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00:00Kikki!
00:02Jetzt musst du auch nicht mehr krehen, du blöder Hahn!
00:04Es ist schon fast Mittag!
00:14Ich bin ein Esel.
00:16Ein alter Esel.
00:18Und das hier ist meine Geschichte.
00:21Und die meiner Freunde.
00:24Da, das bin ich.
00:27Da war ich noch etwas jünger.
00:29Aber auch schon alt.
00:32Und das da ist mein Herr.
00:35Der Bauer Georg.
00:37Er hat manchmal ein wenig schlechte Manieren.
00:39Jetzt lass dich nicht so ziehen, du sturer Bock!
00:42Und drückt sich gelegentlich etwas ruppig aus.
00:45Dann kann ich den Sacker gleich selbst schreppen.
00:48Gute Idee.
00:52Oh nein!
00:54Nicht schon wieder.
00:58Als junger Esel habe ich vier solche Säcke auf einmal getragen.
01:04Aber das ist lange her.
01:09Ach, jetzt kannst du wieder, ja?
01:13Das hier sind zwei meiner Freunde.
01:16Wow!
01:18Kikki!
01:20Auf zu krehen, blöder Hahn!
01:23Na los!
01:23Was?
01:24Hey Katze!
01:25Wer kommt da gerade auf den Hof?
01:26Ich kann es nicht richtig erkennen.
01:28Muss ich bellen oder was?
01:29Das sind nur zwei Kerle mit Flinten und Messern.
01:33Ach ja.
01:34Und beide sind maskiert.
01:35Ich schätze Räuber.
01:38Räuber?
01:39Was?
01:40Was?
01:41Was?
01:43Was?
01:45Auf zu kläffen, blöder Köter!
01:50Was hat der Räuber gesagt?
01:51Er hat gesagt, dass du der kurzsichtigste und taubste Hund weit und breit bist.
01:56Erkennst du nicht mal mehr den Bauern und den Esel?
01:59Katze!
02:00Und hier kommt Martha.
02:01Wo hast du dich versteckt?
02:03Mal wieder in blindender Laune.
02:05Die Mäuse haben mir den ganzen Käse angefressen.
02:08Wozu haben die eigentlich eine Katze?
02:09Sie hat seit Monaten keine Maus mehr gefangen.
02:12Die Mäuse lachen sich schlapp, wenn sie das alte Katzenvieh sehen.
02:15Ja, Frau, ich weiß.
02:15Aber lass mich doch erst mal den Sack ablegen.
02:19Wieso schleppst du eigentlich die Säcke?
02:21Bist du jetzt der Esel oder wie?
02:23Und sag deiner Tochter, dass der Hans vom Sittlerhof kommt.
02:26Sie soll sich ein bisschen herausputzen, dass er sie auch zur Frau nimmt.
02:28Das dumme Ding, ja?
02:29Ja, ja, Frau.
02:31Ah!
02:32Schon wieder eine Maus!
02:33Na warte!
02:33Ja.
02:34Ja, Frau, ja.
02:35Komm.
02:37Lecker Käse.
02:40Tatsächlich der Esel.
02:42Na, was hast du denn gedacht?
02:43Na, die Katze hat gesagt, dass, äh, ach, vergiss es, ist die Bäuerin weg.
02:47Ja.
02:49Wie tut jeder Knochen weh vom Säcke schleppen?
02:52Hm, das kenn ich.
02:53Du kennst das?
02:55Ich hab dich noch nie irgendwas tragen sehen.
02:57Na hör mal, ich trage hier seit Jahren die Verantwortung für unsere Sicherheit auf dem Hof.
03:01Was war das?
03:03Was war das?
03:04Muss ich wählen?
03:04Das war Johann, der Knecht auf dem Hof.
03:07Ein netter Bursche, der mir manchmal eine Extraportion Äpfel gibt.
03:13Er hat sein Auge auf Lissi geworfen.
03:20Johann!
03:21Lissi!
03:26Ach, Lissi.
03:28Wann willst du deinem Vater endlich sagen, dass, dass wir uns lieben, Lissi?
03:33Ach, Johann.
03:35Du kennst ihn doch.
03:36Er würde ihn niemals erlauben, dass wir heiraten.
03:40Und meine Stiefmutter erst recht nicht.
03:44Hier, das hab ich für dich gemacht.
03:46Das ist wunderschön.
04:12Lissi!
04:14Lissi!
04:16Lissi!
04:16Wo steckst du?
04:17Ich störe ja wirklich nur sehr ungern.
04:21Dein Vater kommt.
04:24Rauch!
04:25Die Kette!
04:33Lissi!
04:34Mach dich hübsch!
04:35Der Hans vom Sittlerhof kommt gleich.
04:36Wieso sollte ich mich für den hübsch machen?
04:39Damit du ihm gefällst.
04:40Ich will ihm aber gar nicht gefallen.
04:43Ich mag den eingebildeten Kerl ja noch nicht mal.
04:46Außerdem braucht die Lissi sich nicht hübsch zu machen.
04:48Die ist sowieso schon das hübscheste Mädchen der Welt.
04:50Wer hat dich denn gefragt?
04:56Was machst du überhaupt hier?
04:58Hast du nichts zu tun?
05:00Milch?
05:05Moment mal.
05:19Oh, jetzt gibt's Ärger.
05:26Jetzt wird's...
05:27Papa!
05:33Tut das weh?
05:36Mein Aura hinter...
05:44Warst du das, du verdammter Maul-Esel?
05:46Papa nicht!
05:48Georg!
05:49Lissi!
05:49Wo seid ihr denn?
05:50Der Hans ist da!
05:51Los, komm.
05:57Das war knapp.
05:58Vielen Dank, lieber Esel.
06:00Für die Liebe tue ich doch alles.
06:02Was ist passiert?
06:03Der Bauer hat eine Missgabel im Hintern.
06:06Oh nein.
06:07Ich kann doch kein Blut sehen.
06:08Streng genommen kannst du überhaupt nichts sehen.
06:11Bis später.
06:15Der Hans vom Sittlerhof.
06:20Hans Sittler war ein reicher Bauer, dessen Felder direkt neben unseren Lagen.
06:25Bitteschön.
06:26Jede Menge Felder.
06:28Ah!
06:29Da ist ja unser Mädchen.
06:34Ist sie nicht hübsch?
06:36Die Lissi.
06:37So rosig wie ein frisch geworfenes Ferkel.
06:41Nicht anfassen.
06:43Was ist denn los?
06:44Deine Mutter und ich sind uns einig.
