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00:03.
00:20Attention please, all passengers booked on flight number, OZ-542.
00:26OZ-2-2-0. I requested to proceed to gate number B-46.
00:36Attention, the victim in handbag.
00:45That's my Darkstock.
00:47It doesn't fit.
00:49I don't need any more.
01:20Busan, Südkorea.
01:2312 Flugstunden von Europa entfernt.
01:273,5 Millionen Einwohner, ein riesiger Hafen,
01:31viele schöne Strände und rund ein Dutzend Konzertsäle.
01:35In dieser Stadt ist Pieter Reinkinnen gelandet,
01:38um mit seinem deutschen Orchester Wagner aufzuführen
01:41und Beethoven und Rachmaninoff.
01:43Eigentlich Routine für den jungen Finnen.
01:48Aber an diesem Tag im September 23 ist mit dem Tourmanager
01:52noch vieles zu klären.
01:54Und was ist dieser Gyeongjong Cultural Hall?
01:58Ist das das was?
02:00Welche?
02:02Gyeongjong.
02:03Gyeongjong.
02:04Jongjong?
02:05Jongjong.
02:06Jongjong?
02:08Ob Jongjong oder Jongjong?
02:10Im Moment ist eine andere Frage noch viel wichtiger.
02:14Was macht unsere KBS-Bass-Posaune morgen?
02:18Sein Schedule.
02:19Wenn der sagt, der fliegt nach Europa morgen,
02:22oder so, dann ist es schwierig.
02:26Ja, Cella.
02:29Die Bass-Posaune ist nicht nach Europa geflogen.
02:32Gott sei Dank.
02:33Wer hingegen fehlt, ist die deutsche Radiophilharmonie,
02:36die hier eines ihrer sieben Gastkonzerte geben soll.
02:40Okay.
02:41Yeah, yeah.
02:41What happened?
02:44Many people sick.
02:46And now they are stuck in the rain.
02:48In the traffic.
02:49Yeah, yeah, yeah.
02:49I got the phone call from another guy.
02:52Yeah, it's a disaster.
02:55Ein Corona-Ausbruch im Orchester.
02:58Ein Stau auf der Autobahn.
03:01Und zu allem Überfluss will ausgerechnet heute
03:03ein Fernsehsender das Konzert der Gäste aus Europa live übertragen.
03:07Und der Maestro muss auch noch sofort zum Interview.
03:28Das KBS Orchester ist das wichtigste Rundfunkorchester Koreas.
03:33Anders gesagt, Inkinen hat für den Abend jede Menge Musiker in der Hinterhand.
03:39Und der Maestro ist das wichtigste Rundfunkorchester.
03:41Und der Maestro ist das wichtigste Rundfunkorchester.
03:45Also ist das wichtigste Rundfunkorchester.
03:50Und so weiter.
03:54Und so weiter.
03:56Wow.
03:56Ja, wir sollten das ganze Orchester ausgerufen.
04:01Wenn das passiert, spielen wir nur noch einen Mochaik 5 ohne Rehearsal.
04:06Wir sind auf das.
04:07Ja.
04:08Aber dann kommen sie doch noch, die 80 Musikerinnen und Musiker aus Deutschland.
04:14Weder Corona noch die acht Stunden Busfahrt haben ihnen die Laune verderben können.
04:22Wo, bitte, geht's zur Bühne?
04:28Der Saal ist ausverkauft.
04:311500 Menschen freuen sich auf die Livemusik aus Deutschland.
04:35Und auf diesen blonden Mann mit dem Taktstock, der hier längst kein Unbekannter mehr ist.
04:58Acht anstrengende Tage dauert die Tournee der Deutschen Radiophilharmonie.
05:02In Städten, deren Namen die meisten der Reisenden noch nie gehört haben,
05:06füllen sie riesige Konzertsäle mit Pieter Reinkinnen als Gallionsfigur.
05:27Es ist der Traum jedes Kulturmanagers.
05:30Junge Leute stehen Schlange, um vor einem Konzertplakat für Beethoven Selfies zu machen.
05:49Jorum Son.
05:50Auch sie ein Superstar der klassischen Musik.
05:53Nicht nur in Korea.
05:59Rachmaninoffs drittes Klavierkonzert.
06:02We actually started rehearsing only two days ahead of the first concert.
06:09But then the day before the first rehearsal, we just met and spoke about the piece.
