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  • 23 hours ago
Transcript
00:01Have you tried to find out how Zirfel to this Bruderstreit says?
00:05Maybe that's the key.
00:07You play the family in the therapeutics and bring them together.
00:11You don't want to defend a Mandant,
00:14which I don't want to defend,
00:15but I'll do it all again.
00:21I'm tired.
00:24Ole will be happy.
00:26You are the father.
00:30I'm worn and painted by the sun,
00:32and it's in my eyes,
00:34and it's in my eyes.
00:37Caught by the rapture of the dawn,
00:40and a restless sky,
00:42and a restless sky.
00:46This is my life.
00:50This is the way to find my own.
00:54This is my life.
00:56This is my life.
00:58This is the world where I belong.
01:03I'm rolling on, I'm rolling on.
01:23This is my life.
01:24This is my life.
01:25This is my life.
01:26This is my life.
01:30This is my life.
01:30It's coming to anyone else in Frage.
01:36Ole and I have been sleeping together.
01:39Why do you not?
01:41And you?
01:45Ole and I wish us a child.
01:46And why do you have no sex?
01:50Okay.
01:51Schon gut, wir.
01:54Wir kriegen das hin.
01:57Ich übernehme natürlich die Kosten.
02:01Wofür?
02:03Du willst es ja wohl nicht behalten.
02:09Ja, natürlich nicht.
02:12Tina und Ole dürfen davon nichts mitbekommen, sonst sind wir geliefert.
02:20Wenn ich dir irgendwie helfen kann, dann sag mir Bescheid, ja?
02:37Ich mag Merle sehr.
02:38Aber das ist für mich noch lange kein Grund, ihren kriminellen Freund vor dem Gefängnis zu bewahren.
02:42Er hat daran zwischenbegriffen, dass er Mist gebaut hat.
02:45Ach, und damit soll alles wieder gut sein?
02:47Weißt du eigentlich, wie viele Menschen tagtäglich ihre gesamte Existenz verlieren,
02:51nur weil solche Typen wie Christiansen in sekundenschnelle Millionen verzocken?
02:55Und was glaubst du, was mit Merle passiert, wenn er zurück ins Gefängnis muss?
02:58Dann fängst du sie wieder auf.
03:00Das ist das Beste, was dir passieren kann.
03:01Und ihr im Übrigen auch.
03:03Ich hab sie vorhin gesehen, sie war völlig aufgelöst.
03:06Oh.
03:07Weißt du, was ich glaube?
03:09Du willst nur, dass Christiansen freikommt, damit er mit Merle so schnell wie möglich nach Afrika verschwindet.
03:14Damit sie dir nicht mehr dauernd über den Weg läuft.
03:16Es geht hier nicht um mich, sondern um Merle.
03:19Torben, sie war immerhin deine Schwägerin.
03:21Ja.
03:23Es geht nicht darum, einen Schuldigen rauszuhauen, sondern dass Christiansen einen fairen Prozess bekommt.
03:30Wenn du Merle und ihrem Freund nicht hilfst, dann wird sie dir das nie verzeihen.
03:37Im Wasser?
03:41Jetzt vergiss doch die schlechten Noten.
03:44Das war bloß die Generalprobe fürs Abi. Die Premiere läuft perfekt.
03:47Papa, wie oft denn noch? Diese Noten zählen auch in den Abischnitt.
03:51Jeder verhaut mal eine Klausur.
03:53Nur du, kleiner Streber, bist das nicht gewohnt.
03:58Ach, Leute, du schaffst die Englischklausur morgen mit links.
04:02Ich glaub an dich.
04:03Ich auch.
04:07Was ist das denn?
04:08Naja, du weißt ja, wie miserabel ich im Einpacken von Geschenken bin.
04:12Mir ist nicht nach Geschenken.
04:13Aber ein bisschen bessere Laune wäre nicht schlecht, oder?
04:17Also, wenn du als Baby geheult hast, dann musst ich nur diese Platte auflegen.
04:24Diesen Song?
04:25Eine schrecklich schöne Schnulze.
04:27Drei Takte und du hast dich wieder beruhigt.
04:29Naja, eher bis zum Refrain.
04:30Drei Takte.
04:31Zum Refrain.
04:32Und die versägte Klausur ist vergessen.
04:35Du kannst mir viel erzählen.
04:43Das ist ein Cover-Plattenspieler. Wie cool!
04:46Vinyl ist total angesagt.
04:48Der stand immer neben dem Wickeltisch.
04:51Läuft er auch auf Batterie?
04:52Das ist ja perfekt für draußen.
04:54Du wirst es rausfinden.
04:55Ich muss los.
04:57Oh.
04:58Schade.
04:59Ja.
05:00Und denk dran.
05:01Wenn du nicht gut drauf bist, hörst du da rein und dein Frust löst sich ins Soul auf.
05:07Dankeschön.
05:09Lisa kommt gleich aus dem Krankenhaus.
05:12Wieso? Was ist los?
05:14Sie hat Unterleibsschmerzen.
05:16Und jetzt nach der Fehlgeburt hat sie natürlich Angst, dass sie nicht wieder schwanger werden kann.
05:21Ja.
05:22Grüße von mir.
05:23Mach ich.
05:25Danke.
05:35Gut.
05:37Häkchen auf.
05:39Ärmchen zurück.
05:40Ja.
05:41Und drauf.
05:52Und auf diesen Song habe ich als Baby gestanden.
05:55Ja.
05:56Das ist ja peinlich.
06:11So.
06:12Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen zum Klimasystem unserer Weinbank umfassend beantworten.
06:16Ein bisschen Ahnung haben Sie dann ja wohl doch.
06:19Von Wein sogar mehr als von Klimaanlagen.
06:23Sagen Sie, Herr Zürfel, wann haben Sie eigentlich Ihre Leidenschaft für Wein entdeckt?
06:28Oder hat das Sammeln von Wein in Ihrer Familie Tradition?
06:31Vergessen Sie meine Familie.
06:34Weine sind gute Renditeobjekte. Das ist alles.
06:37Es gibt bessere Arten, sein Geld anzulegen.
06:41Nicht, wenn man die richtigen Weine im Bestand hat.
06:45Zum Beispiel?
06:47Ein 49er Chateau Giraud, zum Beispiel.
06:50Der wird seit Jahren nicht mehr im Markt gehandelt.
06:53Eben.
06:54Den würde ich Ihnen natürlich sofort abkaufen.
