- vor 18 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00I need somebody, help, not just anybody, help, you know I need someone, help, help me if you can, I'm feeling down, down, and I do appreciate you being around, around, won't you please, please help me, help me, help me, ooh.
00:30Safari!
00:36Hey, Guten Morgen! Machst du ein Zweik
00:57Mit dem wirst du dich gut verstehen.
00:58Sehr cool, dann werde ich also heute meinen ersten Cocktail mischen.
01:00Also Hauptsache, du wirst nicht selbst dein bester Kunde, ne?
01:03Dafür verdient er bei mir nicht genug.
01:05Außerdem wird gearbeitet und nicht gefeiert.
01:07Uh, hört, hört.
01:09Das ist mein Sohn.
01:10Müsst du nicht langsam los, oder?
01:11Ja, ja.
01:13Dem ihn ordentlich ran, saff ich, ne?
01:20Guten Morgen.
01:21Guten Morgen.
01:22Oh, hast du nicht gut geschlafen, oder nicht? Du siehst müde aus.
01:24Ja, weißt du, ich hab deinen Schnarchen einfach zu sehr vermisst.
01:27Olli, hi. Ich hab schon gehört, dass du hier in Aachen bist.
01:30Ja, Familiennotfall.
01:32Wie? Ach, wegen Yannick jetzt.
01:35Ja, der hat nämlich heute seinen ersten Tag in Kinkale und bespricht sich gerade mit Safi.
01:39Und? Ist er motiviert?
01:41Ja, die zahlreichen weiblichen Fans beflügeln ihn wahrscheinlich.
01:43Na klar, ich mein, Kellner, das ist fast sowas wie Rockstar.
01:46Kellner, ich muss doch sehr bitten, Barkeeper, das ist ganz wichtig.
01:50Ich geh mal in der Pool-Hallo sagen.
01:52Viel Spaß.
01:52Ja.
01:52Manfred Lüttich, 61, mit akuten Atomen. Vitalparameter stabilisiert.
02:02Alles klar, vielen Dank.
02:03Hallo, ich bin Dr. Stern. Ich seh mir das mal an, ja?
02:06Keine Ahnung, wie das passiert ist.
02:08Auf einmal hat er diese Schmerzen...
02:09...könnt ihr denn hier einspringen?
02:11Alles klar.
02:13Hallo, mein Name ist Sabrina Lüttich.
02:15Ich hab meinen Schwiegervater im Treppenhaus gefunden und den Notarzt gerufen.
02:18Was ist denn mit ihm?
02:19Ich will, dass die geht.
02:21Manfred, ich muss doch...
02:22Sie soll gehen!
02:22Sie soll gehen!
02:22Hatten Sie schon öfter derartige Bauchschmerzen?
02:34Ab und zu, aber nicht so schlimm wie heute.
02:37Okay.
02:38Ich seh mir das auf dem Ultraschall an. Vielen Dank.
02:42Okay, würden Sie dann schon mal den Bauch frei machen, bitte?
02:44Ja.
02:44Oh, was ist das?
02:50Daparotominabe?
02:51Wurde bei Ihnen der Magen operativ entfernt?
02:54Ich hatte ein chronisches Magengeschwür und einen Magendurchbruch.
02:59Das ist schon einige Zeit her, oder?
03:01Ja.
03:01Also mittlerweile sind die Behandlungsmethoden ja nicht mehr ganz so radikal.
03:0440 Jahre.
03:06Aber bis jetzt bin ich immer ganz gut zurechtgekommen damit.
03:0938,3 und Blutdruck 150 zu 90.
03:12Alles klar.
03:12Gut, dann sehen wir uns das mal an.
03:20Die Fußverstrichen des Parenchymen.
03:22Das ist eine leichte Schwellung des Pankreas.
03:24Haben wir schon die Ergebnisse vom Notfalllabor?
03:27Die Pankreas magesund ist dreifach erhöht, CRP auch erhöht bei 24.
03:33Offensichtlich leiden Sie unter einer Pankreatitis.
03:35Das ist eine Bauchspeicheldrüsenentzündung.
03:36Eine relativ milde Form, allerdings würde ich Sie gerne zur Beobachtung und auch zur Behandlung hier behalten.
03:47Auf mich wartet sowieso niemand.
03:49Gut, Herr Lüttich bekommt dreimal 500 Milligramm Novamin-Sulfon gegen die Schmerzen.
03:59Außerdem Pankreas-Schonkost und Flüssigkeit intravenös.
04:02Okay, dann schaue ich jetzt mal nach einem Zimmer für Sie.
04:05Ich bin gleich wieder da.
04:05Du kommst heute Abend zu mir.
04:13Ich hole Antipassi vom Italiener und dann köpfen wir diesen guten Barolo, den ich neulich gekauft habe.
04:17Das wäre meine Vorstellung.
04:18Wissen Sie, ich würde eine Vorstellung.
04:19Ich weiß.
04:20Ah, Netti, Olli war da.
04:21Er schaut nachher noch schnell bei seinen alten Kollegen in der Rettungswache vorbei.
04:25Sag mal, wie wäre es, wenn Olli eh hier ist?
04:27Wollen wir heute Abend alle zusammen was kochen?
04:31Äh, ja, italienisch bei uns.
04:33Ja.
04:34Si, grazie, ciao.
04:35Ciao.
04:38Ja, oder war das jetzt vielleicht doch blöd wegen Olli und Frank?
04:41Sind die okay miteinander?
04:42Die sind okay miteinander.
04:44Zipi.
04:49Oh, danke, den kann ich brauchen.
04:51Meine neun Nachbarn hatten gestern ihre Einweihungsparty.
04:54Da war vielleicht was los.
04:55Warum hast du nicht mitgefeiert?
04:57Hab ich doch, das ist ja das Problem.
05:00Justus, Justus.
05:01Gehst du weg?
05:03Aus, Hilfe, Hilfe.
05:05Justus, aus, hierher, hierher.
05:09Entschuldigung, aber er freut sich immer so, wenn er, wenn er neue Menschen trifft.