06:14Especially about the finale.
06:15And I was very, very, very overwhelmed by the vision he had about the piece.
06:28So fresh and so striking, so unusual, but so very natural and organic, so very genuine.
06:35So I was very excited to play this with him.
07:02I think he really has everything.
07:04He has skills and he has a way of seeing things differently.
07:09And also charisma over people.
07:14So it's really, I must say it's rather an easy process.
07:26I think it's really important.
07:31In such cases, I recommend this kind of bad tradition to polish off.
07:38Or at least to think clearly, why would it be so?
07:42Why would it be so, so, so, so, so gemacht, if that doesn't exist.
07:56Then the music, because it's better.
07:58And that's better.
07:59I think it's also better.
08:00That's better.
08:01I'm the one that's better.
08:02I'm the one that's better, thank you, black man.
08:04And I'm the one that's better.
08:04And I'm the one that I love.
08:05So, so, so, so, so.
08:05I don't know how this is gonna be so.
08:05And I know exactly.
08:13I'm not gonna have the one that's better,
08:27Mitten im koreanischen Jubel auch eine Schweizerin. Sarah Fritz begleitet Piatari Inkinen seit Jahren durchs Leben.
08:37Applaus
08:37Inkinen lebt in Basel und Zermatt, leitet ein Orchester in Saarbrücken und eins in Seoul, dirigiert regelmäßig in Japan, Italien,
08:47Frankreich, England.
08:49Und dem Autor in Korea stellt sich die Frage, wie oft ist er eigentlich zu Hause?
08:54Wir müssen die Nächte rechnen, wie viel in Zermatt, wie viel in Basel, wie viel in Seoul. Es ist schon
09:01irgendwie wahrscheinlich bald relativ ähnlich.
09:05Wir kennen das nicht anders.
09:08Ja, und sie ist oft dabei, wie jetzt. Corona hat das nur einfacher gemacht, dass man viel mehr Homeoffice unterwegs
09:17arbeiten darf.
09:19Ich nicht, mein Job geht nicht virtuell, aber...
09:23Jetzt habe ich Urlaub.
09:24Aber jetzt ist Urlaub, ja.
09:31Urlaub? Nicht für Piatari Inkinen. Er muss zurück nach Europa. 13 Stunden Flug. Das sind für ihn 13 Stunden Pause.
09:43Good night.
09:54Bayreuth
10:02Richard Wagner
10:14Die berühmteste Opernbühne Deutschlands.
10:20Und der berüchtigste Orchestergraben der Welt.
10:26Wer hier dirigiert, gehört zu den ganz Großen.
10:35Und auf dem Weg ans Pult schauen in Bayreuth die Größten der Größten auf einen Herrn nieder.
10:42Ist es vermessen, hier seinen Taktstock zu heben?
10:47Spannend.
10:50Große Geschichte.
10:53Oder ist es angemessen?
10:59Da hängt er schon. Seit letztes Jahr.
11:04Ja, das ist...
11:07Sowas gibt's noch her.
11:36Das war sehr gut.
11:38Das war sehr gut.
11:39Bis fortissimo.
11:40Aber dann wieder extrem schnell Diminuendo für guter Runde.
11:43Einmal spielen bitte. 59.
11:51In Neuseeland, Australien und in Palermo hatte Inkinen mit Richard Wagners Ring des Nibelungen auf sich aufmerksam gemacht.
12:00Ballreuth schickte seine Scouts.
12:02Und dann war es nur noch eine Frage der Zeit.
12:15Katharina Wadner, die Urenkelin des Komponisten, engagiert Inkinen für die Neuinszenierung des Rings im Jahr 2020.
12:22Vier Opern, 16 Stunden Musik und sterblicher Ruhm.
12:32Aber dann Corona.
12:36Die Bayreuther Festspiele fallen aus.
12:52Helsinki an einem Januartag.
12:54Das Leben ist weitergegangen.
12:57Die Außentemperatur beträgt minus 10 Grad.
13:00Ein scharfer Ostwind drückt die gefühlte Temperatur auf minus 16.
13:05Es ist 3 Uhr nachmittags.
13:07Die Sonne geht gerade unter.
13:09Solche Tage, das ist richtig, richtig kalt.
13:17Aber schön.
13:20So war das auch damals, wenn wir noch jung waren. Studenten.
