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00:10I was going to spend with my husband last time. I thought he was super, he liked to go to
00:15the
00:15train. But then we came to a telephone cell and he asked me, what is that? And I thought,
00:22is he not a telephone cell or what? I mean, well, she was really very full. I thought
00:26im ersten Moment, oh, guck mal, unentdecktes Kunstwerk von Christo. Aber was ich alles in
00:33dieser Telefonzelle erlebt habe damals, meine ersten Scherzanrufe, habt ihr das auch gemacht?
00:40Scherzanrufe zur fünften Telefonzelle rein. Wenn du Glück hast, war wieder ein Telefonbuch da,
00:45dann auf, dann war das verkokelt oder verklebt, aber manchmal war auch der Name erkannt und dann so,
00:49okay, okay, wer ruft an, wer ruft an? Und dann so mit verstellter Stimme,
00:53hallo, Herr Müller, Sie sind doof. So, bam, ja, gesiezt. Rotzfrig, aber mit Manieren. Und man
01:04musste es auch richtig wollen, weil nix Flatrate, das hat ja 20 Pfennig gekostet. Da musstest du
01:08richtig vorher überlegen, was machen wir? Gehen wir zum Kiosk, holen uns zwei saure Zungen und
01:13eine Salve-Jagd-Kugel oder verarschen wir Herrn Müller. Und dann, Herr Müller, kann das sein,
01:19dass ich mit einem Kind spreche? Unverschämtheit. Und dann aufgelegt und
01:23waaah! Man ist weggerannt, weil man wirklich gedacht hat, die Mahne-Fang-Schaltung. Ja,
01:30natürlich, die haben ja nix besseres zu tun, als dieses Schwärmverbrecher-Ding festzumachen.
01:35Wenn man aber wirklich mal telefoniert hat in der Telefonzelle, man hat immer so ein bisschen die
01:39Tür aufgelassen, weil es ja olfaktorisch, sag ich mal, immer so eine kleine Herausforderung war.
01:43Also, hu, was für Gerüche, wenn du Glück hattest, hat vorher einer drin geraucht. Das war, das war noch das
01:53angenehmste. Deswegen hat man auch den Hörer immer so ein bisschen weggehalten. Das ist immer so ein bisschen so,
01:59es sagt, ja, du wolltest keinen Kontakt mit der Schleimhaut. Das ist ja, das ist ja klar, meistens auch
02:04nur so zwei Fingern. Es sei denn, am nächsten Tag war Mathearbeit. Dann war, ha, ha, ha, ha.
02:13Das war wieder gut.
02:18Oh Mann.
02:23Aber, aber vielleicht ihr jetzt auch denkt, wo war die, wo wir denn Elisabeth ihrem Sohn spazieren in den 80ern?
02:29Nee, es gibt tatsächlich in ganz Deutschland noch 3.000 Telefonzellen. Gerade in München sind die sehr beliebt als Studentenwohnung.
02:37Ja.
02:38Nein, das ist total praktisch. Telefonanschluss liegt, äh, botentiefe Fenster und dann 6.000 Euro kalt.
02:45Klar, das, das bleibt dann auch leider so. Nein, die stehen sogar teilweise unter Denkmalschutz. Wo du auch denkst, warum
02:51hat er mal ein Mammut reingepullert, hat Goethe da drin Faust geschrieben.
02:53Nee, es ist ein Kulturgut. Und das ist ja auch super. Deswegen kann ich ja jetzt meinem Sohn auch so
02:58zeigen, schau mal, Mutti hat da ihre halbe Jugend verbracht.
03:03Ja, oder? Erste Knutscherei, zweite Knutscherei, Abiball, wir hatten doch nichts.
03:09Nein, das ist, das ist natürlich heute schon praktischer mit dem Handy. Aber wisst ihr, wofür ich das Handy hauptsächlich
03:15benutze?
03:17Um Speisekarten zu fotografieren und groß zu ziehen, wenn ich die Brille vergessen habe. Ja. Ich bin nicht allein.
03:28Aber ich habe jetzt tausende Speisekarten auf dem Handy. Ich denke immer, wenn jemand mal in meinen Fotos blättert, der
03:33denkt, ist das ein Fetisch oder was?
03:35Auf der anderen Seite, man gibt sein Handy ja eh nicht so gerne ab, ne? Wenn jemand mal in sich,
03:41weißt du, du willst dir ein Foto zeigen, man hält es ja immer so ein bisschen noch in der Hand.
03:45Und dann der andere, kann ich es mal, kann ich es mal haben? Ich kann es ganz schwer erkennen.
03:52Und dann geht der Stress los, ne? Siehst du, hast es, kann ich es wieder? Und du denkst die ganze
03:58Zeit nur, nech, na längs wischen. Ne, ne.
04:03Nein, und natürlich hätte ich gerne auch früher ein Handy gehabt, aber es ging halt nicht. Ja, wenn wir da
04:08irgendwie gefeiert haben und dann dachtest du, okay, Mutti soll mich abholen,
04:11dann musstest du bei den Eltern fragen, ob du telefonieren darfst, ne? Und dann ging es los. So, einmal noch.
04:20Atmen da ganz, da merke ich nichts. Okay.
04:28Entschuldigung, Frau. Frau Schulz, kann ich kurz bei Ihnen telefonieren. Ich war der Anfang.
04:36Weißt du, nein, muss ich anrufen, dass ich mich abholen kann?
04:57Dann hast du, dann hast du Boni angerufen, ja, ja, ich komme. Und dann, und wie war's? Und sie hat
05:02nichts gemerkt.
05:07Der Kontakt zur jungen Generation ist mir äußerst wichtig oder sagen wir mal
05:11lieber notwendig, denn ich bin ja auch auf den ÖPNV angewiesen. Genau wie die 500
05:17anderen Fahrgäste, die sich vor mir in den Regionalexpress drängen. Also habe ich die
05:23Wahl. Entweder Sitzplatz mit Fahrradlenker in der Nase oder stehend eng an eine junge
05:29Studentin der Betriebswissenschaft geschmiegt, die aus der Nähe von Wiesbaden
05:33kommt. Jeden Tag. Ja, sie pendelt nach Köln, um hier in anwesenheitspflichtigen
05:39Seminaren zu lernen, wie sie Immobilienbesitzerin wird. Am besten von einem
05:45Eigentumswohnungskomplex, in den sie da nicht eine Sozialwohnung integrieren muss,
05:49da es da ganz halblegale Schlupflöcher gibt. Die werden aber erst im nächsten Semester
05:53durchgenommen, sagt der Joschi. All das weiß ich aus dem Gespräch, das die Studentin
05:58mit ihrer Mutter in der Nähe von Wiesbaden führt per Telefon. Die Mutter der
06:04Studentin findet jetzt, dass diese zu Silberhochzeit von Tante Inge schon das
06:08blaue Kleid anziehen sollte, aber dann doch bitte mit so einem Jäckchen drüber.
