- vor 11 Monaten
Ein Abend wie aus dem Bilderbuch – Glanz, Musik und große Emotionen im Marchfelderhof!
Kammersänger Jonas Kaufmann, begleitet von seiner bezaubernden Frau Christiane, wurde mit dem Goldenen Johann Strauss 2025 geehrt – dem liebevoll genannten Walzer-Oscar.
Empfangen von einem 35-köpfigen Blasorchester, schwärmte der Weltstar vom einzigartigen Ambiente: „So eine Bühne wurde mir noch niemals geboten.“
🎶 Musikalische Highlights von Prof. Rainer Küchl, Zither-Weltmeisterin Barbara Laiser-Ebner und den Johann Strauss Konzertschrammeln machten den Abend unvergesslich.
🎭 Prominente Gäste wie Hans Peter Haselsteiner, Helga Rabl-Stadler, Anton Mattle, Werner Fasslabend, Helmut Deutsch, Gerhard Ernst und Bürgermeister Markus Mentl-Weigl feierten mit – begleitet von einem festlichen Menü und edlen Weinen von Katharina Baumgartner.
Ein Abend, der Maßstäbe setzt – und das Johann-Strauß-Gedenkjahr mit einem goldenen Glanzpunkt krönt.
Kammersänger Jonas Kaufmann, begleitet von seiner bezaubernden Frau Christiane, wurde mit dem Goldenen Johann Strauss 2025 geehrt – dem liebevoll genannten Walzer-Oscar.
Empfangen von einem 35-köpfigen Blasorchester, schwärmte der Weltstar vom einzigartigen Ambiente: „So eine Bühne wurde mir noch niemals geboten.“
🎶 Musikalische Highlights von Prof. Rainer Küchl, Zither-Weltmeisterin Barbara Laiser-Ebner und den Johann Strauss Konzertschrammeln machten den Abend unvergesslich.
🎭 Prominente Gäste wie Hans Peter Haselsteiner, Helga Rabl-Stadler, Anton Mattle, Werner Fasslabend, Helmut Deutsch, Gerhard Ernst und Bürgermeister Markus Mentl-Weigl feierten mit – begleitet von einem festlichen Menü und edlen Weinen von Katharina Baumgartner.
Ein Abend, der Maßstäbe setzt – und das Johann-Strauß-Gedenkjahr mit einem goldenen Glanzpunkt krönt.
Kategorie
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NewsTranskript
00:00Musik
00:00Ein Abend voller Glanz, Musik und großer Emotionen,
00:15der Machfelderhof wurde zur Bühne für einen der bedeutendsten Momente des Johann Strauß, Gedenkjahres.
00:21Empfangen von einem 35-köpfigen Blasorchester,
00:24betritt Kammersänger Jonas Kaufmann gemeinsam mit seiner Frau Christiane das festlich geschmückte Haus.
00:44Musik
00:45Mit einem Augenzwinkern vergleicht er das Ambiente mit den großen Opernbühnen der Welt
00:53und schwärmt von der Einzigartigkeit dieses Moments.
00:57Inmitten dieser prachtvollen Kulisse wird dem wohl besten Ten nur unserer Zeit der goldene Johann Strauß 2025 verliehen,
01:05liebevoll auch als Walzer Oskar bezeichnet.
01:08Die Auszeichnung überreicht die Johann Strauß-Gesellschaft Wien,
01:11deren Präsident Peter Witholz die Bedeutung der Ehrung unterstreicht.
01:16Seit 1936 gilt die Gesellschaft als oberste Instanz für die Pflege des Strauß-Erbes.
01:21Noch vor dem Festakt wird eine marmorne Ehrentafel für Kaufmann enthüllt.
01:26Im Beisein von Unternehmer Hans-Peter Haselsteiner,
01:29Festspielpräsidentin Helga Rappelstadler und Tirols Landeshauptmann Anton Mattle.
01:34Machfelderhof-Chef Peter Großmann erinnert an die große Tradition der Auszeichnung,
01:39verliehen an Weltstars wie Zubin Meta, Riccardo Mutti oder Otto Schenk.
01:43Das festliche Menü, begleitet von Harfenglängen und Zittermusik der Weltmeisterin Barbara Leser-Ebner,
01:50wird abgerundet durch edle Weine und Brummelwinzerin Katharina Baumgartner.
01:54Hier habe ich dann noch einen kleinen Gruß aus dem Weinviertel.
02:22Für den Herrn Kaufmann mitgebracht.
02:26Es ist mir wirklich eine Ehre.
