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On 4 April 1949, the North Atlantic Treaty was signed, enshrining the creation of NATO just four years after the end of the Second World War. The primary objective of this military alliance of twelve European and North American countries was to prevent war in Europe and to counter the expansion of the Soviet bloc. Since its creation in the Cold War, the organisation has grown from 12 to 31 member states - including several former Eastern Bloc nations. Weakened by its turbulent history, NATO is facing a growing number of challenges: the difficulty of coordinating its members, the logistical obstacles in the event of an attack on European soil, and the threat, raised by Donald Trump, of an American withdrawal, at a time when European defence is almost entirely dependent on the United States.
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DiversãoTranscrição
00:00:00To prevent war, the NATO was founded in 75 years ago.
00:00:2075 years of European history without a war,
00:00:25that's the ultimate expression of a successful alliance.
00:00:3124. Februar 2022. Die Zeitenwende. Russland greift die Ukraine offen an.
00:00:40Der Krieg ist zurück in Europa.
00:00:44Die Ukraine gehört nicht zur NATO.
00:00:47Und trotzdem stellt sich seitdem die Frage, wie verteidigungsfähig ist die NATO?
00:00:51Wie stark ist das westliche Militärbündnis heute?
00:00:54Gerade bei den europäischen Partnern zeigen sich enorme Schwächen.
00:01:00Europäische Sicherheit ist quasi zu 90 Prozent von den USA abhängig.
00:01:05Das sind 27 Armeen, die nicht sozusagen eine Basis-Mittelgroße Mission alleine stemmen können.
00:01:11Dieser Film lässt diejenigen zu Wort kommen, die die NATO direkt aus ihrem Inneren kennen.
00:01:21Wir können nicht garantieren, dass wir München, Frankfurt, Berlin beschützen können.
00:01:26Wir können das nicht machen.
00:01:29Gegründet auf den Trümmern des Zweiten Weltkriegs schafft die NATO das Unvorstellbare.
00:01:34Mit der Zeit werden aus Feinden Partner.
00:01:3875 Jahre nach ihrer Gründung gewinnt die NATO an Bedeutung, wie es seit dem Kalten Krieg kaum noch vorstellbar war.
00:01:57Die Welt rüstet wieder auf.
00:02:01Und nicht nur Russland, auch China zum Beispiel.
00:02:08Oder wenn Sie sich den Nahen Osten an, seit 2010 hat Saudi-Arabien seine Bodentruppen verdreifacht.
00:02:18Und die NATO?
00:02:20We took a holiday from reality.
00:02:24And now we're dealing with the consequences of that.
00:02:27And now we're dealing with the consequences of that.
00:02:28.
00:02:47Mons in Belgien.
00:02:48Eine Stadt mit 100.000 Einwohnern.
00:02:5170 Kilometer von der Hauptstadt Brüssel entfernt.
00:02:55Here is one of the best-schützten buildings in the world, the military headquarters of NATO, the Supreme Headquarters Allied Powers Europe, called SHAPE.
00:03:14Here are around the hour all the important information. What is happening at the border of the Verteidigungsbundes?
00:03:22Wo auf der Welt gibt es verdächtige Bewegungen?
00:03:31Admiral Rob Bauer ist Leiter des Militärausschusses und damit einer der ranghöchsten Mitarbeiter. Er ist die Verbindung zwischen Politik und Militär.
00:03:40The Alliance is there now for 75 years and we went from 12 to now almost 32 members.
00:03:47So that in itself, I would say, is the proof that this Alliance adds value. Otherwise so many nations would not have joined.
00:03:56Bei der Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg besteht die NATO aus 12 Ländern.
00:04:01Das Ziel während des Kalten Krieges? Die Ausbreitung des Kommunismus eindämmen.
00:04:06Die Sowjetunion und der Ostblock sollen ihren Machtbereich nicht weiter ausweiten können.
00:04:11Im Laufe der Zeit treten der NATO 20 Länder bei, auch ehemalige Ostblockstaaten.
00:04:17Heute reicht das Bündnis vom Polarmeer im Norden bis an die Grenze der Türkei zu Syrien ganz im Südosten.
00:04:24Und vom Baltikum an der Grenze zu Russland, quer über den Atlantik bis zur Westgrenze von Kanada und den USA.
00:04:31Die NATO ist das größte Verteidigungsbündnis der Welt. Eine Milliarde Menschen vertrauen auf ihren Schutz.
00:04:41Dabei hat die NATO selbst keine eigenen Truppen.
00:04:46Was ist der Plan?
00:04:51Die Art von Kürz spürtetisch ist, dass die NATO eigentliche 3 Dinge ist.
00:04:57Die Kommandos und Kontrolle.
00:04:59Die Standardisation.
00:05:01Und die Gehalte.
00:05:03Die Truppen kommen von den Nationen, die Verteidigungsbündnete, alle 31, als nächstlich 32.
00:05:09And so once nations give their troops to NATO for an exercise, for an operation or for collective defense, once that has been done, then the Supreme Allied Commander of Europe, General Cavoli, is in command of those forces and he can use them within the mission that he's been given.
00:05:33Es ist die traumatische Erfahrung des Zweiten Weltkriegs, die bei der Gründung der NATO allgegenwärtig ist.
00:06:03And so the war and its destruction loom over all of the people involved in these decisions.
00:06:10So many of these men, and they're almost all men in this story early in NATO's history, had fought in either the First or Second World War or played a role.
00:06:19And so part of NATO's founding is about making sure that war doesn't happen again.
00:06:26So many of the people believe that what they're doing in creating NATO is preventing a return to war in Europe.
00:06:35Bei der Gründung der NATO gibt es noch keine Militärstruktur, keine Kommandozentrale.
00:06:42Die NATO ist zunächst vor allem ein Versprechen.
00:06:49Am 4. April 1949 unterzeichnen Regierungschefs, Außenminister und hohe Diplomaten aus zwölf Ländern in Washington
00:07:18den Nordatlantik-Vertrag.
00:07:20Er hat gerade einmal 14 Artikel.
00:07:24For us, if there is anything certain today, if there is anything inevitable in the future,
00:07:32it is the will of the people of the world for freedom and for peace.
00:07:36Nur wenige Monate später, im August 1949, zündet die Sowjetunion ihre erste Atombombe.
00:07:50Das Atombombenmonopol der USA ist gebrochen. Das Wettrüsten nimmt Fahrt auf.
00:07:56Die Sowjetunion wird zum Feindbild Nummer 1.
00:08:01Jede Provokation kann jetzt das Ende der Welt bedeuten.
00:08:05Im wahrsten Sinne des Wortes.
00:08:07Die größte Angst der Gründungsväter der NATO ist damals jedoch nicht ein direkter Überfall der Sowjetunion.
00:08:28Sondern das, was der kanadische Historiker Timothy Andrews Sale die Schwäche der Demokratie nennt.
00:08:37The particular worry in the late 1940s was that the experience of the Second World War
00:08:44had been so devastating and so traumatic for the people of Europe
00:08:49that they would not be willing to fight for their state or for their national interests in the future.
00:08:57The worry was that if the Soviet Union were to mobilize its forces or stage exercises
00:09:04or somehow flex its military muscle, then perhaps citizens in european countries
00:09:09would ask their leaders to give in to whatever the Soviet demands were.
00:09:16Die weltweit Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs sind noch allgegenwärtig.
00:09:22Die Theorie des Historikers?
00:09:25Demokratien sind anfällig für Erpressungen, weil sie versuchen, den Frieden um jeden Preis zu bewahren.
00:09:30Sie neigen dazu, Kompromisse anzubieten und nachzugeben.
00:09:35By being a part of NATO and being a part of the Alliance, the leaders felt that they could go to their people
00:09:43and say, we're a part of something bigger.
00:09:46And in the aftermath of the war, when leaders did not think that their people would ever be willing to fight again,
00:09:52it was very important to show this group strength.
00:09:54Heute, 75 Jahre nach der Gründung, gibt es wieder Krieg in Europa.
00:10:01Seitdem muss sich die größte Militärallianz der Welt die Frage stellen,
00:10:05wie verteidigungsfähig wäre sie im Extremfall?
00:10:08All nations have to make sure they can defend themselves, that's Article 3.
00:10:22And we have basically neglected that for many years.
00:10:25Zum Beispiel haben die Briten in der Vergangenheit ihre Landstreitkräfte ganz stark reduziert.
00:10:31Deutschland hat zwar Landstreitkräfte, die aber nicht unbedingt kompatibel sind mit anderen Landstreitkräften.
00:10:36Frankreich hat zwar Nuklearwaffen, aber es sind viel zu wenige im Vergleich zu Russlands Nuklearwaffen.
00:10:42Mit dem Ende des Kalten Krieges gerät die kollektive Bündnisverteidigung immer mehr in den Hintergrund.
00:10:49Einsätze in Afghanistan und Libyen, der Kampf gegen den Terror stehen jetzt im Fokus.
00:10:54Wir haben Einsatz, Auslandseinsätze gehabt, die Streitkräfte verlangten, Truppenteile verlangten,
00:11:02die klein, mobil, für sehr, sehr spezifische Aufgaben abroad geschickt wurden.
