- vor 5 Monaten
Der Film schildert die Konflikte zwischen zwei geschiedenen Eheleuten, die schließlich bis zur Körperverletzung eskalieren. (Text: hr-fernsehen)
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00:00:00Guten Abend. Ehen, liebe Zuschauer, werden halt nicht nur geschlossen. Zum Teil müssen sie wieder gelöst werden.
00:00:10Gewiss, mitunter ist der Weg zum Scheidungsrichter übereilt und kurzsichtig.
00:00:15Aber häufig liegen auch ernsthafte Gründe vor, die die gegenseitige Zuneigung zerstören.
00:00:22Wo aber die Ehe nur noch auf dem Papier steht, wo sie ihren Sinn für die Partner wie für die Kinder verloren hat,
00:00:28wird die Scheidung unvermeidbar. Wird sie, so Friedrich Engels, für beide Teile wie für die Gesellschaft zur Wohltat.
00:00:37Immer häufiger wird die Scheidungsklage durch die Frau angestrengt. Das geschieht in etwa zwei Drittel aller Fälle.
00:00:44Zweifellos ein Ausdruck der Emanzipation der Frau in der sozialistischen Gesellschaft.
00:00:50Auch in der folgenden Sache war die Ehefrau zum Gericht gegangen.
00:00:54Was sie ihrem Mann zu Recht vorwarf, war Alkoholmissbrauch, Frauenbekanntschaften, Vernachlässigung familiärer Dinge.
00:01:04Der Ehemann, Horst Bredow, hatte zwar die Sonnenseite der Ehe ausgekostet, sich aber niemals so richtig an seine Pflichten gewöhnt.
00:01:12Die Ehe wurde geschieden, juristisch war der Fall geklärt.
00:01:17Aber die wirkliche Trennung ist meist komplizierter und langwieriger als die juristische Prozedur.
00:01:25Dabei ergeben sich mitunter Konflikte, die, wie der folgende Fall beweist, sich bis in den Bereich der Kriminalität hineinsteigern können.
00:01:32Die Ehe wurde geschieden, bis in den Bereich der Kriminalität hineinsteigert.
00:02:02Entweder nicht mehr als die Kriminalität.
00:02:04Das hat auch ein paar Kriminalität, aber erinnert.
00:02:06Was动 wir aus?
00:02:07Die Gämbel sind nicht mehr als die Kriminalität.
00:02:09Was ist er als die Kriminalität?
00:02:10Die Kriminalität.
00:02:11Nämt?
00:02:13Nämt.
00:02:15Nämt.
00:02:16Nämt.
00:02:18Mhm.
00:02:21Na ja.
00:02:22Nämt.
00:02:23Möchtun.
00:02:24Kriminalität.
00:02:25Sie besitzen die Zifat.
00:02:27Die Kriminalität.
00:02:29Das war sie.
00:02:30Kriminalität.
00:02:31Dämpferd.
00:02:31Du bist da der sichtbarer Löffel.
00:03:01Du gestattest doch, dass ich mal den Planner benutze.
00:03:08Aber bitte schön.
00:03:10Dankeschön.
00:03:14Du, ich brauch mal ein Messer.
00:03:31Ach so, die Eier.
00:03:56Wenn mich nicht alles täuscht, ist das Salz noch gemeinschaftliches Ehegut, nicht?
00:04:02Und wenn mich nicht alles täuscht, ist dein Anteil an der Stromrechnung noch immer offen.
00:04:08Junge!
00:04:10Na, mein Junge, wie war's im Kind, der Kampen?
00:04:13Schön.
00:04:14Schön, das ist doch prima.
00:04:18Mutti, gibt's Leute bei dir zum Anbrust?
00:04:21Tomaten, Radieschen, Wurst, Käse, Butter, Brot, Milch, hast du schon großen Hunger?
00:04:26Ja.
00:04:27Ich beeile mich.
00:04:29Pati, was gibst du heute bei dir zum Anbrust?
00:04:32Rührei, mein Junge, wie immer.
00:04:34Rührei.
00:04:35Warum immer?
00:04:36Naja, was man so als einfacher Werktätiger fertig kriegt, ne?
00:04:41Wie bitte?
00:04:42Schon gut.
00:04:44Warum musst du mal alleine essen?
00:04:51Willi's gut.
00:04:52Dann musst du mal deine Mutter fragen, die weiß das besser.
00:04:56Klaus Dieter Dicke, bitte den Tisch.
00:04:58Gleich.
00:04:59Ja, gleich.
00:05:01Ich weiß, wenn ihr wolltet schon wieder streiten.
00:05:15Komm, ich mach dir die Tür auf.
00:05:19So, geht's.
00:05:29Horst.
00:05:30Hm.
00:05:31Ich möchte dich nochmal bitten, lass den Jungen aus dem Spiel.
00:05:34Reiß das Kind nicht ständig hin und her.
00:05:36Er weiß ja schon gar nicht mehr, an wen er sich noch halten soll.
00:05:41An dich natürlich.
00:05:43Für seine Erziehung bin ich verantwortlich.
00:05:46Es tut mir leid, dass ich dir das immer wieder sagen muss, aber es ist so.
00:05:52Soll ich die Mücke doch aus dem Weg gehen?
00:05:54Mach mal das mal vorne in der Wohnung.
00:05:55In meiner Wohnung?
00:05:56Ja doch, das kann ich schon bald singen.
00:05:57Ich muss es dir aber auch immer wieder sagen, solange du keine Anstalten machst, hier endlich auszuziehen.
00:06:01Du weißt, dass es ginge.
00:06:02Ja, natürlich.
00:06:03Wenn man nicht mit dem Jungen auf der Straße nachrennen muss, wenn ich mal paar Worte mit ihm reden will.
00:06:06Du weißt, dass der Umgang gerichtlich festgelegt worden ist.
00:06:11Ich weiß aber auch, dass man sich in tausenden Fällen einen feuchten Gericht daran hält.
00:06:15Ich hoffe, das traust du mir nicht zu.
00:06:19Im Übrigen hast du dich während der gesamten Ehe so wenig um den Jungen gekümmert, dass mich diese späte Liebe wirklich sehr wundert.
00:06:28Du wirst mir mein Recht nicht nehmen, das sage ich dir.
00:06:30Ich will dir doch kein Recht nehmen.
00:06:36Mutti, Mutti, die Radieschen sind schon alle, die habe ich schon alle aufgesessen.
00:06:40Oh.
00:06:41Noch eins für dich?
00:06:42Danke.
00:06:43Und eins für dich.
00:06:45Das gehört deiner Mutter, mein Junge.
00:06:48Kommt los, Dieter.
00:06:56Keine Ahnung.
00:07:13Manche, manche Trümpel, Tee, Butje, Butje in der See.
00:07:17Meine Frau, die Ilse will, will nicht so, um die egal zu werden.
00:07:23Na, mein Junge, was ist los?
00:07:26Ich kann nicht schlafen.
00:07:28So, du kannst nicht schlafen.
00:07:29Da ist ja auch noch ein bisschen zeitig, ne?
00:07:32Tja, das ist nun mal so.
00:07:34Wenn die Mütter fortwollen, müssen die Kinder zeitig ins Bett.
00:07:39Setzt du jetzt das Radieschen?
00:07:41Hast du ihn mir aufgehoben?
00:07:42So, Liebter.
00:07:44Esse ich nämlich gern.
00:07:47Mein Mann.
00:07:53Vati, warum habt ihr euch eigentlich gescheitert?
00:07:57Geschieden heißt das manchmal, geschieden.
00:08:00Was ist denn das Geschehen?
00:08:03Na ja, so wie bei mir und deiner Mutter.
00:08:08Bin ich mit dir auch geschehen?
00:08:09Und jetzt wird geschlafen, klar?
00:08:10Noch eine Geschichte.
00:08:11Oh, keine Geschichte mehr.
00:08:12Es wird nämlich sonst zu spät.
