- vor 2 Monaten
Tosca in der Krypta der Peterskirche ist kein gewöhnlicher Opernabend. Historisches Gewölbe statt Guckkastenbühne, kein Orchestergraben, keine Distanz – was bleibt, ist die Musik und ihre unmittelbare Wirkung.
Ohne große Bühnenmaschinerie, dafür in klarer, konzentrierter Inszenierung und in Idealbesetzung entfaltet Puccinis dramatischstes Werk seine ganze Kraft. Die Akustik des Raums trägt jeden Ton, die Nähe zur Bühne macht ihn körperlich spürbar.
International renommierte Künstler singen und spielen direkt vor und zwischen den Gästen, begleitet allein am Klavier – so, wie die Komponisten ihre Werke selbst am liebsten präsentierten. OPER in der KRYPTA führt Oper nicht auf, sondern macht sie fühlbar.
Ein erlesenes Opernerlebnis. Hautnah am Geschehen. Puccini pur.
Ohne große Bühnenmaschinerie, dafür in klarer, konzentrierter Inszenierung und in Idealbesetzung entfaltet Puccinis dramatischstes Werk seine ganze Kraft. Die Akustik des Raums trägt jeden Ton, die Nähe zur Bühne macht ihn körperlich spürbar.
International renommierte Künstler singen und spielen direkt vor und zwischen den Gästen, begleitet allein am Klavier – so, wie die Komponisten ihre Werke selbst am liebsten präsentierten. OPER in der KRYPTA führt Oper nicht auf, sondern macht sie fühlbar.
Ein erlesenes Opernerlebnis. Hautnah am Geschehen. Puccini pur.
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MusikTranskript
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01:29Wichst du, wie wälzt die andere, zu euch, in seiner Flucht.
01:40Rom, in unruhiger Zeit. Der Maler Cavaradosi versteckt einen politischen Flüchtling.
01:46Polizeichef Scarpia lässt ihn verhaften und foltern, bis Tosca aus Liebe das Versteck verrät.
01:52Das Todesurteil bleibt. Scarpia bietet einen Handel, ihre Hingabe gegen eine Scheinhinrichtung.
01:59Als er sich ihr nähert, ersticht sie ihn. Auf der Engelsburg fallen die Schüsse.
02:04Erst dann begreift Tosca den Betrug, Mario ist tot.
02:07Als die Häscher nach ihr greifen, entzieht sie sich ihnen. Für immer.
02:33Ich habe schon gesagt, wie wir da hinten gestanden sind, für mich die beste Tosca, was ich ehemals gesehen habe.
02:40Und ich habe auch ein paar Mal schon die Tosca gesehen, aber das war wirklich eins.
02:43Das war fantastisch, von der ersten bis zur letzten Minute und wirklich Gefühl pur.
02:47Also da spürt man diesen Schmerz, die Liebe. Und für mich ist die Tosca eine Paradefrau, die eigentlich wirklich intensiv
02:55liebt und für die Liebe alles macht.
02:57Und das ist wirklich ganz toll. Und das ist auch rübergekommen. Jetzt erleichtert.
03:03Ich bin jetzt erleichtert, ja. Das war für mich mein erster Mal, mein Tosca.
03:11Und das Gefühl ist ganz anders als bei Traverter, ganz anders.
03:16Und ich denke, das wird noch wachsen in mich, aber dieser Charakter ist ganz wirklich eine sehr starke Frau, sehr
03:27besonderer Charakter.
03:29Und ich hoffe, dass ich ein bisschen in dieser Seite geschafft habe, aber ich bin mir sicher, das wird noch
03:40weiter wachsen.
03:41Ein bisschen. Diese Bescheidenheit ist fantastisch.
03:45Und ich denke, das war wirklich ein bisschen in der Zeit, das war wirklich ein bisschen in der Zeit, das
04:00war wirklich ein bisschen in der Zeit.
04:36Das ist aber immer so. Die, die wirklich überragend sind, sind immer die kritischsten und immer die bescheidensten.
04:44Mir ist es so gegangen, ich weiß gar nicht, wie viele Tosca-Aufführungen ich in meinem Leben schon selbst gemacht
04:49habe,
04:50aber ich bin hinter der Säule heute gesessen und habe geweint, weil dieses Gefühl so echt war.
