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Neueste Forschungen zeigen, dass Bienenvölker nicht so homogen sind, wie man glaubt, sondern voller "Individuen" mit unterschiedlichen Aufgaben, Fähigkeiten und Vorlieben. Jede einzelne muss sich den Herausforderungen ihres Lebens stellen.
Neueste Forschungen zeigen, dass Bienenvölker nicht so homogen sind, wie man glaubt, sondern voller "Individuen" mit unterschiedlichen Aufgaben, Fähigkeiten und Vorlieben. Jede einzelne muss sich den Herausforderungen ihres Lebens stellen.
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KurzfilmeTranskript
00:00:00Musik
00:00:30Musik
00:01:00Man sagt, der Winter kann sehr schön sein.
00:01:25Ich weiß nicht, ob das stimmt, weil ich ihn noch nie gesehen habe.
00:01:30Aber ich kann ihn spüren, seine Stille, seine Kälte.
00:01:37Ich darf ihm nie begegnen, obwohl ich sogar seinen Namen trage.
00:01:43Ich bin eine Winterbiene.
00:01:47Seit Monaten harren wir aus.
00:01:51Hier drin.
00:01:54Zusammen.
00:01:57Wir halten einander warm.
00:02:00Ich wurde im Herbst geboren.
00:02:15In die Kälte hinein, ebenso wie meine Schwestern.
00:02:20Wir Winterbienen haben nur eine Aufgabe.
00:02:22Unser Volk über die lange, froststarre Zeit zu bringen, in der nichts für uns blüht.
00:02:32Es ist gut, die anderen zu spüren.
00:02:36Ihren Duft, ihre Wärme.
00:02:40Von Zeit zu Zeit darf sich jede von uns in der Mitte aufwärmen.
00:02:43Und dort, wo es am wärmsten ist, ist auch sie.
00:02:52Unsere Königin.
00:02:54Unsere Mutter.
00:03:01Ohne sie wären wir nicht hier.
00:03:03Und ohne uns wäre sie verloren.
00:03:05Die Kälte zehrt.
00:03:26Ich habe Hunger.
00:03:27Zum Glück haben wir Vorräte.
00:03:32Honig.
00:03:33Wenn es zu kalt ist, ist er hart und wir können ihn nicht trinken.
00:03:37Nur, wenn wir das Nest warm genug halten, fließt die süße Quelle.
00:03:41Wie das schmeckt.
00:03:56Nach Licht und Wärme und nach Blüten, die ich nie gesehen habe.
00:04:00Unsere Sommerschwestern haben den Honig für uns gemacht, als es warm war und die Welt leuchtete.
00:04:25Ich war noch nie da draußen, um Nektar zu sammeln.
00:04:30Wir Winterbienen verbringen fast unser ganzes Leben im Stock.
00:04:46Harren aus, bis es soweit ist.
00:04:49Die Königin spürt als erste, wenn der Winter seine Kraft verliert.
00:05:09Dann schenkt sie uns neues Leben.
00:05:11Nur sie kann Eier legen.
00:05:13In diesem Ei reift sie heran.
00:05:29Die erste Sommerbiene des Jahres.
00:05:32Es dauert drei Tage, bis die Larve schlüpft.
00:05:47Ob aus diesem Wurm jemals eine Biene wird, hängt nun von mir ab.
00:05:53Ich bin jetzt ihre Amme.
00:05:55Mit den letzten Reserven produziert mein Körper Nahrung für die Larve.
00:06:11Unsere Form der Muttermilch.
00:06:13Gelee Royale.
00:06:17Sieben Tage später.
00:06:40Ich habe alles gegeben.
00:06:43Die kleine Larve ist wohlgenährt und gesund.
00:06:47Sie ist bereit für die Metamorphose.
00:06:51Dafür muss sie ungestört sein.
00:06:56Es ist Zeit, ihre Zelle zu schließen.
00:06:58Sie bleibt allein im weichen, süßen Dunkel.
00:07:07Zehnmal wird es Tag und wieder Nacht.
00:07:32Und jedes Mal kommt das Sonnenlicht früher.
00:07:35Bringt Schnee und Eis zum Schmelzen.
00:07:41Licht ist Leben.
00:07:43Und jetzt erwacht es auch in unseren Zellen.
00:07:47Das neue Leben.
00:08:05Das neue Leben.
00:08:22Meine Bienesluft
00:08:52Beim Schlupf wird keiner Biene geholfen. Sie muss es alleine schaffen.
