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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00:02Toller Ausflug. Boah, welcher Idiot hat bitte schon das Wandern erfunden?
00:00:08Das weiß ich zufällig. Als erster historisch dokumentierter zweckfreier Wanderer gilt Francesco Petrarca,
00:00:17der... jetzt weiß ich nicht mehr genau, in welchem Jahrhundert das war, aber ich tippe mal auf das 14.
00:00:21Auf jeden Fall bestieg der gemeinsam mit seinem Bruder irgend so einen italienischen Berg, dessen Namen ich als Gläude auch
00:00:29vergessen habe.
00:00:58Ja?
00:01:01Mama, bist du soweit?
00:01:03Ich schätze noch fünf Minuten, dann habe ich fertig gepackt.
00:01:05Fein.
00:01:07Und? Freust du dich auf deine Mama und deinen kleinen Bruder? Hast ja lange genug auf sie verzichten müssen.
00:01:13Oh, bitte.
00:01:21Ja, was ist denn los?
00:01:24Ich freue mich wirklich auf Mama und Jakob. Aber ich werde dich dann ganz doll vermissen.
00:01:31Mäuselchen.
00:01:33Ich werde dich auch ganz doll vermissen.
00:01:37Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass ich dich jetzt nie wieder sehe.
00:01:41Nie wieder? Wir erzählten so einen Quatsch. Natürlich sehen wir uns wieder.
00:01:45Wirklich?
00:01:47Du hast meine Telefonnummer, ich habe deine Telefonnummer. Wo ist das Problem?
00:01:52Groß ist gerade der Antwort.
00:01:58Quatsch. Nie wieder.
00:02:30Dolla, nochmal. Hier.
00:02:33Hey, da oben. Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt, das Auto von Saras Mutter ist gerade vorgefahren.
00:02:39Mama und Jakob sind da.
00:02:40Na, dann lauf. Ich versuche deinen schwangeren Koffer alleine zuzukriegen.
00:02:44Danke.
00:02:45Na, bitte.
00:02:52Mama, ich kann das selber. Du musst mir nicht helfen. Ich bin gesund.
00:02:56Ich weiß.
00:02:57Mama, Jakob.
00:03:01Ich kann dich vermisst.
00:03:03Halt dich auf.
00:03:04Da.
00:03:04Jetzt da.
00:03:06Sarah!
00:03:07Du bist ja endlich wieder.
00:03:10Du siehst wieder richtig gesund aus.
00:03:11Ich kann rennen, ich kann springen, ich kann alles.
00:03:13Soll ich dir zeigen?
00:03:14Klar.
00:03:15Zeig's mir.
00:03:21Kann ich dich doch fangen?
00:03:22Ja.
00:03:23Du wirst mich nicht erwischen.
00:03:24Das werden wir noch sehen.
00:03:30Ich dachte, ich krieg das Ding gar nicht mit.
00:03:35Das musst du dir ansehen. Ich hab seit zwei Minuten Dauer Gänsehaut.
00:03:52Sarah, Jakob, guck mal, wer da ist.
00:03:54Guten Morgen.
00:03:56Ja, wir haben richtig leckeres Frühstück vorbereitet.
00:03:59Gestern war ich und kann ich ja extra dafür noch einkaufen.
00:04:01Na, wer hat den größten Hunger von euch?
00:04:03Ich.
00:04:03Nein, ich. Nein, ich.
00:04:05Dann zu mir.
00:04:07Oh, oh.
00:04:15Servus.
00:04:16Servus.
00:04:16Moin.
00:04:18Ach, wenigstens schwitzt man hier nicht so.
00:04:21Hier ist ein bisschen schattiger, hm?
00:04:23Hier ist trotzdem heiß.
00:04:25Magst du was trinken?
00:04:26Nein, danke.
00:04:27Und du, Hayley?
00:04:29Ich muss aufs Klo.
00:04:31Typisch Mädchenblase.
00:04:33Gott, was ist denn das für ein doofer Spruch, Paul?
00:04:35Ja, Hayley, ich muss die ganze Zeit aufs Klo.
00:04:37Tja, weil deine Schwester halt auch viel mehr trinkt als du.
00:04:40Trinken ist wichtig, Paul.
00:04:42Besonders beim Bergwarnern, wenn es zu heiß ist.
00:04:47Und du, Hayley, hältst du es nicht mehr aus bis zur Hütte?
00:04:49Das sind noch ungefähr 30 Minuten.
00:04:51Nee, ich muss ganz dringend.
00:04:53Okay, dann drehen wir uns jetzt einfach um.
00:04:58Doch nicht hier mitten auf dem Weg, da kann doch jederzeit wer kommen.
00:05:02Hm, gut.
00:05:05Dann kraxel da mal ein Stück hoch und geh hinter die Büsche.
00:05:12Aber pass bitte auf, dass du nicht ausrutscht oder hinfällst.
00:05:18Nicht schauen?
00:05:23Ich weiß, ich wiederhole mich, aber ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie dankbar ich Ihnen
00:05:26für alles bin, Frau Baumann.
00:05:27Wenn ich ganz ehrlich bin, hat sich das für mich gar nicht wie Arbeit eingefühlt.
00:05:30Du machst es mir heute ins Herz gewachsen, ne?
00:05:32Du mir auch.
00:05:34Und Adrian, der ist fast nur mein großer Bruder.
00:05:37Nein, nicht fast.
00:05:38Er ist nur mein großer Bruder.
00:05:42Unsere Familie ist größer geworden.
00:05:43Und wenn Adrian jetzt mein neuer Bruder ist, dann ist er auch deiner.
00:05:46Oh, ich werde dir gleich rot.
00:05:48Hallo, großer Bruder.
00:05:49Hallo, kleiner Bruder.
00:05:52Ich habe sie selten so glücklich erlebt.
00:05:54Und ich bin sehr froh, dass sich das mit Stella Lamprecht so positiv entwickelt hat.
00:05:57Ja, das war keine einfache Zeit.
00:06:00Aber inzwischen sind Stella und ich richtig gute Freundinnen.
00:06:03Und es geht jetzt auch viel besser, seitdem sie mit ihren Brüdern bei ihrem Vater lebt.
00:06:08Ach so, und was ist mit ihrer Mama?
00:06:09Also, soweit ich weiß, hat die Mutter das Sorgerecht verloren, aber klagt schon wieder dagegen.
00:06:14Was für ein schreckliches Sinn und Herr für die Kinder.
00:06:17Soll ich noch einen Kaffee aufsetzen?
00:06:19Bäh.
00:06:20Schon fast halb zehn.
00:06:22Auch am Samstag ist aber die Arbeit im Stahlwärter trotzdem.
00:06:25Ich gehe dann nochmal ganz kurz meinen Rucksack holen.
00:06:27Danke für das tolle Überraschungswäsche, Frau Bomber.
00:06:29Wollen wir uns nicht duzen, jetzt wo wir beide adoptiert worden sind?
00:06:33Gerne, ich bin Maike.
00:06:34Katja.
00:06:36Gut.
00:06:38Gut.
00:06:41Gut.
00:06:57Gut.
00:07:15Gut.
00:07:17Was ist los?
00:07:17Hier liegt ein Mann.
00:07:19Ich weiß nicht, ob er tot ist.
00:07:21Wir kommen, Hayley.
00:07:22Laufkauen.
00:07:24Oh, Mann.
00:07:28Oh Gott.
00:07:30Ihr beiden geht jetzt bitte erst mal.
00:07:36Oh Gott.
00:07:40Hallo?
00:07:43Hören Sie mich?
00:07:45Oh Gott.
00:07:48Ich rufe Hilfe.
00:07:52Machen Sie mir keine Sorgen.
00:07:55Es kommt gleich jemand.
00:08:05Alles wird gut.
00:08:06Du hast gehört.
00:08:08Alles wird gut.
00:08:09Okay?
00:08:09Oma hat es gesagt.
00:08:10Ach, Hayley.