06:57Haben Sie den aus Privatbesitz?
07:00Wen interessiert das?
07:04Ja, Zürfel?
07:06Oh, vielen Dank für den Rückruf.
07:08Ich bin sofort bei Ihnen.
07:11Also wegen des Chateau Girauds.
07:13Bis wiedersehen.
07:18Da geht er hin.
07:20Dein Spitzenbein.
07:22Ich besorge seinem Bruder den 49er Chateau Giraud.
07:27Verlass dich drauf.
07:37Hallo.
07:38Hallo.
07:41Hallo.
07:41Haben Sie zufällig neun Volt-Batterien?
07:44Ne, glaub ich nicht.
07:46Mist.
07:47Ich hab nur zwei und ich brauch vier, um rauszufinden, ob das Ding auch auf Batterien läuft.
07:51Oh, so einen hatte ich als Kind auch.
07:53Da hab ich immer meine Märchenplatten drauf gehört.
07:55Schneewittchen und die sieben Zwerge und Frau Holle.
07:57Und wenn's wichtig ist, dann guck ich nochmal oben.
08:01Lassen Sie mal.
08:03Das lenkt mich grad eh nur ab.
08:04Okay.
08:09Ich hab grad zwei Klausuren verhauen, die in den Abischnitt zählen.
08:15Und wenn es morgen mit der Englischklausur genauso wird, dann kann ich mein Medizinstudium vergessen.
08:20Ich müsste also eigentlich jetzt lernen, aber ich hab keine Power dafür.
08:24Warum wollen Sie denn überhaupt Medizin studieren?
08:26Der Schichtdienst ist ganz schön anstrengend.
08:28Und die Bezahlung ist auch nicht besonders gut.
08:30Würden Sie heute einen anderen Beruf wählen?
08:32Bei mir ist das was anderes. Ich bin genetisch vorbelastet.
08:36Meine Eltern sind beide Ärzte.
08:38Ich möchte Medizin studieren, um Menschen zu helfen.
08:41Nicht so wie Uli Kleine allen erzählt, dass sie sich selbst heilen können.
08:45Wenn Sie und Ihre Medizin nicht gewesen wären, dann wäre Brian gestorben.
08:48Wie sind Sie in Physik?
08:50Sehr gut. Genauso wie in Chemie und Bio.
08:53Also bis jetzt. Jedenfalls.
08:55Na, aber dann steht doch dem Medizinstudium nichts im Weg.
08:57Doch. Der NC liegt bei 1,1.
09:01Ja, wenn Sie den nicht schaffen, dann legen Sie ein Wartesemester ein.
09:04Und in der Zeit bereiten Sie sich vor mit Praktika oder...
09:08Sie machen eine Ausbildung zur Arzthelferin oder zur Krankenschwester.
09:12Ein Wartesemester war irgendwie für mich nie ein Thema. Ich weiß gar nicht, warum.
09:15Sie können auch im Ausland studieren. In Österreich zum Beispiel gibt es keinen NC.
09:19Und in Ungarn auch nicht.
09:21Ich sollte mich öfter mit Ihnen unterhalten.
09:22Das würde mich freuen, ja.
09:25Setzen Sie sich nicht so unter Druck.
09:27Legen Sie die Bücher mal einen Tag zur Seite und entspannen Sie sich.
09:30Wenn Sie Ärztin werden wollen, dann finden Sie einen Weg.
09:33Okay.
09:34Viel Glück mit dem Ding. Tschüss.
09:35Danke. Tschüss.
09:48Tschüss.
09:49Frau Rose. Schön, dass Sie es einrichten konnten.
09:53Ich werde nicht mit Ihnen über Frau Friedrichs sprechen, falls Sie mich deswegen treffen würden.
09:57Frau Friedrichs?
09:58Ich habe auch nichts mit der Weinbank zu tun.
10:01Davon gehe ich aus.
10:03Na gut, dann wäre ja alles geklärt.
10:05Schönen Tag noch.
10:07Mir geht es nicht um Frau Friedrichs und auch nicht um Wein.
10:10Es geht um ein altes Schulgebäude hier in der Stadt.
10:14Aus dem 19. Jahrhundert.
10:16Es wurde kürzlich restauriert auf Initiative einer Erika Rose.
10:22Die alte Volksschule.
10:24Die Arbeit wird unter Kollegen hochgelobt.
10:28Sind Sie Restaurator?
10:31Ich würde mir Ihre Arbeit gerne ansehen.
10:34Die Restaurierung ist natürlich nicht mein Werk.
10:38Ohne Ihre Spendensammlung wäre das alte Gebäude abgerissen worden.
10:43Na gut.
10:44Ich zeige Ihnen die alte Schule.
10:49Was wollen wir?
10:51Vielleicht kommen wir ja sogar an der St. Johanniskirche vorbei.
10:56Wie kommen Sie denn darauf?
10:57Die ist ein Musterbeispiel der norddeutschen Backsteinkothek.
11:00Hier in Lüneburg finden Sie an jeder Straßenecke liebevoll restaurierte Gebäude.
11:08Ich hätte Zeit.
11:10Na ja.
11:14Mann, dieser Pflichtverteidiger ist vielleicht eine Pfeife.
11:19Der kapiert doch nicht mal, wie so ein Fonds konzipiert sein soll, an dem ich mich eingeblich bereichert haben soll.
11:25Mein Gott, diese Juristensprache macht mich fertig.
11:29HR, GKG, HGB, was bedeutet denn das alles?
11:32Also HGB bedeutet Handelsgesetzbuch.
11:35Und BNOTO?
11:37Bundesnotarordnung. Regelt das Berufsrecht der Notare.
11:40Wenn du uns vorführen willst, kannst du gleich wieder gehen.
11:43Nein. Ihr arbeitet euch in die Prozessakten ein?
11:45Bleibt uns was anderes übrig, wenn der Pflichtverteidiger so eine Pflaume ist?
11:49Dann kann er vielleicht ein bisschen Unterstützung gebrauchen.
11:52Was heißt das?
11:54Ich arbeite mich in die Akten ein und stehe dem Pflichtverteidiger zur Seite.
11:58Sie wollen mir helfen?
12:00Ja.
12:01Er ist dein Hauptgewinn. Bitte.
12:04Es wird verdammt wenig Zeit bis zum Prozessbeginn.
12:06Also dann, worauf warten wir noch?
12:09Ich mache euch Kaffee. Danke.
