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00:01That's what I thought, while I watched it, because there was a lot of feeling there.
00:07And that's Judith actually like that.
00:10That's true.
00:10You have really your hobby.
00:13No, that wasn't your hobby.
00:15You thought that the Basilikum is already in your store.
00:19That's not what I thought.
00:19I didn't think that was so.
00:20I threw him in my Einkaufswagen in my store and he was dead.
00:23In the moment, at the same time.
00:25Really?
00:26Yeah, but that's what I thought.
00:28That's what I thought.
00:30Man can't just say Gärtnerin.
00:33Judith Rakas is Unternehmerin, Leute.
00:38Pass on, we're making it easier.
00:40We're going to start with you.
00:42Because when you're there, I wish I was one of you.
00:45And it's been to the end of the day,
00:47that you once, like in the Tagesschau,
00:49say goodbye to Judith Rakas.
00:52Good evening, my ladies and gentlemen.
00:54Welcome to Riverboat.
00:56So.
00:58Yeah.
00:59Geht auch.
01:00Geht auch.
01:01Geht auch.
01:02Und jetzt.
01:03Jetzt.
01:04War auch für mich ein bisschen aufregend jetzt.
01:06Ja, ja.
01:07Aber jetzt reden wir darüber,
01:08was unsere Autorin, die mit dir das Vorgespräch geführt hat,
01:11zu dir gesagt hat.
01:13Ich habe noch niemanden so schwärm gehört über Tomaten mit Punkten
01:17oder lila Erbsen.
01:18Ja, die arme, die wollte, glaube ich,
01:20ein 30-minütiges Vorgespräch führen.
01:22Und ich glaube, so nach einer Stunde, 20 Minuten,
01:25hat sie diesen Satz gesagt.
01:26Dann habe ich gedacht, okay,
01:27ich muss vielleicht mal zum Ende kommen.
01:28Nein.
01:28Es ist so, wenn ich über mein Leidenschaftsthema spreche,
01:31dann sprudel ich so.
01:32Und dann habe ich so viel zu erzählen.
01:34Und deswegen musst du mir auch ganz klare Signale geben,
01:36wenn es wieder auch hier zu lang ist, bitte.
01:38Nein, auf gar keinen Fall.
01:39Weil es kann gar nicht zu lang werden.
01:40Weil das, was du da machst,
01:41ja so viele Menschen begeistert.
01:43Also das ist eben wirklich,
01:45zu diesem Unternehmen gehört ja eben nicht nur der Garten.
01:48Das sind deine Bücher.
01:50Das ist ein ganzes Equipment,
01:51was du mittlerweile verkaufst.
01:52Das sind Ratgeber.
01:54Du hast für alles einen Tipp.
01:55Und weil du das aber auch alles dir selber erarbeitet hast
01:58und selber dadurch bist,
01:59durch alle Fehler auch,
02:01durch alles, was du falsch gemacht hast,
02:02hast du ja auch gelernt.
02:04Ja, das stimmt.
02:05Also ich glaube,
02:05das Erfolgsrezept ist so ein bisschen,
02:07dass ich total auf Augenhöhe kommuniziere.
02:10Und zwar mit Menschen,
02:11die eben noch nie Gemüse angebaut haben
02:14und denen es eben genauso gegangen ist wie mir,
02:16dass das Basilikum schon im Einkaufswagen gestorben ist,
02:19weil sie überhaupt keinen grünen Daumen haben
02:20oder dachten, sie haben keinen.
02:22Und ich glaube,
02:23dass ich diese Menschen,
02:24die einfach keinen Bezug dazu hatten,
02:26aber vielleicht so einen diffusen Wunsch,
02:28es mal auszuprobieren,
02:29dass ich für die einfach so eine Tür geöffnet habe,
02:32weil sie sich gedacht haben,
02:33wenn die Tante das mitkriegt,
02:36mit ihrem Schichtdienst
02:37und mit der Tagesschau
02:38und ihren Reportagen und Talkshows
02:39und alles, was sie macht,
02:41wenn die das hinkriegt,
02:42sich selbst zu versorgen,
02:43dann gibt es für mich auch Hoffnung.
