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Nach vier Wochen Verschiebung und dann wieder einem Tag Vorverlegung ist Dying Light: The Beast nun endlich da! Das Versprechen: die auf Steam seit Jahren fast genau in der Mitte geteilten Spielerzahlen vom nach wie vor indizierten ersten Serienteil und dem umstrittenen Nachfolger Dying Light 2 wieder unter einem Dach zu vereinen. Teil 2 hatte damals viele Fans enttäuscht, weil die erbarmungslose Survival-Atmosphäre an vielen Stellen einer völlig überfrachteten Sammelorgie in der Open World weichen musste. Und auch eine jahrelange, ambitionierte Patch-Kampagne konnte die tiefsitzenden Probleme nicht restlos lösen. Dying Light: The Beast soll es nun richten und die Stärken beider Spiele perfekt vereinen. Mit einer atemberaubenden Alpenlandschaft bei Tag und nervenzerfetzendem Survival-Horror bei Nacht, 170 Zombievarianten, 140 Waffen, 17 Schusswaffen und einem rundum verbesserten Koop-Modus, der nun allen Mitspielern Fortschritte gleichermaßen gutschreibt. Die Frage ist nur, ob das am Ende reicht, um sowohl Neueinsteiger als auch die Veteranen beider Serienteile nach Castor Woods übersiedeln zu lassen. Und genau das sehen wir uns in diesem Video an.
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VideospieleTranskript
00:00Nach vier Wochen Verschiebung und dann wieder einem Tag Vorverlegung ist Dying Light the
00:17Beast nun endlich da. Das Versprechen, die auf Steam seit Jahren fast genau in der Mitte geteilten
00:23Spielerzahlen vom nach wie vor indizierten ersten Serienteil und dem umstrittenen Nachfolger Dying
00:29Light 2 wieder unter einem Dach zu vereinen. Teil 2 hatte damals viele Fans enttäuscht,
00:36weil die erbarmungslose Survival-Atmosphäre an vielen Stellen einer völlig überfrachteten
00:41Sammelorgie in der Open World weichen musste. Und auch eine jahrelange ambitionierte Patch-Kampagne
00:46konnte die tiefsitzenden Probleme nicht restlos lösen. Dying Light the Beast soll es nun richten
00:53und die Stärken beider Spiele perfekt vereinen. Gelingen soll das mit einer atemberaubenden
00:59Alpenlandschaft bei Tag und nervenzerfetzendem Survival-Horror bei Nacht, 170 Zombie-Varianten,
01:06140 Waffen, 17 Schusswaffen und einem rundum verbesserten Koop-Modus, der nun allen Mitspielern
01:14Fortschritte gleichermaßen gutschreibt. Die Frage ist nur, ob das am Ende reicht,
01:20um sowohl Neueinsteiger als auch die Veteranen beider Serienteile nach Caster Woods übersiedeln zu lassen.
01:27Und genau das sehen wir uns diesem Video an. Kleiner Tipp am Rande, Besitzer der inzwischen nicht mehr
01:33erhältlichen Ultimate Edition von Dying Light 2 erhalten The Beast völlig kostenlos. Schließlich
01:40warten die bis heute auf den versprochenen zweiten Story-DLC, aus dem am Ende das eigenständige
01:46The Beast wurde. In Dying Light The Beast schlüpft ihr abermals in die Haut von Kyle Crane,
01:52dem Protagonisten des mittlerweile zehn Jahre alten ersten Teils. Gespielt haben müsste den aber nicht,
01:58um der Handlung dem fiktiven Alpenstädtchen Caster Woods folgen zu können. Zumal euch das Spiel
02:04einen cineastischen Rückblick auf die damaligen Geschehnisse anbietet. Kyle Cranes Comeback markiert
02:10dafür gleich in mehrerer Hinsicht auch eine Rückkehr zu den Wurzeln der Serie. Die Nächte
02:15werden wieder gruseliger, die Spielwelt organischer und der Plot fokussierter. Aber natürlich halten
02:21auch technische Errungenschaften aus Dying Light 2 Einzug in den Nachfolger. Die abermals aufgebohrte
02:27Sea Engine von Techland beeindruckt mit spektakulären Sonnenuntergängen,
02:31donnernden Gewitterstürmen sowie einer enormen Weitsicht über das malerische Gebirgstal.