05:14Trotzdem gehört der Hund angeleint und kann ja nicht frei rumlaufen.
05:16In der Klinik nehme ich ihn natürlich an die Leine.
05:18Sie nehmen das Tier definitiv nicht mit in die Klinik.
05:22Aber er ist doch meine Begleitperson.
05:24Hunde haben nichts in einem Krankenhaus verloren.
05:26Er ist nicht einfach nur ein Hund, er ist praktisch selbst fast ein Arzt.
05:30Der Hund bleibt draußen, das ist mein letztes Wort.
05:32Hör gut zu, du passt jetzt hier schön auf.
05:41Ich komme gleich wieder, es dauert nicht lang.
05:43Hallo, Moment mal, was wird denn das jetzt?
05:49Es dauert nicht lange.
05:51Ich bin gleich wieder da, ja?
05:53Aber nur kurz.
05:54Der Korbbox aus der 203 kann ihr Entlassungspapiere fertig gemacht sein.
06:05Super, mach.
06:07Entschuldigung, ich brauche ärztliche Hilfe.
06:10Dr. Abbas, guten Tag.
06:11Was fehlt Ihnen denn, Frau?
06:13Tabea Dresen.
06:14Ich glaube, ich bekomme gleich einen Diabetes-Schock.
06:16Mir ist schon den ganzen Morgen so übel und schwindelig.
06:19In welcher Form von Diabetes leiden Sie denn?
06:21Was kann ich Ihnen nicht sagen? Ich weiß nur, dass ich Diabetes habe.
06:25Welcher Kollege hat die Diagnose denn gestellt?
06:27Das war Justus.
06:28Ihr Hausarzt?
06:30Ja, sozusagen.
06:31Wissen Sie, er kann Diabetes riechen.
06:34Ja, der Atem von Diabetikern riecht manchmal nach Aceton.
06:36Ja, so wie ein Ableckentferner, ne?
06:38Letztens war ich mit ihm bei einem Charity-Brunch
06:40und da hat er den ganzen Vormittag an zwei meiner Freundinnen geschnüffelt.
06:43Und später stellte sich heraus, dass die beiden tatsächlich unter Diabetes leiden.
06:48Sie sind Justus heute noch dankbar, dass er es erschnuppert hat.
06:51Ja, da haben Sie aber einen sehr engagierten Hausarzt.
06:53Ja.
06:55Schauen Sie, das ist er. Das ist Justus.
06:58Ach, ein Diabetes-Warnhund.
07:01Ein Hund?
07:02Ja, die können wirklich eine große Hilfe sein.
07:04Ja, das sag ich ja.
07:05Ja, aber trotzdem würde ich die Diagnose Ihres Hundes jetzt gern medizinisch überprüfen.
07:08Dazu bräuchte ich erst mal eine Urinprobe.
07:10Kommen Sie, ich hole Ihnen einen Becher.
07:20Was machen die Bauchschmerzen?
07:22Ja, könnte bestes sein.
07:24Ja, okay.
07:26Dann bringe ich Ihnen gleich noch Novamin-Sulfon, damit Sie schmerzfrei werden.
07:30Soll ich irgendwen anrufen, der Ihnen ein paar Sachen bringt?
07:33Das gibt es niemanden.
07:37Und was ist mit Ihrer Schwiegertochter?
07:40Die will ich nicht sehen.
07:45Also, ich weiß ja nicht, was zwischen Ihnen vorgefallen ist,
07:48aber für mich schien es, als würde sie sich große Sorgen machen.
07:50Diese Frau hat meinen Sohn auf dem Gewissen.
08:04Mir lässt das keine Ruhe.
08:05Ich muss wissen, was mit meinem Schwiegervater ist.
08:08Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen.
08:10Als ich ihn da vorhin so auf dem Boden liegen sah,
08:13ich dachte schon, das...
08:15Es tut mir wirklich sehr leid,
08:16Ihr Schwiegervater will Sie nicht sehen.
08:17Ich weiß.
08:18Er spricht ja nicht immer mehr mit mir, obwohl wir im selben Haus wohnen.
08:22Darf ich Sie fragen, warum?
08:25Mein Mann ist vor drei Monaten bei einem Autounfall im Sleep gekommen.
08:29Aber es tut mir sehr leid.
08:31Wir waren auf dem Rückweg von einer Vernissage.
08:34Es hat geregnet.
08:37Unser Wagen ist auf der nassen Fahrbahn ins Schleudern gekommen
08:39und dann frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen.
08:46Stefan war sofort tot.
08:48Und Ihr Schwiegervater gibt Ihnen die Schultern im Unfall?
08:54Ich saß am Steuer.
08:59Wenn ich schneller reagiert hätte, oder?
09:02Nicht so stark gebremst.
09:06Ist Ihnen nicht gut?
09:09Bis wann, ich brauche einen Stuhl.
09:12Danke.
09:12Ein bisschen hinsetzen.
09:14Genau.
09:16Tief an- und ausatmen.
09:17Ich bin gleich wieder bei mir, ich will eben Arzt.
09:24Haben Sie außer dem Schwindel und der Müdigkeit noch andere Symptome?
09:28Ich muss andauernd essen, aber so ist das ja bei Diabetes.
09:32Darum habe ich auch immer genügend Müsli-Riegel in meiner Handtasche.
09:34Sind Ihre Fußknöchel öfters so geschwollen?
09:37Ja, aber zur Zeit ist es besonders schlimm.
09:40Und das liegt nicht an den Schuhen.
09:41Die sind sehr schick.
09:44Franco Mauro.
09:45Neue Kollektion.
09:46Die sind normalerweise richtig bequem, aber momentan, da drücken die wie verrückt.
09:51Also auf die Indigern könnte ich auch ohne geschwollene Füße nicht laufen.
09:55Die Schwellung könnte auf eine Thrombose hindeuten.
09:57In Verbindung mit einer Herzproblematik.
09:59Herzproblematik?