00:08:11Alles wird gut.
00:08:14Du hast dich schwer.
00:08:15Ich finde es leicht.
00:08:16Passt gut auf euch auf.
00:08:19Machen wir.
00:08:20Tschüss.
00:08:21Tschüss.
00:08:24Ach.
00:08:25Oma fürs Drücken.
00:08:29So.
00:08:30Tschüss.
00:08:31Tschüss.
00:08:32Tschüss.
00:08:33Tschau.
00:08:34Tschüss.
00:08:45Tschüss.
00:08:51Tschüss.
00:08:52Anschein.
00:08:53Ja.
00:08:56Tschüss.
00:08:57Tschüss.
00:08:58Tschüss.
00:09:00Tschüss.
00:09:00So, zurück zur Normalität.
00:09:02Normalität?
00:09:03Mit dir?
00:09:05Hey.
00:09:08Tschüss.
00:09:18Ja, Normalität. Ich bin zwar keine Ersatzmutter mehr, aber dafür schaffe ich vielleicht abends mal wieder ein Buch zu lesen.
00:09:24Mal stopp hier.
00:09:26Da haben wir also Zeit.
00:09:27Ja, haben wir. Obwohl du hast recht.
00:09:34Also ein Frühling lässt sich wirklich leben.
00:09:36Ja, wenn du dich jetzt hier offiziell anmeldest, dann wirst du der 1578. glückliche Einwohner.
00:09:46Wetten, das ist wieder irgendwas mit Sarah Sprenger und dass Katja nicht in die Arbeit kommen kann.
00:09:54Hallo. Soll ich Ihnen was sagen? Sie verpassen hier gerade ein super Frühstück.
00:10:01Ich sitze zusammen mit Arthur vor der Station.
00:10:05Ja, wenn Sie versuchen mich neidisch zu machen, muss ich Sie enttäuschen.
00:10:08Wir haben nämlich gerade hier ein super leckeres Abschiedsfrühstück und ich wollte nur fragen, ob ich ein bisschen später kommen
00:10:13kann.
00:10:14Abschiedsfrühstück? Heißt das, Sarah Sprenger ist wirklich weg?
00:10:17Ja, ein langes Kapitel geht glücklich zu Ende.
00:10:22Ich weiß, wie wichtig das alles war und trotzdem mache ich gerade drei Kreuzzeichen.
00:10:28Gerade jetzt, wo Lilly noch Urlaub hat.
00:10:30Ja, aber Ihre Stimmung ist doch ganz gut. Das heißt, Sie kann ein bisschen später kommen?
00:10:33Ja, bis jetzt ist hier ein ganz friedlicher Samstagmorgen. Ganz ohne Notfälle.
00:10:39Ja, dann hoffe ich mal, dass das so bleibt. Bis später, ja?
00:10:41Bis gleich.
00:10:43Alles klar. Komm.
00:10:55Er ist bei Bewusstsein, aber nicht ansprechbar. Hat er kein Leihpapier dabei? Nur ein Handy und Geldbeutel?
00:11:02Okay, verstehe, verstehe. Ihr habt also keinen Namen.
00:11:06Da war weder Personalausweis noch Führerschein drin.
00:11:09Gut, dann bringt es ihn runter.
00:11:11Dauert ungefähr eine Viertelstunde. Wir sind hier mitten im Gelände.
00:11:13Habt verstanden.
00:11:23Und Ihre Enkelin hat ihn gefunden?
00:11:25Ja, ja, das hat sie.
00:11:27Ich dachte, er ist tot.
00:11:33Nein, ist er nicht. Und du bist deine Retterin.
00:11:36Wenn du den nicht gefunden hättest, dann wäre vielleicht wirklich was Schlimmeres passiert.
00:11:41Seht ihr, Kinder? Es war wie Schicksal, dass wir heute wandern waren.
00:11:45Und, dass ich aufs Klo musste.
00:11:54Wenn du das so erzählst, werde ich richtig neidisch.
00:11:56Wie lange ist das her, dass ich so weit weg war?
00:11:58Ich bin stundenlang durch New York spaziert und hab alles nur so inhaliert.
00:12:02Ich hab alles gesehen.
00:12:03Aber es gab zwei Orte, die mich am meisten beeindruckt haben.
00:12:05Und das eine war das MoMA.
00:12:08Ich hab die Suppenlosen von Warhol gesehen.
00:12:12Faszinierend. Ich war gleich zweimal drin.
00:12:15Und das andere waren die Strawberry Fields im Central Park.
00:12:19Die Gedenkstätte für John Lennon.
00:12:21Ein Ort des Friedens.
00:12:24Das alles habe ich irgendwann in meinem Leben auch noch vor.
00:12:28Wenn sich hoffentlich Westein in den Staaten nicht allzu viel verändert hat
00:12:31und wir Europäer dann dort noch willkommen sind.
00:12:33Ja, aber jetzt wollen wir mal positiv denken,
00:12:35sonst müssten wir auf der Stelle verrückt werden.
00:12:37Rosen kippt.
00:12:43Gut, ich komme.
00:12:46Geht schon wieder los mit Volldampf.
00:12:48Verdacht auf ein Schädel-Hirntrauma.
00:12:51Ein verunfallter Mountainbiker.
00:12:54Na, wenigstens hat er gewartet,
00:12:56bis unsere beste Oberärztin aus der Neuro zurück aus dem Urlaub ist.
00:12:58Das höre ich gern.
00:13:01Na dann, bis heute Abend.
00:13:04Bis heute Abend.
00:13:05Und grüßt mir alle im KPD.
00:13:07Mach ich's.
00:13:32So kenne ich meinen Lieblingsmenschen.
00:13:34Ebenfalls Lieblingsmensch.
00:13:37Und wie geht's, Arthur?
00:13:39Arthur geht's gut hier.
00:13:40Und mir geht's gut mit ihm.
00:13:43Dass ich auf meine alten Tage noch mal so was wie eine Familie bekomme,
00:13:47das war wirklich das beste Geburtstagsgeschenk ever.
00:13:52Dann kann ich es Ihnen ja verraten.
00:13:53Ein Geheimnis.
00:13:54Ein Geheimnis?
00:13:56Adrian und ich, wir haben es auch getan.
00:13:58Wirklich?
00:13:58Jetzt Röhrchen gespuckt und ab in die Post.
00:14:01Wirklich?
00:14:02Na, bin ich ja mal gespannt,
00:14:03ob das bei Ihnen auch so erfolgreich ist wie bei mir.
00:14:05Ja, ich bin auch neugierig, ob ich noch irgendwo Verwandte habe.
00:14:26Wir haben gerade ein CT bei Ihnen gemacht.
00:14:29Als er aufgefunden wurde, war er wohl kurzzeitig ohne Bewusstsein.
00:14:32Hier kam er aber schon voll orientiert wieder an.
00:14:34Gut, Bild?
00:14:36Ja, das Labor kümmert sich schon.
00:14:37Haben wir schon einen Namen?
00:14:39Friedel Gottwald.
00:14:40Er hatte zwar keine Papiere bei sich,
00:14:42aber er konnte uns trotzdem sofort sagen, wie er heißt.
00:14:44Auch was mit ihm passiert ist?
00:14:46Daran kann er sich nicht mehr erinnern.
00:14:47Er weiß auch nicht mehr, dass er mit seinem Mountainbike unterwegs war
00:14:50und dass er gestürzt ist.
00:14:53Gottwald?
00:14:54Gottwald.
00:14:57Grüße Sie, Herr Gottwald.
00:14:59Mein Name ist Dr. Rosenkind.
00:15:00Ich bin hier Oberärztin und für Sie zuständig.
00:15:03Ich heiße Sie herzlich willkommen in der Klinik am See.
00:15:07Wie geht es Ihnen denn?
00:15:08Ich kann mich an nichts mehr erinnern.
00:15:10Angeblich war ich mit dem Fahrrad unterwegs.
00:15:12Also zumindest hat man mir das erzählt.
