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00:00The arm is just there.
00:02For me it's not like my arm.
00:04It's for me a thing,
00:06which I have to do with.
00:08I had the idea,
00:10my arm to amputate.
00:20I'm Kimberly,
00:2225 years old.
00:24I had a work accident,
00:26which was very difficult for me.
00:28And now it's my wish,
00:30my left arm to amputate.
00:38I'm a maler-lackierer
00:40Fußboden-Technikerin.
00:42And we're just here
00:44on the Rohbau of my chef.
00:46I often look at my
00:48baustellen.
00:52It's always welcome,
00:54when I go to the company
00:56with my chef
00:58z.B.
00:59on the Baubsuchen
01:00I'm always a part of it.
01:02I'm always a part of it.
01:04I'm always a part of it.
01:06I'm always a part of it.
01:08I'm not a part of it.
01:10But what I'm a part of it
01:12is to say,
01:14I can stand up,
01:16I can do a few steps.
01:18But I need to do something
01:20that I can't go up,
01:22so that I can hold myself
01:24and feel free
01:26so that I can move
01:28a little bit.
01:30On the day,
01:32when the Unfall happened,
01:34it was all relatively normal.
01:36It was like a Treppe.
01:38Then I began to
01:40the Estrich out to stem.
01:42Then I was just with the hammer
01:44and hit me
01:45on the wrist.
01:47Of course,
01:49it was really
01:50it was really
01:51the pain.
01:52But I thought,
01:53oh my God,
01:54I've got my hands
01:55and got my hands
01:56and got my hands
01:57and then
01:58it's all again.
01:59I really thought
02:00that tomorrow
02:02is tomorrow
02:03and tomorrow
02:04again.
02:05And now,
02:064,5 years later,
02:07I'm sitting
02:08the most of the time
02:09in the chair
02:10and if I had
02:11anyone said
02:12that,
02:13I didn't believe
02:14that.
02:15When I was 13,
02:17I made my first
02:18practice,
02:19I realized
02:20that,
02:21that I would like
02:22to do
02:23again.
02:24Always
02:25on my mind.
02:26I was
02:2717
02:28already finished
02:29with the
02:30training.
02:31I worked
02:32very well
02:33and worked
02:34for me.
02:35It was
02:36like
02:37my second
02:38family.
02:39I went
02:40every day
02:41to work.
02:43That was
02:44for me
02:45everything.
02:47The
02:48Unfall
02:49is now 4,5 Jahre
02:50her.
02:51On the
02:52work
02:53happened to me
02:54that I
02:55knitted
02:56or
02:57stoned.
02:58I
02:59thought
03:00about
03:01nothing.
03:02I thought
03:03that
03:04I should
03:05look at
03:06the
03:07doctor
03:08control.
03:09He moved
03:10my hand
03:11through.
03:12He was
03:13very
03:14very
03:15and
03:16sent me
03:17for 2
03:18weeks
03:19krank
03:20geschrieben.
03:21Die
03:22Schmerzen
03:23wurden
03:24immer
03:25schlimmer.
03:26Die
03:27Hand
03:28war
03:29wie ein
03:30Ball.
03:31Dunkelblau,
03:32fast
03:33schon
03:34schwarz.
03:35Ich
03:36hatte
03:37eine
03:38Bekannte
03:39angerufen.
03:40Die
03:41hat mich
03:42ins Krankenhaus gebracht.
03:43Ich hatte
03:44noch eine
03:45Gipsschiene bekommen,
03:46damit die
03:47Hand
03:48ruhig gelagert ist.
03:49Ich bin dann aufs Zimmer gekommen,
03:50war vier Tage stationär.
03:51Die Ärzte haben zu mir gesagt,
03:52gerade am Anfang,
03:53es wird natürlich wieder alles gut,
03:54es wird aber ein bisschen dauern.
03:55Die haben gesagt,
03:56so vier bis sechs Wochen
03:57wird es schon dauern,
03:59bis ich die Hand wieder ganz normal benutzen kann.
04:02Es war so, dass es immer wieder dick geworden ist,
04:06dass es wieder angelaufen ist,
04:08es war
04:09wieder
04:11dunkelblau, dann sah es einen Tag wieder normal aus.
