00:01Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran geht weiter.
00:05Ein Ende ist nicht absehbar, seit die ersten Angriffe auf Teheran am Samstag begonnen haben.
00:10Der Konflikt hat sich inzwischen auf die gesamte Region ausgeweitet.
00:14Der Iran reagierte mit eigenen Luftangriffen im Nahen Osten.
00:18Auch Israel greift weiterhin Ziele der Hezbollah im Libanon an.
00:21Tel Aviv bezeichnete die Attacken als Vergeltung für die frühere Beteiligung der Gruppe.
00:26Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus nannte US-Präsident Donald Trump die wichtigsten Ziele des Krieges.
00:32US-Streitkräfte wollten Irans Raketenfähigkeiten zerstören, die Marinekapazitäten des Landes ausschalten und verhindern, dass Teheran eine Atomwaffe erlangt.
00:41Weitere Kriegsziele seien sicherzustellen, dass das iranische Regime keine Milizen und bewaffneten Gruppen außerhalb seiner Grenzen mehr finanzieren könne.
00:50Trump sagte außerdem, die US-Angriffe hätten bereits erheblichen Schaden angerichtet.
01:07Trump fügte hinzu, die USA legen bei der Erreichung ihrer Kriegsziele sogar vor dem Zeitplan.
01:13Zugleich betonte er, das US-Militär könne so lange weiterkämpfen, wie es nötig sei.
01:40Der US-Präsident behauptete zudem, das iranische Raketenprogramm tiene als Tarnung für die geheime Entwicklung von Atomwaffen.
01:48Teheran schlug unterdessen einen trotzigen Ton an.
01:50Der Iran warnte, die Vereinigten Staaten würden bei weiteren Angriffen, Zitat, nicht mehr sicher sein.
02:00Eine unbemannte Drohne ist auf die britische Militärbasis Akrotiri auf Zypern gestürzt.
02:06Es gab nach offiziellen Angaben nur geringfügige Sachschäden.
02:10Verletzte wurden nicht gemeldet.
02:12Die zyprische Regierung bestätigte den Vorfall.
02:14Der nationale Sicherheitsrat tagt in einer Dauersitzung.
02:55Auch das britische Verteidigungsministerium bestätigte den Vorfall.
03:00Der Schutz der Truppen in der Region habe höchste Priorität.
03:04Der Stützpunkt habe Maßnahmen ergriffen, um das Personal zu schützen.
03:08RAF Akrotiri ist britisches Hoheitsgebiet in der Nähe von Limassol.
03:12Großbritannien hat die Schutzmaßnahmen in der Region zuletzt verstärkt, unter anderem mit zusätzlichen Abwehrsystemen und Radar.
03:19Das zuständige Basiskommando teilte mit, dass als Vorsichtsmaßnahmen nicht zwingend benötigtes Personal vorübergehend abgezogen werden soll.
03:27Der Vorfall ereignete sich in einer Phase erhöhter Spannungen im Nahen Osten.
03:32Die britische Regierung hat angekündigt, den USA die Nutzung britischer Stützpunkte für Abwehrmaßnahmen gegen iranische Raketen und Abschussrampen zu erlauben.
03:40Premierminister Kirstama sagte, Großbritannien habe sich nicht an den ersten Angriffen gegen den Iran beteiligt und werde sich auch nicht
03:47an Offensivmaßnahmen beteiligen.
03:54Der kroatische Ministerpräsident Andrei Plenkovic betonte am Montag, dass die Position der Europäischen Union zu den Ereignissen im Nahen Osten
04:03sehr klar und einheitlich sei.
04:19Die EU-Außenbeauftragte Kaya Callas erklärte, dass die EU alle notwendigen Schritte unternimmt, um die Sicherheit der EU-Bürger im
04:27Nahen Osten zu gewährleisten.
04:29Sie warnte, dass eine weitere Eskalation die Region gefährden könnte.
04:33Spanien und Slowenien warnten vor einer Zuspitzung, wobei insbesondere Madrid die amerikanisch-israelischen Angriffe auf den Iran am Samstag verurteilte.
04:42Plenkovic verteidigte die Führung Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens in dieser Frage.
04:59Deutschland, Frankreich und Großbritannien veröffentlichten eine gemeinsame Erklärung und warnten vor defensiven Maßnahmen gegen den Iran.
05:12Frankreichs Präsident hat bei seiner Rede auf einer U-Boot-Basis in der Britannien seine nukleare Verteidigungsstrategie vorgestellt.
05:20Emmanuel Macron will die Zahl der Atomsprengköpfe seines Landes aufstocken.
05:24Aus dem Umfeld des Präsidenten verlautete, die Rede sei keine Reaktion auf den Krieg in Iran.
05:30Macron will bei der nuklearen Abschreckung mit den europäischen Partnern, darunter auch mit Deutschland, zusammenarbeiten.
05:37Nous devons renforcer notre dissuasion nucléaire face à la combinaison des menaces
05:41et nous devons penser notre stratégie de dissuasion dans la profondeur du continent européen,
05:48dans le plein respect de notre souveraineté, avec la mise en place progressive de ce que j'appellerai une dissuasion
05:56avancée.