13:27Das ist das Haus, wo ich ganz viele Jahre hier gewohnt habe.
13:33Studiumzeit.
13:34Und das um die Ecke ist die schönste Straße Helsingis.
13:38Huwilakatu.
13:44Die Rundfahrt durchs verschneite Helsinki.
13:47Eine Reise in die Vergangenheit.
13:50Wo der 14-jährige Geigenschüler Pietari bei einem Pilotversuch des Dirigenten Jorma Panula an der Sibelius Akademie zum ersten Mal
13:59einen Taktstock halten durfte.
14:03Die Gerüche und Genüsse der Kindheit.
14:08Sprechen in der Muttersprache.
14:15Aber auch zurück sein mit der Erfahrung des Weitgereisten.
14:20Jetzt dürfte man fahren.
14:22Ja, hallo.
14:25Ja, ich bin schon Italiener am Lenkrad.
14:30Natürlich ist Inkinen nicht auf Urlaub hier.
14:33Das Philharmonische Orchester Helsinki wartet auf den Heimkehrer.
14:48Finnisch, Englisch, Deutsch und Italienisch verschwimmen ihm zu einer Sprache.
15:02Die Musiker verstehen trotzdem alle, was er meint.
15:06Sibelius.
15:13Wir kennen uns seit 25 Jahren, glaube ich.
15:25Jan Söderblom ist der Konzertmeister der Helsinki Philharmoniker.
15:31Bei den Proben ist er der Vermittler zwischen den Ansprüchen des Dirigenten und den Gepflogenheiten des Orchesters.
15:37Was hier nicht besonders schwierig ist.
15:40Pietari hat ein sehr schönes Gefühl für dieses Handwerk.
15:47Er spricht sehr viel vom Klang, aber nicht nur von den Bildern und Eindrücken, aber wirklich von diesem Handwerk.
15:59Morgen wieder vier.
16:06Gut.
16:07Das ist genug.
16:08Aber das muss dann sein wirklich, wirklich Pianisch.
16:11Und auch.
16:14Freude, all fine.
16:15Sie ist ein Klangmensch.
16:18Er ist ein Klangmensch.
16:36Das Sibelius-Denkmal in Helsinki.
16:40Tiefgefrorene Musik.
16:42Klingt der finnische Nationalkomponist in Finnland anders als in Deutschland oder Korea?
16:48Ja, es klingt überall anders und ich finde das gut, dass es für alle Musik nicht nur einen richtigen Weg
17:02gibt.
17:04Aber wenn man hier aufgewachsen ist und diese finnische Natur kennt und so, sieht man die Stücke schon anders.
17:20Pietari Inkinen ist hier aufgewachsen.
17:22Hier.
17:23In dieser Straße in der kleinen Stadt Kovola.
17:27Hier hat er Geige gelernt und hat in der Stadthalle zum ersten Mal auf einer Bühne gestanden.
17:33Wie viele Auftritte ist das nun her?
17:39Musik
18:00Und wie lange ist es her?
18:02Wann war der Vater, dass er die alten Freunde umarmt hat?
18:05Musik
18:07Oder seine Eltern?
18:10Wann war die Familie das letzte Mal zusammen?
18:15Musik
18:16Es war ziemlich lange vor. Ich erinnere mich gar nicht.
18:21Aber es war mehr über fünf Jahre.
18:27Und zumindest.
18:29Aber jetzt sind wir sehr glücklich.
18:32Es ist schön, hier zu Hause zu sein und zu performen.
18:37Musik
18:42Man kann nicht immer reisen.
18:45Musik
18:49Auch Leif Segerstam, Komponist, Dirigent und lebende Legende, wollte sehen, was aus seinem einzigen Lieblingsschüler geworden ist.
18:58Musik
18:59Ich denke, Peter Lee ist mehr analytisch, als nur das Improvisieren.
19:06Ich glaube nicht, dass Peter Lee so viel Alkohol als Sibelius macht.
19:12Musik
19:13So, dass wir hier hören.
19:21Musik
19:21Zu nüchtern für Sibelius?
19:23Der Gedanke fliegt mit nach Süden, wo Inkinen mit der Deutschen Radiophilharmonie ein ganzes Konzertprogramm ausschließlich mit Sibelius bestreitet.
19:32Musik
19:34Das sollte nicht klingen so, dass man die Sprache nicht versteht.
19:41Effekte suchen und so.
