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  • 8 months ago
Anita Schneider verlässt eine Party vorzeitig und Herr Hohner bietet ihr an, sie nach Hause zu fahren. Doch die Fahrt verläuft nicht wie geplant.

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00:00Anitta, Anitta, rauf doch nicht weg!
00:30Was ist denn los?
00:31Das weißt du ganz genau. Ich sitze da rum und du kümmerst dich nicht um mich.
00:35Meine Güte, sei doch nicht so blöd. Wir haben einen Betriebsausflug. Da muss ich mich um meine Leute kümmern.
00:39Ach ja.
00:39Um meine Abteilung. Das erwarten die einfach.
00:42Ich sehe nicht, was da los ist.
00:44Was ist denn los? Na sag schon, was ist los?
00:47Du kümmerst dich um die weiblichen Mitglieder deiner Abteilung. Nur um die, ausschließlich um die.
00:52Die erwarten, dass ein bisschen geflirtet wird. Das ist normal.
00:55Für mich nicht. Und darum gehe ich auch.
00:58So, du gehst.
01:00Ihn musst du auch.
01:03Was soll das heißen?
01:05Ich habe nämlich den Wagenschlüssel. Und den kriegst du. Von mir aus geh, wenn du willst.
01:13Du hast mehr als eine Stunde bis nach Hause. Nachts auf der Landstraße.
01:17Du bist so ein Schwein.
01:19Also, bleib ein bisschen draußen und kühl dich ab. Und komm erst wieder rein, wenn du normal geworden bist.
01:24Und besoffen bist du auch.
01:29Frau Schneider.
01:30Herr Hohne.
01:31Herr Hohne.
01:31Frau Schneider.
01:33Herr Hohne.
01:34Frau Schneider.
01:35Frau Schneider.
01:36Herr Hohne.
01:37Herr Hohne.
01:38Ich wollte Sie nicht entschrecken, aber ich war zufällig Zeuge Ihres Gesprächs. Ohne es zu wollen natürlich.
01:53Na, Ihr Mann ist ja ganz schön in Fahrt, was?
01:57Ich sehe mal so gehört, wie er mich angefahren hat.
02:00Ja, nur das war ja nun nicht zu vermeiden. Aberylindebinig böse.
02:06Das hätte er nicht tun dürfen.
02:09Es gehört sich nicht, dass man sich einer Dame gegenüber so benimmt.
02:14Einer Frau wie sie.
02:15Und, Frau Schneider.
02:17Also, für mein Gefühl hatte Sie vollkommen recht, dass Sie sich so aufregen.
02:20Ich hab ja auch gesehen, wie er sich da da drin benommen hat.
02:22Ganz schön locker. Also...
02:24Ich muss schon sagen, hart an der Grenze!
02:28Ist das den anderen auch aufgefallen?
02:30Mir jedenfalls, aber macht doch nichts. Aber wollen Sie denn tatsächlich jetzt schon nach Hause?
02:35Ja, ich würde gerne, aber zu Fuß.
02:37Das müssen Sie doch nicht. Ich fahr Sie. Ich fahr sowieso jetzt zurück in die Stadt. Also wenn Sie wollen, nehme ich Sie mit.
02:44Ich weiß nicht, Herr Rohn.
02:46Frau Schneider, außerdem, Ihr Mann erwartet doch, dass Sie jetzt gleich wieder reinkommen, wenn Sie sich, äh, was war ich noch zu sagen?
02:53Ja, wenn Sie sich abgekühlt haben. Wie wär's denn, wenn Sie das gar nicht tun?
02:58Was? Wenn Sie einfach gar nicht wieder reingehen. Ich glaube, das würde Ihren Mann ganz schön zum Schwitzen bringen.
03:05Und es wäre vielleicht sogar etwas, was Ihnen ganz gut tun würde.
03:17Also gut, ich fahr mit Ihnen.
03:20Also ich muss Ihnen sagen, ich bin schon einigermaßen verwundert. Wie kann man eine Frau nur so behandeln? Eine Frau wie Sie?
03:33Lieber Himmel, Sie sind doch nicht zu vergleichen mit diesen Sekretärinnen, Datenverarbeiterinnen, Szenotypistinnen und was da alles ist.
03:40Sie haben doch einfach eine ganz andere Klasse.
03:42Das müssen Sie nicht mir sagen, sondern meinem Mann.
03:44Nein, nein, nein, nein, ich sag's ja Ihnen. Sie sind doch eine Frau, der keine das Wasser reichen kann.
03:51Schauen Sie, Frau Schneider, ich kenne Sie ja doch auch schon ein paar Tanten, nicht?
03:54Ich habe mir oft überlegt, wie man Sie wohl beschreiben könnte.
03:57Mich beschreiben?
03:58Ja, da habe ich mir echt überlegt. Man wüsste eigentlich gar nicht, wo man anfangen soll.
04:04Na fangen Sie mal an.
04:06Ja, na gut. Also für mich sind Sie sowieso die schönste Frau der Welt.
04:12Das hören Sie mal auf.
04:13Na, halten Sie es ruhig für übertrieben, aber es ist nur mal meine Meinung.
04:16Ja, ich meine natürlich nicht nur das Äußere.
04:19Ich meine allein die Art, wie Sie sich bewegen, Ihr Wesen, Ihre Gestik.
04:24Nein, Sie leuchten einfach. Von innen heraus.
04:29Mache ich jetzt einen Fehler, wenn ich so offen zu Ihnen spreche?
04:31Nein, nein. Ich glaube, es gibt keine Frau, die das nicht gerne hört.
04:49Warum halten Sie denn? Wo sind wir denn hier?
04:52Keine Ahnung, wo wir sind. Wir sind irgendwo. Jedenfalls kann uns hier niemand sehen.
05:01Ach so.
05:04Warum lachen Sie?
05:07Weil es schon so lange her ist, dass mir sowas passiert ist.
05:11Wieso was passiert?
05:12Na, dass jemand mit mir im Auto vom rechten Weg abgebogen ist.
05:19Aber hier gefällt es mir nicht.
05:22Fahren Sie weiter.
05:23Dort, dorthin.
05:25Ah ja, verstehe.
05:27Es ist Ihnen nicht einsam genug hier.
05:30Wie Sie wollen, Madame.
05:31Was ist denn da los?
05:52Fahren Sie weg.
05:53Fahren Sie weg, weg, weg.
05:54Keine Ahnung, teilen Sie das Licht aus.