00:15:14Ja, wie Sie fragen, ob Sie Vorerkrankungen haben
00:15:16oder irgendwelche Medikamente einnehmen?
00:15:19Nein, nichts.
00:15:21Und wissen Sie auch noch, was Sie gestern gemacht haben?
00:15:24Ja.
00:15:25Ich war bei meiner Mutter zum Mittagessen
00:15:26und dann habe ich meine Freunde getroffen.
00:15:28Ich kann mich auch noch an deren Namen erinnern.
00:15:30Max, Stefan und Jürgen.
00:15:32Wir hingen zusammen ab und haben uns unterhalten.
00:15:34Gut.
00:15:36Dann warte ich jetzt mal wieder auf das CT und das Blutbild.
00:15:39Außerdem werde ich noch einige Untersuchungen vornehmen,
00:15:42um die Hirnnaffunktion zu überprüfen,
00:15:44die Muskeleigenreflexe sowie eventuell
00:15:50dis funktionalis neurologicus.
00:15:53Also eigentlich geht es mir schon wieder ganz okay.
00:15:55Ich kann mich halt nur nicht an den Sturz erinnern.
00:15:58Wissen Sie, wenn äußere Gewalt auf den Kopf einwerkt,
00:16:02so wie bei Ihnen,
00:16:03dann kann das durchaus zu einem Schädel-Hirn-Trauma führen.
00:16:08Gibt es denn irgendjemand aus der Verwandtschaft oder Freunde,
00:16:11die wir in Kenntnis setzen sollen?
00:16:12Ja, klar, meine Mutter.
00:16:14Haben wir schon die Nummer von hier?
00:16:15Äh, nein.
00:16:17Die kann ich Ihnen sagen.
00:16:19Wird merken, Sven.
00:16:22Ich habe überhaupt keine Nummer in meinem Kopf.
00:16:25Ihr verlässt mich komplett auf die Technik.
00:16:29Wir sehen uns dann gleich wieder.
00:16:31Sie bereiten alles vor?
00:16:33Ja.
00:16:35Gut, dann bräuchte ich noch die Nummer der Mutter, bitte.
00:16:40Wenn Sie sich das aussuchen könnten.
00:16:43Mit wem wären Sie gerne verwandt?
00:16:46Weltweit.
00:16:47Irgendjemand, von dem Sie gehört haben,
00:16:48den Sie aber natürlich nicht kennen.
00:16:51Ha.
00:16:52Sie stehen ja Fragen.
00:16:54Darüber habe ich, ehrlich gesagt, noch nie nachgedacht.
00:16:58Aber im Nachhinein bin ich ganz froh,
00:17:00dass es Arthur war.
00:17:01Und Sie?
00:17:05Also, ich könnte Ihnen jetzt irgendwelche Prominenten nennen,
00:17:09irgendeinen Rockstar oder Schauspieler,
00:17:11aber darum geht es mir gar nicht.
00:17:13Ich glaube, ich würde mir jemanden aussuchen,
00:17:16der eine fette Hotelkette hat.
00:17:18Und da würde ich mich schön jedes Jahr einladen lassen
00:17:20und so die ganze Welt bereisen.
00:17:23Ernst?
00:17:24Hm?
00:17:24Als ich das letzte Mal beim Zahnarzt war,
00:17:26da habe ich in so einem Lifestyle-Magazin,
00:17:29da habe ich gelesen,
00:17:30dass diese Donatella Versace,
00:17:32also die mit dem Modeimperium,
00:17:34dass die ein Hotel in Dubai besitzt.
00:17:37Also, Katja Versace oder noch besser Katja Hilton.
00:17:42Haben Sie gerade Donatella gesagt?
00:17:44Die heißt Donatella Versace.
00:17:47Ach, aber eben Urlaub denken, Arbeit.
00:17:52Dorfhelferstation, Katja Baumann, hallo.
00:17:57Hallo.
00:18:00Hallo.
00:18:06Hm, aufgelegt oder verwählt.
00:18:10Du wolltest doch mit dir sprechen.
00:18:12Ich habe dir extra die Nummer gegeben.
00:18:13Warum legst du jetzt einfach wieder auf?
00:18:16Ich kann es nicht.
00:18:18Meine Eltern werden stinksauer.
00:18:19Ach, deine Eltern sind doch jetzt schon stinksauer,
00:18:21weil du schwanger bist aber.
00:18:23Und du wolltest jemanden, der dir hilft,
00:18:25dich unterstützt.
00:18:27Katja hat Greta und mir auch geholfen,
00:18:29als wenn ich mir weiter wüsste,
00:18:30weil Mama sich alle möglichen Tabletten eingeworfen hat.
00:18:33Auf was wartest du also noch?
00:18:35Ich weiß es nicht.
00:18:37Vielleicht ruf ich sie auch noch an.
00:18:39Aber nicht jetzt.
00:18:52Das ist Trixi.
00:18:54Hallo, Trixi.
00:18:56Na, wie geht's dir?
00:18:57Hey, Katja.
00:18:58Ja, wenn ich ehrlich bin, nicht so gut.
00:19:02Eher ziemlich beschissen.
00:19:04Deswegen rufe ich dich auch an.
00:19:06Die Kinder schlafen gerade.
00:19:08Was ist denn los?
00:19:13Mark kommt morgen nach Hause.
00:19:18Oh Gott, ich habe einfach solche Angst,
00:19:20dass alles aufliegt und das Mark mich dann verlässt.
00:19:26Ist was passiert?
00:19:28Nein.
00:19:31Aber was ist, wenn Fabianski doch nicht seinen Mund hält?
00:19:34Katja, ich kann Tag und Nacht an nichts anderes mehr denken.
00:19:38Also hör zu, ich habe hier zwar noch ein bisschen zu tun,
00:19:41aber danach könnte ich zu dir kommen
00:19:42und dann können wir reden, okay?
00:19:44Echt?
00:19:45Du, das wäre großartig.
00:19:46Also bis später.
00:19:47Bis dann, Katja.
00:20:01Nein.
00:20:02Was nein?
00:20:03Ich habe noch mal nachgedacht.
00:20:06Das würden Sie nie übers Herd bringen.
00:20:09Die Frühlingsfamilie zu verlassen,
00:20:10nur um weltweit irgendwelche Hotels zu besuchen?
00:20:15Nie im Leben.
00:20:17Sehen Sie sich da mal nicht so sicher.
00:20:18Das geht ganz schnell.
00:20:21Es ist immer schön lieb sein.
00:20:24Gut.
00:20:45Ihr Befund ist völlig unauffällig.
00:20:48Sie hat ein riesengroßes Glück.
00:20:51Trotzdem,
00:20:52möchte ich Sie noch gern für 24 Stunden zur Beobachtung hier behalten,
00:20:57weil...
00:20:57Weil sich einige Symptome erst nach einer zeitlichen Verzögerung einstellen.
00:21:01Das sagten Sie mir ja bereits.
00:21:06Hat sich Ihre Frau Mutter gemeldet?
00:21:08Leider nicht.
00:21:10Aber Ihr Handy haben Sie schon zurückbekommen.
00:21:12Irgendwer hat erzählt,
00:21:14das Handy war der einzige Gegenstand,
00:21:17den Sie bei sich hatten.
00:21:18Ein Handy?
00:21:19Was ist das?
00:21:24Ja.
00:21:27Manchmal wünsche ich mir auch nicht mehr zu wissen,
00:21:29dass diese ewig bimmernden Gereitschaften überhaupt existieren.
00:21:37Herr Goldwald,
00:21:38gute und geruhsame Besserung.
00:21:42Danke.
00:21:56Chefin,
00:21:57warten Sie mal bitte kurz.
00:21:59Ich brauche dann mal Ihre Unterstützung.
00:22:01Gerne.
00:22:02Dieser neue Patient,
00:22:03Friedel Gottwald.
00:22:04Ja, ich komme gerade aus seinem Zimmer.