19:43Da ist so viel, das ist so stark, diese Natur da drin.
19:49Das für mich darf man nicht machen.
19:51Musik
20:01Unglaublich leise und extremamente kalt.
20:07Das muss absolut genau sein, Trompete.
20:11Ihr führt an.
20:33Musik
20:41Ich bin stolze Botschafter und mache das gern weltweit.
20:48Jetzt ist auch ein Gastkonzert in Ludwigsburg, meine alte Station, auch bei den Festspiele damals.
20:56Von 2014 bis 2019 war Inkinen Chefdirigent der Schlossfestspiele Ludwigsburg.
21:01Jetzt erwartet ihn dort eine Überraschung. Der Solist des Abends ist erkrankt. Ein anderer Geiger springt kurzfristig ein. Der Tscheche
21:10Josef Spaczek.
21:12Der Tscheche Josef Spaczek.
21:14Ich glaube nicht, ich habe das Konzert mit einem Finnish Konzert gespielt.
21:18Und er ist eigentlich das Konzert von Memorien.
21:22Er kennt es aus dem Grund.
21:40Er ist jetzt wie bei Wagner-Aufhörungen.
21:52Sehr oft ist dann doch jemand krank und jemand neu kommt. Und dann muss ich dann irgendwie finden.
22:03Applaus
22:15Er ist jetzt wie bei Wagner-Aufhörungen.
22:18Er ist jetzt wie bei Wagner-Aufhörungen.
22:52Von dem unverhofften Solistenwechsel bekommt das Publikum nur wenig mit.
22:57Viele freuen sich vor allem über das Wiedersehen mit Inkinen.
23:02Ja, natürlich.
23:04Er war zu den Schlossfestspielen vor Jahren hier.
23:07Ich habe ihn fast jedes Mal hier gesehen. Zumindest zum Veröffnungskonzert von den Schlossspielen gesehen.
23:15Wir sind wahrscheinlich die einzigen Filmenden sowieso.
23:18Nein, wir sind nicht. Da ist noch einer.
23:21Er macht einen super sicheren und perfekten Eindruck. Er geht vollkommen mit.
23:27Man spürt das.
23:29Herzenssache für ihn ist mit Sibelius Auftreten zu hören.
23:34Und diese Melodie ist so bei uns im Blut.
23:37Ja, wir kommen damit.
23:39Wir kommen.
23:40Wir kommen.
23:40Mit dem Futtermilch schon angesorgt.
24:00Es gibt noch zwei Sachen, die ich nicht gekauft habe. Ein Operhaus, EMD zu sein.
24:10Oder ein amerikanisches Orchester zu leiten.
24:15Die zwei.
24:17Sonst ein Neuwertorchester in New Zealand.
24:20Eine ganz traditionelle Staatsorchester in Prague.
24:25Eine ganz wichtige Musikstadt in Prague.
24:29Ein Festival.
24:31Ich habe auch einen Job gehabt.
24:35Jetzt zwei Rundfunkorchester.
24:39Tokio auch eine riesige Kulturmetropole.
24:42Da finde ich etwas ganz anderes.
24:45Ich habe schon als Chef viele Stationen gesehen.
24:48Aber wie gesagt, Operhaus, das ist ein Weg.
24:52Vielleicht noch interessant.
24:54Wahnsinn.
24:56Theaterdonner.
24:57Handgemacht.
24:58Für Wagner in Saarbrücken.
25:03Das ist jetzt eine neue Weltversion.
25:06Das ist eigentlich in Metropolitan Operatimachen.
25:09Das beste Klang kommt mit richtigen amerikanischen Baseballs.
25:14Tennisballs sind zu leicht und so weiter.
25:17Und das ist auch eine gute Menge, diese Richtung 20 oder so.
25:21Das kann man jetzt allein nicht so gut machen.
25:24Weil einen sollte schütteln, einrührt und dann kann man ein paar Schläge rollen.
25:29Dazu.
25:30Beim Werfen.
25:32Seid ihr bereit?
25:33Ja.
25:3553 für mich jetzt.
25:41Ah.
25:47Wo ist denn?
25:48Mehr so ein Rollen wie bei der Kasturale.
25:51Für mich kann ich noch...
25:53Der.
25:54Mehr.
25:55Mehr Gewicht.
25:56Okay.
25:57Mehr!
