- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00Musik
00:40Musik
01:13Wo ist Felix?
01:15Ich weiß nicht
01:17Wie lange will er sich eigentlich noch drücken?
01:21Oh ja
01:24Unser Vater liegt im Koma und sein Lieblingssohn hat nichts besseres zu tun, als mit seinem Porsche durch die Pampa
01:28zu brausen
01:29Sag still
01:30Okay, wenn er vielleicht auch nichts versteht, aber ich will nicht, dass du in seiner Gegenwart so redest
01:41Habt ihr euch schon überlegt, wie es weitergeht?
01:44Wie denn? Felix drückt sich doch vor jeder Verantwortung und Cornelia
01:49Cornelia kann vor lauter Angst um ihre Hand keinen klaren Gedanken fassen
01:53Ihr könnt euch nicht in die Ecke setzen und auf ein Wunder warten
01:56Wilhelm ist nicht mehr der Mann, wie wir ihn kennen
01:59Das ist vorbei, Roland
02:01Vielleicht für immer
02:03Sieh mich doch nicht so an
02:05Ich nenne die Dinge nur beim Namen
02:06Du hast doch die Ärzte gehört
02:08Ja gut
02:08Und was sollten wir deiner Meinung nach tun?
02:11Sollen wir ihn in irgendein Pflegeheim abschieben und dann zur Tagesordnung übergehen, oder wie?
02:20Was haben die Ärzte gesagt?
02:22Nichts, nichts Konkretes, die Schwellung ist noch zu stark
02:26Ich, wenn sie meine Finger nicht mehr bewegen lassen, ich, ich
02:31Cornelia, du musst dran glauben, du darfst die Hoffnung nicht aufgeben
02:34Das darf man nie
02:38Wie geht es weiter?
02:42Komm
02:58Nein, man hat Alkohol im Blut gefunden und in seinem Bett lag eine leere Cognac-Flasche
03:02Und alle vermuten, dass er sie sich selber aus seinem Nachtschränkchen geholt hat
03:05Aber, nee, Waltraud, das kann ich irgendwie nicht glauben
03:07Und, naja, jedenfalls war der zweite Schlaganfall bedeutend schwerer als der erste
03:13Waltraud, ich glaube, es sieht diesmal ziemlich schlecht aus
03:17Nein, nein, ich konnte nicht
03:19Nein, ich konnte Cornelia einfach nicht sagen, dass ich sie nicht, nicht wirklich liebe
03:24Es ging einfach alles so schnell im Krankenhaus und später da
03:28Habe ich es einfach nicht mehr übers Herz gebracht
03:30Was soll ich denn jetzt machen?
03:33Danke, so einen Rat kannst auch nur du mir geben
03:35Morgen
03:37Ich, ich melde mich gleich wieder, ja?
03:39Guten Morgen
03:42Der Braunschweig-Auftrag ist unter Dach und Fach
03:4510.000 laufende Meter, in reiner Schuhwolle, feinste Qualität
03:48Macht schlappe, 500.000 Euro
03:51Prima
03:52Dann können Sie ja gleich ins Krankenhaus fahren und Ihrem Vater die gute Nachricht überbringen
03:56Mein Vater, mein Vater liegt im Koma
03:59Sie entschuldigen mich also
04:01Ihr Vater braucht Sie, Herr Althofer
04:13Hey
04:13Rauchst du von mir?
04:16Von nichts anderem
04:20Isabella
04:22Isabella, wir müssen es Ihnen sagen
04:25Den Althofers, wir...
04:27Aber wir wissen doch gar nicht, ob der Kognak schuld ist an Herrn Althofers zweiten Schlaganfall
04:31Na, was soll es denn sonst gewesen sein?
04:33Ich weiß nicht, ich bin kein Arzt
04:36Ach, Ors
04:38Du bist so ehrlich
04:39Und das liebe ich an dir
04:42Aber wenn wir Martin jetzt verraten, dann versauen wir ihm die ganze Zukunft
04:45Und er macht sich eh schon genug Vorwürfe
04:48Und Herrn Althofer helfen wir nicht
04:50Und bin ja auch ein Nied
05:01Ja, ich weiß
05:01Ich weiß nicht ganz normal für mich
05:04Und ich weiß nicht
05:08Ich weiß nichtThis
05:08griet
05:08Ich weiß nicht
05:11Wie seien das
05:11Lina?
05:14Lena?
05:18Warum gehst du mir seit Tagen aus dem Weg?
05:21Wie geht's Cornelia?
05:24Lena, bitte.
05:27Was hätte ich denn deiner Meinung nach machen sollen im Krankenhaus?
05:30Cornelia war völlig zerstört.
05:33Und plötzlich tauchst du auf.
05:35Hätte ich in dem Moment sagen sollen, was ich fühle?
05:38Ja.
05:39Ich war wie gelähmt.
05:42Es ist doch für alle eine schwierige Situation.
05:45Es ist vor allem deswegen schwierig, weil du feige bist.
05:49Vielleicht.
05:51Aber ich kann dir das nicht antun.
05:53Jedenfalls nicht jetzt.
05:57Aber mir? Mir kannst du es antun, ja?
06:00Cornelia hatte einen schrecklichen Unfall.
06:02Und ob du es glaubst oder nicht, das tut mir wirklich leid.