10:00Naja, das werden wir noch genauer untersuchen.
10:02Was hat denn der Schnelltest der Urinprobe ergeben?
10:04Glucose ist vorhanden.
10:05Was bedeutet das?
10:07Das bedeutet, in Ihrem Urin lässt sich eine erhöhte Menge Harnzucker nachweisen.
10:11Dann hatte Justus recht.
10:12Naja, ganz genau wissen wir das erst, wenn die Urinprobe im Labor überprüft wurde.
10:16Schwester Rieke wird Ihnen jetzt Blut abnehmen zur Bestimmung der Herzenzyme und Frau Driesen bekommt eine 24 Stunden Blutdruckmessung.
10:23Sobald ich Ihr Ergebnis habe, sage ich Ihnen Bescheid.
10:25Dann schaue ich mal kurz nach Justus, wir sind sonst nie so lange getrennt.
10:28Gerne sitzen bleiben.
10:29Ja, dann mal einen schönen Gruß an meinen Kollegen.
10:33So, wollt ihr einmal einen Arm von Ihnen?
10:41Die geht jetzt sofort ins Labor und dann wissen wir auch schwer.
10:44Ja, dann viel Spaß bei Ihrer Fortbildung.
10:46Ja, dann bis in einer Woche.
10:53Justus, was machst du denn hier?
10:55Hast du dich losgerissen, um mich zu suchen?
10:57Oh, ich wohne hier so scheiße.
11:00Komm mal hier, mein Zeug.
11:02Oh, ich hatte ihn eigentlich am Kiosk draußen angebunden.
11:04Ich mach schon.
11:05Ach, bist du einfach so losmarschiert, um mich zu suchen?
11:09Ach, du cleveres Kerl.
11:11Ja, unerzogen trifft es wohl eher, oder?
11:13Ist ja nichts Schlimmes passiert.
11:14So, ich brauche dann eine neue Urinprobe von Ihnen.
11:16Und der Hund muss hier weg, ja?
11:17Aber der ist doch ganz brav.
11:18Ich nehme ihn mit runter und kümmere mich um mich.
11:21Ach, die können mir doch den Hund jetzt nicht wegnägen.
11:22Hunde gehören nicht ins Krankenhaus, bitte.
11:24Seit wann haben Sie denn diese Kreislaufprobleme?
11:35Schon eine ganze Weile.
11:37Ich dachte, es liegt daran, dass ich seit dem Tod meines Mannes keine Nacht mehr durchgeschlafen habe.
11:42Nein, das ist es nicht.
11:44Sie sind schwanger.
11:45Also, Sie dürften jetzt so ungefähr in der 16. Schwangerschaftswoche sein.
11:57Das ist der vierte Monat.
11:59Was?
12:01Ich bin schwanger?
12:03Ja, gratuliere.
12:05Wirklich?
12:08Herzlichen Glückwunsch.
12:15Aber es sieht alles sehr, sehr gut aus, was den Entwicklungszustand Ihres Kindes betrifft.
12:24Also, falls Sie irgendwelche Fragen haben sollten, die können wir gerne auch später besprechen.
12:28Stefan und ich haben uns immer ein Kind gewünscht.
12:38Ich meine, Sie, ich kann verstehen, dass es jetzt alles wahnsinnig verwirrend ist.
12:41Ich glaube, ich muss nach Hause.
12:49Dann schreibe ich Ihnen noch ein pflanzliches Präparat für den Kreislauf auf.
13:02Na, rein spaziert.
13:03Ich denke, hier bist du besser aufgehoben, als da draußen.
13:08Justus, was machst du denn?
13:10Schokolade.
13:16Schokolade ist giftig für Hunde.
13:18Wusstest du das nicht?
13:27Jetzt.
13:27Du erinnerst mich an Rocco, den Hund meines Großvaters.
13:39Der war auch so verfressen.
13:40Ich habe auch noch eine zweite Reserveplatz, die nicht reichen.
13:57Sorry, dass ich eben so rumgezackt habe.
14:01Weswegen eigentlich?
14:03Der Hund?
14:04Kurkmann?
14:05Kurkmann, der Hund?
14:08Kurkmann kann mich mal.
14:10Ja, aber trotzdem wäre ich froh, wenn ich ihn hier nicht jeden Tag sehen müsste.
14:13Ja, jetzt ist er ja erst mal in der Woche.
14:16Ja, Gott sei Dank.
14:18Was feuern wir heute Abend mit Franz?
14:19Guten Rotwein, okay?
14:21Oh, weiß, Frank, das?
14:22Nö, ist doch egal.
14:23Schwester Betty, ich war gerade noch kurz auf der Toilette und da kam Blut.
14:28Okay, haben Sie mit.
14:29Dann ist mit meinem Baby alles in Ordnung?
14:36Naja, Ursache für die Blutung war eine leichte Fehllage der Plazenta.
14:40An sich kein Grund zur Beunruhigung.
14:42Wenn Ihr Baby wächst und die Gebärmutter sich ausdehnt, dann korrigiert sich das.
14:46Wir beobachten das jetzt 24 Stunden lang.
14:48Sie bekommen Milchsäure-Zäpfchen und Magnesium-Tabletten.
14:50Und Sie müssen sich schonen.
14:53Okay, bis später.
14:59Mein Mann wäre ein toller Vater geworden.
15:03Er hat immer gesagt, das schönste Geschenk wäre ein Kind von Dir.
15:10Aber ohne ihn?
15:13Wie soll ich das alles nur schaffen?
15:16Ganz allein?
15:19Also eigentlich sind Sie ja nicht alleine.
15:21Das ist zur Beruhigung.
15:23Sie haben meinen Schwiegervater doch erlebt.
15:25Seit der Beerdigung spricht er nicht mal mit mir.
15:27Er guckt mich nicht mal mehr an.
15:32Jeder Mensch geht anders mit Verlust um.
15:34Vielleicht braucht er einfach noch ein bisschen Zeit.
15:37Hat Ihr recht.
15:38Es war meine Schuld.
