- vor 4 Monaten
Wie nah sind wir an einem Alltag mit Robotern und wo fängt die Sci-Fi an? Vera spricht mit Dr. Werner Kraus (Fraunhofer IPA) und Technikforscher Paul Schweidler über den realen Stand der Robotik zwischen Laborhalle und Wohnzimmer. Werner führt durch das Stuttgarter Testfeld, in dem Greifen, Navigieren und Zusammenarbeit mit Menschen praxisnah erprobt werden, und erklärt, warum Akzeptanz am Ende am Nutzen häng. Paul ordnet ein, wie Design, Sprache und scheinbare Emotion Bindung erzeugen, warum diese Nähe schnell in Abhängigkeit kippen kann und wieso Transparenz und Datenschutz die eigentlichen Stellschrauben sind.
Im Talk wird der Unterschied zwischen humanoiden und rollenden Systemen besprochen, sowie die wahren Hürden beim feinen Manipulieren (Türklinken, Greifen, Sortieren). Es geht auch um den aktuellen Markt: von industrieller und logistischer Assistenz über Lieferroboter-Piloten bis hin zu Tele-Operation, wenn’s knifflig wird.
In Kliniken bremst Regulierung, während in der Arbeitswelt KI heute überraschend oft White-Collar-Tätigkeiten verändert und Robotik einfache Aufgaben abnimmt. Roboter sollten erkennbar Roboter bleiben - hilfreich, sicher, ehrlich.
Die Umfrage zeigt: Die Zuschauer wünschen sich zuerst Aufräumen & Putzen; Werner träumt vom Spül-Assistenten, Paul vom Baustellen-Bot.
Im Talk wird der Unterschied zwischen humanoiden und rollenden Systemen besprochen, sowie die wahren Hürden beim feinen Manipulieren (Türklinken, Greifen, Sortieren). Es geht auch um den aktuellen Markt: von industrieller und logistischer Assistenz über Lieferroboter-Piloten bis hin zu Tele-Operation, wenn’s knifflig wird.
In Kliniken bremst Regulierung, während in der Arbeitswelt KI heute überraschend oft White-Collar-Tätigkeiten verändert und Robotik einfache Aufgaben abnimmt. Roboter sollten erkennbar Roboter bleiben - hilfreich, sicher, ehrlich.
Die Umfrage zeigt: Die Zuschauer wünschen sich zuerst Aufräumen & Putzen; Werner träumt vom Spül-Assistenten, Paul vom Baustellen-Bot.
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VideospieleTranskript
00:00Herzlich willkommen zu unserem ersten Talk des Tages und diesmal wird es ein bisschen futuristisch.
00:17Wenn wir an Roboter denken, haben viele von uns sofort eigentlich ein Bild im Kopf. Von humanoiden
00:23Maschinen, die Kaffee bringen, bis hin zu Robo-Docs, die irgendwie Seithaus schlagen oder auch
00:28Pflegeroboter, die SeniorInnen helfen. Aber wie weit sind wir damit eigentlich wirklich?
00:35Gerade im Hinblick auf die absolut rasante Entwicklung von künstlicher Intelligenz müssen
00:39wir uns natürlich die Frage stellen, welche Rolle sollen Roboter eigentlich in unserem
00:43Alltag spielen? Wollen wir Maschinen, die uns verstehen oder lieber solche, die uns wirklich
00:47im Haushalt helfen? Und wie verändert sich unser Verhältnis zu Technik, wenn sie mit uns spricht
00:53und vielleicht sogar Gefühle zeigt? All diese Fragen klären wir heute hoffentlich. Dafür
00:58habe ich zwei fantastische Gäste mit mir auf der Bühne. Herzlich willkommen, Dr. Werner
01:02Kraus vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung. Du bist Experte für
01:09Mensch-Roboter-Interaktion und unter anderem beteiligt an der Entwicklung sozialer Robotik in
01:15Service und Pflege. Herzlich willkommen.
01:17Vielen Dank.
01:18Und auf der anderen Seite Paul Schweitler, Technikforscher für psychologischen, gesellschaftlichen
01:23und ethischen Fragen rund um Robotik.
01:26Klingt groß, aber können wir so machen, ja.
01:28Herzlich willkommen. Ja, ich finde es wahnsinnig spannend, was ihr macht. Werner, nimm uns doch
01:35mal kurz mit. Wie sieht denn so ein Arbeitsalltag bei dir aus? Ich habe so ein paar Bilder rausgesucht
01:39vom Fraunhofer-IPA. Was macht ihr da so?
01:44Ja, wir sind so 70 Roboterforscher, sitzen in Stuttgart und wir arbeiten seit 50 Jahren in der Robotik
01:52und schauen uns immer an, was quasi für neue Technologien kommen, sei es Roboter, künstliche
01:56Bildverarbeitung und wie wir damit den Menschen auch unterstützen können. Sei es eben in der
02:01Produktion, aber eben auch in der Pflege, in den Alltagsumgebungen. Und wir haben selber einen
02:06riesigen Roboterversuchsfeld. Das ist quasi wie so eine Messehalle, kann man sich vorstellen.
02:10Und da sind so 30, 50 Roboter unterwegs und mit denen probieren wir neue Dinge aus und
02:16zeigen dann auch, was heute schon machbar ist.
02:18Wir sehen es da einmal. So sieht das da aus. Das ist ja wahnsinnig spannend. Also jedes
02:24Feld davon ist irgendwie so eine Art Versuchslabor.
02:27Genau, ja. Also die einen können sich Dinge zugreifen, die anderen wollen Dinge montieren oder
02:34die anderen fahren quasi zwischen diesen Inseln hin und her. Und wir haben, wenn man
02:39oben schaut, auf der Galerie, auch so eine Ausstellung, wo wir die letzten 50 Jahre der
02:43Robotik darstellen. Also was wir alles schon mal untersucht haben. Und das Spannende ist,
02:48unsere Urgroßfäder, die haben alles schon mal angeguckt. Also Roboter in der Pflege,
02:53OP-Roboter, Roboter zum Betanken von Autos. Da war irgendwie alles schon mal da.
02:57Krass. Also ich glaube, wir haben noch ein paar andere Bilder, wo man dann sieht, dass
03:03ihr auch so eine Art Supermarkt-Regal irgendwie oder hier mit diesem kleinen süßen Roboter,
03:10der eine Rose verteilt. Richtig cute. Kann ich mir das so vorstellen, dass ihr da wirklich
03:16dann, also dass da überall Roboter einfach rumsteht in den verschiedensten Formen und Größen
03:20und Farben und wie auch immer? Ja, durchaus. Ja. Okay. Hier sehen wir einen, der irgendwas sortiert.
03:27Genau. Ja. Weil wir halt, wir haben halt Roboter, wir kennen sie aus dem Kinofilm, was die alles
03:33können, also Animationen. Aber wir wollen halt wirklich zeigen, was die dann wirklich können.
03:36Das heißt, wir müssen am Ende mit dem Roboter in der Realität auch mal testen, ob er in dem
03:41Beispiel zum Beispiel auch alle Teile greifen kann, ob er die Kiste leer bekommt. Das ist ja irgendwie ganz
03:46zentral. Und dem haben wir tatsächlich auch eine menschliche Geste mit eintrainiert. Wenn
03:54er die Kiste leer bekommen hat, macht er auch so eine Jubelgeste. Baut man da eigentlich auch
04:00eine emotionale Bindung zu den Robotern auf? Ja, schon. Also es ist schon auch wie mit einem
04:05Auto oder also wo man auch sagt, Mensch, das macht doch mal. Man fängt an, mit dem Roboter
04:10zu reden. Manche, wenn das vielleicht noch nicht funktioniert, fangen auch an zu beten, werden
04:14abergläubisch. Okay, also über die parasoziale Komponente, die ja solche Roboter auch in einem
04:22auslösen, da reden wir später nochmal drüber. Paul, wirst du bei der Entwicklung von Robotern
04:29so dazugeholt und du bewertest das? Wie sieht deine Arbeit aus? Also bewerten möchte ich
04:35gar nicht, sondern eigentlich versuche ich mich gestalterisch oder kreativ mit einzubringen,
04:39weil wenn ich am Ende bewerte, ist keinem geholfen. Wenn ich dann sage, das ist gut oder
04:42ist es schlecht oder einen Stempel darauf tue, das ist jetzt ein Roboter, der für die
04:47Gesellschaft toll ist. Was bringt das? Also wir versuchen möglichst früh irgendwie
04:51bei dem Design und bei der Entwicklung uns mit einzubringen und die Frage, ob das Leute
04:57machen, ob das Hersteller, Firmen tatsächlich machen. Ich sage mal, die, die ein bisschen
05:01langfristiger denken, ja. Ja. Und die auch ein Interesse daran haben, irgendwie verantwortungsvoll
05:06Robotik zu gestalten. Die machen das, die fragen uns und holen uns mit rein. Und dann gibt es
05:11natürlich auch Hersteller, die wollen vor allem Produkte verkaufen. So denen ist das egal,
05:15ob das jetzt ethisch irgendwie gut ist und ob das gesellschaftlichen Mehrwert erfüllt. Da geht es
05:19ja darum, irgendwas zu verkaufen. Und warum sollten die mich fragen? Das ist denen wahrscheinlich
05:24egal. Okay. Ja, also ich finde es besonders spannend. Also wenn ich einen Roboter entwickeln würde,
05:29dann würde mich natürlich auch interessieren, was für soziale, ethische Herausforderungen oder
05:34Entwicklungen ich dabei beachten muss. Deshalb, also ich würde dich dazuholen bei meinem Roboter.