02:28Ich freue mich sehr, Sie können uns zu lernen.
02:29Vielen Dank.
02:30Die Johann Strauß-Gesellschaft Wien verleiht hiermit feierlich den goldenen Johann Strauß
02:362025 an Herrn Kammersänger Jonas Kaufmann für seine herausragenden Leistungen um die Pflege des Schaffens von Johann Strauß.
02:45Und gestatten Sie mir jetzt noch einen Zusatz.
02:48Es ist heute der zwölfte Johann Strauß, der verliehen wird, aber noch niemals an eine Künstlerpersönlichkeit in so jungen Jahren.
02:55Und insofern ist es für mich ein erstes Mal.
03:01Machfelderhof auch das erste Mal?
03:03Auch Machfelderhof das erste Mal.
03:04Ich habe davon gehört.
03:06Klar, wer nicht?
03:07Also das sind die Orte, die man aus dem Fernsehen kennt sozusagen.
03:10Und kann es trotzdem kaum glauben, wenn man hier reinkommt.
03:13Jetzt ist es ein guter, ein toller Anlass, eine Überreichung eines Preises, Johann Strauß.
03:20Welche Bedeutung hat für Sie Johann Strauß?
03:24Ja, wo muss ich anfangen?
03:28Ich glaube, das Problem von Johann Strauß ist, dass es einen riesigen Johann Strauß jenseits dieser zwei, drei Melodien gibt,
03:36die wir alle kennen und warum die Asiaten alle in den Stadtpark pilgern.
03:44Und das viel breitere Repertoire und für mich als Sänger natürlich vor allem die Operetten.
03:50Das ist das, was wir versuchen müssen weiter zu pflegen und eigentlich eher wiederzubeleben, muss man sagen,
03:56weil es ist ja sehr viel verloren gegangen.
04:00Und Wien ist natürlich meistens die Ausnahme mit der Volksoper, wo wenigstens noch einigermaßen viel da gespielt wird.
04:06Aber das war ja international auch ein absoluter Kassenschlager überall, diese Stücke.
04:13Und die sind auch heute noch genauso großartig und würden auch wirklich volle Häuser haben,
04:19wenn man sie denn entsprechend ernst nehmen und gut besetzen und gut inszenieren würde.
04:24Und da, glaube ich, setze ich an mit dem Preis, dass ich mich da ein bisschen mehr stark mache,
04:31dass wir da vielleicht eine Renaissance erleben.
04:33Also wenn es stimmt, was ich so gehört habe, sind ja die musikalischen Zeitgenossen von ihm,
04:37haben wir ja sehr geschätzt und nicht Unbekannte.
04:40Ja, ich meine, die ganze Familie Strauß war ja eine Fabrik.
04:44Das ist ja unfassbar.
04:45Die Brüder, was die da gestemmt haben im Schatten des Vaters, das ist ja heutige Zeit völlig unvorstellbar.
04:51Teilweise Jugendarbeit, wie die da gesessen sind und Tag und Nacht die Melodien rausgehauen haben.
04:57Den Zeitplan, wenn man das von den historischen Quellen sieht, auf wie vielen Hochzeiten die getanzt haben,
05:06wie man so schön sagt, bei wie vielen Bällen die praktisch am selben Abend aufgetreten und gespielt haben.
05:11Unglaublich!
05:12Also die haben es schon ordentlich krachen lassen, aber das Schöne daran ist,
05:17nicht einer einzigen dieser Melodien merkt man an, dass sie irgendwie in der Not geboren wäre
05:23oder dass schon so viele durch die Feder geflossen sind, dass das jetzt langsam schwächer wird.
05:29Die sind alle großartig.
05:30Jetzt gibt es heute einen schönen Preis und für die Fans, wo wird man sie in nächster Zeit sehen?
05:39Ich kam gerade jetzt aus Bratislava, wo ich ein Open-Air-Konzert gemacht habe.
05:44Und dann gibt es jetzt am Sonntag das Opern-Air, so ist das neu genannt worden,
05:49die offizielle Eröffnung der Spielzeit der Wiener Staatsoper im Burggarten,
05:53das hoffentlich bei schönem Wetter viele, viele mehr solche Konzerte inspirieren wird.
06:00Und dann bin ich Familienvater erst mal, weil mein Sohn in die Schule kommt
06:06und ich will da unbedingt dabei sein in den ersten Tagen und Wochen.
06:09Und dann geht es wieder weiter.
06:11Ich glaube, das nächste ist dann in Zürich, wo ich Aufführungen singe
06:14und dann ganz wilde Konzerte in Thessaloniki, in Kopenhagen, in Göteborg, in Samarkand.