15:40Ich wollte unbedingt auf diese blöde Vernissage.
15:43Stefan wäre lieber zu Hause geblieben.
15:47Also im Moment trauern Sie und Ihr Schwiegervater jeder für sich alleine.
15:50Vielleicht kann die Schwangerschaft ja auch was sein, was Sie wieder näher bringt.
15:53Ich bringe Ihnen jetzt einen Tee und dann wird es schon mit der Eurinprobe.
16:06Bitteschön.
16:07Frau Dresen, ich habe hier die Laborwete Ihrer Blutuntersuchung.
16:11Thrombose beziehungsweise Herzprobleme können wir inzwischen ausschließen.
16:15Allerdings weist einiges auf eine Nierenproblematik hin.
16:17Kein Diabetes?
16:19Wollen Sie damit sagen, Justus hat sich geirrt?
16:21Oder glauben Sie, ich bilde mir das alles nur ein?
16:25Nein, nein.
16:25Also die Symptome sind ja da.
16:27Wir müssen nur abklären, was genau mit Ihnen los ist.
16:30Deshalb machen wir jetzt einen Ultraschall der Nieren außer dem Blutzuckertagesprofil.
16:33Wie, ich muss hier bleiben?
16:35Zumindest so lange, bis die Untersuchungsergebnisse abgeschlossen sind.
16:37Soll ich Ihren Mann Bescheid sagen?
16:39Nein, nein.
16:39Der ist in Singapur auf einem Kongress.
16:41Sonst wäre er ja schon längst hier.
16:42Ja, Justus kann auf keinen Fall so lange am Kiosk sitzen bleiben.
16:45Das verkraftet er nicht.
16:47Naja, dann sollten Sie Ihren Hund vielleicht irgendwo anders unterbringen.
16:50Ja, wo denn?
16:51Also jetzt kümmern wir uns erstmal um Ihre Gesundheit und dann um Ihren Hund.
17:00Die Niere sieht tatsächlich etwas verändert aus.
17:04Hatten Sie in letzter Zeit Schmerzen?
17:05Hier in der seitlichen Bauchregion?
17:07Eigentlich nicht.
17:08Und dann ziehen, bis in die Leiste?
17:10Nein.
17:10Aber vorhin hatten Sie doch Probleme beim Urinieren.
17:13Ist das schon mal vorgekommen?
17:15Naja, jetzt, wo Sie es sagen, das kommt schon ab und an mal vor.
17:18Darum habe ich auch noch keine neue Urinprobe für Sie.
17:20Die bräuchte ich aber wirklich dringend von Ihnen.
17:23Ohne die vollständigen Laborergebnisse Ihrer Urinprobe kann ich keine eindeutige Diagnose stellen.
17:28So, ich besorge Ihnen jetzt ein richtig schickes Zimmer und eine extra große Kanne Tee.
17:31Dann wird das schon.
17:33Aber zuerst muss ich zu Justus.
17:36Egal.
17:37Egal.
17:37Egal.
17:37Na, willst du noch was trinken?
17:49Na, komm.
17:53Herr Professor, hätten Sie gerade noch einen Moment?
17:55Das ist gerade ganz schlecht.
17:59Aha.
17:59Ich melde mich später bei Ihnen, sobald ich wieder ein bisschen Luft habe.
18:03Ja, ja gut, dann entschuldigen Sie, eine Störung.
18:07Ja.
18:16Puh.
18:17Das war knapp.
18:21Mach mir keine Schande, ja?
18:22Ich dich auch.
18:29Natürlich melde ich mich.
18:31Ich melde mich doch immer.
18:33Bis bald.
18:34Ciao, ciao.
18:36Emily?
18:37Mhm.
18:39Du, ich bräuchte hier unter diesem wunderschönen Bericht noch deine Unterschrift.
18:43Okay.
18:46Ich werde total aufgeregt.
18:47Wieso?
18:48Ach, da gab es wohl gestern so einen Schnuppertag im Zoologischen Forschungszentrum von der Schule aus.
18:52War wohl voll ihr Ding.
18:54Ich wusste gar nicht, dass sie sich so für Tiere interessiert.
18:58Zoologin ist wohl ihr Traumberuf.
19:00Du, das ist aber cool, dass sie jetzt schon weiß, was ich machen will.
19:03Ja.
19:05Ja.
19:07Nur ich wusste es mal wieder nicht.
19:10Mir fehlen einfach zu viele Jahre.
19:11Im Grunde genommen weiß ich, weiß ich überhaupt nichts über meine eigene Tochter.
19:15Na ja, kannst du es jetzt auch nicht.
19:17Na ja.
19:18Abgesehen davon habe ich gerade das Gefühl, dass du mehr über deine Tochter weißt, als ich über meinen Sohn.
19:22Und den habe ich 18 Jahre lang großgezogen.
19:25Mein Gott, Olli und ich haben unser halbes Leben damit verbracht, hinter Janik herzuräumen.
19:29Aber zu straffen musste er mal mit uns Karten spielen.
19:32Jetzt gehaust, sagt er.
19:34Ich glaube, der heimlich hat das geliebt.
19:38Okay.
19:39Danke, ja?
19:39Ja.
19:45Ach, Schwester Rieke, haben Sie den Belegplan für nächste Woche schon fertig?
19:53Na, was denken Sie denn?
19:54Justus ist weg.
19:55Wie weg?
19:56Am Kiosk war er nicht.
19:58Und dieser Herr Edimir, der konnte sich noch nicht mal daran erinnern, wann er ihn das letzte Mal gesehen hat.
20:02Heißt das, Ihr Hund streut womöglich hier in der Klinik herum?
20:05Ist das ein Problem?
20:06Frau Dresens Hund ist verschwunden.
20:07Wenn er vor ein Auto gelaufen ist oder sich im Park verirrt hat, wir müssen bitte sofort die Polizei rufen.
20:13Ich werde den Sicherheitsdienst rufen, nicht, dass das Tier noch auf unsere Patienten losgeht.