05:41Ja, das ist vor allem auch, wenn Gesellschaftsgruppen irgendwie, die im Durchschnitt vielleicht nicht so
05:45krass präsent sind. Ja. Ja, zum Beispiel blinde Menschen. Da denken vielleicht Hersteller auch gar nicht
05:52dran. Und dann wäre es vielleicht ganz gut, wenn Sie mal jemanden dazuholen würden, der sagt,
05:56denkt daran. Absolut. Eure Geräte auch so zu bauen, dass blinde Menschen damit zurechtkommen.
06:00Ja. Das ist ein ganz, ja, irgendwie ein ganz Hands-on-Beispiel, was gar nicht so in abgehobenen
06:05Sphären ist. Ethik klingt immer so verrückt, aber das ist halt auch ethisch entscheidend. Ja, total.
06:12Wir haben eine kleine Umfrage für den Chat vorbereitet. Mich würde interessieren, was sollte denn ein Roboter
06:20in eurem Alltag als erstes übernehmen? Also sowas wie putzen und aufräumen oder kochen und einkaufen,
06:27Gespräche mit euch führen oder tatsächlich einfach gar nichts. Also macht ihr es lieber
06:33selber. Stimmt da gerne mal ab. Das finde ich sehr spannend. HFC steht nicht für Haralds Fahrradcenter
06:40in Berlin. Haralds Fahrradcenter. Was ist der HFC? Human Factors Consult in Berlin. Ja, genau.
06:50Genau. Ist auch nicht der Hallesche Fußballklub oder so. Human Factors. Okay, Werner, wenn wir von heute
06:58von Robotern sprechen, welche Typen begegnen uns tatsächlich schon im Alltag? Also wie ist da so der Stand
07:04der Technik gerade? Also wir haben ja einerseits diese Industrieroboter. Die findet man eigentlich vor allem in
07:09der Produktion, Logistik, bei Amazon. Die packen unsere Pakete oder produzieren Autos. Dann haben wir die
07:17Service-Robotik. Einerseits gewerbliche Service-Roboter. Das sind zum Beispiel diese OP-Roboter, den
07:23Krankenhäusern operieren oder Reinigungsroboter, die Bahnhöfe reinigen oder Kühe melken. Also der Bereich ist
07:31extrem breit. Und andererseits haben wir dann die, man nennt es also in der Fachsprache domestische
07:37Roboter. Das sind die Staubsauger-Roboter, die Rasenmäher-Roboter, Poolreiniger, Fensterreiniger, die wir von
07:43zu Hause aus kennen. Das ist so quasi die Bandbreite. Und wo liegt da für dich oder
07:50auch für euch vom Fraunhofer aktuell die größte Herausforderung bei der Mensch-Roboter-Interaktion?
07:57Es ist wirklich die Akzeptanz des Roboters. Es muss wirklich, also es muss Nutzen
08:02bringen. Und wir haben auch viele Roboter schon erlebt. Die waren technisch voll ausgeklügelt. Die haben
08:09den neuestigen V mitgebracht. Dann hat man die quasi zum Kunden gebracht und die Leute waren
08:13vollkommen überfordert damit. Zum Beispiel auch den Pepper. Das sind kleine Humanoiden. Das war so
08:19ja der Vorzeigeroboter. Die haben wir auch beim Medienmarkt Saturn tatsächlich vor etwa zehn
08:26Jahren eingesetzt. Auch mit dem Care-Robot, den wir gesehen haben als Berater. Das heißt, er hat im
08:30Eingangsbereich gewartet, hat mit dem Kunden gesprochen. Wie geht's dir? Was brauchst du heute?
08:36Ah, ich brauche einen USB-Stick. Okay, ich führe dich zum USB-Stick hin. Und den Kollegen, also der
08:42Care-Robot ist richtig gut angekommen. Wenn der mal am Akku war, dann hieß er, ah, der macht gerade eine
08:46Pause. Wenn er kaputt war, dann hieß er, ah, der ist im Krankenhaus in Stuttgart. Ja. Und der Pepper
08:51wiederum, der hat die Leute genervt. Der hat keinen Nutzen gebracht. Und da habe ich zu Storys gehört, dass der
08:57also auch schon mal in der Papierpresse gelandet ist. Wirklich? Also sie haben den echt reingespielt oder auch in
09:01in der Besenkammer eingesperrt. Okay. Und woran macht man die Akzeptanz fest? Also wie erhöht man die
09:10Akzeptanz von einem Roboter? Vielleicht auch für dich? Ja. Also wir haben es ja gut abgesprochen. Aber der
09:18Nutzen. Also die Basis ist der Nutzen. Also es muss einen langfristigen, richtigen, muss mein Leben irgendwie
09:24verbessern. Und da muss man eine Aufgabe leichter machen oder sowas. Und da drauf kann man dann ganz viel
09:28aufbauen. Designen, dass er irgendwie cute aussieht oder kawaii oder sonst was. Oder also je nachdem, wie
09:34die Nutzergruppe das auch will. Das ist ja nicht jeder Mensch gleich. Aber Basis ist erstmal, dass der
09:38funktioniert. Und das ist bei dem Pepper, ich will jetzt kein Pepper-Shaming machen, aber das ist halt so ein
09:42super gutes Beispiel. Der hat Arme, mit denen er nichts machen kann. Der fuchtelt damit rum. Also er kann
09:49damit Gesten machen, aber da kann man nicht mal eine Einkaufstüte dranhängen. Dann bricht der Arm ab.
09:53Wirklich? Genau. Und dann quasselt der die ganze Zeit irgendwas. Und dann gibt es immer so Studien, die zeigen, dass der
10:01im Altenheim zum Beispiel total gut ankommt. Ja. Aber im Altenheim kommt alles gut an, was irgendwie Abwechslung
10:07schafft. Und wenn der dann zwei Monate rumsteht und festgestellt wird, irgendwie hat der keinen Nutzen,
10:12dann landet der halt in einer Ecke oder in einer Papierpresse. Das habe ich bislang noch nicht gehört. Es ist ein guter
10:20Vorreiter und hat uns auch gezeigt, in welche Richtung man gehen kann und in welche Richtung man
10:24vielleicht nicht gehen kann. Also der hat durchaus seinen Zweck. Aber da ist ein super Beispiel. Genau.
10:27Da ist Pepper im Altenheim. Ja. Und was halt cool ist, man würde ja denken, dass gerade ältere Menschen
10:35den vielleicht gruselig finden oder sowas. Das passiert irgendwie nicht. Das ist entgegen aller Vorhersagen.
10:41Vielleicht, weil er auch so menschlich, also humanoid gebaut ist, fast wie ein Kind auch.
10:47Genau. Der ist halt auch klein, 1,35 oder sowas und hat so eine Kinderstimme. Und das ist auch das,
10:52was nervt. So nach zwei Wochen immer von so einer Kinderstimme da voll gequasselt wirst. Irgendwann
10:57hast du wirklich genug davon. Und vor allem, wenn du Entwickler bist. Irgendwann. Und der hat dir das
11:02hunderttausendste Mal den gleichen Satz gesagt, weil auch keine Varianz drin ist. Denn irgendwann denkst du auch
11:06darüber nach, den vielleicht irgendwie zu electric cuten oder so. Ich dachte ja, dass man Akzeptanz
11:13bei Robotern eher schafft durch das Aussehen. Also, dass alles, was irgendwie so ein bisschen
11:19uns vielleicht ähnlich ist, dass vielleicht auch tierähnlich ist, also sowas wie Spot
11:24zum Beispiel, könnte ich mir jetzt vorstellen, wird vielleicht auch ganz gut akzeptiert,
11:28einfach weil es ja so hundeähnlich ist. Da hätte ich jetzt den Nutzen tatsächlich eher
11:34hinten ran gestellt. Ja, also für Akzeptanz ist auch ein breiter Begriff. Akzeptanz ist
11:40erstmal eine positive Einstellung zu etwas. Total nüchtern. Das ist nicht, also und das
11:45kann man ganz unterschiedlich messen. Ich bin ja eigentlich Arbeitspsychologe und wir
11:48denken uns ja mal Sachen aus, wie man solche Wörter messen kann. Akzeptanz, Intelligenz, Glück.
11:54Und dann denken wir uns irgendwelche Fragebögen aus und sagen dann, das ist jetzt Akzeptanz.
11:57Und das kann man natürlich ganz unterschiedlich irgendwie ausprägen. Und die Vierbeiner und
12:03Zweibeiner, so wie Spot, die kommen natürlich gut an. Die sind interessant. Und das ist das,
12:08was wir uns vorgestellt haben bei Robotern. Das ist das irgendwie, wie die Zukunft aussieht.
12:11Und dann erregen die erstmal mehr Aufmerksamkeit. Und gerade bei technologieaffinen Leuten,
12:16die hier wahrscheinlich größtenteils auch gerade zuhören, da kommt es super super an.
12:19Da ist eine hohe Akzeptanz da. Aber es ist halt nicht das Einzige. Es muss schon irgendeinen
12:26Nutzen für eine langfristige Akzeptanz und eine Nutzungsabsicht, dass man damit auch wirklich
12:30interagieren will und nicht nur fünf Meter entfernt stehen und sagen, das ist aber cool.
12:34Aber so richtig, weiß ich auch nicht, was ich damit machen soll, reicht das unserer Erfahrung
12:39nach nicht aus, dass der irgendwie einfach nur gut ankommt. Also Akzeptanz ist mehr als gut
12:43ankommen.