04:14Und da habe ich mich schon gefragt,
04:16wie es weitergehen soll,
04:19weil ich immer weggeschickt werde und immer gesagt wird,
04:22da ist nichts.
04:26Nach vier Monaten hatte sich dann die Berufsgenossenschaft
04:29bei mir gemeldet.
04:31Und hatten gefragt,
04:33was denn da los ist.
04:35Und ich habe dann der Berufsgenossenschaft auch gesagt,
04:38dass ich meinen Arm nicht mehr bewegen kann
04:41und dass ich auch keine Berührung mehr am Arm ertrage,
04:45weil es einfach so schmerzhaft ist.
04:47Und da haben die gesagt,
04:50okay, irgendwas stimmt nicht,
04:52kommen Sie bitte bei uns in die BG-Ambulanz.
04:55Dort kam dann das erste Mal die Verdachtsdiagnose
04:58CHPS.
05:10Wo ich das erste Mal meine Verdachtsdiagnose bekommen habe,
05:14wusste ich erst mal gar nichts.
05:16Dann musste ich mich auch erst mal schlau machen.
05:18Was habe ich jetzt genau?
05:20Für mich bedeutet Diagnose,
05:22dass ich mein Leben lang auf jeden Fall mit starken Schmerzen zu tun haben werde,
05:26auf Hilfe angewiesen bin und auf jeden Fall noch eine ganze Menge auf mich zukommen wird.
05:31Ich hatte mit 19 quasi mein erstes Haus gemietet.
05:39Ich habe mir da alles schön gemacht.
05:41Und dann ist der Unfall passiert.
05:44Und dann musste ich raus.
05:46Ich habe ganz, ganz lange geweint.
05:48Also ich bin total zusammengebrochen,
05:51weil mir das einfach so weht hat, alles zu verlieren.
05:55Was bei mir zu Hause wirklich super wichtig ist,
05:59ich muss alles ebenerdig haben,
06:01damit ich wirklich überall gut hinkomme.
06:03Dass ich wirklich in jeden Raum reinkomme.
06:05Genauso wie ins Bett, in die Küche, ins Wohnzimmer, Esszimmer, Badezimmer.
06:10Also es war wirklich schon sehr wichtig,
06:12dass ich mich hier auch selbstständig und frei bewegen kann.
06:15Jede Berührung tat mir weh.
06:21Und das wurde im Verlauf immer schlechter.
06:25Also irgendwann war es so,
06:27dass ich selber gar nicht mehr meinen Arm anfassen konnte.
06:30Ich konnte die Finger nicht mehr strecken, nicht mehr beugen.
06:33Es ging wirklich gar nichts mehr.
06:35Und dann hatte ich die Hand die ganze Zeit in einer Schonhaltung.
06:38Und so ist sie dann auch langsam versteift.
06:41Irgendwann habe ich gemerkt, wenn ich stand,
06:47wurde mein Bein dick, es wurde auch blau.
06:50Ich hatte Probleme zum Beispiel,
06:52überhaupt nur eine Jeanshose anzuziehen,
06:54weil mein Bein gebrannt hatte.
06:57Das fing so nach zwei Jahren ungefähr an,
06:59dass ich die ersten Symptome dort hatte.
07:02Und ich wusste da schon,
07:04dass das bei CHPS-Patienten passieren kann.
07:08dass sie auch in anderen Extremitäten überspringt.
07:12Die Diagnose CHPS im Bein und Arm,
07:16das war für mich wie ein Untergang.
07:19Es war für mich die Hölle,
07:21wo ich das auch noch schwarz auf weiß hatte.
07:24Ich wusste überhaupt gar nicht, wie es weitergeht.
07:30Relativ zügig kam dann der Rollstuhl.
07:34Ich wollte das mit meinem Arm damals schon nicht akzeptieren.
07:38Und dann war das für mich mit den Beinen noch viel schlimmer.
07:41Und wo ich dann das erste Mal Probe saß im Rollstuhl,
07:46da wär ich fast durchgedreht.