06:13Nee, nicht wegen Wetter soll ja schön bleiben, sondern wegen ihrer Arme. Also der
06:18Arme ihrer Tochter. Ich habe Fragen, stelle sie aber nicht. Wichtiger ist für mich,
06:25warum eine Mutter die Arme ihrer Tochter unter so einem Jäckchen verstecken will. So
06:30einem Bolero will sie wohl sagen, sagt aber immer Bollero. Und plötzlich fühle ich mich
06:38der Studentin noch enger verbunden als ich es eh schon bin. Ich will ihr empowernd zurufen,
06:41an deinen Armen ist nichts auszusetzen, du musst sie nicht verstecken. Glaub mir, ich kann das
06:46beurteilen. Ich habe eben schon an deinem Ellbogen geleckt bei der letzten Vollbringung. Der
06:50schmeckte völlig normal. So, wie sie herausstellt, muss ich da aber gar nicht
06:56empowern, denn die Studentin meint, Mama, ich zieh da kein Jäckchen drüber. Der
07:00Joschi findet meine Arme übrigens völlig in Ordnung. So, aus der Nähe von Wiesbaden
07:05giftet es zurück. Jessica, wenn der Joschi deine Arme ohne Bolero drüber in Ordnung
07:09findet, dann empfindet der Joschi bestimmt auch eine Wohnung in Köln für dich. Sie schreit
07:14ins Handy. Mama, der Joschi hat selbst keine eigene Wohnung, der Joschi. Dann fällt ihr das
07:18Handy aus der Hand direkt in meine. Die Studentin weint jetzt oder schwitzt durch die Augen. Ihre
07:24Mutter hingegen schreit, hallo, Jessica, hallo, hallo Kind, musst du denn immer durchs Funkloch
07:29fahren? Und da reicht es mir. Ich übernehme die Verantwortung und das Gespräch. Hallo, sage
07:39ich, hier ist Jessica. Und das ist nicht mehr komplett gelogen. Mein zweiter Vorname ist Jessica.
07:44Trotzdem traut mir Jessicas Mutter nicht. Hallo, Jessie, was hast du plötzlich für eine tiefe
07:48Stimme? Ich spreche weiter in ihr Handy. Meine Stimme ist zu tief, weil ich ihre Tochter Jessica
07:54in zehn Jahren bin. Jessica, die echte, hebt eine Augenbraue. Ich korrigiere, naja, sagen wir
08:00in 30 Jahren, okay. Ich bin Zukunft, Jessica, aus der Vergangenheit. Jessicas Mutter zweifelt.
08:09Jessica, hast du was genommen? Drogen? Ich bin kurz versucht, dieses wichtige Gespräch
08:15zwischen Mutter, Tochter und Mediatorin abzukürzen, zu sagen, ja genau, Mutter, ich habe Drogen
08:20genommen und jetzt brauche ich mehr davon. Schick mir Geld, damit ich nicht beschaffungskriminell
08:25werde. Aber ich habe ja einen Auftrag hier, also sage ich, Mutter, Zukunft, Jessica hat eine
08:31Botschaft an dich. Niemand findet einfach eine Wohnung in Köln. Nicht Joschi, nicht sie, ja nicht mal
08:37ich. Wissen Sie, wie lange wir nach einer neuen Wohnung gesucht haben? Sieben Jahre und
08:42wir haben nur klamme Löcher zu Wucherpreisen angeboten bekommen. Und wissen Sie, wann wir
08:46was gefunden haben? Gar nicht. Wir sind nach Leverkusen gezogen. Ja, Leverkusen. Ich bin 48
08:54Jahre alt. Ihre Tochter steht auf meinem Fuß und ich habe schon deren Klamotten mit
08:59durchgeschwitzt. Aber wissen Sie, deswegen heult die nicht, die Jessica. Die weint, weil sie ihr
09:03ein Jäckchen überziehen wollen, über ihre Arme zu der Silberhochzeit von Tante Inge und
09:07Jessicas Mutter unterbricht mich. Leverkusen, sagten Sie? Ich? Ja. Sie? Ja, herzlichen Glückwüns
09:15zur Meisterschaft, ne? Danke. Letztendlich war es eine Teamleistung, gebe ich zurück. Und
09:24reiche der echten Jessica-Handy. Sie ist wieder bereit zu sprechen. Ja, ja, Mama, hier sind öfter
09:29solche Freaks in der Bahn. Eigentlich immer. Ja, nee, Mama, ich kann jetzt deswegen nicht ICE
09:35fahren. Ach, ach, eine Bahncard 100, die würdet ihr mir spendieren. 4.000 Euro kostet die, ne? Ja, ist
09:41günstiger als eine Wohnung in Köln. Ist klar doch, ja. Ich überleg mir das. Und was das Jäckchen angeht,
09:46obwohl ich am nächsten halt raus muss, sehe ich es als meine Pflicht, mich hier nochmal in das Gespräch
09:51einzuklinken. Übrigens, es heißt Bolero und nicht Bollero. Frau Jessicas Mutter, schreie ich, als ich
09:59schon durch die Tür bin, auf dem Bahnsteig stehe. Da bin ich erstaunlich gut durchgekommen. Alle
10:03anderen Fahrgäste haben mir eine Schneise gebildet. Aus Ehrfurcht und Hochachtung nehme ich an. Als die
10:09Türen sich schließen, winke ich Jessica. Die zeigt mir ein Vogel, grinst aber dabei. Ich lächle zurück und mir fällt
10:16auf, winken. Das ist so das einzige Armtraining, das ich überhaupt mache. Aber es ist sehr effektiv. Mein
10:22Bizeps ist so gestellt, da bekäme ich gar kein Jäckchen mehr drüber. Es sei denn, so einen richtigen
10:27Bolero. Dankeschön. Ich war lange 69. War eine schöne Zeit. Ich habe die Zahl geliebt, 69. Hat mich an unsere
10:42Jugend erinnert. Da war das auch eine sehr wichtige Zahl. Boah, das dauert aber lange, Leute. Ich denke, was ist
10:51denn hier
10:51los? Nein, und dann bin ich ja auch noch Boomer. Ja gut, ich persönlich würde sagen Boomerin. Aber ich bin
11:03mir gar nicht
11:04sicher, ob Gendern inzwischen verboten ist oder nur in Bayern. Also ich würde mich auch, ich würde mich
11:10auch auf Boomerette einlassen. Und Fakt ist, die Diskussion, wir sind alles schuld. Also und jetzt wollen wir
11:19alle auch noch Rente. Und die schärfste Idee, die Sie sich ausgedacht haben, finde ich, ist dieses freiwillige
11:26soziale Jahr für Rentner. Sag mal, ticken die nicht mehr ganz zauber? Echt? Ich meine, eine Frau, die einen Mann
11:36an der
11:36Backe hat, ne? Und keinen Garten. Wo sie ihn outsourcen kann, verstehst du? Die hat doch eigentlich die ganze Zeit
11:57ein
11:58freiwilliges, soziales Leben gehabt. Was ist das denn? Ich meine, wir Boomer retten. Wir haben da alles erfunden.
12:05Alles, alles, was gut ist. In dieser runtergerockten Garage im Silicon Valley haben wir Internet erfunden.
12:11Was haben wir noch alles erfunden? Hier, Woodstock. Komm, Wacken haben wir auch erfunden, ne? Das andere hier, neue
12:19Deutsche Welle. Ja, wir haben Fehler gemacht. Mein Gott, ey. Die Frauenbewegung, die Grünen, Disco, alles. Und Leute,
12:26was haben wir gekifft? Also ihr vielleicht nicht, aber ich. Und weißt du was? Damals war das illegal. Wir
12:37haben illegal gekifft. Wir haben im Widerstand gekifft. So sieht's aus. Heute legal Cannabis. Womöglich aufs Rezept.
12:45Was sind das für weicher, ja? Hallo? Und wir haben, wir haben keine Schritte gezählt. Aber irre ist,
12:55haben sie trotzdem gemacht. Ich finde, wir Boomer retten. Wir sind die kreativste, innovativste und friedlichste Generation ever.
13:05So. Ja, hallo?
13:09Hallo?
13:10Ja.
13:14Und ich habe nach all dem, nach all dem, was ich euch jetzt erzählt habe, habe ich ein paar
13:20Tage nach meinem Geburtstag, habe ich von der Stadt Oberhausen Post gekriegt. Pass auf, da
13:25schreiben die sehr geehrte Frau Janke. In unserer Stadt nimmt der Anteil der Seniorinnen und Senioren
13:31ständig zu. Und dann kommen nur Notfallnummern. Nur Notfallnummern. Ne? Ich bin fertig, will
13:39abgeputzt werden. Kannst du jemanden anrufen? Oder auch, das Gesicht vom Pfleger passt mir
13:44nicht mehr. Ich brauche neun. Kannst du jemanden anrufen? Ich habe den Eindruck, ab 70, ja, ist
13:49mein ganzes Leben eine Anreihung von Notfällen. Andererseits habe ich mal wieder Post gekriegt.