06:05Aber wenn du dir in deinen Gefühlen sicher wärst,
06:07dann könntest du ihr trotzdem die Wahrheit sagen.
06:15Lena, bitte.
06:16Versteh mich.
06:23Dein Vater liegt immer noch im Koma.
06:25Ich wollte es dir nur sagen, falls dich das interessiert.
06:41Mund auf.
06:42Ach nee, ist doch lächerlich, Leo.
06:44Hör auf.
06:45Hey, wir brauchen eine neutrale Instanz.
06:47Also los, komm.
06:48Wissen Sie, wo Natalie steckt?
06:50Nee, keine Ahnung.
06:52Du machst weiter.
06:53Was ist denn hier los?
06:56Geschmackstest.
06:57Unsere Großküche beliefert uns nicht mehr.
06:59Wir sind also klein, so lohnt sich nicht.
07:00Jetzt müssen wir uns was Neues aussuchen.
07:02Und ich soll entscheiden, welche.
07:04Gerade ich.
07:05Ja, wer sonst?
07:06Den Chefs ist doch egal, wie das Zeug schmeckt.
07:08Die machen ihre schicke, mägge Geschäftsessen.
07:10Komm.
07:11Fertig essen schmeckt nicht.
07:12Egal, wer es liefert.
07:13Mhm.
07:14Koch dir auch keine so gut wie du.
07:16Was dich nicht davon abgehalten hat, auswärts zu essen.
07:19Falls Natalie auftaucht, ich brauche sie in der Näherei.
07:22Ja.
07:24Wir sind noch lange nicht fertig hier.
07:26Hm?
07:28Komm, Paul.
07:29Hau rein.
07:31Au.
07:32Halt.
07:32Oh Mann.
07:35Pusten.
07:39Wer?
07:41Felix Althoffer, Entschuldigung.
07:43Nein, der Herr Boretti ist nicht mehr hier.
07:46Soviel ich weiß, hat er noch eine Verabredung mit der Lena Czarny.
07:49Ja, bitte.
07:56Bitte.
08:12Würdest du bitte für mich einen Termin bei Herrn Unger machen?
08:15Hui, so förmlich?
08:17Willst du kündigen?
08:19Ich will wissen, wie es hier für mich weitergeht.
08:21Durch den zweiten Schlaganfall von Herrn Althoffer wird sich ja einiges ändern.
08:25Ich habe keine Lust abzuwarten, ob...
08:26Also...
08:27Du wirst doch jetzt nicht weglaufen, wo du diesen riesen Auftrag an Land gezogen hast.
08:31Wovon redest du?
08:32Na, Braunschweig.
08:34Zehntausend Meter.
08:35He.
08:36Das ist ja mal eine erfreuliche Nachricht.
08:39Da wird die Czarny sich noch eine Weile gedulden müssen, bis sie meine Abteilung mit übernimmt.
08:44Wieso?
08:45Ich denke, die ist scharf auf ein eigenes Stoff-Label.
08:48Ja, natürlich.
08:49Aber warum wohl?
08:50Ein eigenes Label ist das ideale Sprungbrett in die Mode.
08:52Ach, jetzt hat uns der Unger mühsam aus dem Dreck geholfen.
08:59Morgen.
09:00Morgen.
09:01Haben Sie Herrn Wieland von dem Braunschweig Auftrag verständigt?
09:04Ja, natürlich.
09:05Aber er sagt, die dafür disponierten Maschinen schaffen das Auftragsvolumen nicht in der vorgegebenen Zeit.
09:10Man hätte das vorher mit ihm absprechen müssen.
09:12Er soll nicht jammern, sondern sich was einfallen lassen.
09:14Das habe ich ihm bereits gesagt, wenn auch nicht ganz so drastisch.
09:17Was würde ich nur ohne Sie tun?
09:19Mit Waltraud telefonieren.
09:21Danke, Marion.
09:24Ich könnte ja mal mit Herrn Wieland reden.
09:26Vielleicht finden wir ja gemeinsam eine Lösung.
09:29Ja, das ist gar nicht so eine schlechte Idee.
09:31Danke, Frau von Dietrichs.
09:32Ach ja, übrigens, gratuliere.
09:34Sie haben es ja gerade gehört.
09:35Braunschweig hat ihren Stoff genommen.
09:37Danke.
09:41Siehste, jetzt liebt er mich wieder.
09:53Waltraud, ich...
09:57Was ist denn?
10:01Waltraud, sie... sie... sie hat einen Anrufbeantworter.
10:05Na, Gott sei Dank. Ich dachte schon, es ist was Ernstes.
10:09Dass einen Anrufbeantworter hat doch heutzutage jeder.
10:12Ja, jeder. Nur Waltraud nicht. Jedenfalls nicht privat.
10:15Oh.
10:17Äh, um was geht's denn?
10:19Ich hab alle meine Sachen noch in Frankfurt eingelagert
10:22und hab ganz vergessen, eine Umzugsfirma zu engagieren.
10:24Und wann wollen Sie umziehen?
10:26Heute.
10:27Na, das nenn ich verpennt.
10:29Entschuldigung.
10:30Ja, wir haben ja eigentlich recht.
10:32Soll ich mich drum kümmern?
10:34Frau Stangl, das ist aber jetzt nichts Geschäftliches, ich meine...