26:03Er macht natürlich gerade in Bayreuth ganz besondere Erfahrungen auch in klanglicher Hinsicht.
26:07Auch das kann er dann als Erfahrung später einbringen bei den anderen Orchestern, insbesondere
26:13natürlich bei seinem eigenen Orchester, um dann auch hier vielleicht noch besser und
26:18noch intensiver auf Balance und auf Klangqualität einzugehen und zu achten.
26:24Eine tolle Probenwoche.
26:26Ich freue mich auf zwei wirklich außergewöhnliche Konzerte.
26:29Machen Sie ruhig noch ein bisschen Werbung dafür.
26:33Zwei echte Bayreuth-Stars in Saarbrücken.
26:36Der Regenwurst ist fantastisch.
26:38Das sind die Bauchstellen, für die ich da bin.
26:42Das macht Spaß.
26:44Diese Woche ist Glückseligkeit.
26:46Mai 22.
26:50Nach zwei Jahren Pandemie wird Pieter Reinkennen in wenigen Wochen endlich doch sein Debüt in
26:56Bayreuth feiern.
26:57Und lässt sein Rundfunkorchester schon jetzt ein bisschen daran teilhaben.
27:05Er hat unglaublich Energie diese Woche.
27:07Es ist ganz toll.
27:08Er ist voll dabei.
27:10Also man merkt die Vorfreude natürlich bei ihm auf Bayreuth.
27:13Aber die transportiert er auch für uns.
27:15Und das macht uns dann noch mehr Spaß, einfach mit so viel Energie auf der Bühne zu sein.
27:20Ach, wie schön.
27:28Klang, klang, klang.
27:29Zweite Geige wechseln, wenn man es braucht.
27:34In Kinen.
27:35Der Klangmensch.
27:36Der so viel vom Handwerk des Musizierens versteht.
27:40Hier wächst er noch einmal über sich hinaus.
27:47Nicht schleppen.
27:51Ich liebe Wagner.
27:53Und ja, toll, dass wir auch jetzt einen Dirigenten haben, der sowas hier auf die Beine stellt.
27:59Irene Theoren gehört seit vielen Jahren zu den großen Stimmen von Bayreuth.
28:10Was den Debutanten Inkinen nicht daran hindert, auch sie zu unterbrechen und zu korrigieren.
28:15Genau.
28:16Der Punkt ist, das ist nicht so vorprogrammiert.
28:19Wir machen diese jede Beine einfach.
28:22Auch sie muss seinem Taktstock folgen.
28:24Nicht umgekehrt.
28:25Einfach diese Alertness.
28:27Antennas hoch.
28:53Und dann, endlich.
28:55Darf der junge, frische Inkinnen auf dem grünen Hügel in den Graf.
28:59Den Richard Wagner selbst für seine Werke bauen ließ.
29:03Tief unter der Bühne.
29:04Verborgen für das Publikum.
29:06Ein bisschen leiser noch.
29:07Und irgendwie tiefer diese S.
29:09Noch mal, bitte.
29:16Jetzt meinte ich nicht wegen Pitch.
29:20Einfach die Farbe.
29:21Schwer.
29:22Diese Luft ist so schwer.
29:25Wie jetzt hier.
29:27Aber das doch nicht drücken, das hilft auch dann den Intonation auch.
29:34Einfach schwer, aber non fortissimo.
29:37In Bayreuth fließt der Klang aus dem Orchestergraben erst nach hinten auf die Bühne.
29:43Wird dort nach vorne reflektiert.
29:45Nimmt dabei die Sänger mit.
29:47Und ist erst im Zuschauerraum endgültig zum Wagners Sound gemischt.
29:51Ein komplizierter Vorgang für den Dirigenten.
29:55Zwei Monate lang wohnt Pietari Inkinnen in Rufweite des Festspielhauses.
29:59Und feilt in jeder Minute am Klang.
30:03Okay, so dritte, vierte Dämmerung, dann ist der Schwimmingpool da.
30:07Besprechung mit Regisseur Valentin Schwarz.
30:09Das ist ein Vorgang und ziemlich nah am Orchester.
30:15Okay, so da kommt schon erst eventuell akustisches Problem.
30:19Es ist ein bisschen, wie viele Takte?
30:21Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun.
30:26Neun Takte.
30:27Ja, und 30 Stufen und 40 Meter.
30:31Ja.