06:47Das ist nicht meine Mutter.
06:48Das ist meine Stiefmutter.
06:50Sie ist sonst ganz reizend.
06:53Sag doch auch mal was!
06:56Äh...
06:56Also wir haben...
06:58Also die Martha und ich, wir...
07:00Wir sind...
07:01Wir haben...
07:03Du wirst den Hans heiraten und fertig.
07:06Was?
07:07Den?
07:08Niemals!
07:09Du solltest froh sein, wenn ich dich nehme, Kleines.
07:12Das ist die beste Partie weit und breit.
07:14Meine Felder, eure Felder.
07:16Zusammen hätten wir den größten Bauernhof in der ganzen Umgebung.
07:22Darum geht's euch, Papa?
07:26So geht das nun mal, Lissi.
07:27Da ist doch nichts dabei.
07:30Ich bin doch keine Kuh, die man einfach eintauscht.
07:32Für eine Kuh würde ich meinen Besitz auch niemals gegen den Euren eintauschen.
07:36Das müssten denn schon ein paar Kühe sein.
07:44Ich werde den Hans niemals heiraten.
07:46Oh doch, das wirst du.
07:47Wir werden uns schon verstehen, Lissi.
07:50Hm?
07:52Ich...
07:52Ich liebe aber den Johann.
07:56Den heirate ich und keinen anderen.
07:58Den Knecht?
07:59Was kann denn der dir schon bieten?
08:01Der hat doch gar nichts.
08:02Der hat das, was euch allen fehlt.
08:09Ein Herz.
08:14Lissi!
08:16Deine Tochter!
08:19Sonst ist sie ein ganz bezauberndes Mädchen.
08:23Lieb, fleißig und folgsam.
08:27Gut.
08:29Aber wenn ich bis übermorgen kein Ja-Wort von Lissi habe,
08:33dann heirate ich die Suse vom Brennerhof.
08:36Die ist jetzt zwar nicht so hübsch wie die Lissi,
08:38aber dafür ist sie auch nicht so garstig.
08:42Und die Felder ihres Vaters grenzen auch an die meinen.
08:45Keine Sorge, das kriegen wir hin.
08:47Die Lissi wird tun, was wir sagen.
08:48Stimmt's, Georg?
08:49Wir machen das schon.
08:52Hey, hallo die Damen.
08:54Immer langsam.
08:55Eine nach der anderen.
08:56Ihr kommt alle dran.
08:57Aber es hat sich bewährt,
08:58wenn sich die Mädels in einer ordentlichen Reihe aufstellen.
09:02Bleib mir bloß von den Federn, du alter Gockel.
09:05Tut mir leid, aber du bist raus, Schätzchen.
09:08Die übrigen bilden bitte eine Reihe.
09:10Na los, macht schon.
09:10Ich hab nicht den ganzen Tag Zeit.
09:13Hört euch den Opa an.
09:15Wenn der wohl mit dieser Masche das letzte Mal bei einer gelandet ist.
09:18Und du bist auch raus.
09:20Ich zähle jetzt bis drei, dann habe ich hier eine 1a Hühnerreihe.
09:23Eins.
09:25Das ist der vierte unserer Gruppe.
09:28Der Hahn.
09:29Er hatte noch nicht so ganz verstanden,
09:31dass ein alter Gockel wie er bei den jungen Hühnern keine Chance mehr hatte.
09:38Knecht schafft die Kannen weg.
09:45Du wirst die Lissi nicht kriegen.
09:47Egal wie viel Geld du hast.
09:54Knecht?
09:56Kauf dir dafür ein paar schnellere Schuhe, hm?
09:58Spannende Musik
10:11Spannende Musik
10:12Spannende Musik
10:27What do you think of this thing?
10:31Your father has a life.
10:34And if you want to do something for him...
10:36For him? You mean for yourself?
10:40You want more fields, more animals, more money.
10:43We have everything we need.
10:46What do you know?
10:48You will marry Siddler Hans?
10:50No.
10:54I will marry Johan.
10:59Your father is very, very surprised by you, Lissy.
11:05You will stay here, until you come to Besinn.
11:11Two seven-eighths?
11:13Wo steckt ihr, Mädels?
11:15Wollt ihr spielen, oder was?
11:17Willst du wirklich ewig so weitermachen, Jahr für Jahr, diese Plackerei?
11:23No, no.
11:24Was denn sonst?
11:26Wir könnten schon längst viel reicher sein.
11:28Was soll ich denn machen, wenn die Lissy den Hans nicht will?
11:32Das kann ich dir sagen.
11:35Zuallererst mal muss der Johan weg.
11:37Dann kommt die Lissy schon wieder zur Besinnung.
11:39Oder knobelt ihr noch die Reihenfolge aus?
11:43Wir verkaufen ihn an meinen Cousin Adam.
11:45Der hat ein Schiff und geht übermorgen auf große Fahrt.
11:50Aber dann ist der Johan ja mindestens für ein Jahr weg.
11:53Ja, genau.
11:54Und bis dahin hat sie ihn vergessen und den Hans geheiratet.
11:58Ich warte!
12:00Ich weiß nicht.
12:01Das Hotel ist sich aber gar nicht gefallen.
12:03Na und?
12:04Und außerdem bekommen wir Geld für den Johan.
12:06Und das können wir auch sehr gut gebrauchen.
12:08Denn wenn wir demnächst Großgrundbesitzer sind, dann brauchen wir natürlich neue Tiere,
12:13weil mit unseren blamieren wir uns vor den anderen reichen Bauern.
12:16Zwei Achtneuntel.
12:18Passt auf, dass mir nicht die Lust vergeht.
12:20Ihr schneidet euch ins eigene Fleisch.
12:24Zuallererst mal muss diese faule Katze weg.
12:27Bitte hallo, was?
12:29Und der Hund, der ist blind und taugt.
12:31Der taugt nichts mehr als Wachhund.
12:33Und wofür haben wir bitte einen Esel, der keine Säcke mehr schleppt?
12:36Wofür füttern wir all diese Tiere hier durch?
12:38Na ja, wir haben sie halt schon sehr lange.
12:41Ja, viel zu lange.
12:44Das Fell der Katze, das lege ich mir auf meine Knochen gegen meine Gelenkschmerzen.
12:49Und den Hund, den drehen wir durch den Fleischwolf und verfüttern ihn an die Schweine.
12:56Und aus dem Esel kann der Fleischer doch eine leckere Wurst machen.
13:04Na gut, wenn du meinst, Frau.
13:06Oh je!