06:25Also wirklich die wildesten Plätze.
06:27Und zu Weihnachten bin ich dann wieder in Wien,
06:31weil ich dann Probe für die Wiederaufnahme der Fledermaus zu Silvester.
06:35Fantastisch.
06:37Und welche Rolle?
06:38Den Eisenstein.
06:39Ja.
06:41Apropos Strauß.
06:42Genau.
06:43Dann würde ich dir noch einmal gratulieren zu diesem Preis.
06:46Und es hat mich gefreut, dass ich mit Ihnen applaudern durfte.
06:48Danke, danke, sehr gerne.
07:02Und das war magische Musik, oder?
07:04Der Strauß überhaupt ist eine magische Musik.
07:09Der war an sich ein Nachfolger seines Vaters.
07:13Sein Vater wurde eigentlich geschimpft, dass er eigentlich Salonmusik schreibt.
07:18Die Zeitungen haben über den Vater manchmal schlecht gesprochen,
07:21aber über den Sohn haben sie euphorisch, weil sich der Zeitgeschmack verändert hat.
07:27Und ich glaube, bis heute kann man auch immer Strauß spielen, wie man sieht, wie man hört.
07:33Also ich finde, Strauß ist etwas, was so ins Blut hineingeht.
07:40Der Takt, den hat er genau gemacht, dass man Freude hat.
07:44Was bedeutet für dich oder für euch Johann Strauß?
07:47Na?
07:47Für mich Walzerseligkeit, weil ich tanze gern Walzer.
07:52Ja, und ich bin auf der Flucht, wenn ich die nicht, die Klänge sind, unsterblich, unfassbar.
07:58Vom Walzer tanzen, aber das hört nie auf.
08:01Der Frühlingswalzer ist gerade eine Kurzversion heute geboten worden.
08:03Ich bin die Kondition, er haut es halt.
08:06Donauwalzer.
08:07Bitte, das sind 20 Minuten.
08:08Ich habe mich einmal vor vielen Jahren zu diesem Zeitpunkt, wo er gespielt wird,
08:13naja, dazu hinreißen lassen.
08:15Komm, das tanz mal jetzt, Donauwalzer.
08:17Ich weiß heute noch, wie fertig ich war.
08:20Der hört nicht auf.
08:22Das ist unglaublich.
08:23Das ist, dass man die ganze Donau schon, aber das ist unglaublich,
08:27wie viel Wasser da die Donau hinunterfließen muss, bis der Donauwalzer aufhört.
08:31Unglaublich.
08:31Das heißt, du hörst dann lieber an, wie du tanzt.
08:33Ja, in Kurzfassungen, in kleinen, lieben Kurzfassungen.
08:37Was mich so fasziniert, ist ja die Geschichte, die Biografie von dem.
08:41Das ist unglaublich.
08:41Das war der riesen Popstar.
08:43Das war, der hat auf dem Ärmel oder die Noten notiert, mit dem Fiaker ist er gefahren,
08:51zwischen drei Auftritten, vier Auftritten, an einem Abend, in Hitzing, in irgendwo anders.
08:57Der hat unglaubliches Getrieben gehetzt, hat er sein Leben geführt.
09:02So wie ich jetzt rede, wie atemlos, wenn man sich die Biografie von Strauß anschaut.
09:07Das heißt, wenn das ein Musiker von heute war, würde man sagen, er ist ein Ampensau gewesen?
09:12Na, weiß Gott, weiß Gott.
09:13Und er hat ja so angekämpft gegen den Übervater, der den Radetzky-Marsch geschrieben hat.
09:18Der Johann Strauß, Vater, der hat ja auch unter Eifersucht gelitten.
09:22Der Bub und der Vater, die waren ja beide aufeinander, ganz böse.
09:25Man muss sich das anschauen.
09:26Der Vater hat, als er noch bei Kräften war, dem Buben die Geige zerbrochen,
09:31über den Oberschenkel zerbrochen, vor seinen Augen.
09:34Nein, du wirst kein Musiker, wer wollte der Einzige sein in der Familie.
09:37Also das sind ja psychologische Tragödien, haben sich abgespielt.
09:41Wir hören die schönen Klänge und machen ein liebes Gesicht dazu.
09:44Und dahinter steckt oft ein unglaublicher Schicksal.
09:47Heute schauen wir sich lieber nur die positiven Seiten an.
09:49Und so ist es.
09:51Und heute sehen wir einen Sänger von Weltruf.