12:46Und hat das irgendeine, also was sagt es über unsere Erwartungen auch an Technik aus, dass wir
12:53so sehr auf so tierähnliche oder humanoide Roboter abfahren?
12:59Ich erzähle da mal was kurz zu, aber kannst du auch gerne.
13:04Es ist, also unser Gehirn ist ja bocken alt. Wir rennen ja seit 200.000 Jahren mit dem gleichen
13:08Gehirn rum. Das hat sich ja noch nicht angepasst auf die ganzen Entwicklungen.
13:12Und diese Humanoiden und Vierbeiner, die sehen ja ein bisschen aus wie Tiere. Für unser uraltes
13:18Gehirn sehen die total aus wie Tiere, nur so ein kleines bisschen off. Und das ist,
13:22entweder macht uns das Angst, das ist gruselig für uns oder mittlerweile, weil wir sowas
13:28häufiger schon gesehen haben, finden wir das irgendwie reizvoll. Irgendwie triggert es
13:31uns und ist halt interessant. Und ich glaube, daher kommt das zum einen und zum anderen, weil
13:38das halt die Fantasie ist, die uns seit den 80ern oder seit den 60ern verkauft wird, wie
13:43Roboter auszusehen haben, halt wie künstliche Menschen oder künstliche Tiere. Ich weiß nicht,
13:47wie ihr das seid. Ja, ich finde, das Spannende ist halt ein Embodiment der Technologie. Und
13:53wenn wir uns jetzt mal über JetGPT uns das anschauen, ist ja auch die Frage, ist er jetzt
13:56schon schlauer wie ein Mensch? Okay, der kann schon irgendwie Abschlussarbeiten, Abitur
14:00bestehen. Und es handelt es gerade, das ist neulich so auf den Punkt gebracht. Also wir spielen
14:05eigentlich Gott, kann man sagen, weil wir jetzt plötzlich anfangen, Maschinen zu bauen. Die sehen
14:10aus wie ein Hund, die sehen aus wie ein Mensch. Und das ist ja super faszinierend, weil das war
14:15ja eigentlich bisher der natürlichen Fortpflanzung vorbehalten, quasi so Menschen zu erschaffen.
14:21Und jetzt fangen wir plötzlich an, Maschinen zu bauen, die wie Menschen aussehen. Und das
14:25ist ja auch so der Reiz. Benimmt sich dieser Roboter auch wie ein Mensch? Was hat der für
14:29Eigenheit? Hat der ein eigenes Gewissen? Hat der welche Werte? Und ich glaube, deswegen
14:36ist ja auch so ein Riesenreiz darin. Und von der wirtschaftlichen Seite her ist halt das
14:41Spannende, wir werden alle älter, demografischer Wandel, dass ich halt quasi eins zu eins Leute,
14:46die quasi in Rente gehen, ersetzen kann über humaninen Roboter in Arbeitsplätzen. Und das
14:51ist, glaube ich, die Faszination, die da drin steckt.
14:54Mhm. In welchen Bereichen sieht man denn, also wir hatten es ja eben gerade mit Pepper
15:01im Altenheim, in welchen Bereichen sieht man denn heutzutage den größten Nutzen für
15:06so Service- oder Assistenzroboter?
15:10Also das meiste, also es fängt tatsächlich auch jetzt mit dem humaniden Roboter an über
15:14Automobilindustrie. Also okay, die haben halt auch vor 60 Jahren angefangen mit Automatisierung
15:20mit Industrierobotern, weil die halt quasi rund um die Uhr arbeiten. Das heißt, auch
15:25der Roboter kann rund um die Uhr arbeiten, kann sich schnell amortisieren. Und der größte
15:32Bedarf liegt aber tatsächlich außerhalb der Produktion. Und da ist eben auch Pflege, Reinigungswesen,
15:37Gastronomie. Wir haben es ja quasi nach Corona gesehen, wo plötzlich überall die Mitarbeiter
15:41gefehlt haben. Und ich bin tatsächlich auch der Überzeugung, Assistenzsysteme, ähnlich
15:48wie im Auto. Wir unterstützen den Menschen dabei. Und er bleibt aber im Fahrersitz. Und
15:53er kriegt aber quasi die Unterstützung, dass er weniger Unfälle zum Beispiel baut, schneller
15:58ans Ziel kommt, vielleicht auch eine ökonomischere Route wählt. Also das ist tatsächlich da.
16:07Aber jetzt im Moment haben wir quasi so einen richtigen Hype, dass mit dem humaniden Roboter
16:11alles erschlagen können.
16:14Was macht er dann in der Automobilbranche? Also warum muss er da humanoid sein?
16:19Ja, das ist eine gute Frage.
16:21Ja.
16:21Es ist halt, also er macht beispielsweise Logistikaufgaben. Also er nimmt ein Lenkrad, beispielsweise Lüftung,
16:28irgendwelche Knöpfe und setzt sich schon mal zusammen für ein spezielles Auto. Oder legt
16:35Teile ein in Maschinen. Also quasi Aufgaben, die heute noch ein Mensch macht tatsächlich.
16:40Und dafür reicht nicht einfach nur ein Greifarm quasi?
16:43Das ist eben Teil dieser Faszination, muss man sagen. Also wir haben auch mal in einer Studie
16:47über 100 Unternehmen gefragt, was haltet ihr einfach humaniden Roboter? Und da haben
16:52auch die Leute genau das gesagt, was du sagst. Also nur 40 Prozent haben gesagt, dieser
16:57Roboter muss Beine haben. Also wir sind eigentlich mehr am Oberkörper interessiert, an den Greiffähigkeiten.
17:02Ja, ja.
17:03Und das sieht man auch, wenn man jetzt bei Neura Robotics hier auf der IFA schaut. Die haben
17:07jetzt auch einen ihrer humaniden Roboter auf Räder gepackt und zeigen quasi Oberkörperanwendung,
17:13weil das eben das eigentlich Spannende ist, wie er quasi Bauteile greifen kann. Oder
17:17dann auch im Pflegeumfeld Logistikaufgaben automatisiert.
17:21Mhm. Ab wann gilt denn ein Roboter als Humanoid? Also ist es tatsächlich die Greiffähigkeit?
17:26Wäre der Saugroboter hier vorne mit dem Greifarm auch schon Humanoid?
17:29Noch nicht. Also es werden gerade noch über Normen diskutiert. Also eine menschenähnliche
17:38Figur, auch typischerweise zwei arme KI-Fähigkeiten. Und die Diskussion ist immer, ob es Beine hat
17:45oder nicht. Aber...
17:46Genau. Also ich höre es auch immer, die zwei Arme sind ganz wichtig, weil man dann so menschähnliche
17:52Handhabungsaufgaben machen kann. Das ist glaube ich auch der Grund, der eine Grund, warum in
17:56den Fabriken, warum man denkt, Humanoide wären sinnvoll, weil die sich in unserer Umgebung
18:01sind ja für Menschen gemacht. Für, muss man auch sagen, äbligistischer Standpunkt für Menschen
18:05mit zwei gesunden Beinen, mit zwei gesunden Armen, die gesund sind, die zwischen 1,70 und 1,85 groß
18:11sind. Und da versucht man jetzt in dieses Skelett auch die Roboter reinzudenken. Und die andere
18:16Hälfte ist, wie du auch gesagt hast, oder Holm Friebe hat das mal Machbarkeits-Fanatismus
18:21genannt. Also man versucht einfach irgendwie was... Das muss doch gehen! So, der deutsche
18:25Ingenieur will das jetzt hinkriegen. Und es ist auch ein bisschen so ein Moon Race. Wie
18:29in den 60ern, alle wollten zum Mond. Jetzt wollen alle den Roboter haben, den humanoiden
18:33Biped. Also Biped ist nochmal ein extra Wort für die Zweibeine. Bipedal. Wer schafft
18:39das dem Ersten, der sicher in Gegend von Menschen, also safe genug, irgendwie eine
18:45Manipulationsaufgabe hinkriegt? Das ist der heilige Gral, den man gerade versucht irgendwie
18:49zu finden. Eine Manipulationsaufgabe? Also ja, genau, sorry. So heißt das, wenn ein Roboter
18:53irgendwas in die Hand, in seinen Greifer nimmt, dann ist das eine Manipulation von Manus,
18:57die Hand und wie sagt man, eine Handhabungsaufgabe. Klingt auch nicht mehr sexy, aber... Sehr langes
19:04Wort. Vielleicht ganz gut für Geigenmännchen. Aber wäre es nicht effizienter, wenn man die
19:12zwei Beine weglassen würde und einfach ein Rad nehmen würde? Also quasi wie auf einem
19:16Einrad und dann könnte der ja auch schnell irgendwo sein, anstatt da dann so starksig
19:22irgendwo hinzulaufen? Ja, das passiert auch. Also ich war vor ein paar Wochen in China,
19:27habe da auch so zehn Firmen besichtigt, die Humane in Europa dann entwickeln. Die hatten
19:32praktisch alle auch schon Modelle, wo dieser Humane, der Oberkörper auf Rädern auch
19:38steht. Weil es ist eben einfach. Ich habe quasi Energieverbrauch gelöst. Also er braucht
19:43weniger Energie. Ich habe weniger Antriebe da drin. Auch das Umfallen ist weniger. Also
19:48Sicherheitstechnik ist deutlich weniger komplex. Aber es ist nach wie vor diese... Also im
19:55Frühjahr gab es ja den Halbmarathon mit Humane in Europa da in China, wo es wirklich ums Laufen
19:59ging. Jetzt neulich war ja auch noch mal so eine Humane in Roboter Olympiade in China. Also
20:05das Gehen, das Rennen ist schon sehr faszinierend. Aber tatsächlich, wie Paulus sagt, die Hauptherausforderung
20:13ist wirklich die Hand. Und die Hand ist unglaublich. Die hat so viele kleine Freiheitsgrade, die hat
20:20die ganzen Sensoren da drin. Und ich hatte eine Hand in China gesehen. Die haben mir
20:27gesagt, also die mittlere Zeit zwischen dem Fehler sind 100 Stunden. Also im Schnitt alle
20:33100 Stunden ist die Hand kaputt. Hat irgendeinen Fehler. Von einem Roboter? Von einem Roboter.
