausland, bei Rapid Wien.
37:11Lothar Matthäus hat schnell Geschmack daran gefunden, neuer Cheftrainer von Partisan-Belga zu sein.
37:17Ungarischer Nationaltrainer.
37:20Mit seinem Team gewinnt er ausgerechnet in Deutschland.
37:24Eine Genugtuung für den Propheten, der im eigenen Land nichts gilt.
37:30Hätte auch ein Signal in Deutschland sein können, aber wie gesagt.
37:34Ich hätte Lothar auch wirklich gerne als Trainer mal gesehen in Deutschland.
37:36Ich glaube, dass er da echt eine Begabung hat, dass er das echt hätte gut machen können.
37:41Ich finde es schade, dass das nie, ich sag mal wirklich so, wie oft, wie wir alle denken vielleicht auch,
37:47dass er es nie einem Verein getraut hat, mit Lothar mal, Lothar als Cheftrainer zu nehmen.
37:51Er war immer im Gespräch, habe das auch nie so richtig verstanden, dass er da nicht die Chance bekommen hat.
37:59Warum das so war, fand ich ein bisschen schade, weil es war auch in seiner, man merkt, in seiner Trainerkern
38:05wäre mehr drin gewesen.
38:07Matthäus' Name fällt oft bei freien Trainerstellen, aber der Widerstand ist heftig.
38:11Die Bundesliga will ihn einfach nicht.
38:14Das beste Beispiel ist der FC Nürnberg. Da kam einmal auf, Lothar Matthäus war Trainer.
38:20Da hat es ganze Fan-Aufstände gegeben. Trotzdem hat Lothar mir erklärt, er hat nie mit jemandem aus Nürnberg gesprochen.
38:31Mei, die Klubsfans sind voller Liebe und Leidenschaft, aber manchmal auch ein bisschen herausfordernd.
38:40Lothar Matthäus wäre für den Klub perfekt gewesen.
38:42Wenn die Person Lothar Matthäus einen beruflichen Makel hat, dann der, dass er nicht in der Bundesliga trainieren durfte.
38:49Einer der größten deutschen Fußballer aller Zeiten, der mit seiner Expertise jedem Klub gut getan hätte.
38:57Und in Brasilien bei Atletico Paranaense scheiterte ein längeres Engagement an der Verständigung und Entfernung.
39:05Mitte 2006 bei Red Bull Salzburg wird er zunächst als Cheftrainer eingestellt, bekommt dann jedoch Giovanni Trapattoni vor die Nase
39:13gesetzt.
39:17Also machen wir uns nichts vor, es gibt ja manchmal auch Eigeninteressen in den bestimmten Vereinen.
39:22Und dann kommt dann Lothar Matthäus, der natürlich dann größer ist als derjenige, der vielleicht den Verein führt oder sonst
39:26irgendwas im Verein hat.
39:27Also ich glaube, das sind so Punkte gewesen.
39:29Alle haben Angst gehabt vor ihm. Angst vor den Medien, dass er dann zu sehr alles an sich zieht.
39:36Ich glaube, da hat man ihm auch Unrecht getan. Ich glaube, das konnte er schon unterscheiden, wie das war als
39:40Privatperson oder als Spieler noch.
39:43Aber ich glaube, wenn er irgendwo Trainer geworden wäre, wäre das überhaupt kein Thema gewesen.
39:46Da hätte er sich hundertprozentig voll auf den Klub konzentriert und hätte das sehr, sehr gut gemacht.
39:50Der Trainer Lothar Matthäus gilt in der Bundesliga als Persona non grata. In Israel ist er mitten in einen Krieg
39:58geraten.
40:01Makabi Netanyah, sein sechster Auslandsjob in sieben Jahren.
40:06Gut, hoffentlich hat die Frau Merkel demnächst nicht genug Arbeit, um die diplomatischen Beziehungen wieder zu verbessern.
40:16Also meine Frau und ich, wir waren uns hundertprozentig sicher, dass der Lothar Matthäus eines Tages als Bundestrainer wird.
40:22Sein Fußballverstand ist eine Sensation.
40:25Auch für die deutsche Nationalmannschaft hätte ich mir hundertprozentig vorstellen können.