13:08Das tut mir aber leid für die drei.
13:10Aber sie sind ja wirklich nicht mehr die Jüngsten.
13:12So ist halt der Gang der Dinge.
13:19Und wo wir schon mal dabei sind, unser Hahn kommt morgens auch nicht mehr aus den Federn.
13:24Und er hat seit Jahren kein Huhn mehr glücklich gemacht.
13:28Ich mache uns eine ganz leckere Suppe aus ihm.
13:31Was?
13:32Ich?
13:32Eine Suppe?
13:36Tut mir leid, Schätzchen, aber jetzt ist es gerade ganz schlecht.
13:39Ich habe andere Sorgen.
13:40Komm später wieder.
13:41Davon träumst du, Opa.
13:45Oh, das ist gut.
13:48Meine armen, alten Knochen.
13:51Leute, Leute!
13:53Es ist entsetzlich!
13:54Furchtbar!
13:56Ist das der Gockel?
13:58Was denn passiert?
13:59Hat eins von den Hühnern Mitleid mit dir gehabt, dass du so außer Atem bist?
14:04Sie wollen Suppe!
14:05Und Wurst!
14:07Klingt lecker.
14:08Ist noch was übrig?
14:09Lecker?
14:11Kapierst du denn nicht?
14:12Ich bin die Suppe und der Esel isst die Wurst.
14:15Aus dir wollen sie Schweinefutter machen und dir wollen sie das Fell über die Ohren ziehen.
14:19Die wollen uns töten?
14:20Die wollen uns töten?
14:22Ja, weil wir angeblich zu nichts mehr Nütze sind.
14:25Ich muss nur eine Maus fangen.
14:27Bloß eine.
14:28Dann wird alles wieder gut.
14:30Bloß kommt raus da.
14:31Ich weiß, dass ihr da drin seid.
14:33Kommt raus.
14:34Katze.
14:36Hey Katze.
14:37Da wohnen schon seit Jahren keine Mäuse mehr.
14:41Und selbst wenn.
14:42Du bist nicht mehr schnell genug, um eine zu fangen.
14:44Aber es muss doch auch alte Mäuse geben und da könnte ich doch vielleicht...
14:52Ach, ihr habt ja recht.
14:55Wir sind so gut wie tot.
14:57Da saßen wir vier ganz tief in der Patsche und blickten dem Tod ins Auge.
15:03Vielleicht sind wir ja wirklich zu nichts mehr Nütze.
15:05Ach was!
15:06Klar seid ihr das!
15:09Ich glaube, wenn der Flohsack wir sagt, bist du auch gemeint, Hahn.
15:14Ich?
15:15Na und ob ich noch zu was Nütze bin?
15:17Frag doch mal meine Mädels da draußen.
15:18Und wer soll denn morgens alle wecken, wenn nicht ich?
15:21Du meinst mittags.
15:24Warum sollst du in die Suppe, wenn du so unentbehrlich bist?
15:27Na ist doch klar.
15:28Weil ich von allen Tieren das Köstlichste bin.
15:32Mein kerngesundes Fleisch ist zart und nahrhaft zugleich.
15:34Oder habt ihr vielleicht schon mal von Hundesuppe oder Katzensuppe gehört?
15:41Na seht ihr.
15:44Aber wir waren nicht die einzigen, die Probleme hatten.
15:48Ich soll auf ein Schiff?
15:52Aber ich bin Knecht, kein Matrose.
15:56Außerdem will ich hier nicht weg.
15:58Wegen Lissi?
16:00Die kannst du dir aus dem Kopf schlagen.
16:03Sie hat sich entschieden, den Hans zu heiraten.
16:06Ich glaube kein Wort.
16:09Es ist völlig gleich, was du glaubst.
16:12Auf keinen Fall wird unsere Lissi einen Knecht zum Mann nehmen.
16:18Ich liebe die Lissi und die Lissi liebt mich.
16:21Ach Gott, ja, Liebe.
16:23Als wenn es nichts Wichtigeres im Leben geben würde.
16:27Jetzt pass mal gut auf, Knecht.
16:29Wenn du nicht bis morgen Abend in Bremen bist
16:32und dich bei meinem Cousin Adam auf dem Schiff gemeldet hast, dann...
16:40Wird das unsere kleine Lissi auszubaden haben?
16:43Sie würden dir doch nichts antun.
16:46Sie ist ihre Stieftochter.
16:49Ich würde ihr was antun.
16:52Sie sind die böseste, gemeinste Frau, die mir jemals...
16:55Du solltest jetzt wirklich gehen, damit du pünktlich in Bremen bist.
17:04Hey, Esel, worüber grübelst du nach?
17:07Über den Tod.
17:09Oh.
17:12Das ist eine echte Stimmungskanone, Grauer.
17:15Jetzt geht's mir schon gleich viel besser.
17:16Danke auch.
17:19Weißt du, ich versuche hier ein bisschen Optimismus zu verbreiten,
17:23aber wenn ich euch alle so sehe, dann frage ich mich, ob die Bauern nicht vielleicht sogar Recht haben.
17:29Guckt euch doch mal an.
17:31Ein Esel, der nichts mehr tragen kann.
17:35Ein Hund, der nichts mehr sehen kann.
17:37Eine Katze, die nichts mehr fangen kann.
17:40Und ein Hahn, zu dem die Hühner Opa sagen.
17:44Autsch!
17:46Immer aufs Schlimme.
17:47Jetzt bin ich auch deprimiert.
17:49Zufrieden, Grauer?
17:50Lissi!
17:52Lissi!
18:03Lissi!
18:05Lissi!
18:07Johann!
18:08Psst!
18:10Lissi, deine Eltern dürfen uns nicht hören.
18:12Marta hat mich hier eingesperrt.
18:14Die wollen, dass ich den Hans heirate.
18:16Dabei liebe ich doch dich.
18:18Ach, Lissi.
18:20Ich muss nach Bremen, auf ein Schiff.
18:24Was? Aber...
18:25Deine Stiefmutter wird dir sonst was antun.
18:28Aber du kannst mich doch hier nicht alleine lassen.
18:30Ich muss.
18:32Aber ich verspreche dir, ich werde mir was einfallen lassen.
18:36Aber was denn?
18:37Ich weiß doch auch nicht, Lissi.
18:40Ich muss jetzt los, sonst komm ich zu spät.
18:44Wir sehen uns doch wieder, oder?
19:01Wenn wir uns wiedersehen, fügen wir es wieder zusammen.
19:20Hört mal her, Freunde.