09:57Ein unvergleichliches Timber.
09:59Ich glaube, es gibt keine fünf, die ihm das Wasser reichen könnten,
10:04weil er ist einer der größten, Jonas Kaufmann.
10:07Und ich plädiere dafür, weil er ja auch die österreichische Staatsbürger schafft hat,
10:11dass er heute nicht nur den goldenen Wurst kriegt, Johann Strauß,
10:14sondern er sollte heute auch offiziell vom Kaufmann zum Diplom-Kaufmann erlaubt werden.
10:20Jonas, Diplom-Kaufmann.
10:21Absolut.
10:23Ich habe gesagt, er ist einer der größten Tenöre der Gegenwart.
10:26Und ich finde, er ist ein würdiger, ausgezeichneter für diesen Johann Strauß-Preis.
10:37Und ein, wie man ja jetzt in seinen Worten gehört,
10:41ein sehr bodenständiger und überhaupt nicht abgehobener Künstler.
10:47Da gibt es welche, die sind abgehobener und kennen einen Bruchteil davon.
10:54Und den nur ganz schlecht.
10:57Und ich finde, er ist auch ein würdiger Rahmen, der ihm hier geboten wurde.
11:04Und es hat seine Richtigkeit, dass er diesen Preis bekommen hat.
11:08Wenn man seinen Worten glauben darf und das würdig machen,
11:11wenn es in seiner Marsche wird, wird er sehr viel versuchen zu verbreiten,
11:14eben von Johann Strauß Unbekanntes.
11:18Das glaube ich gern, weil er auch das Zeug hat, diese Sachen zu vermitteln.
11:24Wenn er was redet, er hat er nicht einen wissenschaftlichen Vortrag,
11:28den keiner versteht und so weiter.
11:30Und er macht das in seiner ganz natürlichen Art und Weise.
11:34Und das kommt bei den Leuten an.
11:35Kommt bestimmt an, da bin ich mir auch ganz sicher.
11:37Erstens einmal gratuliere ich ihm, weil er wirklich ein weltbekannter,
11:41großartiger Tenor ist, der nicht nur in der Oper brilliert,
11:44auch in der Operetti, wie wir gehört haben, und sogar Wiener Lieder singt.
11:48Das ist zwar vielleicht ein bisschen eine andere Welt,
11:53aber er ist wirklich weltbekannt.
11:55Und ich muss sagen, eine große Freude und Ehre für den Marc Feldhoff,
11:58dass er heute hier sitzt und geehrt wird und gefeiert wird.
12:01Und das macht natürlich der Peter Wittholz sehr großartig,
12:04muss man auch betonen.
12:05Was macht Strauß so aus?
12:09Ja, Strauß ist heute in allem Munde und heuer über 200. Geburtstag.
12:15Und Johann Strauß ist unser, neben Mozart und Beethoven,
12:19Strauß, das ist Unendlichkeit in Wien und in Österreich.
12:24Strauß-Walzer, was macht diese Kraft dieser Musik aus?
12:29Also, wie er das geschafft hat, kann ich nicht sagen.
12:34Es ist einfach die Wirkung.
12:36Und es ist wirklich, so wie Jonas Kaufmann gerade gesagt hat,
12:39es gibt kein schlechtes Stück von ihm.
12:41Es ist unglaublich mitreißend.
12:45Und man hat das auch gesehen, wo die Musik gespielt wurde vorhin,
12:48dass jeder sich so irgendwie mitbewegt hat.
12:51Das ist einfach etwas ganz Natürliches auch.
12:54Ich glaube, dass wir Menschen uns gar nicht bewusst sind,
12:59wie sehr uns die Musik und die Bewegung zur Musik gut tut.
13:05Und deshalb natürlich der Tanz so wichtig ist.
13:07Dieses Drehen, ist das das vielleicht?
13:10Das Drehen ist ja jetzt die Technik beim Walzer.
13:14Bei verschiedenen Tänzen gibt es alles Mögliche.
13:17Aber Tanzen ist, glaube ich, etwas, wie er gesagt hat,
13:20die Musik war wahrscheinlich zuerst Sprache
13:22und dann kamen die Instrumente.
13:25Und ich glaube, das Tanzen ist schon vorher eigentlich da im Menschen drin.
13:31Sobald man irgendwie Töne hört, hat man das Gefühl,
13:35man möchte sich dazu auch bewegen.
13:38Und das sieht man bei Kindern besonders deutlich.
13:41Dass die einfach, wir haben noch gar,
13:44sind unbelastet mit irgendwelchen Tanzschritten
13:47und dann die bewegen sich einfach dazu.