06:07Einen Autoschlüssel.
06:14Bleiben Sie im Wagen.
06:15Laufen Sie nicht weg.
06:16Was machen wir denn jetzt?
06:33Nichts, nichts, nichts.
06:34Nehmen Sie Ihre Papiere.
06:42Was? Papiere?
06:43Los, die Papiere.
06:44Wir wollen Ihren Namen und Ihre Adresse.
06:47Moment, gedulden Sie sich doch hier.
06:48Na ja, Sie kriegen es ja wieder.
06:49Aber das hören Sie gut zu.
06:51Wir legen Ihnen jetzt einen Mann, einen Verletzten ins Auto.
06:55Den bringen Sie ins Krankenhaus.
06:57Sie haben ihn auf der Straße gefunden.
06:58Sie haben angehalten und haben ihn eingeladen,
07:00nachdem Sie gesehen haben, dass er verletzt ist.
07:03Haben Sie verstanden?
07:03Ja, ja, ich habe verstanden.
07:05Sie haben ihn keinesfalls hier gefunden.
07:07Den Ort erwähnen Sie gar nicht.
07:09Und uns erwähnen Sie auch nicht.
07:11Ja.
07:11Also noch einmal.
07:13Sie haben den Mann auf der Straße gefunden.
07:14Er war allein.
07:16Und jetzt hören Sie gut zu.
07:18Wenn wir erfahren, dass wir unsere Anweisungen nicht einhalten,
07:21dann sind Sie dran.
07:22Wir haben Ihren Namen und Ihre Adresse.
07:25Und dann wird Ihnen, hören Sie gut zu,
07:28wird Ihnen keiner helfen.
07:29Na ja, das ist gut.
07:31Sie können sich darauf verlassen, wir.
07:32Wir haben ja kein Interesse daran,
07:34uns Umgelegenheiten zu machen.
07:35Dreh Sie die Gesichter weg!
07:54Wie alt sind Sie eigentlich?
08:1549.
08:16Zu jung, um zu sterben.
08:18Denken Sie dran.
08:18Los, auf!
08:27Warum fahren Sie denn nicht?
08:28Warum fahren Sie denn nicht?
08:32Warum machen Sie doch nicht?
08:34Das ist doch wohl ungeheuerlich.
08:52Ich bin fix und fertig.
08:55Wir waren doch in akuter Lebensgefahr.
08:57Ja, mein Gott, wo sind wir bloß?
09:00Was waren das überhaupt für Leute?
09:02Auf jeden Fall waren es Kriminelle.
09:04Der Mann, dein.
09:09Hallo?
09:11Sagen Sie, was haben Sie überhaupt für eine Verletzung?
09:16Hallo?
09:18Frau Schneider, bitte schauen Sie doch mal nach Ihnen.
09:20Drehen Sie doch mal um.
09:21Hallo?
09:25Hören Sie mich?
09:28Verstehen Sie mich?
09:40Hallo?
09:42Hallo, Sie?
09:46Der atmet nicht mehr.
09:47Der ist tot.
09:50Frau Schneider, der ist tot.
09:53Wir sollten ihn doch zu einem Krankenhaus bringen.
09:55Ach, wozu, wozu?
09:56Zu!
09:56Wenn er tot ist, kann Ihnen doch sowieso keiner mehr helfen.
10:02Was tun wir jetzt?
10:07Wenn wir ihn irgendwo hinschaffen.
10:13Ins Krankenhaus können wir ihn nicht bringen.
10:15Die werden doch Fragen stellen.
10:17Wir können uns doch Fragen nicht aussetzen.
10:20Aber die haben doch ihre Papiere.
10:23Die haben ihre Adresse.
10:24Genau und?
10:26Dann sage ich Ihnen das.
10:27Wir sind in der Fahrt im Auto gestorben.
10:33Wir müssen eh loswerden.
10:42Julia, was ist denn?
10:43Hallo, Sie?
10:46Sie können doch hier nicht schlafen.
10:49Es ist doch viel zu kühl.
10:50Sie werden doch krank dabei.
10:51Hallo, Sie?
10:53Hallo!
10:54Aufwachen!
10:55Der hatte keine Papiere bei sich.
11:02Nicht nötig.
11:02Ich kenne ihn, ich kenne ihn.
11:03Ich kenne ihn, er heißt Josef Engler.
11:04Ich kenne ihn schon seit 20 Jahren.
11:06Noch aus der Zeit, als ich Einbrüche bearbeitet habe.
11:09Der Einbrecher par excellence.
11:11Ein Mann, der uns mit seinen Einfällen immer wieder überrascht hat.
11:15Und jetzt wurde er erschossen.
11:18Neun Millimeter.
11:20Na ja, frag mal nach im Haus, ob jemand den Knall gehört hat.
11:24Ob was los war?
11:25Natürlich war irgendwas los.
11:28Bei uns ist jede Nacht was los.
11:30Was Besonderes.
11:32Großes.
11:32Ja.
11:36Einbruch in eine Metallwarenfabrik.
11:39Man hat den Tresor aufgeschweißt.
11:41Eine Menge Geld verschwunden.
11:44Das können nur Profis gewesen sein.
11:47Der war ganz schön fleißig.
11:50Über 30 Jahre, ein Einbruch nach dem anderen.
11:53Wenn er nicht gerade gesessen hat.
11:55Die Hälfte seines Lebens war er drin.
11:56Ich habe ihn mal gefragt, warum?
11:57Warum auf diese Weise?
11:58Hat er zu mir gesagt, wissen Sie was, Derrick?
12:00Die normale Art, Geld zu verdienen, ist mir zu langweilig.
12:03Zu langweilig?
12:04Mhm.
12:04Immer wenn er losging, dann hatte er so eine Art Kriegserlebnis.
12:07Der Ausdruck stammt von ihm.
12:10Er hat mir gesagt, macht euch doch nichts vor.
12:12In diesem Leben ist jeder ein Gauner.
12:13Ich sage nur ganz offen, dass ich einer bin.
12:15Das macht ihn ja fast sympathisch.
12:17Ja, sympathisch war er.
12:19Auf eine miese Art sympathisch.
12:30Guten Tag, Frau Engler.
12:41Bin ich und wer sind Sie?
12:44Ja, ja, wir haben uns jahrelang nicht mehr gesehen.
12:50Bevor ich vor Neugierde umkomme, sagen Sie schon, wer Sie sind.
12:52Irgendwie kommen Sie mir bekannt vor.