07:50Also es war für mich eine reinste Katastrophe.
07:53Ich konnte mir das einfach nicht vorstellen,
07:55dass es von so einer kleinen Verletzung
07:57so was kommen kann.
07:59Der Tiefpunkt war wirklich, wo ich gesagt habe,
08:05ich will nicht mehr.
08:07Also ...
08:09Ja, das war wirklich, wo ich gesagt habe,
08:11nee, ich ...
08:13Am liebsten, ich will nicht mehr leben.
08:27Weil das ...
08:29Weil man irgendwie alles verloren hat
08:31und alles sich eigentlich nur noch um die Krankheit gedreht hat.
08:35Aber ...
08:39Auch da hab ich mich relativ schnell wieder gefangen.
08:45Und ...
08:46hab gesagt, nee, ich will weitermachen.
08:49Ich will nicht, dass die Krankheit im Vordergrund steht.
08:57Also, früher als kleines Kind saß ich schon öfters auf dem Pferd.
09:00Aber ich wollte dann noch mal versuchen, reiten zu lernen.
09:05Ich hab eigentlich damit gerechnet,
09:07dass das nicht funktioniert.
09:09Wenn ich sage, ja, mit meinem Arm hab ich Probleme,
09:12sitzt die meiste Zeit im Rollstuhl.
09:14Da bin ich eigentlich davon ausgegangen,
09:16dass das nicht funktioniert.
09:17Aber ...
09:18Dann saß ich auch schon das erste Mal auf dem Pferd.
09:21Und ...
09:22Es war wirklich ...
09:24total befreiend,
09:25weil ich damit einfach überhaupt nicht gerechnet habe.
09:28Für mich war das auch so eine kleine, große Aufgabe.
09:32Aber man wächst mit seinen Aufgaben
09:34und irgendwie hat man sich dann so zusammen drauf eingestellt
09:37und das irgendwie hingekriegt.
09:39Ja.
09:40Und Kim will auch wirklich reiten.
09:41Also, die will das, liebt Pferde.
09:43Ist sehr willensstark
09:44und probiert auch wirklich, dass sie das wirklich schafft.
09:46Und gibt nicht auf.
09:48Ähm ...
09:49Ja, und das funktioniert halt beim Reiten.
09:51Man steigert sich immer.
09:53Auch wenn es mal einen Tag gibt, wo ich wirklich extreme Schmerzen habe,
10:03sage ich auch mal öfters,
10:05nee, das schaffe ich heute nicht.
10:07Ja, und im Endeffekt sitze ich dann doch wieder auf dem Pferd.
10:10Also, das motiviert mich schon extrem, einfach weiterzumachen.
10:14Ich finde das schön, dass ich Kim auf diesem Weg begleiten kann
10:17und dass ich sie auf irgendeine Art und Weise auch glücklich kriege.
10:21Und ja, es macht einfach Spaß, da Leute weiterzukriegen
10:25in dem Sinne, trotz Einschränkungen.
10:27Für mich heißt es einfach auch, ein Stück weit frei zu sein.
10:31Es ist einfach ein wunderschönes Gefühl, mit den Tieren zusammenzuarbeiten,
10:34mit den Tieren auch zu wachsen, immer wieder was Neues zu lernen.
10:38Gerade morgens, wenn ich aufstehe und die Gelenke so ein bisschen in den Gang kommen,
10:45ist es schon so, dass die Schmerzen morgens auch sehr hoch sind.
10:49Dass ich viele Tabletten nehmen muss, um das irgendwie in den Griff zu bekommen.
11:02Ich mache viel Ergotherapie, aber ...
11:05Das, was jetzt quasi eingesteift ist, das wird man nicht wieder hinbekommen.
11:12Also, es geht jetzt eigentlich bei der Therapie nur noch darum,
11:16dass es auf dem Stand bleibt.
11:19Wenn man Einschränkungen hat, dann ist das wirklich so,
11:22dass dir erst dann wirklich bewusst wird, was wirklich wichtig ist.
11:27Gesundheit, Familie, dass man Freunde hat, dass wirklich jemand hinter dir steht.