02:37Dreh- und Angelpunkt eures Abenteuers ist die am Fluss gelegene historische Altstadt mit ihren
02:44romantischen Fachwerkhäuschen, durch die sich mittelalterliche Pflasterstraßen schlängeln.
02:49Die serientypisch von Zombie-Horden durchtränkte Spielwelt besteht dieses Mal allerdings aus weit
02:55mehr als nur Stadtgebiet, das höchstens zehn Prozent der Landmasse ausmacht. Die meiste
03:01Zeit über schwärmt die ins Umland aus, erkundet dichte Wälder, dunkle Tunnel,
03:05hochgelegene Bergressorts und mehrere Vororte mit industriellem oder dekadentem Willenscharme.
03:12Später geht es sogar in eine gruselige Irrenanstalt auf einer der Flussinseln sowie
03:17in eine waschechte Burg. Auf dem Weg dahin legt sich Crane mit hunderten menschlichen sowie
03:23untoten Gegnern an, bestreitet zehn abwechslungsreiche Bosskämpfe und schmiedet Allianzen mit vielen
03:30anderen Überlebenden in Kester Wutz. Der Grund, warum Kyle diese Strapazen auf sich nimmt,
03:36ist genauso simpel wie persönlich. Rache. Seit wir unseren Helden nämlich das letzte Mal im
03:42türkischen Haran gesehen haben, sind 13 Jahre vergangen. 13 Jahre, in denen der ehemalige
03:49Elite-Soldat mit brutalen Experimenten unentwegt gefoltert wurde. Der ebenso charismatische wie
03:56gewissenlose Baron möchte nämlich Kyles besondere Resistenzen gegen das Zombie-Virus dazu nutzen,
04:03aus ihm einen hörigen Supermutanten zu machen. Einzig Kyles stählerner Wille steht diesem Vorhaben
04:09von Beginn an im Weg. In Teilen versprüht die Handlung dabei anfangs wohligen Resident Evil Charme.
04:15Als ihm schließlich mit Hilfe der abtrünnigen Wissenschaftlerin Olivia die Flucht aus den
04:20unterirdischen Laboren gelingt, haben ihn die jahrelangen Versuchsreihen nicht nur mental gezeichnet.
04:26Die mutagenen Injektionen wecken auch eine dem Virus entsprungene Bestie in ihm, die er sich
04:33nun im Kampf gegen den Baron zunutze machen kann. Anfangs ist das noch eine Art Kampf-Rage,
04:39die eher ungeplant aus ihm herausbricht und ihn ganze Zombie-Horden in Sekunden auseinandernehmen lässt.
04:46Erst im Verlauf der Handlung lernt er seine Kraft immer besser zu kontrollieren. Sobald sich die
04:51Fähigkeit per Tastendruck auslösen lässt, hängt es allerdings stark vom gewählten Schwierigkeitsgrad
04:56ab, ob ihr auch den Drang verspürt sie einzusetzen. In den leichteren Modi vergisst man gerne mal,
05:03dass es sie überhaupt gibt. Dafür ist sie im brutalen Härtegrad oft das einzige,
05:10das euch in Massenschlachten am Leben hält, auch weil dort eure Ausdauer stark eingeschränkt wird.
05:16Doch zurück zur strikt linearen Handlung. Während das Schmieden von Allianzen und die Jagd nach
05:22maximaler Bestienkraft durchweg motiviert, bleibt Kiles Durst nach Rache der alles überspannende rote
05:28Faden. Und wie es mit Rache-Geschichten häufig der Fall ist, bleibt der Plot überwiegend dünn,
05:33sag ich mal, und Kiles persönliche Charakterentwicklung marginal. Die Story lotst
05:39durch mit nur tollen Inszenierungen durch die endzeitliche Welt, setzt aber erst im großen
05:44Showdown wirklich erinnerungswürdige Akzente. Die meisten Emotionen erzeugt Dying Light the Beast
05:51in seinen Nebenquests, die sich häufig um die persönlichen Schicksale anderer Überlebender
05:56drehen. Auch kein großes Kino, aber immerhin ein paar rührende Momente sind dabei.