13:00Sagen Sie schon Ihren Namen.
13:03Das ist sicher einer, den ich nie behalten wollte.
13:05Ja, so wird es sein.
13:06Mein Name ist Derrick.
13:08Was Sie wünschen?
13:11Gehen wir ins Haus.
13:12Na, bleiben wir ruhig hier.
13:16Ihr Mann, Frau Engler.
13:17Mein Mann ist auf einer Geschäftsreise.
13:19Wann er zurückkommt, weiß ich nicht.
13:20Er ist schon zurück.
13:21Seine Reise endet auf einer Bank im Park.
13:24Was heißt das?
13:26Er ist heute Morgen gefunden worden, im Englischen Garten, auf einer Bank.
13:29Tot.
13:32Es tut mir sehr leid.
13:37Wir haben ihn fotografiert.
13:41Er ist erschossen worden.
13:42In der vergangenen Nacht.
13:50Berkli.
14:01Gehst du da?
14:03Zieh dich an den Kommenland.
14:05Was ist denn?
14:05Nur rede nicht, mach.
14:06Vater ist tot.
14:27Vater hat gestern Nachmittag das Haus verlassen.
14:41Er sagte nur, ich verschwinde mal wieder für ein paar Tage.
14:45Ich bin ein Geschäftsfreund.
14:47Das passiert ja öfter.
14:49Er hat uns nie gesagt, mit wem er wegging und wohin.
14:54Auch gestern nicht.
15:01Und mein Vater hat gefunden.
15:04Da.
15:07Na vielleicht siehst du auch hin, ne?
15:11Man hat Vater gefunden auf einer Bank im Englischen Garten.
15:15Man hat ihn erschossen.
15:16Vom Täter keine Spur.
15:27Nein.
15:29Aber mein Mann ist doch nicht auf dieser Bank erschossen worden.
15:33Nein, hat man nicht.
15:35Man hat ihn dorthin gebracht.
15:37Und zwar von der Straße her durchs Gebüsch.
15:39Es gibt Schleifspuren.
15:41Schleifspuren?
15:41Ja.
15:43Man hat ihn offensichtlich in einem Wagen dorthin gebracht.
15:47Mhm.
15:49Wo war Ihr Mann gestern Abend?
15:51Weiß ich nicht.
15:52Er ist gestern Nachmittag weg.
15:53Frau Engler.
15:53Er ist gestern Nachmittag weg.
15:57Warum lassen Sie mich nicht aussprechen?
15:58Es war so.
16:01Er war in Geschäften unterwegs.
16:03Welche Art Geschäfte, weiß ich nicht.
16:04Er hatte die Angewohnheit, nie darüber zu reden.
16:07Auch gestern nicht.
16:08Frau Engler, Ihr Mann ist ermordet worden.
16:13Ist Ihnen das eigentlich klar?
16:16Sie wollen uns auch sicher helfen, den oder die Täter zu finden.
16:22Sicher?
16:24Ganz sicher.
16:27Wir alle werden mithelfen.
16:29Was Sie ja sehen, ist das Werk von Leuten, die Ihre Arbeit verstehen.
16:56Äh, das glaube ich Ihnen gerne.
16:59Äh, das ist schon alles aufgenommen worden, ne?
17:02Das ist alles gemacht worden, was wir routinienmäßig tun.
17:04Sie kennen das ja.
17:05Nein.
17:07Sagen Sie, hat man irgendwo Blutspuren gefunden?
17:09Nein.
17:10Hier im Raum keine.
17:12Sie vermuten, dass Engler hier erschossen wurde.
17:14Ich bin, was Sie, was wir verstanden?
17:28Die Schlacht werfen, was sie?
17:30Die Schlacht werfen, was sie aufgelenen?
17:30Ja.
17:31Sie später, wie ein Blutspuren.
17:32Sie haben uns hier ein Blutspuren, was sie ausgelöst.
17:33Das ist schon sehr schön.
17:34Was ist das?
17:35Sie haben jetzt erst mal geflügt.
17:36Das ist schon dann auch hier.
17:38Ich bin, was sie ausgelöst.
17:39Ich habe gehört, hier soll heute Nacht was passiert sein.
17:52Ja, da ist ein Einbruch gewesen.
17:54Die haben den Tresor aufgeschweißt.
17:56Das heißt, da ist eine halbe Million verschwunden.
17:58Halbe Million?
18:00Und weiß man schon, ich meine, hat man schon die Täter?
18:03Keine Ahnung.
18:05Aber da die Herren sind von der Polizei, wenn Sie die mal fragen wollen.
18:07Die Polizei? Ach, nö, nö. Ist nicht so wichtig.
18:13War nur eine Frage.
18:15Recht schönen Dank.
18:22Da hat gerade jemand gefragt, ob hier heute Nacht was gewesen ist.
18:25Ich sagte, da müssen Sie die Polizei fragen.
18:28Da hat sich der Mann sofort in den Wagen gesetzt.
18:30Da hinten ist er weg.
18:37Dänker hat.
19:02Untertitelung. BR 2018
19:32Untertitelung. BR 2018
20:02Hey Sie, bei uns am Hof sind nur 20 erlaubt.
20:13Ach so, ja, Entschuldigung.
20:16Was bringst du denn da?
20:18Bitte?
20:19Ja, zu wem wollen Sie denn?
20:20Ja, ich, äh, Entschuldigung.
20:23Ich glaube, ich habe mich wohl verfahren.
20:25Nicht besser.
20:26Ja, bitte schon.
20:27Mama, kann ich was für dich tun?
20:36Ja, sieh nach, wo Gisela bleibt.
20:37Ist ja schon eine halbe Stunde her,
20:39als ich sie rausgeschickt habe.
20:42Ja, nun mach schon.
20:48Und, was soll ich ihr sagen?
20:50Ich komme sofort.
20:54Ich nehme den nächsten Zug.
21:01Ist was passiert?
21:03Frau Winter, ich muss sofort nach Hause.
21:06Nach Hause?
21:08Haben Sie einen Fahrplan da?
21:10Nein.
21:13Können Sie mal anrufen, wenn der nächste Zug nach München fertig ist?
21:15In funciona den hundreds reporter?
21:15Nein.
21:16Ei.
21:16Ihr seid nicht offenbarker?
21:17Cheers.
21:17Nee.
21:18Vielen Dank.
21:48Wir kommen sofort.
21:49Gut.
21:55Hallo, Frau Schneider.
21:57Tag.
21:58Grüße Sie.