00:22:06Der macht schon wieder Witze.
00:22:07Ja, er hat mich doch gebeten,
00:22:08dass ich seine Mutter kontaktieren soll.
00:22:10Ja, genau.
00:22:11Ja, ich habe mir die Nummer geben lassen,
00:22:13habe dort angerufen.
00:22:14Problem war,
00:22:15kein Anschluss unter der Nummer.
00:22:17Ja, dann hat er sich vielleicht vertan.
00:22:18Ein Zahlendreher oder sowas.
00:22:20Ja, das habe ich im ersten Moment auch gedacht.
00:22:22Aber dann habe ich mir nochmal die Nummer von ihm geben lassen,
00:22:24und es war exakt dieselbe.
00:22:26Also habe ich mir von ihm den Namen seiner Mutter geben lassen.
00:22:28Irene Gottwald.
00:22:30Ich habe da ein bisschen recherchiert und erfahren,
00:22:32dass Irene Gottwald vor 14 Jahren gestorben ist.
00:22:38Sein Handy?
00:22:39Hat er da schon zurückbekommen?
00:22:41Nee, ich glaube nicht.
00:22:44Als ich es gerade erwähnte,
00:22:45da machte der ein Gesicht,
00:22:46als hätte ich ihn gefragt,
00:22:48wo er sein fliegendes Auto geparkt hat.
00:22:51Und ich dachte,
00:22:52der macht einen Witze.
00:22:54Das klingt nach einer dissoziativen Amnesie.
00:22:58Korrekt.
00:23:28Das ist ein Gesicht.
00:23:31Na?
00:23:32Voll lieb, dass du kommst.
00:23:34Gerne.
00:23:36Und?
00:23:36Wo sind die Kids?
00:23:37Die schlafen noch.
00:23:38Aber bestimmt nicht mehr lange.
00:23:41Lass uns die ruhige Zeit schnell nutzen.
00:23:46Willst du was trinken?
00:23:47Ja.
00:23:47Ein Glas Wasser.
00:23:48Still oder mit Sprudel?
00:23:50Ist mir egal.
00:23:51Ich könnte ja eigentlich schon was Härteres vertragen.
00:23:54Aber ich schließe mich die natürlich brav an.
00:23:59Jetzt erzähl doch mal.
00:24:03Warum hast du so ne Angst, dass jemand was von der Nacht mit André erfährt?
00:24:08André, sorry, ich vergesse mal wie intim ihr beide seid.
00:24:12Für mich ist und bleibt er Dr. Fabianski.
00:24:16Wir sind nicht intim, wir sind befreundet.
00:24:20Nenn's wie du willst.
00:24:21Jedenfalls kennst du ihn besser als ich.
00:24:25Ich meine, ich war einmal mit ihm im Bett
00:24:27und das Ergebnis hält gerade ein Stockwerk höher seinen Mittagsschlaf.
00:24:33Trixi, das ist wirklich alles nicht leicht für mich.
00:24:36Und trotzdem habe ich dir gesagt, von mir erfährt niemand etwas.
00:24:41Ja.
00:24:42Aber du hast auch gesagt, dass das eine ganz fiese Nummer von mir ist.
00:24:45Und dass du ein schlechtes Gewissen nachgegenüber hast.
00:24:49Ja, ist es auch.
00:24:51Und trotzdem, ich hab's dir versprochen.
00:24:54Ja.
00:24:55Aber du hast ja auch recht, Katja.
00:24:58Irgendwann muss ich's Marc gestehen, sonst zerfrisst's mich.
00:25:03Aber nur, wenn's 100% ist.
00:25:07Ich denke, du bist dir sicher.
00:25:10Bin ich mir auch.
00:25:11Aber was, wenn das eine Prozent das Wunder ist und Marc doch der Vater ist?
00:25:16Dann würde ich natürlich kein Wort zu ihm sagen.
00:25:21Ja, und?
00:25:23Was heißt das jetzt genau?
00:25:26Dass ich deine Hilfe brauch, Katja.
00:25:28Bitte.
00:25:28Es ist so einfach.
00:25:33Trixi.
00:25:34Hier ist überhaupt nichts einfach.
00:25:37Wann datest du Fabiansky wieder?
00:25:39Och, daten.
00:25:41Wahrscheinlich kommt er heute Abend zu mir und wir kochen was zusammen.
00:25:44Perfekt.
00:25:45Dann bringst du mir einfach ein benutztes Glas von ihm mit.
00:25:48Oder die Gabel, mit der er gegessen hat.
00:25:50Halt irgendwas, mit dem er in Berührung gekommen ist.
00:25:52Wie jetzt?
00:25:55Du willst einen DNA-Test machen und benutzt mich als Lockvogel?
00:25:58Was heißt denn hier Lockvogel?
00:26:00Warum sagst du das jetzt so komisch?
00:26:02Trixi, das ist überhaupt nicht komisch.
00:26:06Nein, das ist es nicht.
00:26:11Aber Katja, wenn er wirklich nicht Karlchens Vater ist, dann wären wir doch alle fein raus, oder?
00:26:18Ich mein, du würdest dich doch auch viel besser fühlen, wenn du wüsstest, dass du kein Verhältnis mit jemandem anfängst,
00:26:23der eigentlich ein Kind mit mir hat, oder?
00:26:27Mami!
00:26:30Kommst du mit hoch?
00:26:33Kommst du mit hoch?
00:26:36Komm, Karlchen!
00:27:00Ich schon wieder.
00:27:06Herr Gottwald?
00:27:08Frau Dr. Fink, eine sehr geschätzte Kollegin, die Sie gerne kennenlernen will.
00:27:13Wie geht's Ihnen denn?
00:27:15Ich will mich ja nicht beschweren, aber warum mussten Sie mich ausgerechnet zu so einem älteren Herrn ins Zimmer legen?
00:27:23Mein Name ist Dr. Fink. Ich leite die psychosomatische Abteilung.
00:27:30Meine Psychologin, habe ich eine Gehirnblutung und Sie erklären mir jetzt gleich, dass ich nur noch eine Stunde zu leben
00:27:36habe?
00:27:37Nein, ich habe Ihnen nur schon gesagt, dass Sie körperlich sich keine Sorgen machen müssen.
00:27:42Ich mache mir aber Sorgen. Wo verdammt nochmals meine Mutter? Warum ist sie denn immer noch nicht da?
00:27:47Wenn Sie mir ein Telefon geben, dann rufe ich Sie eben selber an.
00:27:49Den Wunsch erfüllen wir Ihnen sehr gern. Wir sind uns sicher, dass das Ihr Handy ist. Sie hatten es während
00:27:55des Unfalls bei sich.
00:27:59Das gehört mir nicht. Was zum Teufel ist das? Ich habe so einen Teil noch nie gesehen. Kann man damit
00:28:08telefonieren?
00:28:10Können Sie mir das Ja sagen, in dem wir uns aktuell befinden, Herr Gottschalk?
00:28:14Gottwald! Wollen Sie mich auf den Arm nehmen?
00:28:17Nein, natürlich nicht.
00:28:20Warum benehmen Sie sich dann alle so komisch?
00:28:25Ich bin ja nicht doof. 1986. Wir haben den 16. August. Ich hatte vor drei Tagen Geburtstag und ja, anscheinend
00:28:33werden wir dieses verdammte Jahr wohl doch alle überleben.
00:28:37Warum sollten wir dieses verdammte Jahr denn nicht überleben?
00:28:39Also, nun muss ich mich über Sie beide wirklich wundern. Tschernobyl.
00:28:45Sind Sie jetzt auf den Kopf gefallen oder ich?
00:28:48Dass Helmut Kohl unser Bundeskanzler ist, das wissen Sie aber schon noch, oder?
00:28:54Darf ich Sie fragen, wie alt Sie sind?
00:28:5616.
00:28:59Herr Gottschalk, ich habe die Stärke...
00:29:00Gottwald! Können Sie sich das nicht endlich merken?
