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  • vor 6 Stunden
Deutsche Firmen produzieren in Serbien effizient und günstig. Doch die fehlende EU‑Mitgliedschaft bremst Logistik, Handel und den angeschlagenen Automarkt.

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Transkript
00:00So sieht es aus, wenn ein deutscher Automobilzulieferer eine Produktion in Serbien hochzieht.
00:06300 Millionen Euro hat ZF in eine Fabrik in Pancevo investiert, nordöstlich von Belgrad.
00:12Die Produktion von Teilen für Elektrofahrzeuge nachhaltig und umweltschonend.
00:17Die Lohnkosten niedriger als in Deutschland.
00:19Die Behörden erteilen in der Regel ausländischen Investitionen schnell alle notwendigen Genehmigungen.
00:25Doch auch die Unternehmen in Serbien leiden unter der schwachen Nachfrage der Automobilindustrie.
00:32Die Verkaufszahlen in der Automobilindustrie stagnieren weltweit.
00:35In allen Produktionsstätten könnte mehr produziert werden, auch bei uns.
00:39Die Konzernmutter prüft, wo sie und wie sie überschüssige Ressourcen nutzen kann.
00:47Die Technik auf dem neuesten Stand, Produktion, Entwicklung und Forschung, alles unter einem Dach.
00:52Viele der rund 1200 Mitarbeiter wurden hier geschult.
00:56Das duale Ausbildungssystem nach deutschem Vorbild eingeführt.
01:00ZF Serbien hilft benachbarten Universitäten bei der Ausbildung von Ingenieuren.
01:06Alles, was wir hier geschafft haben, ist das Resultat der Unterstützung durch die Kollegen aus Deutschland.
01:13Hunderte deutsche Unternehmen sind in Serbien aktiv, beschäftigen zehntausende Menschen.
01:18Sie zahlen im Durchschnitt mehr als vergleichbare Unternehmen im Land.
01:22Deutschland ist der wichtigste Wirtschaftspartner Serbiens.
01:26Das Handelsvolumen über 9 Milliarden Euro.
01:31Im vergangenen Jahr erzielten wir mit Deutschland einen Handelsüberschuss.
01:35Deutsche Unternehmen betrachten serbische Lieferanten als zuverlässigen Partner.
01:39Das zeigt, dass wir auf dem deutschen Markt gut positioniert sind.
01:46Serbiens Regierung versucht eine Balance zu halten zwischen dem Handel mit der EU einerseits und östlichen Partnern andererseits.
01:54Neben China ist das vor allem Russland.
01:56Mit den Russen verbindet sie der gemeinsame Glaube, eine ähnliche Sprache und Geschichte.
02:01Seit 1999 misstrauen viele Serben dem Westen.
02:05Damals bombardierte die NATO Serbien, um die eskalierenden, gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Serben und Albanern im Kosovo zu stoppen.
02:14Das wirkt bis heute nach.
02:17Nur 47 Prozent der Serben befürworten eine Mitgliedschaft in der EU.
02:22Fast genauso viele sind dagegen.
02:26In Serbien herrscht Unordnung, keine Gerechtigkeit, ein korrupter Staat.
02:31Die Mitgliedschaft in der EU wäre eine Voraussetzung dafür, dass es uns besser geht.
02:38Die EU braucht uns mehr als wir sie.
02:43Ich bin für eine Mitgliedschaft in der EU.
02:46Sehe aber nicht, dass das passiert.
02:50Bei allen Standortvorteilen des Landes, die Nicht-Mitgliedschaft Serbiens in der EU bringt auch Nachteile mit sich.
02:56So dürfen serbische Lkw-Fahrer nur eine begrenzte Zeit im Schengen-Raum unterwegs sein.
03:01Innerhalb von 180 Tagen, maximal 90 Tage.
03:05Viel zu kurz sagen die Transportunternehmen, da ihre Lkw oft gleich mehrere EU-Länder ansteuern.
03:11Das ist billiger, kostet aber Zeit.
03:13Viele Fernfahrer überschreiten die erlaubten 90 Tage.
03:18Derzeit ist unser größtes Problem, dass in den EU-Ländern unsere Lkw-Fahrer verhaftet werden, obwohl sie eigentlich nur ihren
03:25Job machen.
03:28Die Politik und die Wirtschaft verhandeln zwar mit Brüssel, damit Lkw-Fahrer länger im Schengen-Raum bleiben dürfen, bislang jedoch
03:35ergebnislos.
03:37Aus Protest haben die Fernfahrer angekündigt, Mitte April die Grenzübergänge zu blockieren.
03:43Untertitelung des ZDF gegen 6078
03:46Vielen Dank.
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