12:11Ich bedanke dich bei Gunther.
12:18Akte Nummer eins.
12:19Ja.
12:44Warum schlägst du dich hier so rein?
12:53Ist alles okay?
12:54Mhm.
12:59Was hat Frau Dr. Berger gesagt?
13:05Nach einer Fehlgeburt können die ersten Perioden schmerzhafter sein als vorher.
13:12Hat sie dir nichts gegen die Schmerzen gegeben?
13:15Das geht von alleine wieder weg.
13:19Okay.
13:22Das sind doch eigentlich gute Nachrichten.
13:26Mhm.
13:30Und wie ist das?
13:34Ich meine, kannst du wieder schwanger werden?
13:41Definitiv.
13:47Love a Papayas, Molly?
13:51Später.
14:01Die freiliegenden Balken wurden überstrichen.
14:04Die hätte man natürlich aufarbeiten müssen.
14:07Die erneuerten Treppenstufen hätte ich von der Patina her angeglichen.
14:11Ich dachte, Ihre Kollegen waren so begeistert von der Restaurierung der Alpenvolksschule.
14:16Ja.
14:17Und die hatten recht.
14:18Ausgezeichnete Arbeit.
14:20Selbstgemessen an meinen Ansprüchen.
14:21Also wenn Sie so anspruchsvoll sind, dann müssen wir unbedingt ins Rathaus.
14:26Die Gerichtslaube?
14:27Ja.
14:27Ein Prachtstück.
14:28Ist denn die Sanierung des Rathauskellers eigentlich abgeschlossen?
14:31Also wirklich, wenn Sie so Bescheid wissen, da frage ich mich, warum Sie mich als Stadtführerin
14:36haben wollten.
14:37Mein Wissen ist reine Theorie.
14:39Ich war seit den 60er Jahren nicht mehr im Norden.
14:41Aha.
14:42Sie haben aber Verwandte hier.
14:43Ich bin in Hamburg geboren und aufgewachsen.
14:45Aha.
14:45Und Sie waren 50 Jahre lang nicht hier?
14:49Nach der Schule wollte mein Vater, dass ich seinen Weinhandel übernehme.
14:52Aber wir haben uns in die Haare gekriegt.
14:55Ich bin ins Saarland gezogen.
14:57Mein Vater hat mir nie verziehen.
14:59Aber Sie haben noch Verwandte hier in der Gegend?
15:02Einen Bruder.
15:04Vaters Liebling.
15:04Der hat alles geerbt.
15:06Ich nur den Pflichtteil.
15:08Aber ich habe mir genommen, was mir zusteht.
15:11Eine Kiste 49er Chateau Giro.
15:15Eine Kiste Wein?
15:17Nicht irgendein Wein.
15:18Das war der Wein, mit dem mein Vater seinen Weinhandel begründet hat.
15:23Der war damals schon teuer, aber heute ist der ein Vermögen wert.
15:27Und Sie haben sich mit Ihrer Familie nie wieder ausgesöhnt?
15:34Es ist, wie es ist.
15:37Es muss aber nicht so bleiben.
15:41Mein Bruder ist ein selbstgerechter Egoist, ein Kleingeist.
15:45Mit dem hat man nichts als Ärger.
15:47Er ist Ihr Bruder.
15:50Als ich mich vor kurzem endlich mit meiner Schwester vertragen habe,
15:54da fiel mir ein Stein von Herzen.
15:58Ich mag Steine.
16:13Erika.
16:17Ihretwegen hat er mich vorhin stehen lassen.
16:19Hast du es jetzt auch überreden können, ihn weich zu kloppen?
16:22Nee.
16:25Aber sie scheint Spaß zu haben mit dem Ekel.
16:31Das ist doch überhaupt nicht.
16:37Guck mal, im dritten Laden hatten Sie endlich neun Volt-Batterien.
16:42Wenn der Plattenspieler jetzt auf Batterien läuft,
16:44dann nehmen wir den im Sommer mit zum Picknick, okay?
16:46Ist halt richtig Stil.
16:48Du bist echt zu beneiden.
16:50Wen heißt Plattenspielers?
16:51Nein, weil du vor deiner Klausur so entspannt bist.
16:55Ich bin am Tag vor meinen Prüfungen immer panisch.
16:58Als ich die zwei letzten Klausuren wiederbekommen habe,
17:00war ich auch nicht entspannt.
17:02Ich habe gedacht, ohne ein Sabi kann ich mein Medizinstudium vergessen.
17:05Aber Frau Berger hat recht.
17:07Wenn das morgen nicht so klappt, wie ich es will,
17:09dann hole ich mir meinen Studiumplatz einfach über Wartesemester.
17:12Und wie lange muss man da so warten?
17:14Das kommt ganz darauf an, was für einen Schnitt du hast.
17:17Und im schlimmsten Fall?
17:19Im schlimmsten Fall.
17:21Nehmen wir mal an, ich habe 2,2.
17:24Dann wären das zwölf Wartesemester.
17:28Das sind sechs Jahre.
17:30Wow.
17:31Viel Zeit für Praktika.
17:32Das geht gar nicht.
17:33Vielleicht ist dein Schnitt ja viel besser.
17:36Dafür habe ich in der Vorbereitungszeit einfach zu viel verpasst.
17:39Als der Schulwechsel und dann der Stress mit Brian und Malachron.
17:43Das war's.
17:45Ich kann mein Medizinstudium vergessen.
17:49Du gibst auf?
17:51Ich dachte, das wäre dein Traum.
17:53Was soll ich denn machen?
17:54Lernen!
17:55Das habe ich bei den anderen Klausuren auch schon getan.
17:58In der Matheklausur hatte ich nicht mal einen Schimmer von dem Thema.
18:01Und Lernen auf den letzten Drücker soll ja eh nicht funktionieren.
18:04Schuhe designen und ohne abgeschlossenes Studium angeblich auch nicht.
18:09Du meinst also, ich soll lieber weiter lernen gehen?
18:13Wenn du dein Ziel erreichen möchtest?
18:18Seien Sie doch so freundlich und geben Sie diese Karte Herrn Flickenschild.
18:21Gerne.
18:21Danke.
18:22Ach, da ist ja Herr Flickenschild.
18:24Kann ich Sie ja gleich persönlich überreichen.
18:27Ich dachte, die Zeit der Postkarten ist vorbei.