06:01Im dichten Zombie-Getümmel ist es wichtig, dass ihr euch von euren bestialischen Kräften
06:15nicht zum Übermut verleiten lasst. Tagsüber mögen euch die Untoten schon bald nichts mehr
06:21anhaben können. Doch sobald das Dunkel über Kester Wutz hereinbricht, ändern sich die Kräfteverhältnisse
06:27schlagartig. In der Nacht herrschen die Schattenjäger über das Tal. Das sind unheimlich zäh und
06:35blitzschnelle Mutanten, denen Kile im offenen Zweikampf kaum etwas entgegenzusetzen hat. Zwar
06:40kann er die Jäger in der wirklich stockfinsteren Dunkelheit mit seinem Überlebenssinn weiträumig
06:45orten und als rote Umrisse kurzzeitig hervorheben. Doch sonderlich leicht wird das nächtliche Katz-und-Maus-Spiel
06:52dadurch nicht. Denn der auch zum Looten höchst nützliche Sonarping schlägt nicht bei regulären
06:58Zombies aus. Während ihr also versucht, den wachsamen Patrouillen der Schattenjäger auszuweichen,
07:04schleicht ihr selbst mit weit aufgerissenen Augen gerne mal unverhofft in die Arme anderer
07:09miefiger Hängefleischwichte. Und da die schneller schlurfen als ihr schleichen könnt, müsst ihr hurtig
07:15einen leisen Weg finden, sie loszuwerden, ohne dabei die Jäger zu alarmieren. Hier sind wertvolle
07:21Nebenquest-Belohnungen wie die lautlose Armbrust goldwert. Eure treue Taschenlampe ist dabei ebenso
07:28nützlich wie gefährlich. Denn Feinde reagieren recht zügig auf ihren hellen Schein. Deswegen knipst ihr
07:34sie nur sparsam und in taktisch wertvollen Situationen an. Wird ein Jäger trotz aller
07:45Vorsicht auf euch aufmerksam, beginnt eine Jagd. Dann besteht eure einzige Überlebenschance darin,
07:51so schnell es geht, zum nächstgelegenen, von UV-Lampen abgeschirmten Unterschlupf zu hetzen.
07:58Ein falscher Schritt und die Pranken der Jäger ritzen euch formschöne Rennstreifen in den Rücken.
08:03Die überall verstreuten Rückzugsorte entdeckt ihr vor allem durch fleißiges Erkunden und nehmt sie
08:09mittels kleiner Alibi-Rätsel in Besitz. Dabei müsst ihr entweder ein in seiner Länge begrenztes Kabel
08:15oder euren Körper möglichst effizient über oder durch Hindernisse befördern. Im Gegensatz zum
08:22direkten Vorgänger sind die zumeist hochgelegenen Verstecke aber nicht an die Handlung oder das
08:28Freischalten von Aktivitäten geknüpft. Nur gelegentlich ergibt sich durch einen von Untoten
08:32befreites Häuschen eine zusätzliche Nebenquest. Vielmehr sammelt ihr die Unterschlupfe, damit ihr
08:38nicht zu weit laufen müsst, wenn euch eure Armutuhr vor dem Einbruch der Nacht warnt.
08:45Am Ende werdet ihr die meisten Nächte nämlich im warmen Bettchen überspringen, denn gesonderte
08:50Belohnung hält die Finsternis nicht bereit. Spielmechaniken, die das Herumstreifen bei Nacht
08:55wie im zweiten Teil explizit fördern, gibt es in The Beast nicht. Und das ist auch gut so,
09:01denn genau dadurch ging ja dermaßen viel Gruselatmosphäre flöten.
09:04Eines eurer wichtigsten Werkzeuge im Überlebenskampf ist die katzenhafte Agilität von Protagonist Kyle,
09:12der mittels allerlei Parcours-Moves sekundenschnell über Dächer oder an Klippen entlang hechtet.
09:17Klar ist ja auch einer der großen Eckpfeiler der Serie und macht hier mindestens wieder genauso viel Spaß wie
09:23früher. Mit der kleinen Ausnahme, dass Kyle bei längeren Kletter-Rätseln nicht immer an den
09:29Vorsprung greift, den wir gerade angepeilt haben. Das ist besonders dann ärgerlich, wenn wir wegen
09:35eines ungeplanten Sturzes eine längere Hängepartie wiederholen müssen, bei der wir wieder eine Minute
09:40lang nur an die Wand starren. Zum Glück hält sich die Menge dieser Rätsel aber in Grenzen. Während
09:46der Gleitschirm aus Dying Light 2 angesichts der kompakteren und deutlich weniger vertikalen
09:51Spielwelt nicht zurückkehrt, gelangt ihr aber in der Spielmitte wieder an einen Greifhaken.