02:44Denn sie hatte auch keine Ahnung,
02:45sie konnte nicht kochen,
02:47sie hat noch nie vorher was angebaut
02:48und man kann es sich offenbar drauf schaffen.
02:51Es ist kein angeborenes Talent.
02:53Und ich glaube,
02:54das ist eigentlich so,
02:56ja,
02:56das,
02:57was ich vielleicht auch ein bisschen anders gemacht habe,
02:59weil ich eben nicht als Gärtnerin Bücher schreibe,
03:02sondern als jemand,
03:02der selber Anfänger war
03:04und so wirklich ganz basic anfange,
03:07erst mal so,
03:07welche Erde muss man überhaupt nehmen?
03:10Weil da geht es ja schon los im Baumarkt
03:11oder im Gartencenter.
03:12Du weißt nicht,
03:13nehme ich jetzt Pflanzerde?
03:14Weil ich will ja was pflanzen,
03:15nehme ich Gemüse?
03:16Oder nehme ich Gemüseerde?
03:18Oder nehme ich Tomatenerde?
03:19Okay, wenn es Tomatenerde gibt,
03:20wo ist denn jetzt die Schockenerde?
03:21Also das sind ja alles so Fragen,
03:23die kann man sich gar nicht ausdenken,
03:24wenn man das schon so ein bisschen gemacht hat
03:26und vor allen Dingen,
03:26wenn man das beruflich macht.
03:28Aber die hast du als Anfänger,
03:30der gar keine Ahnung hat.
03:31Dieter, du hast ja nicht nur ein Gärtchen,
03:34du hast ja gleich eine ganze Insel.
03:36Ist die so begrünt von dir angelegt
03:38oder ist das so ein Naturprojekt?
03:40Es war natürlich zu Anfang schon einiges da,
03:43bevor ich das erstanden habe,
03:45vor ungefähr fast 40 Jahren.
03:47Aber ich habe da selbst angebaut, Kartoffeln.
03:50Ich habe zum Teil versucht sogar zu schaffen,
03:54auf Äpfelbäume so zu kopieren,
03:57dass die auch Birnen gaben.
03:59Ich habe einen Großvater,
04:01der Gartenarchitekt war bei dem Wörnerster Garten
04:03in Dessau.
04:06Und der hat mich eigentlich an die Natur herangeführt
04:10und ich bin eigentlich Hobbygärtner.
04:13Hobbygärtner.
04:14Und das ist es genau,
04:14das sind die Leute, die du ansprichst hauptsächlich.
04:17Und das alles endlich da,
04:19wo du auch immer sein wolltest.
04:20Zumindest die letzten 15 Jahre,
04:22die du diese Insel Rügen immer wieder mal besucht hast
04:26und gemerkt hast,
04:28das ist so ähnlich wie bei dir mit dem Haus.
04:30Hier gehöre ich hin, hier zieht es mich her.
04:32Und tatsächlich seit Sommer letzten Jahres
04:34lebst du jetzt auf Rügen.
04:37Das stelle ich mir...
04:37Alleiniger Wohnsitz.
04:39Also ich habe auch keine Unterkunft mehr.
04:41Alles, genau.
04:41Ja, ja, es ist wirklich jetzt Rügen.
04:42Ich habe da richtig Nägel mit Köpfen gemacht
04:44und bin jetzt...
04:45Ich glaube, ich darf mich nicht Rügenerin nennen.
04:47Das darf man, glaube ich, erst in der zweiten, dritten generell.
04:49Ich bin zugezogen.
04:50Genau, ich bin Rügenerin.
04:51Zugezogene und herzlich Willkommene, glaube ich auch.
04:53Also Rügener und Rügener, so unterteilen die.
