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  • vor 1 Tag
Ob im Wasser, in der Luft oder auf dem Land – Tiere zeigen ein breites Spektrum an gleichgeschlechtlichen Beziehungen. Was dahinter steckt, ist mehr als nur Fortpflanzung.

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Transkript
00:00Gibt es Homosexualität im Tierreich?
00:04Schon im antiken Griechenland wurde Homosexualität bei Tieren beobachtet.
00:09Aristoteles' Überlieferungen dazu sind bereits 2300 Jahre alt.
00:14Heute geht die Wissenschaft davon aus, dass über 1500 Tierarten auch gleichgeschlechtliches Paarverhalten zeigen,
00:21quer durchs Tierreich, von der Made bis zur Giraffe.
00:25Warum? Dafür gibt es in der Hauptsache drei Gründe.
00:30Soziale Bindung. Bei Herdentieren wie Schafen hilft gleichgeschlechtlicher Sex, Spannungen abzubauen und die Gruppenharmonie zu fördern.
00:40Auch bei Affen und Löwen stärkt dieses Verhalten Koalitionen und soziale Beziehungen.
00:47Sex aus Lust oder Übung ist weit verbreitet.
00:51Große Tümmler gelten als lustorientiert und können vermutlich Orgasmen erleben.
00:55Walrosse sind bis zur Geschlechtsreife fast ausschließlich homosexuell.
01:01Und bei Schmetterlingen könnte gleichgeschlechtliches Verhalten zur Übung dienen, um die spätere Fortpflanzung zu trainieren.
01:11Evolutionäre Vorteile
01:13Manche Forschungen sprechen vom bisexuellen Vorteil.
01:17Eine flexible Sexualität begünstigt indirekt die Reproduktion.
01:22Denn homosexuelle Tiere erhalten oft mehr soziale Unterstützung.
01:26Das erhöht ihre Überlebenschancen und somit die Erhaltung der Art.
01:30Bei vielen Vogelarten wurden gleich geschlechtliche Paare beobachtet, die verwaiste Eier adoptieren und gemeinsam Jungtiere aufziehen.
01:40Bei manchen Albatross-Arten bestehen sogar 30 Prozent der Paare aus zwei Weibchen.
01:48Homosexualität im Tierreich galt lange als Ausnahme.
01:52Heute zeigt sich, sie erfüllt viele Funktionen und ist fester Bestandteil der Tierwelt.
01:57Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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