00:09:10Das Leben einer Sommerbiene ist voller Herausforderungen.
00:09:15Das Schlüpfen ist nur ihre erste Prüfung.
00:09:22Was für eine Biene wird sie wohl sein?
00:09:48Es scheint, als seien wir Bienen einander zum Verwechseln ähnlich.
00:09:53Dabei ist jede von uns anders.
00:09:55Manche sind zäh, andere zart.
00:09:59Die meisten scheu, einige mutig.
00:10:03Nur gesund muss sie sein.
00:10:06Ihre Flügel sind kräftig, hervorragend.
00:10:09Die Fühler? Beweglich. Wunderbar.
00:10:15Mit ihnen erkennen wir einander.
00:10:18Die erste Sommerbiene.
00:10:21Ich werde dich Bi nennen.
00:10:26Willkommen im Leben, Bi.
00:10:28Du hast sicher Hunger.
00:10:35Warte, ich hole dir etwas.
00:10:37Warte, ich hole dir etwas.
00:11:07Dein erster Honig. Er wird dir Kraft geben.
00:11:17Seit elf Tagen hat sie nichts zu essen bekommen.
00:11:30Nicht nur Bi ist frisch geschlüpft.
00:11:32Aus allen Waben kommen nun neue Sommerbienen hervor.
00:11:40Unser Volk wächst mit jedem Tag um 2000 Bienen.
00:11:46Und alle haben Hunger.
00:11:54Es wird Zeit für mich, etwas zu tun, das ich noch nie getan habe.
00:12:02Ich werde den Stock verlassen.
00:12:09Ich weiß nicht genau, was das ist, draußen.
00:12:13Aber ich weiß, dass es dort etwas gibt, was wir dringend brauchen.
00:12:20Noch immer ist die Kraft des Winters nicht gebrochen.
00:12:22Werde ich Nahrung für uns finden?
00:12:27Werde ich es zurückschaffen?
00:12:29Nur wenn ich in der Sonne bleibe, habe ich eine Chance.
00:12:44Kälte ist mein Tod.
00:12:47Fällt die Temperatur unter 10 Grad, kann ich nicht fliegen.
00:12:50Ja, nicht einmal atmen.
00:12:53Aber irgendjemand muss ja den Anfang machen.
00:12:56Nach fünf Monaten im Stock ist dies mein erster Sammelflug.
00:13:22Ich brauche etwas, das blüht.
00:13:25Jetzt, am Ende des Winters.
00:13:29Irgendetwas.
00:13:45Weiden, wir sind gerettet.
00:13:47Musik
00:13:49Blütenpol
00:14:19Blütenpol, genau das Richtige für Bi und die anderen jungen Bienen.
00:14:24Nur Honig genügt nicht.
00:14:26Sie brauchen das Eiweiß in den Pollen, damit sie schnell wachsen.
00:14:49Allein werde ich den neuen Nachwuchs niemals satt bekommen.
00:15:14Ich brauche Verstärkung.
00:15:19Ich brauche Verstärkung.
00:15:24Ich brauche Verstärkung.
00:15:54Jeden Tag.
00:15:55Nur wir alten Bienen fliegen aus und sammeln Pollen und Nektar.
00:16:09Aber längst nicht alle kehren zurück.
00:16:13Die Welt da draußen ist schön, aber gefährlich.
00:16:18Die kleine Bie muss deshalb noch im Stock bleiben.
00:16:21Auch wenn das draußen sie lockt.
00:16:26Junge Bienen sind viel zu wertvoll für unsere Gemeinschaft.
00:16:29Wir dürfen keine Einzige verliehen.
00:16:37Nur Geduld, Bi.
00:16:52Dein großer Tag wird noch kommen.
00:16:55Seit drei Wochen bin ich jeden Tag zu den Weiden geflogen.
00:17:25Bi war die ganze Zeit im Stock.
00:17:39Aber langweilig war ihr nicht.
00:17:41Seit Bi auf der Welt ist, arbeitet sie.
00:17:48Zellen sauber machen, Larven füttern, Honig machen, Waben bauen.
00:17:53Die Arbeit im Stock hört nie auf.
00:17:55Doch diese erste Zeit im Stock bedeutet nicht nur Arbeit.
00:18:13Als Bi erst wenige Stunden alt war, hatte sie schon die wichtigste Begegnung ihres Lebens.
00:18:32Die Königin.