13:50Und das ist ja auch wirklich etwas Schönes.
13:53Das Tanzen, das wir ja unterrichten,
13:55ist ja dazu da, dass man das koordinieren kann,
13:58gemeinsam erleben kann.
14:00Das ist natürlich etwas anderes.
14:02Aber alleine sich zu bewegen, ist auch wunderschön.
14:06Ja, jetzt stehe ich zwischen Bürgermeister und der Kathi.
14:09Fangen wir mal bei dir an.
14:11Weinzeit beginnt wieder.
14:13Die Ernte beginnt bald.
14:15Wie wird er?
14:16Ja, also man kann sich auf einen tollen Jahrgang freuen.
14:19Ich meine, oft wird das zwar von den Medien
14:22Jahr für Jahr wieder berichtet,
14:23aber es stimmt wirklich.
14:25Man darf sich darauf freuen.
14:27Wir haben wirklich tolle Bedingungen gehabt.
14:30Ausreichend Regen, genügend Sonne.
14:32Und ja, in einer Woche wird es dann losgehen.
14:35Da kann man dann auch schon bald den ersten Jungen verkosten.
14:37Die Medien sprechen ja von Rekordernten.
14:41Kann das stimmen?
14:42Rekordernte gibt es sicherlich keine.
14:44Letztes Jahr war es tatsächlich eine sehr kleine Ernte.
14:48Wir hatten auch 30 Prozent Frost.
14:50Überhaupt die weißen Sorten waren davon betroffen,
14:53die mehr und mehr auch immer gefragt sind.
14:56Also da wartet jeder schon wieder,
14:57dass er sich den Keller wieder auffüllen kann
14:59mit dem neuen Jahrgang.
15:01Und dieses Jahr wird es ein guter Durchschnittsjahrgang.
15:04Es gibt in den Weingärten tatsächlich auch einige,
15:07Stockausfälle hier und da.
15:10Also ich würde sagen, dadurch, dass das letzte Monat
15:13bei uns in der Region nicht mehr so stark geregnet hat,
15:16ist die Ausbeute jetzt auch nicht so extrem.
15:18Es wird ein guter Durchschnitt.
15:21Ruhigend zu hören.
15:22Jetzt sind wir in Deutsch-Wagramm.
15:24Deutsch-Wagramm ist ja auch durch Napoleon sehr bekannt.
15:28Heute Johann Strauß.
15:29Heute Johann Strauß.
15:31Die Kathi hat den Wein.
15:32Wir haben die Musik.
15:34Wir haben die Gäste hier.
15:35Und ich freue mich auch, dass die Kathi heute auch mit dabei ist wieder.
15:37Also ich glaube, es ist eine ganz besondere Ehre,
15:40dass wir in Deutsch-Wagramm den goldenen Johann Strauß jedes Jahr verleihen.
15:44Oder anders gesagt, dass im Machfelderhof der Johann Strauß verliehen wird.
15:48Ich sage immer, der Machfelderhof ist nicht wegen Deutsch-Wagramm bekannt,
15:52sondern mit Deutsch-Wagramm bekannt.
15:54Und es ist ein Stückchen Deutsch-Wagramm, ne?
15:56Ja, es gehört zu Deutsch-Wagramm dazu.
15:58Und da bin ich sehr glücklich darüber.
15:59Der Gerhard Potschek und auch der Peter Großmann
16:01führt den Machfelderhof genau so, wie wir ihn brauchen,
16:06nämlich in die Welt hinaus und bringt die Stars zu uns.
16:08Und nicht nur die Stars, sondern, und das ist das Großartige an der ganzen Sache,
16:12auch die Bevölkerung aus Deutsch-Wagramm geht da einfach gern her essen
16:15und geht einfach her mal auf einen netten Café und plaudern.
16:19Und welche Gemeinde, welche Stadtgemeinde kann schon behaupten,
16:22dass sie eine ganze Republik einverleibt haben.
16:24Es ist ja die Spargelrepublik da.
16:26Die Spargelrepublik, wobei jetzt der Spargel gerade nicht so präsent ist,
16:31aber er kommt nächstes Jahr wieder.
16:32Da bin ich überzeugt, davon habe ich vorher mit der Kathi gesprochen,
16:34so wie der Wein jetzt gerade entsteht.
16:37Und die Ruhe vor dem Sturm ist, kann man sagen, ist die Ruhe vor dem Spargel.
16:40Die Ruhe vor dem Sturm ist gut.
16:41Ganz genau.