00:08:13Außerdem hat dein Vater noch was vor.
00:08:14Ich soll jetzt schon Bier trinken.
00:08:15Na, du bist ein Arzt, hör mal.
00:08:16Brauchst du aber nichts der Mutter zu sagen, hm?
00:08:17Hm?
00:08:18Bringst du mir Sanderbebungs mit?
00:08:19Sanderbebungs, hm?
00:08:20Wenn es welche gibt.
00:08:21Also tschüss.
00:08:22Tschüss.
00:08:23Schlaf gut.
00:08:24Vergiss nicht die Sanderbebungs.
00:08:25Nein.
00:08:26Vergiss nicht die Sanderbebungs.
00:08:27Nein.
00:08:28Oh Gott.
00:08:29Oh Gott.
00:08:30Schlaf gut.
00:08:31Vergiss nicht die Sanderbebungs.
00:08:32Nein.
00:08:33Oh Gott.
00:08:34Oh Gott.
00:08:35Vergiss nicht die Sanderbebungs mit.
00:08:36Sanderbebungs, hm?
00:08:37Wenn es welche gibt.
00:08:38Also tschüss.
00:08:39Tschüss.
00:08:40Schlaf gut.
00:08:50Vergiss nicht die Sanderbebungs.
00:08:52Nein.
00:08:53Oh Gott.
00:09:05Ach du?
00:09:06Ja, ich.
00:09:07Na, lecker, gute Nacht und kein Wetter.
00:09:08Sag mal, was sind das für eine Begrüßung?
00:09:09Guten Abend.
00:09:10Na, Mutter.
00:09:11Helga hat mich gebeten, mal nach dem Jungen zu sehen.
00:09:26Ja.
00:09:27Natürlich.
00:09:28Fremde Leute.
00:09:31Bitte schön, die Oma.
00:09:34Oder diese Tibse.
00:09:35Nur nicht ich.
00:09:36Ich bin ja Luft.
00:09:37Einfach Luft.
00:09:38Bist du denn so sicher, dass du zuhause sein würdest?
00:09:40Wie ich sehe, hast du dir noch was vor?
00:09:42Ja und soll ich hier die Wände anstauern?
00:09:44Eins lässt dir gesagt sein.
00:09:45Luft.
00:09:48Ich bin so sicher, dass du zu Hause sein würdest. Wie ich sehe, hast du hier noch was vor.
00:09:52Ja und soll ich hier die Wände anstammen?
00:09:59Eins lasst dir gesagt sein. Die Kneipe klärt nichts.
00:10:03Das ist doch alles geklärt. Es muss so besonders gewaschen werden.
00:10:07Die Ehe zwischen Horst Predo und Frau Helga, geborene Trautmann, muss hiermit ordnungsgemäß geschieden.
00:10:12Gebührenmarken an der Kasse, das heißt, wenn sie so viel dabei haben.
00:10:15Du wolltest es ja nicht anders.
00:10:17Ja, natürlich. Ich bin schuld. Du warst nicht im Kindergarten, du bist fremdgegangen. Du, du, du.
00:10:25Mensch, dann geh bloß in Ruhe.
00:10:26Rauch deins.
00:10:55Ja, auch meins.
00:11:03Versuch mal.
00:11:05Warum redest du eigentlich noch mit mir?
00:11:13Weil du dich kaputt machst und die anderen auch.
00:11:14Hast du überhaupt schon mal darüber nachgedacht, was es für das Kind bedeutet?
00:11:33Nachgedacht?
00:11:35Und ob.
00:11:35So.
00:11:36So.
00:11:37Na, dann schaff endlich klare Verhältnisse.
00:11:42Ich hab dir angeboten, bei mir zu wohnen. Du weißt, dass das geht. Jedenfalls vorübergehen.
00:11:46Aber nein, du ziehst es ja vor, hier in der Schwebe zu leben. Trinkst. Trinkst.
00:11:52Das ist nach wie vor mit dieser, dieser...
00:11:55Barbett.
00:11:56Barbett, ja. Betrieb Theater.
00:12:04Junge, du richtest dich zugrunde.
00:12:06Du hast doch nur ans Schluss machen gedacht, weil's dir bequem war, hm?
00:12:13Ja.
00:12:14Natürlich.
00:12:16Du machst es dir leicht.
00:12:17Ist dir auch immer alles zu leicht gemacht worden.
00:12:24Nicht durch mich.
00:12:26Ich hab manchmal darüber nachgedacht.
00:12:29Ich steh ja schon wieder hier und wasche für dich ab.
00:12:33So, ob du das bisschen nicht alleine machen könntest.
00:12:41Als du damals mit Helga gekommen bist und gesagt hast, bald sind wir drei, könnten wir nicht und ging es nicht, da hab ich Ja gesagt.
00:12:46Du warst aus allem raus.
00:12:50Und dass er die Wohnung hier bekommen hat, damit hattest du auch nichts zu tun.
00:12:54Wenn Helga nicht so hinterher gewesen wär,
00:12:59das ist immer auf andere verlassen.
00:13:02Jetzt willst du selber was auf die Beine stellen und kannst es nicht.
00:13:07Aber du musst, dass du das von deiner Mutter sagen, wenn du schon auf sonst keinen hörst.
00:13:16Das ist wieder spät geworden gestern.
00:13:30Eigentlich wollte ich bloß auf ein Bier in die Schwimmer, aber...
00:13:32Ja, wie das Leben so spielt.
00:13:35Wie das Leben so spielt.
00:13:39Ist jedenfalls gut, wenn du kommen und gehen kannst, wenn du willst.
00:13:44Ohne Vorwürfe, ohne Fragen.
00:13:46Das hat schon seinen Wert.
00:13:47Und auch seinen Preis.
00:13:50Klar, alles hat seinen Preis.
00:13:53Nimm diese Bude hier zum Beispiel.
00:13:55Wettend, dass sie fast so teuer wird wie Neubau?
00:13:56Aber selbst ab, das ist nicht willig.
00:14:00Was kostet eigentlich eine Scheidung?
00:14:05Nerven kostet sie, mein Junge.
00:14:07Nerven.
00:14:10Wollen Sie es nicht nochmal miteinander versuchen?
00:14:13Denken Sie doch an Ihr Kind.
00:14:16Stimmt es, dass Sie sich wenig um die Familie gekümmert haben?
00:14:20Was?
00:14:20Was?
00:14:20Muss denn die ähnliche Untreue ihrerseits zur Auflösung der Gemeinschaft führen?
00:14:30Horst, sag mal ehrlich.
00:14:31Wer hat denn bei euch eigentlich die Scheidung eingereicht?
00:14:33Sie oder Sie?
00:14:36Glaube.
00:14:38Interessiert mich.
00:14:40Wieso?
00:14:42Ebenso.
00:14:48Sie.
00:14:49Was sagst du?
00:14:51Sie hat die Scheidung eingereicht.
00:14:55Ich dachte immer, du wolltest Schluss machen.
00:14:57Na und, wollte ich doch auch.
00:15:03Ich war gestern übrigens bei Gundula zum Geburtstag.
00:15:06Hab da deine ehemalige Frau kennengelangt.
00:15:09Na.
00:15:12Wenn Pauli nicht bald die Farbe bringt,
00:15:15dann sieht's morgen finster aus.
00:15:16Pauli hat uns schon angerufen.
00:15:19Dann seid ihr noch vorbei.
00:15:26War's schön?
00:15:29War's gut.
00:15:30Mit ihr?
00:15:33Das kann doch nicht in Ernst sein.
00:15:36Ich find sie sehr nett.
00:15:38Du kannst sie doch haben, Junge.
00:15:40Greif zu.
00:15:40Nur etwas älter müsstest du wahrscheinlich sein.
00:15:45Du hast sie doch nicht alle.
00:15:46Dann sagen doch die Leute, da kommt der Boxer.
00:15:48Mit seiner Mutter.