04:55Und du hast ja nicht nur dich von A nach B verpflanzt,
05:03sondern auch deine Tiere.
05:05Ja, richtig.
05:05Da sind Katzen, da sind Hühner, da sind Pferde.
05:09Wie haben die das alle hingekriegt?
05:12Sehr unterschiedlich.
05:14Also es ist wirklich interessant,
05:15wie unterschiedlich Tiere auf einen Umzug reagieren.
05:19Und ich habe mir schon überlegt,
05:20weil das irgendwie so niedlich war, das zu beobachten,
05:22dass ich das vielleicht mal in eins meiner nächsten Kinderbücher packe.
05:25Dass Kinder, die umziehen müssen, für die so eine Lebensveränderung ansteht,
05:28dann auch mal sehen, okay, es geht auch anderen so.
05:30Und die Tiere nehmen das auch unterschiedlich wahr.
05:32Weil zum Beispiel Hühner, wenn du mit denen umziehst,
05:35die sind während der gesamten Fahrt so mucksmäuschenstill,
05:40dass du zweimal anhältst, um zu gucken, ob sie verstorben sind.
05:43Wirklich.
05:43Weil du hörst nichts, kein Flügelschlag, kein gar nichts.
05:45Das ist absolute Totenstille im Auto.
05:47Ist das so eine Angststarre?
05:49Weiß ich nicht.
05:49Also ich habe dann auch gedacht, als ich sie rausgeholt habe,
05:51so, oh Gott, wie geht es ihnen denn?
05:52Habe dann diese Transportkörbe aufgemacht.
05:55Und dann sind die da raus und sind fröhlich losgaloppiert.
05:58Und du hast so richtig gesehen, haben das Gehege erkundet, das neue.
06:00Die hatten auch überhaupt kein Problem, offenbar, mit dieser neuen Umgebung.
06:05Die Katzen allerdings.
06:06Ich weiß nicht, wer schon mal mit einer Katze im Auto gefahren ist.
06:10Die haben vier Stunden lang geschrien am Stück.
06:14Ich dachte, die müssen noch mal heißer werden.
06:16Die müssen noch mal aufhören.
06:17Vier Stunden am Stück wollten die aus diesem Transportkorb raus
06:20und haben ihren Kopf zwischen die Gitterstäbe gedrückt.
06:22Sie sind noch nie gefahren vorher, Otto.
06:24Schon zum Tierarzt mal.
06:25Das ist ja immer ein Horror.
06:26Eben, richtig.
06:27Dann gibt es eine Impfung oder so.
06:29Weil mein Hund zittert auch vier Stunden lang,
06:31wenn ich irgendwo so eine Strecke mache.
06:33Zittern und tächeln.
06:34Deswegen fährt einer von uns immer mit dem Hund Zug.
06:36War bei dir schlecht möglich.
06:37Katze, Hühner, Pferde.
06:40Stell dir das mal vor.
06:41Ich habe mir zwei Pferde in den Zug gesetzt.
06:43Oh mein Gott.
06:44Die Pferde und Hühner.
06:46Zwei Katzen.
06:46Das ist so ein bisschen wie Pippi Langstrumpf.
06:49Aber das Tolle ist ja, wenn man einmal bei Judith auf dem Hof war,
06:53oder auf der Farm, dann will man da glaube ich,
06:56also ich kenne das nur von Instagram bei dir,
06:58was ja auch sehr erfolgreich läuft,
06:59aber dann will man glaube ich nicht mehr weg.
07:01Wenn man dann aber auch noch Kind ist, auf deiner Farm ist,
07:04dann, also die Kinder wieder mit nach Hause einzupacken,
07:07stelle ich mir sehr schwierig vor.
07:08Weil deine Freundinnen bringen ja die ganzen Kinder mit.
07:10Und das Tollste ist, dass du für die eben diese Bücher schreibst.
07:14Das ist jetzt schon Judiths kleine Farm,
07:15das ist jetzt schon das dritte Buch.
