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  • vor 2 Monaten
Vorbereiten, looten und wieder sicher nach Hause - So weit, so bekannt aus anderen Extraction Shootern. Braucht es da wirklich NOCH ein Spiel, in diesem fast übersättigten Genre? Ich sage: Auf jeden Fall! Denn nicht ohne Grund hat ARC Raiders auf Steam bereits über 300.000 gleichzeitig aktive User auf Steam gehabt! Und im Test verrate ich euch, wieso es das absolut verdient hat!
Transkript
00:00So, ich habe den Rucksack voller Loot, da ist der Ausgang. Nichts wie weg hier.
00:05Mist, da ist ein anderer Spieler. Okay, der ist freundlich, dann helfe ich ihm mit der Drohne.
00:10Huch, wer kommt denn da noch aus den Büschen? Ich habe die ganze Runde lang Geräusche von
00:16anderen Raidern gehört und war vorsichtig und jetzt sind die alle freundlich. Diese
00:22Geschichten, die nur Ark Raiders schreibt, sind das absolute Highlight des Spiels. Vier Fremde,
00:27die gerade alle ihr eigenes Ding gemacht haben und dann gemeinsam extrahieren. Klar,
00:33ich hätte jetzt auch Streit mit der Gruppe anfangen können und versuchen, mir ihren Loot zu schnappen,
00:37aber anders als in vielen Extraction-Shootern lohnt es sich oft gar nicht so sehr,
00:42gegen andere Spieler zu kämpfen. Es geht nicht darum, die Runde zu gewinnen. Stattdessen begebe
00:48ich mich in kurzen Runs alleine im Duo oder Trio auf eine der vier Karten.
00:52Ich erkunde Ruinen, erledige Missionen, loote, was das Zeug hält und kämpfe ums Überleben.
01:04Sind die Taschen voll oder die 30-minütige Runde vorbei, begebe ich mich zu einem Ausgang und muss
01:14mein Zeug sicher nach Hause bringen. Sterbe ich oder verlasse die Map nicht rechtzeitig, verliere ich
01:20alles, was ich in dieser Runde gesammelt habe. Soweit so bekannt aus anderen Extraction-Shootern.
01:25Braucht es da wirklich noch ein Spiel in diesem fast übersättigten Genre? Ich sage auf jeden Fall.
01:34Und ganz viele andere sagen das auch. R-Graders hat jetzt schon über 300.000 gleichzeitig Aktivspielende
01:41auf Steam gehabt und ich erkläre euch jetzt, wieso es das absolut verdient hat. Der größte Platzhirsch im
01:47Extraction-Genre ist natürlich Escape from Tarkov. Mit seinem knallharten Militär-Sim-Ansatz,
01:53bei dem Sekundenbruchteile über Leben oder Tod entscheiden, erfordert Tarkov Nerven wie Drahtseile.
01:59Es zählen Kaliber, Rüstungswerte, verletzte Gliedmaßen und etliche Waffenaufsätze. Ark Raiders
02:06ist wesentlich einsteigerfreundlicher. Im Internet habe ich schon immer mal wieder die Bezeichnung Tarkov
02:12für Berufstätige gesehen und irgendwie passt das. Das geht schon mit der Kameraperspektive los.
02:18Statt Ego-Ansicht bin ich in der Third-Person-Perspektive unterwegs. Die Kamera gewährt mir mehr Übersicht,
02:25taktische Bewegung und ein deutlich filmischeres Spielgefühl. Außerdem sehe ich so viel mehr von
02:31der wirklich wunderschönen Spielwelt. Ark Raiders spielt in einer retro-futuristischen Version Italiens.
02:37Die Menschheit hat sich nach einem verlorenen Krieg gegen Roboterwesen, die sogenannten Arcs,
02:42unter die Erde zurückgezogen. Dort liegt meine Heimatbasis, die unterirdische Stadt Speranza.
02:47Die Raider, also diejenigen, die die Oberfläche nach Ressourcen abgrasen, sind nicht wie bei Tarkov
02:53in dunkle Militäruniformen gekleidet. Stattdessen tragen die Charaktere bunte,
02:57farbenfrohe Astronautenanzüge oder 60er Jahre Rallye-Uniformen. Zusammengeschustert,
03:03zweckentfremdet und neugenäht. Und noch dazu die atemberaubende Vista der italienischen Alpen,
03:09im Sand vergrabene Städte und verlassene Raumhäfen. Dieses Setting ist so frisch und
03:15unverbraucht, ich habe das noch nirgendwo so gesehen. Wenn ich mir einen Namen für dieses Sci-Fi
03:21Subgenre ausdenken dürfte, wäre es vermutlich Vespapunk. Oder Vespunk, wenn ihr nicht so viel Zeit
03:28habt. Obendrein gibt's draußen dynamische Wettereffekte und wunderschöne Sonnenuntergänge,
03:34drinnen wirbelt Staub auf und das Licht fällt durch zerbrochene Fenster. Hier zeigt die Unreal
03:39Engine 5 wirklich was sie drauf hat. Selbst auf den höchsten Einstellungen bleibt die Performance
03:45stabil, ohne sichtbare Framedrops oder Nachladeruckler. Auf meiner RTX 5080 hatte ich permanent 140 Frames
03:51bei 2K Auflösung. Aber auch auf einer RTX 3080 mit allen Einstellungen auf Episch in WQHD Auflösung
03:59und Ultrawide rutschte das Spiel bei Kollege Dimi nicht einmal unter die 60FPS Grenze. Arc Raiders
04:06erscheint nicht als Early Access, das ist ein fertiges und rundes Ding. Und das merkt man.