13:56Ich hätte nicht gedacht, dass ich jemals so empfinde, aber ich vermisse ein bisschen
14:02die dummen Briefe von den Männern. Oh, nein. Hör mal. Ah, ich danke dir. Wow. Ah, das sind aber
14:22eine ganze Menge, ne? Ich habe mir keinen Nachsenderantrag, habe ich nicht gestellt. Moment. Jan Wapelhorst aus
14:30Hamburg. Namen gibbet. Hallo, Frau Jahnke. Ich und meine Frau, pass auf, Wapelhorst. Das heißt,
14:37meine Frau und ich. Chefin immer zuerst. Schon kein Bock mehr. Wir fühlen uns noch rüstig. Interessiert
14:43mich nicht. Auch sexuell. Allerdings macht mein Rücken immer häufiger Mucken. Deshalb wollte
14:51ich mich ganz romantisch mit Haken unter die Decke dübeln. Jippie, ja, ja, jippie, jippie, als Überraschung. Ja, da wird
15:05die Wapelhorsterin
15:06wahrscheinlich extrem überrascht sein. Meine Damen, es gibt Situationen im Leben, da darf man den Mann auch mal
15:12hängen lassen. So, den Rest lese ich mir hinten durch. Danke euch. Danke. Also bei uns früher hat das Pferd
15:27schon zu mir
15:27gesagt, pass mal auf, Hildegard. Da kommt nix. Gar nix. Ja? Und dann ist es abgehauen. Das war der Erste,
15:44der mich
15:44geghostet hat. Aber wir hatten noch ein Pony. Aber dann hat sie mir gesagt, okay, Hildegard, unter uns. Da ist
15:59nix. Da wird nix. Und da kommt nix. Ja? Oder
16:06vielleicht alles. Oder auch nicht. Uuuh. Uuuh. So. Aber wenn du n'n Pony verstehst, dann weißt du, dass dein
16:17Leben
16:18eigentlich vorbei ist. Weißt du? So, und der Erste, der mir dann mal endlich so nahe kam, dass du dachtest,
16:30moaah.
16:32Das war der völlig übersteuerte Dominanz-Dackel von meiner Tante. Der wollte mal an meinem Bein
16:40rammeln. Pah! Ne? So ein Blödmann. Rennt einem dauernd hinterher. Ne? Weißt du, wie in dieser
16:54hab ich ne Knackzeit hier. Vor kurzem. Wo so alle rumrennen. Ne? So. Da hat mich ein Typ
17:01angesprochen. Hallo. Ich komme aus der Stadt mit D. Und ich, okay, Dönchengladbach. Dann hab ich gesagt,
17:17ich bin aus der Stadt mit K. Küsseldorf. Ne? Da war er beleidigt. So isset. So. Und dann hab ich
17:28n'n Puma kennengelernt. Der wollte die Antilopie reißen. Hohoho. Hab ich gedacht, fang mal an.
17:34Ja, ihr. Er so. Zieh dran. Ich so, wie? Zieh dran. Es wurde unangenehm zwischen uns. Und dann dachte ich
17:58mir, ach komm, mach's doch.
17:59Hab ich am Öhrchen gezogen. Hat er geheult. Hat gedacht, ja, guck mal. Wie de Mama. Ja, und dann
18:10triffst du Leute, die sagen, oh, Hildegard. Du Prinzessin. Du Schneewittchen. Hm. Du meine Königin. Hm. Und von wem
18:22musst du dir sagen lassen? Von Märchentypen. Irgend so'n Prinz, der noch, wenn du im Sarg liegst, was von
18:29dir will.
18:32So, und dann gibt es noch Typen, die machen das so. Die schätzen dich ein, gucken dich an. Ne?
18:39Da wirst du eingeteilt in O-Typen, A-Typen, Birntyp, I-Typ, Null. Ich bin ne geile Art. Ne? Und
18:51dann, dann sagen sie ja,
18:54aber Hildegard, ein bisschen viel ist schon dran. Ich sag, hallo? Ich bin bei Instagram. Und da hab ich
19:01gedacht, so, jetzt reicht's mir. Wenn mir noch einmal ein Typ sagt, Hildegard, du bist mir zu dick,
19:09da ist zu viel an dir dran. Dann sag ich, pass mal auf. Da gehst du im Baumarkt, kaufst dir
19:15Draht, ja,
19:16und den kannst du knicken. Ich hab auch, wie viele Frauen aus Bayern, grad in meiner Familie, seit ich
19:28sechs bin, einen stabilen Bartwuchs. Also, in meiner Schultüte war Lady Schäfer. Und ich hab auch ganz
19:38lang nicht gewusst, dass Lady Schäfer eigentlich für die Beine sind. Oder für die Achseln. Ich
19:44weiß schon, ihr denkt euch jetzt, die ist 42, die ist doch wohl nicht schon im Wechsel. Ja, ich war
19:48auch überrascht. Ich war dann wegen meiner Gebärmutter-OP bei der Frauenärztin zur
19:54Nachuntersuchung. Und dann hat sie gesagt, ja, alles gut verlaufen mit der OP und sie sind ja
19:58jetzt auch schon im Wechsel. Hab ich gesagt, ne, die Eierstöcke sind ja noch drin, ich hab ja noch. Also,
20:02Hormone gibt's ja noch. Sagt sie, nein. Ähm, hab ich gesagt, ja, wie geht das jetzt? Hättest du
20:08irgendwelche Anzeichen geben können? Hat sie gesagt, naja, also, viele Frauen können zum Beispiel das
20:14Atmen vom Partner nicht mehr ertragen. Ähm, die kriegen Hitzewallungen, die schlafen schlecht, ähm, die Brust
20:24verändert sich, Haare wachsen überall am Körper, aber nicht mehr am Kopf, ähm, die Schleimhäute trocknen aus,
20:31alle gleichzeitig. Und dann gibt's oft noch Angststörungen und Depressionen. Und manche
20:37Frauen merken's dann erst daran, wenn sie einmal vor dem Mephisto-Schuhladen in der Innenstadt
20:42stehen und sich denken, das sind aber schöne, bequeme Schuhe.
20:56Und ich sitz da auf dem Stuhl bei der Frauenärztin und bin plötzlich klatschnass durchgeschwitzt,
21:01vor lauter Wut. Ich hab mir die Barthaare ausgerissen, weil ich so sauer war, ne. Das kann ja wohl nicht
21:07sein.
21:08Und dann hab ich gesagt, Mephisto, das ist elegantes, klassisches, bequemes Schuhwerk. Die hab ich schon seit Jahren. Das bedeutet
21:18doch noch lange nicht, dass man weg ist.
21:22Die Frauenärztin war so mit der Untersuchung fertig und hat sie dann mit der Machete so aus meiner Körperbehaarung rausgeschnitten.
21:29Und da hat sie mir gesagt, ja genau. Und grundlos wütend sind die Frauen dann auch noch.
21:36Dann ist mir die Spocke weggeblieben, ne. Mein Mund war so trocken. Ich hab Staub rausgeatmet.
21:44Und ich hab dann gesagt, das sind ja eine Kneise. Sie hat mir dann was zu trinken gegeben und dann
21:49hab ich gesagt, aber das ist doch scheiße.
21:51Ich mein, wie hätt ich denn das merken sollen mit meiner Brust? Ich hatt ja nie eine. Wie verändert sie
21:57sich denn dann im Wechsel?