09:56Dessen Nützlichkeit bewegt sich so zwischen dem ersten und dem zweiten Serienteil. Er ist fast
10:02überall einsetzbar, katapultiert euch aber nicht mehr direkt zum Zielort, als wärt es Spider-Man.
10:08Vielmehr schwingt ihr über kleinere Abgründe oder gebt euch bei weiten Sprüngen einen kleinen Boost. Auch
10:14Feinde lassen sich wieder mit ihm zu Boden ziehen, um sie im Anschluss mit einem herzhaften Tritt
10:19auszuschalten. Schön ist auch, dass unser Held dabei nicht unter der typischen Fortsetzungsamnesie
10:24leidet und eine Vielzahl seiner alten Fähigkeiten behalten durfte, etwa Wallruns oder kräftige
10:31Nahkampfangriffe von oben. Die neu erlernten Talente fühlen sich allerdings nicht immer wertig an.
10:36Das finale Schleichtalent, das euch für Untote 30 Sekunden lang unsichtbar macht, ließ sich etwa nur
10:43sehr selten sinnvoll einsetzen, da ein Spurt über die Dächer häufig die praktischere Alternative ist.
10:49Die anderen Spezialisierungsrichtungen drehen sich ums Autofahren, den Bau von Flammen und Granatwerfern,
10:55den Nahkampf und eure Bestienfähigkeiten. Wobei Letztere nicht an die 15 Stufenaufstiege,
11:02sondern an die Bosskämpfe der Haupthandlung geknüpft sind. Moment, Autofahren? Richtig,
11:08gelegentlich stehen in der Landschaft alte Jeeps herum, die euch hier und da Laufwege ersparen
11:13können. Absolut notwendig sind sie aber nicht. Eine saubere Kurvenlage sorgt aber immerhin für
11:18ein gelungenes Fahrgefühl, das ihr mitunter in einer Handvoll Rennen gegen die Zeit auf die Probe
11:23stellen dürft. Durch Perks lassen sich der Benzinverbrauch sowie der Kollisionsschaden mit
11:29Untoten reduzieren. Und spätestens wenn euer Untersatz mehr aushält, macht es auch tierisch
11:35Laune volle Kanne durch die dicht gedrängten Stinker zu brettern.
11:38Ganz so wichtig wie vom Publisher beworben sind die Fahrzeuge dann aber doch nicht. Schließlich
11:47könnte die gesamte Karte auch im Vollsprint in gerade mal vier Minuten von Norden nach Süden
11:52durchqueren. Abseits solcher netten Nebensächlichkeiten drehen sich die meisten Fähigkeiten selbstverständlich
11:59ums Kämpfen. Was uns auch schon zum Kern des Spiels bringt. Den blutigen Auseinandersetzungen
12:05mit untoten Horden und den Schergen des Barons. Hier fliegen wirklich an allen Ecken die Fetzen.
12:11Vor allem im Nahkampf. Vorschlaghammer, Sense oder selbstgebastelte Hellebarde. In Dying Light
12:17tobt ihr euch mit 140 Nahkampfwaffen an über 200 Gegner-Variationen aus, knapp 70 davon menschlich.
12:25Jede Variante verfügt dabei über zwölf Trefferzonen, die in mehreren Abstufungen zerspratzen können.
12:32Aufberstende Schädel, abgetrennte Gliedmaßen, herausplatzende Gedärme. Dieses Spiel ist in seiner
12:39Gewalterstellung das Gegenteil von zimperlich. Dennoch erscheint es nach derzeitigem Stand auch in
12:45Deutschland ungeschnitten mit einem USK-Siegel ab 18 Jahren. Wer es Moderater mag, darf aber den
12:52Gewaltgrad in den Optionen herunterschrauben. Und nicht wundern, genau das haben wir wegen
12:57der YouTube-Richtlinien in diesem Video auch gemacht. Die Kämpfe spielen sich nach etwas
13:02Eingewöhnung flott von der Hand, wobei es vom gewählten Schwierigkeitsgrad abhängt,
13:06wie achtsam ihr eure Ausdauer managen müsst. Dank des wuchtigen Treffer-Feedbacks,
13:12das Zombies im Vergleich zur Preview-Version letzten Monat nun auch mit Einhandwaffen
13:17zuverlässig staggert, lest ihr direkt am Körper eures Gegenübers ab, wie es um dessen Gesundheit
13:23steht. Feindliche Lebensleisten sind standardmäßig ausgeblendet. Eure Nahkampfwaffen nutzen sich im
13:29Kampf ab, lassen sich aber je nach Qualitätsstufe bis zu siebenmal reparieren. Steigt ihr ein Level
13:35auf, könnt ihr eure Lieblingswaffe an der Werkbank für recht hohe Rohstoffkosten nachziehen. Nur die
13:42fleißigsten Sammler können sich hier mehr als zwei mitgelevelte Argumentverstärker leisten.