20:17Was ist eigentlich mit diesem Arzt, der ihn runter zum Kiosk bringen wollte?
20:20Sie meinen Professor von Arnstedt.
20:21Ja, vielleicht hat er ihn ja gekidnappt.
20:23Hören Sie mal.
20:24Der Professor hat ja wohl was Wichtigeres zu tun, als sich mit dieser Kreatur zu beschäftigen.
20:30Was?
20:31Keine Sorge, wir finden Ihren Hubs.
20:36Ja, brav.
20:37Ja?
20:45Alles gut, jetzt nur Nadira. Die verbessen es nicht.
20:48Ich habe hier die Akte von dem Blinddarmdurchbruch, die du haben wolltest.
20:51Du bist der Kidnapper. Dachte ich's mir doch.
20:54Frau Dresen hat schon bemerkt, dass Ihr Hund nicht mehr unten sitzt.
20:56Die ist kurz davor, ein Detektiv zu beauftragen.
20:59Aber ich konnte Justus doch nicht da draußen lassen.
21:02Bei mir ist er in guten Händen.
21:03Ja, eine Freundschaft fürs Leben.
21:06Und Kollegen, seid ihr auch?
21:07Laut Frau Dresen kann Justus nämlich Diabetes erschnüffeln, ne?
21:10Aha.
21:12Wusste ich doch, dass du ein ganz schlaues Kerlchen bist, ne?
21:15Ui.
21:16Schade, dass du schon los musst.
21:18Dein neuer Mitarbeiter bleibt hier noch ein bisschen erhalten.
21:21Die Untersuchungen von Frau Dresen sind noch nicht abgeschlossen.
21:24Mein Schinken ist ungesund.
21:30Schinken ist ungesund.
21:31Vielleicht ein bisschen salzig.
21:32Ist das Ihr Sohn?
21:42Stefan und ich, wir waren ein super Team.
21:45Seine Mutter hat uns verlassen, sie war ja noch ganz klein.
21:47Sie haben ihn alleine großgezogen.
21:50Das war nicht immer einfach.
21:53Aber dadurch hatten wir ein sehr enges Verhältnis.
21:56Und daran hat sich auch nichts geändert, als er Sabrina kennengelernt hat.
22:00Dann haben Sie sich früher gut mit Ihrer Schwiegertochter verstanden.
22:02Ja, ich mochte sie.
22:06Nur, dass er es keinen Abend zu Hause ausgehalten hat, das habe ich nicht verstanden.
22:12Stefan war ja eher der gemütliche Typ.
22:16Aber seine Frau hat ihn von einem Event zum anderen geschleppt.
22:20Weinprobe, Kochkurs, Kino, Party.
22:22Ständig musste was unternommen werden.
22:29Und an dem Abend als...
22:32Als es passiert ist, da gab es eine Unwetterbahn.
22:36Und ich habe Sie noch gebeten, dass Sie zu Hause bleiben, aber nein.
22:40Sabrina musste ja unbedingt auf diese Vernisslage.
22:45Wenn sie auf mich gehört hätte, dann...
22:47Dann wäre Stefan noch am Leben.
22:54Aber es war doch auch die Entscheidung, Ihres Sohnes mitzufahren.
22:59Herr Lütich, nicht nur Sie haben jemanden verloren.
23:02Ihre Schwiegertochter leidet genauso.
23:07Vielleicht wäre es ja für Sie beide leichter, diese Last gemeinsam zu tragen.
23:15Was ist los? Haben Sie Schmerzen?
23:18Ziemlich stark ist sogar.
23:20Okay.
23:23Es dürfte bei der Dosis Schmerzmittel eigentlich nicht sein.
23:25Dann sage ich mit Dr. Stern Bescheid.
23:26Das gefällt mir nicht.
23:45Ich glaube, da steckt mehr dahinter als nur die Pankreatitis.
23:48Ich brauche ein Notfall-CT von seinem Bauch.
23:50Okay, ich mache einen Termin.
23:51Ich hole Sie dann gleich wieder ab, ja?
23:53Wir finden den Grund für Ihre Schmerzen.
23:55Ich habe keine Angst vorm Sterben.
23:58Ich habe nichts mehr zu verlieren.
24:00Hallo, Manfred.
24:15Ich möchte mit dir reden.
24:16Ich würde alles dafür geben, den Abend rückgängig zu machen.
24:24Die Zeit zurückzudrehen, damit dieser Unfall nie passiert wäre.
24:29Aber ich kann es nicht.
24:30Ich liege jede Nacht wach und denke an Stefan.
24:36Und daran, dass es meine Schuld ist, dass er nicht mehr lebt.
24:42Es fällt mir so schwer, aber ich muss nach vorne schauen.
24:45Können wir das nicht gemeinsam versuchen?
24:47Ich habe dir nichts zu sagen.
24:54Ich bin eigentlich hergekommen, um dir zu sagen, dass ich schwanger bin.
24:57Dann willst du dein Enkelkind wohl nicht kennenlernen.
25:14Ja, genau.
25:16Notfall, Abdomen-CT.
25:18Dann kann ich den Patienten direkt runterbringen.
25:21Ihr seid super, vielen Dank.
25:25So schlimm?
25:27Moni, kannst du den Patienten Lüttich runter zum CT bringen?
25:33Die Kollegen warten schon.
25:34Klar, kein Problem.
25:35Danke.
25:37Na kommen Sie, ich gebe Ihnen Wasser.
25:54Hallo, Herr Lüttich.
25:57Wir bringen Sie zum Zitrin.
26:05Er hat überhaupt nicht reagiert, als ich ihm das mit dem Baby gesagt habe.
26:09Selbst das ist ihm völlig egal.
26:11Also egal ist ihm das ganz bestimmt nicht.
26:14Er kann es wahrscheinlich einfach nicht so zeigen.
26:16Ich gebe es auf.
26:17Dann muss er sein Leben eben alleine leben.
26:19Ich kann es so nicht weitermachen.
26:20So, gute Neuigkeiten, Frau Dresen.