16:43Ja, dann wünsche ich noch viel Vergnügen heute.
16:45Und wir freuen uns schon auf einen jungen Wein.
16:48Auf jeden Fall. Bis bald.
16:50Bis bald. Dankeschön.
16:52Wir haben wunderbare Zitterklinge gehört.
17:07Jetzt sagt man immer, Zitter ist so etwas, was man in den Alpen hört.
17:11Dem ist aber nichts, oder?
17:11Naja, ich glaube, der Ursprung war schon so mehr aus dem Volksmusikbereich.
17:18Aber die Zitter ist vielseitig.
17:20Es gibt eigentlich keine musikalischen Grenzen.
17:23Also ich sage mal, ich kann jetzt nicht sagen,
17:27jeder kann jetzt auf der Zitter Jazz spielen.
17:29Man braucht schon die Voraussetzungen auch.
17:31Zum Beispiel spiele ich mit meiner Schwester im Duo.
17:34Die setzt sich hin und kann stundenlang vor sich hin improvisieren.
17:37Das kann ich auch nicht.
17:39Aber rein prinzipiell vom Instrument her spricht nichts dagegen.
17:43Jetzt ist natürlich eine Frage, wie lange spielen Sie schon Zitter?
17:45Naja, also ich habe mit sieben Jahren angefangen zu lernen und nicht mehr aufgehört.
17:49Also schon sehr lange.
17:53Jetzt, wenn man diesen tollen Auftritt gehabt hat, was geht da in einem vor?
17:58Damals beim Neujahrskonzert?
18:02Naja, man muss das komplett ausblenden.
18:05Ich habe damals mir vorgestellt, ich spiele jetzt nur für den Saal.
18:10Und man erfasst die Tragweite ja gar nicht.
18:14Also das kam dann erst so hinten nach, wie dann auf einmal E-Mails aus Amerika gekommen sind,
18:19wo mir die Leute spontan gratuliert haben.
18:22Da habe ich mir gedacht, oho, dort hat man mich auch...
18:24Ich meine, man weiß es eh, aber wenn dann halt so direkt so ein Feedback kommt,
18:28dann wird das viel greifbarer.
18:30Und ja, natürlich war ich nervös.
18:32Also, um ein Wortspiel zu machen, ich würde zittern.
18:35Ja, wobei, also ich habe mich, glaube ich, ganz gut im Griff gehabt.
18:42Was macht die Faszination der Zitter aus?
18:45Naja, man hat extrem viele Möglichkeiten auf der Zitter.
18:49Das ist ja eigentlich ein Solo-Instrument.
18:51Das heißt, ich kann, ich brauche kein zweites Instrument.
18:53Ich bin mein eigenes kleines Orchester.
18:56Und ich kann, vom Lernen her ist es etwas kompliziert,
19:01weil allein die rechte Hand macht drei unterschiedliche Dinge.
19:05Die Kombination aus allem ist etwas tricky.
19:08Aber, wie gesagt, ich kann, ich brauche niemanden.
19:12Ich bin mein Orchester.
19:13Ich kann überall die Zitter auspacken und drauf losspielen.
19:18Sehr praktisch.
19:19Eine ganz wichtige Frage.
19:20Wenn jemand jetzt den Beitrag sieht und sagt,
19:22oh, das gefällt mir, wo kann man so etwas sehen und hören?
19:26Sehen und hören?
19:27Dann, immer wieder, also es gibt eine Homepage von mir, wo...
19:31Dann sagen wir es doch gleich.
19:33...leister-Ebener kommen.
19:36Da führe ich alle Termine auf.
19:39Das ist aber von unterschiedlichsten Formationen.
19:42Von mir alleine, von Duo, Quartett, ganzes Ensemble,
19:45bis zu 15 Zitter-Spieler.
19:47Wow.
19:47Quer durch die Bank.
19:50Und da kann man alles nachlesen, genau.
19:52Und wenn es jetzt wer lernen möchte,
19:54ich unterrichte das Instrument auch.
19:56Dann ab zum Zitter-Spielen.
19:58Ich hatte ein Problem, ich habe schon mit der Gitarre,
20:00die hat wesentlich weniger Seiten,
20:02habe ich schon ein Problem und die Zitter hat doch um einige mehr.
20:04Ja, 42 Seiten hat die Zitter.
20:06Wahnsinn.
20:07Dann sage ich recht, herzlichen Dank.
20:09Ich danke.
20:10Für ein musikalisches Highlight sorgt Professor Rainer Küchel,
20:14langjähriger Konzertmeister der Wiener Philharmoniker,
20:16mit einem spontanen Frühlingsstimmen-Walzer,
20:19der die Szene zum Strahlen bringt.