21:59Beruflich. Macht sie einen Schüleraustausch in Argentinien oder was? Wie soll man denn das merken?
22:07Und natürlich war mir heiß in letzter Zeit. Aber ich dachte halt, das ist Klimaerwärmung, nicht Klimakterium.
22:14Menschen mögen nicht, wie andere Menschen atmen. Ich mach das nie. Nie mach dich, wie Menschen atmen.
22:21Ich komm aus einem Dorf bei Regensburg. Bei uns mag niemand, wenn andere Menschen laut atmen.
22:27Wenn da so ein Kind auf die Welt kommt, so ein Baby und macht einmal zu laut, dann wird das
22:32in ein Weidenkörbchen gesetzt und Donau abwärts.
22:41Und Donau abwärts geschickt. Deswegen atmen doch Österreicher so wahnsinnig laut.
22:49Und wie soll einem in so einer Umgebung auffallen, dass man schlecht gelaunt ist wegen einem Wechsel?
22:53Das funktioniert ja überhaupt nicht.
22:55Und Angststörungen und Depressionen hab ich auch. Und schlecht schlafen tu ich auch. Und warum?
23:00Weil unsere Politik so ist, wie sie momentan ist. Weil unsere Politiker und Politikerinnen nicht mehr wissen, was echte Nachrichten
23:08sind und was Fake News.
23:10Weil irgendwelche Nachrichtenportale, die vollkommen an den Haaren herbeigezogene Mist erzählen, plötzlich beeinflussen, wer bei uns als Verfassungsrichterin besetzt wird.
23:20Weil Leute gibt, die die Tats mit News vergleichen. Da kann doch niemand mehr schlafen. Da kriegt jede Angststörung und
23:28jede Depression.
23:28Die Einzige, die da noch schläft, ist Julia Klöckner. Und auch nur, wenn der Pilaber nicht schnacht.
23:47Ja, mein Herzchen hat mir dann so Hormonsalbe gegeben. So als Hormonersatztherapie.
23:54Und sie hat dann erst gesagt, schmieren Sie sich jetzt einfach die Unterarme ein.
23:58Und dann hat sie kurz überlegt und hat gesagt, wissen Sie was, schmieren Sie einfach den ganzen Körper ein.
24:07Am Anfang von der Beziehung, kannst du dich noch erinnern, am Anfang, mein Gott, was hat er gekribbelt, oder?
24:12Am ganzen Körper hat er gekribbelt, ja. Und dann, im Laufe der Zeit, kribbelt gar nichts mehr.
24:26Man wundert sich eher, dass man sich das ausgesucht hatte.
24:33Und dann vergeht wieder Zeit, es fängt wieder an zu kribbeln, immer wenn ihr hinguckst in Halsgegen, immer wenn ihr
24:40hinguckst.
24:41Also guckst gar nicht mehr hin, sprichst es auch nicht an.
24:45Guckst alleine Fernsehen oder gehst alleine ins Theater.
24:48Aber irgendwann ist der Moment gekommen, da musst du ihm das sagen.
24:53Das Schluss ist, alles vorbei, bis hierhin.
24:58Und nicht weiter. Im Kopf ist alles klar, aber auf der Zunge.
25:05Nur Wurstsalat. Was ist so aus der Liebe geworden, die früher wie Zuckerwatte auf den Lippen klebte.
25:15Und jetzt nur eine Graupensuppe schmeckt.
25:20Labbrige Leidenschaft, die wie vergessene Chips in der Sofa-Ritze vor sich hin modern.
25:26Ja, was für ein Mann eine Oleukenie-Beziehung ist, kann für eine Frau eine Gefühls-Diät sein.
25:32Die Ehe. Das Weight Watchers der Liebe.
25:49Hm... Here we go! Hey!
25:58Jetzt wird lauf, jetzt wird lauf.
26:01Ich bin das, was man echt verdacht.
26:05You are a raw egg, that will be the same, where I'm going to fall.
26:13When today I'm going to cry, and I'm going to show you how the dog is.
26:20You can do it, so I can do it, it's easy.
26:27You can do it, it's easy. You can do it, so I can do it, it's easy.
26:32You can do it, so I can do it, it's easy.
26:35The world is clopped, but I'm still a lot more clopped.
26:42When it goes so well, I'm going to go home in a helicopter.
26:48Why are you going to cry?
26:50I have a whole lot of fans.
26:53I think I'm going to cry, I'm going to cry and I'm going to cry.
26:57Now that I'm going to cry, these are all the problems.
27:03I'm going to cry now.
27:08I've been that mad mad, my uncle, hexed out.
27:11Now that I've beenції, I find a lot of problems.
27:231, 2, cha-cha-cha, king oder hin oder, Hände nach oben!
27:303, 2, 3
27:33Jetzt wird laut!
27:36Jetzt wird laut!
27:40Jetzt wird laut!
27:43Jetzt wird laut!
27:47Jetzt wird laut!
27:49Jetzt wird laut!
27:55Jetzt wird laut!
27:56Jetzt wird laut!
27:57Jetzt wird laut!
27:58Am besten überhaupt gibst du dich jetzt!
28:01Da gleich war ein Schlussapplaus!
28:08Ich wollte eigentlich nur eine Überweisung machen.
28:11Danach hatte ich graue Haare, auch unterm Arm.
28:15Meine Bank hatte nun auch die vorletzte Filiale geschlossen und alles sollte, so der Werbespruch, ganz easy gehen.
28:22Die Umstellung auf 100% Online-Banking sollte einem Arbeit ersparen.
28:27Vor allem wurde den Menschen, die bis dahin bei der Bank gearbeitet hatten, Arbeit eingespart.
28:32Die komplette Arbeit nämlich. Ganz easy!
28:34Es gibt Online-Portale, die gut funktionieren.
28:38Und es gibt Online-Portale, da möchte man das Internet löschen, eine Bank anzünden und sogar ein unschuldiges Eichhörnchen verkloppen.
28:45Ich musste natürlich nicht mehr uneffektiv mit einem echten Menschen sprechen, denn da war nirgendwo mehr ein echter Mensch.
28:53Nur das Online-Portal wie das Portal zur Hölle.
28:55Klar, dass ich davon ein bisschen komisch werde.
28:59Am frühen Nachmittag, als der Mann nach Hause kommt, findet er mich vor dem Online-Portal im Schneidersitz.
29:04Das Online-Portal und ich schauen wechselseitig ineinander hinein.
29:09Ich habe daraus eine Achtsamkeitsübung gemacht.
29:12Ich beobachte ganz achtsam, wie das Portal zusammenbricht.
29:17Und ich bin ganz im Hier und Jetzt, wenn ich wieder und wieder die Nummern eingebe.
29:21Die Null, weil die Null der Anfang ist.
29:24Die Acht, das liegende Unendlichkeitszeichen.
29:27Zwei Zweien wie zwei Schwäne, die hintereinander schwimmen.
29:30Ich schaue den Mann an und sage sanft, wollen wir einfach alles Geld abheben, verbrennen und nackt im Wald leben?
29:39Zu kalt, sagt er.
29:41Er ist immer so praktisch.
29:43Was sollst du denn genau machen, fragt der Mann.
29:46Von dem Online-Portal aus gesehen oder galaktisch gesehen, frage ich zurück.
29:50Also galaktisch gesehen soll ich einfach überleben, glaube ich.
29:54Ich hatte den ganzen Tag versucht, ganz easy irgendwelche Nummern einzugeben
29:58und immer war die neu eingerichtete Seite zusammengebrochen.
30:01Vermutlich, weil gerade die letzten verbliebenen Kunden alle drei dasselbe taten.
30:06Die Online-Seite war in Wahrheit ein Stream live in den Keller in Wumswede.