13:47Fürs gezielte Rohstoff-Sammeln wurden wieder sogenannte Dark Zones in der Spielwelt verteilt. Das
13:52sind allerlei in Dunkelheit gehöhlte Geschäfte wie alte Apotheken oder Supermärkte, in denen etwas
13:58stärkere Untote lauern. Diese Dark Zones spielen sich in der leisen Variante wie kleine Schleichrätsel,
14:05über denen ihr die patrouillierenden Kreischer leise ausschaltet, damit die schlafende Horde nicht aufwacht.
14:10Am Ende wartet in der Regel ein Lootraum mit seltenen Materialien, Craftingrezepten,
14:16Waffen oder Rüstungsteilen. Auch Elementarmods sind wieder mit dabei,
14:20mit denen ihr euren Waffen zum Beispiel Feuerschaden hinzufügen könnt. Kleidungsstücke
14:25beschränken sich dagegen auf geringere Vorteile wie einstellige prozentuale Schadensboni. Sie sind
14:31als feste Sets an festen Orten in der Spielwelt verteilt und weit entfernt von der Flut an Ausrüstung,
14:37die euch noch in Dunkelheit 2 aufs Gesicht prasselte. Schön ist, dass ihr schon jetzt das Aussehen eurer
14:42angelegten Klamotten per Transmog in jedes andere bereits gefundene Outfit wechseln dürft. Nachdem sie
14:49aus dem direkten Vorgänger zunächst gestrichen und per Patch nachgereicht wurden, lassen sich dieses
14:54Mal vom Start weg satte 17 Schusswaffen ansammeln. Sie teilen sich grob in Pistolen, Schrotflinten,
15:01MPs, Sturm- und Schärfschützengewehre ein und dienen als kampfstarke Joker, deren Einsatz ihr
15:07aufgrund knapper und teurer Munition stets genau abwägt. Zumal der Lärm beim Ballern ungebetene
15:14Knochenknusper-Fans anzieht. Wenn es dann doch mal unvermeidlich ist, fühlt sich das Gunplay mit
15:21den verschiedenen Knarren wertig an und lässt Dying Light the Beast gerade in den ausladenden
15:27Showdown-Schießereien zum waschechten Shooter avancieren. In der Welt und den ausgewürfelten
15:36Händlerinventaren versteckte legendäre Varianten haben außerdem gelegentlich kleine Besonderheiten
15:41wie eine verbesserte Zieloptik. In den 10 Story-Boss-Kämpfen lernt ihr mitunter 8 verschiedene
15:48Chimären-Typen kennen, die jeweils mit hübschen Zwischensequenzen vorgestellt werden. Eine
15:54kann sich unsichtbar machen, was den Einsatz eurer UV-Lampe erfordert, eine andere bespuckt
15:59euch mit Gift und Galle, während reguläre Zombies auf euch zuschlurfen. Zwar muss eure eigene
16:05Kampftaktik selten vom altbewährten Zuschlagen ausweichen, gelegentlich Anzünden abweichen, aber
16:11dennoch macht die Abwechslung im Boss-Design viel Spaß. Als Lohn erhaltet ihr Talentpunkte
16:17für eure Bestienfertigkeiten, die Kyle unbedingt vervollständigen möchte, bevor er sich dem
16:22Baron zum finalen Showdown stellt. So schreibt es die Story vor.