00:29:04Herr Gottwald!
00:29:06Wissen Sie, was eine Amnesie ist?
00:29:09Bitte was?
00:29:10Ein Gedächtnisverlust.
00:29:19Wir können Ihnen das erklären.
00:29:24Ach du Scheiße!
00:29:25Was machen Sie da?
00:29:27Bitte, Sie bleiben in Ihrem Bett.
00:29:30In Ihrem Bett?
00:29:32Herr Gottschalk, bitte lassen Sie uns doch erst sprechen, bevor Sie in den Spiegel schauen!
00:29:35Nein!
00:29:43Aaaaaah!
00:29:46Aaaaaah!
00:29:47Aaaaaah!
00:29:48Aaaaaah!
00:29:49Ach lieber Himmel, was ist denn da los?
00:29:52Ich will hier weg.
00:29:54Das ist alles ein Albtraum!
00:29:56Warten Sie!
00:29:57Ich geh zum Bahnhof nirgeln!
00:29:59Warten Sie!
00:30:00Jetzt bleiben Sie doch stehen!
00:30:43Ich verstehe schon, dass du dir dabei nicht gerade heldenhaft vorkommst. Aber hast du eine bessere Idee?
00:30:48Trixie, du ziehst mich da in eine Sache rein. Das ist nicht lustig.
00:30:51Ich weiß, Katja, ich weiß. Überlegst du es dir trotzdem?
00:30:58So, da muss ich ran.
00:31:03Ja, hallo?
00:31:04Katja, ich bin's, Stefanie. Wir brauchen Sie hier dringend.
00:31:08Ein Patient hat nach einem Unfall eine Amnesie erlitten und ist hier gerade völlig ausgerastet.
00:31:13Was heißt denn ausgerastet?
00:31:15Ihm fehlen einfach ein paar Jahrzehnte. Er glaubt, er ist immer noch im Jahr 1986.
00:31:201986. Wir mussten ihm gerade erklären, dass Helmut Kohl schon lange tot ist, dass die DDR nicht mehr existiert und
00:31:26dass wir gerade eine Pandemie überstanden haben.
00:31:31Oh mein Gott!
00:31:32Das waren auch meine Worte. Wir haben ihm jetzt was zur Beruhigung gegeben, nachdem wir ihn auf dem Parkplatz wieder
00:31:37eingesammelt hatten.
00:31:38Er hat die ganzen Autos angestarrt, als wären das UFOs.
00:31:41Das klingt ja wie im Film.
00:31:43Ja, Sie wissen doch, das Leben schreibt die verrücktesten Geschichten.
00:31:47Wir versuchen gerade rauszufinden, ob er verheiratet ist und Kinder hat.
00:31:50Aber ich bin sicher, dass wir hier dringend Unterstützung brauchen werden.
00:31:54Nicht nur für ihn, auch für seine Familie, falls er eine hat.
00:31:57Ich hab verstanden. Ich mach mich auf den Weg, ja?
00:32:00Sie sind mega, Katja. Danke.
00:32:02Ja, tschüss.
00:32:04Hab schon mitbekommen.
00:32:06Tut mir leid.
00:32:08Dass du jetzt los musst oder dass du mir nicht hilfst?
00:32:12Ich überleg's mir, okay?
00:32:18So, schön aufessen, ja?
00:32:20Tschüss.
00:32:21Bis bald.
00:32:24Ciao, ciao.
00:32:25Tschüss.
00:32:27Tschüss.
00:32:29Tschüss.
00:33:10Die veganen Gänsekollen, wie lange brauchen die noch?
00:33:12Die brauchen noch ungefähr sieben Minuten.
00:33:20Steig.
00:33:35Hat's Ihnen geschmeckt?
00:33:36Ja, danke.
00:33:38Dankeschön.
00:33:39Danke, es freut uns.
00:33:44Sorry, ich brauche noch drei Minuten.
00:33:45Alles klar, dankeschön.
00:33:56Jackie.
00:33:56Na, das nenn ich mal ein Wunder, dass du endlich rangehst.
00:34:00Wo zum Teufel steckst du?
00:34:02Ich bin in Bayern, aber ich kann Ihnen nicht mehr dazu sagen.
00:34:05Schon allein für deine eigene Sicherheit.
00:34:06Da bist du völlig durchgeknallt?
00:34:11Also, stimmt die Story, ja?
00:34:13Dass du die Klubkasse geklaut hast?
00:34:15Was heißt denn hier geklaut?
00:34:16Charlie hat mit Bianca geschlafen und noch dazu hat dieses fette Schwein haufenweise Spielschoten bei mir.
00:34:22Wenn dieses Arschloch bei dir irgendwann auftauchen sollte, dann sagst du ihm einfach, dass du schon lange keinen Kontakt mehr
00:34:28zu mir hast, okay?
00:34:30Das hätte das Arschloch aber nicht geglaubt.
00:34:33Du Weichei.
00:34:35Dafür hängst du doch viel zu sehr an deiner Schwester.
00:34:38Charlie, du lässt meine Schwester da raus.
00:34:41Sie hat damit nichts zu tun, okay?
00:34:42Hast du mich verstanden?
00:34:43Weißt du was?
00:34:45Wenn wir dich in Bayern gefunden haben, kann ich dir ja mal erzählen, was wir mit ihr gemacht haben.
00:34:53Ciao, Digga.
00:34:58Wenn du...
00:35:02Also, knuspriger werden die veganen Gänsekeulen nicht mehr, das ist aber kalt.
00:35:05Wo steckst du denn die ganze Zeit?
00:35:07Sorry, meine Schwester hat gerade angerufen.
00:35:10Ich wusste gar nicht, dass du eine Schwester hast.
00:35:12Ja, doch. Sie ist ein paar Jahre älter als ich.
00:35:15Und ist alles in Ordnung bei ihr?
00:35:17Alles in Ordnung.
00:35:18Danke.
00:35:28Dann sind sie.
00:35:30Zwei vegane Gänsekeulen.
00:35:33Das ist so schmecken, oder?
00:35:34Ja.
00:35:52Das ist so schmecken.
00:36:22Katja, gut, dass ich mir unten einen Kaffee geholt habe, sonst hätte ich dich glatt verpasst.
00:36:25Hey.
00:36:27Steht unser Abendessen heute noch?
00:36:30Eigentlich ja.
00:36:31Ich muss nochmal hoch zu Stefanie, das ist ein Notfall.
00:36:33Aber klar steht das noch.
00:36:34Ja, dann drücke ich uns beiden die Daumen.
00:36:36Ich freue mich.
00:36:36Ich freue mich auch.
00:36:49Kein Abbrechen, kein Blut aus Nase oder Ohren, kein Fieber.
00:36:53Der Patient artikuliert, präzise, orientiert, auf sein Sehvermögen, vollkommen intakt.
00:37:00Und trotzdem sind ganze Jahrzehnte aus seiner Erinnerung gelöscht.
00:37:03Ganz genau.
00:37:05Und deshalb muss Herr Gottwald nach seiner Entlassung unbedingt in ein unterstützendes Umfeld oder entsprechende Psychotherapie,
00:37:14damit er lernt, mit dieser immensen Herausforderung umzugehen,
00:37:18beziehungsweise überhaupt erst einmal weiterzuleben.
00:37:22Ja, oder er wacht in ein paar Tagen oder Wochen wieder auf und erinnert sich plötzlich an alles.
00:37:29Tja.
00:37:32Wir alle wissen, dass ein Gehirn das komplexeste Organ im menschlichen Körper ist
00:37:37und also es reine Spekulation wäre, momentan eine Prognose abzugeben.
00:37:45Hallo.
00:37:46Oh, Entschuldigung, ich wollte mich stören.
00:37:48Katja, nein, Sie stören überhaupt nicht.
00:37:49Kommen Sie doch rein.
00:37:50Das ist Dr. Rosenkind von der Neuro.
00:37:52Freut mich, Katja Baumann.
00:37:54Grüß Gott.