26:27Ihr Hund ist wohlbehalten wieder aufgetaucht und wird bestens versorgt.
26:30Von wem?
26:32Einem großen Hundefreund.
26:33Aber Sie sollten sich um einen Übernachtungsplatz für ihn kümmern.
26:36Wir müssen Sie bis morgen hier behalten.
26:37Was?
26:38Heißt das, habe ich was Schlimmes?
26:40Die Laborwerte Ihrer Urinprobe haben eine Protein-Uri ergeben.
26:44Also das bedeutet Eiweiß im Urin?
26:46Außerdem besteht eine Veränderung des Nierenparenzyms.
26:48Wir machen morgen eine Ultraschallbiopsie, um Ihr Nierengewebe zu untersuchen.
26:51Ja und was ist mit der Diabetes, die Justus diagnostiziert hat?
26:54Also die fachliche Meinung meines Kollegen werde ich natürlich berücksichtigen.
26:57Aber jetzt warten wir erstmal die morgigen Untersuchungsergebnisse ab.
26:59Ja, aber mein Hundesitter ist noch im Urlaub und abgesehen davon waren Justus und ich noch nie eine Nacht voneinander getrennt.
27:05Aber was ist denn mit Ihren Freundinnen vom Charity-Branch?
27:08Ja genau.
27:09Ja, so gut kenne ich die beiden natürlich auch nicht, als dass ich Ihnen Justus anvertrauen würde.
27:14Aber in Aachen gibt es doch sicher eine Hundepension. Also soll ich da mal nachfragen?
27:17Was? Justus in so einem Zwinger? Nein, also eher verlasse ich diese Klinik.
27:20Was ist denn mit Ihrem Hundefreund, der ihn jetzt betreut?
27:29Ja, das ist die Bilder von Herrn Lüttich.
27:34Ah, super. Na los.
27:37Genau jetzt beginnt Janiks erste Schicht im King-Kal.
27:40Aha, und du machst ihn in die Hose, dass das versemmelt.
27:43Ach, das wird er schon hinkriegen.
27:45Glaube ich auch.
27:46Wobei, ehrlich gesagt, habe ich gerade keine Ahnung, wie er so tickt.
27:48Ja, das weiß er im Moment selbst nicht so genau.
27:50Und da ist so ein Job in der Kneipe genau das Richtige. Es gibt Selbstvertrauen.
27:54Ja, das ist keine Dauerlösung. Der braucht schon wieder eine richtige Perspektive.
27:56Ja, die kriegt er auch.
27:57Ja, es ist einfach nicht so schön zu sehen, dass er gerade so schwimmt.
28:01Verstehe ich auch, aber du machst dir zu viele Gedanken.
28:03Mach ich?
28:04Ja, er ist noch jung. Das wird noch alles.
28:08Immerhin kann ich das mit Oli zusammen angehen.
28:15Ist alles gut?
28:18Nee. Freie Luft im Abdomen.
28:24Herr Lüttich?
28:26Herr Lüttich, hallo.
28:27Ich habe mir gerade Ihre CT-Bilder angesehen und ich befürchte einen akuten Dünndarminfarkt.
28:31Das müssen wir sofort operieren.
28:32Das heißt, die Blutgefäße in Ihrem Darm sind verstopft.
28:35Und mit der OP können Sie das wieder beheben?
28:37Das werden wir leider erst während der OP feststellen.
28:39Es kann gut sein, dass wir Ihnen ein kleines Stückchen vom Dünndarm entfernen müssen.
28:43Herr Lüttich, das ist kein ungefährlicher Eingriff.
28:45Gerade im Anbetracht Ihrer aktuellen kritischen Kreislaufsituation.
28:48Dann kann es sein, dass ich diese Operation gar nicht überliebe.
28:51So eine OP birgt Risiken, aber ich bin mir sicher, Sie schaffen was.
28:53Möchten Sie, dass ich Ihrer Schwiegertochter Bescheid gebe?
28:57Du freut in den OP.
28:59Ich brauche einen Ambu-Beutel.
29:00Ich brauche einen Ambu-Beutel?
29:05Hallo?
29:06Macht ihr mir den OP klar?
29:07Was ist mit ihm?
29:19Er muss notoperiert werden.
29:21Aber was ist denn passiert?
29:22Sie können im Moment nichts für ihn tun.
29:23Ich sage Ihnen Bescheid, sobald die OP vorbei ist.
29:25So, und?
29:37Alles gecheckt?
29:38Denk schon.
29:39Ich meine, irgendwas muss ich ja mal auf die Reihe kriegen.
29:41Läuft gerade nicht so bei dir, ha?
29:43Studium geschmissen.
29:44Hat sich irgendwie nicht mehr richtig angefühlt.
29:46Was hast du denn studiert?
29:47BWL.
29:49Dann hätte ich auch die Biegel gemacht, wenn sie nicht vorher weggepennt wäre.
29:51Na gut, jetzt hänge ich halt in der Luft, ne?
29:55Keine Ahnung, was ich jetzt machen soll.
29:56Weißt du, wenn ich für jeden Job, den ich gemacht habe, einen Zehner bekommen hätte,
29:59dann wäre ich jetzt reich.
30:00Echt?
30:00Du wusstest auch nicht, was du mal später mal machen willst?
30:03Ist doch normal, Alter.
30:05Na dann, welchen Cocktail zeigst du mir als erstes?
30:08Sorry.
30:09Auch ein Barkeeper.
30:10Fängt mal klein an.
30:11Gräser spülen.
30:16Ja, der Pickreis ist gleich soweit.
30:18Was ist mit dem Dressing?
30:19Was übernehme ich?
30:20Ach super, Essig und Öl ist drüben im Schrank.
30:22Ich weiß.
30:23Ich vergesse immer wieder, was du hier mal gewohnt hast.
30:26Wie warst du mal deinen alten Kollegen auf der Wache?
30:28Mega.
30:28Als wäre ich nie weg gewesen.
30:30Ich habe die Jungs und Mädels aber auch echt vermisst.