16:27Das Sahnehäubchen auf der Zombie-Schnetzeltorte ist der gelungene Koop-Modus. Erstmals in der
16:34Seriengeschichte dürft ihr mit bis zu drei Freunden gemeinsam Kampagnenfortschritte machen. Zuvor
16:40wurden abgeschlossene Quests allein für den Host gespeichert. Ihr müsst dabei lediglich
16:45darauf achten, dass eure Spielstände ungefähr auf demselben Stand sind, heißt gleiche Hauptmissionen,
16:51ähnliche Nebenquest-Voraussetzungen. Dann zeigt ein kleines grünes Symbol neben dem Quest-Namen
16:57an, dass Fortschritte geteilt werden können. Insbesondere die Synchronisation der Spielerbewegungen
17:03hat sich im Vergleich zu Dying Air 2 deutlich verbessert. Kletter- und Kampfbewegungen sehen
17:08nicht perfekt, aber geschmeidiger aus. Ihr dürft sogar die erwähnten Autorennen in getrennten
17:14Fahrzeugen bestreiten und so gegen- oder miteinander fahren. Um Quests anzunehmen oder die Nacht in einem
17:21Versteck zu überspringen, müsst ihr nah beisammen stehen, erhaltet dann aber eine passende Teleport-Option.
17:27Bei Zwischensequenzen reicht es gelegentlich, wenn nur einer den Auslöser erreicht. Überspringen
17:34kann sie allein der Host. Beute ist individuell und das Fallenlassen oder Handeln von Gegenständen
17:39unmöglich. Ganz ohne Makel kommt das neue Zombie-Abenteuer aber dann doch nicht daher.
17:44Allen voran ist die schlechte Raytracing-Implementierung, die kurz vor Release sogar gänzlich aus der Test-Version
17:50entfernt wurde. Auf Nachfrage sagten uns die Entwickler, dass sie das Nachrelease schnellstmöglich
17:55nachreichen wollen. Sobald es dazu Neuigkeiten gibt, sagen wir euch natürlich selbstverständlich
18:00Bescheid. Enttäuschenderweise wirft auch die Taschenlampe abermals nur minderwertige Schlagschatten
18:06an angeleuchtete Objekte anstatt richtige Echtzeitschatten. Das wird besonders im Koop offensichtlich,
18:12da die Taschenlampen eurer Freunde hier sogar durch feste Körper wie Stromgeneratoren hindurch leuchten.
18:18Das konnte selbst der erste Teil ohne Raytracing besser. Und zu guter Letzt müssen wir erneut
18:24die holprigen deutschen Texte ankreiden. Hier wird die Altstadt zur alten Stadt.
18:29Pfeile werden nicht abgefeuert, sondern abgefeiert. Und der Protagonist selbst von den engsten
18:36Vertrauten ständig gesiezt. An dieser Stelle ein großes Lob an die Dialogregie im Tonstudio,
18:47die den hochwertigen deutschen Sprechern erlaubt hat, viele dieser Unsinnigkeiten zu umschiffen.
18:53Dank ihnen siezt euch nur ein einziger Wissenschaftler und die Altstadt darf auch Altstadt heißen.
18:59Nur die Untertitel verraten, welche Vollkatastrophe dadurch abgewendet wurde.
19:10Einzig das ständige Präteritum, also die erste Vergangenheitsform, haben sie noch zu oft durchrutschen lassen.
19:22Dadurch wirken Gespräche gelegentlich nicht wie echte Dialoge, sondern wie altbackene Hörbücher.
19:29Alles in allem schnürt Dying Light the Beast aber ein durchweg gelungenes und pralles Paket für Fans der Serie und solche, die es noch werden wollen.
19:45Besonders die Rückkehr der Schreckensnächte sowie die nicht mehr aus allen Nähten platzende Open World dürften Serienveteranen Luftsprünge machen lassen.
19:53Der alpine Schauplatz fühlt sich für Europäer wunderbar vertraut und einladend an.
19:58Ja selbst die Erzählung ist trotz des eher dünnen Racheplots solide.
20:02Auch weil die Augen der Figuren deutlich an Lebendigkeit gewonnen haben.
20:06Lediglich die Münder schnappen noch etwas Hölzern auf und zu.
20:10Die ehemals als DLC geplante Fortsetzung verbindet erfolgreich die Stärken des populären ersten Teils mit den technischen Errungenschaften des zweiten.
20:20Mit rund 25 bis 50 Stunden Spielzeit kann hier kaum ein Zombiefreund etwas falsch machen, erst recht nicht im launigen Koop.
20:28Techland hat hier viel Gespür für seine Community bewiesen.
20:32Und wer weiß, vielleicht reicht es sogar, um selbst die Veteranen aus ihrem geliebten ersten Teil in ein neues Zuhause zu überführen.
20:40Schreibt uns gerne in die Kommentare, wie ihr das seht.
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20:50in der 2 in der 2 in der 3 keensten Informationen, undmam
20:54Härtstoffe
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21:00physical
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