40:30Jetzt ist er in der Rolle von Franz Beckenbauer beim Fernsehen.
40:35Und ich glaube, die Trainerfrage ist weg.
40:39Die Präsenz von Lothar ist ja immer noch enorm, jetzt auch als Experte, muss man ja ehrlich sagen, weil einfach,
40:45man will ihn hören.
40:48Als wir unsere Beziehung begonnen haben, hat er seine Journalistische-Karriere begonnen.
40:54Ich sah es aus dem Beginn. Ich glaube, er hat einen sehr guten Job gemacht.
40:58Wenn er eine Passion für etwas hat, hat er es 100 Prozent.
41:04Und was mir ehrlicherweise auch ganz gut gefällt bei seinen Kommentaren, er ist immer sehr objektiv.
41:10Er ist wahnsinnig unterhaltsam.
41:13Und dann ist mir Alexander Ressinger-Lelitzit aufgefallen.
41:17Könntest du den Namen noch einmal wiederholen?
41:21Alexander Ressinger-Lelitzit.
41:25Das zeigt eben auch, dass er ein Mensch ist, der wahnsinnig viel Humor hat und eben auch über sich selbst
41:35lachen kann.
41:35Zunge, Zunge, Zunge, Zunge, Zunge, Zungebrecher.
41:40Er ist wahrscheinlich der größte Fußball-Experte, den ich persönlich kenne.
41:46Ich sage im Scherz immer zu ihm, er kennt das Verbrechen, bevor es passiert, unten auf dem Platz.
41:53Und vielleicht ist es in den letzten Jahren so, dass die private Figur noch stärker in die öffentliche Figur hineingewachsen
42:01ist.
42:01Wenn das am Ende ein Phänomen ausmacht, dann ist er ein Phänomen.
42:04Einer seiner herausragenden Eigenschaften ist einfach sein Charakter.
42:08Ich habe viel gelernt von ihm.
42:10Ich habe die Klarheit gelernt, um zu gehen, um zu gehen, um zu gehen, um zu gehen, um zu gehen,
42:17wenn du etwas willst.
42:18Wir haben immer wieder Respekt zu uns, das ist wichtig.
42:21Und wir haben auch immer wieder nach dem Gewalt.
42:25Er war immer der Chef.
42:28Wenn du mit so einer Legende zusammen bist, sind die Leute alle um die Welt.
42:33Die Leute wollen immer mit ihm Bilder, seine Atenung nehmen.
42:38Wenn du Essen oder Essen hast, viele Leute dich sehen.
42:43Er hat bereits viel erreicht.
42:46Jetzt ist es Zeit, um es zu genießen, um etwas inneres Klamm zu haben.
42:50Der eine, der große Star, der andere aber, und das muss ich sagen, die Verbindung, die ist immer geblieben.
43:02Vielleicht wird eines Tages dann auch eine Straße nach Bruno Matthäus benannt.
43:08Irgendwann wird es passieren, meistens ist es halt so bei diesen Ehrungen, die erfolgen so am Zeitpunkt, wo der Ehrende
43:14es gar nicht mehr so richtig wahrnimmt.
43:15Und insofern, er kriegt das sicher irgendwann. Ich finde es schöner, wenn es zu Lebzeiten passiert. Da freut er sich
43:20mehr.
43:23Habt ihr noch Privatkontakt eigentlich?
43:25Nein, überhaupt keinen mehr.
43:28Aber Schwamm drüber.
43:29Einmal die Woche haben wir schon voreinander.
43:33Wir sind immer noch ein sehr gutes Team.
43:36Wenn ich etwas von ihm bräuchte oder er von mir, sind wir beide füreinander da.
43:42Ich freue mich immer, wenn ich ihn sehe. Ich freue mich über seine Fußball-Einschätzung.
43:45Mittlerweile verbindet uns auch ein freundschaftliches und sehr vertrauensvolles Verhältnis.
43:54Folgst du ihm bei Insta?
43:56Ja, ich glaube, nee, weiß ich gar nicht.
43:58Ich bin stolz, dass er mein Freund ist.
44:03Ich bin stolz, dass er mein Freund ist.
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