07:16Und diesmal geht es um das Fohlen Charlie.
07:19Richtig.
07:20Was es ja wirklich gibt.
07:22Diese Protagonisten deiner kleinen Reihe, die gibt es ja wirklich alle.
07:26Das stimmt.
07:26Und ich bin auf die Idee gekommen, überhaupt für Kinder zu schreiben.
07:29Wirklich durch das Erleben mit Kindern, die bei mir zu Besuch waren.
07:32Weil ich meine ersten Bücher für Erwachsene geschrieben habe.
07:35Und auch immer dachte, naja, ich komme ja aus dem Journalismus.
07:38Ich kann Wissen vermitteln.
07:39Ich kann das auch ein bisschen unterhaltsam darstellen.
07:41Ich schreibe für Erwachsene.
07:42Und dann hatte ich immer die Kinder von Freundinnen da,
07:44die Nachbarskinder.
07:45Die sind durch den Garten galoppiert, Richtung Hühnerstall.
07:49Hatten Spaß an diesen Tieren.
07:51Wollten dann unbedingt was füttern.
07:52Sind zu den Beeten.
07:54Ich baue sehr viele seltene und historische Sorten an bei mir.
07:57Das heißt, Gemüsesorten, die es so im Supermarkt vielleicht auch nicht gibt.
08:00Dann ist der Kohlrabi halt lila.
08:01Und der Blumenkohl.
08:03Und die rote Beete ist von innen geringelt.
08:06Und ich habe Kartoffeln mit Punkten.
08:08Und welche, die sehen aus, da sage ich immer, das ist Einhornpups.
08:11Die sind so lila weiß geringelt, wenn du die aufschneidest und so.
08:15Und ich hatte dann auch immer so ein bisschen Geschichten erzählt sofort.
08:17Oder Erbsen, die außen lila sind, die Hülse.
08:20Und innen dann knallgrün, die man direkt naschen kann.
08:23Und ich habe halt gesehen, wie einfach es ist,
08:26Kinder von ihrem Smartphone wegzubekommen,
08:28von ihrem Computerspiel wegzubekommen
08:30und auch noch für gesunde Ernährung zu begeistern.
08:33Wenn du das einfach spielerisch machst und wenn sie erleben können.
08:37Wenn sie es nicht aus einem Buch lesen müssen,
08:39was ist denn eigentlich ein Hühnerei?
08:41Ah, das hat eine Hagelschnur.
08:42Okay, interessant.
08:43Und kommt offenbar aus einem Huhn.
08:44Sondern wenn sie es einfach mal sehen.
08:46Wenn sie sehen, wie Küken da rumrennen.
08:48Wie eine Henne brütet und so.
08:49Und dann habe ich angefangen und habe gedacht,
08:52ja, vielleicht schreibe ich mal ein Buch.
08:54Und habe mich an einen Verlag gewandt und habe gesagt,
08:57wollen wir einen Experimentierkasten für Kinder machen?
08:59Wollen wir vielleicht ein Buch auch zusammen machen?
09:00Oder ein Spiel?
09:01Also spielerischer Angang.
09:02Und dann haben wir das umgesetzt.
09:04Also gleich so drei Sachen, die ich im Kopf hatte.
09:07Und der Experimentierkasten hat den deutschen Spielzeugpreis bekommen.
09:09Schön, du entwickelst ja auch noch Spiele.
09:11Ja, aber es hört sich immer so an.
09:13Sie macht so viel, das stimmt.
09:14Aber es ist eigentlich immer nur ein Thema.
09:18Es ist Gemüseanbau für Anfänger.
09:20Und ich versuche Menschen zu begeistern für das Thema,
09:22die nicht, wie vielleicht auch viele Zuschauer hier,
09:24das eh machen schon seit Jahren und auch genau wissen, wie das geht.
09:28Und das versuche ich jetzt eben auch kindgerecht über die Tiere,
09:31die tatsächlich existieren, in meinen Büchern zu machen.