11:32Und wenn man dann eine Person gefunden hat,
11:35die das wirklich alles mit einem durchsteht,
11:37das ist natürlich ...
11:38Das gibt einen viel mehr als alles andere.
11:40Wir haben uns im Internet kennengelernt.
11:47Das war vor drei Jahren.
11:50Und geheiratet haben wir am 14.10.2023.
11:56Ich habe sie ja direkt so kennengelernt und ich habe sie da als ganz normale Frau gesehen.
12:06Und ich habe da so die Beeinträchtigungen gar nicht wahrgenommen.
12:10Also, das ist schon ziemlich schwierig, dass, wenn sie wirklich neben mir sitzt,
12:15starke Schmerzen hat oder Krampfanfälle, dass man da wirklich hilflos ist,
12:19kann quasi nur die Hand halten.
12:21Das nimmt einen schon manchmal ganz schön mit.
12:26Es ist schon, dass ich da ein bisschen mit Depressionen zu kämpfen hatte.
12:29Und ja, aber inzwischen komme ich damit ganz gut zurecht.
12:33Ja, das stimmt.
12:34Wir reden halt viel darüber und das hilft am meisten.
12:38Das stimmt.
12:39Und gerade auch, wenn der ein oder andere vielleicht auch mal was zu viel wird,
12:43das ist auch total wichtig, dass man das sagt, darüber spricht,
12:46dass man darauf auch Rücksicht nimmt, dass es in dem Moment einfach zu viel ist,
12:49was vielleicht an anderen Tagen völlig in Ordnung war.
12:52heißt es nicht, dass es an den anderen Tagen auch okay ist.
12:58Bei mir ist es wirklich so, dass sich viel eigentlich um die Amputation dreht.
13:01Für mich steht das quasi schon fest.
13:03Und das lässt mich hauptsächlich eigentlich weitermachen.
13:08Die Ärzte haben das sehr unterschiedlich aufgenommen.
13:11Natürlich konnten alle es sehr gut verstehen.
13:14Aber die Angst besteht einfach darin,
13:17dass man eigentlich nicht in einen CAPS rein operiert.
13:22Und es könnte natürlich auch sein, dass es dann weiter wandert.
13:26Die Ärzte haben da nicht so ein gutes Gefühl bei der Sache,
13:29weil man nie weiß, was passiert mit dem CAPS.
13:33Aber es kann sein, dass durch die Amputation,
13:36dass sich das vielleicht sogar mit dem Bein ein bisschen besser entwickelt.
13:39Dass es nicht so schlimm wird wie zum Beispiel mit dem Arm.
13:42Das kann sein.
13:44Also man sollte das nie festlegen.
13:47Aber ausprobieren wäre auf jeden Fall für mich eine Option.
13:52Auch wenn das mit dem Bein überhaupt keine Rolle spielen würde,
13:56würde ich es trotzdem auf jeden Fall machen.
13:58Ich hoffe natürlich immer noch,
14:00dass ich irgendwann einen Arzt finde,
14:02der sich daran traut mit gutem Gewissen
14:04und wir das mit der Amputation starten können.
14:09Also wenn ich jetzt hier auf dem Bau bin,
14:11die Räumlichkeiten sehe,
14:13der Bau ist hier noch nicht fertig.
14:15Also wenn ich das so sehe,
14:16ich würde am liebsten meine Klamotten anziehen
14:18und auf der Baustelle und sofort wieder anfangen zu arbeiten.
14:22Gerade wenn ich das hier sehe,
14:23man denkt wieder an viele Sachen,
14:26die man früher gemacht hat.
14:28Wie viel Spaß man hier auch auf dem Bau zusammen hatte
14:31mit den Kollegen und was für eine schöne Arbeit das ist.
14:34Ich wünsche mir wirklich nur eine Amputation und eine Prothese
14:39und dass ich wirklich wieder arbeiten kann,
14:41dass ich genau hier wieder stehe und arbeiten kann.
14:44Go, go, go!
14:45Can we just fly?
14:46Give me that 20.000 trips in the sky.
14:47I made a wish last night.
14:4920.000 trips in the sky.
14:52I made a wish last night.
14:54You were officially my...
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