19:21Ich hab einen Entschluss gefasst.
19:23Ich will nicht sterben.
19:25Wir sind vielleicht nicht mehr die Jüngsten und die Kräftigsten.
19:28Aber wir haben doch noch Spaß am Leben.
19:30Oder nicht?
19:31Hört, hört.
19:33Der Graue redet von Spaß, sein Spezialgebiet.
19:36Und darum habe ich beschlossen, nicht einfach hier auf das Ende zu warten, sondern wegzugehen.
19:41Weg? Wohin denn?
19:43In die Stadt. Nach Bremen.
19:45Was willst du denn da?
19:47Leben.
19:48Was?
19:50Und wovon?
19:52Ihr stellt vielleicht Fragen.
19:54Was weiß ich, ich könnte, naja, zum Beispiel, äh, ich könnte Stadtmusikant werden.
20:01Ich hab Stadtmusikant verstanden, es wird immer schlimmer mit meinen Ohren.
20:04Kannst du denn überhaupt ein Instrument spielen?
20:06Nö.
20:07Aber ich kann ein bisschen singen.
20:10Und wenn ihr mich begleitet, sind wir schon fast ein Chor.
20:13Also, kommt ihr mit?
20:15Also, ich weiß nicht, was einem da draußen so alles passieren kann.
20:19Genau.
20:20Da gibt es wilde Tiere.
20:22Und nichts zu fressen.
20:24Und es ist nachts kalt.
20:26Und wenn's regnet?
20:28Ih, nasser Hund riecht ziemlich übel.
20:31Und meine Mädels würden weinen, wenn ich plötzlich weg wäre.
20:34Habt ihr es immer noch nicht kapiert?
20:36Die wollen uns umbringen, töten, abmurksen, abwracken.
20:41Etwas Besseres als den Tod finden wir überall.
20:45Du hast recht, Grauer.
20:46Lieber lasse ich mich übermorgen vom Fuchs fressen, als morgen von dieser fiesen Bäuerin.
20:50Ich komme mit.
20:52Dann sind wir ja schon zu zweit.
20:54Was ist mit euch?
20:56Willst du leben oder sterben, alter Flusack?
21:00Äh, leben natürlich.
21:02Wunderbar.
21:04Dann ist es also beschlossen.
21:05Wir werden Stadtmusikant.
21:07Auf nach Rehmen!
21:14Wir müssen uns beeilen.
21:19Pssst.
21:24Pssst.
21:24Pssst.
21:27Pssst.
21:36Pssst.
21:36Pssst.
21:38Pssst.
21:45Pssst.
21:47Pssst.
21:49Pssst.
21:50Pssst.
21:51Pssst.
21:53Pssst.
21:54Pssst.
21:55Pssst.
21:57Pssst.
21:57Pssst.
21:57Meine Güte, das ist ja... Sport.
22:02Ihr habt gut reden. Ihr habt alle vier Füße. Ich habe nur zwei Freunde. Spürt ihr das?
22:09Oh ja. Das ist der erste Muskelkater, auf den ich gerne verzichten würde.
22:15Ich meine, dieses Gefühl. Schnuppert doch mal. Wie die Luft riecht. Wie sich die Farben verändert haben. Wie schön alles
22:24aussieht.
22:27Ich glaube, ich habe ein wildes Tier gehört.
22:30Nein, das ist mein Magen. Der knurrt vor Hunger.
22:34Normalerweise mache ich um diese Zeit immer ein Schläfchen.
22:37Begreift ihr nicht, was los ist? Wir sind frei. Zum ersten Mal in unserem Leben sind wir frei.
22:46Keine Angst mehr vor der Bäuerin.
22:48Nie wieder früh aufstehen.
22:51Ausschlafen. In der Sonne liegen.
22:54Wir sind frei. Wir sind frei.
22:55Wir leben. Wir haben es geschafft.
22:58Wir sind frei.
23:16Mit wem fangen wir an?
23:18Mit dem Hahn.
23:20Gut. Gut, gut, gut, gut, gut.
23:32Gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut,
23:42gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut,
23:44gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut,
23:44gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut,
23:44gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut,
23:44gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut, gut
24:01Ah!
24:02Willst du mich umbringen?
24:06Das Mistvieh ist nicht da.
24:09Der wird schon wieder auftauchen.
24:11Fangen wir mit der Katze an.
24:13Ich hab dem Abdecker Bescheid sagen lassen.
24:15Er wird den Esel gleich abholen.
24:17Es gibt 10 Taler und 15 Würste.
24:22Oh, das geht wohl nicht anders.
24:25Und den Hund, den drehst du durch den Wolf.
24:29Ja.
24:32Mietz, Mietz, Mietz, Mietz, Mietz, Mietz, Mietz.
24:59Wer nascht denn da von meinen Früchten, hä?
25:05Ich wusste nicht, dass sie jemandem gehören.
25:11Tja, aber jetzt hast du sie gegessen und musst sie bezahlen.
25:15Genau wie das Wasser, das du aus meinem Bach getrunken hast.
25:19Ich hab aber nix. Ich bin ein armer Knecht.
25:21Och, da kommen mir ja die Tränen.
25:26Ich muss jetzt aber wirklich weiter.
25:29Hier geblieben!
25:34Wo willst du denn so eilig hin, Knecht?
25:37Ich muss nach Bremen.
25:38Sonst geht es meiner Liebsten schlecht.
25:40Lange Geschichte.
25:41Wir lieben lange Geschichten.
25:42Wir erzählen uns abends immer selbst, Mietz.
25:45Ja, wirklich schön.
25:47Aber ich hab's jetzt wirklich ein bisschen eilig.
25:49Knecht!
25:50Bist du also?
26:02Und du hast kein Geld, um zu bezahlen, was du mir gestohlen hast.
26:07Ich habe aber nix gestohlen.
26:09Halt die Klappe!
26:11Chef!
26:15Du wirst mitkommen und deine Schuld bei uns abarbeiten.
26:20Aber einen Knecht können wir gut gebrauchen.
26:24Aber das geht nicht.
26:25Ich muss nach Bremen.
26:26Wegen Lissi!
26:27Spar dir deine Puste fürs Kochen, Tischdecken und Putzen, Knecht!
26:33Und fürs Abwaschen!
26:35Nein, das geht nicht!
26:37Wie weit ist das eigentlich bis Bremen?
26:39Ich dachte, das wäre mehr so, naja, hinter der nächsten Ecke.
26:43Hm, das dachte ich auch.
26:45Ich war einmal mit den Bauern in Bremen.