20:38Ach, wow. Und ich hatte eben hier ein Fachgespräch. Die haben noch gesagt, 100 Stunden ist schon
20:44ziemlich gut. Also... Okay, also es ist sehr federanfällig einfach, diese... Weil da so viele... Ja, es sind so viele
20:52Antriebe da drin. Oder man denke sich, okay, der Roboter erkennt das falsch. Er knickt das ab
20:57zum Beispiel. Ich habe auch Verschleiß, weil ich halt so viele Teile greife. Es wird heiß. Es ist
21:03verschmutzt. Also das ist unglaublich komplex. Okay. Ich dachte tatsächlich, dass eher das
21:08Laufen irgendwie das viel größere Problem wäre. Weil man das ja aber auch so kennt. Also
21:14wir haben uns gestern, vorgestern, glaube ich, irgendwie sowas, haben wir uns den Robo-Cup
21:20angeschaut. Das waren so kleine Roboter, die halt Fußball gespielt haben. Und da sind
21:24die auch regelmäßig einfach... Die Fails sind halt spektakulärer beim Laufen. Beim Greifen
21:30die Fails, dann geht halt mal irgendwas kaputt oder ein Ei oder ein Finger knickt
21:34ab oder einen Motor überhitzt oder sowas. Ich weiß nicht, es sieht vielleicht auch spannend
21:39aus, wenn er anfängt zu rauchen aus dem Zeigefinger. Aber das passiert halt auch nicht so häufig.
21:43Und diese Unfall-Fails, die sind natürlich beliebt. Da gibt es ja ganze Channels, die sich
21:47nur damit beschäftigen. Ja. Darf ich ganz kurz auf einen Kommentar, der gerade
21:51stand? Ja klar, super gerne. Der ist leider schon oben rausgerutscht. Da ging es um Ersetzung
21:57von Arbeitskräften. Er hat irgendwie geschrieben, dass er diese Ersetzung von Arbeit nicht gut
22:02findet und so weiter. Wir werden da nachher nochmal drauf zu sprechen kommen tatsächlich.
22:06Also ich habe das auch auf dem Schirm. Und sehr guter Einwand mit dem Chat. Ihr könnt
22:11natürlich gerne Fragen stellen. Ich habe die Fragen dann hier auf meinem Tablet. Gerne
22:17einfach mit Ausrufzeichen Frage und dann eure Frage. Lasst mich mal kurz gucken, ob es hier
22:24reinpasst gerade. Genau. Neure Robotics. Darüber hatten wir gerade schon gesprochen.
22:31Mich würde noch interessieren, gibt es eine Richtung, in die sich der Markt aktuell so
22:34entwickelt? Also gibt es einen Bereich, wo besonders viel entwickelt wird an Robotik? Also sowas wie
22:40Service, Begleiter, Companions oder auch das Militär?
22:44Also wenn ich anfange, also die ganzen Investitionen geht gerade ein Humaneider-Roboter. Also wenn man sich das
22:55anschaut, hier auf der Messe bei Midea, überall sind Humaneider-Roboter plötzlich. Und auch in China
23:02sind 120 Firmen unterwegs, die diese Roboter entwickeln. Die haben das sich als, also in ihren Fünf-Jahres-Plan
23:07reingeschrieben. Und die Firmen, die ich auch besichtigt habe, die gab es vor zwei Jahren noch gar
23:12nicht. Die haben mittlerweile schon die sechste Generation Humaneider-Roboter gebaut. Die Geschwindigkeit
23:18ist wirklich abartig. Und also das ist absolutes Hype-Thema. Und von den Anwendungen her sind es
23:28eigentlich, muss man sagen, immer zivile Anwendungen. Also sei es eben in der Logistik, im Pflegeumfeld
23:35tatsächlich weniger. Ich habe eine Aussage von einem chinesischen Anbieter bekommen. Die haben sich aus der
23:40Pflege-Krankenhausumfeld erstmal zurückgezogen, weil es regulatorisch so komplex ist. Aha. Also selbst, also es ist
23:47einfach kein einfacher Markt, um da reinzukommen. Warum? Weißt du das? Es fängt damit an, also es muss halt sehr
23:57sicher sein, also spezielle Zertifizierungen. Dann ist auch die Frage, also Krankenhäuser ticken ja auch
24:05finanziell anders, also mit welchen Stundensätze. Das heißt, zumindest in Deutschland ist es so, wenn ich
24:10jetzt da einen Roboter hinstelle, der die Arbeit macht, kann ich den nicht gegenüber der Kasse abrechnen, weil die
24:15Kasse zahlt nur menschliche Arbeit. Aha, okay. Ja. Und auch der Nutzen ist auch nicht so einfach, weil da auch noch
24:23ganz viele verschiedene Tätigkeiten mit drinstecken. Ja. Ja. Genau, also die Pflegedienstleister und so, die wollen das
24:32eigentlich schon gerne, aber man versucht sich gerade so aufeinander zuzubewegen, wie man das hinkriegt. Dass man die
24:38sicher da reinkriegt, wer zahlt, wie wird es gezahlt, ist das Medizingerät, ist das Personal, für welche Anwendung
24:45werden die überhaupt eingesetzt. Das ist ja die Riesendebatte, wirklich für Pflege am Menschen, wo ich ein totaler Gegner von
24:50bin. Nicht, weil ich das ethisch falsch halte, sondern weil das glaube ich, dass es was Pflegekräfte gerne
24:55machen. Und die ganze Arbeit, die nicht am Menschen ist, sollten die Roboter machen. Für die Hersteller
25:00verkauft es sich aber natürlich besser, wenn die sagen, wir bauen Roboter, die gut genug sind, dass sie auch die
25:05Pflege am Menschen machen. Also die Marketing-Story ist dann sehr interessant, wenn du sagst, ich habe einen
25:10Roboter, der einen Menschen aus dem Bett heben kann, als wenn du sagst, ich habe einen Roboter, der einen Wäschewagen
25:14automatisch ausleeren kann. Das ist irgendwie, und der kostet 80.000 Euro. Das ist irgendwie gegensätzliche
25:22Interessen. Und halt Deutschlandregulierung ist ultra wichtig und es wird immer so ein bisschen
25:30gebashed auf diese deutsche Regulierungswut und in Amerika geht das auch alles so und so. Aber die haben
25:35halt eine andere Rechtsprechung. In Deutschland bist du als Hersteller, kannst du einpacken. Wenn der Roboter
25:41irgendwie jemanden schwer verletzt und du hast keine ordentliche Abnahme, kannst du dicht machen.
25:45Ja. Und in den USA hast du danach irgendwie ein Trial und wenn du genug Geld in die Hand nimmst, dann kann das
25:50für dich noch gut ausgehen. Das heißt in Deutschland nicht. Ja, wahrscheinlich. Ja. Und ich muss noch mal
25:56nachfragen, wie ist das mit dem Militär? Wird da irgendwie viel, viel gemacht? Ja.
26:01Veranstiert, viel entwickelt? Ja? Ja. Ja. Geht so? Also, da wird nicht so viel drüber geredet.
26:09Okay. Das dachte ich mir nämlich fast. Genau. Also gerade jetzt merke ich, dass es wieder
26:15irgendwie angesagt ist und wieder die Budgets hochgefahren werden. Das kriegen wir an allen
26:21Stellen mit. Und auch noch ist es nicht zu sehen, aber wahrscheinlich werden auch die Förderbudgets
26:26für die Forschung ein bisschen in diese Richtung sich verschieben, nehme ich an. Keine Ahnung. Ich kann
26:31nicht in die Glaskugel schauen. Und das heißt natürlich auch, dass man Roboter herstellen wird
26:37oder entwickeln, die für Kriegs oder für, ich weiß nicht, was die richtige Formulierung ist,
26:42für solche Einsätze halt für den Krieg geeignet sind. Dual Use. Ja. Ich kann den für das eine
26:47einsetzen, aber ich kann den natürlich auch gut einsetzen, um, keine Ahnung, Munition in
26:52Raketenabwehrsystemen zu stecken oder sowas. Oder der sortiert halt Cola drüben. So, ist ja eigentlich das
26:59gleiche. Aber vielleicht kriegen wir mehr Geld für die Forschung, wenn wir sagen, der sortiert
27:04irgendwelche Granatenköpfe. Okay. Und das ist ein bisschen Thema. Und nochmal ein größeres
27:08Thema, wenn man sagt, Drohnen sind auch Roboter. Ja. Was wir, glaube ich, für uns ist das etwas
27:12anderes. Drohnen und Roboter sind getrennt. Für viele ist das aber das Gleiche. Und wenn wir die
27:16mit reinnehmen, dann ist es ein Riesenmarkt. Okay. Verstehe. Ja. Also eher die Drohnen als dann die
27:22monoiden Roboter, die wirklich dann aufs Feld ziehen. Ja. Ja. Okay. Wir haben die Ergebnisse
27:29von der Umfrage. Ich hatte gefragt, was sollte ein Roboter in eurem Alltag als erstes
27:34übernehmen? Und 73 Prozent sind tatsächlich für Putzen und Aufräumen. Das hätte ich mir
27:40auch tatsächlich so gedacht. Also das wäre wahrscheinlich auch mein erster Approach bei
27:45so einem Roboter, dass der gerne mal, weiß ich nicht, auch wenn ich nicht da bin, wäre es
27:50jetzt einfach schön, wenn ich nach Hause komme und alles sieht aus wie geleckt. Wäre
27:54super. Ja. Reden und Gesellschaft 17 Prozent. Okay. Das überrascht mich
28:01tatsächlich. Kochen und Einkaufen 7 Prozent. Und 3 Prozent würden lieber alles
28:07alleine machen. Gut. Überrascht euch das Ergebnis? Ich freue mich erst mal, dass ihr die
28:13Antwortoption nichts mit aufgenommen habt. Ja. Weil das die Leute nicht zwingt, dazu
28:18irgendwas zu sagen, was sie vielleicht gar nicht wollen. Und ansonsten ist es relativ
28:22erwartungskonform, würde ich mal sagen. Diese dull and dirty Tasks zu reinigen, Wäsche
28:29zusammenlegen. All das, wofür wir armen Mittelstandsmenschen kein Personal zur Verfügung hatten die
28:36letzten 100 Jahre. Da wünschen wir uns den Roboter, dass der das macht und bügeln und was weiß ich nicht.