00:18:33Ihr Duft zieht uns magisch an.
00:18:48Wir müssen sie einfach berühren.
00:18:55Jede Biene, die mit ihr in Berührung kommt, nimmt ihren Duft auf und gibt ihn weiter an die nächste Schwester.
00:19:02So verteilt sich der Duft unserer Königin im ganzen Stock.
00:19:14Und jede von uns weiß jederzeit, die Königin ist wohl auf.
00:19:21Kurz danach hatte Bi die nächste außergewöhnliche Begegnung.
00:19:36Eine ganz besondere Bienenschwester schlüpfte.
00:19:39Alle Bienen in einem Stock sind Halbschwestern.
00:19:46Sie alle haben dieselbe Mutter, unsere Königin.
00:19:50Väter, die Drohnen gibt es viele.
00:19:55Sie sterben nach der Paarung.
00:19:58Und so kennt keine der jungen Bienen den eigenen Vater.
00:20:02Doch Geschwister mit gleichem Vater und gleicher Mutter erkennen einander sofort.
00:20:09Und sie halten ganz eng zusammen.
00:20:12Ihr Leben lang.
00:20:20Heute ist ein großer Tag, Bi.
00:20:23Du bist jetzt 21.
00:20:2521 Tage alt.
00:20:28Du darfst den Stock verlassen.
00:20:31Das erste Mal in deinem Leben.
00:20:39Ab heute bist du eine Sammelbiene.
00:21:03Bi hat in ihrem ganzen Leben noch nie die Flügel gespreizt.
00:21:07Aber nun muss sie es wagen.
00:21:10Büro ist es wagen.
00:21:12Die Flügel...
00:21:13Untertitelung des ZDF, 2020
00:21:43Untertitelung des ZDF, 2020
00:22:13So ist es gut. Sie muss sich diesen Ort gut einprägen.
00:22:21Dies ist unser Zuhause. Und hierher muss sie immer zurückfinden.
00:22:27Denn hier ist sie in Sicherheit.
00:22:32Gut gemacht. Du lernst schnell, kleine Bi. Jetzt bist du soweit, loszufliegen.
00:22:51Du musst nur noch wissen, wohin.
00:22:54Schau mir genau zu.
00:23:04Die Richtung, in die ich tanze, zeigt dir die Richtung an, in die du fliegen musst.
00:23:19Tanze ich senkrecht nach oben, heißt das? Flieg zur Sonne hin.
00:23:24Nach unten? Flieg weg von der Sonne.
00:23:27Tanze ich schräg, musst du im gleichen Winkel zur Sonne fliegen.
00:23:36Und je länger ich mit dem Hinterleib wackele, desto weiter entfernt ist das Ziel.
00:23:43Und nun noch eine Nektarprobe.
00:24:08Ich habe ihn von dort mitgebracht, wo wir hinwollen.
00:24:13Damit du weißt, was auf dich wartet.
00:24:20Ich fliege voraus.
00:24:23Unser Ziel markiere ich mit meinem Duft.
00:24:25So wirst du es leichter finden.
00:24:26Wir sehen uns dort.
00:24:29Wir sehen uns dort.
00:24:29Wir sehen uns dort.
00:24:59Was hat meine Arme gleich getan?
00:25:2120 Grad östlich zur Sonne.
00:25:23Das macht jetzt bei diesem Sonnenstand...
00:25:28Ja, genau. Süd-Süd-Ost.
00:25:31Mit meinen Fühlern kann ich tasten, schmecken, sogar Vibration spüren.
00:25:53Aber vor allem kann ich damit riechen.
00:26:00Ich kann den Duft meiner Arme wahrnehmen.
00:26:03Sie muss hier irgendwo sein.
00:26:04Ja, genau. Süd-Süd-Ost.
00:26:05Ja, genau. Süd-Süd-Ost.
00:26:07Ja, genau. Süd-Süd-Ost.
00:26:09Ja, genau. Süd-Süd-Ost.
00:26:12Ja, genau. Süd-Süd-Ost.
00:26:14Ja, genau. Süd-Süd-Ost.
00:26:16Untertitelung des ZDF, 2020
00:26:46Wir arbeiten immer und überall zusammen, nicht nur im Stock.
00:26:55Natürlich helfen wir einander hier draußen auch.
00:27:05Der Rest ist einfach bi. Sammeln, Nektar und Pollen. Wie das geht, weißt du von ganz allein.