09:35Aber das geht schon wieder mit mir durch.
09:36Ja, macht ja nichts, macht ja nichts.
09:38Du musst doch sagen.
09:40Ich atme einfach ein bisschen tiefer ein und dann siehst du ja schon.
09:44Aber ich finde das so toll, weil du dir das wirklich,
09:48ich meine, aus so einem sicheren Hafen wie einer Tagesschau
09:50bist du einfach ausgestiegen und hast gesagt,
09:52nee, ich traue mir das jetzt zu, ich will das jetzt umsetzen.
09:56Und ich habe diese Leidenschaft dafür entdeckt,
09:58obwohl ich gar keine Ahnung dafür habe.
10:00Aber weißt du, wenn man dann so deine Bilder sieht,
10:02eben auf Instagram oder in den Büchern,
10:03dann denkt man immer, mein Gott, das ist nur blauer Himmel.
10:05Da regnet es auch nie.
10:06Wobei doch manchmal sehe ich schon auch ...
10:08Doch, das zeige ich auch.
10:09Ich habe schon Überschwemmungen gezeigt.
10:11Ich zeige das alles.
10:12Ja, ja, ja, ist ja gut.
10:14Nein, auch den ganzen Stress zeige ich auch gerne.
10:16Das meine ich, ne?
10:17Weil das gehört doch dazu.
10:18Was schief geht.
10:19Und auch in den Kinderbüchern gehe ich damit um.
10:21Dann kommt der Habicht, das ist eine Gefahr für die Hühner.
10:23Wie erzählt man das Kindgericht, dass man Hühnergehege auch schützen muss?
10:27Oder dann kommen die Schnecken.
10:28Was kann ich tun als Gärtner, ohne Gift einzusetzen?
10:32Und ohne so etwas wie Schneckenkorn einzusetzen?
10:34Und das erlernen bei mir halt nicht nur die Erwachsenen in den Ratgeberbüchern,
10:38sondern auch die Kinder.
10:39Aber so ganz spielerisch.
10:41Ja, und die Tiere, die ich habe, sind eigentlich eine Brücke.
10:43Weil die Kinder das natürlich großartig finden,
10:46dass es die Tiere wirklich gibt.
10:47Und dann sitzen die auf Instagram und gucken sich die Videos
10:49vom echten Fohlen an oder halt von der echten Katze.
10:52Hast du hier für unsere Zuschauer, für unsere Runde,
10:55für die Zuschauer zu Hause, hast du da so ein, zwei ...
10:59Guck mal, das ist mein kleiner Fohlen.
11:00Wo ich jetzt gerade über Tipps im Garten reden will, Leute.
11:04Das sind meine Katzen.
11:05Ach.
11:06Ja, das sind die Hühner.
11:07Das da links ist Liebling, mein Hahn.
11:11Das ist Luis, also eigentlich heißt sie Luise,
11:13aber ich nenne sie Luis Trenker, weil sie so gerne klettert.
11:16Und die schlafen auch alle bei dir dann?
11:18Schlafen die eigentlich im Bett oder sind die nur draußen?
11:19Nein, die dürfen nicht ins Bett.
11:22Nein, die dürfen nicht ins Bett.
11:24Weißt du was, dann würden da zwei Pferde liegen, zwei Katzen, acht Hühner.
11:27Man muss gerecht sein.
11:28Man muss ja auch gerecht sein.
11:29Aber wenn ich dich mal besuchen komme, dann dürften ...
11:32Wenn ich dich besuchen komme ...
11:33Du darfst im Bett.
11:34Ach so, ja.
11:35Du darfst nicht einrollen.
11:37Du bringst deinen Dackel mit, du meinst.
11:38Ich habe schon ein Gästebett für dich.
11:39Okay.
11:41Also, drei Tipps hast du vielleicht, oder so ein, zwei Tipps?
11:45Für Gartenanbau.