00:15:49Tja, weißt du, umgekehrt, da ging's ja noch.
00:15:56Der Onassis war ja auch ein paar Jahrzehnte älter als die Kennedy.
00:16:00Du bist zwar kein Onassis, aber Adonis.
00:16:04Das klingt so ähnlich.
00:16:04Also, nimm sie dir, Junge.
00:16:08Reif zu.
00:16:11Aber dass mir hinterher keine Klagen kommen.
00:16:19Eigentlich bist du zu bedauern.
00:16:20Ich hab keine Lust mehr.
00:16:31Die gehen hier auch schon.
00:16:33Gott, was sind das hier?
00:16:34Das sind Mauermöcke.
00:16:36Die braucht man, wenn man die den Gebäude putzen will.
00:16:38Weißt du?
00:16:39Und dort oben habe ich gearbeitet.
00:16:41Da haben wir alles neu vorgerechnet.
00:16:42Prima, was?
00:16:43Und jetzt arbeite ich da vorne auf der Baustelle.
00:16:47Patti, ich kann nicht nur laufen.
00:16:49Oh, ich fang nicht so an.
00:16:50Los, vorwärts.
00:16:58Ihr habt ja gar keinen Kran, Patti.
00:17:00Nein, aber wir haben doch einen Aufzug.
00:17:02Und wer leitet den?
00:17:03Naja, der, der ihn gerade braucht.
00:17:05Ist dir kalt?
00:17:06Nein, aber ein richtiger Baustelle braucht auch einen Kran.
00:17:09Hast du selber gesagt.
00:17:11So, wenn du meinst.
00:17:12Sag mal, hast du Durst?
00:17:13Ja.
00:17:14Wollen wir eine Limo trinken?
00:17:15Ja.
00:17:15Na, dann du komm.
00:17:43Und das ist das.
00:17:48Und das ist das?
00:17:54Eins, zwei, drei, vier, fünf, wie hast du schon gesagt?
00:18:01Mhm.
00:18:01Tatsächlich?
00:18:02Natürlich.
00:18:03Und der und der für als Volk.
00:18:06Hier unsere Tonnenregen im Milchbach.
00:18:09Na ja, komm am Kopf.
00:18:15Vati, ich möchte noch eine Limmel.
00:18:18Bring uns noch eine Limmel und mir kannst du noch ein Bier mitbringen.
00:18:23Gehen wir dann, Vati.
00:18:25Ja.
00:18:27Mutti wartet.
00:18:29Auf dich.
00:18:31Und auf dich.
00:18:34Auf mich wartet niemand.
00:18:37Die Mutti hat aber gesagt, dass sie gesackert und immer so lange warten ist auf dich.
00:18:48Junge!
00:18:50Ja, das ist ja kein Weinbruch.
00:18:53Entschuldige bitte, das ist aus Versehen passiert.
00:18:58Ich meinte den Sohn.
00:18:59Nee, du machst ja nicht in die Hosen.
00:19:01Wir gehen.
00:19:06Bring mir noch ein Bier mit.
00:19:08Warum sollen wir denn gehen?
00:19:11Wir gehen, wann wir wollen.
00:19:13Aber die Tante hat gesagt, wir sollen gehen.
00:19:15Wann wir gehen, das ist bestimmt dein Vater.
00:19:16Klar?
00:19:17Klar.
00:19:18Ja.
00:19:19Klar.
00:19:20Ja.
00:19:21Ja.
00:19:22Ja.
00:19:23Ja.
00:19:24Ja.
00:19:25Ja.
00:19:26Ja.
00:19:27Ja.
00:19:28Ja.
00:19:29Ja.
00:19:30Ja.
00:19:31Ja.
00:19:32Ja.
00:19:33Ja.
00:19:34Ja.
00:19:35Ja, dann rake jetzt zurück, damit endlich Ruhe ist.
00:19:36Man muss bestimmt nichts mehr sagen.
00:19:38Aber ich habe dir noch was zu sagen.
00:19:41Du wenn du mir versauen willst, dass ich den Jungen ab und zu aus dem Kindergarten abholen
00:19:44Kindergarten abholen kann, da passiert ein Unglück. Merk dir das.
00:19:49Wenn du es gelegentlich tätest,
00:19:51hätte ich ja nichts dagegen.
00:19:52Aber nicht, um ihn auf deine Sauftouren mitzusehen.
00:19:54Sauftouren? Ja.
00:20:07Du, Herr Malga,
00:20:10ich weiß genau, dass ich nichts machen kann,
00:20:12wenn du dich stur stellst.
00:20:14Mensch, schau mal, ich rede mit dir.
00:20:19Aber schrei doch nicht so.
00:20:21Der Junge schläft.
00:20:26Ah, natürlich.
00:20:37Na, ich glaube, mein Amster Bonert.
00:20:38Hier scheint ja gute Stimmung zu sein.
00:20:40Ja, wir können nicht klagen, Paul.
00:20:41Streit ausgestanden?
00:20:42Ja, alles in Ordnung, kein Rest in der Tabelle.
00:20:46Zaumseil.
00:20:46Guten Tag.
00:20:47Was ist denn los?
00:20:48Helmut Zaumseil.
00:20:50Ja.
00:20:51Also nun, holt doch mal Bobby rüber.
00:20:53Ich will euch den neuen vorstellen.
00:20:54Hey, Bobby, komm doch mal runter, wir haben Zubachs gekriegt.
00:21:05Was?
00:21:06Ein Zaumseil.
00:21:08Was für ein Seil?
00:21:09Eins.
00:21:10Aber ich komm doch mal runter.
00:21:10So, das hier ist das Objekt Einstein, Straße 104, Bauteil 1a und Bauteil 1b.
00:21:21Wir sind jetzt hier 1a und wechseln dann rüber nach 1b.
00:21:24Hey, nun guck dich hier mal genau rum.
00:21:27Das ist unsere Qualität.
00:21:29Die hast du dann auch zu leisten.
00:21:31Wir übergeben kein Objekt unter 1,2.
00:21:33Das ist eine Wettbewerbsverpflichtung.
00:21:35Du hast den Karpfen vergeteilt.
00:21:39Auf, dann machen wir das Ding da aus.
00:21:41Mensch, mach sie so spannend, Paule.
00:21:45Zaumseil.
00:21:45Helmut Zaumseil.
00:21:46Kann ich in den grünen sparen.
00:21:48Also das ist Helmut Zaumseil.
00:21:50Er kommt aus Neuhof, LPG-Baubrigade.
00:21:53Helga Bredow wird Ihnen morgen noch der gesamten Brigade vorstellen.
00:21:55Die ist mit Kellermann auf Dienstreise zur Schule, Nachschub holen.
00:21:59Das ist Manfred, unser Boxer, aber ein Gemüt wie ein Pferd.
00:22:03Zaumseil.
00:22:03Ja, und das ist Bobby, alias Robert, der führt das Brigadetagebuch.
00:22:08Ja, ja, ich starte mal.
00:22:09Das ist Horst, der ist am längsten im Fach.
00:22:13Nun, mich kennst du ja.
00:22:15Ja, falls es dich interessiert, wir haben dreimal den Titel.
00:22:18Na, du wirst dich schon wohlfühlen bei uns.
00:22:21Du kannst dich gleich nützlich machen,
00:22:23damit wir bis morgen Abend hier im zweiten OG fertig sind.
00:22:27Du kannst die Ölpaneele übernehmen.
00:22:31Hey, du, Paule.
00:22:32Du, sag mal, ich hab heute was Wichtiges Privates zu erledigen.
00:22:35Kann ich mal eine Stunde früher gehen?
00:22:36Wäre das möglich?
00:22:37Sehr wichtig.
00:22:38Hm, ist es.
00:22:40Grüß dich.
00:22:40Moin.
00:22:40Na ja, geht in Ordnung.
00:22:45Danke mal.
00:22:45Du, kümmere dich um den Zaumseil.