00:27:16Mein erster Nektar, den ich mir selbst direkt aus der Blüte hole.
00:27:37Ich werde sammeln, so viel ich kann.
00:27:42Blumen und Bienen. Das ist ein sehr altes Spiel.
00:28:02Als es anfing, haben die Dinosaurier noch gelebt.
00:28:08Wir Bienen waren längst nicht so viele wie heute.
00:28:11Deshalb gab es auch weniger Blumen in der Welt.
00:28:15Aber unsere Vorfahrenen waren beim Sammeln ebenso mit Blütenpollen bedeckt wie wir jetzt.
00:28:20Und so trugen sie unermüdlich Pollen von Blüte zu Blüte und halfen den Pflanzen, die Blüten tragen, bei der Vermehrung.
00:28:30Wir haben die Welt bunt gemacht.
00:28:33Was ist das?
00:28:43Der Luftdruck fällt.
00:28:45Zurück, schnell, wir müssen zurück.
00:28:47Wo ist Bi?
00:28:53Nur wenige von uns können durch Regen fliegen.
00:28:56Und die kleine Bi ist bestimmt noch nicht geschickt genug.
00:28:59Wo ist Bi?
00:29:29Regen kann tödlich für uns sein.
00:29:41Wir atmen durch kleine Öffnungen in unsere Haut.
00:29:44Wenn wir zu nass werden, ertrinken wir.
00:29:59Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:30:29Endlich in Sicherheit.
00:31:00Aber wo ist Bi?
00:31:03Doch nicht noch dort draußen.
00:31:09Solange die Sonne am Himmel ist, hat Bi noch eine Chance.
00:31:13Ihr Licht leitet uns sogar noch, wenn sie sich hinter Wolken verbirgt.
00:31:17Nach Sonnenuntergang findet keine Biene mehr nach Hause.
00:31:22Bi wäre nicht die Erste, die nicht von ihrem Jungfernflug zurückkehrt.
00:31:29Meine Flügel sind so schwer.
00:31:53Alles ist nass, so kann ich nicht fliegen.
00:31:58Die Flügel sind so schwer.
00:31:59Alles ist nass.
00:32:00Alles ist nass.
00:32:01Alles ist nass.
00:32:02Alles ist nass.
00:32:03Die Flügel sind so schwer.
00:32:04Alles ist nass.
00:32:05Alles ist nass.
00:32:06Alles ist nass.
00:32:07Alles ist nass.
00:32:08Die Flügel sind so schwer.
00:32:09Die Flügel sind so schwer.
00:32:10Die Flügel sind so schwer.
00:32:11Die Flügel sind so schwer.
00:32:12Die Flügel sind so schwer.
00:32:13Die Flügel sind so schwer.
00:32:14Die Flügel sind so schwer.
00:32:15Die Flügel sind so schwer.
00:32:16Die Flügel sind so schwer.
00:32:17Die Flügel sind so schwer.
00:32:18Die Flügel sind so schwer.
00:32:19Die Flügel sind so schwer.
00:32:20Die Flügel sind so schwer.
00:32:21Die Flügel sind so schwer.
00:32:22Die Flügel sind so schwer.
00:32:23Die Flügel sind so schwer.
00:32:24Die Flügel sind so schwer.
00:32:25Ich habe keine Wahl.
00:32:32Ich muss hierbleiben.
00:32:34Hier draußen.
00:32:36Allein.
00:32:44Es ist so kalt.
00:32:55Wie lange dauert wohl eine Nacht?
00:33:25Das ist so kalt.
00:33:55Die Sonne.
00:34:05Sie wird meine Flügel trocknen.
00:34:11Vielleicht kann ich es bis nach Hause schaffen.
00:34:25Meine Schwestern kommen voll beladen mit Pollen zurück.
00:34:50Aber ich?
00:34:52Nicht ein Körnchen.
00:34:54Meine Ernte hat der Regen weggewaschen.
00:34:57Meine Taschen sind leer.
00:34:58Mein erster Sammelflug war vergeblich.
00:35:17Aber ich lebe.
00:35:19Ich bin so müde.
00:35:35Auch wir Bienen müssen schlafen.
00:35:49Unser Gehirn mag winzig sein.
00:35:52Aber es ist nicht zu klein zum Träumen.
00:36:10Vielleicht träumt Bi vom Fliegen.
00:36:13Ihre Fühler bewegen sich so.
00:36:17Ich bin so müde.
00:36:21Aber es war nicht so.