21:59Schön, dass Sie Zeit hatten. Darf ich?
22:00Ich habe mir Zeit genommen.
22:02Ja.
22:02Gibt es was Neues?
22:04Ja, ich war dort, wo wir gestern Abend ein Ergebnis hatten.
22:10Und?
22:11Einbruch.
22:12Es war ein Einbruch.
22:14Die Leute, die wir gesehen haben, waren Einbrecher.
22:15Ja, die sollen einen Tresur aufgeschweißt haben, wollte etwa eine halbe Million.
22:19Nein.
22:20Ja.
22:21Und woher wissen Sie das alles?
22:23Ich sage Ihnen nicht, ich war da.
22:24Ich musste doch wissen, in was für eine Geschichte wir da verwickelt sind.
22:27Aber leider ist die Polizei da noch nicht aufmerksam geworden und hat mich verfolgt.
22:31Oh, Herr Muswell.
22:32Wenn Sie aussagen müssen, ich war nicht dabei.
22:36Ja.
22:37Ich habe die ganze Nacht nicht schlafen können.
22:39Ich flehe Sie an, ich war nicht dabei.
22:42Es wird doch unweigerlich rauskommen, warum wir dort waren.
22:45Ich verstehe Sie, Herr Frau Schneider.
22:46Jetzt beruhigen Sie sich.
22:48Was ist mit dem Toten?
22:49Gar keine Ahnung.
22:51In der Zeitung steht jedenfalls kein Wort, aber man hat ihn offenbar gefunden.
22:56Ja, wenn es nicht in der Zeitung steht, woher wissen Sie es dann?
22:58Naja, ich bin auch mal dort vorbeigegangen, wo wir ihn heute Nacht hingesetzt haben.
23:03Er war nicht mehr auf der Bank.
23:06Jetzt brauche ich ihn können.
23:09Frau Engler, machen Sie uns doch nichts vor.
23:11Ihr Mann hat einen Bruch gemacht gestern Nacht.
23:12Und er war sicher nicht allein.
23:16Und es ist wahrscheinlich, dass er getötet wurde von seinen Kollegen.
23:20Denn es hat ja keinen Zwischenfall gegeben, etwa eine Schießerei mit einem Nachtwächter oder gar mit der Polizei.
23:26Also hat ihn einer seiner Kollegen erschossen.
23:30Mein Mann war auf einer Geschäftsreise.
23:33Aber Sie haben ja nichts anderes im Kopf als Einbruch.
23:37Wovon Sie reden, das liegt lang zurück.
23:43Das hat nichts mehr damit zu tun.
23:50Er war auf einer Geschäftsreise.
23:53Wie oft soll ich Ihnen das noch sagen?
23:55Frau Engler, wollen Sie uns nun helfen, den Mord zu klären oder wollen Sie nicht?
23:58Wenn ich kann, ja.
24:02Aber das sieht so aus, als ob ich nicht kann.
24:05Sie müssen doch nur sagen, mit wem Ihr Mann gestern Nacht unterwegs war.
24:09Und das wissen Sie.
24:10Sie wollten uns doch nicht erzählen, dass Sie die Leute nicht kennen.
24:12Oder haben Sie Angst vor Ihnen?
24:17Ich habe keine Angst.
24:19Vor niemandem.
24:24Also schön.
24:26Frau Engler, machen wir Schluss.
24:29Ich bringe Sie nach Hause.
24:31Danke, das ist nicht nötig.
24:33Ich nehme die U-Bahn.
24:33Ich habe gesagt, ich bringe Sie nach Hause.
24:35Ich will noch mit Ihren Kindern sprechen.
24:36Ach so, mit meinen Kindern wollen Sie reden.
24:39Von denen erfahren Sie nichts.
24:43Na, was brüten Sie aus, Frau Engler?
24:46Was?
24:49Was meinen Sie?
24:50Unternehmen Sie ja nichts auf eigene Faust.
24:57Geben Sie mir lieber die Informationen, die ich brauche.
24:59Ich habe so, dass es vor allem geht.
25:07Mama.
25:22Du, dass du da bist.
25:24Komm, wir gehen auf einmal.
25:26Entschuldigung.
25:27Komm.
25:28Wer ist das?
25:29Der Regen-Kriminalpolizei.
25:32Na, sag, wer du bist.
25:34Ich bin Ude Engler.
25:35Meine Schwester hat mich heute Morgen angerufen.
25:38Wie kommen Sie? Ich gehe mit rein.
25:51Er kommt Ihnen hin.
25:52Danke.
25:58Danke.
25:59Setz dich erst.
26:01Du musst ja was trinken.
26:02Trink was und du hol was zu essen.
26:03Der hat doch sicher Hunger.
26:04Mama, ich habe überhaupt keinen Hunger.
26:05Natürlich hast du Hunger.
26:06Komm, setz dich doch.
26:07Du warst in gewisses vier Stunden auf der Eisenbahn.
26:15Tja.
26:18Ich will gerne wissen, wie das passiert ist.
26:24Mein Vater hat heute Morgen auf einer Bank gefunden,
26:26im Englischen Garten.
26:29Erschossen.
26:29Das ist ein Polizeifoto.
26:34Ja, das machen wir immer so.
26:36Das ist bei uns so üblich.
26:37Wir fotografieren die Toten.
26:40Er wurde dort hingebracht.
26:42Erschossen.
26:44Wurde er vermutlich bei einem Einbruch.
26:45Das wissen Sie nicht, was so sagen Sie es nicht.
26:47Vermutlich.
26:47Ich habe vermutlich gesagt, ja.
26:49Also vermutlich bei einem Einbruch.
26:51In einer Metallwarenfabrik.
26:52Ich nehme an, Sie kennen die Vorstrafen nicht aus Vaters.
26:58Ja.
26:59Gut.
27:01Meine Annahme ist nun, dass Ihr Vater von seinen Komplizen
27:04im Streit getötet wurde.
27:07Auch das ist eine Vermutung.
27:08Und mehr nicht?
27:08Mama, bitte.
27:09Schon recht, schon recht.
27:11Schauen Sie, wir sind angewiesen auf Informationen,
27:14die Ihre Mutter uns geben könnte,
27:18wenn sie wollte.
27:20Ich habe keine.
27:20Herr Engler,
27:33reden Sie mit Ihrer Mutter.
27:34Sie muss uns sagen, was sie weiß.
27:35Ohne Rücksicht auf Ihren Vater.