10:37Ja, ich... ich hab da so einen alten Bekannten, der fährt die Strecke mit dem LKW täglich.
10:41Vielleicht geht da ja noch was auf die Schnelle.
10:42Das wäre ja ganz wunderbar.
10:46Mal sehen, was meine alten Beziehungen noch wert sind.
10:49Danke.
10:50Ach du lieber Gott, jetzt hätte ich das Wichtigste fast vergessen.
10:53Wir müssen irgendwas unternehmen, sonst verhungern uns die Mitarbeiter.
10:57Unsere bisherige Großküche liefert nämlich nicht mehr.
11:00Dann bin ich jetzt wohl dran, meine alten Beziehungen mal spielen zu lassen, oder?
11:09Elf Prozent Preisnachlass, das kommt überhaupt nicht in Frage.
11:11Ein Großteil der Reklamationen war reine Schikane, das weißt du genau.
11:16Willst du mir Konkurrenz machen?
11:18Engel!
11:19Das Geschmack und gute Ideen.
11:22Jetzt lenkt nicht ab.
11:23Die gelieferten Stoffe hatten eine ausgezeichnete Qualität, wir lassen uns doch nicht über den Tisch ziehen.
11:28Sei du ehrlich zu mir, dann bin ich jetzt zu dir.
11:31Ich experimentiere in meiner Freizeit ein bisschen rum.
11:33Das ist alles.
11:35Drei Prozent.
11:36Und die Zusage, dass die nächste große Order aus eurem Haus wieder an uns geht.
11:42Acht Prozent.
11:43Keine Garantien.
11:45Und du kommst im Bier nach Italien.
11:47Du spinnst!
11:49Ich brauche Leute von deiner Kreativität.
11:52Vier Prozent.
11:53Sofort eine neue Order und ich ziehe ein Abendessen in Erwägung.
11:56Und zwar in Augsburg.
11:58Nee, das ist Erpressung.
12:00Tja.
12:05Fünf.
12:08Wir sind im Geschäft.
12:11Das ist kein Spaß, Lena.
12:13Ich will, dass du für mich arbeitest.
12:15Enjo, was könnte ich für dich tun?
12:16Du könntest die richtigen Stoffe aussuchen.
12:18Mit den Firmen neue Konzepte entwickeln.
12:21Und früher oder später deine eigene Mone-Linie entwerfen.
12:25Sag mal, meinst du das wirklich ernst?
12:28Denk darüber nach.
12:35Er hat nur ein einziges Mal auf der Bühne gestanden.
12:40Einmal hat er das getan, was er wirklich tun wollte. Und jetzt?
12:44Willst du deshalb mit deiner Frau nach Amerika, weil du einmal im Leben Bier verkaufen willst?
12:51Mutter, das ist nicht fair.
12:53Roland, du kannst nicht gehen.
12:55Du wirst hier gebraucht.
12:57Ich habe mich für Amerika entschieden, weil ich hier nicht mehr gebraucht werde.
13:01Dein Vater kann die Firma nicht mehr leiten.
13:03Das hat doch der Unger längst übernommen.
13:05Mit deiner Hilfe übrigens.
13:07Mit Straubingers Hilfe.
13:08Dein Vater hat nach der letzten Versammlung mir sämtliche Vollmachten weggenommen.
13:12Und Straubinger übertragen.
13:14Und der steht im Moment hundertprozentig hinter Unger.
13:17Also, jemand muss den beiden auf die Finger sehen.
13:19Dann soll das Felix machen, oder Cornelia?
13:21Felix, Felix kann verkaufen und mehr nicht.
13:24Und Cornelia ist blind vor Liebe.
13:26Die würde doch dem Unger selbst ihre Anteile hinterherwerfen.
13:28Nein, nein, nein, Roland.
13:29Du bist der einzige, der das Ruder rumreißen kann.
13:32Ach, Mutter, ich habe es dir doch erklärt. Ich gehe nach Amerika.
13:36Du lässt mich also wirklich im Stich.
13:40Ich soll alle Entscheidungen alleine treffen.
13:43Entscheidungen?
13:44Wir können unseren Vater nicht einfach in ein Pflegeheim abschieben.
13:47Ja, abschieben!
13:48Das würde bedeuten, wir geben ihn auf.
13:50Dann bleib hier und kümmere dich um ihn.
13:52Das kann ich nicht.
13:55Dann muss er in ein Pflegeheim.
13:58Roland, die Chance, dass er wieder aufwacht, ist jetzt schon gering.
14:02Und die wird von Tag zu Tag geringer.
14:04Ich kann ihn nicht einfach abstellen.
14:06Wie ein altes Möbelstück.
14:09Sei doch nicht so theatralisch.
14:12Wir suchen das beste Pflegeheim, was es für Geld gibt.
14:17Roland, du musst der Realität ins Auge sehen.
14:19Hier seid ihr.
14:22Gibt es irgendetwas Wichtiges zu besprechen, was mich vielleicht auch interessieren könnte?
14:27Sag's ihm.
14:33Setz ihn, bitte.
14:41Hey, ich kann machen, was ich will.
14:44Sagen, was ich will.
14:45Sie gibt mir bei allem eine Breitseite.
14:48Versuch's mit Geduld.