00:36:23Ich bin so müde.
00:36:25Ich bin so müde.
00:36:26Musik
00:36:56Musik
00:37:26Musik
00:37:56Ein neuer Tag
00:38:05Er darf nicht wieder umsonst sein
00:38:10Musik
00:38:11Der Frühling ist meine Zeit
00:38:21und ich werde sie nutzen
00:38:22Für uns alle
00:38:24Diesmal fliege ich nicht allein
00:38:28Meine Amme und meine Schwester
00:38:31sind bei mir
00:38:31Wir fliegen gerne in kleinen Gruppen
00:38:34Und diesmal
00:38:37fliegen wir nicht zu bekannten Blumen
00:38:39Musik
00:38:40Wir sind auf der Suche nach neun
00:38:44unbekannten Blüten
00:38:46Kundschafter
00:38:47Musik
00:38:48Die Welt heißt es doch
00:38:53Soll voller Blumen sein
00:38:55Musik
00:38:59Musik
00:39:00Ich konnte sie schon mit meinen Fühlern spüren
00:39:24Ihren Duft wahrnehmen
00:39:26Als sie noch viele Kilometer
00:39:28entfernt waren
00:39:29Musik
00:39:30Musik
00:39:31Was ist das?
00:39:57Oh nein
00:39:59Musik
00:40:01Musik
00:40:03Musik
00:40:05Musik
00:40:05Musik
00:40:05Musik
00:40:06Untertitelung des ZDF, 2020
00:40:36Untertitelung des ZDF, 2020
00:41:06Untertitelung des ZDF, 2020
00:41:36Untertitelung des ZDF, 2020
00:42:06Untertitelung des ZDF, 2020
00:42:36Untertitelung des ZDF, 2020
00:43:06Untertitelung des ZDF, 2020
00:43:36Untertitelung des ZDF, 2020
00:44:06Untertitelung des ZDF, 2020
00:44:08Untertitelung des ZDF, 2020
00:44:10Untertitelung des ZDF, 2020
00:44:12Untertitelung des ZDF, 2020
00:44:14Untertitelung des ZDF, 2020
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00:44:20Untertitelung des ZDF, 2020
00:44:24Untertitelung des ZDF, 2020
00:44:26Jede von uns ist anders. Und das ist gut so.
00:44:35Alles, was wir finden, wird geteilt. Das hier ist genug, um es nach Hause zu schaffen.
00:44:48Ich will noch nicht nach Hause. Nicht wieder mit leeren Pollentaschen.
00:44:56Ich habe gerade vom Hummelnektar getrunken. Ich kann noch weit fliegen.
00:45:00Ich will noch nicht viel weiterheilen.
00:45:02Ich will noch nicht mehr.
00:45:05Ich will noch nicht mehr.
00:45:06Ich will noch nicht mehr sehen.
00:45:10Dort unten leuchtet etwas.
00:45:34Blüht das?
00:45:37Das muss etwas besonders Gutes sein.
00:45:40Auf so einer Blüte bin ich noch nie gelandet.
00:46:00Das hier ist süß, herrlich, gibt Kraft.
00:46:05Hey!
00:46:09Greifst du mich an?
00:46:30Willst du gestochen werden?
00:46:31Kann ich so etwas überhaupt stechen?
00:46:54Glück gehabt!
00:47:11Und wieder war alle Mühe vergeblich.
00:47:36Ich bringe nichts zurück, außer mein Leben.
00:47:476 Monate hat meine Amme gelebt.
00:48:06So lange, länger als wir Sommerbien jemals leben werden.
00:48:14Aber nun sind auch ihre Flügel zerschlissen.
00:48:21Ohne Flügel können wir nicht leben.
00:48:32Ich habe so viel von ihr gelernt.
00:48:35Tote Bienen dürfen nicht im Stock bleiben.
00:48:46Sonst drohen uns allen Krankheiten.
00:48:49Ich muss sie nach draußen bringen.
00:48:52Die Zeit der Winterbienen ist vorbei.
00:49:14Nun hängt unser Überleben ganz von uns Sommerbienen ab, von unserem Mut, unserem Fleiß.
00:49:24Doch statt Mut und Fleiß zu zeigen, müssen wir uns in Geduld üben.
00:49:52In diesem Regen kann keine von uns ausfliegen.
00:50:09Wir sparen Energie, wo es nur geht.
00:50:11Kein Eierlegen, kein Wabenbau, keine Larven mehr.