30:32Das sind deine Kollegen auch früh nicht so nett.
30:34Doch, klar sind die nett.
30:35Ja, aber die Leute in Aachen sind eben einfach die Besten.
30:37So sieht's aus.
30:39Und deine neue Freundin, Simone?
30:40Erzähl mal.
30:42Ja, läuft gut mit, Simone.
30:45Ich mache mal das Dressing.
30:46Okay.
30:50Krass, du hast wirklich mal Puff gearbeitet?
30:53Table Dance Bar.
30:54Ist aber nicht so cool, wie man denkt.
30:56Ziemlich übers Pflaster.
30:57Du, als ich in Südamerika war, da wurde es manchmal auch schon ganz schön gefährlich.
31:01Einmal wollten wir mit dem...
31:01Dein Reisebericht musst du auf später verschieben.
31:04Die ganzen Regale müssen sauber gemacht werden.
31:05Also erst mal Flaschen ausräumen und danach die Gläser.
31:07Hey Jungs, wie läuft's?
31:13Toll, dass ihr immer mal die Regale sauber macht.
31:15Das war schon lange fällig.
31:16Super.
31:17Da du schon mal dabei bist.
31:18Danach könntest du die Kaffeemaschine sauber machen.
31:20Ja?
31:21Danke.
31:22Mir reicht's auch, ja.
31:23Ich verziehe mich nach oben.
31:24War ein langer Tag.
31:25Gute Nacht.
31:25Gute Nacht.
31:26Ich werde's auch mal packen.
31:28Nacht.
31:28Okay.
31:29Okay.
31:30Hey.
31:32Hey.
31:33Hey, hast du schon Feierabend?
31:35Ich dachte, deine Schicht gibt es eins.
31:37Ja.
31:38Ich hatte keinen Bock mehr.
31:40Wie, keinen Bock mehr?
31:42Die haben mich nur Hiwi-Arbeit machen lassen.
31:44Kisten schleppen, putzen und so'n Kram.
31:46Ich bin ja nicht der Depp vom Dienst.
31:48Janik, was hast du erwartet?
31:49Das ist ein Nebenjob in der Gastro.
31:51Ja, aber nicht als Clown für Ron und Safi.
31:54Und jetzt?
31:56Nichts.
31:57Das war's.
31:58Du willst nach einem Abend hinschmeißen?
32:00Naja, das Gastro hat nicht dein Ding.
32:02Was soll's?
32:03Darum geht's ja nicht.
32:05Gut, dann lass ich euch mal alleine.
32:07Nee, ist doch Quatsch.
32:08Bleib hier.
32:08Nee, nee, ich bin total erledigt.
32:10Ich hab's bald schon mal vor.
32:12Na, jetzt erzähl doch mal, was war denn genau los?
32:14Ist irgendwas passiert?
32:31Morgen.
32:32Guten Morgen.
32:33Kaffee?
32:33Unbedingt.
32:37Ich hab' dich gleich nicht mitgekriegt, wenn du gestern ins Bett gekommen bist.
32:39Und du hast auch gepennt wie Stein.
32:41Wir haben noch ewig mit Janik geredet.
32:43Ja, das hat sich aber gelohnt.
32:44Morgen übrigens.
32:45Äh, Duschgel ist immer noch im Beidezimmer Schrank.
32:47Zweites Fach nichts?
32:48Ja, nimm dir, was du brauchst.
32:49Danke.
32:50Danke.
32:50Hat der hier gepennt?
32:59Ja.
32:59Wie gesagt, wir haben die ganze Nacht noch mit Janik destruktiert, da wär's irgendwann
33:03Schwachsinn gewesen, noch ins Hotel zu fallen.
33:05Ja, klar.
33:06Ich weiß, ich hätte dir Bescheid sagen sollen oder so tief geschlafen.
33:15Ist er jetzt sauer?
33:16Nee, warum soll ich sauer sein?
33:17Aber wir haben eine wirklich gute Lösung gefunden für Janik.
33:21Cool.
33:22Was denn für eine?
33:24Also, wir sind darauf gekommen, dass Janik Ollis Job schon immer ziemlich spannend fand.
33:28Und da dachten wir uns, wär's doch ne gute Idee, wenn er ein Praktikum als Rettungssanitäter
33:31macht.
33:32Er ist sogar selber auf die Idee gekommen.
33:33Und er will heute in Ollis alter Wache fragen, ob die nicht ein Platz für ihn haben.
33:38Drückst du ihm die Daumen?
33:40Natürlich, drück ich ihm die Daumen.
33:49Kannst lieb sein.
33:50Mach keinen Quatsch.
33:51Ich bin gleich wieder da.
33:57Und wie war der Abend mit deinem neuen Kumpel?
33:59Schön, schön.
34:00Danke.
34:01Bis auf den Kampf ums Bett.
34:02Und, wer hat gewonnen?
34:04Immerhin hat er mir ein bisschen Platz gelassen.
34:06Und er schnarcht.
34:09Hat er gerade in Ihrem Büro einen Hund gebellt?
34:18Das war Herr Klaassen aus der Buchhaltung.
34:20Der hat doch so einen fürchterlichen Raucherhusten.
34:23Also, ich hätte schwören können, das war ein Hund.
34:25Manchmal hat man solche Sehnes-Täuschungen.
34:30Komisch.
34:30Du musst jetzt ganz stark sein, Alexander.
34:43Frau Dresen wird heute entlassen.
34:45Was?
34:46Heute schon?
34:47Rückt den Hund raus.
34:48Dann war das also gar kein Dünndarm-Infarkt?
34:53Nein, war es nicht.
34:54Es war tatsächlich Ihre Vorgeschichte, die Magenrestriktion damals.
34:58Die war verantwortlich für den drastischen Verlauf Ihrer Pankreatitis.
35:01Wir mussten Ihnen ein kleines Stückchen vom Dünndarm und vom Zwölfingerdarm entfernen.
35:06Werde ich da doch Probleme kriegen?