27:38Für das, was er getan hat,
27:39kann er ihr nicht mehr belangt werden.
27:41Ja, gut.
27:43Ich danke.
27:46Wiederschön.
27:46Bitte.
27:50Hat er auf dich eingeredet, ja?
27:56Na ja, weil die natürlich jetzt Informationen haben.
28:00Die braucht er ja, wenn er den Mörder findet.
28:03Und ich will,
28:06dass einer bestraft wird.
28:08So, wie er es verdient.
28:09Ja, Vater wollte nicht,
28:18dass irgendwas in deinem Zimmer verändert wird.
28:21Ich habe das nicht genutzt.
28:22Das siehst du doch.
28:25Er hat einfach den Schlüssel abgezogen,
28:27dass keiner rein konnte.
28:30Wenn ich gelüftet habe
28:31oder sauber machen wollte,
28:33habe ich den Schlüssel von ihm holen müssen.
28:35Ich habe den Eindruck,
28:38dass du deinen Vater nie verstanden hast.
28:41Das ist richtig.
28:41Das habe ich auch nicht.
28:43Dabei seid ihr euch ähnlicher, als du glaubst.
28:46Das war auch seine Meinung.
28:47Er sagt immer Udo.
28:49Das ist mein Sohn.
28:50In jeder Hinsicht.
28:52Er weiß es nun noch nicht.
28:55Das bin ich ganz bestimmt nicht, Mama.
29:00Wir erwähnen es nicht.
29:01Ich kann so lange nicht bleiben, Mama.
29:15Nur bis du wieder irgendwo vorbei bist.
29:17Dann muss ich sofort wieder zurück.
29:20Du bleibst hier,
29:21bis alles erledigt ist.
29:23Wie meinst du das?
29:27Jetzt schlaf erst mal.
29:31Na, was sagen Sie dazu?
29:43Mein Pass und die anderen Papiere.
29:45Ich gehe heute Morgen zum Briefkasten runter,
29:47will meine Post rausholen.
29:48Liegt das da drin.
29:49Einfach so.
29:50Ohne Umschlag.
29:52Und natürlich ohne Absender.
29:53Haben die einfach da reingesteckt.
29:55Das sind Leute, was?
29:57Die haben doch angedroht,
29:58dass sie was unternehmen würden.
30:00Ach so.
30:00Na ja, aber jetzt ist doch die Situation eine ganz andere.
30:04Äh, hier?
30:06Schauen Sie, erstens ist es jetzt nicht mehr dunkel.
30:08Und zweitens befinden wir uns hier ja nicht an einem obskuren Ort.
30:11Bitte schön.
30:11Danke.
30:12Ach, äh, haben Sie übrigens schon Zeitung gelesen?
30:15Ja.
30:15Hier, ein Toter saß im Park auf einer Bank.
30:21Ja, das ist unsere Geschichte.
30:22Das ist unser Mann.
30:24Er ist erschossen worden.
30:27Die Identität hat man auch schon festgestellt.
30:29Der Name steht hier irgendwo.
30:31Ja, hier.
30:31Der Name steht hier oben.
30:32Josef Engler.
30:34Natürlich ein gefundenes Fressen für die Herren.
30:37Reporter.
30:37Ach, Herr Ober.
30:46Schuster heißt er.
30:51Der muss gefragt werden.
30:53Mama, wäre es nicht besser, wir würden diesen Namen der Polizei sagen.
31:17Was?
31:21In unserer Familie wurde noch nie mit der Polizei zusammengearbeitet.
31:25Was soll ich diesen Schuster denn fragen?
31:30Ich war immer dagegen, dass du auf die Universität gehst.
31:32Und wenn ich das jetzt höre, dann kannst du überhaupt nicht denken.
31:36Muss ich dir das wirklich sagen?
31:38Harry, das ist Ulu Engler.
31:40Das ist der älteste Sohn von Josef Engler.
31:42Was verlieren Sie noch?
31:43Was war das?
31:44Germanistik in Philosophie.
31:45Richtig, ja.
31:45Hier in München?
31:46Nee, in Heidelberg.
31:48Im wievielten Semester sind Sie?
31:50Ich bin jetzt im Sechsten.
31:52Haben Sie schon eine Vorstellung, was Sie dann machen?
31:54Ich meine beruflich.
31:55Ja, ich möchte Lehrer werden.
31:58Naja, ein Beruf, der im Moment ein bisschen überbesetzt ist.
32:00Ja, das stimmt.
32:02Es gibt wenig Stellen, aber ich wollte eben immer gern werden.
32:06Ja, das verstehe ich sehr gut.
32:08Wollen Sie sich setzen?
32:10Danke.
32:12Herr Engler, wir haben da ein kleines Problem.
32:14Ihre Mutter, die hält Informationen zurück.
32:18Davon bin ich überzeugt.
32:23Ja, das kann sein, ja.
32:24Wie standen Sie zu Ihrem Vater?
32:28Tja.
32:28Ich habe die Verhältnisse zu Hause nicht mehr ausgehalten.
32:36Und ich meine, ich hätte ja auch in München zur Universität gehen können, aber das habe ich dann nicht getan.
32:43Hatten Sie Streit mit ihm?
32:46Nein, Streit, nö.
32:47Das kann man so nicht sagen.
32:52Ich meine, ich mochte meinen Vater ja und er mochte mich auch.
32:57Nur er war eben eine sehr starke Persönlichkeit.
33:04Ja, ja, ich weiß.
33:09Herr Engler, kann ich auf Ihre Hilfe rechnen?
33:11Auf meine Hilfe?
33:12Mhm.
33:14Ja.
33:15Sicher.
33:16Gut.
33:17Dann versuchen Sie einmal herauszukriegen, was Ihre Mutter weiß.
33:21Es wäre sehr wichtig für uns.
33:23Sehen Sie, die Mörder Ihres Vaters, die sitzen in seiner nächsten Umgebung.
33:27Und, äh, Herr Engler, das ist natürlich unsere Sache, ne?
33:34Spielen Sie nicht den Polizisten.
33:37Nein, nein.
33:37Komm, Kerst, Kerst, Kerst, Kerst, Kerst, Kerst, Kerst.
33:59Aber kann ich Ihnen helfen?
34:02Ach, ich wollte mich hier nur ein bisschen umsehen.
34:05Ja, bitte.
34:07Was ist das?
34:08Das sehen Sie doch.
34:10Ein Sportzentrum.
34:11Ein Fitnesscenter.