00:50:16Zum Glück haben wir noch Vorräte.
00:50:19Aber lange werden sie nicht mehr reich.
00:50:40Seit jedem Schlechtwetter-Tag sind wir dem Hungertod näher.
00:50:55Wir teilen alles bis zum letzten Tropfen.
00:51:01Bei uns verhungern nicht die Schwachen zuerst.
00:51:05Wir verhungern alle gleichzeitig.
00:51:07Unser ganzes Volk.
00:51:09Unser ganzes Volk.
00:51:21Unser ganzes Volk.
00:51:35Endlich, der Regen hat aufgehört.
00:51:53Ich kann wieder losziehen.
00:52:05Im Wald war ich noch nie.
00:52:17Aber damit meine Suche Erfolg hat, darf ich keine Möglichkeit ungenutzt lassen.
00:52:35Unsere frühesten Vorfahren waren Waldbewohner.
00:52:46Da muss der Wald doch Nahrung für uns bereithalten.
00:53:05Nektar ist das nicht, aber es ist süß.
00:53:35Blattläuse.
00:53:59Von euch kommen also diese Tropfen.
00:54:05Ich bin mir sicher, dass wir daraus ebenso Honig machen können, wie aus Blütennektar.
00:54:24Waldhonig.
00:54:24Ich bin alle mit Schöpfchen, wo ich bewinform bin.
00:54:42Meine Suche hat sich gelohnt
00:55:01Wir sind reich
00:55:12Gemeinsam lagern wir den Honigtau ein
00:55:25Jede von uns gibt das, was sie gesammelt hat, aus ihrem Honigmagen in eine Zelle
00:55:42Enzyme in unserem Magen sorgen dafür, dass die süße Masse nicht verdirbt
00:55:51Nur zu feucht darf sie nicht werden
00:55:58Los, Schwestern, alle mit den Flügeln fächeln
00:56:03Dann dickt die Masse ein und fängt nicht an zu gären
00:56:08Wir fächeln so lange, bis die süße Masse exakt 18% Feuchtigkeit hat
00:56:16Jetzt ist es Honig
00:56:19Nur noch die Zellen mit einem Wachsdeckel verschließen
00:56:30Luftdicht
00:56:33Dann hält der Honig eine Ewigkeit
00:56:36Untertitelung des ZDF für funk, 2017
00:56:43eeeeee
00:56:50Una
00:56:53Due
00:56:55Untertitelung des ZDF, 2020
00:57:26Der Frühling war gut zu uns. Unser Volk ist nun 30.000 Bienen stark. Langsam wird es eng hier.
00:57:39Und eine merkwürdige Unruhe erfasst den ganzen Stock.
00:57:48Was ist das? Was haben die Schwestern da gebaut?
00:57:55Ganz eigenartige Zellen.
00:58:00Vier Stück.
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00:59:19Eine Königin, eine neue Königin.
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00:59:47Nein, nicht nur eine.
00:59:50Da drüben ist schon die nächste aus der Zelle geschlüpft.
00:59:57Unmöglich.
00:59:58Es kann nur eine geben.
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01:00:03Sie müssen kämpfen.
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01:00:15Das Leben einer Bienenkönigin beginnt und endet mit Gewalt.
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01:00:41Alle bis auf eine der frisch geschlüpften Königin sind eine Stunde nach ihrem Schlupf tot.
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01:00:52Die Siegerin bleibt.
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01:01:01Doch die Thronfolge ist damit noch nicht vollzogen.
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01:01:07Noch ist unsere Mutter, die alte Königin, am Leben und auf der Flucht.
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01:01:15Es wird unruhig im Nest.
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01:01:25Wieso pumpen sich diese Arbeiterinnen den Magen plötzlich mit Honig voll?
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01:01:38Soll ich das auch tun?
01:01:41Meine liebste Schwester macht es nicht.
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01:02:15Etwas geht hier vor sich.
01:02:20Etwas Gewaltiges.
01:02:23Sie versammeln sich am Eingang.
01:02:24Hundert, nein, tausende von uns.
01:02:35Da kommt sie.
01:02:37Die Königin.
01:02:39Unsere alte Königin.
01:02:41Sie verlässt das Nest.
01:02:46Die neue Königin übernimmt es.
01:02:48Und wir?
01:02:53Wir schwärmen.
01:02:56Unser Volk wird sich teilen.
01:03:01Jede von uns muss sich entscheiden.