04:55Ich habe Tatjana, bevor es angefangen hat, gesagt, diese Gefühle, die sie bringt, dieses Echte, Authentische, Weibliche, das Urweibliche,
05:05diese Angst vor dem Skarpia, dieses Grausen, was dieser Mann ihr antun will, das ist alles da.
05:12Und sie macht es viel instinktiver, als sie selber glaubt, dass sie es tut.
05:18Und das ist ihr wahres Wunder.
05:20Und wenn man sie sagt, glaubt sie seinem nicht.
05:22Ja, da gibt es auch schön.
05:38Und das ist ihre Art.
05:45Und das ist es, sie hat Angst.
05:48Und das ist schon so.
05:48Das ist was sie, sie hat Angst.
05:50Und das ist es, sie hat Angst.
05:53Vorher beim Sergio habe ich schon gesagt, ihr seid ein Wahnsinn, das ist ein Wahnsinns-Team.
05:57Das war wirklich so traumhaft und ich finde einfach, manchmal ist es gar nicht so schlecht,
06:02wenn man nicht gefördert wird, weil da strengt man sich mehr an.
06:05Ich weiß ja von uns, also wir kriegen beide keine Förderungen und wir versuchen, das Optimale daraus zu holen.
06:10Und schau, wo wir sind, wie wir dastehen. Das macht mich sehr stolz.
06:16Was am stolzesten macht mich, dass ich eben Künstler und Künstlerinnen wie Tatjana, Sergio Tayotores, Florian Parimowski
06:23und natürlich die unglaubliche Ekaterina Norgat und all die vielen anderen der anderen Opern, die genauso wundervoll sind.
06:31Jeder gibt sein Herz, weil das ist eigentlich das Grausamste, was man Künstlern antun kann.
06:38Kein Dirigent, kein Teleprompter, sie muss den Einsatz finden, sonst ist der Kollege raus.
06:44Das ist hart, das ist wirklich hartes Business.
06:48Aber, und das ist der Punkt, das ist die echte Oper.
07:13Das merkt man, wenn man sich die Leute anschaut, die sind wirklich voll und ganz dabei.
07:17Und ich habe auch die Ekaterina beobachten können, weil die Kamera war da hergerichtet und habe auf sie geschaut.
07:22Die geht voll mit, also die regiert richtig da hinten und das ist einfach genial, wirklich genial.
07:29Was ich noch sagen wollte ist, er bringt sich immer wunderbare Sachen auf.
07:34Ich glaube, wir begleiten, wir kennen uns jetzt schon über ein Jahrzehnt, glaube ich, schon fast.
07:39Und ich muss sagen, es ist eine Oper besser wie die andere.
07:42Das heißt, gibt es da irgendwann einmal, wo man sagt, jetzt stehen wir an?
07:45Ganz ehrlich, wir wachsen aneinander.
07:50Als ich mit Tatjana über die Tosca geredet habe, sagte sie, das ist meine Traumrolle.
07:56Das sagte sie.
07:57Und sie ist die ideale Tosca und wir wachsen aneinander.
08:02Ich wachse an meinen Künstlern, sie an den Möglichkeiten.
08:07Jeder ist ein Teil von dem Ganzen und es funktioniert nur alles zusammen.
08:12Einer alleine reicht nicht.
08:14Es sind alle und jeder hat seinen fixen Teil.
08:18Und dadurch kann man eben wachsen, wenn man die Künstler wahrnimmt als das, was sie sind.
08:22Wenn man auf sie reagiert, ihnen die Möglichkeiten gibt.
08:26Wir haben gar nicht so viel Zeit, so ein Stück zu erarbeiten.
08:31Das ist wirklich hart.
08:33Man muss wirklich alles geben, um das da zu überleben.
08:39Und das meine ich wortwörtlich.
08:41Jeder Fehler, wie Sergio Tayotores einmal sagte, ist hier den Fehler hochziehen.
08:46Genau.
08:47Das ist es.
08:47Man kann sich nicht drüber schwingen.
08:49Also hier siehst du es.
08:51Hier stehst du einfach auf einer Fläche.
08:54Das weiteste, was du entfernt bist von einem Sänger sind zehn Meter.
08:58Ich weiß, sie lehnen mich jetzt ein bisschen weit hinaus.
09:00Aber wie ich heute diese Oper gesehen habe und wie ich sie gesehen habe, wie sie ihr bringt es.
09:05Aber ich habe mir gedacht, kann es sein, dass Puccini damit etwas zeigen wollte, den Leuten die Augen öffnen wollte?