34:13Genau das ist es.
34:15Wollen Sie trainieren?
34:18Ja, ja.
34:21Kann man hier auch was trinken?
34:23Ja, natürlich, gern.
34:27Mögen Sie ein Bier?
34:29Ja.
34:35Hat Sie jemanden empfohlen?
34:37Ja, wie man es nimmt.
34:41Mein Vater war öfters hier.
34:43Ihr Vater?
34:44Wer ist Ihr Vater?
34:46Sein Bild hängt da.
34:50Welches meinen Sie?
34:55Josef Engler, das ist Ihr Vater?
35:00Ihr Vater ist tot?
35:01Ja.
35:02Ja.
35:03Er ist erschossen worden?
35:05Ja.
35:06Ja.
35:07Die Umstände sind noch nicht geklärt.
35:12Ja, dann sage ich Ihnen zunächst mal meinen Beileid.
35:15Danke.
35:15Sagen Sie, verkehrt hier ein gewisser Schuster?
35:24Ja, der ist manchmal hier.
35:26Aber er kommt nicht sehr oft.
35:28Ein Freund meines Vaters?
35:30Freund?
35:31Ich weiß nicht.
35:33Ich weiß nur so viel, Sie kannten sich.
35:35Wo kann ich den denn jetzt mal finden?
35:38Keine Ahnung.
35:42Sie haben keine Adresse, oder?
35:43Nein.
35:45Aber er muss hier irgendwo in der Nähe wohnen.
35:48Wo können Sie mich denn mal erkundigen?
35:50In der Kneipe gegenüber.
35:52Da ist der Stammgast.
35:53Glaube ich.
35:55Danke.
35:56Was macht das?
35:572.30.
35:57Wenn ich diesen Schuster sehe, soll ich ihm was ausrichten?
36:02Nein, danke.
36:03Das ist nicht möglich.
36:04Danke.
36:05Danke.
36:07Stopp, bin ich.
36:10Andi!
36:11Ja?
36:11Komm mal her.
36:18Der junge Engler war hier.
36:19Er hat nach Schuster gefragt.
36:22Und was wollte er?
36:24Das hat er nicht gesagt.
36:29Ja, vorn wir.
36:31Bitte.
36:32Nein, nein, nein.
36:36Herr, Prost.
36:37Danke schön.
36:39Entschuldigung.
36:39Haben Sie hier einen gewissen Schuster?
36:42Schuster?
36:43Egon Schuster.
36:44So 50 Jahre alt.
36:47Ja, der schaut manchmal da rein.
36:49Aber heute habe ich ihn doch gar nicht gesehen.
36:53Danke.
36:54Bitte schön.
36:55Danke.
36:55Wie ist das?
37:16Er sagt, er heißt Engler.
37:18Was ist denn los?
37:25Es piepelt.
37:26Moment, ohne mich.
37:30Eins, so ist dran.
37:33Was habe ich da gehört?
37:34Engler?
37:35Vielleicht Udo Engler?
37:38Ja, ich bin Udo Engler.
37:40Ja, ja.
37:42Einen Namen kenne ich.
37:44Dein Vater.
37:45Er hat immer wieder mal von dir erzählt.
37:49Du studierst.
37:50Was ganz Ungeheures.
37:57Wo war das?
37:58Heidelberg.
37:59Ja, richtig.
38:00Heidelberg.
38:03Jetzt bist du gekommen, weil...
38:05Ja, Gott, ja.
38:09Dein Vater.
38:11Wir sind alle jetzt...
38:12Alle, die gekannt haben.
38:16Alle ganz außer uns.
38:18Ich würde sie nur fragen.
38:20Wer war es?
38:22Wie, wer war es?
38:26Wer war was?
38:27Wer hat ihn umgebracht?
38:30Was fragst du?
38:31Mich?
38:32Ja, sie.
38:33Ich frage sie.
38:36Weil sie dabei waren.
38:39Oh, Junge.
38:40Junge, ich war doch nicht dabei.
38:42Wobei?
38:43Nein.
38:45Nein, da vertust du dich.
38:47Ich kann dir keine Auskünfte geben.
38:50Die...
38:51...den Tod deines Vaters betreffen.
38:57Wir müssen ja nicht jetzt antworten.
39:01Ich komme wieder.
39:03Sie können sich ja überlegen, was sie sagen.
39:08Wenn sie wollen.
39:09Wenn sie Zeit brauchen.
39:21Wer war denn das?
39:24Der junge Engler.
39:26Und?
39:26Das wollte wer.
39:29Der wollte wissen, wie er seinen Vater erschossen hat.
39:34Ist was?
39:35...
39:46...
39:51...
39:51Nein, nein, nein, nein.
39:52Da ist es!
39:52Hast du Schuster gefunden?
40:11Ja.
40:12Was hat er gesagt?
40:15Er war sehr unruhig, nervös.
40:19Man sah, dass er ein schlechtes Gewissen hatte.
40:24Er war richtig erschrocken, als er meinen Namen hörte.
40:27Das glaube ich.
40:31Hast du ihn gefragt, wer deinen Vater erschossen hat?
40:35Ja, deshalb war ich ja da. Das wollte ich ja.
40:39Mein Gott.
40:40Was hat er gesagt?
40:42Nichts. Er sagt ja, weiß nichts.
40:44Mach die Schublade auf.
40:50Die untere.
40:51Ja, du komm, mach.
40:57Zieh nach.
41:06Zwing ihn, dass er redet.
41:07Was willst du?
41:18Was soll ich denn tun?
41:20Das, was sein Vater für dich getan hätte.
41:23Herr Engler, irgendwas, irgendwas müssen Sie doch inzwischen erfahren haben.
41:27Nein, ich weiß wirklich nicht mehr wie am ersten Tag.
41:31Was ist mit Ihrer Mutter?
41:33Die weiß auch nichts.
41:33Sie sagt, sie weiß nichts.
41:37Vielleicht fragen Sie sie einmal, ob ihr der Name Schuster etwas sagt.
41:50Schuster?
41:52Ja, der Mann ist einschlägig vorgestraft, wie ihr Vater.
41:55Spezialisiert auf Einbrüche, wie ihr Vater.
41:57Der Einbruch in die Metallwarenfabrik, der zeigt so etwas wie seine Handschrift.
42:02Wie auch die Handschrift Ihres Vaters.
42:05Ach so.
42:09Haben Sie den Namen Schuster je gehört?
42:13Nein.
42:13Ach, entschuldigen Sie.