18:30Gunther, ich weiß und ich respektiere auch deinen Wunsch nach Abstand, aber...
18:34Ich wollte eine Begegnung mit dir vermeiden, aber wenn ich das nicht gleich loswerde, dann platze ich.
18:38Ich...
19:16Mama, machst du die Musik mal ein bisschen leiser? Ich muss noch lernen.
19:19Hey, das war mal dein Lieblingslied. Mach's selber.
19:25Jetzt lass mal locker, Lotte.
19:28Du isst mit uns, dann schläfst du gut und dann bist du ausgeruht für deine Prüfung.
19:33Mama, wenn ich die Prüfung verhaue, dann dreh ich durch.
19:37Wenn du die Nacht durchmachst, brauchst du eine Grundlage. Also bitte deck den Tisch und iss mit uns.
20:02Du denkst jetzt aber nicht grad daran, wie ich geschrien hab beim Windeln wechseln, oder?
20:07Ich bade gern in Erinnerung.
20:10Wolltest du Papa hinterher?
20:11Nein, den Zwiebeln.
20:14Mama, die sind doch schon längst geschnitten.
20:21Ich hab halt empfindliche Augen.
20:35Rainer und Torben haben sich mit den Prozessakten in Torbens Wohnung eingeschlossen.
20:39Wieso verteidigt er Rainer? Ich dachte, er hält nichts von ihm.
20:43Gunter hat ihn überzeugt.
20:45Was?
20:47Ich hab mich schon mit einer Postkarte bei ihm bedankt.
20:49Habt ihr über den 49er Chateau Giraud gesprochen?
20:55Äh...
20:56Ich hab dich vorhin mit Zürfel in der Stadt gesehen, Tantchen.
21:00Der Mann frisst dir quasi aus der Hand.
21:03Von wegen, du kannst nicht mit sperrigen Typen.
21:05Ich hab ihm die Arbeiten an der alten Volksschule gezeigt.
21:08Und der war sehr angetan.
21:10Hm.
21:11Das hab ich gesehen.
21:13Grüßchen, hab ich was verpasst?
21:16Ihr habt euch doch bestimmt nicht nur über alte Gebäude unterhalten, oder?
21:21Hat er zufällig was über den Streit mit seinem Bruder gesagt?
21:24Das geht dich nichts an.
21:26Du, ich bin quasi deine Nichte.
21:28Mhm.
21:28Du bist Geschäftsführerin der Weinbank.
21:30Und willst Zürfel seinen edelsten Tropfen abjagen.
21:33Ja.
21:35Aber das geht nur, wenn ich die beiden Brüder versöhne.
21:38Das müsste doch auch in deinem Interesse sein.
21:40Du magst Zürfel.
21:42Genau deshalb möchte ich nicht indiskret sein.
21:49Stell dir doch mal vor.
21:51Du wärst mit Inge so zerstritten wie die beiden Brüder.
21:56Tut mir leid.
21:57Ich kann dir nicht helfen.
22:04Es tut mir leid, dass ich Sie jetzt auch noch privat störe.
22:07Das ist kein Problem.
22:09Es gibt Komplikationen.
22:11Allerdings.
22:12Sind die Krämpfe stärker geworden?
22:13Nein.
22:14Sie unterliegen doch der ärztlichen Schweigepflicht.
22:17Ja.
22:18Mein Freund darf auf gar keinen Fall von der Schwangerschaft erfahren.
22:21Wenn Sie sich Sorgen machen, das müssen Sie nicht.
22:24Eine Fehlgeburt bedeutet nicht, dass Sie auch in der jetzigen Schwangerschaft Komplikationen haben.
22:29Ola und ich hatten seit der Fehlgeburt keinen Sex mehr.
22:34Wir kommen uns gerade wieder näher.
22:36Und wir wünschen uns nach wie vor ein Kind.
22:39Herr Wolf ist nicht der Vater.
22:42Nein.
22:43Es war nur ein einziges Mal ein Seitensprung.
22:46Völlig unbedeutend.
22:52Ich möchte einen Termin für einen Abbruch.
22:55Brauche ich dafür noch irgendwelche Untersuchungen?
22:57Frau Fischer.
22:59Jetzt setzen Sie sich erstmal.
23:01Ja?
23:02Kommen Sie zur Ruhe.
23:04Sie haben noch einige Wochen Zeit, über einen Schwangerschaftsabbruch nachzudenken.
23:10Das ist nichts, was man überstürzen sollte.
23:17Bitte.
23:18Kommen Sie.
23:29So, wo steht das jetzt?
23:33Das Konto für die Fondüberschüsse lief auf den Namen meines Geschäftspartners.
23:38Hier steht's Stefan Weyer.
23:40Und der hat dann das Geld für sich abgezweigt und auf den Caymans geparkt.
23:44Das hat der Pflichtverteidiger dem Gericht auch heute so mitgeteilt.
23:47Gut.
23:48Ja, dann denke ich, habe ich Ihnen Informationen.
23:52Ich werde mich gleich morgen mit Ihrem Anwalt in Verbindung setzen und die Verteidigungsstrategie besprechen.
23:57Äh, Kontaktdaten haben Sie?
23:59Ja, ja.
24:00Ich schlage vor, wir fahren dann morgen gemeinsam nach Hannover und treffen uns mit Ihrem Pflichtverteidiger vor der Wirtschaftskammer.
24:07Danke.
24:08Danken Sie mir nicht zu früh.
24:11Ja, proviant für eure Nachtschicht.
24:14Oh, das sieht gut aus, danke.
24:16Ich muss noch mal los, Herr Breuert, um ein Gespräch gebeten.
24:19Ja.
24:21Guten Appetit und viel Erfolg.
24:25Greifen Sie zu.
24:26Danke.
24:29Also, der Pflichtverteidiger sagt, dass ich gute Chancen hätte, mit Bewährung davon zu kommen.
24:34Tut mir leid, davon würde ich erstmal nicht ausgehen.
24:38Aber ich habe doch mit der Staatsanwaltschaft kooperiert.
24:41Ich habe die Anleger entschädigt und ich habe schon einige Monate Haft abgesessen.
24:45Das ist sicher. Das wird das Gericht auch positiv bewerten. Immerhin haben Sie dazu beigetragen, dieses Betrugssystem aufzudecken.
24:52Fakt ist aber, dass Sie als Banker eine Menge Mist gebaut haben. Sie haben das Vertrauen der Anleger missbraucht.