26:48Da waren wir zwei Tage lang unterwegs.
26:51Zwei ganze Tage lang?
26:53Mir tut jetzt schon alles weh.
26:55Sagt mal, wie weit ist das eigentlich bis nach Bremen?
26:59Keine Spur von Hund und Katze!
27:01Der Hahn ist auch weg.
27:03Was erlauben sich diese miesen Mistviecher?
27:07Ah, da kommt der Abdecker.
27:11Das klärst du.
27:12Ich bring Lissi jetzt Brot und Wasser.
27:27Rrrrrrrrr.
27:30Sei gegrüßt, Bauer.
27:35Wo ist denn der Ese?
27:37Im Stall.
27:42Ja, was ist? Worauf warten wir?
27:47What have we agreed?
27:498 Thaler and 10 Würstchen, right?
27:56Try not to tell me.
27:5810 Thaler and 15 Würstchen.
28:01Yeah, that's pretty good.
28:04You can hear it.
28:13There's no one.
28:15Of course, he's there.
28:18He has to be there.
28:22Nanu?
28:23Where is he?
28:28He's gone.
28:30He's gone.
28:33He's gone.
28:35Together with the dog, the cat and the man.
28:43Have you already been drunk?
28:45No.
28:47I don't understand that.
28:48Then send him to your Knecht and let him search.
28:51He's not.
28:52He's gone.
28:53He's gone.
28:54He's gone.
28:55He's gone.
28:56He's gone.
28:57The Lissy is gone.
28:59She's gone.
29:01What?
29:03Lissy!
29:04Lissy!
29:05Lissy!
29:06Lissy!
29:08Lissy!
29:29Lissy!
29:31Justin!
29:34Lissy!
29:37Bring your behind me.
29:38You can't sleep!
29:38It's a guy.
29:47You get no Thaler and no Würste.
30:22Lissi, komm doch raus. Hier ist Papa.
30:26Vergiss es. Ich wette, dass du mit Ding ist auf dem Weg nach Bremen.
30:31Du meinst wegen Johann?
30:33Ja. Und wenn sie bis übermorgen nicht wieder hier ist, wenn der Hans kommt?
30:37Dann heiratet er die Suse.
30:38Und wir werden nie reich.
30:41Meine Lissi, ganz allein da draußen.
30:49Hey Leute, wie wär's mit ner kleinen Rast? Hier wachsen leckere Früchte.
30:56Irgendwo muss es Wasser geben. Ich kann es wittern.
30:59Was du nicht sagst, Hund.
31:02Na gut, aber nicht zu lange.
31:06Was summst du da die ganze Zeit für eine Melodie, Esel?
31:09Ich weiß nicht. Die geht mir so im Kopf herum.
31:13Und wenn wir stark Musikanten werden wollen, müssen wir ja irgendetwas singen.
31:31Das klingt ja furchtbar. Damit würden wir alle Menschen verjagen.
31:35Tja, weil ihr alle nicht singen könnt. Ich fand es gar nicht so schlecht.
31:39Manchmal ist es eben eine Gnade, fast taub zu sein.
31:42Beruhigt euch, Freunde.
31:44Wir müssen eben üben. Üben, üben.
32:02Esel!
32:04Lissi!
32:06Hahn!
32:07Lissi!
32:08Katze!
32:09Lissi!
32:11Hund!
32:14Was?
32:17Lissi!
32:18Hey Leute, das ist ja Lissi.
32:21Hört mal auf zu singen.
32:23Das haben wir doch schon längst, Flohsack.
32:24Was macht ihr denn hier?
32:26Wir sind auf der Flucht.
32:27Wir können von Glück reden, dass wir überhaupt noch am Leben sind.
32:31Aus mir wollten sie ne Suppe kochen und aus dem Esel ne Wurst machen.
32:34Ja, und aus mir wollten sie Schweinefutter machen.
32:37Was? Das ist ja so gemein.
32:40Und so erzählten wir uns gegenseitig, warum wir auf dem Weg nach Bremen waren.
32:46Wir wussten nicht, dass wir nicht allein waren.
32:54Und gleichzeitig waren noch andere auf dem Weg nach Bremen.
32:59Gib mal die Peitsche.
33:01Schneller!
33:21Bitte, Herr Hauptmann, lassen Sie mich gehen.
33:25Ich muss wirklich ganz dringend nach Bremen.
33:28An die Arbeit nicht.
33:31Wir haben Hunger.
33:33Ja.
33:35Wir haben schließlich den ganzen Tag geschuftet.
33:38Ja.
33:39Spreie doch ein bisschen Kraft für den Abwasch auf.
33:43Ich hab Lust.
33:44Ich bin sicher, dass Sie Erfolg als Stadtmusikanten haben.
33:47Na ja, wenn wir fleißig üben, bin ich mir auch sicher.
33:53Und ich bin sicher, dass du und Johann sehr glücklich miteinander werden.
33:59Meinst du wirklich?
34:00Wir werden zwar arm sein, aber Hauptsache wir haben uns.
34:04Lieber arm und glücklich als reich und unglücklich.
34:06Aber noch besser ist reich und glücklich.
34:09Hab ich dich, Freundchen.
34:12Ja, jetzt krieg ich dich auch ohne dich bezahlen zu müssen.
34:19Äh.
34:21Mir war so, als hätte der Esel um Hilfe gerufen.
34:24Klar.
34:25Und ausgerechnet du hast es gehört.
34:27Und ich spüre auch, dass irgendwas faul ist.
34:30Meine alten Wachhund-Instinkte.
34:34Oh Gott, der Abdecker.
34:36Der Hund hat tatsächlich recht.
34:38Was dachtest du denn?
34:39Was sollen die jetzt machen, so ein riesiger Kerl?
34:41Lassen Sie sofort den Esel los.
34:43Und wir sind nur ein paar alter schwache Tiere.
34:46Und?
34:46Der Esel braucht unsere Hilfe.
34:52Na gut.
34:53Sterben wir halt als Helden.
34:55Attacke!
34:57Du Flattermann, du!
34:59Schnapp dir das Seil!
35:00Äh, welches Seil?
35:02Vertrau doch einfach deinen Instinkten.
35:04Natürlich.
35:06Ach, das Seil!
35:17Hörter, häng dich, Miesler!
35:19Böber, ich soll doch wissen!
35:22Habt ihr gesehen, wie der Hahn diesem Kerl Haken verpasst hat?
35:25Und wie der Hund dieses dicke Seil einfach so durchgebissen hat?