20:32Ja, die Musik von Johann Strauß geht wirklich ins Blut.
20:36Das stimmt.
20:37Das ist nicht nur, weil er Wiener Blut gekomponiert hat,
20:40auch das andere geht ins Blut.
20:43Was macht diese Musik so aus?
20:44Wissen Sie, Musik, die einen begeistern kann,
20:50die einem wirklich nahe geht,
20:52ist sehr schwer mit Worten zu beschreiben.
20:56Es ist ein Gefühl eines enormen Rhythmus.
21:00Es ist ein Gefühl einer unglaublich ausgequogenen Melodienfolge.
21:05Aber das sind alles Dinge, die man eigentlich nicht,
21:10das Gefühl, das man dabei hat, kann man eigentlich nicht wirklich beschreiben.
21:14Und warum es dann auch so kommt, das ist das Geheimnis der Musik, Gott sei Dank.
21:20Wenn man das ergründen könnte, wäre es nicht mehr so interessant.
21:24Strauß ist eine Musik, die, wo man wirklich sagen kann, die ist absolut zeitlos.
21:28Ja, ich hoffe sehr, dass es auch noch für kommende Generationen so bleibt.
21:34Weil es ist heutzutage ein bisschen zu befürchten,
21:38dass es langsam aber doch mehr in den Hintergrund tritt.
21:41Die junge Generation ist nicht mehr so enthusiastisch.
21:46Es ist sogar meine Generation.
21:48Wir waren also als junge Studenten Feuer und Flamme,
21:51wenn wir mal so etwas spielen konnten.
21:54Das heißt, es wäre eigentlich die wichtige Aufgabe,
21:56das wiederum unter die jungen Leute zu bringen.
21:59Ja, es wäre vieles unter die jungen Leute zu bringen.
22:02Aber sie müssen auch mithelfen und müssen es annehmen.
22:07Und das ist heute eine gewisse Schwierigkeit gelegentlich.
22:10Da kommt man einfach nicht mehr durch bei ihnen.
22:12Der ganze Lebensstil hat sich in den letzten 50 Jahren doch sehr erheblich verändert.
22:17Und leider, seit das Internet um die Welt gegriffen hat,
22:22ist alles etwas anderes geworden.
22:25Die Ansichten sind anders und die Prioritäten sind plötzlich in eine ganz eine Richtung gegangen.
22:31Das ist schwierig.
22:32Dabei finde ich, bei Strauß kann man so richtig abschalten und die Seele baumeln lassen.
22:36Ja, natürlich.
22:37Die Musik ist, für meinen persönlichen Geschmack,
22:41ist das eine der größten Musik, die jemals in Österreich geschrieben worden ist.
22:49Also alle großen Klassiker natürlich.
22:53Aber an Schönheit und Erhabenheit haben ja selbst Komponisten wie Brahms ihn total bewundert.
23:00Es war wirklich wunderbar zuzuhören hier.
23:06Und wir haben ja heute einen Preisträger, der wirklich ist, glaube ich, verdient.
23:10Natürlich, ja.
23:10Der ist eine große Klasse.
23:12Das ist ganz klar.
23:13Also wenn nicht der, dann wer sonst?
23:17Und ich habe ihn beobachtet.
23:18Er ist mitgegangen.
23:19Ja, ja, ja.
23:20Das sage ich recht herzlichen Dank.
23:23Ich danke sehr.
23:23Dankeschön.
23:24Wir haben heute, wirklich einen wichtigen Tag, Johann Strauß und eine Verleihung.
23:30Ja, Jonas Kaufmann, einer der größten Tenörer.
23:34Ich glaube, er ist mehrfacher Kammer-Sänger.
23:36München auf jeden Fall.
23:39Ich nehme an Hamburg, aber auf jeden Fall Wien.
23:42Ja, und ein Liebling des Publikums.
23:45Er ist ja super fesch, muss ich sagen.
23:48Muss ich sogar als Mann gestehen.
23:50Ja, ja, ich meine, er ist zwar sehr gut verheiratet, ja.
23:54Zweite Ehe, zweite Ehe mit einer sehr, sehr netten Dame.
23:59Aber er ist wirklich ein Star und er macht ja dieses Jahr, was erwähnen man sollte,
24:05am 31. Dezember den Eisenstein in der Staatsoper Fledermaus.
24:11Fantastisch.
24:12Jetzt haben wir von dir bewundern dürfen am Eislaufvereinsplatz.
