00:00Das Unterstützungsprogramm Gesund aus der Krise für die psychische Gesundheit junger Menschen
00:05hilft Kindern und Jugendlichen nachweislich bei psychischen Problemen.
00:09Laut einer Analyse der Universität Innsbruck fühlen sich 93 Prozent nach der Behandlung besser,
00:15berichtete Gesundheitsministerin Corinna Schumann am Freitag.
00:18Die vergangenen Jahre waren für junge Menschen besonders fordernd.
00:23Wir haben Kriege, globale Unsicherheiten, Wirtschaftskrisen, soziale Spannungen.
00:27Alles das lagert sich schichtenweise aufeinander und zusätzlich eine digitale Welt,
00:33die ununterbrochen auf sie einwirkt und all das hinterlässt Spuren.
00:36Und genau deshalb ist Gesund aus der Krise so wichtig.
00:40Dieses Projekt verschafft verlässliche Strukturen, die jungen Menschen rasch und ürungunbürokratisch
00:46Zugang zu qualitätsgesicherten Unterstützungen ermöglichen.
00:49Genau in dem Moment, in dem sie heute ihre Hilfe dringend brauchen.
00:53Eine neue Evaluierung der Universität Innsbruck bestätigt eindrucksvoll,
00:58was wir aus der Praxis schon vermutet haben.
01:00Gesund aus der Krise erreicht genau jene junge Menschen,
01:04die sonst nur schwer Zugang zu Versorgung und entsprechender Unterstützung hätten.
01:10Fast 50.000 Kinder und Jugendliche konnten insgesamt seit 2022 unterstützt werden.
01:17Ein Anruf genügt, ein E-Mail genügt, ein Formular auszufüllen im Netz und geht bei uns direkt ein.
01:27Wir gehen in unsere Datenbank, schauen, wen haben wir in Krammert-Neusiedl zum Beispiel an einer erfahrenen Kinderpsychologin oder Kinderpsychotherapeutin.
01:37Und zack, dort wird angerufen, kontaktiert.
01:40Das haben wir mittlerweile auch schon mit einem EDV-Programm, wie viele Ressourcen hat wer.
01:43Ganz toll. Und wenn da ein Platz ist, dann gehen wir zurück, kriegst du einen elektronischen Gutschein,
01:50damit das sicher ist, ja, du hast einen Platz.
01:52Und innerhalb vom Durchschnitt von diesen vielen Daten, die wir jetzt haben, von zehn Tagen, wird dir geholfen.
01:59Egal wo, österreichweit.
02:01Zu all den Problemen kommen mit den sozialen Medien noch ein weiterer, ganz zentraler Faktor hinzu.
02:07Viele Jugendliche verbringen täglich Unmengen an Zeit auf den verschiedensten Plattformen.
02:13Und sie können in keinster Weise abschätzen, welche negativen Konsequenzen durch den Konsum entstehen können.
02:20Denn soziale Medien können psychische Unsicherheiten noch weiter verstärken.
02:26Kinder und Jugendliche werden dort mit Krisenbildern, Gewaltvideos und nicht altersgerechten Inhalten konfrontiert.
02:33Ungefiltert und jederzeit verfügbar.
02:38Für viele entsteht dadurch eine permanente Alarmbereitschaft.
02:43Die Expertinnen sprechen sich daher für eine Altersgrenze in den sozialen Medien aus.