00:00Litauen hat die NATO-Umhilfe bei der Verstärkung seiner Luftverteidigung gebeten.
00:08Das bestätigte der litauische Außenminister nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte.
00:14Beide seien sich einig, die Luftverteidigungskapazitäten entlang der NATO-Frontlinien zu stärken.
00:22Der Grund, Ende Juli ist eine russische Militärdrohne aus Belarus kommend in Litauen abgestürzt,
00:29offenbar war die Drohne mit Sprengstoffbeladen.
00:31Die Drohne, wahrscheinlich von Russland aus über Belarus in Richtung Kiew.
01:01gelenkt, von der ukrainischen Luftabwehr aber gestört worden.
01:05Wahrscheinlich sei sie unbeabsichtigt in litauisches Gebiet eingedrungen, heißt es weiter.
01:11Es ist nicht das erste Mal, dass eine Drohne aus russischer Produktion von Belarus nach Litauen gelangte.
01:17Litauen grenzt auch an die russische Enklave Kaliningrad.
01:19In der westjapanischen Stadt Hiroshima ist der 80. Jahrestag des US-Atombombenangriffs auf die Stadt begangen worden.
01:33Viele Überlebende äußerten sich enttäuscht darüber, dass auch in Japan mehr und mehr Politiker Atomwaffen als Mittel der Abschreckung befürworten.
01:41Da das Durchschnittsalter der Überlebenden inzwischen bei über 86 Jahren liegt, gilt dieses Jahr als das letzte große Gedenken mit Zeitzeugen.
01:56Japans Regierungschef erinnerte in seiner Rede an die 140.000 Todesopfer von Hiroshima.
02:08Der Bürgermeister von Hiroshima, Katsumi Matsui, warnte vor einer zunehmenden Akzeptanz der Aufrüstung.
02:30Er kritisierte das Prinzip des Einsatzes von Atomwaffen in den Sicherheitskonzepten, mit Verweis auf die Kriege in der Ukraine und in Gaza.
02:48Die USA und Russland verfügen weltweit über die meisten Nuklearwaffen.
02:52Athen. Für Cynthia Tagga, ihren Mann und ihre Kinder, ist die griechische Hauptstadt inzwischen ihr neues Zuhause geworden.
03:01Wie sie haben sich im vergangenen Jahr zehntausende Israelis dazu entschlossen, Israel zu verlassen, ihre Häuser und ihren Besitz zurückzulassen.
03:10Viele wollen dem Krieg entkommen und lehnen die Politik von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ab.
03:15Mehr als zehntausende Israelis sind nach Griechenland gezogen. Zehntausende nach Zypern und Portugal.
03:42Für Isa Berry, ehemaliger Journalist, ist Israel keine Demokratie mehr.
03:48Auch er will wegen der kriegerischen Politik der Regierung das Land verlassen.
04:12Israelische Umzugsunternehmen, wie hier in Ashtod, haben alle Hände voll zu tun.
04:29Ilhan Rebido spricht von einem Exodus, der erste seit 30 Jahren, so erlebt er die Situation.
04:35Nach offiziellen Angaben haben im vergangenen Jahr mehr als 82.000 Israelis ihr Heimatland verlassen.
04:42Ihre Häuser haben die meisten zuvor verkauft. Zurückkommen werden wohl die wenigsten.
04:53Wenn es auf europäischer Ebene keine Einigung gibt, hat Slowenien einen Alleingang unternommen.
04:59Es ist das erste EU-Land, das den gesamten Waffenhandel mit Israel verbietet, einschließlich des Transits und der Einfuhr.
05:08Mit dieser Entscheidung soll der Druck auf die israelische Regierung erhöht werden, den Krieg in Gaza zu beenden.
05:15Die Entscheidung hat vor allem symbolischen Charakter.
05:18Israels wichtigste Waffenlieferanten sind die USA, Deutschland und Italien.
05:22Deutschland verkauft nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstituts vor allem Fregatten und Torpedos.
05:31Andere europäische Länder wie Belgien, Italien und die Niederlande sind nicht so weit gegangen wie Slowenien,
05:37haben aber ihre Waffenexporte nach Israel reduziert.
05:40Der Vertrag über den Waffenhandel von 2013 verbietet es Staaten, Waffen zu liefern,
05:48die zur Begehung von Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit eingesetzt werden.
05:53Tatsächlich gehen die europäischen Ausfuhren von militärgütern nach Israel weiter.
06:21Einige Länder behaupten, dass die Teile nur in Israel zusammengebaut werden oder dass es sich um Ausbildungsausrüstung handelt.
06:28Auf europäischer Ebene hat ein Waffenembargo keine Aussicht auf Erfolg.
06:53Es müsste vom EU-Rat einstimmig beschlossen werden.
06:56Nach Ansicht des Forschers würden Länder wie Deutschland, Ungarn und die Tschechische Republik,
07:01die Israel stark unterstützen, es blockieren.