14:49Hab ich doch schon.
14:50Mit mehr Geduld.
14:52Ja, wie lang denn noch?
14:53Bis mich wie den Althofer einen Schlaganfall trifft?
14:55Hey, ich leb jetzt und jetzt muss was passieren.
14:58Überrasch sie mit irgendwas.
15:00Ich bringe doch schon jedes Mal was von meinen Touren mit.
15:02Sogar jetzt noch.
15:04Ja, manchmal sogar eine Frau mit einem Kind.
15:06Danke.
15:07Bist ein echter Freund.
15:09Mensch, Leo.
15:10Mit überraschen, da meine ich Sie wirklich überraschen.
15:14Blumen.
15:15Ja, genau das nicht.
15:17Mach Ihren Heiratsantrag.
15:19Engagier in der mexikanische Musikkapelle und stell sie ihr unter das Fenster.
15:21Oder was weiß ich.
15:23Ah, Herr Wieland.
15:25Hallo.
15:26Haben Sie die Sache mit Braunschweig im Griff?
15:27Nein.
15:28Hat Ihnen Frau Stangel schon von unserem Essensproblem erzählt?
15:32Ja, ich kümmere mich drum.
15:33Herr Wieland, was heißt hier nein?
15:35Nein.
15:38Komm so.
15:46Was ist denn los mit Ihnen, Herr Wieland?
15:48Warum sind Sie denn in letzter Zeit so gereizt?
15:50Ich bin nicht gereizt.
15:52Ja, was dann?
15:53Sie und Frau Tscherny, Sie fordern nur.
15:55Tun Sie dies noch, tun Sie das noch.
15:56Ständig kommen Sie mit neuen kommunizierten Stoffen, die die Maschine nicht packen.
15:59Und alles muss hopp, hopp, hopp gehen.
16:00Aber Herr Wieland, nur so sind wir konkurrenzfähig.
16:03Geld ist nicht alles, Herr Oma.
16:04Das sehen Sie am besten beim Althofer Senior.
16:07Ich habe keine Lust, irgendwann genauso zu enden.
16:09Nur damit diese Firma um jeden Preis konkurrenzfähig bleibt.
16:11Nee.
16:12Ich muss das nicht mehr haben.
16:13Ich kann meine Zeit besser nutzen.
16:15Herr Oma?
16:16Ja?
16:16Ich habe mich mit Herrn Buretti geeinigt.
16:18Er nimmt seine Reklamationen zurück und wir geben ihm dafür 5% Preisnachlass.
16:22Jetzt habe ich die Maschinen gerade für die neue Lieferung eingestellt.
16:25Dann machen Sie doch jetzt erstmal den Braunschweig-Auftrag.
16:27Danach haben wir vielleicht wieder ein bisschen Luft.
16:28Und dann können wir es vielleicht auch nochmal mit meinem neuen Stoff in Metalle...
16:31Ich habe Ihnen doch schon gesagt, dass das nicht geht.
16:34Isabella arbeitet doch schon an der neuen Programmierung.
16:36Ach, schön.
16:37Schön, dass ich das auch mal erfahre, Frau Czerny.
16:41Was hat er denn?
16:43Die Macht, Wilhelm Schlaganfall zu schaffen.
16:47Du hast Buretti wirklich mit 5% zum Einlenken gebracht?
16:51Sehr gut.
16:52Tja, plus einer kleinen Zugabe.
16:55Was für eine Zugabe?
16:56Die regle ich privat.
17:18Lass uns da einsetzen.
17:19Nein, komm, wir können Martin noch nicht so sitzen lassen.
17:29Na, wie geht's dir?
17:32Geschissen.
17:34Ich wollte ihm nur einen Gefallen tun.
17:37Was ich jetzt nicht machen muss.
17:38Was erwartest du von uns? Mitleid?
17:41Na, von dir sicher nicht.
17:42Jetzt hört mal auf, bitte.
17:43Als ob nicht schon genug passiert wäre.
17:46Zwei Cappuccino, bitte.
17:47Ja, ich bin sowieso bald weg.
17:49Wo willst du hin?
17:51Ich weiß noch nicht.
17:53Hauptsache weit weg.
17:55Du bist nicht los.
17:56Zufrieden?
17:59Ich weiß nicht, ob ich schuld dran bin.
18:01Das ist auch egal.
18:04Schuld fühle ich mich so oder so.
18:18Das gibt's doch nicht so schnell aus Frankfurt.
18:21Hervorragend.
18:22Jetzt tragen Sie grad die letzten Sachen rein.
18:25Also die Frau Stange hat das in der letzten Minute ganz prima organisiert.
18:30Tja, und damit wär ja dann meine Arbeit erledigt.
18:38Wissen Sie jetzt, wo ich meine Viecherl so gut untergebracht hab, geh ich zu meiner Schwester nach Garmisch.
18:45Die hat da eine kleine Pension.
18:46Aber wir haben doch ausgemacht, dass Sie weiter meinen Haushalt schmeißen.
18:49Mitsamt Ihren Viechern.
18:51Wir wollten doch extra diese kleine Einlegerwohnung für Sie da oben einrichten.
18:55Frau Schirmer, Augsburg ist doch Ihre Heimat.
18:58Ich mag keine Almwissen, Herr Hunger.