00:37:55Genau, ich habe dir bereits von ihr erzählt.
00:37:56Sie wird sich auch um Friedel Gottwald kümmern.
00:37:58Ja, dann haben wir ja jetzt alles besprochen.
00:38:00Ja, haben wir.
00:38:01Pass bitte auf, dass deine Urlaubserholung nicht gleich schwuppdiwupp wieder weg ist.
00:38:05Ich bin schon mal best.
00:38:07Bitte setzen Sie sich doch.
00:38:08Wollen Sie was trinken?
00:38:09Nein, nein, jetzt nichts.
00:38:11Wie geht es in unseren Patienten?
00:38:13Naja, rein körperlich scheint er wirklich großes Glück gehabt zu haben.
00:38:18Keine Blutungen im Bereich des Gehirns, er klagt nicht mal über Nackenschmerzen.
00:38:22Außer, dass ein paar Jahrzehnte aus seiner Erinnerung gelöscht sind.
00:38:27Ich traue mich das gar nicht zu fragen, aber könnte es nicht sein, dass der das alles spielt?
00:38:32Also wenn er das spielen würde, dann wäre es wirklich Oscar-Ralf.
00:38:35Ich habe ihn erlebt, wie er durch den Gang gerannt ist und aus dem Krankenhaus flüchten wollte.
00:38:52Ja, hat dein Gesicht gemacht, als wären das alles Raumschiffe aus einer anderen Galaxie.
00:38:57Guck davon, Isa!
00:39:09Ja, sofort wieder mit uns ins Krankenhaus zurück.
00:39:11Also, um es auf den Punkt zu bringen.
00:39:13Er ist allein da draußen aufgeschmissener als Crocodile Dundee in New York City.
00:39:21Also, er ist nicht verheiratet und hat keine Familie, die sich um ihn kümmert.
00:39:26Doch, durch die Polizei haben wir von einer Ehefrau und einem 22-jährigen Sohn erfahren.
00:39:31Ah, und?
00:39:32Ich habe mit der Frau am Telefon gesprochen.
00:39:34Sie sagt, sie lebt schon länger, getrennt von Friedel Gottwald.
00:39:38Dass sie keine zehn Pferde ins Krankenhaus bringen würde.
00:39:41Und, ähm, dass er auch mit dem Sohn heillos zerstritten ist.
00:39:47Das sind ja keine guten Voraussetzungen.
00:39:50Und daran kann er sich sicherlich auch nicht erinnern.
00:39:53Er konnte sich ja nicht mal erinnern, dass er beheiratet ist, geschweige denn, dass er einen Sohn hat.
00:39:57In seiner Wahrnehmung ist er ja selbst nicht viel älter.
00:40:00Das ist verrückt.
00:40:01Ja.
00:40:04Und, und er erinnert sich an niemanden von früher?
00:40:07Ja, ein paar Schulfreunde, aber die konnten wir bisher nicht finden.
00:40:10Seine Mutter ist verstorben.
00:40:12Das musste er auch erst mal verkraften.
00:40:17Aber, ja, es gibt eine Person, die er alles überstrahlt.
00:40:21Seine große Jugendliebe Lara.
00:40:25Er redet den ganzen Tag von ihr und will sie unbedingt sehen.
00:40:27Er hat, wie soll ich das sagen, regelrecht Liebeskummer.
00:40:31Gefühlsmäßig ist er ja noch im Jahr 1986.
00:40:34Ja, da müssen wir die finden.
00:40:38Lara ist seine Ehefrau.
00:40:41Was?
00:40:43Die Frau, mit der zusammen er einen Sohn hat.
00:40:46Und die ihn jetzt nicht sehen will.
00:40:49Okay.
00:40:50Okay.
00:40:52Ich weiß nicht.
00:40:53Ich weiß nicht.
00:40:54Aber.
00:40:56Aber.
00:41:19Ja, sei.
00:41:20Ja, sei.
00:41:28Hallo, Herr Pfarrer.
00:41:29Einen schönen Samstag Nachmittag noch.
00:42:05Mein Pasti, wie wär's, wenn du jetzt endlich einmal dein Geschäft verrichten gehst?
00:42:09Die Mama muss jetzt wirklich dringend ins Café zurück, gell?
00:42:14Schau, da ist dein Papa.
00:42:19Herr Pfarrer.
00:42:21Herr Pfarrer Windermeyer.
00:42:23Alles gut.
00:42:24Ist was passiert?
00:42:27Das ist nur mein Hut.
00:42:29Der ist ins Wasser gefallen.
00:42:31Warten Sie, ich helf Ihnen.
00:42:42Ich komm schon.
00:42:43Ich komm schon.
00:42:44Ich bin schon da.
00:42:46Ich bin schon da.
00:42:52Ich komme.
00:42:55Ui.
00:43:10Hallo.
00:43:16Ich suche einen Friedel Gottwald.
00:43:18Ich bin Katja Baumann.
00:43:27So.
00:43:29Ja.
00:43:31Ja, aber man hat mir schon gesagt, dass Sie herkommen werden.
00:43:33Ich weiß, das ist kein wirklicher Trost für Sie, aber ich verspreche Ihnen, ich werde
00:43:38alles mögliche unternehmen, um Ihnen zu helfen.
00:43:43Ich kann mich weder an dieses Ding hier erinnern noch an die Nummer, die ich eingeben soll.
00:43:51der PIN, haben Sie es mal mit Ihrem Geburtsdatum versucht?
00:44:02Oder wissen Sie das auch nicht mehr?
00:44:04Doch.
00:44:05Alles.
00:44:05Bis heute.
00:44:06Also bis 1986.
00:44:08Keine Ahnung, warum es genau hier aufhört.
00:44:13Ich weiß nicht genau, warum bis hier hin und danach ist da drin alles gelöscht.
00:44:18Aber mein Geburtstag ist der 5.
00:44:21Mai.
00:44:21Also 0505.
00:44:24Das haben vorhin schon das Pflegepersonal vorgeschlagen, aber es hat leider nicht funktioniert.
00:44:32Und das mit dem Geburtstag von Lara?
00:44:40Ja.
00:44:45Wir kamen uns unbesiegbar vor und wollten alles zusammen schaffen.
00:44:50Selbst wenn die Erde in die Luft fliegen würde.
00:44:53Und Sie halten es für sicher, dass der Grafitblock, in den die Brennstäbe eingebettet sind, brennt.
00:44:58In Moskau begrüße ich nun, wenn die Leitung...
00:45:02Und dann erfahre ich heute, dass ich Sie tatsächlich geheiratet habe.
00:45:06Und dass wir sogar zusammen einen Sohn bekommen haben.
00:45:15Jetzt frage ich mich natürlich, was zur Hölle ist in unserer Ehe schief gelaufen?
00:45:22Dass sie mich nach dem Unfall nicht mal mehr sehen will und...
00:45:25Was bin ich für ein Arschloch, dass mein eigener Sohn nicht herkommt, um zu fragen, wie es mir geht?
00:45:38Schneller, Herr Pader, schneller!
00:45:40Ja, ich probier's ja. Aber die Steine, die sind so spitz und das ist so rutschig da.
00:45:49Ja, wir hätten ja auch schon fast gewissen, aber wir geben nicht auf, okay?
00:45:53Nein, auf keinen Fall. Das ist mein Lieblingshut.
00:46:04Frau Dr. Schneiderhahn hat mir erzählt, dass Sie sich wünschen, dass ich mit Ihrer Frau oder Ex-Frau, ich weiß
00:46:11nicht, wie Sie sie nennen wollen, reden soll.
00:46:14Ja, ja, ja bitte. Das wäre sehr lieb. Das finde ich sehr gut. Ich kann Ihnen keine Adresse geben. Ich
00:46:21weiß nicht, wo wir wohnen. Ich weiß nicht, was ich gearbeitet habe. Es ist alles weg.
00:46:30Die Adresse hat mir Frau Dr. schon gegeben. Ich werde auch gleich danach da hinfahren.