30:12Der Hausmeister filmte auf eine Tafel, auf welcher mit Kreide der Pfad zur Anmeldung aufgemalt war.
30:18Wenn ein Kunde etwas eintippte, flüsterte die Putzfrau dem Hausmeister zu,
30:22wo er schnell mit der großen Papphand hinzeigen sollte.
30:25Dann kurz die Kreide wegwischen und eine neue Aufforderung an die Tafel malen.
30:29Das dauert, ist klar.
30:31Irgendwann konnte ich auf der Seite etwas eingeben, nämlich alles eigentlich.
30:35Größe, Hobbys, Lieblingsband und meine Klim-Bim-Pin, die ich aber erst beantragen müsste.
30:39Hier war also erstmal Ende für meine Mission.
30:42Es machte bumm im Keller der ehemaligen Hauptfiliale in Wumswede
30:45fiel dem Hausmeister das Stativ seiner Acht-Spur-Kamera um.
30:49Ganz easy.
30:50Schon am nächsten Tag bekam ich 500 E-Mails, in den sieben Nummern versteckt waren sieben Stück.
30:56Denn zwei davon bräuchte ich, um den Papst unfruchtbar zu machen und zwei, um die Klim-Bim-Pin zu aktivieren.
31:04In dem Brief stand allerdings, dass ich eine neue Klim-Bim-Pin beantragen müsste,
31:08weil ich versucht hatte, mich über das Online-Portal anzumelden,
31:12wobei die Anmeldezeit überschritten worden war.
31:14Der Vorgang sei abgebrochen worden und müsste nun wiederholt werden, aber mit einer Raxli-Faxli-Pin.
31:18In dem Brief ist nur eine Lirum-Larum-Pin und eine Simsala-Bim-Pin.
31:23Um die Raxli-Faxli-Pin zu beantragen, braucht man eine Menetekel-Menetekel-Pin.
31:28Sie leuchtet Dienstagnacht für drei Sekunden an der Hinterseite eines Elches in Lappland auf
31:34und danach wird der Elch vernichtet.
31:38Möchten Sie...
31:51Möchten Sie die Menetekel-Menetekel-Pin beantragen, geben Sie den Abracadabra-Code ein und beantragen ein sicheres Safe-Wort.
32:01Das Safe-Wort wird einem in die Geschlossene geschickt, wenn man die Zugangsdaten in die Luft wirft,
32:06sich darunter im Kreis dreht und Tandaradei ruft.
32:12Das glaube ich nicht. Stoppt mich der Mann, der mir sehr lange zugehört hat.
32:17Du übertreibst wieder. Ich übertreibe, ich werfe die Hände in die Luft.
32:21Niemals, in Wahrheit ist es noch viel schlimmer, ich soll meine drei Geburtstage ändern und meinen Pass einscannen,
32:27das Bild ausdrucken, zerschneiden und auf dem Rücken liegen, von unten an mein Bett kleben.
32:32Ja, ist gut, sagt mein Mann, ist ja gut, alles wird gut.
32:36Wir beugen uns zusammen über den Brief. Wie es aussieht, brauchen wir nur zwei Handys, ein TAN-Gerät,
32:42zwei Laptops und nur fünf Pins und nicht vier.
32:45Einen Einfüllstutzen und einen undefinierten Fropfen, ja dann geht's ja eigentlich.
32:50Wir tippen gleichzeitig in alle Geräte alle Nummern, dann werden sie gesperrt,
32:54weil ich ohne Beweis eines Beweises nicht beweisen kann, dass ich einen Beweis habe.
33:00Du übertreibst schon wieder, sagt der Mann. Das ist lieb, wie du mich immer wieder beruhigst.
33:05Du bist einfach der beste Mann der ganzen Welt. Da sagt er nichts.
33:10Wenn ich mich mal richtig übertreibe, merkt er es gar nicht.
33:14Dankeschön.
33:17Wie wäre das eigentlich, wenn man so beim Weitersappen einfach immer die gleiche Nachricht sehen würde,
33:23aber eben auf unterschiedlichen Programmen in unterschiedlichen Formaten.
33:28Oder, kürzer ausgedrückt, die gleiche Nachricht in fünf Moderationsstilen.
33:50Wo ist meine Muschi?
33:52Diese drängende Frage lässt die 53-jährige Silke K. aus Langen Salzer in Thüringen nicht mehr los.
33:59Und das für unfassbare 17 Stunden.
34:03Bei der Suche nach ihrer geliebten Katze gerät die verzweifelte Frau irgendwann so in Panik,
34:08dass sie keinen anderen Ausweg weiß, als den Notruf zu wählen.
34:12Mit Großeinsatz rückt die Feuerwehr an, denn das Tier ist auf dramatische Weise in einer Baumkrone gefangen.
34:18Heiko Plaschke berichtet.
34:35Guten Abend, meine Damen und Herren.
34:36Zu einem Großeinsatz mit mehreren Löschzügen ist am Abend die Feuerwehr im thüringischen Bad Langen Salzer ausgerückt.
34:44Eine entlaufene Katze hatte sich in einer Baumkrone in über 15 Metern Höhe verirrt.
34:50In den späten Nachmittagsstunden waren mehrere Notrufe von Passanten eingegangen, die das Tier entdeckt hatten.
34:56Straßen wurden weitläufig abgesperrt, es kam zu massiven Verkehrsbeeinträchtigungen.
35:01Die Bahn stellte den Zugverkehr in mehreren norddeutschen Bundesländern ein.
35:20Wenn die Mieze mit dem Baum, ja ja, wir alle kennen sie noch, die herzergreifende Geschichte einer Thüringer Katze,
35:27die im Frühjahr dieses Jahres nur durch die heroische Rettung der Floriani-Jünger zurück auf den Boden geholt werden konnte.
35:34So human dieser Akt der Nächstenliebe im Wortsinn ist, so wirft er eben deshalb auch die Frage auf, darf der
35:41Mensch in die Natur eingreifen?
35:43Eine Frage, mit der sich schon wie vor sokratischen Denker um Sylphe von Knossos und Papadam von Tangens beschäftigten.
35:49Die Ausstellung Yes, We Cat, die dieser Tage in Zürich eröffnet, versucht darauf eine Antwort zu finden
35:56und verhandelt dabei eine im Grunde zutiefst gesellschaftsphilosophische, ja gar politische Dimension zur Seite stellt geworden hat.
36:05Quo vadis homo sapiens.
36:07Quo vadis homo sapiens.快
36:33thaktion visionary
36:34the report a little bit the question, how good I actually find it, because it is already
36:39a cat, which was arrested. And if we look at the numbers of the last year's
36:45number of firefighters, which have like Komodowarane or
36:49spechtle from the forest, then they are clearly underrepresented.
36:54I have just recently spoken with the German Tierschutzverbund
36:56and they say yes, that's right, but you must also see that Komodowarane
37:03tendenziell seltener auf Bäume klettern und spechtle sich selbst befreien
37:06können. Okay, fair enough, aber abgesehen von diesen schönen, harten Fakten,
37:13finde ich persönlich ist an dieser Stelle des Films schon aus Gründen der Gleichberechtigung
37:16total wichtig zu benennen und einzuordnen, dass hier eine gefühlte Ungerechtigkeit
37:21vorliegt. Das darf einfach nicht unerwähnt bleiben.
37:37Schönen Nachmittag zu Hause, herzlich willkommen zur Servicezeit. Wir beschäftigen uns in den
37:42nächsten 6,5 Stunden ganz mit dem liebsten Vieh. Das Thema ist Katzen und zwar testen
37:48wir verschiedenes Katzenstreu live mit Eigenurin. Drüben in der Gartenecke zeigt uns Bärbel Schwindler,
37:55wie man ein herbstliches Gesteck aus Katzengras pökelt. Ich bin schon sehr gespannt, Heike.