24:57Anstatt das Geld gewinnbringend anzulegen, haben Sie Millionen verzockt und ganze Existenzen vernichtet.
25:06Gehen Sie besser nicht davon aus, dass Sie morgen den Gerichtssaal als freier Mann verlassen.
25:13Mh.
25:17Ist so lecker.
25:19Wir wollten eigentlich zusammen kochen.
25:21Tut mir leid, ich konnte mich einfach nicht entscheiden, welchen Wein ich kaufe.
25:24Du wolltest dich nur vom Zwiebeln schneiden drücken.
25:28Erwischt.
25:33Schling doch nicht so.
25:36Hat was von Raubtierfütterung.
25:38Dann gehst du zurück an die Bücher, ja?
25:40Lotte, bitte, du musst jetzt nicht die ganze Nacht noch durchmachen, hm?
25:43Besser als sich im Wett rumwälzen und Panik schieben.
25:47Dankeschön.
25:48Ihr seid euch mal wieder einig, hm?
25:51Lass sie machen.
25:53Isst du noch?
25:54Nein, bin fertig.
26:04Wer hört denn hier diese Schnulzen?
26:06Hm.
26:07Vorsichtig.
26:08Da hängen Erinnerungen dran.
26:11Lotte war so eine gute Schülerin.
26:13Und jetzt macht sie sich Sorgen wegen ein paar schlechter Noten.
26:18Ist doch klar, dass sie so kurz vor dem Abi unter Druck steht.
26:20Hm.
26:22Was ist das?
26:24Das sind die Geschäftsunterlagen von Malte eher.
26:28Ich weiß, dass es schlecht steht, aber du musst das jetzt nicht von mir offenlegen.
26:31Es geht nicht darum, die Hosen runterzulassen. Ich will, dass du mir hilfst.
26:36Von Fluggesellschaften habe ich keine Ahnung.
26:37Ach was, Mode, Business, Luftfahrt, die Geschäftsmechanismen sind immer die gleichen.
26:41Sicher?
26:42Du bist eine clevere Geschäftsfrau.
26:44Vielleicht fällt dir was ein, wie ich das Ruder noch umreißen kann.
26:53Wofür war der jetzt?
26:55Für die clevere Geschäftsfrau.
26:57Vielen Dank für Ihr Vertrauen.
27:00Hm.
27:16Arbeitest du jetzt rund um die Uhr hier?
27:17Oh, hast du mich erschreckt.
27:19Was machst du denn hier?
27:21Ich bin mit meinem Papa zum Essen verabredet.
27:23Und du?
27:25Ich versuche, dem schlecht genaunten Herrn da hinten das Highlight seiner Weinsammlung abzuluxen.
27:31Versuch's doch mal ganz direkt.
27:33Mein Papa wartet.
27:34Ja, die Lachslasagne soll super sein.
27:36Hey.
27:39Danke für die Einladung.
27:41Gibt's einen besonderen Anlass?
27:43Lass uns erst mal was bestellen.
27:44Ach, gerne. Ich hab einen Mordshunger.
27:56Darf ich nachschenken?
27:59Oder darf ich Ihnen einen anderen Ball empfehlen?
28:01Wir haben da einen ausgezeichneten Check.
28:03Was wollen Sie eigentlich von mir?
28:05Ich will Ihnen den 49er Chateau Giraud abkaufen.
28:08Der Preis spielt keine Rolle.
28:12Der ist unverkäuflich.
28:15Sie haben doch selbst gesagt, dass Weine für Sie eine Wertanlage sind.
28:18Sie haben die Möglichkeit, einen satten Gewinn zu machen.
28:21Oh, Mann.
28:31Ja, und ich nehme eine Weißweinsschorle und eine Lachslasagne, bitte.
28:35Ja, sehr gern.
28:36Danke.
28:38Rieke hat sich gerade eine richtige Abfuhr eingehandelt.
28:42Sag mal, wo bist du denn gerade?
28:44Ah, Entschuldige.
28:46Vor Gericht in Hannover.
28:48Hast du denn jetzt endlich einen Termin? Wann ist der Prozess?
28:53Morgen.
28:54So kurzfristig?
28:56Ich weiß es schon seit einigen Tagen.
29:00Warum hast du mir nichts gesagt?
29:02Weil ich nicht wollte, dass du dir Sorgen machst.
29:04Die mache ich mir doch sowieso.
29:07Jetzt muss ich mir überlegen, was ich mit der Werkstatt morgen mache, wenn wir nach Hannover müssen.
29:10Ariane, ich möchte nicht, dass du mitkommst.
29:14Ich lass dich auf keinen Fall allein im Gerichtssaal.
29:17Lichtenhagen hat meine Verteidigung übernommen.
29:19Nalle sagt, er ist der Beste.
29:23Meint Lichtenhagen, er bekommt dich frei?
29:30Bei den Summen schwört einem ja der Kopf.
29:32Na klar sind das andere Dimensionen als bei der Gründung eines Modellabels.
29:36Du kannst es drehen und wenden, wie du willst, Malte.
29:39Die beiden Flugzeuge sind das einzige auf deiner Haben-Seite.
29:43Wenn ich die jetzt verkaufe, habe ich keine Maschinen mehr und trotzdem noch einen Haufen Schulden.
29:47Gut, sicher. Ich hätte mit dem Kauf der Flugzeuge warten sollen, bis ich eine verbindliche Zusage eines Investors habe.
29:54Aber das Angebot war unschlagbar.
29:57Und wenn man eine Geschäftsidee hat, dann muss man bereit sein, Risiken einzugehen.
30:02Ich finde dein Konzept immer noch gut.
30:05Wirklich?
30:06Ja. Du brauchst eine Perspektive, wenn du wegen deines Hörschadens nicht mehr fliegen kannst, oder?
30:11Ja. Und du kommst aus dem Metier? Bist ein Machertyp?
30:16Also ist es doch ganz klar, dass du deine eigene Airline gründest.
30:20Du meinst also, ich soll es weiter versuchen?
30:23Was wäre die Alternative? Umschulung beim Arbeitsamt?
30:28Als Bodenpersonal beim Check-in bekomme ich meine Schulden jedenfalls nicht in den Griff.
30:34Bleibt die Frage, wie es jetzt mit Malte eher weitergeht.
30:38Den habe ich mal bei Pausen kennengelernt.
30:43Vielleicht sprichst du mal mit ihm.
30:45Björn Rieger?