04:12Aber zurück zum Gameplay. Der Spielablauf ist generell so, wie man es von anderen Extraction-Shootern kennt.
04:20In meiner Basis bereite ich mich auf meinen Run vor, indem ich Waffen ausrüste und Heil-Items mitnehme.
04:26Arc Raiders verzichtet hierbei jedoch auf dutzende Kaliber und Rüstungslevel. Es gibt leichte,
04:31mittlere und schwere Muni, Shotgun-Patronen, Plasma-Batterien und Muni für Granatwerfer.
04:36Rüstung gibt's als leichte, mittlere und schwere Schilde. Das war's. Bei den 20 Waffen gibt's aktuell
04:42Pistolen, Sturmgewehre, Sniper-Rifles, Shotguns, alles was man aus dem Shooter-Genre so kennt,
04:48ein bisschen mehr Varianz würde aber nicht schaden.
04:51Ganz besonders glänzen die Waffen in den Gefechten mit den Arc Gegnern. Wenn man den
04:56Propeller einer Drohne mit schwerer Munition wegschießt, wird die Drohne davon richtig
05:00herumgewirbelt und versucht die Balance wieder zu finden. Das sieht total cool aus und gibt
05:06dem Gunplay diese physische Wucht. Ich spüre den Impact, den ich auf die Spielwelt habe.
05:12Die Maschinen sind eh die heimlichen Stars von Arc Raiders. Die Klappergestelle entwickeln
05:18ihre ganz eigenen Persönlichkeiten. Ich hasse zum Beispiel den Snitch. Der spottet einen,
05:24guft Verstärkung und verdünnisiert sich einfach. Und wer einmal einen Leaper aus großer Entfernung
05:31beschossen hat, lernt ganz schnell woher das Ding seinen Namen hat.
05:36Die KI Gegner sind kein bloßes Kanonenfutter. Wer vor den Dingern keinen Respekt hat, bereut
05:46es schnell. Nur im Kampf gegen andere Raider mangelt es leider an guten Trefferfeedback.
05:53Dass ich meinen Gegner treffe, höre ich meist nur am Zerbrechen seines Schildes und gäbe es die
05:59rote Leuchtfackel nicht, die markiert, dass ein Raider down ist, würde man auch das vielleicht
06:04nicht immer so gut mitbekommen. Für ehemalige Battlefield-Devs ist das etwas schwach. Gezwungen
06:11wird man zum PvP aber nicht. Es gibt auch keine schrumpfenden Spielbereiche oder so,
06:19ich bestimme das Tempo selbst. Ich kann zwar aufs offene Gefecht gehen oder am Ausgang lauern. Und
06:26würde es den PvP-Aspekt nicht geben, wäre Arc Raiders vermutlich lange nicht so spannend.
06:31Aber ich kann natürlich auch leise im Regen durch die Ruinen schleichen. Das fühlt und hört sich
06:39teilweise richtig meditativ an.
06:41An der Stelle muss ich jetzt nochmal explizit das Sounddesign loben. Jeder Arc, jeder Schritt,
06:57jedes Waffenklappern hört sich richtig gut an. Wenn ich die Ohren spitze, kann ich genau abschätzen,
07:03wo gerade jemand eine Truhe öffnet oder Items nutzt. Da kann es Arc Raiders ganz leicht mit
07:09Konkurrenten wie Hunt Showdown aufnehmen. Und ich will dem Team von Embark Studios Danke sagen.
07:15Danke, liebe Embark Studios. Danke, dass wenn ich auf ein Geheimnis stoße, kein Pop-up auf meinem
07:21Bildschirm erscheint, keine neue Quest in meinem Logbuch ist und vor allem, dass mein Charakter die
07:26Schnauze hält und nicht sagt, oh, ich glaube hier ist etwas versteckt. Ich sollte mir diese Tür noch
07:32einmal anschauen. Ja, danke, weiß ich. Stattdessen habe ich Situationen wie hier. Ich finde diese Batterie auf
07:38dem Boden, ein paar Meter weiter, findet mein Duo Partner eine elektronisch verschlossene Luke.