38:02Drüben im Kochstudio zaubert uns die wunderbare Janine Bertrand, ein köstliches Katzen-Ragout.
38:09Und in der Zuschauerzeit beantwortet der Feuerwehrmann Wolfram Eggert die Frage,
38:15wie kommt die Katze eigentlich vom Baum, wenn sie sich zu weit nach oben verirrt hat.
38:19Das ist dumme Ding. Schön, dass Sie dabei sind. Bis gleich.
38:26Ja, ich bin letztes Jahr Mutter geworden und... Oh, dankeschön!
38:31Und ich habe versucht, meinen Sohn zu stillen und vielleicht kennt es einige Frauen.
38:39Es war Walla eine Katastrophe, ja. Es war wirklich... Also, ich habe... Ich nehme euch mal mit.
38:45Im Krankenhaus habe ich angefangen mit der ersten Snacktime. Ich wollte meinem Kind die Brust geben.
38:49Und mein Sohn hat geschrien. Der hat geweint. Der hat nach der Zitze getreten.
38:54Also, ich habe ja wirklich noch nie für meine Brüste so ein negatives Feedback bekommen.
39:01Mein Mann meinte auch nur so, hat der nicht von mir, hat der nicht von mir.
39:07Ich habe die Hebamme rufen lassen. Ich meinte, red mal mit dem bitte.
39:11Und dann meinte sie, das ist normal, dass man stillen kann, dauert.
39:15Bei ihr und ihrem Sohn, bis sie das gelernt hätten, hätte das vier bis sechs Wochen gedauert.
39:19Und ich habe gesagt, vier bis sechs Wochen? Und was macht mein Kind in der Zeit jetzt? Ramadan?
39:31Ich wollte es nicht so weit kommen lassen, ja. Ich wollte dann die Flaschenmilch geben.
39:35Anfängerfehler. Soll man nicht machen, weil das macht Saugverwirrung.
39:39Ich so, what the fuck ist Saugverwirrung? Ist das, wenn so der Staubsaugroboter gegen die Wand fährt, oder?
39:44Da meinte sie, nein, so heißt es, wenn das Kind immer so am Schnuller oder an der Flasche nuckelt und
39:49verlernt, an der Brust zu trinken, ja.
39:51Zitat. Man darf nur an einer Sache nuckeln lernen.
39:58Und sagt, Schwester, wer hat dir das erzählt? Dein Ex-Freund?
40:10Ich habe nicht auf ihren toxischen Ex gehört, ja. Ich habe die Flasche gegeben.
40:14Aber ich habe weiter still und zu Hause trainiert, ja. Ich bin von Hebamme zu Hebamme gegangen.
40:18War richtig wild, ja. Weil jeder hatte einen anderen Tipp für mich, ja.
40:21Der erste Hebamme meinte, es kommt nicht genug Milch. Ich soll den Mutterinstinkt aktivieren, ja.
40:25Was habe ich gemacht? Ich habe an dem Kind gerochen. Ich habe mit ihm geschmust, ja.
40:29Ich habe Philipp Amthor-Videos angeguckt.
40:40Die nächste Hebamme meinte, Zitat, es ist kein Scherz. Sie meinte, ich reiche die Titte nicht richtig an.
40:45Ich soll das machen wie ein Sandwich.
40:47Ich so, ach so, okay. Ich habe angegeben wie Döner.
40:52Kulturelles Missverständnis.
40:54Ich kann auch Lahmacun, aber Sandwich bin ich nicht drauf gekommen.
40:59Und die dritte Hebamme meinte, ich soll noch zusätzlich zur Brust Flaschenmilch mit so einer Spritze rausträufeln.
41:05Der Junge braucht ein Erfolgserlebnis mit Brüsten.
41:10Ich so, warum? Ist er Informatikstudent oder was?
41:21Ich war verzweifelt. Ich habe das wochenlang mehrmals am Tag gemacht, ja.
41:26Irgendwann kam mein Mann nach Hause. Ich war so, der Junge kann nicht normal werden, ja.
41:30Wusstest du, dass Jeffrey Dahmer auch nie gestillt wurde?
41:35Bei uns hat mit dem Stillen nicht geklappt. Ich habe dann irgendwann abgepumpt und dann nur noch die Flasche gegeben.
41:40Aber was sich geändert hat, ist meine Sicht aufs Stillen.
41:44Früher, wenn ich so Frauen gesehen habe beim Stillen, dachte ich mir halt so, ja, Gebärmaschine, ne.
41:48Jetzt denke ich mir, Wallah, Gebärmaschine. Läuft mal die Schwester.
42:00Es gibt ja Frauen, denen ist es unangenehm oder die werden komisch angeguckt beim Stillen in der Öffentlichkeit.
42:05Könnte ich nicht mehr nachvollziehen, nach dieser Arbeit, die manche Frauen zu Hause machen, ne.
42:10Also wenn ich hätte stillen können, ich würde, weiß nicht, ich würde immer stillen.
42:13Ich glaube, ich würde so oben ohne die ganze Zeit rumlaufen.
42:16Ich wäre so eine Art muslimischer St. Martin mit so einem halben Mantel und ein Kind immer an der Titte.
42:29Ja, Daphne hat es ja gerade schon erzählt. Ich habe tatsächlich bis vor einem Jahr als Anästhesistin Vollzeit gearbeitet, als
42:35Narkoseärztin.
42:36Und ich habe von meinen Kollegen gehört, in einem anderen Krankenhaus gibt es so einen neuen Brauch.
42:42Und zwar nach der Narkose, kennen vielleicht einige, wird man ja in den Aufwachungen gefahren, ne.
42:48Das ist der Ort, wo man da erstmal ausnüchtert, ne. Man hat ja oft so einen Filmriss.
42:53Und es gibt wohl einen Aufwachungen im Klinikum, da hängt ein Kalender von 2032.
43:08Das ist schon fies, ne. Ich würde es nicht so machen. Ich wäre spezifischer, ja.
43:13Also wenn da so ein türkischer Patient wäre, würde ich so ein Alice Weidel Plakat aufhängen.
43:18Unsere Führerin. Und wenn da so ein AfD-Wähler wäre, würde ich den begrüßen mit Salam Aleikum.
43:27Okay, ihr seid ein super Publikum. Vielen lieben Dank.
43:32Warum haben manche Männer so Angst vorm Gendern?
43:35Haben sie Angst, dass ihnen dann Brüste in Doppel-D wachsen?
43:40Haben sie Angst, dass sie sich zum Beispiel zum Geburtstag ein Einhorn wünschen?
43:44Oder dass sie zum Beispiel im Drogeriemarkt zum falschen Rasierer greifen?
43:49Ja, ja. Stellt euch vor, statt zu Gillette für das Beste im Mann zu.
43:57Gillette, spüre die Göttin in dir. Ja. Ja. Furchtbar.
44:10Na? A Drama.
44:16Mein anderes Lieblingsthema, pass up. Menstruation.
44:21Ja, ja, ja, ja. Da können einige mitreden im Saal, bin ich mir sicher. Menstruation.
44:26Doch ist ein super spannendes Thema, wenn wir Frauen uns zum Beispiel mal überlegen,
44:31was uns das im Leben an Geld kostet. Ja, ja.
44:34Da müsste man für jedes neugeborene Baby, das ein Mädchen ist,
44:38einen Menstruationfonds einrichten. Ja, ja.
44:41Die man dann später zu einem Wechseljahresform machen könnte. Ja.
44:49Ehrlich.
44:51Ich rechne nochmal aus. Also allein binden und stöpseln. Ne?
44:55Da bist du unteren Durchschnitt in deinem Leben ungefähr bei 6.000 bis 7.000 Euro. Ne?