01:03:04Entweder der vertraute Stock unter einer neuen Königin.
01:03:07Oder die vertraute Königin und eine Reise ins Unbewisse.
01:03:12Ich werde gehen.
01:03:38Meine Schwester will bleiben.
01:03:49Ab jetzt gehören wir zu unterschiedlichen Völkern.
01:03:5415.000 Bienen
01:03:5715.000 Bienen machen sich auf den Weg in eine ungewisse Zukunft.
01:04:26eine
01:04:44Marat10.000 Bienen
01:04:4720.000 Bienen
01:04:50Nur eines ist hier draußen wie immer.
01:05:15Die Königin ist unser Mittelpunkt.
01:05:17Wo sie sich niederlässt, versammeln wir uns. Alle.
01:05:29Hier draußen sind wir ungeschützt, verletzlich.
01:05:34Der Honig in unseren Mägen reicht nur für drei Tage.
01:05:47Und schlägt das Wetter um, sind wir verlor.
01:05:51Wir brauchen so schnell wie möglich ein neues Zuhause.
01:06:11Vielleicht kann ich es für uns finden.
01:06:13Ich bin jetzt erfahren genug.
01:06:24Ich weiß, worauf es ankommt.
01:06:25Ich weiß, worauf es ankommt.
01:06:55Ich weiß, worauf es ankommt.
01:07:14Alte Bäume.
01:07:17Hier könnte ich finden, was wir brauchen.
01:07:19Eine Baumhöhle.
01:07:46Eine Baumhöhle.
01:07:47Perfekt.
01:07:48Die bietet uns Schutz.
01:07:53Allerdings darf sie nicht bewohnt sein.
01:08:16Was für ein Glück.
01:08:35Sie scheint leer zu sein.
01:08:37Aber ist sie groß genug?
01:08:39Im Moment sind wir nur 15.000.
01:08:43Bald könnten wir doppelt so viele sein.
01:08:46Also los, ausmessen.
01:08:48Zu Fuß.
01:08:50Die Größe einer Höhle misst man am besten in Bienenschritten.
01:08:54Ich glaube, sie ist es.
01:09:07Ich glaube, sie ist es.
01:09:07Nur noch eins muss stimmen.
01:09:16Der Eingang.
01:09:17Er sollte nach Südosten zeigen, damit die Sonne uns wärmt, sobald sie aufgeht.
01:09:23Genau richtig.
01:09:33Nun muss ich nur noch die anderen überzeugen.
01:09:52Ich werde so wild und ausdauernd tanzen, wie noch nie eine Biene getanzt hat.
01:09:57Nur wenn ich alles gebe, werden sie mir voll.
01:10:07Es funktioniert.
01:10:27Wir brechen auf.
01:10:27Ich werde so wild und ausdauernd tanzen, wie noch nie eine Biene getanzt hat.
01:10:57Aus dem Nichts werden wir uns ein neues Nest bauen.
01:11:27Wir haben alles dabei, was wir brauchen.
01:11:35Wir tragen es in uns.
01:11:38Bienenwachs.
01:11:40Unsere Wachsdrüsen erwachen zum Leben.
01:11:42Bienen brauchen kein Baugerüst.
01:12:08Wozu haben wir unsere Körper?
01:12:11Wir sind einmal.
01:12:20Wir nehmen die Kaunein.
01:12:25Na, wozu haben wir unsere Körper?
01:12:28Ich komme.
01:12:29Zelle für Zelle erschaffen wir so unser Nest.
01:12:52Zellen für die Vorräte.
01:12:55Zellen für die neue Brut.
01:12:56Bald schon werden die neuen Bienen schlüpfen.
01:13:08Keine neu gegründete Bienenkolonie hat es leicht.
01:13:11Die meisten kommen nicht über ihre Anfänge hinaus.
01:13:16Aber wir können es schaffen.
01:13:26Es ist heiß, drückend heiß.
01:13:48Seit Tagen kein Regen.
01:13:51Die Luft ist träge und schwer.
01:13:54Vor allem hier drin.
01:13:56Wir brauchen eine gleichbleibende Temperatur im Stock.
01:13:59Nicht weniger und nicht mehr als 36 Grad.
01:14:05Jedes Grad mehr kann unsere Larven töten.
01:14:09Und sie sind unsere Zukunft.
01:14:12Fächeln hilft, aber es kostet zu viel Energie.
01:14:40Das halten wir nicht durch.