09:11Wäre das möglich?
09:12Und nämlich auch zeitlos, nämlich auch auf die heutige Zeit umgewünscht.
09:15Und da kann man nur sagen, bitte Leute, macht die Augen auf.
09:17Puccini war nicht nur ein ganz grandioser Geschichtenerzähler, er liebte die Frauen.
09:24Und das kannst du in der Musik hören, finde ich.
09:28Ich denke, er hat mit jeder großen Frauenrolle einer Frau in seinem Leben ein Denkmal gesetzt.
09:35Und seine Musik hat etwas, deswegen, ich weine nicht bei jeder Oper.
09:42Ich meine, Schönheit, ja, berührt mich immer.
09:45Absolute Schönheit, wenn meine Künstler hier etwas bringen.
09:49Mir stehen die Haare zu Berge vor Schönheit.
09:52Aber Puccini bringt mich halt zum Weinen.
09:56Und das ist eine große Kunst.
09:58Natürlich erzählt er eine Geschichte, aber seine Geschichten sind authentischer.
10:02Seine Frauenfiguren kann man spüren.
10:05Und das wirst du sicherlich bestätigen, Tatjana.
10:09Seine Frauen kann man spüren.
10:33Die Rolle, die du gespielt hast, hat wirklich auch erlebt und gespürt.
10:36Und das ist ganz was Tolles.
10:38Danke, es freut mich sehr.
10:40Wir freuen uns schon auf die Nächsten.
10:42La Bohème.
10:43La Bohème.
10:44Genau.
10:45Wunderbar, ich kann wiederholen.
10:46Wer es noch nicht da war, ist selber schuld.
10:49Einmal muss man es einmal ausprobieren.
10:51Und wenn man da ist, ich glaube, dann wird man süchtig, oder?
10:55Ach, wir strengen uns an.
10:57Ja.
10:58Wunderbar, ich sage recht, herzlichen Dank.
11:00Es war wirklich ein wunderbarer Abend.
11:01Schön, dass ich da war.
11:02Gerne, gerne.
11:03So, neben mir steht der künstlerische Leiter dieses wunderbaren Opernhauses.
11:08Und ich muss sagen, es hat heute etwas wieder auf die Bühne gebracht.
11:11Es war einzigartig.
11:13Und ich habe es jetzt ein paar Mal wiederholen, ich muss es noch einmal wiederholen.
11:16Ich habe noch nie eine Tosca in dieser Art und so toll gesehen und so mit Gefühl gesehen
11:20wie hier.
11:20Es ist eine spezielle Tosca, die wir da machen.
11:24Es ist also die Nähe, die wir da haben und dass man komplett im Geschehen drin ist.
11:29Die Tosca ist so ein Herzstück von uns.
11:32Also von den Beginn, die das erste Mal gespielt haben, war für mich auch die erste wirklich
11:39böse Rolle, das zu erarbeiten.
11:42Und da kommt es wirklich auf Timing an, auf die Abstimmung im Ensemble.
11:46Das ist der Vorteil.
11:48Wir sind ein Ensemble-Theater und damit können wir auch anders spielen.
11:51Wir wissen, wie wir gegenseitig miteinander umgehen, was wir machen und das ist ein großer
11:56Vorteil.
11:57Und da haben wir wirklich einen großen Vorteil als Ensemble-Theater und das Spielen ist
12:06sehr intensiv dadurch und kriegt auch für das Publikum eine Intensität, die man sonst
12:12nicht bekommt.
12:45Jetzt ist es oft so, dass das Publikum dann wartet bei diesen Opern auf ein bestimmtes
12:49Stück, das alle kennen.
12:50Ja.
12:51Hier war es aber so, es war jedes einzelne so.
12:54Also das war wunderbar, ich weiß nicht jetzt, was Sie sagen können, welches Stück mir,
12:57also welcher Teil mir von dieser Oper gefallen hat, weil es einfach durchgehend ein Wahnsinn
13:01war.
13:02Man kennt natürlich Visitar del Uce Vane Stelle, die kennt man und darauf wartet man.
13:08Aber der gesamte zweite Akt eigentlich als Gesamtes ist so ein ganzes und was ganzes Spezielles.
13:17Und wir sind nicht auf die augenscheinliche Brutalität, die dieses Carpe auch gibt, sondern
13:24dieses, ja so mit feiner Klinge.
13:27Aber da wird, damit wird er noch gefährlicher, noch intensiver und noch grauslicher, muss
13:34man sagen.