07:08US-Präsident Donald Trump hat der EU mit Zöllen in Höhe von 35 Prozent gedroht,
07:14sollte die EU ein im neuen Handelsabkommen umstrittene Investitionszusage nicht einhalten.
07:20Laut Trump sei die Zusage aber einer der Gründe gewesen, warum er in dem Abkommen die Zölle pauschal lediglich auf 15 Prozent gesenkt habe.
07:29Aus einem Informationsblatt des Weißen Hauses geht hervor,
07:32dass die EU bis zum Ende von Trumps zweiter Amtszeit rund 516 Milliarden Euro in den USA investieren wird.
07:39Sollte sie das nicht tun, werde er die Zölle erhöhen, so Trump.
07:42Die EU-Kommission kann jedoch keine Investitionen im Namen des Privatsektors planen und durchführen.
07:52Ende Juli stellten Trump und die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen,
07:58ein vorläufiges Handelsabkommen vor, das einen Zoll von 15 Prozent auf die meisten Waren aus der EU vorsieht.
08:04Außerdem verpflichtet sich europa-amerikanische Energie im Wert von etwa 645 Milliarden Euro zu kaufen,
08:14wobei die Einzelheiten und Modalitäten noch nicht bekannt gegeben wurden.
08:17Das Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat angekündigt,
08:27dass Washington die Entwicklung von Impfstoffen drastisch einschränkt.
08:31Sein Ministerium werde Verträge für 22 Projekte im Gesamtwert von rund 500 Millionen Dollar streichen.
08:39Dazu zählen auch Forschungen der führenden Pharmakonzerne Pfizer und Moderna.
08:43Die Entscheidung betrifft Impfstoffprogramme, die die Boten-Ribonukleinsäure-Technologie,
08:51besser bekannt als mRNA, nutzen.
08:53Impfskeptiker Kennedy hält mRNA für unwirksam gegen Infektionskrankheiten wie Grippe und Covid-19.
09:01Kennedy sagt, seine Behörde werde sich stattdessen auf die Entwicklung einer sichereren und wirksameren Alternative konzentrieren.
09:09Experten für Infektionskrankheiten halten mRNA-Impfstoffe dagegen für sicher.
09:15Diese Vakzine hatten geholfen, die Coronavirus-Epidemie einzudämmen und gelten zudem als Hoffnung in der Krebsforschung.
09:23Ärzte sprachen von einer kurzsichtigen und gefährlichen Entscheidung.
09:28Der US-Gesundheitsminister hatte im Juni das für Impfstoff-Empfehlungen zuständige Gremium entlassen.
09:34Kennedy treibt seine Anti-Impf-Agenda voran, ohne sich an wissenschaftlichen Erkenntnissen zu orientieren.
09:42Der ehemalige Anwalt für Umweltrecht will sich zwar nicht als Impfgegner verstanden wissen,
09:48er hatte aber auch die Masern-Epidemie in den USA heruntergespielt und damit die Impfkampagne unterwandert.
09:54In der japanischen See üben Rettungsschiffe der russischen und der chinesischen Marine einem am Meeresboden liegenden U-Boot zu helfen.
10:07Die beiden Länder haben im Hafen von Wladivostok mit gemeinsamen Marineübungen begonnen.
10:13Das chinesische Verteidigungsministerium erklärte, das diesjährige Manöver diene der weiteren Vertiefung der umfassenden strategischen Partnerschaft der beiden Länder.
10:24China hat weder Russlands Krieg in der Ukraine verurteilt, noch den Abzug der russischen Truppen gefordert.
10:33Peking hat sich auch geweigert, Sanktionen gegen Moskau zu verhängen, trotz internationalen Drucks.
10:39Mangelsicherheit beim Unternehmen Ocean Gate hat zu der Implosion geführt, bei der im Juni 2023 fünf Menschen an Bord des Tauchboots Titan ums Leben kamen.
10:55Das ist das Ergebnis des Berichts der US-Küstenwache.
10:58Auch der Chef von Ocean Gate starb bei dem Tauchgang zur Titanic.
11:01Neben nicht eingehaltenen Sicherheitsstandards bemängeln die Experten, dass das Tauchboot weder entsprechend konstruiert noch richtig gewartet war, um dem Druck in der Tiefsee standzuhalten.
11:14Zudem wurde ein toxisches Arbeitsumfeld bei Ocean Gate festgestellt.
11:19Regelmäßig wurden Personen entlassen, um Sicherheitsbedenken geheim zu halten.
11:24Ocean Gate habe Einschüchterungstaktiken benutzt, um behördlichen Prüfungen zu entgehen.
11:29Das Marine Board of Investigation hofft, dass der Bericht dazu führt, künftig ähnliche Katastrophen zu vermeiden.
Kommentare