00:11:09In the crisis response operations time is on our side. We decide are we going to Afghanistan and when and with how many forces and for how long.
00:11:19But in collective defense, an adversary might attack you and then you are ready or you're not.
00:11:26Jetzt zeigen sich die Schwächen des Bündnisses.
00:11:31Eines der größten Probleme, die NATO ist seit ihrer Gründung auf 32 Länder gewachsen.
00:11:3832 souveräne Staaten und damit jede Menge Bürokratie.
00:11:43Truppen schnell aufstellen und verlegen zu können, kann im Zweifel kriegsentscheidend sein.
00:11:48Gerade in Europa ist das jedoch ein bürokratischer Kraftakt geworden, trotz EU- und Schengen-Raum.
00:11:54Ben Hodges war von 2014 bis 2017 kommandierender General der US-Truppen in Europa.
00:12:03I said, you know, you could take a truckload of apples from Poland to Portugal, never be stopped.
00:12:15You could drive all the way through.
00:12:17I can't do that with military.
00:12:19And I had troops that were up in the Baltic countries in Poland, small numbers.
00:12:23And I noticed that my aviation helicopter unit, their maintenance readiness level was going down.
00:12:33And I asked my aviation brigade commander from Ansbach, I said, why are they not repaired?
00:12:39What's taking so long?
00:12:40And he said, sir, we cannot get the maintenance parts from Ansbach to Lilvarda.
00:12:47It takes weeks.
00:12:48I said, what?
00:12:50I was naive.
00:12:51I just assumed driving from Ansbach to Lilvarda would be like being on Interstate 95 in the US from Florida to Virginia.
00:13:01I mean, it's all NATO countries, all EU countries.
00:13:05What's the problem?
00:13:06And that's when we realized that there was a problem, moving military equipment across borders through the different nations you had to have permission.
00:13:14Bei der NATO ist das Problem bekannt.
00:13:21Seit 2021 betreibt sie deshalb in Ulm das Joint Support and Enabling Command, kurz JSEC.
00:13:29Die wichtigste Aufgabe, den Bürokratiedschungel bei Truppenverlegungen in den Griff zu bekommen.
00:13:39Dafür verantwortlich ist General Alexander Sollfrank.
00:13:47Wir haben eine föderale Struktur.
00:13:51Das heißt, man muss Bundesländer mit unterschiedlichen Regierungen ins Boot bringen.
00:13:56Ja, es sind da Formulare, die aktuell noch, auch hieran arbeiten wir, unterschiedlich sind von Nation zu Nation, sind da auszufüllen und zwar sehr, sehr dezidiert.
00:14:09Dann müssen sie bedenken, dass beispielsweise Zollbestimmungen zu berücksichtigen sind.
00:14:15Dann gibt es die Tierseuchenprophylaxe.
00:14:18Aber zu verändern, die Tanks in Deutschland müssen Sie auf einem Flugzeugen auf einem Flugzeugen, oder auf einem großen Flugzeugen auf einem Flugzeugen.
00:14:28Wir haben nicht genug genug, die Tanks zu tragen, so Sie brauchen Deutsche Bahn.
00:14:33Aber in peacemagen, Deutsche Bahn ist nicht nur, sie sollten nicht nur stoppen und nehmen die Tanks.
00:14:39So, wir haben zu arbeiten durch diese Prozesse.
00:14:41Das ist sehr tedious, das ist nicht sexy.
00:14:43Die Oberpfalz-Kaserne im Osten Bayerns.
00:14:53Für die Soldaten geht es morgen nach Litauen, im Auftrag der NATO.
00:14:57Guten Morgen, Herr Grüß.
00:14:59Guten Morgen, Herr Aufholzer.
00:15:01Auf, dann lasst du euch eintreten.
00:15:03So, mein Herz.
00:15:05Noch einmal verladen und dann geht es nach Litauen.
00:15:08Im Prinzip Besatzungsanteilung ist klar.
00:15:10Die Panzer sollen mit dem Zug nach Litauen.
00:15:14Bereits der Weg zum Bahnhof muss bestens koordiniert sein.
00:15:18Die Strecke führt über die Autobahn.
00:15:21Das Zeitfenster für die Fahrt von der Kaserne zum Bahnhof ist eng und exakt vorgegeben.
00:15:27Alles muss vor dem Berufsverkehr passieren.
00:15:30Überall in Europa ist bei Brückenneubauten in den letzten Jahrzehnten des Friedens nicht mehr darauf geachtet worden, ob sie auch schweres Militärgerät tragen.
00:15:44Nur mit Abstand, einer nach dem anderen, kann der Fluss überquert werden.
00:15:49Jeder Einheit, die an die Ostflanke nach Litauen verlegt wird, nimmt ihre eigene Ausrüstung mit.
00:16:17So sollen Abläufe geübt und Handgriffe verinnerlicht werden.
00:16:25Ich kenne ja mein Fahrzeug. Ich weiß ja, was für einen Macken hat oder nicht für einen Macken hat.
00:16:34Und die Hill ist darauf ja auch programmiert dann, unsere Panzer, vielleicht noch Ersatzteile nachzuführen etc.
00:16:40Und die Panzer von der vorherigen Rotation gehört ja den anderen Kameraden.
00:16:46Das ist ja wie mit einem Privat-Kfz. Mein Auto nehme ich ja auch mit und tausche das dann nicht einfach aus.
00:16:51Das Ziel des J-Sex in Ulm ist es, eine Art militärisches Schengen zu erschaffen.
00:16:59So soll es in Zukunft möglich sein, 100.000 Mann in 10 Tagen zu verlegen.
00:17:06Aktuell braucht es für weniger als die Hälfte 15 Tage.
00:17:10Wir haben auch gerade in der Ukraine gesehen, dass ein Krieg, dieser Landkrieg, einfach unglaubliche Ressourcen verschlingt.
00:17:25Selbst alle Unterstützer für die Ukraine kämpfen ja wirklich damit, alleine genug Munition herzustellen,
00:17:32nachdem schon alle Lager aufgebraucht und durchforstet worden sind.
00:17:36Es gibt Berechnungen, wonach aktuell im Russland-Ukraine-Krieg 50.000 Schuss Artillerie-Munition pro Tag im Schnitt verschossen werden.
00:17:50Und das muss produziert sein, das muss vorhanden sein.
00:17:54Hier muss auch deutsche Munition in niederländisches Rohr passen.
00:18:00Die müssen irgendwo in Depots in Europa in einer sinnvollen Art und Weise verteilt sein,
00:18:08dass wir sie hoffentlich nie brauchen.
00:18:11Aber das ist ja Teil der glaubwürdigen Abschreckung.
00:18:16Das J-Sex in Ulm ist im Ernstfall auch dafür zuständig, für genügend Nachschub an Munition zu sorgen.
00:18:23General Sollfrank und sein internationales Team üben den Ernstfall vor allem mit Planspielen.
00:18:30Wie viel Equipment steht den Truppen wo zur Verfügung? Und wo fehlt etwas?
00:18:36Wie viel Treibstoff wird benötigt? Welche Straßen und Brücken sind befahrbar? Wo muss improvisiert werden?
00:18:42Wo lassen sich Waffendepots strategisch am klügsten anlegen?
00:18:46Hier, von Ulm aus, werden alle denkbaren Konfliktszenarien durchgespielt.
00:18:50Dabei ist das mit Abstand Wichtigste. Alles, was hier geplant wird, muss jederzeit machbar sein.
00:18:57Abschreckung wirkt nur, wenn unsere Pläne und unsere Vorbereitungen glaubwürdig sind.
00:19:03Also das heißt, dass das alles auch erfolgreich ist im Verteidigungsfall.
00:19:08Und nur dann kann ich das, was wir eigentlich alle verhindern wollen, nämlich einen Krieg verhindern, indem ich glaubwürdig abschrecke.
00:19:18Und das bedeutet, dass ich zum Beispiel diese Verlegung von großen Truppenkörpern eben noch in Frieden sein, also bevor der erste Schuss gefallen ist.
00:19:29Ich deutlich mache, Achtung, ihr seid nicht erfolgreich.
00:19:34Was die Soldaten in Bayern noch nicht wissen, die Ankunft in Litauen wird sich um Tage verzögern, obwohl bei der Verladung noch alles nach Plan verläuft.
00:19:43Wegen eines Bahnstreiks kommt der Zug erst einmal nur wenige Kilometer weit.
00:19:50Drei Tage später steht er immer noch in Bayern.
00:19:58Das NATO-Hauptquartier in Brüssel.
00:20:06Hier werden alle politischen Entscheidungen getroffen.
00:20:10Im Falle eines Angriffs auf ein NATO-Land wird hier entschieden, ob Artikel 5 ausgerufen wird.
00:20:16In dieser Konsultation müssten sich alle NATO-Mitgliedstaaten,
00:20:46darauf einigen, dass sie Artikel 5 offiziell akzeptieren, offiziell erwägen, sozusagen in Kraft setzen.