35:31Bei meinem Hunger musste ich mir nur vorstellen, es wäre eine Wurst.
35:34Aber du warst auch ganz schön Schlaukatze.
35:36Ja, die Pferde sind vielleicht gerannt, nachdem du sie erschreckt hast.
35:40Als wäre der Teufel hinter ihnen her.
35:44Hey, Herr Knecht!
35:46Mehr Wein!
35:47Soll das euch etwa verdursten?
35:49Ja, auch!
35:51Und gib mir noch was, oder Wurst!
35:53Ja, ja, dann gib mir auch noch was!
35:55Ja, ey!
35:56Das fragt ihr schon München, was?
35:59Herr Hauptmann, ich muss wirklich sehr, sehr dringend nach Bremen.
36:06Wenn ich dort nicht rechtzeitig ankomme, dann wird die Bäuerin der Lissi was antun.
36:13Habt ein Herz und lasst mich gehen.
36:18Na gut.
36:22Du darfst gehen.
36:23Wirklich, ich darf gehen?
36:25Ja.
36:28Und zwar nach draußen!
36:30Neues Feuerholz zu holen!
36:32Ja, ja, ja, ja!
36:49Oh, oh!
36:50Ich wollte Holz holen im Wald.
36:52Ja, das haben wir aber da.
37:08Ja, ja, ja, ja, ja!
37:09Seht ihr!
37:10Er wollte fliehen!
37:14Ich hab gewonnen!
37:16Her mit den Talern!
37:19So, Chef, was soll ich mit ihm machen?
37:23Fessel ihn und bring ihn nach oben!
37:38Das war ja eine ganz tolle Idee mit der Abkürzung.
37:42Hast du noch mehr solcher tollen Ideen?
37:44Oh, wir können doch zu Fuß weitergehen.
37:48Zu Fuß?
37:49Ja, Lissi ist Lissi auch zu Fuß unterwegs.
37:52Und das Pferd kann sich in Ruhe satt essen, bis wir wiederkommen.
38:01Sieht gut aus.
38:07Kein Problem.
38:09Ist völlig sicher.
38:28Jetzt ist das Pferd auch noch weg.
38:33Jetzt, hilf mir doch endlich!
38:35Na, wie denn?
38:39Ich kann kaum meine Hand vor Augen sehen.
38:41Ich kann kaum noch die Pfoten heben.
38:43Ach, da vorne, da wäre ein guter Rastplatz.
38:46Oh ja, Rast!
38:48Was für ein wunderbares Wort!
38:49Aber Lissi muss unbedingt den Johann einholen.
38:52Eine Rast würde mir gut tun.
38:54Und wir sind ja auch gar nicht mehr weit vom Bremen weg.
38:58Ein, zwei Stunden Schlaf.
39:00Würden euch sicher gut tun.
39:01Und mir natürlich auch.
39:02Bist du sicher?
39:04Ja, wir machen eine Rast.
39:05Ehe wir uns noch verlaufen.
39:09Seht ihr, es liegt gar nicht am Alter.
39:11Wenn sogar so ein junges Ding wie die Lissi schlapp macht.
39:16Ich kann euch gar nicht sagen, wie froh ich bin, dass ich euch getroffen habe.
39:19Allein hier draußen im Wald, das wäre mir zu unheimlich.
39:23Mal sehen, ob du immer noch froh bist, wenn du erst mal hörst, wie der Hund schnarcht.
39:28Dafür müsste ich aber erst mal schlafen.
39:30Und das wird schwer.
39:31Hier ist nämlich alles voller Ameisen.
39:33Dafür ist es hier total feucht.
39:36Und es wachsen giftige Pilze.
39:39Und es zieht.
39:41Es zieht hier.
39:42Sind die Pilze giftig?
39:43Ich hab nämlich riesigen Hunger.
39:45Meinst du, wir nicht?
39:46Denk an was anderes.
39:48Na toll.
39:48Jetzt hab ich Durst.
39:49Hey, Leute!
39:51Ich seh ein Licht.
39:53Da hinten.
39:53Gar nicht weit.
39:54Könnte ein Haus sein.
39:55Wo ein Licht ist, sind auch Menschen.
39:56Vielleicht geben die uns was zu essen.
39:58Und ein Lager für die Nacht.
40:00Hm.
40:01Lasst uns hingehen.
40:02Folgt mir!
40:16Und so kam Heribert der Grausame an den Galgen und musste für seine Verbrechen bösen.
40:24Ja.
40:25Und weil Heribert der Grausame im Leben so grausam gewesen war,
40:30wollte weder der liebe Gott, noch der Teufel ihn haben.
40:36Deshalb muss der Heribert auf der Erde bleiben und als Geist umherziehen.
40:44Es heißt, wer ihn jemals zu Gesicht bekommt,
40:53der würde danach nie wieder ruhig schlafen können.
40:56Warum denn nicht?
40:58Weil er so unglaublich groß.
41:00Und so unglaublich hässlich ist.
41:04Aber das Schlimmste, das Schlimmste von allem ist sein Geschrei.
41:09Es heißt, dass selbst der Teufel davor Reiß ausnehmen würde.
41:17Wie klingt denn Heribert's Geschrei?
41:21Es klingt wie das Schrein einer Seele,
41:27die seit Jahrhunderten keinen Frieden finden kann.
41:32Alles, was das Herz begehrt.
41:34Und noch viel mehr.
41:36Der Tisch biegt sich unter all den leckeren Sachen.
41:39Na dann los, lass uns reingehen.
41:41Nein, wartet.
41:43Das sind Räuber.
41:44Siehst du die Pistolen?
41:45Und die Messer?
41:47Und da hinten in den Säcken ist die Diebesgut.
41:49Sie hat recht.
41:50Wir sollten schleunigst verschwinden.
41:52Ja, kommt.
41:52Da schlaf ich lieber im feuchten Wald,
41:54als mich von denen umbringen zu lassen.
41:56Ach, wenn ihr doch nur singen könntet,
41:58dann würden wir den Halluken ein Ständchen bringen
42:00und damit vielleicht ihr Herz erweichen.
42:02Kommt!
42:04Hat die Katze nicht gesagt,
42:06dass wir mit unserem Gesang
42:07die Menschen nur verjagen würden?
42:09Das ist es.
42:10Wir singen.
42:12Können die mich da drin überhaupt hören?
42:14Spring auf meinen Rücken.
42:15Dann hören sie dich bestimmt.
42:17Gute Idee.
42:17Und ich stelle mich auf den Hund.
42:19Und ich blicke auf die Katze.