19:01Schauen Sie, machen wir uns doch nichts vor.
19:03Sie brauchen höchsten Stunden, weiß ich, jemand.
19:05Jetzt lassen Sie mich auch noch im Stich.
19:07Das macht Waltraud schon.
19:09Okay, so ein fischer Kerl wie Sie.
19:11Braucht doch keine alte Schachtel, die sich um ihn kümmert.
19:13Doch!
19:14Da gibt's genug Hübsche und vor allem Jüngere, die das gern übernehmen.
19:19Tja.
19:20Als dann alles, alles Gute, Herr Hunger, gepackt hab ich schon.
19:28Moment noch, Frau Schirmer, Frau Schirmer.
19:30Ich hab Ihnen doch von meiner Kantine-Idee erzählt, ja?
19:33Das war doch ein Scherz, oder?
19:35Vielleicht, aber jetzt ist es kein Scherz mehr.
19:36Erstmal ernsthaft.
19:37Wir brauchen jemanden, der für unsere Mitarbeiter was Anständiges kocht.
19:40Also nichts Großes, aber eben gut muss es sein.
19:42Ich hab mir gedacht, zwei Gerichte zur Auswahl, mehr nicht.
19:47Ja, und, und wie soll das gehen?
19:51Sie haben doch jahrelang eine Gaststätte geführt.
19:52Sie wissen doch, wie es geht.
19:56Naja, passen Sie auf.
19:58Die Firma gibt einen Zuschuss, damit die Leute günstig essen können.
20:02Naja, und den Rest, wie Kaffee oder Semmeln und so weiter,
20:07das mach ich in Eigenregie und auf eigene Kasse.
20:10Das hab ich mir gedacht.
20:13Also, einverstanden.
20:14Aber unter einer Bedingung, dass Sie weiter in meinen Haushalt führen.
20:17Stundenweise.
20:19Einverstanden.
20:20Komm drauf.
20:23Willkommen im Wahnsinn.
20:25Aber einziehen tue ich trotzdem dicht bei Ihnen.
20:28Frau Schirmer, darüber reden wir noch.
20:35Versuch'n Sieg.
20:38Aber ...
20:58Du bist mit einer Bedingung.
21:09Darf ich reinkommen?
21:11Selbstverständlich
21:16Komm
21:19Ist was passiert?
21:25Da setz dich doch
21:26Danke
21:29Möchtest du auch was trinken?
21:30Kaltes Bier?
21:32Hast du was anderes?
21:34Warmes Bier
21:35Ja, Bier ist gut
21:46Sie wollen Vater entmündigen
21:47und den Empflegende abschieben
21:52Mutter und Roland sagen
21:55dass es keine Hoffnung mehr gibt
21:58dass wir so handeln müssen
21:59schon wegen der Firma
22:02Und was sagst du?
22:04Ich weiß es nicht
22:05Aber du musst doch eine Meinung haben
22:06du kannst doch das Problem nicht so einfach ignorieren
22:08Ich weiß es aber nicht
22:10Ich weiß nicht, was richtig und was falsch ist
22:18Ich habe einfach nur Angst
22:20Florian, verstehst du?
22:21Ich habe Angst, dass
22:22dass mein Leben verstört ist
22:24Und
22:25Vater
22:26Was
22:26Was soll ich
22:27Wie soll ich
22:29Ich kann einfach nicht mehr
22:32Ich bin noch weit
22:35Ich bin noch weit
23:01Jetzt dreht er völlig
23:03Jetzt dreht er völlig
23:33Emma
23:34Ich liebe dich
23:36Warum, weshalb, wieso
23:37Egal
23:38Ich liebe dich einfach
23:39Das ist mir jetzt klar
23:40Emma
23:41Willst du meine Frau werden?
23:42Willst du mich heiraten?
23:58Sag mal
23:59Wieso
24:00Er steht doch noch
24:01Verstehen Sie die Frauen?
24:03Ne, Sie
24:05Was mache ich denn jetzt?
24:07Jetzt machen Sie erst mal LKW sauber
24:10Alles andere ergibt sich
24:11Das tut es meistens
24:16Danke, ich habe es selber
24:17Oh
24:27Guten Morgen
24:28Morgen
24:29Wo finde ich Herrn Althofer?
24:30Sind Sie eine Verwandte?
24:32Ja
24:32Ich bin seine Tochter
24:36Cornelia Althofer?
24:38Nein
24:40Die andere
24:42Bitte glauben Sie mir
24:44Ich bin wirklich seine Tochter
24:47Können Sie bitte
24:52Wenn Sie mir den Kehl anziehen
25:16Wenn Sie mir den Kehl anziehen
25:57Sie müssen sie mir den Kehl anziehen
25:57Ich bin wirklich
26:02Er ist mir
26:03Er ist mir
26:04Er ist mir
26:21Ich hoffe, die mexikanische Musikkapelle kommt nicht auch noch.
26:24Nee, wir konnten uns leider nicht auf den Preis einigen.
26:28Tut mir leid, Leo.
26:30Satz mit X.
26:32War wohl nix.
26:33Was? Vielleicht lag es an den Blumen.
26:36Vielleicht sagt sie mehr, warum sie so stur ist.
26:39Ganz einfach. Es ist aus. Und zwar endgültig.