35:07Voraussichtlich nicht.
35:09Sie müssen sich allerdings an eine spezielle Diät halten, bis sich Ihr Darm wieder vollständig
35:13erholt hat.
35:14Ja.
35:16Ich schicke Ihnen dann gleich die Diätbaraterin vorbei.
35:19Sagen Sie, haben Sie zufällig meine Schliegertochter nochmal gesehen?
35:24Ja, ähm, die befindet sich im Moment als Patientin bei uns.
35:28Wie?
35:29Was hat sie denn?
35:30Ist mit dem Baby alles in Ordnung?
35:31Das darf ich Ihnen leider nicht sagen.
35:33Aber Sie können Sie gerne selber fragen, wenn Sie wollen.
35:35Können Sie Sabrina fragen, ob sie mich sehen will?
35:38Natürlich.
35:40Sehr gern.
35:48Justus!
35:49Oh, du!
35:50Oh, mein Gott!
35:52Das war eine ganz, ganz schlimme Nacht ohne mich, hm?
35:54Das machen wir nie, nie, nie, nie wieder, hm?
35:58Er hat aber nicht in irgendeinem fremden Bett geschlafen.
36:00Oder Hundefutter bekommen.
36:02Na, ab jetzt müssen Sie vermutlich beim Feinkosthändler für ihn einkaufen.
36:07Sie dürfen nach Hause, Frau Dresen.
36:09Deshalb durfte Justus jetzt auch mit Sie abholen.
36:11Und wir haben den Grund für Ihre Beschwerden.
36:13Sie leiden nicht an Diabetes, sondern an einer Poststreptokokon-Glomerulonephrititis.
36:18Ach, he, he.
36:18Also das ist eine Erkrankung der Kapillarknollen in den Nieren,
36:21durch deren kleine Poren das Blut gefiltert wird.
36:23Kein Diabetes und das ist sicher?
36:25Ganz sicher sogar.
36:26Sie hatten vermutlich kürzlich Scharlach und haben das wohl verschleppt.
36:29Ja, aber die Diagnose von Justus war doch eindeutig.
36:32Na ja, die des Labors auch.
36:33Ihr erhöhter Blutzuckerspiegel stammt von diesen extrem zuckerhaltigen Müsli-Regeln,
36:37die Sie ständig zu sich nehmen.
36:39Wie sollten Sie in Zukunft weglassen?
36:41Sie bekommen jetzt einen Blutdrucksenker und was zur Ausschwemmung Ihrer Ödeme
36:43und dann dürften Ihre Beschwerden schnell besser werden.
36:45Und die Justus ist trotzdem etwas ganz Besonderes, ne?
36:47Also wenn auch ganz offensichtlich kein Diabetes-Warnhund.
36:50Ach, nur weil er einmal daneben lag.
36:52Das passiert doch sogar den besten Ärzten.
36:55Und wir verbuchen das einfach mal als Kunstfehler.
36:57Was, Justus?
36:58Und dann wird weiter geschnüffelt, ha?
37:02Vielen Dank nochmal.
37:03Gerne.
37:04Du wolltest mich sprechen?
37:25Es tut mir so leid, Sabrina,
37:29wie ich mich die letzten Hunderten benommen habe.
37:34Du musst mich hassen und ich kann es verstehen.
37:39Ich weiß auch nicht, was mit mir los war.
37:44Stephans Tod hat mich innerlich gelähmt.
37:50Ich wollte unbedingt jemanden dafür verantwortlich machen.
37:55Im Grunde meines Herzens wusste ich, dass dich keine Schuld trifft.
37:57Ich bin...
37:58Schon gut.
38:00Wir haben beide eine schlimme Zeit durchgemacht.
38:04Aber jetzt müssen wir versuchen,
38:10in die Zukunft zu schauen.
38:15Das Baby braucht uns nämlich beide.
38:18Sag mal, du weißt aber schon,
38:31dass du mir noch ein Abendessen schuld hast, ne?
38:33Ja.
38:34Oh, du meinst doch eins bei dir zu Hause?
38:36Mit Kerzen und Rotwein und...
38:37Rotwein und...
38:38Mama!
38:39Es hat geklappt.
38:39Ich hab den Praktikumsplatz.
38:41Nee.
38:42Mega!
38:42Ich bin stolz auf dich.
38:44Wann geht's los?
38:44Morgen fang ich an.
38:46Morgen schon?
38:47Also, wenn dir das zu schnell geht,
38:48kann ich auch noch ein bisschen bei dir rumchillen.
38:49Nee, nee, nee.
38:50Es hat dich ausgechillt.
38:51Ab morgen wird ein Leben gerettet.
38:53Und ich kann meine Wohnung in Hamburg behalten.
38:54Ich bekomme jetzt nämlich Gehalt
38:55und davon gebe ich euch was zur Miete dazu.
38:57Ja, Gehalt.
38:59Also, pass auf.
39:00Du hast dich ins Zeug gelegt,
39:01du hast Einsatz gezeigt
39:02und das unterstützen wir gerne weiter.
39:03Herzlichen Glückwunsch.
39:05Und darauf stoßen wir heute Abend an.
39:07Ah, dann hat das geklappt
39:09mit deiner Urlaubsverlängerung.
39:10Ja, ich kann auch eine Woche länger in Aachen bleiben.
39:12Sagen wir los?
39:14Bis später.
39:15So.
39:15Ciao.
39:17Olli bleibt jetzt noch eine Woche länger?
39:19Ja.
39:20Was würdest du mir mal sagen können?
39:22Ja, wir trauen dem Frieden noch nicht so ganz.
39:24Wenn Yannick das Praktikum aussausen lässt,
39:26muss Olli direkt wieder hier antanzen.
39:28Dann bleibt er lieber noch ein paar Tage.
39:29Ja, klar.
39:30Und in der Zeitwohnung dann bei dir?
39:33Nee.
39:36Bist du eifersüchtig?
39:38Nein.
39:54Sous-titrage ST' 501
39:55Bis zum nächsten Mal.
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