00:22:47Hm, okay.
00:22:47Nach spannendem Kampf trennte sich die Boxstaffel unserer BSG mit einem gerechten Unentschieden.
00:23:04Und jetzt pass mal auf.
00:23:06Unglücklich verlor unser Manfred Schubert, dem jeder einen Sieg zugetraut hätte, der
00:23:10aber wegen einer Augenbrauenverletzung vorzeitig aus dem Ring genommen werden musste.
00:23:15Das ist der da.
00:23:15Ja.
00:23:16Du siehst, über uns schreibt man Zaumseil.
00:23:18Und wenn wir uns schlagen lassen, Zaumseil.
00:23:19Dem jeder einen Sieg zugetraut hätte.
00:23:22Quatsch, Quatsch.
00:23:23Kopf hoch, Junge.
00:23:23Das nächste Mal geht's nicht ins Auge.
00:23:25Ich zitiere weiter.
00:23:26In gewohnter Weise wurde unser Manfred Schubert mit seinem Gegner fertig und so weiter und
00:23:31so fort und alles Gute im persönlichen Leben, besonders auch für ihre Familie.
00:23:35Amen.
00:23:35Kann ich mal sehen?
00:23:36Natürlich.
00:23:37Tag, Fabette.
00:23:38Tag allerseits.
00:23:40Das ist mir gefallen.
00:23:42Und ich muss herumärzen.
00:23:43Na ja, du übertreib mal nicht.
00:23:46Wissen, Sahnebomper?
00:23:47Nee, moin wieder.
00:23:50Wo ist denn Paul?
00:23:51Nicht hier.
00:23:52Mensch, Zaum, ich brauchst du nicht abzaubern, ey.
00:23:54Das ist perfekt.
00:23:56Zaumseil.
00:23:57Helmut Zaumseil.
00:23:59Neu?
00:24:00Na, was ist sonst, ne?
00:24:11Du schlag nicht erst Wurzeln, ich muss wieder ran.
00:24:13Wollt ja nur wissen, ob dort kommst.
00:24:16Heute nicht.
00:24:16Warum nicht?
00:24:18Na, ich hab was vor.
00:24:21Wichtiger als ich.
00:24:22Muss ja wohl, ne?
00:24:24Kannst du es mir doch sagen.
00:24:26Das kann ich auch bleiben lassen, ne?
00:24:28Sag mal, wie kann man denn bloß so neugierig sein, ne?
00:24:30Das ist eben nicht.
00:24:32Willst du ein Sahnebomper?
00:24:33Nee, danke, mir ist schon schlecht.
00:24:39Kann ja auch zu dir kommen, wenn's dir bequemer ist.
00:24:41Mensch, ich hab dir doch gesagt, ich hab heute keine Teile mehr zu essen in Ruhe.
00:24:43Ist ja schon gut.
00:24:49Na ja, da muss ich wohl wieder gehen.
00:24:56Kommst du morgen mal vorbei?
00:24:58Ja.
00:24:58Ja.
00:24:59Hm?
00:25:00Hm?
00:25:00Mal sehen.
00:25:05Tschüss.
00:25:08Tschüss, du.
00:25:17Sie ist wohl noch nicht ganz durch, ne?
00:25:19Nee.
00:25:19Dein Mädchen?
00:25:21Na ja, so ungefähr.
00:25:22Ah, hübsche Puppe.
00:25:24Bisschen dumm, aber...
00:25:25Na, wie man so sagt.
00:25:27Nischt Ernstes?
00:25:28Davon hab ich die Schnauze voll bis hierher.
00:25:30Geschehen?
00:25:32Nee.
00:25:33Kinder?
00:25:34Klar, eins.
00:25:34Jung.
00:25:35Bader Frau?
00:25:36Hm.
00:25:37Ah, wie üblich.
00:25:39Und du?
00:25:41Wohlfrei.
00:25:42Glücksfetzen.
00:25:43Ah, ja.
00:25:43Komm.
00:25:44Das ist was.
00:25:48Guten Tag.
00:26:07Ali!
00:26:08Wir können uns.
00:26:09Wir können uns.
00:26:10Wir können uns.
00:26:11Oh, das ist gut.
00:26:12Kann ich.
00:26:12Hey, Dieter!
00:26:22Vati, Vati!
00:26:26Jetzt trinkst du mir eine Kappe und dann hört mich die Tante Günderl ab.
00:26:29Kommst du mit?
00:26:31Nicht die Oma?
00:26:32Nein.
00:26:34Oma kann heute nicht und da darf ich bei Tante Günderl ab schlafen.
00:26:38Ach, jetzt bin ich doch aber da.
00:26:39Und da können wir doch zusammen nach Hause gehen, stimmt's?
00:26:42Ja.
00:26:42Na.
00:26:44Na nun, Besuch.
00:26:46Ja.
00:26:46Guten Tag, Herr Bredow.
00:26:47Guten Tag, ich hatte heute früher Schloss und wollte Klaus-Dieter abholen.
00:26:51Ja, es tut mir leid.
00:26:52Klaus-Dieters Mutter hat Bescheid sagen lassen, dass Fräulein Günderl ihn heute abholen wird.
00:26:55Daran muss ich mich halten.
00:26:56Aha.
00:26:57So, jetzt gibt's Kaffe.
00:26:59Ja, du kriegst zuerst.
00:27:02Ich hoffe, Sie verstehen das.
00:27:04Dein Vati ist aber groß.
00:27:06Ist auch mein Vati.
00:27:08Dann platz, Klaus-Dieter.
00:27:09Ach, ist's los.
00:27:14Herr Bredow.
00:27:14Das kann doch wohl nicht wahr sein.
00:27:18Sagen Sie mal, das kann doch wohl nicht wahr sein.
00:27:20Jeder ex-beliebige Mensch kann meinem Sohn auf der Straße einen Bonbon annieten.
00:27:23Da kommt der Vater in den Kindergarten, will seinen Sohn abholen und wird behandelt wie
00:27:27einen Führer.
00:27:27Es tut mir leid, aber ich kann wirklich nicht anders.
00:27:30Ich hätte es schon neulich nicht erlauben dürfen.
00:27:32Sagen Sie mal, glauben Sie denn, ich will mein Kind vergiften?
00:27:35Verstehen Sie mich doch.
00:27:35Ich muss mich daran halten, was die Mutter bestimmt.
00:27:38Sie hat nun mal das Erziehungsrecht.
00:27:40Erziehungsrecht, Erziehungsrecht, das soll sie doch auch behalten.
00:27:42Aber ich wollte meinen Sohn mal für ein paar Stunden abholen.
00:27:45Meine Frau ist auf Dienstreise.
00:27:47Da hätten Sie eben mit mir irgendetwas ausmachen müssen.
00:27:50Wie ein Bettler kommt man sich vor.
00:27:53Was soll denn der Junge von mir denken?
00:27:54Verrungen Sie sich.
00:27:55Dem Jungen will ich das schon erklären.
00:27:57Dankeschön, sehr freundlich.
00:28:00Mehr kann ich wirklich nicht für Sie tun.
00:28:03Also auf Wiedersehen.
00:28:05Wiedersehen.
00:28:11Na, warte.
00:28:14Seit fünf Stunden steht hier hier und er tränkt seine Hut.
00:28:17Halt den ein bisschen kurz, Sie verdreckt er nicht.
00:28:20Moment mal, ist ja.
00:28:21Liebe!
00:28:23Kaffee!
00:28:23Oh, das Bier, bitte schön.
00:28:25Mach doch mal ein bisschen Platz hier, ich komme da nicht.
00:28:30Ich gehe noch zwei Doppelte.
00:28:32Ja, ich komme gleich, habt auch bloß wehe Ende.
00:28:34Geht ihr doch in die Lage, auch ein bisschen Dalli?
00:28:36Pst!
00:28:37Oder ist das hier in der Mathe alle?