42:20Und alle singen so laut,
42:22wie sie nur irgendwie können.
42:23Oh, mein armer Rücken.
42:24Stell dich nicht so an, du Flohsack.
42:26Unser erster Auftritt.
42:28Ich bin ein bisschen nervös.
42:29Herr Ribert's Geist.
42:31Taucht immer um mit der Nacht auf.
42:35Angeblich sieht man zuerst seinen Schatten
42:38und dann hört man sein unglaubliches Geschrei.
42:46Da!
42:48Herr Ribert!
42:50Raus!
42:51Raus!
42:52Raus!
42:53Raus!
42:54Raus!
42:55Raus!
43:14Es hat geklappt.
43:15Ihr habt sie verjagt.
43:16Ihr seid wunderbar.
43:19Jetzt haben wir zu essen und zu trinken
43:21und ein trockendes und warmes Lager für die Nacht.
43:23Meint ihr, die Räuber kommen wieder?
43:25So wie die Granzin?
43:27Nee.
43:28Das hier ist eindeutig besser als der Tod.
43:32Wir sind frei und haben zu essen.
43:36Ach, das Leben ist schön.
43:40Ach, tschi!
43:48Ihr habt es gut.
43:50Ihr habt schon alles, was ihr euch erträumt habt.
43:53Aber ich vermisse immer noch den Johann.
43:56Was würde ich drum geben,
43:57wenn ich ihm jetzt sagen könnte,
43:58wie gern ich ihn habe?
44:07Das war knapp.
44:09Knapp.
44:10Habt ihr gesehen, wie riesengroß der ist
44:11und wie der geschrien hat?
44:13Also, ich habe eigentlich nur einen Schatten gesehen.
44:16Mir hat das völlig gereist.
44:17Mir auch.
44:18Hier geblieben.
44:19Mir gefällt das nicht,
44:20dass wir unser Haus und unsere Beute
44:22einfach so zurückgelassen haben.
44:23Immerhin leben wir noch.
44:25Und wenn das gar nicht der Geist
44:27von diesem Herriberg war,
44:31wie er es sonst denn sonst gewesen sei?
44:33Keine Ahnung.
44:34Aber du wirst es herausfinden.
44:37Ich?
44:37Wir schleichen uns an.
44:40Und wenn das nicht ausgeht,
44:42gehst du rein und siehst nach.
44:45Also ich finde das jetzt wirklich.
44:48Warum gehst du nicht selbst rein?
44:49Du bist doch immerhin der Chef.
44:51Ja.
44:51Und weil ich Chef bin,
44:53sage ich, du gehst.
44:53Oder will einer von euch?
44:56Soll doch der Dicke gehen.
44:58Wen meinst du mit der Dicke?
45:00Hört mal, ich will das hier nicht diskutieren.
45:03Gieß.
45:03Fertig.
45:06Sobald wir die Lissi haben,
45:07verheiraten wir sie mit dem Hans.
45:09Damit sie nicht nochmal abhauen kann.
45:11Ich weiß nicht, Martha.
45:13Denk an die Thaler.
45:14Aber wir können die Lissi doch nicht zwingen.
45:16Und ob wir das können.
45:21Herzlich willkommen,
45:22die Herrschaften.
45:23Herrschaften.
45:26Sehr gute Idee.
45:30Mitkommen.
45:32Komm.
45:33Tu was.
45:34Und was?
45:36Ich weiß nicht,
45:37wann ich zuletzt so satt war.
45:39Und ich weiß nicht,
45:40wann ich zuletzt so müde war.
45:48Wenn ich schnarchen sollte,
45:49weckt mich.
45:52Ich leg mich oben hin.
45:54Dann könnt ihr so viel schnarchen,
45:55wie ihr wollt.
45:56Gute Nacht, meine Sänger.
46:02Hund.
46:04Du schnarchst.
46:07Hund.
46:16Wie kommst du denn hierher?
46:17Das ist ja...
46:25Ich hab mir solche Sorgen gemacht, Lissi.
46:28Ich bin abgehauen und dir gefolgt.
46:29Ach, dass ich dich wiederhabe.
46:30Ach, Lissi.
46:32Wenn du mir die Fesseln abmachst,
46:34kann ich dich auch umarmen.
46:35Ach ja, natürlich.
46:39Seid euch nur, wer hier ist.
46:41Mein Johann.
46:42Johann.
46:43Der Johann.
46:44Aber das ist ja...
46:46Wunderbar.
46:47Ein Sieg für die Liebe.
46:50Lissi.
46:51Johann.
46:52Lissi.
46:57Dann haben wir es nicht mehr eilig
46:58und können ausschlafen.
47:05Ich will nicht mehr nach Hause zurück.
47:10Wir fangen ein neues Leben an.
47:13Genau.
47:14Ich lass mir nicht mehr vorschreiben,
47:16wen ich lieben soll
47:17und wie ich leben soll.
47:19Nie wieder.
47:21Nie wieder.
47:29Ich liebe dich.
47:31Und ich liebe dich.
47:51Jetzt ist es dunkel.
47:59Und wieso sollen wir da rein?
48:01Ja, genau.
48:02Es ist doch euer Haus.
48:03Warum geht ihr nicht selber rein?
48:05Weil da ein böser Geist drin sein könnte.
48:10Und deshalb?
48:14Ein böser Geist?
48:15Mhm.
48:17Ihr sollt ja nur nachsehen, ob...
48:20Naja...
48:21Ob alles friedlich ist.
48:22Und ob unser Gold noch drin ist.
48:24Ah, also...
48:25Gold.
48:26Also wenn da ein Geist drin ist, dann müsste er mich wohl erschießen.
48:29Ich...
48:29Ich geh da nicht rein.
48:31Papalapap.
48:31Natürlich gehst du da rein.
48:33Aber wir...
48:34Komm.
48:34Halt!
48:36Die Lampe bleibt hier.
48:39Na, also...
48:40Warum nicht gleich so?
48:42Und wenn da wirklich ein Geist drin ist?
48:44Da ist Gold drin.
48:45Das holen wir uns jetzt raus.
49:14Was ist denn das für ein Geräusch?
49:15Da ist doch jemand.
49:18Jetzt geht doch endlich.
49:22Pass doch auf!
49:24Mensch!
49:26Die Räuber!
49:31Die Räuber!
49:33Der Geist!
49:59Du bleibst hier.
50:00Ich denke gar nicht dran.
50:07Raus hier!
50:08Hilfe!
50:11Na, warte.
50:17Wo sind Sie?
