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Das Weiße Kreuz (auch Türkenkreuz genannt) ist eine historische Gedenkstätte in der Marktgemeinde Mogersdorf im südlichen Burgenland (Österreich), direkt am westlichen Ortsrand an der Straße Richtung Jennersdorf.
Historischer Hintergrund
Es erinnert an die Schlacht bei Mogersdorf (auch Schlacht bei St. Gotthard-Mogersdorf) am 1. August 1664. In dieser entscheidenden Auseinandersetzung im Österreichischen Türkenkrieg von 1663/1664 besiegte ein vereintes christliches Heer unter dem Oberbefehl des italienischen Feldherrn Raimondo Graf Montecuccoli ein zahlenmäßig überlegenes osmanisches Heer unter Großwesir Köprülü Fazıl Ahmed Pascha. Die Schlacht fand an der Raab statt; das Hochwasser des Flusses spielte eine entscheidende Rolle, da viele osmanische Soldaten beim Rückzug ertranken. Der Sieg stoppte den osmanischen Vormarsch Richtung Wien und ebnete den Weg zum Frieden von Vasvár (Eisenburg) kurz darauf.
Beschreibung der Gedenkstätte
Das Weiße Kreuz wurde 1840 errichtet, an einer Stelle, die als Massengrab (sogenannter "Türkenfriedhof") für viele Gefallene der Schlacht gilt. Bei Grabungen 1839 wurden zahlreiche Gebeine gefunden. Es handelt sich um ein schlichtes, steinernes Kreuz (ursprünglich weiß, heute eher grau und moosbewachsen), umgeben von einem Zaun und Bäumen. Es trägt eine Inschrift zur Erinnerung an die gefallenen christlichen Soldaten.
Seit 1964 ist es restauriert und seit 2002 denkmalgeschützt. Im Sinne der Versöhnung wurde 1984 ein Gedenkstein für die gefallenen osmanischen Soldaten hinzugefügt. In der Nähe steht die Annakapelle (1670 gestiftet).
Das Weiße Kreuz ist Teil eines größeren Gedenkkomplexes in Mogersdorf, zu dem auch die moderne Gedächtnisstätte auf dem Schlösslberg (mit Museum und großem Betonkreuz, errichtet 1964) gehört.

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