00:28:40Na ja, doch, bleib doch ganz ruhig, mein Junge.
00:28:42Ich kenne Hektik, du bist doch nicht alleine hier, nicht?
00:28:44Für mich ist das der Letzte.
00:28:45Hey.
00:28:46Du kannst wohl nichts vertragen, hä?
00:28:49Ich will nichts mehr.
00:28:53Stell dir mal vor dir, was passiert.
00:28:56Frau weg.
00:28:58Kind weg.
00:29:00Wohnung weg, alles weg.
00:29:01Lass das doch jetzt.
00:29:04Dann eben nicht.
00:29:05So, bitteschön.
00:29:06Trinkst du einen mit?
00:29:08Deinen, wa?
00:29:09Das wäre ja noch schöner, so verrückt, ne?
00:29:13Horst!
00:29:14Wollen wir nicht Schluss machen?
00:29:16Ich mache Schluss, wenn es mir passt, klar?
00:29:18Na, na.
00:29:18Ja, ich habe genug von Belehrung heute.
00:29:27Kind weg.
00:29:30Scheißspiel.
00:29:32Scheißspiel.
00:29:32Ist ja gut.
00:29:34Ich zahle dann.
00:29:38Du wirst an die Etwa schon gehen?
00:29:40Doch.
00:29:44So.
00:29:48Fünf mal vierundvierzig.
00:29:51Fünf.
00:29:54Sechs.
00:29:55Stimmt so.
00:29:56Ja.
00:30:00Zwei Doppelte noch.
00:30:03Ein.
00:30:04Kein mehr.
00:30:07Horst.
00:30:08Komm doch mit.
00:30:13Na denn.
00:30:16Tschüss.
00:30:18Kein Schlüssel.
00:30:35Kein Reinkommen.
00:30:37Ja, derselbe Theater.
00:30:40Horrasiert und entfernt der Heimat.
00:30:43Aufmachen.
00:30:43Ostredo zweimal klingeln.
00:30:55Aufmachen.
00:30:57Keiner zu Hause.
00:30:59Niemand zu Hause.
00:31:02Wenn das nicht zu Hause ist, wo soll sie denn sonst sein?
00:31:05Aufmachen.
00:31:06Aufmachen.
00:31:07Aufmachen.
00:31:08Aufmachen.
00:31:13Na, warte.
00:31:15Na dann.
00:31:16Aufmachen.
00:31:17Na, warte.
00:31:18Na, warte.
00:31:31Na, warte.
00:31:32Keiner zu Hause.
00:31:35Oh.
00:31:37Scheiße.
00:31:38Was für das Licht.
00:31:41Hallo, Moin.
00:32:06Hallo, Moin.
00:32:06Hallo, Mensch, du.
00:32:08Ich hab gar nicht mit dir gerechnet heute.
00:32:10Du warst ganz schön zu jange gestern.
00:32:11Das kann man wohl sagen.
00:32:14Nee, nee, du.
00:32:14Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.
00:32:16Was denkst du denn, was der Paul für den Fass aufmacht, wenn du morgens nicht stehst?
00:32:19Du, der kennt ja kein Pardon.
00:32:21Paul ist in Ordnung, was?
00:32:22Ja, steht zu seiner Truppe.
00:32:24Ist er Genosse?
00:32:25Wer, Paul?
00:32:26Hä?
00:32:26Ja, Wassergebäude der Gewerkschaft.
00:32:29Hauptamtlich.
00:32:30Ah, ja.
00:32:31Hat er Orden?
00:32:32Natürlich.
00:32:34Verdienter Aktivist.
00:32:36Du gib mir auch mal einen Schluck.
00:32:36Ich hab Durst wie eine Bergziege.
00:32:42Also, wenn ich an diese Mutter im Kindergarten denke, da wird mir jetzt noch ganz schlecht.
00:32:45Du regt dich doch nicht schon wieder auf.
00:32:47Du musst sie verstehen.
00:32:48Was soll sie machen?
00:32:49Aha.
00:32:50Und wer versteht mich?
00:32:51Horst, da kannst du nichts machen.
00:32:53Die Sache lässt sich nur im Juden regeln.
00:32:55Du hast eine Ahnung.
00:32:56Ja.
00:33:00Meinst du, du lässt da das Radio hören?
00:33:01Nee, wir müssen los.
00:33:03Ja, nur mach dich nicht infrag, Mensch.
00:33:05Hat's denn zu Hause noch Krach hier je?
00:33:07Klar.
00:33:11Die Wohnungstür sind.
00:33:13Sag mal, bist du wahnsinnig?
00:33:15Das mach ich doch wieder in Ordnung.
00:33:16Die wird dich rausschmeißen.
00:33:20Das wollen wir erst mal sehen.
00:33:26Tag, Umi.
00:33:28Tag, du Rübe.
00:33:29Tag, Umi.
00:33:29Tag, Helga.
00:33:30Ich wollte zu Horst deine Wäsche bringen.
00:33:32Na, sag mal, was soll denn das?
00:33:34Wartest du schon lange?
00:33:35Ach, ein Weilchen.
00:33:37Passt du auch einen Blick Zeit?
00:33:38Nee.
00:33:41Na, komm.
00:33:43Patti ist nicht da.
00:33:45Leg mal das gleich dahin.
00:33:52Was ist denn hier passiert?
00:33:56Horst.
00:33:59Komm, du gehst gleich ins Bad.
00:34:01Ja, und da steht die Hände, Klaus-Dieter.
00:34:02Ja.
00:34:03Dann gib her, ich hässchen an.
00:34:04Geh.
00:34:08So.
00:34:10Ja.
00:34:12Das ganze Haus hat den Namen gehört.
00:34:13Weißt du, ich geh zum Gericht.
00:34:37Weißt du, ich geh zum Gericht.
00:34:38Ja.
00:34:38Ich kann's da nicht verdenken.
00:34:52Tut mir leid.
00:34:53Ich hätte dir lieber was Erfreulicheres berichtet.
00:34:55Trink mal, Konja.
00:34:58Sag mal, soll ich noch mal mit dem reden?
00:35:00Hm.
00:35:00Wie oft hast du das schon getan?
00:35:07Ich finde, irgendwo hört's mal auf.
00:35:12Oma, guck mal, hat mir Fati gemacht.
00:35:14Mhm.
00:35:15Und im Sommer, da fahren wir an die Ostsee
00:35:17und da machen wir noch viel mehr Bilder.
00:35:20Stimmt, Mutti?
00:35:22Ja.
00:35:23Komm.
00:35:25Komm.
00:35:26Komm, geh in dein Zimmer, spiel noch ein bisschen.
00:35:29Und zieh dir vorher die Schuhe aus, ja?
00:35:38Mir will das alles niemals schicken.
00:35:47Wenn ich mir vorstelle,
00:35:49wie er damals das erste Mal zu mir gekommen sei,
00:35:51ist das so was.
00:35:54Na komm, trink mal.
00:35:56Entschuldige.
00:36:01Mami, sind alles Sachen von Fati.
00:36:04Och, Junge, das macht man aber nicht.
00:36:07Komm, komm, komm, komm, komm.
00:36:08Gib Oma die Sachen nicht.
00:36:09Leg sie wieder zusammen und bring sie dann in Fati's Zimmer.
00:36:12Früher war es auch dein Fati
00:36:14und heute ist es nur mein Fati, stimmt's?
00:36:17Ja.
00:36:19Ganz allein nur dein Fati.
00:36:21Komm mal mit.
00:36:24Jetzt baust du mir mit deinem neuen Baukasten
00:36:27einen ganz schönen großen Turm.
00:36:29Einverstanden?
00:36:30Ja.
00:36:30Ein Glück, dass Klaus-Dieter
00:36:46von dem Krach nichts mitbekommen hat.
00:36:49Ja.
00:36:51Tag.
00:36:52Guten Tag.
00:36:53Ich will zum Hausten.