24:18Eine wunderbare Aufführung.
24:20Was sagst du zu dem heutigen Jubiläar?
24:22Wäre da nicht irgendwas wie so eine Aufführung?
24:24Wäre natürlich ein toller Don José für die Kammer nächstes Jahr, nicht?
24:28Da wäre natürlich der Jonas Kaufmann die Idealbesetzung schlechthin.
24:32Wäre ein Traum natürlich, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
24:36Vielleicht können wir heute noch plaudern drüber, nicht?
24:38Genau, genau, genau.
24:39Und vielleicht lasst er sich überzeugen, nicht?
24:41In Feierstimmung geht einiges, nicht?
24:44Ja, ganz genau.
24:45Wie der Bauchterlwein und bei der launigen Zusammensein kann viel passieren.
24:50Schauen wir mal, wir werden es probieren.
24:52Wunderbar.
24:52Und wir genießen jetzt den Abend.
24:54Ja, genau.
24:54Genau.
24:55Danke sehr.
24:55Wunderschön.
24:56Danke.
25:02Man kann sagen, es wurde wieder Geschichte geschrieben im Machfelderhof.
25:06Kann man es doch schon sagen, oder?
25:07Es wurde Musikgeschichte, es ist ja heuer das große Gedenk, das Geburtstag von Johann Strauß.
25:13Und ich glaube, es sagen zu dürfen und bin sicher, der Höhepunkt von diesem Gedenk war heute bei mir hier im Machfelderhof.
25:21Es wurde wie schon seit einigen Jahren, wurde der goldene Johann Strauß verliehen von der Johann Strauß-Gesellschaft Wien.
25:28Und wir haben natürlich heute einen ganz tollen Gast gehabt, dem das verliehen wurde, der Jonas Kaufmann.
25:35Also ich knie vor ihm, ein Riesenfan.
25:39Und ja, es war eine große Bereicherung natürlich wieder für unser Haus.
25:43Ja, und er war ganz fasziniert.
25:45Ich habe gesagt, nein, er war noch nicht da, aber er war wirklich ganz fasziniert vom Machfelderhof.
25:48Ja, also er lebt da sehr im Westen, Salzburg, Tirol.
25:53Ich war jetzt in Erlitz als Intendant.
25:56Aber er hat mir gesagt, er hat schon oft von uns gehört.
25:58Und er war schon sehr gespannt.
26:00Er wollte immer mal dieses Haus haben wir sehen.
26:02Und ich glaube, er war wirklich sehr beeindruckt.
26:05Also es dürfte sehr gefallen haben auch.
26:07Wie war überhaupt wieder ein sehr stimmiger Abend?
26:10War ein sehr niveauvoller, wie du richtig sagst, stimmiger Abend.
26:15Klassische Musik, glaube ich, sehr gutes Essen.
26:19Ja, und natürlich eine schöne Gäste-Schar.
26:22Also wir haben den Landeshauptmann von Tirol war da.
26:25Unternehmer Haselsteiner, die Präsidentin der Rabel-Stadler.
26:28Und wie gesagt, also ein stimmiger, fröhlicher, glaube ich, gelungener Abend.
26:35Jetzt wollen wir natürlich wissen, es ist immer so schwer mit Steigerungen.
26:38Wenn ich mir fällt auf, was ist das Nächste?
26:40Ja, die Steigerung ist wirklich...
26:42In die Kamera.
26:43Okay.
26:45Und was ist dann das Nächste?
26:47Also, ja, wir fangen jetzt natürlich voll an.
26:49Schon mit den Ganzen, schon langsam im Oktober.
26:51Es wird ein großes Ganzenfest geben.
26:53Mädchen Christian plant einen Geburtstag bei uns.
26:55Die Birgit Sarata hat ein kleines Fest noch geplant.
26:58Also ich glaube, es wird weiterhin fröhlich gefeiert und geschmast.
27:02Ja, das Jahr ist bald vorüber.
27:06Wunderbar. Und wir sind wieder gerne dabei.
27:09Ich freue mich drauf.
27:10Zum Finale erklingt der Donauwalzer, gespielt von den Johann Strauß-Konzertschauen.
27:15Bei einem sind sich prominente Gäste wie Werner Fasslabend, Helmut Deutsch, Gerhard Ernst
27:21und Bürgermeister Markus Mendelweigl von Deutsch-Wagramm einig.
27:26Dieser Abend ist ein Höhepunkt und eine Herausforderung für jedes kommende Gedenkjahr.
27:32Untertitelung des ZDF, 2020
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