28:41Keine Ahnung. Okay. Ja. Aber in der Chat war auch ein Kommentar mit den Türen zum Beispiel. Das ist
28:48schon eine große Challenge. Das ist tatsächlich so. Auch da müsste man ja dann greifen. Genau. Ja. Und das geht
28:54halt auch sehr, also wenn man da so den Vergleich zum autonomen Fahren schlägt. Ich meine, da muss ich
29:00halt grob mal auf der Spur bleiben. Also ich bin selber in China auch in einem autonomen Auto oder Taxi
29:05mitgefahren. Das konnte ich einfach buchen. Zwar gigantisch. Das ist ganz routiniert. Das ist
29:09auch ein Straßenverkehr durchgefahren. Ich habe mich da vier Kilometer durch den Senden
29:13durchnavigiert. Aber wenn ich an so eine Tür gehe, dann habe ich, ich gehe halt auf Kontakt mit der
29:19Umgebung. Ja. Das heißt, wenn ich zu weit fahre, schlage ich quasi gegen die Wand. Ich muss den
29:25Türgriff bewegen und das dann aufziehen. Und wenn ich, ich habe irgendwie so diese Feinfühligkeit,
29:31die ich mit drin habe. Und das ist echt noch extrem herausfordernd. Aber krass, dass es ja dann so
29:39wirklich so diese kleinen Aufgaben sind, wie eine Tür öffnen. Also es ist ja für uns wirklich kein
29:44großes Ding. Wie oft gehen wir durch eine Tür am Tag? Hundert Mal. Und wir öffnen und schließen
29:49die. Aber also es ist super spannend. Aber das ist, ja, da gibt es auch so ein Moravec-Paradoxon. Das
29:55halt sagt, also für einen Roboter sind die einfachen Dinge, die für einen Roboter einfach sind, für den
29:59Menschen unglaublich schwierig. Keine Ahnung, 200 Kilo zu heben. Ja. 200 Kilo zehn Jahre lang zu
30:04heben. Unmöglich. Ja. Aber dann eine Tür zu öffnen oder so einen Würfel oder einen Schlüssel
30:08reinzustecken. Ja. Oder diese Umgebungswahrnehmung, was ein kleines Baby schon kann. So ein Roboter
30:15unglaublich schwer. Es gibt auch Leute allerdings, die da ein bisschen kritisch darauf gucken und sagen,
30:20das liegt an den Leuten, die seit 80 Jahren dafür zuständig sind, dass Roboter entwickelt werden. Das sind
30:25nämlich größtenteils, äh, natürlich männliche Ingenieure. Ja. Die natürlich vor allem an ihre Welt
30:31denken. Vielleicht wäre das anders geworden, wenn, äh, weiß ich nicht, Kinder oder Frauen angefangen hätten,
30:37Roboter zu entwickeln. Also weiß ich nicht. Aber es ist vielleicht kein Naturgesetz, dass diese, äh,
30:42Aufgaben, die für einen Roboter easy sind, für uns schwer sind. Wie zum Beispiel Mathem-, also für
30:47Computer, mathematische Sachen, Rechnen und sowas, dann sehr, äh, sehr genaue Aufgaben sind für einen Roboter gut.
30:52Und irgendwelche Sachen ganz, äh, äh, exakt Millimeter oder Submillimeter genau zu platzieren.
30:58Das ist ja einfach auch für 90 Prozent der Gesellschaft boring. Das ist ja kein, nichts Interessantes.
31:03Und, und warum meinst du, dass das mit einer, mit einer anderen Perspektive auf die Dinge anders gekommen wäre?
31:09Weil man dann vielleicht andere Aufgaben sich, äh, genommen hätte, auf die man die Roboter von Anfang an
31:14ausgerichtet hätte. Wenn wir gesagt hätten, wir möchten Babys wickeln lassen von Robotern aus irgendwelchen Gründen,
31:18weil das mein Hauptproblem ist, Babys wickeln. Dann hätte ich vielleicht ganz anders darüber nachgedacht,
31:23wie ich so ein, wie ich sowas generell aufziehe. Und so, die gesamte Roboterentwicklung ist ja
31:27Industrie getrieben. Der erste brauchbare Roboter war in den 60ern der Univac. Das war so ein, so ein langer Arm.
31:33Das glaube ich zumindest, dass das einer der ersten war, ne? Ja. Ähm, der eindeutig Industrie-Use-Case war.
31:39Der sah aus wie ein Panzer. So, und da hat man zwar versucht. Und der hatte einen Arm?
31:42Einen Arm, genau. So drei Freiheitsgrade. Und da gab's da so fancy Werbevideos, wie der irgendwie Kaffee eingießt und Toast schmiert.
31:48Das kann da alles natürlich gar nicht. Aber die Ausrichtung war Industrie.
31:52Und wenn man jetzt sagen würde, in einer Alternative nach Paralleluniversum, wo andere Menschen dafür in charge gewesen wären,
32:01dann wäre das vielleicht ganz anders. Wären wir jetzt schon an einem anderen Punkt und hätten vielleicht für Industrierobotik
32:04nicht so eine gute Ausrichtung. So, und jetzt können wir aber überlegen, wie gehen wir denn weiter?
32:08Wen beziehen wir stärker mit ein in die Entwicklung von Robotern oder überhaupt von technischen Geräten,
32:13damit die auch für Aufgaben interessant sind oder für Use-Cases, die vielleicht nicht nur aus Entwicklersicht so super brennend sind
32:20oder auch nicht nur aus Sicht von den Leuten, die das meiste Geld drauf werfen, muss man auch sagen.
32:23Das sind halt Industriekonzerne, sondern vielleicht auch wirklich von einem gesellschaftlichen Standpunkt aus nützlich sind.
32:30Was auch immer das sein mag, Rückenmassage, Babys wickeln, Müllcontainer leeren, Bananen ernten,
32:37wäre vielleicht auch mal ein Ding, dass das keine Kinder mehr machen müssen, so in die Richtung wäre gedacht.
32:42Also eine Rückenmassage würde ich jetzt auch nehmen von einem Roboter.
32:46Also du machst da einen ganz spannenden Punkt auf und da wollte ich ja dann auch gegen Ende,
32:51leider haben wir jetzt auch nicht mehr so viel Zeit, aber auch nochmal hin und zwar diesen gesellschaftlichen Aspekt von Robotern.
32:58Was denkst du macht es mit einem Menschen, wenn man tagtäglich vielleicht irgendwann mit einem Roboter interagiert,
33:04der ja eigentlich keine Emotionen hat, aber ja trotzdem irgendwie so wirkt?
33:12Ich sage gleich meine Perspektive darauf, aber eigentlich ist Werner ja der, der täglich mit Roboter interagiert
33:18und weiß nicht, was macht er denn mit dir?
33:21Weil ich habe da meine Theorie von, was mit einem passiert, aber...
33:24Dann lass uns doch nochmal mit der Theorie anfangen und dann komm in den Praxis, ja.
33:27Okay, ja, gut. Also man ist ja eine starke Gewöhnung an dieses Gerät
33:33und wenn aus dieser Gewöhnung... Gewöhnung ist erstmal nicht schlimm, das ist gut, das ist Verschaffungssicherheit
33:39und wenn wir das Gefühl haben, der ist irgendwie emotional, ist das auch erstmal nicht verkehrt.
33:45Emotionen, ich weiß ja auch nicht, ob deine Emotionen echt sind.
33:49Meistens nicht.
33:50Oder bei allen Menschen. Ich kann ja nicht reingucken.
33:53Ich kann ja nur deine Gesichtszüge und deine Reaktionen und wenn du dann dreimal verärgert bist,
33:58dann gehst du irgendwann weg.
33:58Und dann habe ich das gelernt, dass Verärgerung nicht gut ist für unser Miteinander.
34:03Und das kann ja bei einem Roboter genauso passieren und who cares, ob das echt ist oder nicht, könnte man sagen.
34:08Solange die langfristigen Reaktionen stimmen.