11:46Ach so.
11:48Jetzt geht es ja los.
11:49Im April hast du ja, glaube ich, auch damals so eine Woche richtig durchgeackert.
11:53Und dann kam mir deine 60 Obst- und Gemüsesorten dabei zustande.
11:58Genau.
11:58Ich habe auf dem neuen Grundstück, man weiß ja, wie das aussieht,
12:00wir haben da gebaut, das erste Mal in meinem Leben.
12:02Und dann ist das ja so eine Wüste, die nur aus brauner Erde besteht, der Außenbereich erstmal.
12:06Und dann habe ich, glaube ich, zwei Wochenenden investiert und hatte dann am Ende 70 verschiedene Gemüsesorten.
12:12Also, es ist nicht viel Arbeit, wenn man mit den richtigen Gemüsesorten startet.
12:17Man kann es sich sehr schwer machen mit Tomaten und Chicorée.
12:20Man kann es sich aber auch sehr, sehr leicht machen, indem man Pflücksalat, Radieschen und sowas pflanzt.
12:25Was ganz in vier bis sechs Wochen schon zu ernten ist, was einfach ist im Anbau.
12:29Und deswegen würde ich jetzt auch sagen, der März ist die perfekte Zeit, um den Grundstein zu legen.
12:36Jetzt März, April.
12:37Weil jetzt im März kannst du noch Tomaten vorziehen.
12:40Also, wer das machen möchte, jetzt schnell.
12:42Eigentlich Anfang März.
12:43Tomaten vorziehen zu Hause.
12:45Für Paprika ist fast schon ein bisschen spät damit jetzt anzufangen.
12:48Kann man aber noch versuchen.
12:49Und so Chilisorten.
12:50Und dann kann man aber draußen auch schon einsehen.
12:53Also, die ersten Möhren können ins Beet.
12:55Du kannst Radieschen pflanzen.
12:56Du kannst Flücksalat direkt draußen schon pflanzen.
12:59Die können auch Frost vertragen.
13:01Das heißt, Blumenkohl kannst du vorziehen.
13:03Kohlrabi.
13:04Du kannst jetzt ganz, ganz viel schon vorziehen.
13:08Du guckst mich so an, wo ich frage mich.
13:10Ehrlich gesagt, ich habe eine Wohnung am Kudamm, Leute.
13:14Hast du einen Balkon?
13:15Hast du einen Balkon?
13:16Ja, aber da geht auch alles ein.
13:17Nein, nein, nein.
13:18Deinen Balkon könnten wir dir so lecker machen.
13:20Siehste.
13:21Lecker?
13:21So lecker.
13:22Da fahren eine Million Autens in einer Stunde vorbei.
13:24Das ist nicht schlimm.
13:25Dann wäschst du das vielleicht vorher, bevor du es isst, dein Gemüse.
13:28Ja, gut.
13:28Aber wenn du zum Beispiel auf dem Balkon ein Mangold pflanzt.
13:31Ich sage dir mal, wie viel Arbeit das ist.
13:33Du nimmst einen Samenkorn.
13:34Der ist relativ groß.
13:35Den kannst du auch gut fassen.
13:36Ja.
13:36Auch für Grobmotarika geeignet.
13:40Du natürlich nicht.
13:41Aber für Kinder zum Beispiel auch ganz toll.
13:43Legst du in die Erde, machst du zwei Zentimeter Erde drauf.
13:46Oder machst halt ein Loch und machst zu.
13:47Das war's.
13:48Die Arbeit, das war's.
13:50Und dann wächst daraus eine Pflanze, die ist ungefähr so groß, so breit.
13:53Wenn du Sorten nimmst, wie zum Beispiel Bright Lights oder Fireworks,
13:57sind die ganz bunt, ganz leuchtend.
14:00Kannst du zu singen, wachsen die noch besser.
14:03Und dann hast du eine Pflanze, die zwei Jahre lang dir Ernte schenkt.