50:19Wir haben Sie verjagt.
50:21Herr Riebe.
50:23Seht nur, wie Sie rennen.
50:24Wenn Sie nicht erleben, Liebes, lauf!
50:26Da wohnt der schrecklichste Geist, den man sich vorstellen kann!
50:29Einer, etliche!
50:31Eine Hexe, lauf!
50:32Unser Gold!
50:33Komm mit!
50:35Komm!
50:36Unser Gold!
50:37Ich will lieber leben!
50:41Wartet auf mich!
50:52Diesmal kommen die Räuber sicher nicht zurück.
50:54Hä?
50:56Das ist ja...
50:57Johann!
50:59Hey Freunde, habt ihr gesehen, dass Johann hier ist?
51:01Ist ja ein Ding!
51:03Du hast einen gesunden Schlaf, was?
51:06Ja.
51:07Tja, so wie ich das sehe, haben wir jetzt ein Haus.
51:09Aber wir hatten doch einen Traum.
51:12Wir wollten doch nach Bremen.
51:13Und den Traum werden wir uns auch erfüllen.
51:16Aber lasst uns vorher üben, bis wir gut genug sind, um als Stadtmusikanten aufzutreten.
51:22Bis dahin sind wir verhungert.
51:24Das glaube ich nicht.
51:26Seht euch das hier an.
51:30Gold!
51:31Ich dachte, was zu essen.
51:33Davon können wir uns so viel zu essen kaufen, wie wir wollen.
51:36Äh, Freunde, kann ich euch mal kurz unter acht Augen sprechen?
51:45Wir haben beschlossen, dass ihr den Schatz haben sollt.
51:49Genau. Wir brauchen nämlich nichts, was es hier nicht gibt.
51:52Und ihr seid jung und wollt heiraten.
51:55Überleg dir das gut, Johann. Eine einzige Frau?
51:58Ich weiß ja nicht.
52:00Ist das euer Ernst?
52:02Ihr wollt nichts davon abhaben?
52:04Wir haben noch etwas viel Kostbareres.
52:06Eine randvolle Speisekammer.
52:09Ich meine, unsere Freundschaft, die lässt sich mit Gold und Edelsteinen nicht aufwiegen.
52:15Ach so, die. Ja, die auch.
52:17Ihr seid die Allerallerbesten.
52:25Wow.
52:27Lissi und Johann zogen zusammen nach Bremen.
52:32Und weil sie unbedingt wollten, dass wir auf ihrer Hochzeit singen,
52:37mussten sie mit dem Heiraten eine Weile warten.
52:39Denn wir wollten es nicht bemühen.
52:44Und übten.
52:46Und übten.
52:49Und übten.
52:52Und irgendwann waren Lissi und Johann der Meinung, es sei jetzt soweit.
52:57Die Menschen, die meiner Freundin.
53:08Hallo, Suse.
53:09Hallo.
53:10Hallo, Hans.
53:12Wir heiraten.
53:14Ihr seid eingeladen.
53:15Gern.
53:16Nein, wir werden nicht kommen.
53:25Und nicht nur Hans und Suse waren eingeladen.
53:36Und wir werden nicht mehr.
53:37Ach nee.
53:38Du traust dich noch hierher?
53:40Schweig, Frau.
53:42Hast du nicht schon genug angerichtet?
53:43Good.
53:54Lissy.
53:55Papa.
53:57Lissy.
53:58Papa.
54:07Do you know where you are?
54:08Yes, Papa.
54:10Good.
54:15Wo habt ihr denn das ganze Geld her?
54:17Für die Kutsche, das Pferd und die neuen Sachen?
54:23Das ist eine lange Geschichte.
54:25In der kommen vier Freunde vor.
54:27Und ein Geist, der im Wald in einem Haus wohnt.
54:30Und dann kam der große Tag für die Bremer Stadtmusikanten.
54:38Oh Gott, bin ich nervös. Ich glaube, ich muss noch mal.
54:41Du warst doch schon dreimal.
54:44Wie sieht das denn aus, wenn ich so mitten beim Singen was fallen lasse?
54:47Ihn.
54:48Beherrsch dich halt.
54:49Beherrsch dich halt.
55:02Das ist ja unser Esel. Und unser Hund. Und unsere Katze. Und der Hahn.
55:10Oh mein Gott.
55:11Was macht die denn auf der Bühne?
55:12So viele Leute?
55:14Tssst.
55:14Tssst.
55:14Sind wir ausverkauft?
55:16Restlos.
55:17Es geht los.
55:18Es waren einmal vier Freunde.
55:25Die jüngsten waren sie nicht.
55:29Und eines Tages geschah es.
55:33Sie blickten dem Tod ins Gesicht.
55:37Da trafen sie eine Entscheidung und sollten es nicht bereuen.
55:47Sie wollten als Stadtmusikanten die Menschen in Bremen erfreuen.
55:55Sie wollten frei sein und mit dabei sein.
56:07Denn eines wussten sie auf jeden Fall.
56:12Was Besseres als den Tod finden sie überall.
56:16Was Besseres als den Tod finden sie überall.
56:23Zuerst klang es noch, oh, ziemlich furchtbar.
56:28Denn aller Anfang ist schwer.
56:33Doch Übung machte vier Meister.
56:37Und rum, Leute, hört alle her.
56:42Wir stehen hier oben als Freunde und gehen durch dick und durch dünn.
56:51Gemeinsam schaffen wir alles.
56:54Ganz egal, wie alt wir schon sind.
56:59Gemeinsam schaffen wir alles.
57:02Ganz egal, wie alt wir schon sind.
57:06Wir wollen frei sein und mit dabei sein.
57:10Denn eines wussten wir auf jeden Fall.
57:13So, so, so, so, aber was ist denn jetzt? Tanzen die Leute? Gefällt sie?
57:15Ich denke schon.
57:18Was Besseres als den Tod finden wir überall.
57:24Wir wollen frei sein und mit dabei sein.
57:28Denn eines wissen wir auf jeden Fall.
57:32Was Besseres als den Tod finden wir überall.
57:36Was Besseres als den Tod finden wir überall.
57:42Und wenn sie nicht gestorben sind, dann singen sie noch heute.
57:48Und noch in hundert Jahren wird man sich an uns erinnern.
57:53Die unvergleichlichen Bremer Stadtmusikanten.
58:07Die unvergleichlichen Bremer Stadtmusikanten.
58:08Die unvergleichlichen Bremer Stadtmusikanten.
58:14Die unvergleichlichen Bremer Stadtmusikanten.
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