00:36:57Ist aber nicht zu Hause.
00:36:59Macht nichts.
00:37:00Sie hätten zweimal läuten müssen, steht draußen dran.
00:37:17Entschuldigung.
00:37:19Na, sehen wir auch diese Bluse an.
00:37:21Mensch, was ich Ihnen schon immer sagen wollte.
00:37:23Ich habe doch eine Bekannte und die hat eine Freundin.
00:37:26Und die arbeitet im Schuhsalon.
00:37:27Und wenn sie da mal was Ausgefallenes haben will,
00:37:29dann können Sie mir ruhig sagen, wirklich,
00:37:30oder dem Horst, macht mir überhaupt keine Umstände.
00:37:33Vorsicht, der Eingang.
00:37:34Ja, das war mit meinem neuen Pferdchen.
00:37:38Ja, manche nie.
00:37:57Sure.
00:37:59Das ist Puppet.
00:38:04In zwei Minuten bin ich da
00:38:09Schau nicht nach, du komm nicht nach
00:38:13Guten Tag
00:38:14Guten Tag
00:38:15Ganz der Papa
00:38:18Was willst du denn bei meinem Vati?
00:38:20Tja, was werde ich wohl von deinem Vati wollen?
00:38:24Willst du einen Sannebomper?
00:38:25Hm
00:38:25Da
00:38:28Danke
00:38:29Bitte
00:38:29Soll ich mal was sagen?
00:38:31Mir? Ja
00:38:32Mein Vati ist aber gar nicht da
00:38:37Tja, leider
00:38:39Hat einmal mein Vati gemacht
00:38:41Ja
00:38:41Bist du das?
00:38:45Ja
00:38:45Das ist die Mama?
00:38:50Ja
00:38:50Sie ist bei meinem Vati?
00:38:54Ah
00:38:54Du stellst ja Fragen
00:38:58Soll ich?
00:38:59Hat ja gar kein Bett
00:39:01Da werde ich wohl bei dir schlafen müssen
00:39:04Ich gehe dir gar nicht
00:39:05Ja, da hast du auch wieder recht
00:39:08Klaus-Dieter
00:39:10Komm bitte
00:39:10Oh, das ist auch nett, der Junge
00:39:12Wir haben uns prima unterhalten
00:39:13Was der mich alles gefragt hat
00:39:16Komm, wollen die Bilder weg?
00:39:17Bitte
00:39:18Hauptsache, es war Ihnen nicht unangenehm
00:39:20Nee, überhaupt nicht
00:39:21Gute Nacht
00:39:22Schlaf schön, bitte
00:39:24Danke
00:39:24Tag, mein Junge
00:39:25Ja?
00:39:26Prima
00:39:27Du, ich hab dir was mitgebracht
00:39:28Hier, guck mal
00:39:29Schön, ne?
00:39:30Ja
00:39:31Heißt du, das ist von Out-Ouest?
00:39:32Martburg-Tourist
00:39:33Dankeschön
00:39:34Tschüss
00:39:35Ich hab ganz schön Schlagzeichen
00:39:36Ich hab ganz schön Schlagzeichen
00:39:38Hör mal, du kannst ja eine ganze Menge vertragen, hm?
00:39:40Nicht nur Alkohol
00:39:42Ich hab ganz schön Schlagzeichen
00:39:45Ja, hör mal, du kannst ja eine ganze Menge vertragen, hm?
00:39:48Nicht nur Alkohol
00:39:49Wie meinst du das, hm?
00:39:50Nur so
00:39:51Bei dir muss man ja schon eine ganze Menge vertragen, hm?
00:39:52Ja, hör mal, du kannst ja eine ganze Menge vertragen, hm?
00:39:53Du, mit deinen alten Sahnebonbons
00:39:56Danke
00:39:58Ich hab ganz schön Schlagzeichen
00:40:00Ich hab ganz schön Schlagzeichen
00:40:02Ja, hör mal, du kannst ja eine ganze Menge vertragen, hm?
00:40:03Nicht nur Alkohol
00:40:04Wie meinst du das, hm?
00:40:05Nur so
00:40:06Bei dir muss man ja schon eine ganze Menge vertragen
00:40:08Bist du ein Sahnebonbon?
00:40:09Du, mit deinen alten Sahnebonbons
00:40:10Danke
00:40:11Meine Mutter
00:40:12Na und?
00:40:13Na und?
00:40:14Gut, dass ich dich treffe, Tag Horst
00:40:15Tag Mutter
00:40:16Ich muss dringend mit dir reden
00:40:17Wann kannst du zu mir kommen?
00:40:18Wir können ja gleich mitkommen
00:40:19Ich hab ihr gesagt, ich will mit dir reden
00:40:20Wann kannst du zu mir kommen?
00:40:21Wir können ja gleich mitkommen
00:40:22Ich hab ihr gesagt, ich will mit dir reden
00:40:23Kommen doch mal
00:40:36Morgen vielleicht?
00:40:38dann kannst du zu mir kommen wir können ja gleich mitkommen
00:40:42ich habe gesagt ich will mit dir reden
00:40:47da hat eine kneipe wohl schließt
00:40:58also dann bis morgen
00:41:02kommt noch mal wirklich was ganz ausgefallen ist was ganz ausgefallen ist
00:41:09was war denn deine mutter von dir das geht dich doch nichts an kauf deine tasche und
00:41:14lass mich in Ruhe
00:41:15na bitte
00:41:28warst du schon mal zum seeangeln in warnemünde
00:41:35na klar einmal
00:41:41das wird doch hier nichts
00:41:43der wind steht falsch
00:41:45man soll nie aufgeben
00:41:47also kommen wir nicht wieder durch die hintertür
00:41:53hier
00:41:55proviant von muttern
00:42:00sag mal wie lange bist denn schon verheiratet paul
00:42:08ach du meine güte
00:42:10schon eine ewigkeit warte mal das ja schon gar nicht mehr war
00:42:1425 im nächsten jahr wären es 28 jahre am 9 april 47
00:42:21beschissene zeit damals
00:42:23das kann man wohl sagen
00:42:25aber irgendwie auch wieder nicht
00:42:29welche frau sucht für ihre kinderchen liebevollen papi
00:42:33habe meinen sohn durch scheidung verloren
00:42:35suche auf diesem wege neuen familienanschluss
00:42:38spätere heirat nicht ausgeschlossen
00:42:40scheidung auch nicht
00:42:42angebote an ross bredow
00:42:44glücklich geschieden aber unglücklich
00:42:48zurzeit noch bei seiner ehemaligen frau wohnt
00:42:51gründe unbekannt
00:42:53hier
00:42:59schreibst du ihm noch dazu
00:43:00leider kein glück beim angeln gehabt
00:43:02wer den schaden hat braucht für den spott nicht zu sorgen
00:43:17mal spaß beiseite horst
00:43:19du brauchst wieder boden unter den füßen
00:43:21der brigadier fürchtet um den guten ruf seiner brigade
00:43:24dein ruf geht in die binz
00:43:28dann mach du dir mal keine sorgen
00:43:30weißt du was
00:43:33du kannst ja gleich eine brigadeversammlung machen
00:43:37thema die entgleisung des kollegen horst bredo im familiären bereich
00:43:40punkten
00:43:41du wirst lachen
00:43:43wir müssen in der brigade wirklich drüber sprechen
00:43:45aber ohne mich
00:43:49denkst du
00:43:53denkst du
00:43:55es geht auch um helga
00:43:56unsere genossin
00:43:57meine frau
00:43:58oder glaubst du ich pumpen andere noch meinen schlafanzug
00:44:00du hast sie noch gern
00:44:06ich weiß nicht
00:44:08horst
00:44:10es klingt vielleicht hart
00:44:12aber du musst es ja abgehöhnen
00:44:14und wenn ich nicht will
00:44:15warum immer ich ich ich
00:44:18mensch sie will nicht mehr
00:44:20sie will nicht mehr so weiter leben
00:44:22ist ja schon gut
00:44:23nichts ist gut
00:44:25die tabelle ist ganz ausgezeichnet
00:44:28gefällt mir wunderbar
00:44:29sieht sehr schick aus
00:44:30da bin ich ja beruhigt
00:44:31auch wenn Klaus Dieter diesmal
00:44:32wieder darauf rummacht
00:44:33vielleicht kann man sie mit latex überstreichen
00:44:36dass sie abwaschbar wird
00:44:37dann würde ich also
00:44:40donnerstags kommen und trapezieren
00:44:42um gottes willen
00:44:43dann muss ich am mittwoch ausräumen
00:44:45ich helf dir
00:44:47danke
00:44:48danke
00:44:49danke
00:44:55tja
00:45:01mach ich nur einen kaffee was
00:45:04du ich habe eine tasche Wein mitgebracht
00:45:06doch
00:45:08ne
00:45:17ach
00:45:25ne
00:45:28bid
00:45:30Moment, Moment, Moment.