14:07Weil das wissen viele nicht, dass die wiederkommt im nächsten Jahr,
14:11ohne dass du neu einsehen musst.
14:12Zwei Jahre kannst du ernten.
14:14Und das ist eine wunderschöne, sehr dekorative Pflanze,
14:17wo ich immer denke, warum hat die nicht jeder auf seinem Balkon?
14:20Ich gehe morgen auf den Balkon.
14:22Du auch?
14:23Aber da kommen keine Schnecken hin zum Kuhdamm.
14:26Du wirst Glück haben.
14:27Ich werde die Mangold Königin.
14:31Schnecken frei.
14:32Das mache ich morgen wirklich.
14:33Ich renne los und mache das.
14:35Aber ich kann nicht gehen lassen, ohne dass wir uns nicht mehr
14:37und wenigstens eine Geschichte mit dir über deinen Vater noch unterhalten.
14:40So eine halbe hatten wir ja jetzt schon.
14:42Aber ihr müsst euch vorstellen, du hast ja gerade schon erzählt,
14:45allein erzählt mit deinem Vater aufgewachsen.
14:48Und das war auch recht kernig.
14:49Physiotherapeut.
14:50Ach guck mal, dieses Foto finde ich übrigens so schön von euch beiden.
14:53Also das ist ein gutes Verhältnis zwischen euch und ein sehr klares
14:56und einfach ein gutes Verhältnis.
14:58Und der hat dir als Kind schon so manchen Trick beigebracht.
15:03Also du kannst jetzt aussuchen, über welchen wir reden wollen.
15:05Wollen wir das mit dem Aschenbecher oder mit dem Luftröhnschnitt?
15:08Oh Gott.
15:09Der Luftröhnschnitt.
15:10Eva, würde ich den Luftröhnschnitt wünschen.
15:13Also wenn ich das erzähle, sagen wir, oh Gott, wie konnte er nur.
15:17Ich möchte ihn direkt verteidigen.
15:19Ja.
15:19Mein Vater hat mir einfach nur gezeigt, was man in gefährlichen Situationen
15:24tun muss, damit ich keine Angst habe.
15:26Wunderbar.
15:26Ja.
15:27Also er hat mir einfach immer gezeigt, okay, mit dem und dem kommst du
15:31raus aus der Situation.
15:32Und das hat mir sehr geholfen.
15:33Ich bin extrem angstfrei mittlerweile durch, glaube ich, diese Erziehung.
15:39Also er hat mir damals, mein Opa war Imker, Hobby-Imker.
15:42Und wir hatten auf dem Nachbargrundstück unseres Gartens,
15:44waren die Bienen untergebracht von meinem Opa.
15:46Deswegen waren sehr viele Bienen immer bei uns im Garten und auch da,
15:49wo der Sandkasten war und wo ich dann irgendwie gegessen habe.
15:51Ich war fünf, sechs Jahre alt.
15:53Ich glaube, ich war sechs, als ich gelernt habe, wie der Luftröhnschnitt
15:55geht.
15:56Und dann hat mein Vater einfach gesagt, so Problem, Kind sitzt da.
15:59Ich musste zwar immer gucken, wenn ich Eis esse, ob da irgendwo eine Biene ist.
16:02Weil wenn die dich sticht in den Hals, dann hast du ja nur noch zwei Minuten.
16:06Und er hat immer gesagt, wir sind so viel weg, beide berufstätig.
16:08Das Kind ist so oft alleine.
16:10Wenn da was passiert, muss er sich ja selber helfen können.
16:12Also hat er mir vor dem Spiegel, als ich sechs war, beigebracht,
16:17wo genau ich finde, wo man den Luftröhrenschnitt machen muss.
16:21Wahnsinn.
16:21Und dass ich dann einen Kuli auseinanderschrauben muss einfach nur,
16:25um dann diese Hülse da reinzustecken, damit ich da durchatmen kann.