30:47Den Namen habe ich schon mal gehört.
30:49Ein Finanzinvestor. Er hängt in mehreren großen Logistikunternehmen drin.
30:53Und vielleicht interessiert er sich ja für deine Airline.
30:59Den rufe ich gleich morgen früh an.
31:07Es tut gut zu wissen, dass du zu mir hältst.
31:16Hm.
31:22Na endlich! Wo warst du denn so lange?
31:25Ich war nach Spazieren.
31:26Allein?
31:27Mhm.
31:29Noch Schmerzen?
31:30Mh, kam.
31:32Sekt?
31:32Ja, wir feiern unser Baby.
31:35Also während du weg warst dafür telefoniert und ich wollte eigentlich einen neuen Termin machen, aber plötzlich war ich mittendrin
31:39in den Verhandlungen.
31:40Ich weiß, ich weiß, die wolltest eigentlich du führen, aber die waren nicht zu bremsen.
31:44Also zum Glück kannte ich deine Strategie.
31:45Pass auf, die haben sich darauf eingelassen, uns gegen eine einmalige Zahlung die kompletten Vermarktungs- und Lizenzrechte zu überlassen.
31:53Genauso wie du es wolltest morgen.
31:55Wie viel?
31:57Ursprünglich 120.000.
32:00Ich habe sie auf 85.000 runtergehandelt.
32:0370.000 haben wir selbst und 15.000 über den Kredit.
32:06Bald werden alle Profis bei jedem Rennen mit unserem Carbon-Leitrahmen an den Start gehen.
32:11Mhm, und wenn wir das Rad erstmal bei den Profis etabliert haben, dann gehen wir auf Masse.
32:15Die Breitensportler werden uns das Leichtgewicht ebenfalls aus den Händen reißen.
32:18Genau.
32:21Stimmt was mit dem Sekt nicht?
32:22Mhm.
32:24Für mich hört kein Alkohol.
32:26Okay.
32:27Dann eben so.
32:29Auf unser Baby.
32:36Nanu.
32:38Hey.
32:40Ich dachte, du kommst vorbei, wenn du mit Torben durch bist.
32:43Ich war doch noch mit Ariane essen.
32:46Es ist so spät geworden.
32:48Wie ist es gelaufen?
32:50Die war ganz schön geplättet, dass mein Prozessbeginn schon morgen ist.
32:54Ich meine dein Zusammentreffen mit Torben.
32:56Ach so.
32:58Ja.
33:01Also von Wirtschaftsstrafrecht scheint er ja schon Ahnung zu haben.
33:04Na siehst du, sag ich doch.
33:06Torben haut dich raus.
33:13Das sieht er aber völlig anders.
33:18Wieso?
33:18Wir reden hier doch nicht über Freispruch, sondern darüber, dass er dich auf Bewährung frei kriegt.
33:24Das kriegt er doch hin, oder nicht?
33:27Torben hält den Prozessausgang für völlig offen.
33:30Es kann gut sein, dass ich morgen direkt vom Gerichtssaal wieder in den Knasten muss.
33:36Die letzten Wochen konnte ich die Erinnerung daran verdrängen, aber jetzt kommt alles wieder hoch.
33:42Auch, dass du damals auf Distanz zu mir gegangen bist.
33:46Hey, Rainer.
33:49Wenn du in den Knast musst, dann bin ich an deiner Seite.
33:55Ich lass dich nicht fallen, versprochen.
34:14Entschuldige.
34:15Was?
34:18Ich wollte dich nicht stören, aber ich hab gesehen, dass das Licht an ist.
34:21Äh, komm rein.
34:23Wieso bist du noch wach?
34:26Was ist denn das für eine Frage?
34:28Ich büffel für die Klausur morgen.
34:31Also lässt er dich doch nicht unterkriegen.
34:34Dazu hat mir eine gute Freundin geraten.
34:39Ich kämpfe bis zum Schluss.
34:42Aber jetzt brauche ich erstmal eine Pause.
34:46Warum bist denn du noch wach?
34:50Ich hab gerade erfahren, dass mein Vater morgen seinen Gerichtstermin hat.
34:54Und wenn's schlecht läuft, dann kommt er wieder ins Gefängnis.
34:57Das wird er nicht.
34:58Morgen ist Tag der Sieger.
35:00Dein Vater kommt frei und ich schreib 14 oder 15 Punkte.
35:04Das brauche ich nämlich ganz dringend, um meinen Schnitt wiederzuheben.
35:07In welchem Fach wirst du eigentlich geprüft?
35:10Englisch, my dear.
35:12Shakespeare is the most important writer of the Elizabethan area?
35:17Era?
35:18Era?
35:20Oh!
35:22So schwer kann das Ganze doch gar nicht sein, oder?
35:25Ich glaub, ich sollte doch wieder büffeln gehen.
35:28Und wenn du mal eine Pause brauchst, komm wieder vorbei.
35:31Ja, na klar. Und dann weck ich dich.
35:33Ich kann heute eh nicht schlafen.
35:36Na dann, wir sehen uns später.
35:49Oh, guck mal, wie schön.
35:52Mama, ich glaube, weil ich jetzt...
35:53Ist denn deine Laterne?
35:54Ja.
35:56Oh, ist doch kälter als ich dachte, hm?
35:58Du wolltest unbedingt noch spazieren gehen?
36:00Ja.
36:02Komm her.
36:03Danke.
36:04Ich hab zu danken.
36:05Wofür?
36:06Ja.
36:07Ach, ich bin ganz froh, wenn ich hin und wieder mal den Helden spielen kann.
36:10Wo ich gerade voll der Loser bin.
36:11Du bist doch kein Loser.
36:13Aber angeschlagen.
36:15Zumindest beruflich.
36:16Ja, aber das ändern wir gerade.
36:18Sag mal, was für Erinnerungen hängen eigentlich an diesen blöden Plattenspieler?
36:23Damit hat Ole immer Lottes Geschrei beim Wickeln übertönt.
36:27Mit der Nummer, die da drauf liegt.
36:29Ja.
36:30An dem Song hängen bestimmt andere Erinnerungen als an Babywindeln.
36:35Höre ich da eine leise Eifersucht?
36:37Wieso leise?
36:39Ohne hin, ohne her.
36:41Er tauchte in der letzten Zeit ganz schön oft bei dir auf.
36:45Als Latte bei Malachron war, war ich sehr froh darüber.
36:48Und jetzt?