00:20:54Die Entscheidung, den Bündnisfall auszurufen, muss von allen Mitgliedern einstimmig getroffen werden.
00:21:01In Ländern wie Deutschland oder den USA müssen Militäreinsätze zusätzlich im Parlament beschlossen werden.
00:21:07You remember last year, there was a missile that landed inside Poland and killed two Poles.
00:21:14And if this was an automatic thing, somebody could have said,
00:21:19missile hits, it's a Russian missile, hits inside Poland, Artikel 5.
00:21:23Well, of course, the people involved and the process involved are mature enough to say,
00:21:29wait a minute, let's check and see what happened.
00:21:32In the beginning, that idea that Artikel 5 would compel other allies to fight to defend one ally,
00:21:41was the hope of the British and the French and the Canadians.
00:21:45That's what they wanted Artikel 5 to say.
00:21:47But the United States would not have that, because it took away the power of Congress to declare war.
00:21:53Das Problem, je mehr Länder, desto mehr eigene Interessen.
00:21:58Wenn nur ein Land seine Zustimmung verweigert, kann Artikel 5 nicht in Kraft treten.
00:22:23In der NATO gibt es die Möglichkeit der konstruktiven Enthaltung.
00:22:35So ist der Bündnisfall möglich, auch wenn nicht alle zustimmen.
00:22:39Erst eine Gegenstimme wird zum Problem.
00:22:41Und doch ist es der Grundgedanke der NATO.
00:23:06Gemeinschaft und Solidarität.
00:23:08In the 1950s and into the 60s, there was a real effort to try and connect the people of the NATO countries with each other.
00:23:20And so things like educational exchanges and study tours and professional associations
00:23:26were considered to be very important in building up that solidarity within the alliance.
00:23:31And so a lot of American officials spend a lot of time thinking about how to build those relationships,
00:23:38not just between leaders, but between people in that era.
00:23:41Und das fängt bei den verschiedenen ländertypischen Gewohnheiten an.
00:24:11Film-Dokumente aus den Gründungsjahren.
00:24:14Lehrfilme aus der vor-globalisierten Zeit, hergestellt im Auftrag der NATO-Presseabteilung.
00:24:21Es geht nicht um Manöver oder Waffen.
00:24:24Stattdessen werden die einzelnen Mitgliedsländer vorgestellt, mit ihren Traditionen und ihrer Kultur.
00:24:30Für die Öffentlichkeit sind die Filme nicht bestimmt.
00:24:33Sie werden den Soldaten gezeigt, bevor sie in einem der Mitgliedsländer stationiert werden,
00:24:37zur Vorbereitung auf den Einsatz.
00:24:41Wer sind die anderen?
00:24:44Was erwartet uns?
00:24:51Und ich denke, das ist faszinierend.
00:24:53Es gab auch deutsche Arbeiter, die Teil der NATO-Kommandstruktur waren,
00:24:57die gegen die Amerikaner in der Britannien in der Zweiten Weltkrieg waren.
00:25:01Diese Männer hatten sich gegen sich, in einigen Punkten gegen sich,
00:25:06und dann, um diese Zusammenarbeit zu bauen, während der Kulten war.
00:25:17NATO-Bases already existed in Federal-Germany,
00:25:20und an einem einem internationalen Jet-Pilot-School.
00:25:24Menschen von der UK, von Western-Germany,
00:25:28von den USA,
00:25:29und die Bundesrepublik Deutschland in die NATO aufgenommen.
00:25:43Gerade einmal zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs.
00:25:47Doch bei aller Gemeinschaft,
00:25:49die Angst, im Ernstfall von den Verbündeten doch im Stich gelassen zu werden,
00:25:53ist so alt wie die NATO selbst.
00:25:55This idea that maybe some of the Allies would just sit back in a war
00:26:02was constantly on the mind of leaders throughout the Cold War.
00:26:07Would the United States really defend Western Europe
00:26:12if in response the Soviet Union would fire nuclear missiles at the United States?
00:26:18Bereits in dem Jahr, in dem die Bundesrepublik Deutschland der NATO beitritt,
00:26:29gibt Kanzler Konrad Adenauer ein juristisches Gutachten in Auftrag.
00:26:34Die Frage?
00:26:36Wie verbindlich ist Artikel 5 wirklich?
00:26:40Die Einschätzung der Juristen?
00:26:41Sowohl die Frage, ob ein Angriff vorliegt,
00:26:46als auch die Frage,
00:26:47welcher Art und welchen Umfangs die Beistandsleistung sein soll,
00:26:51liegt im Ermessen der Vereinigten Staaten.
00:26:54Heißt im Umkehrschluss,
00:26:56auch jedes andere Land kann frei entscheiden.
00:27:00Wenn man den Artikel 5 auf den ersten Blick liest,
00:27:02denkt man, oh, ich greife einen NATO-Staat an
00:27:05und dann kommen alle anderen 31 dazu und hauen mir einen.
00:27:08Aber wenn man es wirklich im Detail liest,
00:27:11dann heißt es,
00:27:12alle versprechen,
00:27:13dass sie den Angriff auf einen NATO-Staat
00:27:15als einen Angriff auf sich begreifen.
00:27:19Und da steht nicht drin,
00:27:20dann schicke ich Panzer oder Flugzeuge,
00:27:22sondern ich kann sehr gut sagen,
00:27:24ja, ich begreife das als einen Angriff auf mich
00:27:26und mache gar nichts.
00:27:28Konrad Adenauer will sich nicht auf Artikel 5 verlassen
00:27:31und setzt auf eine andere Garantie.
00:27:34Die Stationierung US-amerikanischer Soldaten
00:27:37in der Bundesrepublik Deutschland.
00:27:40Sie sind für ihn die eigentliche Absicherung.
00:27:42Die USA-amerikanischer Soldaten
00:27:44und die USA-amerikanischer Soldaten
00:27:46One of the reasons it was so important
00:27:48to have American, British,
00:27:52and Canadian forces in Europe
00:27:54was that they served as something of a tripwire
00:27:58for Article 5
00:28:00or for the other Allies
00:28:02to come to the aid of Europeans
00:28:05or Germany,
00:28:06especially if the Federal Republic
00:28:08was attacked.
00:28:09It's a very important political signal
00:28:11because no American political leader
00:28:14is going to allow
00:28:15some American troops to get caught up
00:28:18in a war or a small conflict
00:28:20without the totality of US power coming
00:28:23to join that fight.
00:28:27Rukla in Litauen.
00:28:29Seit 2017 sind hier Soldaten
00:28:31aus verschiedenen Nationen stationiert
00:28:34im Rahmen der multinationalen Battlegroups der NATO.
00:28:39Nach der russischen Annexion der Krim 2014
00:28:42hat die NATO kleine, mobile Verbände,
00:28:45sogenannte Battlegroups, aufgestellt,
00:28:47die ihr dauerhaft unterstehen.
00:28:49Stationiert sind sie entlang der östlichen Grenze der NATO
00:28:52in Estland, Lettland, Litauen und Polen.
00:28:56Stärke?
00:28:571000 bis 2000 Mann pro Battlegroup.
00:29:00Seit dem Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine 2022
00:29:05sind weitere Battlegroups hinzugekommen.
00:29:08In der Slowakei, in Ungarn, Rumänien und Bulgarien.
00:29:14Deutschland ist verantwortlich für die Battlegroup in Litauen
00:29:17in unmittelbarer Nähe zur Sowalki-Lücke.
00:29:19So bezeichnet die NATO
00:29:21das nur rund 100 Kilometer lange Grenzstück
00:29:23zwischen Kaliningrad und Belarus.
00:29:25Hier hält die NATO einen russischen Überfall
00:29:28für am wahrscheinlichsten.
00:29:29Die Führung des deutschen Einsatzkontingents in Litauen
00:29:33liegt gerade bei Oberst Klaus-Peter Berger.
00:29:40Objektiv betrachtet sind die Kräfte Russlands
00:29:43oder auch Belarus nicht mehr in der Stärke hier verfügbar,
00:29:47wie es noch vor dem Ukraine-Krieg war.
00:29:49Viele Kräfte sind abgezogen und in die Ukraine eingesetzt.
00:29:52Von daher kann man objektiv sagen,
00:29:54dass wir derzeit keine akute Bedrohung haben und da nicht unterliegen.
00:30:01Die deutschen Soldaten aus der Kaserne in Bayern
00:30:04sind inzwischen angekommen.
00:30:06Mit dem Flugzeug.
00:30:08Nur von den Panzern fehlt noch jede Spur.
00:30:12Am Abend ist Fahnenappell mit Wimpelübergabe.
00:30:14Die deutsche Truppe wechselt.
00:30:17Für die einen geht es nach sechs Monaten nach Hause in die Heimat.
00:30:21Die anderen übernehmen deren wichtigste Aufgabe.
00:30:24Zeigen, im Ernstfall lässt die NATO Litauen nicht im Stich.
00:30:28So, wenn Lithuania ist,
00:30:39ist es nicht nur Lithuania,
00:30:42sondern es sind unsere Soldaten, die dort arbeiten.