01:14:42Wir brauchen eine Abkühlung.
01:14:44Wir brauchen eine Abkühlung.
01:14:56Den Duft der Blumen kann ich aus weiter Entfernung wahrnehmen.
01:15:21Aber wie findet man Wasser?
01:15:23Wasser rieche ich nicht, hören kann ich es auch nicht, aber ich kann das Sonnenlicht auf seiner Oberfläche erkennen, sein Glitzer.
01:15:36Hier, genau das, was wir brauchen.
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01:16:53Jede von uns kann nur ein paar Tropfen tragen.
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01:17:25Jetzt lohnt sich unser Fächel. Dadurch verdunstet das Wasser und so kühlen wir unser Nest.
01:17:39Es klappt! Endlich fällt die Temperatur. Unsere Larven werden überleben. Wir haben wieder eine Zukunft.
01:17:55Nur wenige Flügelschläge später kann die Welt schon anders aussehen.
01:18:16Auf Hitze folgt Regen, auf Tod folgt Leben und umgekehrt.
01:18:25Untertitelung des ZDF, 2020
01:18:55Für uns zählt ab jetzt nur eins. Wir müssen uns auf den Winter vorbereiten.
01:19:02Und dafür brauchen wir neue Vorräte. Denn alles, was wir bisher herangeschafft hatten, ist im alten Stock geblieben.
01:19:09Wir müssen bei Null anfangen.
01:19:18In den nächsten Wochen müssen wir große Mengen Nektar und Pollen sammeln. Mindestens ein Kilogramm Pollen und zwei Kilogramm Nektar. Und das jeden Tag.
01:19:28Wir scheinen auf einem guten Weg zu sein. Zumindest für den Augenblick. Wir schaffen das.
01:19:38Honnissen. Sie wollen alles. Unseren Honig. Unsere Brut. Uns.
01:19:54Im Luftkampf haben wir gegen sie keine Chance.
01:20:20Hier allein bin ich ebenso verloren. Ich muss zurück ins Nest.
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01:20:33Es schafft.
01:21:03Wenn sie bis ins Innere vordringen, ist unser Nachwuchs verloren.
01:21:26Sie sind viel stärker als wir.
01:21:27Trotzdem, wir werden unser Nest verteidigen, bis zur letzten Biene.
01:21:34Wir werden unser Nest verteidigen, bis zur nächsten Biene.
01:22:04Der Hornissenpanzer ist hart.
01:22:18Aber nicht hart genug.
01:22:20Andere Insekten können wir stechen, ohne zu sterben.
01:22:34Das wird nicht der letzte Angriff gewesen sein.
01:22:37Wir müssen einen anderen Weg finden, unser Nest zu schützen.
01:22:40Die Hornissen sind stark.
01:23:05Aber wir sind viele.
01:23:06Wir sind wie ein einziger Panzer.
01:23:11Die Gefahr ist gebannt.
01:23:35Schon immer überleben wir Bienen, weil wir zusammenhalten.
01:23:40Gemeinsam ziehen wir unseren Nachwuchs groß.
01:23:42Gemeinsam wehren wir Feinde ab.
01:23:45Solange wir zusammenhalten, hat jeder Einzelne von uns eine Chance.
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01:24:02Unser Alter spüren wir in unseren Flügeln.
01:24:25Nun sind auch meine Flügel verschlissen.
01:24:32Sieben lange Wochen habe ich Licht und Wärme gespürt.
01:24:40Nektar getrunken, Honnissen bekämpft und sogar ein neues Zuhause für uns gefunden.
01:24:54Ich habe so viele Blüten abgeerntet. Mindestens 50.000.
01:25:02Dafür bin ich fast 1.000 Kilometer weit geflogen.
01:25:22Und um die nächsten Winterbienen durch die kalte Zeit zu bringen,
01:25:26hat unser Volk 100 Kilo Honig gemacht.
01:25:34Ein ganzer Teelöffel davon ist allein von mir.
01:25:40Sieben Wochen habe ich gelebt.
01:25:44Es war ein gutes Leben.
01:25:45Ein Bienenleben
01:25:49Es war ein gutes Leben.
01:25:55yt
01:26:03Untertitelung des ZDF, 2020
01:26:33Untertitelung des ZDF, 2020
01:27:03Untertitelung des ZDF, 2020
01:27:33Untertitelung des ZDF, 2020
01:28:03Untertitelung des ZDF, 2020
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