42:32Ich habe eine Frage.
42:33Wissen Sie zufällig, ob hier irgendwo eine Familie Engler wohnt?
42:37Ja, da.
42:39Ach.
42:40Ich bin der Sohn.
42:44Ach, der Sohn.
42:46Oh, da bitte ich vielmehr zum Entschuldigen.
42:48Ich wollte Sie nicht belästigen.
42:49Warum fragen Sie denn?
42:50Ach, das hat keinen besonderen Grund.
42:51Ich habe nur in der Zeitung gelesen, wissen Sie, der Tote auf der Bank im Park, das hat meine Fantasie beschäftigt.
42:58Verzeihen Sie.
42:58Ach, da kommen Sie nur hier hin, um zu sehen, wo der Mann wohnt, oder was?
43:00Ja, Gott, das gibt es ja, nicht?
43:03Also, Entschuldigung.
43:04Moment, kommen Sie mal mit.
43:06Nein, entschuldigen Sie, ich habe jetzt keine Zeit, ich muss ja weiter, aber hören Sie.
43:09Aber wenn Sie Zeit haben, hier rumzuschnüffeln, dann können Sie mir auch ein paar Fragen beantworten.
43:12Ja, da sind doch Leute.
43:13Das hat doch was zu bedeuten, wenn Sie noch meinen Vater fragen.
43:15Lassen Sie mich doch los.
43:22Entschuldigung.
43:22Herr Engler, es hat was zu bedeuten, dass ich hergekommen bin.
43:35Haben Sie meinen Vater gekannt?
43:37Nein.
43:38Nein, nein, gekannt habe ich ihn nicht.
43:39Ich habe ihn...
43:42Haben Sie einen Moment Zeit?
43:44Ja.
43:46Kommen Sie, ich erzähle es Ihnen.
43:52Stellen Sie sich mal vor, in welcher Zwangslage wir waren.
43:57Er hatte meinen Namen, meine Adresse, meine Papiere.
44:00Ja, ja.
44:01Wir waren wirklich in akuter Lebensgefahr.
44:05Ja, das verstehe ich schon.
44:07Warum kommen Sie jetzt zu mir?
44:10Ich werde einfach nicht fertig damit.
44:13Es ist doch eine irre Schweinerei, die einem dazu gemutet wird.
44:17Man fragt sich doch nur wirklich langsam, wo leben wir eigentlich?
44:20Ja, das war wirklich.
44:21Weil Sie sagten, es waren drei.
44:24Ja, ja, drei.
44:26Und die Gesichter?
44:28Die Gesichter konnte ich eben nicht erkennen.
44:30Es war ja viel zu dunkel und die meiste Zeit waren sie abgewendet.
44:35Der eine, der mit mir gesprochen hat, der trug eine Maske.
44:40Und die Stimme würden Sie wiedererkennen?
44:45Ja, doch, die Stimme würde ich wiedererkennen.
44:50Es waren drei.
45:12Was machst du denn hier?
45:12Da drüben wohnt doch der Schuster.
45:17Ja?
45:21Ja und?
45:22Also, wir haben Schuster inzwischen vernommen.
45:24Er hat für die Zeitung DSG ein Alibi.
45:26Ist ein windiges Alibi, aber er hat eins.
45:30Seine Frau sagt, er sei bei ihr gewesen.
45:32Sie hätten zusammen Monopoly gespielt.
45:34Ist lustig, was?
45:36Ist ein witziger Mann, dieser Schuster.
45:37Aber Sie kennen ihn ja inzwischen.
45:41Den Schuster?
45:42Ja, von wem rede ich denn die ganze Zeit?
45:45Haben Sie sich nicht nach ihm erkundigt?
45:48Ja.
45:49Sie haben ihn doch getroffen, nicht wahr?
45:55Ja, ich habe ihn kurz mal gesehen auf der Bowlingbahn.
46:00Wer war bei ihm?
46:03Ein paar Leute, die ich nicht kenne.
46:06Herr Engler, Sie sollten sich durch eine alte, gewohnte Abneigung gegen die Polizei, mit der
46:10Sie aufgewachsen sind, nicht zu beeinflussen lassen.
46:16Wiedersehen, Herr Engler.
46:21Wiedersehen.
46:29Der Junge macht mir Sorgen.
46:31Der spielt den schwarzen Sheriff.
46:33Du meinst, ich soll mich um ihn kümmern?
46:36Naja, ich will nicht, dass ihm was passiert.
46:38Verstehe ich schon.
46:44Guten Tag.
46:45So?
46:46Ich bin Udo Engler, aber das wissen Sie sicher noch.
46:49Nein, das weiß ich nicht.
46:51Aber wir haben uns doch neulich gesehen in der Bowlingbahn.
46:55Ah ja, ja, ja.
46:57Ja, da erinnere ich mich richtig, ja.
46:59Ja, ich bin eigentlich hier, um mich ein bisschen...
47:02Zu trainieren?
47:03Ja, körperlich zu arbeiten.
47:05Was treiben Sie denn für den Sport?
47:06Oh, ich will eigentlich nur spazieren.
47:10Dann fangen wir doch gleich mit dem Lauftraining an.
47:13Ja, gut.
47:15Super.
47:16Super.
47:18Ja, bitte, kommen Sie rein.
47:20Gibt es denn etwas so Wichtiges?
47:22Äh, ja, ja, und wie?
47:24Bitte drücken Sie ihn hier.
47:28Ja, bitte.
47:29Also, ich freue mich natürlich riesig, dass Sie zu mir gekommen sind.
47:34Darf ich Ihnen behilflich sagen?
47:35Danke.
47:37Na, und Sie sehen wieder aus.
47:40Bitte nehmen Sie doch Platz.
47:41Danke.
47:41Wollen Sie was trinken?
47:42Nein, nein.
47:44Sie haben am Telefon gesagt, es ist etwas passiert.
47:49Ja, ja, ich habe es der Familie Engler gesagt.
47:52Was?
47:53Ja, ich habe mit der Familie gesprochen.
47:57Genau gesagt, mit dem Sohn.
47:59Was haben Sie ihm gesagt?
48:01Ja, ich habe ihm gesagt, dass wir den Toten transportiert haben.
48:04Unter Lebensgefahr.
48:06Dass wir ihn geschleppt haben.
48:08Wir beide.
48:09Sie haben mich erwähnt?
48:10Ja, ja, ja.
48:11Na, nicht den Namen.