00:30:45Und deshalb ist es vielleicht nicht von Menschen
00:30:48als Dutch Soil und Dutch oder German Soil,
00:30:54sondern es sind unsere Soldaten, die dort arbeiten und werden.
00:30:56Es ist das gleiche Prinzip,
00:31:00das auch Konrad Adenauer so wichtig war.
00:31:02Nicht der berühmte Artikel 5,
00:31:04sondern international zusammengesetzte Verbände
00:31:07garantieren die Sicherheit.
00:31:10Hier sind die Streitkräfte der Bundeswehr
00:31:12im Rahmen der NATO einsatzbereit,
00:31:15aber auch auf der anderen Seite,
00:31:17um der litauischen Bevölkerung zu zeigen,
00:31:19Achtung, wir sind hier,
00:31:20wir stehen an eurer Seite, Schulter an Schulter.
00:31:23Wir dürfen ja nicht vergessen,
00:31:24es waren ja nicht nur die Amerikaner,
00:31:26sondern mehrere alliierte Staaten,
00:31:28die seinerzeit zum Kalten Krieg hin
00:31:31für unsere Sicherheit Sorge getragen haben.
00:31:35Und das, was wir jetzt machen,
00:31:37ist so ein bisschen Payback.
00:31:39Das, was wir an Sicherheit, an Schutz
00:31:41früher erfahren haben,
00:31:42geben wir jetzt mit zurück,
00:31:45um hier an der NATO-Ostflanke
00:31:47den Kameraden hier in Litauen
00:31:49oder auch in den weiteren bayerischen Staaten
00:31:51beim Schutz an der NATO-Ostflanke
00:31:54Unterstützung zu gewährleisten.
00:31:59Populär ist die Verteidigungspolitik der NATO selten.
00:32:06In Großbritannien beträgt die Zustimmung zur NATO
00:32:09kurz vor dem Ukraine-Krieg noch 59 Prozent,
00:32:13in Deutschland nur noch 54 Prozent
00:32:15und in Frankreich sogar nur 39 Prozent.
00:32:18Noch dramatischer sind die Umfrageergebnisse
00:32:20in Bezug auf die Beistandsverpflichtung
00:32:22nach Artikel 5.
00:32:24Vor dem Ukraine-Krieg
00:32:25sind nur 32 Prozent der Franzosen dafür,
00:32:28dem NATO-Mitglied Rumänien
00:32:29im Falle eines russischen Angriffs
00:32:31militärische Unterstützung zu leisten.
00:32:32Und lediglich 14 Prozent der Deutschen
00:32:35geben an, dem NATO-Mitglied Türkei
00:32:37im Falle eines russischen Angriffs
00:32:39beistehen zu wollen.
00:32:47Zur Wahrheit gehört aber auch,
00:32:50die Zustimmung zur NATO
00:32:51unterliegt immer Schwankungen,
00:32:54auch zur Zeit des Kalten Kriegs.
00:32:57In der Bundesrepublik Deutschland zum Beispiel
00:33:00gibt es in den 1980er Jahren
00:33:02eine große Friedensbewegung,
00:33:04die bei den anderen NATO-Ländern
00:33:05die Frage aufkommen lässt,
00:33:07wie zuverlässig sind die Deutschen
00:33:09als Verbündete.
00:33:11Die Mitglieder, die die NATO-Mitglied haben,
00:33:14und die Mitglieder, die die NATO-Mitglied haben,
00:33:16sprechen oft vor der Klappen
00:33:18über Deutschland.
00:33:20Und sie haben Angst,
00:33:21was Deutschland in der Welt tun wird.
00:33:24Und das nimmt ein von zwei Reisen.
00:33:27Ein Argument,
00:33:28früher in der Kälte Krieg,
00:33:30ist der Angst,
00:33:31dass Deutschland
00:33:32und sich in der EU
00:33:34als eine
00:33:34Einheit,
00:33:36in der EU-Mitglieden,
00:33:36in der EU-Mitglieden,
00:33:37und dass es
00:33:39wird eine
00:33:40Rückkehr
00:33:41in der ersten
00:33:4120th century.
00:33:43Und das motiviert
00:33:43viele Angst,
00:33:44in den 1950s,
00:33:46und 1960s.
00:33:47Und dann,
00:33:48da ist ein
00:33:48From the 1960s on, there is a fear and a worry that perhaps Germans no longer wish to be powerful at all.
00:33:57This is a period when there are major demonstrations in Germany against nuclear weapons,
00:34:03against NATO, against United States forces in Germany.
00:34:06Eine Stimmung, die bis heute bei Teilen der Bevölkerung anhält.
00:34:16Ich glaube, dass sich sehr, sehr viele Menschen in Deutschland in dieser geistigen, politischen, wirtschaftlichen Komfortzone sehr, sehr wohl gefühlt haben.
00:34:25So nach dem Motto, was auch immer Russland in Syrien macht oder in Georgien oder in der Ukraine, das ist zwar nicht nett, aber das hat mit uns nichts zu tun.
00:34:36Fehlende Solidarität und keine gemeinsame Vision.
00:34:39Braindead, Hirntod, nennt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die NATO ausgerechnet zum 70. Jubiläum der Allianz 2019.
00:34:55Frankreichs Problem mit der NATO war immer, sie wollen mehr von der NATO, nicht sie wollen weniger.
00:35:00Und genauso muss man auch Macrons Kommentar verstehen.
00:35:02Frankreich war immer einer der Alliierten, der gesagt hat, wir müssen alle mehr machen, als wir bisher tun.
00:35:07Macrons Kritik? Es gebe überhaupt keine gemeinsame Strategie innerhalb der NATO.
00:35:13Also in Deutschland gab es ganz lang so eine Scheuklappenhaltung zu allem, was Konflikt betrifft.
00:35:20Und ich glaube, das war der Weckruf von Macron. Also es geht nicht nur darum, wie viel Geld man ausgibt oder wie viel Soldat man hat, sondern auch, kann man sich überhaupt vorstellen, dass es zum schlimmsten Fall kommt.
00:35:31Weil wenn man das noch nicht mal tut, dann ist man wirklich nackt, wenn es dazu kommt.
00:35:34In Litauen kommen die Panzer an. Zwei Tage später als geplant.
00:35:40Bevor sie endgültig ihre Kaserne in Litauen erreichen, steht noch eine weitere Hürde an.
00:35:46Wenige Kilometer vor dem Ziel müssen die Panzer noch einmal auf einen anderen Zug umgeladen werden.
00:35:52Die Gleise zwischen West und Ost haben unterschiedliche Spurgrößen, sind nicht kompatibel.
00:36:10Im Verteidigungsfall wären die Züge pünktlich hier gewesen.
00:36:13Dann hätte der Bahnstreik so nicht durchgeführt werden.
00:36:15Dann hätte die Deutsche Bahn dafür gesorgt, dass die Panzer hier rechtzeitig angekommen wären.
00:36:19Erst am nächsten Morgen geht es für die Panzer an ihren Standort für die nächsten sechs Monate.
00:36:34Die letzten Kilometer über die Landstraßen.
00:36:37In der Region sollen bald deutsche Kindergärten, Schulen, Supermärkte entstehen.
00:36:41Alles für die neue deutsche Brigade, die ab 2027 dauerhaft in Litauen stationiert sein soll.
00:36:485000 Soldaten samt Familien.
00:36:51Sie sind Teil der Verteidigungsstrategie der NATO, sollte Russland versuchen,
00:36:55nach der Ukraine weitere Länder der ehemaligen Sowjetunion anzugreifen.
00:37:03Besonders in den baltischen Staaten besteht diese Sorge.
00:37:07Anders als in der Ukraine wäre es hier ein direkter Angriff auf NATO-Gebiet.
00:37:13Konflikte zwischen Russland und der NATO gibt es auch auf anderer Ebene.
00:37:26Die sogenannten Vulkan-Files decken 2023 Hacker-Zentren im Auftrag der russischen Regierung auf.
00:37:34Die Enthüllungen zeigen, Russland versucht im Internet, den Westen zu destabilisieren.
00:37:41Eine Antwort der NATO auf diese neue Bedrohung findet sich hier, in Tallinn, Estland, ganz nah an der Grenze zu Russland.
00:37:49Hier befindet sich das Cooperative Cyber-Defense Center of Excellence, kurz CCDCOE.
00:37:56So, NATO in general has acknowledged the significance and importance of cyber attacks and declared in 2021,
00:38:08that in certain cases so cumulative effects of cyber attacks against the NATO nations can trigger NATO Article 5,
00:38:18that means collective defense and response might not be limited to cyberspace only.
00:38:25Hier treffen sich regelmäßig die besten Cyberprofis des Bündnisses, um den Ernstfall zu proben.
00:38:32Bei der jährlichen Übung Locked Shields geht es darum, ein fiktives Land bei einem Cyberangriff zu verteidigen.
00:38:39So, it can be called like the World Championship or Olympics of Cyber defenders every year.
00:38:49And the purpose of it is to have this multinational environment where the most complex and advanced simulated environment is used,
00:39:02like in real case, when a nation is under a cyber attack.