34:11Doof ist, wenn daraus eine Abhängigkeit wird. Abhängigkeit ist nie gut.
34:14Abhängigkeit ist immer schlecht.
34:15Und wenn ich emotional von einem Roboter abhängig bin oder von Chat-GPT, weil ich mich sonst einsam fühle
34:21und diese AI oder dieser Roboter meine Einsamkeit-Problematik gelöst hat, das ist ja ein Riesenthema.
34:28Gerade in großen Städten wie Berlin sind Leute zwar nicht allein, aber sie sind einsam.
34:32Und wenn ich dann abhängig bin davon, jetzt kommt wieder hinzu, dass es auch eine Company ist, die dahinter steht,
34:38heißt, dass eine Firma hat mich emotional von sich abhängig gemacht und die hat dann ziemlich viel Macht über mich.
34:44Das ist datenschutztechnisch problematisch.
34:46Das ist für meine Kaufentscheidungsautonomie doof, für meine generelle Autonomie.
34:50Wir Menschen wollen ja autonom sein.
34:51Wir wollen uns entfalten.
34:52Wir wollen unser bestes mögliches Ich sein.
34:55Und wenn sich das danach richtet, was irgendeine Tech-Kompanie sich gedacht hat, was diese KI mit uns reden sollte,
35:03dann halte ich das für problematisch.
35:05Aber an sich ganz nüchtern betrachtet, in der idealen Welt ist es nicht schlimm, wenn wir emotional mit Robotern interagieren
35:11und auch wenn wir das über lange Sicht machen, kein Thema.
35:14Aber welche Intentionen stecken hinter dem Roboter, das ist dann vielleicht die Frage.
35:19Werner, bist du emotional abhängig von Robotern?
35:21Das habe ich mir auch die ganze Zeit schon gestragt, wie das ist.
35:25Aber ich glaube, man kann es halt, wenn man die Zukunft vergleicht, mit dem Smartphone auch.
35:30Also die Roboter werden ja auch vielleicht fünf oder zehn Jahre so üblich sein wie ein Smartphone.
35:37Und wenn ich mit dem Smartphone aus dem Haus rausgehe, fühle ich mich eigentlich nackt.
35:40Da fehlt irgendwas.
35:41Stimmt, ja.
35:42Und man ist in einer Großstadt auch fast nicht mehr möglich.
35:45Also da ist alles drauf.
35:46Also von der Visitenkarte.
35:50Ich kann nichts zahlen.
35:51Meine Fahrkarte und alles Mögliche.
35:53Ich bin nicht erreichbar.
35:54Also ich glaube schon, dass das so mit dem Roboter auch gehen wird.
36:02Dass ich den halt zukünftig so selbstverständlich daheim habe, wie auch heute ein Staubsaugerroboter,
36:06der aber wesentlich autonomer ist, wesentlich mehr machen kann.
36:09Und wir haben jetzt tatsächlich im Moment auch die Diskussion bei uns, in welche Bereiche lassen wir den Roboter in unseren Laboren da reingehen.
36:18Wir haben das Foto vorher gesehen, weil der ja so viele Sensoren auch hat.
36:21Der hat quasi Kameras, Mikrofone.
36:26Der bekommt ja alles mit.
36:28Und das muss man sich schon überlegen, in welche Abhängigkeit man sich da eigentlich gibt.
36:32Und wer über meine Daten dann auch am Ende Bescheid weiß.
36:37Also diese Abhängigkeit, die hat man ja, du hast es eben gerade gesagt, ChatGPT.
36:41Man hat das ja sehr stark gemerkt, als dann ChatGPT vier auf fünf umgestellt wurde.
36:48Und plötzlich gab es einen riesigen Aufschrei, dass sich Leute beschwert haben, der ist nicht mehr so freundlich, nicht mehr so engaging.
36:56Da kommt nicht mehr so viel zurück.
36:58Und da waren ja Leute einfach schon emotional invested in diesen Chat-Roboter.
37:05Mehr ist es ja leider nicht.
37:08Ist das etwas, was Firmen vielleicht sogar anstreben auf eine Art, wenn man ja Menschen dadurch eigentlich ganz gut catchen kann?
37:16Durch diese emotionale Bindung?
37:18Ich denke schon, natürlich.
37:20Also das ist, ich gehe mal einen Schritt zurück, User Experience ist so ein Wort.
37:25Also wie erleben NutzerInnen ein Produkt?
37:28Und da gibt es eine ziemlich verbreitete und gut validierte Theorie, die kommt von Marc Hassenshal, von der Uni Siegen,
37:34ist ja schon 20 Jahre alt oder sowas, diese Theorie, dass wir User Experience aufteilen in einen pragmatischen Aspekt,
37:39also wie gut können wir das Produkt nutzen, und einen sogenannten hedotischen Aspekt.
37:42Also wie gut macht uns das Produkt fühlen?
37:46Gutes Deutsch, oder?
37:47Ja.
37:48Wie gut tut uns das sozusagen?
37:51Und dieser hedonische Aspekt ist natürlich, da haben wir ganz neue Möglichkeiten mit intelligenten Maschinen,
37:56mit Chatbots, mit Robotern, die voll auszureizen und eine ganz andere Bindung herzustellen.
38:02Und ich wäre ja doof als Hersteller, wenn ich das nicht ausnutzen würde.
38:04Rein aus Marktsicht.
38:08Und insofern streben die das, denke ich, schon an.
38:12Am Ende geht es ja darum, Screen Time oder in dem Fall Face Time oder wie auch immer das dann heißt, zu erhöhen.
38:18Robo Time.
38:19Robo Time, ja.
38:20Aber gibt es da vielleicht auch noch so eine Diskrepanz zwischen, er darf nicht zu menschlich aussehen,
38:30weil es sonst ein bisschen Uncanny Valley vielleicht wirkt, aber trotzdem irgendwie eine emotionale Abhängigkeit in einem hervorrufen?
38:39Also das ist so ein schmaler Grat zwischen, er muss menschlich genug sein, aber auch nicht zu menschlich.
38:45Also nicht, dass es sowas wie zum Beispiel Data aus Star Trek, die wir irgendwann haben, mit so einer echten Haut, sag ich mal.
38:53Also wo du auf den ersten Blick erstmal denkst, ah, das sieht aus wie ein Mensch.
38:56Ja.
38:58Also ich hatte den Effekt neulich, als du einen Androgynenroboter angeschaut hast, der da auch mit ganz vielen Muskeln ausgestattet ist
39:05und auch die ganze Gesichtsmimik auch darstellt.
39:07Und da habe ich auch noch gedacht, okay, das sieht jetzt schon ein bisschen spooky aus.
39:11Will ich das? Brauche ich das?
39:13Also ich finde, also ein Roboter sollte schon immer noch als Roboter erkennbar sein.
39:18Und ich glaube, ich glaube damit, das deckt sich auch mit vielen, die es genauso sehen.
39:25Und ich glaube, dasselbe habe ich ja auch, wenn ich mit jemandem chatte oder so, mit einem Kundenservice oder so,
39:32spreche ich da eigentlich jetzt mit einem Menschen oder einem Roboter.
39:34Also das ist auch, finde ich, ein ganz wichtiges Kriterium für mich, was ich von der Antwort, von der Interaktion eigentlich halte.
39:41Absolut. Also könnte man sagen, wir können vielleicht in den nächsten 20 Jahren nicht erwarten,
39:47dass wir jemandem, ein Roboter wie Data wirklich entwickelt wird, weil das dann doch ein bisschen zu...
39:52Also wie Data vielleicht nicht, aber von der optischen Täuschungskraft glaube ich schon.
40:04Also das ist so ähnlich aus.
40:05Da gibt es ja schon diesen Geminoid aus Japan von, wer ist der? Ishiguro?
40:09Oder? Weiß ich nicht. Auf jeden Fall ein japanischer Künstler, Ingenieur, der da so ein Geminoid entwickelt.
40:17Und der sieht schon ziemlich doll aus wie ein Mensch. Aber ich glaube, man kann es am Ende immer noch unterscheiden.
40:23Aber man kann natürlich auch die Täuschung optimieren. Auch wenn der nicht aussieht wie ein Mensch,
40:27dann ziehe ich dem halt eine Maske auf und ganz viele Klamotten an.
40:30Dann sehe ich ja nicht mehr, was da drunter ist. Keine Ahnung.
40:33Vielleicht ist, ich sehe ja gut, ein Roboter. Ich sehe ja sein Gesicht nie.
40:37Also diese Blade Runner-Thematik eigentlich, wo man dann einen Test entwickelt, ob das Menschen sind oder Roboter,
40:44brauchen wir glaube ich nicht, sondern vielmehr die Frage, wenn wir teleoperierte Roboter zum Beispiel haben,
40:49das wird ja auch noch ein Thema bleiben in den nächsten Jahren, dass die Fernung gesteuert sind.
40:52Gerade in Edge-Cases, wo dann der Roboter allein nicht weiterkommt.
40:56Dann möchte ich gerne als Mensch, der da vor dem Roboter sitzt, schon wissen, dass der jetzt gerade teleoperiert ist,
41:00weil ich dann vielleicht ganz andere Sachen sage, wo ich nicht will, dass das irgendein Operator,
41:04der in, keine Ahnung, Villingen-Schwenningen oder in Taiwan oder in Indien sitzt, mitkriegt, wie es mir gerade geht.
41:11Ja, verstehe. Gut, wenn wir so über so menschlich ähnliche Roboter sprechen, müssen wir auch über künstliche Intelligenz reden.