36:49Er ist der Vater meiner Tochter und er lebt in der gleichen Stadt wie wir.
36:53Und das ist alles?
36:54Ja.
36:57Entschuldige, aber du warst vor nicht allzu langer Zeit mit ihm im Bett.
36:59Malte, du wolltest die Sache vergessen.
37:03Vergessen?
37:05Hey.
37:08Du bist der Mann, mit dem ich leben möchte.
37:32Das hört sich fantastisch an. Wann werden denn die Uniformen fertig?
37:37Oh, so lange kann mein Kunde nicht warten.
37:40Ja, das tut mir leid, dann kommen wir nicht ins Geschäft.
37:44Wiederhören.
37:48Hedlund?
37:49Oh, Herr Eckert, guten Morgen.
37:53Nein, ich habe leider noch nichts vom Hersteller gehört.
37:56Aber ich rufe sie natürlich sofort an, soweit ich den Liefertermin für die Hotelkollektion habe.
38:01Ja?
38:02Okay, wiederhören.
38:05Hey, Ula.
38:05Hey.
38:07Antrag auf Hausratversicherung, den solltest du aber schnellstmöglich ausfüllen.
38:10Steht ganz oben auf meiner Liste.
38:13Ach.
38:14Schreibst du immer noch alles auf Listen, damit du es beruhigt wieder vergessen kannst?
38:17Soll ich uns einen Kaffee machen?
38:18Ähm, nein, ich wollte nur kurz fragen, bis Lotte geht.
38:21Sie schläft noch.
38:22Und die Klausur?
38:23Später. Sie hat die ganze Nacht durchgearbeitet.
38:25Was? Ich denke, sie sollte sich entspannen.
38:28Hätte ich mir das mit der Schallplatte auch sparen können.
38:29Nein.
38:31Ich habe sie den ganzen Abend gehört.
38:34Ich denke, es ist eine schreckliche Schnulze.
38:37Ja.
38:38Schrecklich schön.
38:41Möchtest du im Wasser?
38:43Ähm, nein, danke.
38:44Wie geht es Lisa?
38:46Was hat Frau Dr. Berger gesagt?
38:48Die Schmerzen gehen vorüber.
38:49Und sie kann auch wieder ein Kind kriegen, zum Glück.
38:52Ja.
38:52Zum Glück.
38:56Wie geht es dir, Tina?
38:57Hm?
38:59Na ja, du...
38:59Du siehst so...
39:01Also, du wirkst so...
39:03Ich habe Stress und bei Malte läuft es geschäftlich auch gerade nicht so gut.
39:09Aber mit euch beiden läuft es gut.
39:10Bestens.
39:12Gut.
39:12Gut, gut.
39:13Ich kann es nämlich nicht ertragen, wenn es dir schlecht geht.
39:16Ach, immer noch?
39:18Ja.
39:20Wird sich wohl auch nie ändern.
39:24Ich muss weiter arbeiten.
39:26Ja, ja.
39:26Natürlich.
39:28Grüß Leute von mir.
39:29Ja, mach ich.
39:31Hey, hey.
39:32Hey, hey.
39:35Ja, sofort.
39:49Guten Morgen.
39:50Sie müssen Frau Rose sein.
39:53Herr Sternig.
39:55Herr von Sternig.
39:57Ich habe nicht damit gerechnet, Sie hier in Lüneburg zu sehen.
40:01Ihr Anruf klang dringend.
40:03Da dachte ich mir, es ist besser, ich komme selbst.
40:07Ich freue mich, Ihre Bekanntschaft zu machen.
40:10Ganz meinerseits.
40:12Treten Sie doch bitte näher.
40:18Kann ich Ihnen vielleicht einen Kaffee anbieten oder sogar einen Malven-Tee?
40:24Sehr gern.
40:24Ich liebe Malven.
40:25Ich auch.
40:27Bitte.
40:28Hier.
40:29Nehmen Sie Platz.
40:39Bitte sehr.
40:44Danke.
40:47Danke.
40:49Ich habe Ihren Zwillingsbruder kennengelernt, Herrn Zöfel.
40:53Ja, ja, ja.
40:54Ich weiß, Sie beide sind zerstritten.
40:56Ihr Bruder leidet sehr unter dem Zerwürfnis.
41:01Hat er das gesagt?
41:03Das sehe ich.
41:06So ein Streit in einer Familie ist sehr belastend.
41:09Dann geht es Ihnen genauso wie ihm?
41:16Sie müssen entschuldigen, aber solch eine Situation ist mir noch nicht untergekommen.
41:21Ja, mir ja auch nicht.
41:25Bitte glauben Sie mir, ich dränge mich ungern auf, aber hier kann ich einfach nicht zusehen.
41:35Es ist, wie es ist.
41:36Ja, das muss doch aber nicht so bleiben.
41:39Vielleicht können Sie sich einfach an einen Tisch setzen und die Sache klären.
41:45Ich weiß Ihr Mitgefühl zu schätzen, aber Sie verkennen offensichtlich den wahren Charakter meines Bruders.
41:53Das gleiche behauptet Ihr Bruder auch von Ihnen.
41:56So.
41:57Nichts kann so schlimm sein, dass man sich unter Brüdern nicht vergibt.
42:02Mein Bruder hat etwas Unverzeihliches getan.
42:05Blut ist bekanntlich dicker als Wein.
42:09Ich spreche nicht von dem Diebstahl des 49er Chateau Giraud.
42:13Sondern?
42:15Das soll Ihnen Wilhelm selbst erzählen.
42:19Frau Rose, es hat mich gefreut.
42:22Ja, ganz meinerseits.
42:24Vielleicht überdenken Sie doch noch mal alles.
42:41Wie schwer kann es denn sein, einen guten Bekleidungshersteller zu finden?
42:44Es geht mir nicht nur um die Qualität, sondern auch um die Arbeitsbedingungen.
42:47Und da wird die Auswahl dünn.
42:49Und wie lange kann das noch dauern?
42:51Ich bin auf das Geld angewiesen.
42:52Ich weiß. Und es tut mir leid, Ariane.
42:55Ding dong!
42:57Hallo, die Damen.
42:58Na? Bin ich willkommen?
43:04Ariane? Hast du deinen Vater heute schon gesehen?
43:06Ich bin wahrscheinlich die Letzte, die irgendwas mitbekommt.
43:08Ich habe gestern erfahren, dass heute der Prozess ist.