00:39:06Im Dezember 2023 findet die jährliche Übung Crossed Swords statt.
00:39:13Das Ziel? Mittels Gegenangriff auf eine Bedrohung reagieren.
00:39:18Dafür müssen die Teilnehmer ein Stromkraftwerk lahmlegen,
00:39:24Überwachungskameras hacken
00:39:27und ein Eisenbahnnetz blockieren.
00:39:31Für jeden gehackten Server gibt es Punkte. Am Ende steht ein Gewinner fest.
00:39:38Während der Simulation, an der auch ukrainische Spezialisten teilnehmen,
00:39:43liegen nur etwas über 1000 Kilometer südlich russische Hacker das Telefon- und Mobilfunknetz der Ukraine tatsächlich über mehrere Tage hinweg lahm.
00:39:52Mit dem Ende der Sowjetunion befreien sich die osteuropäischen Länder aus dem Ostblock und treten schrittweise der NATO bei.
00:40:001999 werden Polen, Tschechien und Ungarn in das Bündnis aufgenommen.
00:40:05Fünf Jahre später folgen Estland, Lettland, Litauen, Bulgarien, Rumänien, Slowakei und Slowenien.
00:40:112009 kommen Albanien und Kroatien dazu, 2017 Montenegro.
00:40:182020 ist Nordmazedonien das letzte Land, das der NATO vor dem Ukraine-Krieg beitragen hat.
00:40:25Warum ist es, dass so viele Nationen, die former soviet republics,
00:40:31wie Estonia, Latvia, und Lithuania,
00:40:35oder former members of the Warsaw Pact, wie Poland,
00:40:39warum sie sich in der NATO zu joinen, als sie möglichst können?
00:40:44Warum wollen Ukraine jetzt?
00:40:47Es ist, dass sie wissen, was es ist,
00:40:49zu sein, dass das russische Kontrolle ist.
00:40:51Sie sagen, dass wir nach dem NATO-Russischen Kontrollen,
00:40:56dass wir eine Form von Aggression haben,
00:41:00dass wir eine Form von Russland schreiten.
00:41:03Ich kann sagen, weil ich da in der George H. W. Bush Administration,
00:41:07wenn die Warsaw Pact collapsed und dann,
00:41:10wenn die Sowjetunion disintegriert,
00:41:13Central- und Eastern-European countries
00:41:15waren auf NATO's door,
00:41:17asking admission.
00:41:18Sie wurden seit dem Ende der World War II dominiert.
00:41:22Sie wollten frei sein,
00:41:25und sie wollten mit dem, was sie sahen,
00:41:28als gleich-mindeden Ländern im Westen.
00:41:30Wir haben keine Rekrutierung gemacht,
00:41:32um die NATO-Memberschaft zu erzeugen.
00:41:34Alle Länder, die zusammengekommen,
00:41:36haben sich den Prozess selbst öffnet.
00:41:37Für Putin ist diese Erweiterung der NATO nach Osten eine Bedrohung
00:41:44und ein Verstoß gegen ein vermeintliches Versprechen.
00:41:47Ein Vertrauensbruch, der in Putins Augen den Angriff Russlands
00:41:51auf ein anderes Land rechtfertige,
00:41:53wie er bei seiner Ansprache an die Nation drei Tage vor dem Einmarsch
00:41:56der russischen Truppen in die Ukraine klarstellt.
00:41:59In Kyiv haben sie vorhin eine Strategische Kurs zu erzeugen in die NATO-Marsch
00:42:04Yes, of course, every country has the right to choose the own system of security, to choose the Soviet Union.
00:42:12In other words, the choice of the choice of security is not supposed to create a threat for other countries.
00:42:18In addition to Ukraine, it is a direct threat of security of Russia.
00:42:23Well, there are no threats for Russia.
00:42:26Again, I would like to believe in a word.
00:42:29But the real value of these words we know well.
00:42:33In 1990, when the question was discussed about the reunification of Germany,
00:42:38the Soviet government from the side of the United States was promised,
00:42:41that there is no spread of jurisdiction or the military presence of the NATO,
00:42:47any one in the north direction.
00:42:50And that the reunification of Germany will not bring to the military organization of the NATO to the north.
00:42:57This is a quote.
00:42:58Not one centimeter nach Osten.
00:43:00Das soll das viel zitierte Versprechen sein, das die NATO Russland gegeben hat.
00:43:10Hat der Westen Russland betrogen?
00:43:14Sie beschäftigt sich fast ihr ganzes wissenschaftliches Leben mit dieser Frage.
00:43:18Mary E. Surratt, Historikerin.
00:43:21Mehr als 100 Interviews hat sie geführt, unzählige Mitschriften, Briefe und Dokumente gesichtet
00:43:26und am Ende eine eindeutige Antwort gefunden.
00:43:30What I would really like would be if the Russians would lay down their weapons and go home.
00:43:33I can't make that happen.
00:43:35But in a certain sense, Putin is trying to use history as a weapon to justify what he's doing.
00:43:41And I am a historian.
00:43:43And so in my own little way, it's very minor compared to what the Ukrainians are doing,
00:43:47but in my own little way I can perhaps take that weapon away from him
00:43:51by showing in a serious, reproducible, scholarly way the true narrative, the actual narrative of what happened.
00:43:59Und diese Geschichte beginnt kurz nach dem Mauerfall.
00:44:03Deutschland steht vor der Wiedervereinigung.
00:44:06Es gibt nur eine Hürde.
00:44:08Deutschland hatte nach dem Zweiten Weltkrieg bedingungslos kapituliert.
00:44:13So the four victor-powers, the US, France, Britain and the Soviet Union,
00:44:17still had undisputed legal rights over divided Germany and particularly over divided Berlin.
00:44:24So in order for Germany to unify, all four had to give those powers up.
00:44:33Die Frage der drei westlichen Siegermächte?
00:44:36Was würde der letzte sowjetische Staatschef, Mikhail Gorbatschow,
00:44:42als Gegenleistung für die Wiedervereinigung Deutschlands verlangen?
00:44:51The former west-german foreign minister Hans-Dietrich Genscher
00:44:56was certain that Gorbatschow would want the security of knowing, in Genscher's words,
00:45:04that neither Poland nor Hungary is going to join NATO.
00:45:07So Genscher thought that was reasonable and felt strongly that the western allies,
00:45:13so America, Britain, France and West Germany, should offer that to Gorbatschow.
00:45:17Genscher erzählt dem US-amerikanischen Außenminister James Baker
00:45:20von seinem Vorschlag, der die Idee ebenfalls nachvollziehbar findet.
00:45:24Am 9. Februar 1990 besucht James Baker Gorbatschow im Kreml.
00:45:29Nach dem Gespräch fliegt James Baker zurück in die USA,
00:45:47um seinem Chef und guten Freund, Präsident George H. W. Bush, davon zu berichten.
00:45:53Der ist von dem Vorschlag aber alles andere als begeistert.
00:45:59Bush says, Jim, I'm disappointed in you.
00:46:02I don't think we should negotiate about the future of NATO.
00:46:05I think NATO just won the Cold War.
00:46:07I think NATO is great just the way it is.
00:46:09So we're not going to do that.
00:46:12And you need to let people know.
00:46:14So one of my more interesting discoveries
00:46:16was a letter that Baker then wrote to the West German Foreign Ministry
00:46:20at the end of February, saying,
00:46:22I'm sorry, I shouldn't have said that.
00:46:23I've caused confusion.
00:46:25We need to stop talking about this.
00:46:27And after that, this offer disappears
00:46:30from the American negotiating position.
00:46:32Zwei Wochen später lädt der Präsident Bundeskanzler Kohl
00:46:36und seine Frau in die USA nach Camp David ein,
00:46:39den Landsitz des amerikanischen Präsidenten.
00:46:43Bush said to Kohl pretty much the same thing
00:46:50that he'd said to James Baker.
00:46:52We're not going to negotiate over the future of NATO.
00:46:55To hell with that.
00:46:57That's a direct quote.
00:46:58To hell with that.
00:46:59And Kohl responded, OK,
00:47:01but Gorbachev is going to want something
00:47:03in exchange for his bargaining chips.
00:47:05And Kohl thought about it and said,
00:47:08perhaps it will be a question of money.
00:47:10And Bush responded, you have deep pockets.
00:47:13And the later defense minister, Bob Gates,
00:47:17who was basically taking notes around this time,
00:47:21Bob Gates later wrote in his memoirs,
00:47:23at that moment the strategy became clear,
00:47:26we were going to bribe the Soviets out.
00:47:29But with money, not with promises about NATO enlargement.
00:47:33Die 2 plus 4 Verhandlungen ziehen sich
00:47:36bis zum 12. September 1990.
00:47:39Dann steht der Wiedervereinigung Deutschlands
00:47:41nichts mehr im Weg.
00:47:43Keinen Zentimeter nach Osten steht in keinem Vertrag.
00:47:48Für uns Deutsche ist es ein bewegender Tag.
00:47:51Wir wollen, dass die Vereinigung der Deutschen
00:47:54zu einem Beitrag wird für die Stabilität in ganz Europa.