07:43Die Kabel von dieser Luke führen uns zu einem Schaltkasten, in den die gefundene Batterie
07:51perfekt hineinpasst. Die Tür bleibt aber weiterhin verschlossen. Moment, da sind ja noch zwei weitere
07:59Kabel. Nach kurzer Suche ist die Luke offen und das wertvolle Loot unser. Es fühlt sich so cool an,
08:06die Hinweise selbst zu finden und richtig zu deuten. Die Detailverliebtheit von Ark Raiders geht sogar
08:12noch weiter. Hier sitze ich im Lager meines Raiders. Seht ihr diese Jacke auf dem Boden? Wenn ich jetzt in
08:19mein Inventar gehe und die Jacke zerlege, verschwindet sie auch hier unterm Bett. Wie cool ist das denn bitte?
08:27Ihr merkt schon, durch die Kameraperspektive, die immersive Welt und die Balance zwischen PvE und PvP ist
08:35Ark Raiders wesentlich zugänglicher als beispielsweise eben Tarkov. Und auch wenn man mal in einer Runde all
08:42sein schönes Loot verliert, federt Ark Raiders diesen Verlust ab. Denn durch Looting, Kämpfe und so weiter
08:48verdiene ich Erfahrungspunkte, mit denen ich kleine, aber sehr nützliche Boni freischalte, wie schnellere
08:55Ausdauerregeneration oder leiseres Durchsuchen von Kisten. Soviel Ark Raiders aber auch richtig
09:01macht, ist noch längst nicht alles perfekt. Zum Beispiel ist trotz der besseren Zugänglichkeit,
09:06der Einstieg nicht super leicht.
09:08Gerade in den ersten Spielstunden herrscht viel Verwirrung, wie das Spiel eigentlich funktioniert.
09:24Ich musste beispielsweise erst lernen, dass es völlig in Ordnung ist, nach einem kurzen 10minütigen Run
09:30schon wieder nach Hause zu gehen. Was soll ich auch noch auf der Map erleben, wenn mein Inventar voll ist?
09:36Mit etwas Geduld kommt man aber gut in den Spielfluss rein. Mein Tipp, erledigt die Quests. Die bringen
09:42einem viele versteckte Spielmechaniken bei. Zum Beispiel, dass man die Kerne von Fireball Arcs auch
09:47als Granaten benutzen kann. Auch nach mehreren Spielstunden bin ich außerdem super unsicher,
09:56welche Items ich tatsächlich brauche und welche nicht. Bei vielen Items steht dabei, dass man sie für
10:02Ressourcen recyceln kann. Und dann braucht man sie doch noch fürs nächste Werkbank-Upgrade.
10:07Verfolgt die Ressourcen, die ihr für Upgrades sucht, am besten mit dem Tracker. Dann werden euch diese
10:15Items mit einem Auge-Symbol hervorgehoben. Sehr nützlich.
10:19Außerdem wünsche ich mir eine Funktion, Loadouts zu erstellen. Dass ich mit einem Klick meine Standard-Items
10:24ins Inventar lade und fehlende Items automatisch gecraftet werde, sofern verfügbar. Und es wäre
10:31richtig schön, wenn das eigene Lager nicht nur ein Menü wäre, sondern ein tatsächlicher
10:36dreidimensionaler Raum, wo man eventuell sogar anderen Raidern begegnet. Ich stelle mir das so ein
10:41bisschen wie die Mehrspieler-Hubs aus der Monster Hunter Reihe vor. Zu den aktuell vier Maps soll im
10:47November bereits die fünfte hinzukommen. Außerdem gibt es zwei neue Arcs, neue Items, Quests und mehr.
10:53Im Dezember soll es dann Schneewetter geben, ein neues Event, ein neues Raider-Deck, also diesen
10:58Battle Pass und die Expeditionen, das Prestige-System von Ark Raiders.
11:03Also, lohnen sich die 40 Euro für Ark Raiders? Am Ende müsst ihr das natürlich selbst entscheiden.
11:10Wenn euch das Spiel neugierig macht und ihr schon immer mal Lust auf einen Extraction-Shooter hattet,
11:16die euch aber immer zu Hardcore waren, könnte Ark Raiders genau das Richtige für euch sein.
11:21Außerdem ist es in meinen Augen der beste Extraction-Shooter für Solo-Spieler. Wer
11:27aber gar nichts mit PvP anfangen kann oder es nicht mag, seine Items zu verlieren,
11:32sollte vermutlich die Finger davon lassen. Auch Ark Raiders wird nicht für alle etwas sein.
11:38Viele wünschen sich mehr PvP, andere wollen komplette PvE-Modi. Wer beides mag, findet hier ein
11:44Spiel, das einen fantastischen Spagat zwischen beidem schafft. Ark Raiders zeigt, wie viel
11:50unerforschter Boden im recht jungen Genre der Extraction-Shooter noch übrig ist. Ich bin
11:56gespannt, wie es in Zukunft mit diesem Spiel und dem Genre an sich noch weitergeht.
12:01Erzählt mal, was sind eure spannendsten Geschichten aus Ark Raiders? Schreibt sie mir mal unbedingt in
12:08die Kommentare. Alles klar, dat wärs von mir, ich sag kick mal wieder in und tschüss, euer Paul.
12:31Das war so gut, danke.
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