41:20Natürlich können heutige Roboter wirklich schon selber Entscheidungen treffen.
41:24Zum Beispiel, ich habe ein Beispiel mitgebracht von einem Lieferroboter,
41:30sowas wird ja auch immer öfter eingesetzt von Uber zum Beispiel oder auch von Amazon,
41:35die dann halt die Pakete ausliefern oder was auch immer.
41:38Die müssen ja irgendwie auch Entscheidungen treffen, wo sie langfahren, oder?
41:43Ja.
41:43Hier haben wir so einen von Domino's Pizza, das hat mich auch sehr überrascht, als ich das gefunden habe.
41:48Aber so, hm, die setzen solche Lieferroboter ein.
41:51Lustigerweise in Hamburg.
41:53Ja.
41:54Genau, aber da ist ja auch eine Entscheidungsfähigkeit gefragt, oder?
41:58Unbedingt, ja.
41:59Die müssen entscheiden.
42:00Hamburg, übrigens interessant, die haben halt eine Sondergenehmigung gekriegt in Hamburg.
42:03Ah.
42:03Das erfahren die da rum, da arbeite unter anderem auch ich gerade daran,
42:08dass wir in Deutschland diese Lieferroboter eventuell mal auf die Straße kriegen.
42:12Aha, ja.
42:12Weil bislang kriegt man die nicht hin.
42:14Fun Fact, ist eigentlich ein Kfz, aber es ist zu klein und zu langsam für die Straße.
42:20Also man ist auf dem Fußweg und Kfz, da sagt die deutsche Recht, das geht gar nicht.
42:24Und da sind die gerade am Überlegen, wie man das macht.
42:26Ja.
42:26So, und die müssen sich natürlich entscheiden, aber was ist eine Entscheidung, ist die Frage.
42:29Also wenn ich jetzt, im Zweifelsfall immer stehen bleiben.
42:33Wenn es zu gefährlich wird, stehen bleiben.
42:35Wenn ich in der Mitte einer Straße bin, stehen bleiben und nach Hilfe rufen.
42:38Mein Operator, dass der mich wieder von der Straße runterfährt.
42:41Ja, süß.
42:42Und andere Entscheidungen, also was hier gerne aufgemacht wird, dieses Trolley-Problem,
42:49so wenn da jetzt links eine Person steht und rechts sind fünf, aber links, die Person
42:53ist vielleicht schon alt und rechts, das sind fünf Kinder, was überfahre ich denn lieber?
42:57Oder umgekehrt, das ist ja alles theoretische Überlegungen.
43:01Das Problem haben wir in echt, wenn wir das nicht haben.
43:05Und zu den tatsächlichen Entscheidungsmöglichkeiten weiß ich ehrlich gesagt auch nicht so richtig,
43:09wie das, auf welchem Level Entscheidungen getroffen werden.
43:13Also viel ist noch hard codet, habe ich eigentlich das Gefühl.
43:16Also sehr klare Kriterien im Sinne, wie kann ich eigentlich jetzt die Aufgabe erfüllen?
43:21Und eben gerade auch sowas, ja, wie finde ich den besten Weg?
43:27Also jeder Roboter trifft tausende Entscheidungen, wahrscheinlich pro Sekunde, was er tut.
43:32Aber es sind in sehr engen Korridoren tatsächlich.
43:35Okay.
43:35Aber, Paula, was ganz wichtig ist, gesagt, das Coole ist jetzt, dass man, oder ja, technisch,
43:41das ist mega cool, dass ich jetzt so einen Roboter auch noch betreuen kann, quasi remote.
43:46Und das hat sich auch verändert in den letzten Jahren.
43:49Man kann jetzt sagen, quasi ein Mitarbeiter kann quasi zehn Roboter betreuen.
43:52Das heißt, wenn der jetzt auf der Straße stehen bleibt, ruft dann den Operator und sagt,
43:57ey, wie gehe ich da hin?
43:58Ja.
43:58Cool.
43:59Und ich habe das auch neulich beim autonomen Fahren gesehen, wo dann quasi das autonome Fahrzeug
44:04den Operator um Hilfe ruft.
44:06Sagt, ich habe hier eine unklare Situation, da vorne ist eine Baustelle, kann ich da über
44:10den Gehweg fahren, kann ich da links vorbeifahren, sag mir mal.
44:14Und da holt den Menschen quasi bitte eine Einschätzung.
44:17Okay, also solche Entscheidungen werden dann immer quasi noch von jemand Außenstehenden
44:22Können getroffen?
44:23Können.
44:23Nee, das tatsächlich Spannende ist, das Auto trifft die Entscheidung einfach nicht selber.
44:28Der holt sich eine Hilfe, aber er sagt, wenn er zum Beispiel nicht antwortet oder so, dann
44:33sucht er sich quasi eine eigene Lösung, die vielleicht nicht optimal ist.
44:38Und ja, also das ist wirklich spannend.
44:44Und da müssen wir halt reingucken, auch in Entscheidungen.
44:47Wenn ich jetzt gucke, also wenn ich das Aufräumen daheim denke, was muss eigentlich
44:51wohin?
44:52Oder was ist ja auch immer so eine Diskussion, okay, kann ich das wegschmeißen oder kann
44:55ich das noch brauchen?
44:58Oder also es gibt ja auch so Klassifizierungsaufgaben.
45:03Da ist aber auch häufig der Mensch auch nochmal dabei und sagt, ah, das ist ein Beispiel, was
45:07gut ist, das ist schlecht und daraus kann er dann auch wiederum lernen für die Zukunft.
45:11Okay.
45:12Spannend.
45:12Und wir hatten es eben gerade oder vorhin schon im Chat so ein bisschen das Thema, Thema
45:19Roboter und Arbeitsplätze.
45:21Das ist ja ein heiß diskutiertes Thema, gerade auch was künstliche Intelligenz angeht.
45:26KI wird irgendwann alle Jobs übernehmen, blablabla.
45:31Wie ist da eure Einschätzung beim Thema Roboter?
45:34Was können wir da erwarten?
45:35Welche Berufe werden auf jeden Fall ersetzt werden durch Roboter und welche eher weniger?
45:42Also es hat sich massiv erstmal anders entwickelt wie gedacht.
45:47Also wenn ich mal gucke, wenn man so die Titelseiten vom Spiegel uns angeschaut über die Jahrzehnte.
45:52Und da gab es immer wieder Dinge, wo quasi Mitarbeiter quasi die Menschen, also handwerkliche Tätigkeiten machen, vom Roboter ersetzt werden.
46:01Also so typisch im Blaumann.
46:03Und ja, da gibt es Bilder, wo der quasi so gepackt wird und rausgeworfen wird vom Roboter, weil er jetzt ersetzt wird.
46:10Aber das Spannende ist, wo wir jetzt ja massiven Einschnitte haben, wo Arbeitsplätze wegfallen, ist genau nicht da, wo ein Mensch handwerkliche Arbeit macht, sondern quasi Leute im Büro sitzen.
46:22Also wenn ich jetzt heute das Handelsblatt aufschlage, sind es quasi Unternehmensberatungen, die massiv effektiver werden, die massiv weniger Personal brauchen, weil die ganze Research, die ganze Datenarbeit jetzt über die KI erledigt wird.
46:35Die jetzt quasi sagen, ich schicke jetzt KI-Agenten los, ich brauche niemanden mehr, der gerade von der Uni kommt, für mich die ganze Turnschuharbeit macht.
46:42Und selbst Gewerkschaftsvertreter wollen Roboter haben.
46:49Warum?
46:50Weil die Leute, die altern, es sind stupide Tätigkeiten, die da gemacht werden und die Technologie entwickelt sich langsamer, wie quasi eigentlich der Markt es braucht.
47:01Okay, also jetzt könnte man das in zwei Kategorien unterteilen. Also einmal die Jobs, die quasi durch KI ersetzt werden, wo also keine Hülle für eine künstliche Intelligenz gebraucht wird, aber dann auch die Jobs, wo dann eben immer noch ein Greifarm zum Beispiel gebraucht wird.
47:18Ja, White-Collar und Blue-Collar haben wir ja schon die ganze Zeit eigentlich gehabt. Blue-Collar-Worker, die am Shopfloor stehen und Handarbeit machen und White-Collar-Worker, die im Büro sitzen.
47:27Und die Trennung haben wir jetzt auch wieder und White-Collar macht alles die nicht-embodied AI, das macht die reinen Algorithmen und Blue-Collar müssen dann, wenn man es so trennen will, müssen die Arme und die Humanoiden und so weiter machen.
47:42Was aber irgendwie auch interessant ist, dass sich hier die Jobs sowieso ändern und dass die Berufsbilder sich ändern.
47:49Vielleicht werden die gar nicht ersetzt, sondern es entwickelt sich nicht nur die Roboterwelt weiter, sondern der Rest der Welt ja auch.
47:54So, das heißt, es werden Roboter für neue Use-Cases angepasst, für die geheimen Leute ausgebildet werden.
47:58Außerdem haben wir Mensch-Roboter-Teams in der Zukunft, wo Mensch und Roboter dicht zusammenarbeiten, die dann vielleicht sogar als gemeinsame Wertschöpfungseinheiten.
48:10Ach, Begriffe heute waren.
48:11Schön, oder?
48:12Und das ist ja dann auch interessant.
48:16Also diese Ersetzung, niemand muss um seinen, nicht viele Leute müssen um ihren Job bangen und Angst haben, dass der durch einen Roboter ersetzt wird.