48:13Der Name ist natürlich nicht gefallen.
48:15Wirklich nicht?
48:16Aber Frau Schneider, ich habe es Ihnen doch versprochen.
48:20Aber der Junge weiß jetzt, dass es drei Männer waren.
48:25Und dass wir die Stimme wiedererkennen.
48:29Und jetzt passen Sie auf.
48:31Er wird uns die Stimme bringen.
48:42Danke, Schusserl.
48:44Danke.
48:45Das ist gut.
48:45Ja, ich war da gerade in diesem Fitnesscenter.
48:53Aber jetzt habe ich noch Lust, mich ein bisschen zu bewegen.
48:58Also, falls Sie einen Partner brauchen, ich wäre einer.
49:02Ja, ich bin Anfänger, aber ich denke, ich lerne das leicht.
49:08Darf ich mich vorstellen, Engler.
49:12Wie war Ihr Name?
49:13Ich heiße Himmel.
49:17Wie Himmel?
49:17Ohne Haar.
49:19Richtig.
49:20Ja.
49:23Tja.
49:25Ja, also, ähm, haben Sie was dagegen, wenn ich mitspiele, oder?
49:29Meiner Wegen spielen Sie mit.
49:32Allgemein spiele ich nicht gern mit Anfängern.
49:35Soll ich deshalb ungeduldig werden, bitte ich mir, das nachzusehen.
49:37Ja.
49:39Na ja, so empfindlich bin ich nicht.
49:40Ja.
49:43Ja, bitte, kommen Sie rein.
50:04Guten Tag.
50:05Ja, das ist Herr Engler und das ist, äh, ja, die Gneefrau war dabei, wie ich Ihnen ja schon sagte.
50:12Na ja.
50:12Wenn wir jetzt vielleicht zur Sache kommen könnten.
50:15Sie hat nicht viel Zeit.
50:15Ja, ich bin eigentlich hier, um, äh, mich ein bisschen...
50:31Zu trainieren?
50:32Ja, körperlich zu arbeiten.
50:34Was treiben Sie denn für den Sport?
50:37Oh, ich gehe eigentlich nur spazieren.
50:38Dann fangen wir doch gleich mit dem Lauftraining an.
50:42Ja, gut.
50:44So was.
50:53Haben Sie was dagegen, wenn ich mitspiele, oder?
50:56Meiner Wegen spielen Sie mit.
50:58Allgemein spiele ich nicht gern mit Anfängern.
51:01Soll ich deshalb ungeduldig werden, bitte ich mir, das nachzusehen.
51:03Ja.
51:04Ja, so empfindlich bin ich nicht.
51:06Ja, ist er doch.
51:08Ja, das ist die Stimme.
51:13Danke.
51:15Also zuerst hat er mal eingekauft, der junge Engler.
51:19War in einem Radiogeschäft, hat er sich ein Thoma-Gerät gekauft.
51:21Dann war er in meinem Sportgeschäft, hat er sich Turnhose, Turnschuhe, Trikot und so eine Tasche gekauft, um alles rein zu stopfen.
51:28Er interessiert dich das überhaupt?
51:30Ja, erzähl doch erst mal weiter.
51:32Dann ist er in ein Fitnesscenter und von dort auf eine Bowlingbahn.
51:35Da hat er mit Herrn Schuster gespielt.
51:37Mit einem Herrn Immel.
51:39Immel.
51:46Einbruchsdezernat.
51:47Ich habe die Leute gefunden, hier gezwungen, habe meinen Vater zu versorgen.
52:15Dann können wir mal miteinander reden.
52:21Wo?
52:22Ich bin hier.
52:23Ich bin hier.
52:31Polizei?
52:31Bloß, wenn Sie sich über das Geld nicht einig werden konnten.
52:40Ich habe selber nicht gewusst, wie schnell der ist.
52:43Ich bin hier jetzt auch nicht.
52:44Ich habe das einfach zu spät gemerkt, Udo.
52:50Plötzlich hat er eine Knarre in der Hand.
52:53Du weißt das.
52:54Dein Vater und ich, wir nehmen so ein Ding niemals mit.
52:57Einfach als eiserne Regel.
52:59Nie eine Waffe bei sich haben.
53:01Dann schießt er plötzlich los.
53:03Wie ich das verhindern konnte.
53:10Also, Immel.
53:12Wissen Sie, wo der wohnt?
53:14Sie müssen doch auch uns verstehen.
53:16Mich verstehen.
53:18Komm, Harry.
53:19So eine Situation ist doch nicht alltäglich.
53:21Ich kann nicht, Mama.
53:35Ich kann das nicht.
53:36Tut mir leid, ich bin eben nicht der Sohn meines Vaters.
53:38Was sagst du?
53:39Du bist nicht der Sohn deines Vaters?
53:40Nein.
53:41Nicht so wie du meinst.
53:42Willst du wirklich, dass ich einen Menschen töte?
54:03Ja.
54:06Raus.
54:07Polizei.
54:09Dass sie da sind.
54:11Gott sei Dank.
54:11Ich weiß jetzt.
54:12Ich bin mein Vater ungebrochen.
54:13Halt den Mund!
54:14Unternehmen Sie bitte das hier.
54:15Das nicht!
54:17Wo ist die Pistole?
54:25Wo ist denn Berti?
54:30Warum haben Sie uns nicht gesagt, was Sie wissen?
54:32Warum nicht?
54:32Verdammte Geheimniskrämerei.
54:35Woher weiß Ihr Bruder überhaupt, woher Immel findet?
54:38Er war doch dabei, wie es meiner Mutter erzählt hat.
54:40Ja, bravo, bravo.
54:41So, hoffentlich treffen Sie noch Leben dann.
54:43Hoffentlich treffen Sie noch Leben dann.
54:47Hier ist der Schaden.
54:56Grüß Sie noch.
54:57Ich bin gerade dabei.
54:59Tu, pass auf.
55:00Da hat einer gefragt nach dir.
55:02Wer?
55:03Der da hinten.
55:04Nein, Berti!
55:25Werf das Ding weg.
55:26Du, ich schwörst dich.
55:29Ich hau den Hintern voll.
55:32Berti, lass, es ist Blödsinn.
55:35Mensch, ich bin hier.
55:41Mensch, ich bin hier.
55:55Mensch, ich bin hier.
55:56Das war's.
56:26Untertitelung des ZDF, 2020
56:56Untertitelung des ZDF, 2020
57:26Untertitelung des ZDF, 2020

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