43:11Ja, aber erst am Nachmittag.
43:14Ja, und wo steckt er jetzt?
43:16Keine Ahnung. Wahrscheinlich tigert er irgendwie völlig nervös durch die Gegend.
43:21Ich würde ihn einfach noch gerne mal sehen, um ihm Glück zu wünschen.
43:24Versuch's doch gegen Mittag in der Gärtnerei.
43:27Vielleicht kommt er ja noch mal vorbei.
43:30Okay.
43:31Ariane!
43:38Ich kann ja verstehen.
43:40Als ich aufgestanden bin, da war Rainer schon weg.
43:43Warum regt ihr euch eigentlich so auf? Ich denke, ihr geht davon aus, dass ihr eine Bewährungsstrafe kriegt.
43:47Ja.
43:48Tauben anscheinend nicht.
43:50Und er kennt sich in solchen Sachen ja verdammt gut aus.
43:53Ist das ein blödes Timing?
43:54Jetzt, wo ich mich endlich für Rainer und Afrika entschieden habe, muss der vielleicht wieder zurück ins Gefängnis.
43:59Sie tauben denn überhaupt keine Chance?
44:01Doch, und er unterstützt ihn ja jetzt auch zum Glück. Aber ich glaube, ich bin einfach nur zu nervös, um
44:06noch an irgendwas zu glauben.
44:07Nale!
44:09Darf ich dir ein bisschen auf die Nerven gehen? Ich muss mich ablenken.
44:14Das nervt! Und lenkt dich bitte damit ab.
44:17Antrag auf Hausratsversicherung?
44:19Ja, für meine neue Wohnung. Kaffee?
44:20Ja.
44:22Dann prüfe ich mal das Kleingedrückte.
44:26Vielen Dank!
44:30Aber ausfüllen tust du ihn selbst, ja?
44:36Ja, ich werde mich zurückhalten.
44:38Ja, versprochen.
44:40Bis gleich.
44:44Erika will mit Zülfel im Hotel frühstücken und will nicht, dass ich mich einmische.
44:48Und was macht Sternicke?
44:50Von Sternicke und Zülfel dürfen sich nicht treffen.
44:53Herr von Sternicke?
44:54Guten Morgen!
44:55Wieder hier?
44:56Wie Sie sehen?
44:57Ihr Bruder kommt jeden Moment ins Hotel zum Frühstücken.
45:00Ach!
45:02Vielleicht wäre ein Treffen gar nicht so schlecht.
45:05Wie weit sind Sie denn bei meinem Bruder?
45:08Es ist mühsam. Er misstraut mir.
45:11Deswegen kann ich es nicht gebrauchen, dass er sich hier trifft.
45:16Zu spät.
45:22Gut sieht er aus, mein Herr Bruder.
45:25Ich habe ihn in seiner Ewigkeit nicht gesehen.
45:27Was denn?
45:28Sie sind sein Strohmann?
45:32Strohmfrau.
45:35Und Sie?
45:37Stecken Sie auch mit ihm unter einer Decke?
45:39Ich stecke mit niemandem unter einer Decke.
45:42Ihr habt geglaubt.
45:44Ihr könnt mir meinen Chateau Giraud abjagen.
45:47Abkaufen.
45:48Dein Giraud?
45:50Der gehört der Familie.
45:52Du hast ihn gestohlen.
45:54Du hast mich um ein Erbe geprellt.
45:57Ich habe mir nur genommen, was mir zusteht.
46:00Nichts steht dir zu.
46:00Du hast dich von der Familie abgewendet.
46:03Warum wohl?
46:04Meine Herren, bitte Entschuldigung.
46:05Ich muss ihm etwas mehr Zurückhaltung binden.
46:07Er wollte mich umbringen.
46:09Er hat auf mich geschossen.
46:11Herr von Sterneck.
46:12Er lügt.
46:13Herr Zöfel.
46:15Zum Glück hat er nur mein Bein getroffen.
46:18Was glauben Sie wohl, warum ich rumple?
46:22Danke.
46:28Und?
46:29Habe ich alles richtig ausgefüllt?
46:31Jetzt wechseln ich dauernd das Thema.
46:33Wie, du standst auf Soulmusik?
46:35Mir hast du mal erzählt, du hörst nur Reggae.
46:36Ja.
46:37Ja.
46:37Nur dieses eine Lied.
46:39Und besonders, wenn ich es vom alten Kofferplattenspieler gehört habe.
46:42Ich weiß auch nicht.
46:43Irgendwie verbinde ich eine richtig gute Zeit damit.
46:47Tina, was sagt eigentlich Malte dazu, dass dir Ole sentimentale Geschenke macht?
46:52Ole hat Lotte die Platte geschenkt, nicht mir.
46:55Dann kann Malte ja beruhigt sein.
46:57Ja, wir sind uns näher wie nie.
47:00Ganz oder gar nicht, das war der Deal, als er eingezogen ist.
47:02So?
47:03Ja, so.
47:04Und stell dir vor, er hat mir sogar eine Eifersuchtsszene gemacht.
47:07Wegen Ole?
47:08Ja.
47:08Völlig überflüssig.
47:10Sicher?
47:10Sicher.
47:11Warum hast denn dann bei Lebenspartner Herr Ole Wolf eingetragen?
47:21Dass sie ihren Bruder so hassen, dass sie auf ihn schießen.
47:24Das war ein Jagdunfall.
47:26Aber mein Bruder schafft es immer wieder, einen Mordversuch daraus zu machen.
47:30Sehe ich aus wie ein Mörder.
47:33Na, vielen Dank auch.
47:34Ich möchte nicht, dass du siehst, wenn sie mich möglicherweise anführen.
47:39Okay.
47:40Gut, dann rufst du mich in der Prozesspause an.
47:44Und natürlich nach dem Prozess.
47:45Ja, das tue ich.
47:46Mich auch.
47:47Ich weiß gar nicht, ob ich so viel Zeit habe.
47:50Guck mal hier.
47:53Ist das ein Haarriss?
47:55Ja.
47:55So können wir das Rad unmöglich präsentieren.
47:57Aber ich habe Rückmeldungen von fünf Rennstellen.
48:00Die wollen alle das Rad in Basel testen.
48:02Wie sei, die Messe ist in einer Woche.
48:03Bis dahin kriegen wir den Schaden kaum geregelt.
48:05скор ist nur Schwierigkeiten.
48:06Super auf jeden Fall.
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