48:24Es ist momentan noch einfacher, jemanden für 12,80 Euro einzustellen, als einen Roboter dahin zu stellen, der das Gleiche kann, was ein 12,80 Euro Kraft erledigen kann.
48:34Da brauchen wir sich momentan noch keine Sorgen machen.
48:36Ja, okay.
48:39Ich kriege das an manchen Stellen so mit, dass solche ForscherInnen da aber Alarm schlagen, wenn wir da 10, 20 Jahre weiterschauen.
48:47Und dass dann halt wirklich irgendwie zu 90 Prozent davon ausgegangen oder davon ausgegangen wird, dass 90 Prozent Jobs ersetzt werden oder 90 Prozent aller Jobs, so jetzt habe ich den Satz auch mal rausgekriegt, verstärkt die Entwicklung von Robotern nicht auch irgendwie die Kluft zwischen Arm und Reich noch mehr, als sie eben gerade jetzt schon besteht.
49:11Weil natürlich dann große Tech-Firmen eher auf billige Arbeitskräfte wie Roboter setzen, die natürlich vielleicht in der Entwicklung nicht billig waren.
49:22Es ist eigentlich noch ein bisschen perfider. Die Idee kommt gar nicht von mir. Die hat am Freitag Elisa Czersky von nRobotics geäußert, die Teile für die Roboter stellen ja nicht wie in Deutschland her.
49:33Die kommen ja aus Taiwan und sonst woher.
49:36Und die werden dort, also der Arbeitsmarkt, die Billiglohnkräfte sind ja ohnehin schon nicht mehr in der EU, sondern die sind ja schon offshore.
49:45Und dann werden wir das nur noch stärker verlagern, indem wir unsere noch billigeren Arbeitskräfte, was Roboter am Ende sind, da noch billiger produzieren lassen müssen.
49:53Und das wird irgendwo passieren, wo noch völlig unklar ist, wo das ist.
49:57Weil wer soll denn den Wert erschaffen für den Roboter, der hergestellt wird?
50:01Das heißt, es wird definitiv wahrscheinlich einen ungünstigen Effekt auf die Reichtumsverteilung in der Welt haben.
50:09Ob wir das in der Binde in Deutschland so spüren werden, das vielleicht eher, dass die Rich Kids können sich eher so einen fancy Haushaltsroboter leisten.
50:18War vorhin auch die Frage, wann können wir den denn kaufen? Was kostet der?
50:22Ich glaube, Neura sagt jetzt 60.000 bis 80.000 oder so was soll der kosten.
50:26Das heißt, für manche Leute, wenn man jetzt an sowas wie Leasing denkt, es gibt ja Leute, die kaufen sich ein Auto für 150.000, dann ist das auch nicht so weit weg.
50:34Aber in der Binde wird man das ansonsten, glaube ich, nicht so wahnsinnig stark merken.
50:38Aber wenn man es global betrachtet, sind, glaube ich, die Folgen noch gar nicht absehbar und vielleicht auch nicht so besonders schön.
50:44Und dann müssen wir jetzt schon anfangen, darüber nachzudenken, wie wir damit umgehen.
50:47Also ein bisschen weiter denken als nur an den Roboter und das Regal, aus dem der kommt.
50:52Okay, spannend. Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm tatsächlich.
51:00Okay, wenn ihr euch einen Roboter wünschen könntet, wie würde der aussehen, was würde der können? Wo würde er eingesetzt werden?
51:13Also akut Baustelle.
51:15Baustelle?
51:15Baustelle, ja.
51:17Warum?
51:17Es ist teuer aktuell. Wir haben zu wenig Fachkräfte dafür. Es sind komplizierte, dreckige Sachen.
51:24Und ich habe das Problem, ich habe nachgedacht, ich habe die Frage im Vorfeld schon gesehen und dachte, wofür hätte ich das gerne akut ein?
51:33Und er muss gerade so eine Wandheizung einbauen und verputzen.
51:37Wenn das ein Roboter könnte, das wäre richtig geil.
51:38Wenn wir das in 20 Jahren irgendwie schaffen.
51:40Das sind aber sehr viele Greifaufgaben.
51:42Viele Toilmanipulationsaufgaben.
51:44Und halt Staubschutz.
51:46Und er muss sich gut auskennen.
51:47Aber es gibt schon so Firmen, die haben Malerroboter und Putzroboter und sowas gibt es.
51:53Aber das wäre für mich irgendwie wertstiftend.
51:55So Baugewerbe, Sanierung, so ein Kram ist, glaube ich, ganz gut.
51:59Und bei dir?
52:00Ich bin in der Gaststätte aufgewachsen und da werde ich auch immer wieder gefragt, wann ich endlich einen Roboter für die Spülmaschine mitbringe.
52:10Weil das war die Tätigkeit, die ich früher immer gemacht habe am Wochenende.
52:16Für Spülmaschine beladen, entladen.
52:18Das wäre cool, wenn das gehen würde.
52:21Und da träumen wir immer noch von einem Roboter.
52:24Gut, aber da wären wir ja wieder bei der Umfrage.
52:25Also ob da wieder irgendwie aufräumen, arbeiten, putzen, waschen, falten, was auch immer.
52:31Wir könnten auch einfach chaotische Haushalte normalisieren, dass wir nicht alle so einen Aufräumen haben.
52:37Also es gibt ja eine Basis.
52:38Es sollte nicht stinken und einigermaßen sauber sein.
52:40Aber vielleicht muss auch nicht alles so ordentlich sein.
52:42Dann denken wir auch nicht, dass Roboter das machen müssen.
52:44Ja, das stimmt.
52:47Wärt ihr auch bereit, quasi einem Roboter Verantwortung zu übergeben im Sinne von
52:52Pflege, meine Eltern, Oma, Opa, also so in die Begleitungsassistenzschiene zu gehen?
53:01Das würde ich meinen Angehörigen überlassen.
53:04Das würde ich nicht, also mir wäre das egal, wenn meine Angehörigen, also angenommen meine Eltern,
53:09in 15 Jahren sind dann so weit, dass sie Pflege benötigen.
53:13Oder in 35 Jahren, Mama, falls du zuhörst.
53:16Ich dauert bestimmt mal ganz lange.
53:18Dann würde ich das natürlich nicht ich entscheiden, sondern wenn sie sagt, sie ist cool damit
53:22und hat kein Problem damit, dann würde ich vielleicht noch ein bisschen wie jetzt,
53:26wenn sie Apps aufs Telefon lädt, gucken, ist das datenschutzmäßig irgendwie in Ordnung?
53:30Ist da irgendwas Böses im Schilde geführt?
53:32Und dann würde ich sagen, das ist okay.
53:34So natürlich, ich bin ja nicht eifersüchtig.
53:37Das wäre vielleicht das Thema, dass ich eifersüchtig bin, dass ein Roboter mehr Zeit mit meinen Eltern verbringt als ich.
53:42Aber damit müsste ich dann umgehen.
53:45Wie ist es bei dir?
53:46Ich würde also auf jeden Fall erstmal noch Vertrauen aufbauen in die Technologie.
53:50Also vielleicht ähnlich wie bei Google Maps.
53:54So am Anfang, okay, ich hänge das mal noch rein als Navigationsguck mal, ob der das taugt.
53:59Ich glaube jetzt, okay, es funktioniert.
54:01Irgendwann nutzt sich dann nur noch Google Maps zur Navigation.
54:04So würde ich das eigentlich auch machen.
54:06Also ich würde mir auf jeden Fall wünschen, dass ich halt immer ein gutes Gefühl habe, dass es meinen Angehörigen geht und auch im Zweifel auch alarmiert bin, wenn irgendwas schief geht.
54:21Und der nicht quasi versucht dann Händeringen, irgendeine Lösung zu finden, wo ich dann denke, okay, jetzt hast du irgendwie das Kind mit dem Bade ausgeschüttet.
54:31Okay, eine letzte Frage noch, weil es mir gerade noch eingefallen ist und mich auch ganz persönlich interessiert.
54:35Wie nah sind wir dann, oder wie weit weg auch, dass Roboter irgendwann die Menschheit überrollen und übernehmen.
54:43So wie es ja in diesem ganzen Sci-Fi-Film ja immer so prophezeit wird.
54:48Definiere überrollen.
54:49Also die Menschheit wird ausgelöscht von Robotern.
54:52Oh, weit weg.
54:54Also das wäre ja so die, also die erste Stufe wäre ja, der Roboter kümmert sich um meine Angehörigen und dann wird er irgendwie böse und dreht durch und so.
55:03Dann fließen die sich alle zusammen und die Menschheit wird ausgelöscht.
55:07Kurzes Drehbuchsskript.
55:08Also ich würde mal sagen, sehr weit weg.
55:12Allein wegen den Türen.
55:14Allein wegen den Türen, ja.
55:16Würden gar nicht reinkommen.
55:17Ja, aber wirklich das Beeindruckende ist halt, du hast vorher gesagt, GPT-4 zu GPT-5 und auch was die KI von Elon Musk macht mit einem Kut, der da irgendwelche Botschaften verteilt, die Leute beeinflusst.
55:32Das finde ich viel krasser.
55:34Also mit Fake News und wie ich da Millionen von Menschen beeinflussen kann, indem ich quasi über eine KI dem gewisse Dogmatik da mitgib.
55:43Hm, okay, super spannend.
55:45Wir müssen leider zum Ende kommen, aber wenn ihr sagt, davon sind wir noch weit weg, dann glaube ich euch das einfach mal.
55:51Tschüss.
55:52Tschüss.
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