00:46:38Wissen Sie denn das Geburtsdatum von Lara?
00:46:42Natürlich weiß ich das.
00:46:44Ja, wegen dem PIN. Viele Ehemänner nehmen nämlich das Geburtsdatum als PIN.
00:46:49Ja, das ist der 30. November.
00:46:513-0-1-1.
00:46:54Ja.
00:46:55Sollen Sie oder soll ich?
00:46:56Nee.
00:47:00Na dann.
00:47:07Wir sind drin.
00:47:15Ich komme!
00:47:15Um Himmelswind, Pfarrer!
00:47:18Ich komme!
00:47:30Nein!
00:47:32Erretens lieber meinen Hut!
00:47:35Ja, Freilich!
00:47:50Ich hab ihn!
00:47:51Ich hab ihn!
00:47:53Ich hab ihn!
00:47:55Ich hab ihn!
00:47:56Den Hut und Sie.
00:47:58Ja, danke.
00:48:01Danke.
00:48:05Jetzt brauchen wir beide was ganz dringend, was Trockens zum Anziehen.
00:48:12Meine Wohnung wird nicht weit entfernt.
00:48:14Und ich hab einen starken Film.
00:48:24So, wir können jetzt auf alle von Ihnen gespeicherten Daten zurückgreifen.
00:48:29Alle Nachrichten, alle Fotos, alle Videos.
00:48:35Moment, Moment.
00:48:36Ganz kurz, ich muss mal kurz durchatmen.
00:48:39Das ist alles noch ziemlich schwer für mich zu begreifen.
00:48:43Könnten Sie mir genau erklären, wie das funktionieren soll?
00:48:46Videos, Fotos auf diesem winzigen Ding da?
00:48:49Ja, da fragen Sie die Richtigen.
00:48:51In dem Fall bin ich auch nur Konsumierer und kein Programmierer.
00:48:54Aber ich kann Sie zu einem bringen, der kann Ihnen alles erklären.
00:48:59Faszinierend.
00:49:00Ich bin nämlich der Jahrgangsbeste in Mathe.
00:49:02Also ich war der Jahrgangsbeste damals.
00:49:06Also wir können jetzt Ihre SMSen, also den gesamten Chatverlauf.
00:49:10Chatverlauf?
00:49:11Das sind die Nachrichten, die Sie mit anderen geschrieben haben.
00:49:14Können wir jetzt öffnen, aber lesen sollten Sie allein.
00:49:18Das ist doch sehr persönlich, oder?
00:49:21Persönlich kann man nur sein, wenn man eine Persönlichkeit hat.
00:49:25Aber ich bin mir ja selber fremd.
00:49:28Also ich hab keine Geheimnisse.
00:49:32Ich würde das gerne mit Ihnen lesen.
00:49:35Wirklich?
00:49:35Ja.
00:49:37Dann machen wir das.
00:49:40Also.
00:49:42Dann schauen wir mal.
00:49:47Ist ja seltsam.
00:49:49Was?
00:49:51Ja, keine Nachrichten auf keiner Nummer.
00:49:56Vielleicht hab ich keine geschrieben.
00:49:58Auch keine Mail.
00:50:01Wir haben mal zu Fotos.
00:50:04Ja, das hab ich mir gedacht.
00:50:07Keine Fotos, keine Videos.
00:50:11Wenn Sie mich fragen, wurde Ihr Handy zurückgesetzt.
00:50:15Das bedeutet, dass Sie oder irgendjemand anderes alle Daten von Ihrem Handy gelöscht haben.
00:50:19Alle Bilder, alle Mails, alles.
00:50:22Also genau kann ich das jetzt nicht sagen.
00:50:23Vielleicht waren Sie ja auch oldschool unterwegs und haben das Handy wirklich nur zum Telefonieren genutzt.
00:50:29Keine Ahnung.
00:50:30Ich kann mich nicht erinnern.
00:50:32Und genau deswegen fahr ich jetzt zu Ihrer Frau.
00:50:35Vielleicht hat sie ja das Rätselslösung.
00:50:39Soll ich dann morgens vorbeikommen?
00:50:42Oder heute nochmal?
00:50:45Vielleicht wollen Sie ja nach dem Unfall und dem ganzen Stress zur Ruhe kommen.
00:50:48Zur Ruhe kommen? Wie soll das denn funktionieren?
00:50:51Ich fände es sehr schön, wenn Sie mit Lara, mit meinem Sohn herkommen würden.
00:51:00Es würde mir wirklich viel bedeuten, wenn Sie herkämen.
00:51:03Ich tue mein Bestes.
00:51:05Danke.
00:51:07Bis später.
00:51:07Später.
00:51:09Später.
00:51:21Und Sie wollen jetzt wirklich nicht noch schnell mit zu mir rauf und Ihre Sachen trocken führen?
00:51:26Danke, Frau Niedermain.
00:51:27Das ist wirklich schön nett von Ihnen.
00:51:28Aber ich bin ja jetzt auch gleich daheim.
00:51:32Aber Obacht, die nasse Hüte soll man ausschließlich bei Zimmertemperatur trocknen.
00:51:37Bei zu viel Hitze gehen die nämlich ein und einfach nicht auf die Heizung legen oder so.
00:51:44Ja.
00:51:45Gut, danke.
00:51:46Ich werde es beachten.
00:51:48Wiederschauen.
00:51:49Wiederschauen.
00:51:57Wiederschauen.
00:51:58So, Basti, komm.
00:52:00Dann sind wir beide, du und ich, heute Abend halt wieder einmal allein, gell?
00:52:10Jetzt komm.
00:52:19.
00:53:14Untertitelung des ZDF, 2020
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00:58:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:58:30Wann kann er sich erinnern?
00:58:32Naja, und wenn man ihm nichts Böses unterstellt, befindet er sich gerade laut seiner Aussage im August 1986.
00:58:40Ja, und da waren sie beide noch sehr happy.
00:58:43Und da er sich nicht erinnern kann, was alles danach passiert ist, ist er sehr unglücklich.
00:58:48Und er sagt, dass sie die Liebe seines Lebens sind.
00:58:57Ja. Dann kann er sich jetzt von Alex erzählen lassen, was alles in den letzten Jahren passiert ist.
00:59:01Danke, dass Sie gekommen sind. War schön, Sie kennengelernt zu haben.
00:59:05Tschüss.
00:59:06Ebenso. Tschüss.
00:59:50Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:00:09Er will nicht Tante Alex sehen, sondern dich. Das ist ja super.
01:00:12Bitte nennen Sie ihn nie wieder Tante Alex. Wir sind nicht mal blutsverwandt.
01:00:17Hast du damit gelauscht?
01:00:18Ja, wenn du es so nennen willst, dann habe ich gelauscht. Ich interessiere mich halt, wie es Papa geht.
01:00:22Ich habe es vergessen, was er uns alles angetan hat.
01:00:25Mama, er hatte einen Unfall und er kann sich an nichts erinnern.
01:00:29Onkel Stefan bezweifelt es, ja.
01:00:32Warum nennst du ihn denn jetzt Onkel Stefan? Das ist unser Hausarzt.
01:00:35Und generell, was sollen eigentlich diese ganzen Tanten- und Onkeltitel?
01:00:38Dass sie irgendwie unverdächtiger machen, dass sie nicht rafft, dass du auch seit Ewigkeiten auf ihr warst.
01:00:42Das gebe ich mir nicht mehr.
01:00:58Das ist die falsche Richtung.
01:01:00Falls du es vergessen hast, wir sind gleich bei dir zu Hause verabredet.
01:01:03Hast du deine Mailbox nicht abgehört?
01:01:06Ich hatte extra vorhin noch einen Espresso getrunken, um für heute Abend fit zu sein.
01:01:09Das hört sich jetzt gleich nach einem A-Bahn an.
01:01:12Aber ich habe hier einen Patienten mit Amnesie liegen.