00:48:00This was not amateur hour.
00:48:03These were professionals negotiating.
00:48:05This was the A-team, as we say in America.
00:48:08And at the end, what actually was in the contract
00:48:12explicitly allows NATO to enlarge across
00:48:15the former Cold War front line.
00:48:17That I believe is what is most important.
00:48:20And the Soviet Union not only signed that accord,
00:48:24not only ratified it,
00:48:26but also cashed the associated check
00:48:28for billions of Deutschmarks.
00:48:30That Putin doesn't mention.
00:48:32So what Putin does is he mentions
00:48:34the early phase of negotiations
00:48:36where that was a possibility,
00:48:38but then he ignores what actually happened at the end.
00:48:41Nur wenige Monate später zerfällt die Sowjetunion.
00:48:46Der Warschauer Pakt wird offiziell aufgelöst.
00:48:49Die sowjetische Fahne über dem Kreml eingeholt.
00:48:52Die NATO, der Westen, hat gesiegt.
00:48:56Und plötzlich stellt sich die Frage,
00:48:58wie soll es mit der NATO weitergehen?
00:49:01So there are a number of reasons for keeping a NATO in place.
00:49:04One is the idea that geopolitical realities
00:49:10had not evaporated just because the Cold War ended.
00:49:13There was no guarantee that the Soviet Union
00:49:16or later Russia were going to be a peaceful state.
00:49:20Nach 1990 gab es diese Idee der Friedensdividende.
00:49:23Also alle Staaten in Europa, im Westen,
00:49:26aber auch die Sowjetunion, also Russland,
00:49:28die ehemalige Sowjetunion haben runtergerüstet.
00:49:31Die Idee war, wenn wir alle weniger Waffen haben,
00:49:34dann signalisieren wir uns,
00:49:36wir wollen keinen Konflikt.
00:49:38Und tatsächlich scheint diese Idee zumindest in den ersten Jahren
00:49:41aufzugehen.
00:49:42Russland und der Westen nähern sich an.
00:49:441997 unterzeichnen Russlands Präsident Jelzin
00:49:48und die Regierungschefs der NATO-Länder
00:49:50die sogenannte NATO-Russland-Grundakte.
00:49:53Wolfgang Ischinger war als Diplomat
00:49:55bei den Verhandlungen der Grundakte dabei.
00:49:58Die Beziehungen waren damals in dieser ersten Hälfte
00:50:01der 90er keineswegs konfrontativ feindselig,
00:50:04sondern Russland brauchte die Zusammenarbeit
00:50:08mit dem Westen.
00:50:09Russland wurde dann ja im weiteren Fall
00:50:11auch in die G7 aufgenommen.
00:50:13Plötzlich waren wir G8.
00:50:15In der NATO-Russland-Grundakte heißt es wörtlich,
00:50:18die NATO und Russland betrachten einander
00:50:21nicht als Gegner.
00:50:22In der Grundakte macht der Westen Russland
00:50:40Zugeständnisse.
00:50:41Wir haben akzeptiert, dass auf dem Gebiet
00:50:48künftiger östlicher NATO-Mitgliedstaaten
00:50:52keine nuklearen Waffen disloziert werden würden.
00:50:57Punkt.
00:50:58Zwar ohne Wenn und Aber.
00:51:00Wir haben des Weiteren akzeptiert,
00:51:04dass eine Stationierung von Truppen von NATO-Mitgliedstaaten
00:51:10in diesen Staaten nur in einem sehr beschränkten Umfang
00:51:12würde stattfinden dürfen.
00:51:17Eine Vereinbarung, an die sich die NATO gehalten hat,
00:51:20sagt auch Andrey Kortunov,
00:51:23der wissenschaftliche Leiter des Russian International
00:51:26Affairs Council in Moskau.
00:51:27Ich glaube, dass zwischen 2014 und 2022 Jahren
00:51:41die Säuertlantische Allianz
00:51:43eine bestimmte Gefängnis in dem,
00:51:46dass es um die neue Kontingenten
00:51:49armed forces and heavy weapons on their western flank.
00:51:56This was done, according to the extent, to avoid
00:52:02the violation of the position of the act of Russia and NATO,
00:52:09which does not allow the country to
00:52:15establish significant contingents of weapons on the line of contact.
00:52:20On the other hand, Russia makes different things.
00:52:24We have to believe that there are at least nuclear-fähige
00:52:28rocket systems in Kaliningrad, with very short
00:52:33expectations, when we sit here in Berlin.
00:52:36Also, there is a lot of happening.
00:52:38We have not done anything in this area,
00:52:41in this area.
00:52:42It was not before the Wiedervereinigung,
00:52:44also in the Zeit des Geheimen Krieges, existiert.
00:52:48Even as 1999 Putin came to power,
00:52:51is the relationship between Russia and NATO
00:52:54friedlich.
00:52:55The old Feind seems to be a friend of mine.
00:52:58But there is a new Feind on the field,
00:53:02the Terrorism.
00:53:04Bisher wurde Artikel 5,
00:53:08der Bündnisfall,
00:53:09nur einmal ausgerufen,
00:53:10bei den Anschlägen des 11. September 2001.
00:53:15Today, our fellow citizens, our way of life,
00:53:19our very freedom came under attack in a series of deliberate and deadly terrorist acts.
00:53:26The pictures of airplanes flying into buildings,
00:53:30fires burning, huge structures collapsing,
00:53:34have filled us with disbelief.
00:53:39Stephanie Babst ist als Sicherheitsberaterin der NATO,
00:53:43damals im Brüsseler NATO-Hauptquartier, hautnah dabei.
00:53:47Es gab damals die Vorstellung in den Stunden während der Angriffe,
00:53:57aber auch danach,
00:53:58dass man erst einmal mit weiteren Angriffen rechnen musste.
00:54:01Und man wusste nicht wo.
00:54:04Ich erinnere mich sehr gut daran,
00:54:06dass wir als Mitarbeiter des NATO-Hauptquartiers
00:54:08auch kein gutes Gefühl hatten,
00:54:10weil wir glaubten, wir wären ebenfalls Target.
00:54:13Innerhalb kürzester Zeit wird ein Treffen des North Atlantic Council einberufen.
00:54:21Den Anfang machte damals der amerikanische Botschafter
00:54:24und stellte noch mal das dar, was vor unser aller Augen geschehen war.
00:54:30Er versuchte darzustellen,
00:54:32wie die Regierung sich da in diesen wenigen Stunden
00:54:37nach dem Angriff einen Reim drauf gemacht hatte,
00:54:40was sie wusste, was sie geheimdienstlich wusste.
00:54:44Und dann sagte der Generalsekretär George Robertson,
00:54:49es gibt hier sozusagen einen Konsens innerhalb der Verbündeten,
00:54:54dass wir uns solidarisch auf die Seite Amerikas stellen,
00:54:59des betroffenen Landes,
00:55:01und dass das unter Artikel 5 des Washington-Vertrages geschieht.
00:55:06Insofern war das Risiko, Artikel 5 auszurufen,
00:55:27ein durchaus sehr erhebliches.
00:55:29Weil keiner wusste, wie die Lage in einer Woche aussehen würde
00:55:34und ob die Amerikaner sagen würden,
00:55:36wir wollen jetzt eure unmittelbare militärische Unterstützung.
00:55:40Das konnte an diesem Tag 48 Stunden nach den Anschlägen niemand sagen.
00:55:47Als Reaktion auf die Anschläge ruft George W. Bush 2001 den Krieg gegen den Terror aus.
00:55:56Am darauf folgenden Afghanistan-Krieg beteiligen sich 70 Nationen,
00:56:01darunter alle NATO-Länder, aber auch Russland.
00:56:05Wenige Tage nach den Anschlägen spricht Putin im Deutschen Bundestag.
00:56:09Putin war einer der Allerersten, der nach 9-11 Hilfsbereitschaft, Anteilnahme zum Ausdruck brachte,
00:56:20dass damals waren die Beziehungen noch stabil.
00:56:23Wenn wir aber, geehrte Damen und Herren, angefangen haben, von der Sicherheit zu sprechen,
00:56:29müssen wir uns zuerst klarmachen, von wem wir uns schützen müssen und wie.
00:56:35In diesem Zusammenhang kann ich die Katastrophe, die am 11. September in den Vereinigten Staaten geschehen ist,
00:56:42nicht unerwähnt lassen.
00:56:44Menschen in der ganzen Welt fragen sich, wie es dazu kommen konnte und wer daran schuldig ist.
00:56:51Ich finde, dass wir alle daran schuldig sind, vor allem wir, die Politiker.
00:56:57Wir leben weiterhin im alten Wertesystem.
00:57:01Wir sprechen von einer Partnerschaft.
00:57:04Nur in Wirklichkeit haben wir immer noch nicht gelernt, einander zu vertrauen.
00:57:13Putin unterstützt die NATO in Afghanistan im Kampf gegen Al-Qaida.
00:57:19Ein Teil der NATO-Logistik wird über Russland abgewickelt.