26:43Das habe sogar ich jetzt kapiert.
26:45Ich rede mal mit ihr.
26:47Pass bloß auf. Sie schlägt eine fürchterliche Rechte.
26:51Bevor der neue Stoff in den Show rumkann, müssen noch die kleinen Fehler hier korrigiert werden.
26:56Ja, klar.
26:58Rathalie?
26:58Ja?
27:00Machst du bitte die Fehler raus?
27:03Willst du es dir nicht noch mal überlegen?
27:05Was überlegen?
27:06Leo ist nicht der Schlechteste. Und romantisch war es auch, was er gemacht hat.
27:11Das finde ich auch. Wenn es auch, sagen wir mal, ein bisschen plakativ war.
27:16Bisschen plakativ. Das war oberpeinlich.
27:19Früher hätte es dich gerührt.
27:21Früher war früher und heute ist heute. Und da wartet Arbeit auf dich.
27:25Ich komme in meinem Leben ganz gut allein zurecht.
27:28Ab einem bestimmten Alter bieten sich nicht mehr allzu viele Gelegenheiten, einen Mann kennenzulernen.
27:33Vor allem kein Exemplar wie Leo.
27:35Was heißt denn da bestimmtes Alter? Ich bin doch noch keine alte Schachtel.
27:40Eben. Und deshalb würde ich mich ja auch nach einem Jüngeren umsehen.
27:43Noch jünger?
27:45Wenn ich das Gefühl habe, einen Mann in meinem Leben zu brauchen, dann werde ich auch einen finden.
27:50Genau.
27:55Außerdem gibt es ja noch Kontaktanzeigen.
27:59Jetzt reicht's aber. Ich und Kontaktanzeigen.
28:02Da müsste die Einsamkeit schon sehr groß sein, bevor ich mich auf so einen Quatsch einlasse.
28:12Lies es doch vor meinen Lippen. Nein!
28:15Gott, bist du schon wieder stur. Wir brauchen doch nur ein paar Meter, um damit arbeiten zu können.
28:18Aber die Maschine packt es nicht.
28:20Doch, mit der neuen Programmierung müsste es gehen.
28:23Und wenn nicht, dann haut es mir hier wieder alles zusammen und ich darf die ganze Nacht hier verbringen,
28:26damit wir den Auftrag für Braunschweig auch fertig bekommen.
28:28Programmieren wir sie eben ohne dich.
28:30Ihr geht mir nicht an die Maschine.
28:33Wegen deinen Extrawürsten ist hier schon genug passiert.
28:36Was soll das heißen?
28:38Genau das, was ich gesagt habe.
28:39Jetzt hört bitte auf, euch zu streiten. Das bringt überhaupt nichts.
28:42Was mit Cornelia Althofer passiert ist, war ein Unfall.
28:45Da trifft weder dich noch mich die Schuld.
28:47Na, du warst ja leicht reden. Du warst ja auch nicht hier und musstest sie verarzten.
28:50Niemand wollte, dass das passiert, Jan.
28:52Niemand.
28:53Deswegen bringt es überhaupt nichts, sich mit Schuldgefühlen vollzuladen.
28:56Wir müssen einfach nur versuchen, ganz normal weiterzuarbeiten.
28:59Aber ohne dich geht es nicht.
29:01Guck dir den Stoff doch mal an.
29:02Den kannst du doch gar nicht so teuer verkaufen, dass sich das lohnt.
29:05Mach es einfach.
29:07Bitte.
29:07Bitte.
29:09Okay, aber ohne die übliche Hektik. Ganz in Ruhe. Ja?
29:14Danke.
29:17Danke.
29:40Frau Stangel, ich weiß, es gehört normalerweise nicht zu den Aufgaben.
29:45Aber es würde mich unheimlich beruhigen, wenn ich wüsste, dass Sie Frau Schirmer beim Umbau
29:49des Pausenraums vielleicht ein bisschen unterstützen.
29:52Selbstverständlich. Gern.
29:53Danke. Und Leo soll Ihnen helfen.
29:55Ach ja, und sagen Sie bitte, Sie soll im Budget bleiben. Ich kenne Sie nämlich.
29:57Vor lauter den Leuten soll es auch gut gehen.
29:59Da öffnet Sie keine Kantine, sondern ein bayerisches Spezialitätenresto.
30:03Ich hätte nichts dagegen.
30:05Ich auch nicht. Aber leider die Bank.
30:13Oh, ich muss noch mal los.
30:16Warum klingelt ausredet jetzt das Telefon?
30:18Ja, Unger?
30:20Den Weitraut, jetzt ist auch zu spät.
30:21Der Umzug ist erledigt. Frau Stangel hat sich drum gekümmert.
30:24Sag mal, seit wann hast du eigentlich einen Anrufverantworter?
30:39Haben Sie eigentlich verstanden, was ich Ihnen gesagt habe?
30:41Ihr Bruder und Ihre Mutter wollen Ihren Vater entmündigen und in einem Pflegeheim abschieben.
30:45Ja, Roland hat es mir gesagt.
30:47Das müssen wir doch verhindern.
30:51Was macht Sie so feige? Wovor haben Sie so eine Angst?
30:54Kümmern Sie sich lieber um die Firma.
30:59So, Sie werden mir jetzt zuhören, ob es Ihnen passt oder nicht.