01:01:15Er hat Probleme mit seiner Familie.
01:01:17Okay.
01:01:18Und bevor ich hier raus bin, das dauert eine Ewigkeit, dann wird es zu spät für den Abend.
01:01:22Nee, ich hatte es noch nicht abgehört.
01:01:24Können wir auf nächste Woche verschieben.
01:01:27Okay, dann gehe ich heute Abend einfach mit Madita ins Kino.
01:01:31Wir wollten eh schon länger mal wieder was zusammen unternehmen.
01:01:34Schön.
01:01:35Hatte Tochterabend.
01:01:37Nächste Woche, klar.
01:01:39Wie heißt es so schön?
01:01:39Vorfreude ist die Kunst, sich im Herzen zu freuen.
01:01:41Vorfreude, schönste Freude.
01:01:44Tut mir wirklich leid.
01:01:46Danke.
01:01:57Katja, wie war es? Erzählen Sie.
01:02:01Oh, nicht so positiv.
01:02:02Obwohl ich alles versucht habe.
01:02:06Frau Gottwald wird definitiv nicht hierher kommen.
01:02:09Ah, aber ich habe die Telefonnummer von einer Alex.
01:02:12Seine Affäre.
01:02:13Oh, ja, der liebe Fredl hat eine Affäre.
01:02:17Und die war nicht nur die beste Freundin seiner Frau, sondern auch die Patentante seines Sohnes.
01:02:21Ob er sie erkennt, keine Ahnung, aber ein Versuch ist es wert.
01:02:24Immer.
01:02:26Allerdings habe ich gerade gehört, dass er jetzt endlich eingeschlafen ist.
01:02:29Also wenn wir keine positiven Nachrichten haben, sollten wir ihn vielleicht nicht aufwecken.
01:02:33Na toll.
01:02:34Denn ich habe meine Verabredung mit Fabianski gar nicht absagen müssen.
01:02:37Fabianski?
01:02:38Äh, machen Sie es rückgängig?
01:02:40Rufen Sie ihn an?
01:02:41Nein.
01:02:42Das hin und her ist doof.
01:02:43Außerdem geht er mit seiner Tochter ins Kino.
01:02:46Habe ich halt ein Date mit meiner Couch.
01:02:47Oh ja, da haben wir was gemeinsam.
01:02:50Und was machen wir jetzt mit dieser Alex?
01:02:53Könnten Sie mir vielleicht den Kontakt weiterleiten?
01:02:55Dann würde ich das morgen früh gleich mit der zuständigen Psychologin besprechen.
01:02:59Und die kann sich mit der Frau unterhalten.
01:03:00Wird ja wahrscheinlich ohnehin schwer genug, wenn er sie nicht erkennt.
01:03:04Schrecklich.
01:03:05Dann wird es wohl besser sein, wenn ich morgen nochmal komme, oder?
01:03:07Unbedingt, bitte.
01:03:08Er wird morgen wahrscheinlich auch schon nicht lassen.
01:03:10Körperlich geht es ihm ja gut.
01:03:11Ah, okay.
01:03:11Wissen Sie, wo er wohnt?
01:03:13Im Hotel.
01:03:14Im Hotel?
01:03:15Ja, den beiden gehören irgendwelche Anteile da.
01:03:17Dann hat es zumindest keinen Sozialfall erwischt.
01:03:20Sie müssen mal deren Hauf sehen.
01:03:21Ah.
01:03:50Untertitelung des ZDF, 2020
01:04:21Untertitelung des ZDF, 2020
01:04:21Ich gehe glaube ich schon schlafen, ich bin ein bisschen müde von der Arbeit
01:04:24Gute Nacht
01:04:53Ernsthaft
01:04:55Läusl, es ist mir wirklich wurscht, das mit uns ist Geschichte
01:05:01Ich kann nur noch an dich denken, Tag und Nacht, ich denke nur noch an dich
01:05:06Aber Roberta, ich liebe dich
01:05:10Hallo!
01:05:10Na hallo Frau Rossi
01:05:12Und unsere Polizei ist heute auch schon aktiv
01:05:14Grüß Gott Herr Läusl
01:05:16Frau Niedermeyer
01:05:18Ein einziges Abendessen, Roberta
01:05:20Dann können wir die ganzen Missverständnisse, die es gab, ausräumen
01:05:22Ist das da hinten ein Mischbrot?
01:05:25Jawohl, und zwar mit exakt 75% Vollkorn, Mildinkelweizen
01:05:28Bio, Frau Rossi
01:05:30Okay
01:05:31Ich würde sogar diese, diese Paartherapie mit dir machen
01:05:34Das hast du immer gewollt
01:05:36Entschuldigung, ich komme später nochmal
01:05:40Ich auch
01:05:44Geh doch mit der Caroline in die Paartherapie
01:05:46Oder mit der Michelle oder der Tanja
01:05:49Oh, die Susi habe ich vergessen
01:05:53Oder die Anna
01:05:55Oh, viel Spaß mit der Svenja dann, gell?
01:06:20Und?
01:06:21Geht's?
01:06:22Ja
01:06:24Zuerst wollte ich die ganze Zeit hier raus
01:06:27Und jetzt würde ich am liebsten wieder umkehren und rein
01:06:29Ganz ruhig bleiben
01:06:30Tief durchatmen
01:06:32Ich bin so lange an ihrer Seite, wie sie mich brauchen
01:06:36Wir fahren jetzt erstmal in das Hotel, wo sie vor dem Unfall gewohnt haben
01:06:39Ich kenne das
01:06:40Ich bin mit dem Auto da
01:06:42Kommst du auch mit?
01:06:44Ich glaube, ich muss ehrlich gesagt erstmal
01:06:46Ich bin nochmal nach Hause zu meiner Mutter
01:06:48Sie war nicht gerade happy, als ich ihr erzählt habe
01:06:50Dass ich Papa im Krankenhaus besuchen will
01:06:52Verstehe
01:06:54Du glaubst wirklich, sie redet kein einziges Wort mehr mit mir?
01:07:02Tut mir echt leid, Papa
01:07:03Aber du hast wirklich eine Menge Mist gebaut
01:07:05Als du noch klar denken konntest
01:07:12Ich brauche einen Plattenspieler
01:07:15Wozu?
01:07:15Und drei alte Schallplatten
01:07:17Ich kann euch den Namen der Lieder sagen
01:07:23Äh, warte
01:07:26So, ja
01:07:28Gib einfach hier
01:07:30Den Namen von den Liedern ein, die du hören willst
01:07:44Ich kann euch schlecht zu Niklas sagen
01:07:45Du brichst ja täglich in Kontakt zu deinem Vater ab
01:07:47Und du besuchst ihn auf keinen Fall im Krankenhaus
01:07:49Der Wuner ist 22
01:07:52Ja, ich weiß
01:07:53Es hast du ja schon mehrmals gesagt
01:07:54Dass du diesen plötzlichen Gedächtnisverlust
01:07:56Stark anzweifelst als Mediziner
01:07:58Aber die Ärzte im Krankenhaus
01:08:00Die scheinen es anders zu sehen
01:08:06Hängnisvollen Tag geschehen war
01:08:07Als ihr Mann verunglückte
01:08:09Hör mir doch auf damit
01:08:11Du hast Geld unterschlagen, nicht ich
01:08:13Das kann die Polizei dann klären
01:08:15Ja, genau
01:08:16Immer drohen, Friedl
01:08:17Ja
01:08:18Du hast genauso Schuld an einem
01:08:19Du hast dich die ganze Zeit den Arschloch verhalten
01:08:21In deiner Wahrnehmung
01:08:22Da bin ich doch immer ständig an allem schuld
01:08:24Da habe ich keinen Bock mehr drauf
01:08:25Tschüss
01:08:26V!
01:08:28V!
01:08:37Ja
01:08:38V!
01:08:54V!
01:09:24Untertitelung des ZDF, 2020
01:09:29Er war wegen des Streits wohl aggressiver Bessagen.
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