00:45:43So.
00:45:53Bitte?
00:45:54Okay.
00:45:57So.
00:46:00Prost.
00:46:02Zum Wohl.
00:46:18Können wir nicht ein bisschen Musik machen?
00:46:20Aber natürlich.
00:46:22Schwannsee oder Bolero?
00:46:24Bolero.
00:46:30Allgemeine Psychologie.
00:46:45Der Mensch ist zugleich ein naturhaftes und ein gesellschaftliches Wesen.
00:46:50Wer spielt denn das?
00:46:54Von Weinen.
00:46:56Die Wechselwirkung mit den anderen materiellen Systemen ist fundiert in den drei Eigenschaften...
00:47:00Ach, hör doch bitte auf!
00:47:01...der lebenden Materie in der Reizbarkeit, Irritabilität,
00:47:06im Stoffwechsel und in der Fortpflanzung.
00:47:09Wir nennen nun diese auf diesen Eigenschaften beruhende Summe der Bewegung eines Organismus,
00:47:15seine Lebenstätigkeit oder Aktivität.
00:47:20Stehst du das?
00:47:21In etwa.
00:47:22In etwa.
00:47:23Was bleibt mir anderes übrig?
00:47:24Du wirst das schon machen.
00:47:26Danke für deine tröstenden Worte.
00:47:36Ich hab wirklich Vertrauen zu dir.
00:47:38Du bist ja auch nett.
00:47:39Du bist nett.
00:47:41Du bist nett.
00:47:49Das hat mir hier lange keiner gesagt.
00:47:56Ich könnte dir auch noch mehr sagen.
00:48:00Dass ich die Tableten auch hätte ein andermal bringen können.
00:48:05Ich mag dich.
00:48:10Helga.
00:48:14Ich mag dich.
00:48:25Weißt du was?
00:48:28Soll ich uns was zu essen machen?
00:48:29Mhm.
00:48:35Schnellig?
00:48:36Ich schwöng.
00:48:37Ich schwöng.
00:48:40Schnellig?
00:48:41Die Bist огром ist.
00:48:54Die Bist...
00:48:55Die Bist...
00:48:56Die Bist...
00:48:58Sie sind nie nur ungekle.
00:49:00Sie sind nicht die Bist.
00:49:01Nammt?
00:49:08Nammt, der Herr!
00:49:25Ich habe dich was gefragt.
00:49:31Ob du mich zum Affen machen willst, habe ich dich gefragt.
00:49:59Sag mal.
00:50:01Der kann es wohl gar nicht abwarten, sich hier sein Nest zu machen.
00:50:05Aber eins sage ich dir.
00:50:07Mit mir nicht.
00:50:09Solange ich hier wohne, mit mir nicht.
00:50:12Horst.
00:50:14Herr Kellermann will dem Jungen das Zimmer tapezieren.
00:50:18Weiter nichts.
00:50:18So.
00:50:20Ich bin Maler.
00:50:21Und der muss dem Jungen das Zimmer tapezieren.
00:50:23Wunderbar.
00:50:26Glänzend ausgedacht.
00:50:27Wirklich.
00:50:29Also durchs Kinderzimmer kommt man jetzt.
00:50:31Rein ausgedacht.
00:50:33Das ist der gute Onkel Gerhard, der dir dein Zimmerchen so fein gemacht hat.
00:50:36Und der jetzt öfter kommen wird.
00:50:38Und zu dem du auch Vati sagen kannst.
00:50:40Der andere Vati ist ja jetzt fort.
00:50:42Wir haben einen neuen Vati.
00:50:43Die Mutti auch.
00:50:43Alles in bester Ordnung.
00:50:44Ich hoffe, deine Geschmacklosigkeiten traust du mir nicht zu.
00:50:53Im Übrigen interessiert mich deine Meinung jetzt am allerwenigsten.
00:50:56Du, eins will ich dir noch sagen.
00:51:12Wenn ich den Kerl hier noch einmal erwische,
00:51:14da schmeiße ich ihn eigenhändig raus.
00:51:16Hast du mich jetzt verstanden?
00:51:18Wer hier wen rausschmeißt, das ist meine Sache.
00:51:23Und jetzt verlasse bitte meine Küche.
00:51:26Um Gottes Willen, was hab ich denn gemacht?
00:51:37Mensch Helga, Glänz, was ist mit dir?
00:51:40Sag doch was!
00:51:43Mensch, kannst du nicht auch mal ein Wort sagen?
00:51:46Wir reden uns das Maul vor sich, so zu sagen,
00:51:48und du sitzt da, als hättest du mit der ganzen Sache nichts zu tun.
00:51:51Dass du uns da knirsten machst, nützt uns gar nichts.
00:51:54Mensch, was werden soll, müssen wir wissen.
00:51:56Also irgendwie geht's bergab mit dir. Und zwar mit Tempo.
00:52:00Hab ich ihm ja schon vor einem halben Jahr gesagt.
00:52:02Und was ist dabei rausgekommen?
00:52:04Das Ende vom Lied, der Staatsanwalt hat das Wort.
00:52:07Unsere Aktien stehen auch noch zur Debatte.
00:52:09Aber verdammt noch mal, im Sozialismus ist doch nicht alles Sache von allen.
00:52:13Wenn du Aktivist wirst, dann kriegst du den Orden, weil du besonders süchtig warst.
00:52:17Und wenn du Mist baust, wirst du zuerst du zur Verantwortung gezogen.
00:52:21Und dann wird nach den anderen gefragt.
00:52:23Die Juristen sagen strafrechtliche Verantwortlichkeit.
00:52:27Wir leben doch nicht in der Anarchei.
00:52:30Warst du denn schon im Krankenhaus?
00:52:31Beim Arzt?
00:52:36Sie will nicht.
00:52:37Ist er sehr schlimm?
00:52:39Was heißt hier sehr schlimm?
00:52:41Natürlich ist es sehr schlimm.
00:52:44Aber das Schlimmste ist, dass er es nicht begreift.
00:52:45Ich ziehe aus.
00:52:53Mit meiner Mutter ist alles abgesprochen.
00:52:55Und das ist alles.
00:52:57Mehr hast du nicht zu sagen.
00:53:02Was ich zu sagen hatte, das habe ich dir gesagt mehr als einmal.
00:53:05Ich will hier keine großen Reden halten.
00:53:08Aber das mit dem sozialistischen Leben, das ist doch kein blauer Dunst.
00:53:11Für Auszeichnungen und so.
00:53:13Natürlich haut mal jemand daneben.
00:53:15Wir sind doch keine Engel.
00:53:17Die brauchen keine Diskussion um sowas.
00:53:19Im Zweifelsfall entscheidet der liebe Gott.
00:53:21Oh Gott, Pauli wird religiös.
00:53:23Quatsch, nicht solchen Mist.
00:53:24Dazu ist die Sache zu ernst.