30:31Sie hat gesagt, sie versucht.
30:34Sie darf natürlich nicht aus der Atembahn.
30:36Ja, das ist dann auch mein Problem.
30:38Aber sie hat gesagt, sie spricht ehrlich mit mir, ob sie es schafft oder nicht.
30:44In neun Takten soll Brünnhilde hinten durch die Kulissen spurten, um rechtzeitig vorne wieder aufzutauchen.
30:54Nein, und wenn sie dann da kommt, wie nach einer 100 Meter Spitzenzeitsprint und sollte das so strahlend schön singen
31:07und das dann irgendwas anders klingt, dann müssen wir etwas ändern.
31:13Dann müssen wir reden.
31:17Hunderter solcher Einzelheiten müssen geklärt sein, ehe die vier Opern des Ringzyklus auf die Bühne kommen.
31:36Und hunderte Male greift im Zuschauersaal ein Assistent zum Telefon und mäkelt am Klang.
31:47Früher hat Richard Wagner selbst seine Dirigenten zur Ordnung gerufen.
31:50Ich kann das jetzt gut vorstellen.
31:54Man dirigiert unten und jetzt plötzlich geht diese kleine Klappe auf und der Kopf von Richard schreit rein in den
32:05Graben.
32:06Das kann ich gut vorstellen, wie es war.
32:13Da braucht man gute Nerven.
32:19Im Orchestergraben selbst ist der Klang alles andere als schön.
32:23Nämlich vor allem laut.
32:33Die ist zu laut, ich weiß.
32:35Okay.
32:36Hörner 6 und 8 bitte.
32:38Nach 23 diese Piano.
32:39Der Auftakt ist deutlich, aber die Eins auch.
32:47Bisschen mehr wieder.
33:07Übel Mal 19
33:10Hallo.
33:11Hello, take it off.
33:16Hartmut, have you always understood the small notes in every tempo?
33:21Yes, there are new notes.
33:24Actually, it's very good.
33:26Nice.
33:29There's the quasi-sordino, the dauer-sordino,
33:33and there must always be enough energy and tension in the sound.
33:40Sonst steht es im Saal.
33:44Und solche Sachen, das lernt man schon, wie es spannend bleibt.
33:58Doch dann wird es plötzlich auf andere Weise spannend.
34:03Wenige Tage vor der Premiere wird Pieter Reinkinnen krank.
34:07Corona.
34:17Der Traum wird zum Albtraum.
34:24War es das jetzt mit der Karriere?
34:31Turbulenzen.
34:32Der Traum wird zum Albtraum.
34:38Da am Anfang, als wir auch weltweit und Norditalien etc. gesehen haben,
34:44natürlich hat man Angst.
34:46Da könnte ich das jetzt im schlimmsten Fall auch erleben.
34:54Natürlich ist das wichtiger als ein paar Konzerte oder sogar ein Ringzyklus.
35:02Oder sogar ein Ringzyklus in Bayreuth.
35:04Das Wichtigste ist, gesund bleiben und jetzt ganz grob gesagt nicht sterben.
35:26Pause.
35:28Atem holen.
35:30Bach statt Wagner.
35:32Geige statt Taktstock.
35:35Die Geige ist mein Instrument.
35:37Erstes Instrument.
35:38Ich spiele das, solange ich mich erinnern kann.
35:43Das ist wie ein drittes und viertes Arm.
35:49Heutzutage hat man ein bisschen weniger Zeit dafür, aber das wird immer so bleiben.
35:58Die Musiker aus Bayreuth haben ihn gefragt, ob er mit ihnen in einer kleinen Kirche spielen wolle.
36:03Für einen guten Zweck.
36:05Und er hat Ja gesagt.
36:30Der Maestro als zweiter Geiger.
36:33Er genießt es sichtlich, mal nicht der Chef zu sein.
36:44Pieter Reinkinen hat mit der Suzuki-Methode Geige gelernt.
36:47Ohne Noten.
36:48Durchs Zuhören und Nachmachen.
36:54Sehr früh wurde sein Talent erkannt und er bekam immer bessere, immer berühmtere Lira.
37:00Bis hin zu Pinkas Zuckermann, der eigentlich unerreichbar auf der anderen Seite des Atlantiks saß.
37:07Aber in Finnland gab es damals schon Bildtelefone.
37:22Dieser Moment ist nun gekommen. Nach 25 Jahren.