31:01Man darf Ihrem Vater sowas nicht antun.
31:04Keine Sorge, er merkt es nicht.
31:05Ach, und das reicht Ihnen als Alibi?
31:08Sind Sie eigentlich so ein Arschloch oder tun Sie nur so?
31:20Sie können ruhig vor Gas gehen.
31:22So schnell können Sie gar nicht fahren, um hier problemlos zu werden.
31:25Da vorne links geht es zum Krankenhaus.
31:28Was wollen Sie von mir?
31:29Ich brauche Verbündete.
31:31Kennen Sie die Diagnose der Ärzte?
31:33Ja, in etwa.
31:38Selbst wenn das Wunder geschieht und er jemals wieder aufwacht, rechnen die Ärzte mit einer
31:42Aphasie, Agnosie und Alexie.
31:43Unterm Strich bedeutet das, sein Gehirn ist völlig leer.
31:47Soll er in dem Zustand die Firma leiten?
31:49Afno, Agner?
31:50Das klingt ja alles mächtig medizinisch.
31:52Machen Sie bitte keine Witze.
31:55Wir reden von einem Menschen, dessen Herz immer noch schlägt.
31:57Der atmet.
31:58Und Sauerstoff in seinen Gehirn pumpt, damit es irgendwann wieder funktioniert.
32:01Nicht von einem abstrakten medizinischen Problem.
32:03Aber das begreifen Sie erst, wenn Sie ihn sehen.
32:06Aber dazu sind Sie ja zu feige.
32:07Ja, wir verstecken sich hinterher in Affen, nur so ein Aknas.
32:16Steigen Sie aus!
32:18Na los!
32:19Damit ich Ihnen Pein in die Fresse geben kann!
32:29Bitte!
32:30Hier!
32:31Schlangen Sie zu!
32:31Na los!
32:33Gehen Sie zu mir!
32:34Hier!
32:35Was sollen wir denn Ihrer Meinung nach machen?
32:37Die Tatsachen ignorieren?
32:40Einfach so tun, als wäre alles wie bisher?
32:42Ihr Vater liegt gerade erst mal eine Woche im Koma.
32:45Er hat es einfach verdient, dass man ihn noch nicht aufkippt.
32:47Und an ihn glaubt.
32:49Ich kann es nicht.
32:50Tut mir leid, aber Roland hat recht.
32:53Vater wird nie wieder zu uns zurückkehren.
32:56Wir müssen nach vorne sehen.
32:58Nehmen Sie sich ein Taxi.
32:59Ich habe zu tun.
33:16Ennio, ich wollte doch nur...
33:18Nein, ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich dein Angebot annehme.
33:22Noch diese Woche.
33:23Ich verspreche es.
33:25Ciao.
33:30Isabellas Programmierung hat funktioniert.
33:32Hier.
33:35Ist ein toller Stoff.
33:37Mhm.
33:42Willst du die Firma verlassen?
33:46Ich meine, ich konnte ja zuhören.
33:49Ennio, das war doch der Boretti, oder?
33:53Hat er dir ein Angebot gemacht?
33:55Ja.
33:58Mhm.
34:08Es ist ja vielleicht nicht so wichtig, aber...
34:12Ganz egal, ob uns deine Ideen beinahe in Wahnsinn getrieben hätten,
34:16oder ob sie teurer waren als das, was sie eigentlich vielleicht mal einbringen.
34:22Ich glaube kaum, dass jemand will, dass du gehst.
34:25Im Gegenteil.
34:28Ich finde, das solltest du dir sind.
34:30Danke.
34:36Ach, Gott.
34:42Ach, du.
34:51Ich glaube, ich werde alt.
34:53Ja, wo haben Sie denn die ganzen Sachen her, Sagens?
34:55Ja, wir hatten doch früher mal eine Kantine.
34:57Und ich habe mir gedacht, irgendwo im Keller, da müssen noch so ein paar Sachen rumstehen.
35:01Mhm.
35:01Und wie tief im Keller?
35:03Naja, also...
35:05Perfekt steht es da aber nicht.
35:07Oh, nee, bitte nicht.
35:08Das Ding bricht einem ja das Kreuz.
35:11Pass uns auf, ich mache Ihnen einen Vorschlag.
35:15Entschuldigung.
35:19Wenn Ihnen mein Essen schmeckt, dann wird weitergeschleppt.
35:23Wenn nicht, dann bleibt es da stehen.
35:26Einverstanden?
35:29Alles klar.
35:37Tut mir leid, Jungs.
35:40Auf geht's.
35:42Auf geht's.
35:47Ja, ja, über den Magen kriegt man sie immer.
35:52Rein rechtlich ist eine Entmündigung von Herrn Althofer durchaus möglich.
35:58Rein rechtlich.
36:01Nur dazu kann ich Stellung beziehen.
36:03Verstehe.
36:05Diese Entscheidung fällt keinem von uns leicht, aber ich denke mal, wir haben uns alle diesen
36:09Schritt gründlich überlegt.
36:15Entschuldigung, aber das ist eine rein familiäre Besprechung.
36:18Ich würde Sie bitten, uns allein zu lassen.
36:19Komm.
36:21Setz dich.
36:32Tja, was geschieht mit Wilhelms Anteilen?