06:00Frankreich verfügt laut Zahlen des Stockholmer Friedensforschungsinstituts überschätzungsweise 290 Atomsprengköpfe.
06:08Macron sagte nicht, um wie viel er das Arsenal aufstocken will.
06:12Er werde dazu auch in Zukunft keine Angaben machen.
06:16Bundeskanzler Merz betonte die konventionelle deutsche Beteiligung an französischen Nuklearübungen.
06:24Noch in diesem Jahr wollen Deutschland und Frankreich konkrete Schritte gehen und eine nukleare Steuerungsgruppe einsetzen.
06:34Präsident Macron unterstrich aber auch die nationalen Interessen Frankreichs
06:39und dass er die endgültige Entscheidung über einen Atomschlag nicht teilen werde.
06:49Die europäischen Gaspreise sind um bis zu 45 Prozent gestiegen und haben 46 Euro pro Megawattstunde erreicht,
06:57nachdem Qatar seine Produktion von LNG-Gas gestoppt hat.
07:02Zuvor hatte es iranische Luftangriffe auf die riesigen Northfield-Anlagen von Qatar Energy gegeben.
07:09Die globalen Energietransporte sind dadurch bedroht, dass Teheran die Straße von Hormuz blockieren könnte.
07:16Über diesen Schifffahrtsweg werden 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung transportiert.
07:22Experten warnen, dass die Meerenge zwar in der modernen Geschichte noch nie vollständig gesperrt wurde,
07:28aktuelle Satellitendaten zeigen aber, dass der Tankerverkehr praktisch zum Erliegen gekommen ist.
07:34Seit der Abkehr von russischer Energie bezieht Europa bis zu 14 Prozent seiner LNG-Importe aus Katar.
07:43Die Gasvorräte der EU liegen am Ende des Winters unter 30 Prozent.
07:47In Deutschland und Frankreich sind die Reserven sogar auf 20 Prozent gesunken.
07:56Die Verteidigungsministerinnen und Minister der sogenannten E5-Gruppe haben bei ihrem Treffen in Krakau am Freitag
08:02die Zusammenarbeit zur Entwicklung und Beschaffung kostengünstigerer Drohnenabwehrsysteme vereinbart.
08:08Zu den E5 gehören Deutschland, Polen, Frankreich, Italien und Großbritannien.
08:13Die Länder, die die höchsten Militärausgaben in Europa repräsentieren.
08:16Bei dem Treffen waren auch die EU-Außenbeauftragte und die NATO-Vize-Generalsekretären dabei.
08:21Online war der ukrainische Verteidigungsminister zugeschaltet, der als Drohnenspezialist gilt.
08:26Die Abwehr der Drohnen, häufig Billigdrohnen, die vermutlich aus Russland immer wieder in europäischen Luftraum eindringen,
08:33mit bestehenden Systemen wie Kampfjets ist teuer.
08:36Bei der neuen Vereinbarung geht es um die gemeinsame Entwicklung, kostengünstige Produktion
08:40und gemeinsamen Kauf von Drohnenabwehrsystemen in Europa.
08:44Weitere Themen bei dem Treffen waren die Unterstützung der Ukraine,
08:47generell die Entwicklung der Rüstungsindustrie und der Produktionskapazitäten,
08:51die Stärkung der Einsatzbereitschaft und die Bekämpfung hybrider Bedrohungen.
08:58Bilder vom internationalen Flughafen Nicosia.
09:02Im Juli 1974 kam hier mit dem Angriff der Türkei auf die Republik Zypern alles zum Stillstand.
09:10Das letzte gelandete Flugzeug der Cyprus Airways wurde zurückgelassen,
09:14wo einst das Herz der Luftfahrt der Insel schlug.
09:18Mehr als fünf Jahrzehnte später betrat 2023 eine Gruppe griechischer und türkischer Zyprioten den Airport,
09:25der heute in der Pufferzone der Vereinten Nationen liegt.
09:29Allen voran Alexis Sophocleus.
09:35Die Gruppe hob einen Schatz, hunderte Dokumente, Flugpläne und Archive von Cyprus Airways,
09:42kulturelles Erbe der heute geteilten Insel.
09:4552 Jahre nach Schließung des Flughafens will die Bürgerinitiative auch ein altes Flugzeug restaurieren,
09:52um es in ein interaktives Museum zu verwandeln.
09:56Alexis Sophocleus und seine Mitstreiter haben sich die Unterstützung diplomatischer Vertretungen
10:02und internationaler Organisationen zum Schutz des kulturellen Erbes Zyperns gesichert.
10:11Sie sammeln Online-Unterschriften und sind bereit, das Museum im Flugzeug zu betreiben,
10:17sobald die Genehmigung der Vereinten Nationen vorliegt.
10:21Das Museum soll auf einer geteilten Insel allen Zyprioten gehören
10:26und zu einem greifbaren Beispiel für Frieden, Respekt und Solidarität werden.
10:35Und so könnte es in Zukunft einmal aussehen.
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