37:51April 23.
37:52Der Schüler und sein Lehrer.
37:54Gemeinsam mit der Deutschen Radiophilharmonie zu Gast in Köln.
38:23Die Kölner Philharmonie ist nicht irgendein Ort für Inkelen.
38:27In Köln hat er ein paar Jahre Musik studiert, Deutsch gelernt, Kontakte geknüpft, Freunde gefunden.
38:34Mit der Orchesterchefin und einem ehemaligen Studienkollegen geht es auf Spurensuche.
38:41Und Hilary, Hilary, Hilary also visited. Hilary came for a tea.
38:46Hallo, ich bin Hilary Hahn und ich bin hier mit...
38:49Pietari Inkinen.
38:51Und was machst du?
38:52Ich bin Conductor.
38:54Pietari, Hilary wants to stay overnight in Köln.
38:58Was ist passiert?
39:01Und dann Hilary changed her plans in der Hotel und sie stayed hier.
39:16Die Zauberlehrlinge erinnern sich.
39:23Hier haben sie beim berühmten Sacha Bront studiert. Alle auf einmal.
39:27Ich bin nicht alles in dem Film.
39:33Ja klar.
39:36Oh wow.
39:48Sommer 2023. Endlich. Das Debüt in Bayreuth.
39:55Der junge Dirigent heuer toll, wie er das macht, wie er allen fühlsam auf die Leute zugeht.
40:01Man hört die Sänger schön. Also es ist einfach wie immer ein Genuss.
40:12Super. Also unglaublich. Unglaublich.
40:18Also im Grunde ist ein schöner Fluss drin. Es ist nichts dran auszusetzen.
40:24Anders. Neu. Mühler. Ruhiger.
40:30Der Dirigent macht es sehr gut.
40:32Aber er macht es immer noch oft zu laut.
40:37Klingt immer für mich alles ähnlich, aber ich finde es alles schön.
40:40Es ist gut, dass es so sehr sanft und melodisch erscheint und auch gar nicht so donnernd.
40:48Aber es ist mal für mich was anderes. Es hört sich aber gut an.
40:51Pietari Inkinen hat sich nach dem Rheingold mit ein paar Anfangsschwierigkeiten, finde ich, gefunden.
40:57Macht es sehr gut.
40:58Sehr klar. Sehr präzise.
41:00Sehr transparent.
41:02Hat aber trotzdem auch einen ungeheuren Drive.
41:05Also begeistert mich.
41:06Ich fürchte nur, er wird zur Brücken verloren gehen an so guter Dirigent.
41:13Ich bin ein ganzesaretter Michael, das ist ein sehr galt.
41:15Ich bin alt.
41:16Oh, was ich jetzt?
41:29Oh, ja, so gut.
41:33Oh, ja.
41:34Oh, ja.
41:36Oh, ja, so gut.
41:37Oh, ja, so gut.
41:38Oh, ja, so gut.
41:39Oh, ja, so gut.
41:39Thank you for every moment.
41:42Yeah, like it said, in the seventh sky.
41:49Bye.
41:51But also in the seventh sky, the dawn of the day.
41:566am morning, Inkinin must go to the flight.
42:00In Edinburgh, his Korean orchestra is waiting for a concert with Dvorak's Cello concert.
42:08My ex-Bayreuth-Assistent, who was yesterday in Edinburgh with the orchestra and the soloist,
42:15and they sent me that to the CCC, how it was yesterday.
42:21And now it's possible to follow up with technology, but the normal plan is not that.
42:32But it's not going to change.
42:33The general probe is now, I think, 15-18 Uhr and then 19.30 Uhr.
42:38It will work already, but it's a little bit difficult.
42:42Yeah.
42:43The Taktstock is in the backpack.
42:45And Reisepässe has he now three.
42:48Pietare Inkinin, Dirigent with great ecological footwear.
42:52But the cultured footwear is almost as big.
42:56And now it's time to go to the house.
42:57Vorne von Beethoven sind wir nur kleine Menschen, egal wo man geboren ist.
43:05Und diese Botschaft, Freude und Frieden, gemeinsam, das schafft Musik.
43:17Die Taktisk.
43:26The Taktisk.
43:28Die Taktisk.
43:28Und schon wird die
43:36Die Taktisk.
43:39Woeker und→
43:45Au did, scene.
43:46Amen.
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