36:35Die würden neu verteilt.
36:37Also, bevor Sie hier eine endgültige Entscheidung treffen, würde ich gern kurz was dazu sagen.
36:44Herr Althofer würde nie die Hoffnung aufgeben.
36:48Bei keinem von Ihnen.
36:50Das klingt ja sehr romantisch.
36:52Und woher wissen Sie das?
36:54Weil er sich selbst nicht aufgibt.
36:57Niemals.
36:58Er hat einmal zu mir gesagt, jedes Leben ist wert, geliebt zu werden.
37:03Und ich glaube nicht, dass er damit gemeint hat, dass man ihn in ein Pflegeheim abschiebt.
37:08Ausgerechnet mit Ihnen bespricht er seine Privatangelegenheiten?
37:12Statt mit seiner Familie?
37:14Hat er Ihnen jemals gegenüber so eine Äußerung getan?
37:18Nein.
37:19Bitte lassen Sie ihn nicht im Stich.
37:21Das hat er nicht verdient.
37:22Also, das ist ja unerträglich.
37:26Kann es vielleicht sein, dass Ihnen weniger das Wohl unseres Vaters am Herzen liegt, als vielmehr die Mehrheitsverhältnisse in unserer
37:34Firma, Ihnen und Herrn Straubinger?
37:37Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
37:39Sie?
37:40Ich vertrete so lange die geschäftlichen Interessen von Herrn Althofer, bis sich die rechtliche Lage ändert.
37:46Über die Lage an sich habe ich nicht zu entscheiden.
37:48Ihr Vater gehört hierher.
37:51Zu seiner Familie.
38:17Was ist das?
38:20Sollen wir nicht noch mal miteinander reden?
38:23Über alles?
38:24Es ist alles gesagt.
38:27Wir müssen beide unsere eigenen Entscheidungen treffen.
38:30Jeder für sich allein.
38:32Aber das kann es jetzt doch nicht gewesen sein.
38:37Boretti hat mir ein Angebot gemacht.
38:38Ein ziemlich gutes Angebot.
38:40Er will, dass ich zu ihm nach Italien komme.
38:49Und willst du es?
38:52Ich meine...
39:02Was könnte dich dazu bewegen, hier zu bleiben?
39:07Fühlmann.
39:10Das sind so ganz winzige Metallfälde, die den Stoff zu etwas Besonderes machen.
39:14Aber man sieht und spürt sie eigentlich gar nicht, aber sie sind da.
39:19Ja.
39:22Was mich hält, ist mein Vater, sonst niemand.
39:25Das wurde mir klar, als ich bei ihm saß.
39:29Dabei weiß ich nicht mal, ob er mich mag.
39:33Aber ich bleibe einfach so lange, bis ich das rausgefunden habe.
39:46Schönen Abend noch.
39:51Lena?
39:53Was ist, wenn dein Vater dir keine Antwort mehr darauf geben kann?
39:56So schnell gebe ich die Hoffnung nicht auf.
39:59Und wenn er aufwacht und dich nicht mehr erkennt?
40:02Niemand mehr erkennt?
40:03Ich weiß nicht.
40:07Nein.
40:08Dann hält mich nichts mehr her.
40:13Wollen wir nicht doch noch was zusammen trinken geben?
40:16Wir sollten uns lieber nicht in unnötige Schwierigkeiten bringen.
40:37Ich weiß nicht.
40:54Musik
41:19Musik
41:20Musik
41:38Vater, es tut mir so leid, dass ich jetzt
41:41Bis jetzt. Komm mal, aber ...
41:52Vater, ich hab dich immer so bewundert.
41:56Mit deiner Energie und deiner Leidenschaft.
42:01Ich hatte einfach Angst, dich so zu sehen, mit den ganzen Apparaten und Schläuchen.
42:07Ich wollte dich so in Erinnerung behalten.
42:11Es ist zu groß.
42:45Das klingt verrückt.
42:47Dafür sind wir beide wirklich schon zur Arbeit.
42:52Aber ...
42:54Ich liebe dich.
42:57Wir haben uns es nie gesagt.
43:01Nie wirklich.
43:14Und jetzt ist es vielleicht zu spät dazu.
43:31Morgen, Urs.
43:33Morgen, Herr Althofer.
43:44Hallo.
43:46Ach, Herr Unger.
43:52Ich war gestern Nacht bei meinem Vater.
43:55Die Ärzte meinen, eine Verlegung nach Hause wäre möglich.
43:57Und ich finde, er liegt besser hier bei uns als in irgendeinem sterilen Pflegeheim.
44:02Außerdem ist er der Chef der Firma.
44:03Da sollte er wenigstens vorm Bett aus ein Auge drauf haben.
44:05Was sagt der Rest der Familie?
44:07Die wissen nichts von ihrem Glück.
44:09Noch nicht.
44:10Florian?
44:12Danke.
44:13Sie können mich begleiten, wenn Sie wollen.
44:16Sehr gerne.
44:23Hast du jetzt irgendwas kapiert?
44:26Ich hab gedacht, ich fall in Ohnmacht, dass ich dich heute in sein Auto steigen sah.
44:29Frag mich nicht, was plötzlich mit ihm los ist, aber ...
44:32mir gefällt's.
44:46Bis zum nächsten Mal!!
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