16:28Das hört sich jetzt, deswegen will ich es einfach nicht erzählen.
16:30Und alle so, oh Gott, das arme Kind.
16:32Nein, im Gegenteil.
16:33Ich war dadurch, also ich habe keine Angst vor Wespen, keine Angst vor Bienen.
16:38Und mit dem Aschenbecher war es genauso.
16:40Denn den sollte ich einsetzen, wenn ich in einer Dorfdisco von irgendwelchen Typen bedrängt werde.
16:45Da hat er mir einfach gesagt, da sind doch immer diese riesen Aschenbecher aus diesem schweren Glas,
16:51war das früher immer.
16:52Immer gesagt, wenn du mit der Hand schlägst, hast du keine Chance als Mädchen.
16:55Nimm den Aschenbecher.
16:57Das hört sich jetzt auch so schlimm an.
16:59Aber es hat mir das Vertrauen gegeben, ich kann mich wehren und ich habe dadurch keine Angst.
17:04Gibt es wieder ganz viele Zuschriften von Menschen, die ihn nicht kennen?
17:09Keine Aschenbecher mehr in den Clubs.
17:10Das ist das Problem.
17:11Diese Liebe zwischen dir und deinem Vater, die ist wirklich, also ich meine, wir sehen es ja,
17:14wenn du auch sagst, wer kann doch schon sagen, dass er so nahezu angstfrei ist.
17:18Wie schön ist das?
17:19Also bitte.
17:20Liebe Grüße an deinen Vater.
17:21Sehr gerne.
17:21Ich wünschte mir ja, er würde mal mit dir zusammen hierher kommen.
17:23Ich glaube, wir hätten auch einen Spaß.
17:25Ja.
17:25Also Judith, schreib weiter, buddel weiter, streichle weiter, reite weiter und mach weiter Podcasts,
17:32Talkshows, Bücher schreiben, was auch immer.
17:35Das ist so lieb.
17:36Und das Nächste, was ich mache, ist, dass Lippi und ich uns endlich mal auf Rügen sehen.
17:38Ja!
17:39Weil nämlich, ne, wir sind quasi Nachbarn.
17:44Judith kann super reiten.
17:46Sie hat mich mal interviewt vor ein paar Jahren.
17:48Und da dachte ich, naja, behaupten ja alle, die da zu uns kommen, dass sie reiten können.
17:53Bei den Störtewinkeln?
17:53Ja.
17:54Und dann habe ich schon geguckt, wie sie das Pferd anfasst, wie sie da rangeht.
17:56Da dachte ich, oh, die hat Ahnung.
17:58Dann habe ich meinen Zossen fertig gemacht und habe sie immer beobachtet aus dem rechten Augenwinkel.
18:02Und irgendwann sind wir auf die Bühne geritten und habe gesagt, wollen wir ein bisschen Gas geben?
18:05Und dann hat sie gesagt, natürlich.
18:07Und dann sind wir wirklich im gestreckten Galopp auf dieser engen Bühne.
18:10Guck mal, das sind deine Pferde.
18:11Das ist jetzt meine Stute beim Austritt.
18:13Beim ersten Austritt in Bodden, das war für sie auch ganz toll.
18:16Also sie liebt Rügen auch.
18:17Aber erzähl.
18:17Im gestreckten Galopp und diese Bühne rotiert.
18:20Und dann hat Judith plötzlich gerufen, Gottes Freund und aller weltweit eine Amazone.
18:25Du musst es mal sehen.
18:27Ja, ich hatte Spaß.
18:27Super.
18:27Ja, ich sehe das auf Instagram.
18:29Also ich bin auch ganz begeistert, wie du merkst.
18:31Aber es ist immer schön, wenn du da bist, weil die Leute lieben das.
18:34Auch deine Geschichten, deine Tipps und deine gute Laune.
18:37Judith Rackers.
18:38Judith Rackers.
18:43Gerne.
18:45Und dann ...
18:46Ramirez
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