45:00Dann kommt noch zum Beispiel dazu, Schmerzmittel, Wärmepflaster,
45:04nochmal bei circa 4.000 Euro.
45:06Und ihr Lieben, da ist der Süßkram.
45:12Und der Alkohol, den wir und unsere Lieben brauchen,
45:18damit wir mit dem PMS, PPMS und PPPPMS nicht komplett durchdrehen,
45:24noch nicht einmal mitgerechnet.
45:25Ja, dann natürlich Verhütungsmittel.
45:29Schwangerschaftstests.
45:30Ja, es sind ja goldene Zeiten heut. Goldene Zeiten.
45:34Du gehst in den Drogeriemarkt und kaufst dir einfach
45:37ein Zehnerpack Schwangerschaftstests.
45:40Früher, als ich noch Sex hatte.
45:42Also, ja, ja, ja.
45:46Und der Kaiser Wilhelm. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja.
45:52Und wenn du da einen Schwangerschaftstest gebraucht hast,
45:54dann musstest du in die Apotheke, im nächsten Dorf,
45:58in der nächsten Stadt, damit dich ja niemand kennt, oder?
46:02Und dann bist du da rein bei Nacht und Nebel.
46:04Und dann stand da der Apotheker.
46:06Sag, was darf's denn sein?
46:10Äh ...
46:13Äh ...
46:14Äh ...
46:15Bitte was?
46:17Äh ...
46:18Äh ...
46:21Wisst ihr, was wir hätten machen müssen?
46:23Wir hätten reingehen müssen und sagen,
46:25Schönen guten Tag, ich bin frisch geföchelt,
46:28ich bin jung und fruchtbar, mein Freund ist es auch.
46:31Wir brauchen einen Schwangerschaftstest.
46:34Ja.
46:34Ja.
46:39Ja.
46:44Ja.
46:48Ja.
46:51Ja.
46:51So hätten wir das machen müssen.
46:52Ich mein, heute lacht ja nur jeder, wenn ich das sag.
46:54Aber natürlich kauf ich die noch immer.
46:57Natürlich geh ich in den Drogeriemarkt
46:58und leg mir das Zehnerpack aufs Band.
47:00Ja, weil ich's kann.
47:02Und natürlich gucken dann alle.
47:04Dann sag ich, sie brauchen nicht gucken.
47:06Die eine Hälfte ist für mich,
47:07aber die andere ist für meine Mutti.
47:09Ja.
47:11Dankeschön.
47:16Überall sind wir Mängelwesen.
47:18Im besten Falle haben wir Potenzial.
47:20Äh ... Potenzial.
47:21Was hat Potenzial?
47:23Die Deutsche Bahn und das Wetter im Februar.
47:25Du hast Potenzial.
47:27Das heißt doch vor allem, da geht noch was.
47:29Das geht doch schöner, schneller, schlanker.
47:31Aus dem Gesicht kannst du noch was machen.
47:33Den Hintern kannst du auch aufrüsten.
47:35Wir optimieren alles.
47:36Unsere Haut, unsere Ärsche, unsere Freundschaften,
47:39unsere Kinder, unsere Männer.
47:42Es ist nie genug.
47:43Es reicht nie.
47:44Das Gesicht ist schon wieder zu faltig.
47:46Der Mann ist zu langsam.
47:48Die Arme sind zu lämmerig.
47:50Da kann man doch mal denken, guck mal, wie schön das schwingt.
47:53Da fächer ich mir Winzu im Sommer.
47:56Merken Sie?
47:56Kommt was an?
47:57Ich brauche keinen Fächer.
47:59Ich habe ja Arme.
48:02Nein, meine Brüste hängen nicht.
48:04Nein, die sind, äh, tiefer gelegt.
48:08Das wär's doch mal, dass ein Mann sagt, boah, ich habe eine geile Frau.
48:12Die hat tiefer gelegte Brüste.
48:14Boah!
48:15Meine Frau ist nicht dick.
48:17Meine Frau ist weich.
48:18In der kann man so schön versinken.
48:20Wie früher in den blauen Turnmatten.
48:22Krass!
48:25Und Falten sind nur dann ein Problem, wenn sie in die falsche Richtung gehen.
48:29Ansonsten erzählen sie Geschichten.
48:31Das ist doch, was wir alle wollen.
48:32Wir wollen doch eigentlich was erlebt haben.
48:34Wir wollen doch keinen Roman ohne Inhalt lesen.
48:37Wir wollen doch nicht irgendwann in der Kiste liegen.
48:40Die Trauergemeinde zieht vorbei und sagt, guck mal,
48:43die hat sicherlich immer mit Gurkenmaske geschlafen.
48:45Und das auch stets vor zwölf.
48:47Nein!
48:48Herrgott, noch mal!
48:51Lass doch mal damit aufhören, uns die ganze Zeit zu vergleichen
48:55und in die Tonne zu kloppen.
48:56Wenn wir endlich mal in dem Gefühl leben würden,
48:59ich bin okay, ja, ich bin super.
49:02Herrgott, wir würden so viel auf die Kette kriegen.
49:04Wer reicht, der fluppt.
49:06Ja, wir müssten nicht dauernd angeben und uns zuschminken
49:09und ich weiß nicht was, wir würden zusammensitzen.
49:12Wir hätten richtig Spaß.
49:13Wir sehen ja alle gleich scheiße aus.
49:15Also, Freunde, auf die Münze!
49:24Weil es Spaß macht, ob als das Leben ist.
49:27Weil das Leben schöner ist, wenn man es zwischendurch genießt.
49:31Weil man besser aussieht, wenn man weich ist.
49:34Wenn man liebt und damit innerlich so reich ist.
49:37Weil kein Aktienverwalter jemals Händchen hält.
49:40Wenn der Hochglanz vorbei ist.
49:43Die Tage gezählt.
49:46Ja, wie soll's denn mal zu Ende gehen?
49:48Nicht, dass ihr Mann später mal seinem Freund sagt,
49:51du, ich glaub, meine Frau ist tot.
49:52Und dann sagt der Freund, ja, wie komm's denn da rauf?
49:54Und dann sagt ihr Mann, ja, pff, im Bett ist alles so wie immer.
49:57Aber die Küche sieht aus.
50:07Vor kurzem war ich mit meiner Freundin Birgit Kaffee trinken.
50:09Da zeig ich die so unter den Tisch.
50:11Sagt sie, guck mal, sag ich Beine?
50:15Nee, sagt sie, tiefer.
50:19Sag ich, Füße?
50:21Nein, sagt sie, dazwischen.
50:23Sagt sie, ich hab Wöchel.
50:25Sag ich, was sind denn Wöchel?
50:27Na, sagt sie, ja, wenn Wade und Knöchel quasi eins werden.
50:42Na, sagt sie, meinst du, das kann man sich wegmachen lassen?
50:46Sag ich, Birgit, tu mal mit deinen Schönheitseingriffen.
50:49Sag ich, hast du vergessen, was beim letzten Mal passiert ist?
50:52Als du deine Lippen hast ausspritzen lassen?
50:54Zwei Wochen konntest du nicht richtig laufen. Zwei Wochen.
50:59Die Bekannte von mir war auch beim plastischen Chirurgen.
51:02Die hatte nämlich zwei Kinder auf die Welt gebracht und hat gesagt,
51:05Herr Doktor, gucken Sie mal hier am Bauch, das hängt hier so.
51:07Das ist nicht mehr so schön wie früher.
51:08Können Sie da was machen?
51:10Da sagt er, ach, knigge Frau, dann machen wir hier ein Schnittchen
51:12und da ein Schnittchen, ist das alles wieder tipptopp.
51:15Sag sie, sehr toll.
51:17Sagt sie, und hier, schauen Sie mal, am Kinn, das ganze überschüssige Material.