00:53:26Und damit er es hier schon begreift und nicht erst vor dem Richter,
00:53:29deshalb sitzen wir hier zusammen.
00:53:31Oder glaubt ihr, er kann vor Gericht in drei Stunden begreifen,
00:53:35was er hier in Jahren nicht kapiert?
00:53:36Hört auf.
00:53:37Niemand hört auf.
00:53:39Und jetzt schon gar nicht.
00:53:43Also, du kannst bei uns bleiben, wenn du willst.
00:53:46Weil wir nicht sagen, hau ab, dann kommen wir besser zurecht.
00:53:54Mensch, nun red doch.
00:53:57Wir lassen keinen im Stich.
00:53:59Und was Horst betrifft, so soll er erst überlegen und dann sprechen.
00:54:05Morgen.
00:54:06Ist vielleicht doch besser als vorgekautes Zeug heute.
00:54:09Aber geschenkt wird dir nichts.
00:54:11Also dann bis morgen.
00:54:12Tja, schön.
00:54:13Tschüss.
00:54:14Tschüss.
00:54:14Tschüss.
00:54:17Kommst du mit zu uns zum Abendbrot?
00:54:18Tschüss.
00:54:19Tschüss, Lennart.
00:54:19Ilse hat Kartoffelpuffer gemacht.
00:54:21Wir müssen uns beeilen.
00:54:22Kalt schmecken die nicht.
00:54:23Oder hast du was vor uns?
00:54:24Nee, nichts.
00:54:25Na los, komm.
00:54:26Ein Moment bitte.
00:54:35Ein Moment bitte.
00:54:35Ein Moment bitte.
00:54:36Ein Moment bitte.
00:54:37Ein Moment bitte.
00:54:37Vielen Dank.
00:55:07Ach, sagen Sie bitte, zu wem möchten Sie eigentlich?
00:55:11Ich nichts. Doch für Helga Bredo, Zimmer 19.
00:55:28Gemeinsames Wohnen geschiedener Leute. Wo brächte das keine Probleme und Spannungen mit sich?
00:55:34Aber noch zwingt der Mangel an Wohnraum, viele Geschiedene für die erste Zeit weiter zusammenzuwohnen.
00:55:41Wochen und Monate, mitunter auch länger.
00:55:45Die Kinder, die aus solchen Ehen hervorgingen, wie leicht werden sie zum Streitobjekt.
00:55:51Derjenige, dem das Erziehungsrecht nicht übertragen wurde, fühlt sich eben häufig benachteiligt.
00:55:56Aber im Falle der Scheidung kann nun mal das Erziehungsrecht nur einem Elternteil übertragen werden.
00:56:03Das bedeutet doch keineswegs, dass über den anderen ein moralisches Werturteil gefällt wird.
00:56:08Denn in den meisten Fällen wäre natürlich jeder Elternteil fähig und in der Lage, die Erziehung des Kindes oder der Kinder allein zu übernehmen.
00:56:16Deshalb sollte derjenige, dem das Gericht die Erziehung der Kinder anvertraut, großzügig sein.
00:56:23Je seltener nämlich der andere Teil Gelegenheit erhält, von seinem Recht auf Umgang mit dem Kind Gebrauch zu machen,
00:56:30umso eher wird er in Versuchung geraten, den Sprössling zu verwöhnen und zu verhätscheln,
00:56:34also ganz vordergründig auf dessen Sympathie bedacht zu sein.
00:56:38Zerstrittene Eltern sind deshalb, so glaube ich, gut beraten, wenn sie die Kinder aus dem Spannungsfeld ihrer Probleme heraushalten.
00:56:48Denn dort, wo Eltern, gleich ob vor oder nach der Scheidung, ihre Konflikte vor den Augen oder gar auf dem Rücken der Kinder austragen,
00:56:56stellen sich bei denen häufig ernsthafte psychische Folgen ein.
00:57:01Pädagogen bestätigen, dass Kinder, die längere Zeit in zerrütteten oder auch bereits geschiedenen Ehen leben,
00:57:07sich im Unterricht nicht mehr konzentrieren, zu Unordnung und Disziplinlosigkeit neigen,
00:57:13ja zum Teil sogar aggressiv reagieren.
00:57:16Ein Problem, das wir nicht unterschätzen sollten.
00:57:20Man bedenke, dass Ehescheidungen jährlich tief in das Leben von mehr als 40.000 Kindern eingreifen.
00:57:29Und was die gemeinsame Nutzung der einstigen ehelichen Wohnung betrifft,
00:57:33auch hier geht es nur mit Vernunft und Sachlichkeit, im gegenseitigen Einvernehmen.
00:57:38Das bedeutet nicht, dass sich der eine Teil den Launen oder gar der Willkür des anderen beugen muss.
00:57:45Helga Bredow beispielsweise hätte es nicht einfach hinnehmen müssen,
00:57:48dass der geschiedene Mann die Wohnungstür aufgebrochen hatte.
00:57:52In solchen Fällen kann man die sofortige Hilfe des Gerichts in Anspruch nehmen.
00:57:56Durch eine einstweilige Anordnung kann das Gericht durch bei Androhung einer Geldsanktion
00:58:03die Wiederholung solcher Vorgänge untersagen.
00:58:06Und das verfehlt nur selten seine Wirkung.
00:58:11Dass sich Horst Bredow selbst zur körperlichen Misshandlung seiner geschiedenen Frau hinreißen ließ,
00:58:18hatte freilich noch ein ernsteres Nachspiel.
00:58:20Immerhin musste Helga Bredow aufgrund einer dabei erlittenen Gehirnerschütterung
00:58:24über drei Wochen im Krankenhaus zubringen.
00:58:28Da konnte auch dem nicht vorbestraften 30-jährigen Mahler ein Strafverfahren nicht erspart bleiben.
00:58:35Das Gericht verurteilte den Angeklagten Horst Bredow wegen vorsätzlicher Körperverletzung
00:58:41im Maßparagraf 115 Strafgesetzbuch auf Bewährung.
00:58:45Die Bewährungszeit wurde auf zwei Jahre festgesetzt.
00:58:48Für den Fall der Nichtbewährung drohte das Gericht eine Freiheitsstrafe von neun Monaten an.
00:58:56Zudem hatten die Sozialversicherung und der Betrieb rechtzeitig Antrag auf Regress
00:59:01des an Helga Bredow gezahlten Krankengeldes, der Kosten für die Heilbehandlung und des Lohnausgleichs gestellt.
00:59:08Allein an Krankenhauskosten hatte der Angeklagte 47 Mark pro Tag zu zahlen.
00:59:13Hinzu kam, dass Helga Bredow vom Angeklagten den fehlenden Betrag zu ihrem vollen Arbeitseinkommen verlangte.
00:59:21Sämtliche Ansprüche wurden vom Gericht anerkannt.
00:59:24Die Straftat des Horst Bredow ist keine zufällige Entgleisung.
00:59:33Sie entspringt seiner leichtfertigen Haltung zur Ehe und Familie.
00:59:38Niemand wird gezwungen, schrieb Karl Marx, eine Ehe zu schließen.
00:59:42Aber jeder muss gezwungen werden, sobald er eine Ehe schließt, sich zum Gehorsam gegen die Gesetze der Ehe zu entschließen.
00:59:51Horst Bredow hatte dieser elementaren gesellschaftlichen Norm zuwidergelebt.
00:59:57Warum hatte er sie, wie mancher andere auch, niemals begriffen?
01:00:03Ob wir der Vorbereitung des jungen Menschen auf die Ehe nicht größeres Augenmerk schenken müssen?
01:00:08Ich glaube schon. Denn viele Ehen scheitern nicht daran, dass sie ihren Sinn verloren haben.
01:00:15Sie zerbrechen, weil ein oder beide Partner einfach nicht in der Lage sind, die Ehe sinnvoll zu gestalten.
01:00:22Das zu ändern aber, ist eine Frage der Erziehung.
01:00:27Guten Abend.