13:47Das ist eine wunderbare Rolle.
13:51Das ist so etwas, wenn man denkt, den hasse ich jetzt, wobei wenn man die kennt, weiß man,
13:57du bist absolut nicht so ein Typ und ich finde das einfach toll.
14:00Und das ist einfach auch rübergekommen.
14:02Man hat den ersten Moment, na hoffentlich stickt es mir jetzt wirklich nieder.
14:05Das ist ja.
14:06Also bei dem Carpe ist es bei mir auch so.
14:08Sonst bei den anderen Opern gehe ich eigentlich ohne Bühnenschminke.
14:13Bei Scarpe lege ich auch die Bühnenschminke ab.
14:15Das ist eine andere Person zu werden für mich.
14:18Die muss ich auch sehr spielen.
14:22In diese Bosheit, in diese Hinterlistigkeit und wirklich das ganzes Grausliche, was von
14:30dem ausgeht, dieses Menschenverachtende teilweise.
14:33Es ist schon, er hat Erziehung, er hat Genossen und kann auch sehr charmant und alles umgehen
14:39mit dieser Tosca.
14:41Aber in Wirklichkeit steht sehr was Animalisches auch dahinter.
14:44Das ist ja, es ist ja, es ist ja, es ist ja, es ist ja.
15:20Das ist ja, es ist ja, es ist ja.
15:27Absolut, also wirklich ein Bösewicht vom Feinsten.
15:30Ja, und man merkt es auch, wenn man da so ein bisschen, dann die Damen im Publikum,
15:35es ist wirklich grauslich eigentlich, was der mit der Tosca macht.
15:39Wirklich einen Plan zu haben, wie bekomme ich die, obwohl sie einen eigentlich nicht will.
15:45Und dann erpresst er sie mit dem Leben ihres Mario.
15:49Und das ist ganz was Grausliches.
15:52Eine wunderbare Sache.
15:53Und es ist etwas, ich glaube, es ist eine der schlimmsten Rollen, oder?
15:56Oder gibt es da noch eine Draufgabe?
15:58Ich glaube, das ist schon.
15:59Das ist schon ziemlich der, der, der, der, der, also wo ich dann auch gern aus dem Kostüm raus und
16:04diesen Scapier ablege, muss man schon sagen.
16:08Also für mich ist es einer der schlimmsten eigentlich, ja.
16:12Kann man sagen, eine Rolle, wo man am liebsten nachher gleich duschen gehen würde?
16:15Ja, so ungefähr, ja.
16:16Nein, es ist so, es ist, man spielt es und ich spiele es auch gern.
16:20Also es ist toll, das auch mal so zu erleben.
16:24Aber es ist nachher gut, wenn man den wieder auszieht und den lässt.
16:28Das ist ganz angenehm.
16:30Das ist ganz angenehm.
17:01Das ist ein Vorteil von uns auf der Bühne.
17:03Wir können die und die Person sein, mal lustig, mal ernst, mal ganz grauslich.
17:09Und nachher braucht man es dann länger nicht mehr, ist man die ausgeglichenste Person.
17:13So wie es die Dorothek sagt, hat hundertprozentige Todesrate bei den Hauptdarstellern.
17:18Aber die Schönen bei der Oper, sie stehen nachher auf und holen sich den verdienten Applaus.
17:21Ja, das ist das Schöne.
17:22Und da hat Puccini wirklich etwas ganz Tolles.
17:25Also diese Ausgeglichenheit, wir sagen immer, diese Ausgeglichenheit in den Hauptrollen.
17:30Alle haben gleich viel.
17:32Jeder hat seine Länge, seine Größe der Partie.
17:37Und am Schluss sterben alle.
17:38Das auch noch.
17:39Also es ist wirklich ein Meisterwerk, was da geschaffen wurde.
17:43Und es war meisterlich, wie sich das Meisterwerk hier auf die Bühne gebracht hat.
17:46Das kann ich noch einmal wiederholen.
17:48Und wir freuen uns schon auf das nächste Mal.
17:49Ja, danke schön.
17:50Oper in der Krypta führt Oper nicht auf.
17:53Sie macht sie fühlbar.
17:55Tosca, hautnah.
17:56Und was dann folgte, war minutenlanger Applaus.
18:04Applaus
18:09Applaus
18:20Applaus
18:22Vielen Dank.
18:52Vielen Dank.