00:57:24Sogar eine NATO-Mitgliedschaft Russlands wird zu dieser Zeit von Putin in Betracht gezogen.
00:57:30Russland und die NATO-Staaten profitieren wirtschaftlich und politisch von der Zusammenarbeit.
00:57:42Was passiert dann bei der NATO-Logistik?
00:57:44In der NATO-Logistik in der NATO-Logistik war die Aufwärterung der NATO-Logistik,
00:57:45die NATO-Logistik in der NATO-Logistik in der NATO-Logistik.
00:57:47And in some areas, especially if we talk about the period of the beginning of the century,
00:57:52this work became more than productive.
00:57:58Well, probably a more obvious example of this cooperation is the transition opportunities,
00:58:05which Russia gave to the Atlantic Atlantic after the beginning of the war on the territory of Afghanistan.
00:58:15This is a so-called north transport corridor, which worked for several years and was actually effective.
00:58:25Since 2002, Russia and the NATO are meeting regularly in the NATO-Russland-Rat.
00:58:32The tone?
00:58:33It's relaxed.
00:58:34It's very optimistic.
00:58:36So I propose to be able to name the state's office in the House of the Soviet Union.
00:58:44I think that's a good idea.
00:58:46The slippery slope, the upward movement, it started, if not before it started,
00:59:03at least with the American decision of the Iraq intervention.
00:59:08Because in Moskau there was the feeling of, oh, now is a rote line überschritten.
00:59:13And if the Americans in this form, and also, as it was said, with false information,
00:59:19so a Krieg with zigtausenden Panzers and soldiers, where should that end?
00:59:27It's the beginning from the end of the good relations between Russia and the West.
00:59:32Russia, like China and France, is the UN-Sicherheits-Rat against the invasion of Iraq.
00:59:39The USA begin the Krieg trotzdem, without UN-Mandat.
00:59:44Vier Jahre, nachdem die USA mit einer Koalition der Willigen in den Irak einmarschiert sind,
00:59:49spricht Putin 2007 auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
00:59:54Nicht mehr auf Deutsch oder Englisch, sondern auf Russisch.
00:59:59Er nutzt die Bühne für eine Generalabrechnung mit der Politik der USA und ihren Verbündeten.
01:00:04The format of the conference gives me the opportunity to avoid the лишнего politesse
01:00:11and the need to speak with the open, pleasant, but empty diplomatic standards.
01:00:23For the West, the fact that the support of the contacts between Moscow and Brussels
01:00:32very often interpreted as a kind of an advantage that Russia has received from NATO.
01:00:41The NATO's Office воспринимался почти exclusively as a mechanism of the exchange of information.
01:00:47A mechanism that had no serious functions in the field of the decision.
01:00:55And of course, these two approaches should be faced with the situation.
01:01:01We see a lot of the principles of international law.
01:01:07More than that, separate norms,
01:01:10and in fact, almost all the system of the law of one state,
01:01:14first of all, of the United States,
01:01:18has crossed its national borders
01:01:20and, in fact, in all the areas, in economic, in politics, in the humanitarian sphere,
01:01:26is revising other countries.
01:01:27But who would like this?
01:01:29Who would like this?
01:01:32Da haben wir wahrscheinlich falsch reagiert.
01:01:35Man reagierte im Prinzip so,
01:01:38ach ja, der muss sich mal abreagieren.
01:01:41Der muss mal ein bisschen Tampf ablassen.
01:01:43Und morgen früh machen wir Business as usual.
01:01:48Das stellte sich als eine Fehleinschätzung heraus,
01:01:52wie wir dann spätestens 2008 erleben mussten,
01:01:55als Russland auf die georgischen Aufwallungen
01:01:58with massive military power.
01:02:01And from there, it went really up.
01:02:072014, the Russian troops were occupied by the Krim.
01:02:10They were in the east of the country with weapons,
01:02:14logistics and irregular troops.
01:02:18It's officially about the Russian language and culture.
01:02:23In Wirklichkeit wohl auch darum,
01:02:26den NATO-Beitritt der Ukraine zu verhindern.
01:02:29Immerhin darf kein Land, das sich in einem Konflikt befindet,
01:02:32dem Bündnis beitreten.
01:02:422022 folgt der Angriff Russlands auf das ganze Land.
01:02:53Eine Woche zuvor hatte Russlands Außenminister
01:02:58das faktische Ende des NATO-Russlandrats erklärt.
01:03:05They want to go back to the borders of 1997.
01:03:08They sent a concept treated text to NATO in December 2021.
01:03:12And that means that basically all the members
01:03:16that since 1997 have become a member of NATO
01:03:19would sort of become a second class member.
01:03:23Of course, that is unacceptable.
01:03:27Putin möchte weniger NATO, doch er bekommt mehr NATO.
01:03:312023 tritt Finnland dem Bündnis bei.
01:03:35Schweden will dem Bündnis 2022 ebenfalls beitreten,
01:03:39darf aber zunächst nicht.
01:03:4020 Monate lang blockiert der türkische Präsident Recep Erdogan
01:03:45die Aufnahme Schwedens in die NATO.
01:03:49Ungarn sogar noch länger.
01:03:52Alle NATO-Mitglieder haben ein Veto-Recht,
01:03:55z.B. wenn es um neue Mitgliedsstaaten geht.
01:03:59Also die Schweden haben sich jetzt wirklich
01:04:00seit über einem Jahr vorbereitet.
01:04:02Sie haben eine unglaublich wichtige in ihrer Geschichte
01:04:05gerade zur historischen Entscheidung getroffen.
01:04:07Sie mussten das durch das Parlament bringen.
01:04:10Das war eine schwierige politische,
01:04:11innenpolitische Geschichte für sie.
01:04:14Und dann stehen sie vor der Tür
01:04:15und sind von zwei Leuten quasi abhängig.
01:04:17Also von Herrn Orban und von Herrn Erdogan.
01:04:20Und dürfen da, quote unquote, weiter irgendwie rumbetteln.
01:04:23Die Begründung Erdogans, Schweden unternehme im eigenen Land
01:04:28zu wenig gegen Gruppierungen im Umfeld der in der Türkei verbotenen
01:04:32Arbeiterpartei Kurdistans, kurz PKK.
01:04:35Mein ehemaliger Boss, der NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg,
01:04:44ist wie oft nach Ankara gepilgert,
01:04:46jetzt mit Blick auf die Erweiterung von Finnland und Schweden,
01:04:49um Herrn Erdogan zu überzeugen.
01:04:52Also man arbeitet mit Appellen, mit, ihr müsst doch,
01:04:56mit Überzeugungsarbeit.
01:04:59Und ein Stück weit auch mit Deals.
01:05:01Erdogan benutzt die NATO gezielt, um Geschäfte zu machen,
01:05:05sagt der Sozialwissenschaftler Yazar Aydin.
01:05:08Er beobachtet im Auftrag der Stiftung Wissenschaft und Politik
01:05:11seit Jahren die Außenpolitik der Türkei.
01:05:17Aber das hat auch einen taktischen Grund.
01:05:20Türkei möchte auch von den USA mehr Vorteile erpressen,
01:05:27wenn man das so sagen darf.
01:05:29Es geht um den Erwerb von F-16-Kampfjets zum Beispiel.
01:05:34Türkei möchte es nicht einfach machen.
01:05:36Das Land verhandelt.
01:05:39Und doch kommt wieder die Frage auf,
01:05:41die die NATO seit ihrer Gründung beschäftigt.
01:05:44Wie geschlossen ist die Allianz im Ernstfall?
01:05:47Einer Umfrage zufolge sehen 72% der Türken
01:05:51den NATO-Partner USA mittlerweile als größte Gefahr an.
01:05:54Die NATO kommt nur noch auf eine Zustimmung von 23%.
01:05:59Dagegen setzt Erdogan seit Jahren auf ein freundschaftliches Verhältnis zu Russland.
01:06:08Während der Westen Sanktionen verhängt, betreiben beide Länder weiter Regenhandel.
01:06:122023, noch nach dem Überfall auf die Ukraine, sagt Erdogan, er sehe Russland als ebenso vertrauenswürdig an wie den Westen.
01:06:21Das Verhältnis zwischen Türkei und Russland ist geprägt einerseits durch Kooperation, andererseits durch Konflikt.
01:06:30Türkei trägt die Russland-Sanktionen nicht bei.
01:06:35Türkei führt Gespräche mit Russland, was auch sehr wichtig ist.
01:06:40Aber auf der anderen Seite hat die Türkei die Annexion von Krim zum Beispiel nicht anerkannt.
01:06:46Türkei hat und unterstützt weiterhin die Ukraine.
01:06:49Russland hat sein strategisches partnerschaftliches Verhältnis zu den Türken vor etlichen Jahren bereits begonnen zu intensivieren.
01:06:58Es gibt zwischen diesen beiden Staaten eine enge energiepolitische und wirtschaftliche Abstimmung.
01:07:04Es gibt einen engen militärischen Austausch. Es gibt einen geheimdienstlichen Austausch.
01:07:10Das alles ist nicht gut für die Allianz.
