00:00In weiten Teilen Ostfinlands ist das öffentliche Leben spürbar ruhiger geworden,
00:04seit das Land im Dezember 2023 seine Grenze zu Russland geschlossen hat.
00:09Helsinki wirft Moskau vor, einen hybriden Krieg zu führen
00:12und gezielt rund 1300 Migranten über die Grenze geschleust zu haben.
00:16Vorwürfe, die der Kreml zurückweist.
00:19Für zahlreiche Grenzregionen hatte die Entscheidung massive wirtschaftliche Folgen.
00:23In mehreren Orten kam das Geschäftsleben nahezu zum Erliegen.
00:27Viele kleine Cafés, Restaurants und Einzelhändler waren stark vom täglichen Grenzverkehr abhängig.
00:33Zu Spitzenzeiten überquerten fast zwei Millionen Menschen pro Jahr die Grenze nach Finnland.
00:37Heute bleibt dieser Zustrom vollständig aus.
00:40Zahlreiche Betriebe sahen sich gezwungen, ihre Öffnungszeiten zu verkürzen,
00:44Kosten deutlich zu senken und vor allem Personal abzubauen.
00:47Manche mussten ganz aufgeben.
00:49Während die Arbeitslosenquote in Finnland mit 10,2 Prozent bereits die höchste in der EU ist,
00:54liegt sie in einigen Grenzgemeinden deutlich darüber.
00:57In Tomajewi etwa beträgt sie 18,2 Prozent.
01:01Mehrere lokale Verantwortliche kritisieren,
01:04dass es nach der Grenzschließung nicht ausreichend staatliche Unterstützung gegeben habe,
01:08um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern.
01:10Dennoch halten viele die Entscheidung für notwendig,
01:12trotz der erheblichen Belastungen für die Region.
01:15Waiter....?
01:16Waiter.
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