51:22Könnte man da vielleicht, ach, sagt der knigge Frau,
51:24dann machen wir hier ein Schnittchen und da ein Schnittchen,
51:27zapp, alles wieder tipptopp.
51:29Sagt sie, mein Gott, wie toll.
51:30Sagt sie, ich hätte da noch ein Anliegen.
51:35Aber da geht es um meinen Mann.
51:38Dann sagt er, wie kann ich helfen?
51:40Na ja, sagt sie, ach Gott, das ist aber ein bisschen,
51:42da geniere ich mich.
51:44Dann sagt sie, wissen Sie, er ist untenrum sehr, sehr groß.
51:50Orale Vergnügungen sind da quasi gar nicht möglich.
51:53Sagt der knigge Frau, dann machen wir hier ein Schnittchen und da ein Schnittchen.
52:09Ich habe mir ja sagen lassen, dass jüngere Menschen ja sehr aufgeschlossen sind, wenn es um das Thema kosmetische Veränderungen
52:16geht.
52:17Die gehen teilweise mit so einem Bild, was sie mit so einem Filter gemacht haben, dann zum Schönheitschirurgen und sagen,
52:22hier, könnten Sie mich so operieren, dass ich dann so aussehe.
52:25Ich meine, gut, nur will ich mich ja neuen Trends nicht entgegenstellen.
52:29Warum nicht? Öfters mal was Neues.
52:31Habt ihr vielleicht für mich auch mal so ein Filterbild?
52:38Also ich finde, man muss es ja nicht gleich übertreiben, oder?
52:41Kennt ihr nicht diese Geschichte von dieser Frau, die im Krankenhaus liegt, auf dem OP-Tisch und soll gleich operiert
52:47werden?
52:48Und die Frau hat natürlich unglaubliche Angst vor diesem Eingriff, nicht?
52:51Und im Moment ihrer größten Angst erscheint ihr der liebe Gott und sagt,
52:57hab keine Angst, das wird alles gut gehen, ich verspreche dir, du hast hinterher noch 38 schöne Jahre zu leben.
53:04Oh, dann ist sie natürlich beruhigt, ich meine, wenn man einen Besuch vom Chef persönlich kriegt, nicht?
53:08So, jetzt lehnt sie sich zurück, wartet auf den Narkosearzt und fängt an nachzudenken, nicht?
53:14Und denkt sich, puh, 38 Jahre ist natürlich schon noch ganz schön lang, nicht?
53:19Das wird sich ja direkt rentieren, dass man noch ein bisschen was aus sich macht.
53:24Jetzt kommt dieser Narkosearzt rein, da sagt sie, ähm, sagen Sie mal, Herr Doktor, haben Sie hier auch so einen
53:28plastischen Chirurgen in der Klinik?
53:30Sagt er, ja. Sagt sie, schicken Sie den mal rein, bitte.
53:33Der kommt rein, sagt, was kann ich für Sie tun? Sagt sie, alles.
53:37Sagt er, geben Sie Gas, keine Hemmungen.
53:40So, jetzt wird die operiert, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen, sondern auch quasi rundum erneuert.
53:46Und es klappt auch alles, alles wunderbar, wie versprochen.
53:48Und nach zwei Wochen kommt dieser Verband ab und sie sieht aus, bildschön, wie noch nie in ihrem ganzen Leben,
53:56nicht?
53:56Und jetzt kommt die aus der Klinik raus und wird draußen vom Bus überfahren.
54:04Jetzt kommt die im Himmel an, stocksauer, geht durch bis zum Chef und sagt zu dem, sag mal, hast du
54:13sie nicht alle?
54:14Du hast mir versprochen, ich hätte noch 38 schöne Jahre.
54:18Warum hast du mich nicht gerettet, als mich vor fünf Minuten der Bus überfahren hat?
54:23Da guckt der so und sagt, ganz ehrlich, ich hab dich nicht erkannt.
54:34Ähm, ähm, was haben, haben Schutzengel und Frauen gemeinsam? Hm? Hm? Hab ich gefragt.
54:45Ich sag's euch. Man ahnt, dass es sie gibt, aber man sieht sie nicht.
54:59Ich sag das deshalb, weil die Sichtbarkeit von Frauen in der Gesellschaft in der letzten Zeit abgenommen hat.
55:08Zum Beispiel will so jemand wie Friedrich Merz die Frauen vor ihrem eigenen Scheitern schützen.
55:16Hallo? Ich meine, das sagt ja wohl der Richtige.
55:22Sein Schutzengel lässt ihn ja wohl in nahezu jedem Fettnapf treten, der sich irgendwo auftut.
55:31Und dieser Donald Trump, der will sogar das Wort Frauen nicht mehr so gerne hören.
55:39Ja, er hat's aus Webseiten und Dokumenten hat er's streicheln lassen.
55:44Und das ist schlimm, ihr Erdenmenschlein.
55:48Weil das schwappt doch über.
55:50Ich sehe schon in absehbarer Zeit, dass ein verliebter Mann vor seiner Geliebten auf die Knie geht
55:58und sie fragt, Geliebte, willst du mein F-Wort werden?
56:04Ja, und dann kommt der Pfarrer und sagt, hör, ich signe euch.
56:09Hiermit mach ich euch zu Mann und XX-Chromosomen.
56:13Und das alles nur, weil dieser Trump ja wohl offensichtlich seine Haare mit Eigenurin färbt.
56:25Mittelstrahl.
56:27Und ja, weil da entstehen ja Dämpfe.
56:31Und diese Dämpfe sind es vermutlich auch, die nun zum zweiten Mal aus dem Pariser Abkommen fürs Klima haben austreten
56:41lassen.
56:42Und dabei, dabei hatten wir uns doch alle so sehr gewünscht, dass seine Eltern ein Pariser Abkommen gehabt hätten.
56:50Ich meine, es wäre uns doch einiges ersparen geblieben.
57:01Ja, Trumps Mutter hätte zu Trumps Vater sagen sollen, your penis my choice, I want it covered.
57:10Yeah, cover it up, I don't wanna see it covered up, hide it, Epstein, Epstein, alles muss versteckt sein.
57:18Ja, das macht mich schon, das macht, ich nehme noch einen kleinen Sehnschmeichler zu mir, weil mich das schon, weil
57:36mich das schon so ein bisschen verstört.
57:38Wenn ich darüber nachdenke, was mit den Frauen passiert.
57:49Und ich muss nicht fröhlich sein, Lohn zu trinken.
57:55Und wenn man dann mal eine Frau sieht, wenn man dann einmal eine Frau sieht in den Medien, dann ist
58:04das so jemand wie Alice Weidel und die Alte, die kann doch noch nicht einmal BGB rückwärts buchstabieren, ohne an
58:14ihren eigenen Brüchen zu ersticken.
58:16Und Thomas, Thomas wird dann gewählt.
58:20Und sogar die jungen Menschen wählen die dann und weiß nicht, warum, warum, warum wählen die die?
58:28Warum wählen die die?
58:31Und ihr Schutzengel hat mich gefragt, wie gendert man Hurensohn?
58:37Und ich hatte keine Antwort, ich weiß es nicht.
58:43Ich weiß es doch auch nicht.
58:48Warum schaut ihr mich denn so an?
58:52Ich hab, ich hab doch nur versucht, meine Sorgen in Alkohol zu ertränken.
59:01Aber die Sorgen können schwimmen.
59:06Aber wie heißt es bei uns in der Schutzengelbranche?
59:10Oder heißt es hinfallen, wieder aufstehen, heiligen Schein richten und weiter kämpfen.
59:21Luja!
59:24Applaus
59:26Applaus
59:28Applaus
59:29Applaus
59:29Applaus
59:30Applaus
59:31Applaus
59:32Applaus
59:32Applaus
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