01:07:14Ich habe nirgendwo gehört, dass auch nur eine Nation, eine Hauptstadt,
01:07:19ernsthaft anfängt nachzudenken, der Türkei beispielsweise mit Austritt zu drohen.
01:07:24Also, dass man versucht, selber Hebel zu finden, um der Türkei zu signalisieren,
01:07:31eine Mitgliedschaft in der NATO ist nicht in Stein gemeißelt.
01:07:36Das Problem? Die NATO braucht die Türkei. Und nicht umgekehrt.
01:07:42Geografisch als einziger Zugang zum Schwarzen Meer und als Tür in die islamische Welt,
01:07:47aber in erster Linie militärisch.
01:07:50Die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag der türkischen Republik
01:07:55nutzt die Türkei für eine Demonstration ihrer militärischen Macht.
01:08:07Gemessen an der Truppenstärke ist die türkische Armee nach den USA
01:08:11die zweitstärkste Armee des Bündnisses, mit großem Abstand.
01:08:14Frankreichs Truppen kommen mit weniger als der Hälfte auf Platz 3 hinter der Türkei.
01:08:19Das bedeutet auch, militärisch ist die Türkei auf die NATO eigentlich nicht angewiesen.
01:08:26Weder in der Vergangenheit noch aktuell gibt es in der Türkei eine Debatte,
01:08:32in der ein Austritt aus der NATO diskutiert wird. Und die Regierung hat sich bisher auf solche Debatten nicht eingelassen.
01:08:44Ja, meine Annahme da ist eigentlich, dass es aus strategischer Sicht für die Türkei sehr viel vorteilhafter ist,
01:08:50einen Fuß im Westen zu haben und einen Fuß als regionale Macht, weil sie damit sozusagen eine doppelte Absicherung haben.
01:08:57Sie haben ihre eigene regionale Machtprojektion, sie balancieren und spielen die Ukraine gegen Russland,
01:09:04da aus Russland gegen die Ukraine, es geht ihnen um ihre Position im Schwarzen Meer, in Syrien.
01:09:09Und gleichzeitig haben sie die Sicherheit der NATO und des Westens.
01:09:13Das ist für die Türkei ein strategischer Vorteil und das aufzugeben würde den Handlungsspielraum reduzieren,
01:09:19den sie haben und den sie sehr geschickt im Moment balancieren.
01:09:22Deswegen glaube ich, ist das im Moment keine realistische Position für die Türkei.
01:09:27Zumindest für Erdogan, der das Spiel sehr gut spielt.
01:09:29Erdogan ist ein nüchtern kalkulierender Mensch.
01:09:35In der NATO hat er die Möglichkeit auch über globale Fragen mit zu entscheiden.
01:09:40Und es ist ein Hebel gegenüber Russland, es ist auch ein Hebel gegenüber Europa.
01:09:46Man sitzt mit den stärksten Ländern der Welt, warum soll man aus diesem Club austreten?
01:09:55Das wichtigste Mitgliedsland ist und bleibt Amerika. Hier liegt der Schlüssel zur Stärke und Zukunft des Bündnisses.
01:10:02We assembled here today are issuing a new decree to be heard in every city, in every foreign capital,
01:10:12and in every hall of power.
01:10:15From this day forward, a new vision will govern our land.
01:10:21From this day forward, it's going to be only America first.
01:10:28America first.
01:10:34The United States plays an extremely important coordinating role in NATO.
01:10:40The President is the most important person in the Alliance.
01:10:45And without an American President and all of that means in terms of American military and nuclear power,
01:10:52the Alliance itself would be just a shadow of itself.
01:10:57Es ist was anderes, ob sich, sagen wir zum Beispiel Italien entscheiden würde, nicht mitzumachen,
01:11:02oder ob sich die USA entscheiden würde, nicht mitzumachen.
01:11:05Und es ist tatsächlich dramatisch, dass die größte Sorge, die man sich über ein ausscherendes NATO-Mitglied hat in den letzten Jahren machen musste,
01:11:12über genau die USA war.
01:11:14Beim NATO-Gipfel in Brüssel im Juli 2018 geraten NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg und US-Präsident Donald Trump aneinander – vor laufenden Kameras.
01:11:30Germany is just paying a little bit over one percent, whereas the United States in actual numbers is paying four point two percent of a much larger GDP.
01:11:39So I think that's inappropriate also.
01:11:42You know, we're protecting Germany, we're protecting France, we're protecting everybody.
01:11:46And yet we're paying a lot of money to protect.
01:11:48Now this has been going on for decades.
01:11:51And then numerous of the countries go out and make a pipeline deal with Russia,
01:11:56where they're paying billions of dollars into the coffers of Russia.
01:12:00And I think that's very inappropriate.
01:12:02And the former Chancellor of Germany is the head of the pipeline company that's supplying the gas.
01:12:092 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigungsausgaben – darauf haben sich die Mitgliedsländer 2014 geeinigt.
01:12:18Doch kaum ein Land außer den USA hält sich daran.
01:12:22John Bolton ist unter Donald Trump knapp eineinhalb Jahre Leiter des Nationalen Sicherheitsrates der USA.
01:12:29Bevor er vom Präsidenten zum Rücktritt gezwungen wird.
01:12:33When I took the job as National Security Advisor, I believed that the weight of the decisions that the president had to make in the national security field,
01:12:45the gravity of the responsibility, would weigh on Donald Trump and discipline him in the same way it had for 44 American presidents before him.
01:12:56John Bolton ist dabei, als es am zweiten Tag des NATO-Gipfels beinahe zum Eklat kommt.
01:13:08Well, I was in a car over to our embassy residence in Brussels, where the president was staying,
01:13:16and he called me in the car and said, I think we should do something historic today.
01:13:21I think we should withdraw from NATO.
01:13:23And I said, somewhat surprised by that, I said, well, let's discuss it. I'm almost there.
01:13:29As soon as I hung up with the president, I called Mike Pompeo, the Secretary of State, I called John Kelly, the White House Chief of Staff.
01:13:36I tried to reach Jim Mattis, the Secretary of Defense, to basically say, all hands on deck. I think this is very serious.
01:13:44Zum ersten Mal in der Geschichte der NATO scheint ein Rückzug der USA eine reale Möglichkeit.
01:14:03Well, I was very worried that Trump would actually announce withdrawal right there.
01:14:08Not that we had considered it. Not that we had discussed it at the NSC.
01:14:12But because Trump, once he started talking about something, often just went ahead and did it.
01:14:18And at one point, Trump said to me that basically he was going to replace me with someone who didn't argue with him,
01:14:26but who just said yes when he said things like, I want to get out of NATO.
01:14:30The last conversation I had with him, he was literally sitting at the big table in the NATO meeting room.
01:14:41He called me up and said, well, shall we do it?
01:14:44And I said, go right up to the line, but don't go over the line.
01:14:49And then I went and sat back down. And when I sat down, I had no prediction what he would do.
01:14:55I think with a normal president, it would have been seen as a bluff.
01:15:09Because people know that, come on, the United States needs NATO just as much as NATO needs the United States.
01:15:15So nobody would have taken him seriously.
01:15:18He comes across as not truly appreciating the significance of the alliance, or what it even means,
01:15:23or understanding the history, or why do we do what we do.
01:15:27For him, the world works transactional, quid pro quo.
01:15:32If I give security, what do I get back?
01:15:35Why do I have a worse deal with the NATO?
01:15:40The understanding that the NATO is important for the United States to create global stability and security,
01:15:47was not there for him.
01:15:49For him, it's just a deal.
01:15:50You give me that and I give you that other.
01:15:53That's not what the NATO is concerned about.
01:15:58Trump belies it first by Drohungen.
01:16:00But in the NATO and especially in Europe's Regierungen is one besorgt and reagiert.
01:16:06Berlin, July 2019.
01:16:09In the London Institute for Strategic Studies and the Körber Stiftung
01:16:14führen Sicherheitsexperten ein Planspiel durch.
01:16:17Darin teilnehmen Vertreter aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen und den USA.
01:16:24Alles findet im Geheimen statt.
01:16:26Weder Ort noch Teilnehmer werden bekannt gegeben.
01:16:29Nora Müller ist Leiterin im Bereich Internationale Politik bei der Körber Stiftung.
01:16:34Bei diesen Szenarienübungen ist es so, dass wir Vertreterinnen aus Regierungen einladen,
01:16:43aber auch Leute aus der akademischen Welt, aus der Think Tank Welt, aus verschiedenen Ländern.
01:16:49Länder, die eben für das Szenario, was wir spielen, relevant sind.
01:16:54Und ein ganz wichtiges Gebot bei diesen Szenarienübungen, bei diesen Spielen ist immer,
01:17:00dass die teilnehmenden Liste absolut vertraulich bleibt.
01:17:04Das fiktive Szenario.
01:17:06In einer Trump-II-Legislatur kündigen die USA ihren Rückzug aus der NATO an.
01:17:11Es ist kein militärisches, sondern ein politisches Szenario.
01:17:15Zu welchen Zugeständnissen wären die jeweiligen Länder bereit?
01:17:19Oder wird die NATO unter dem Druck der US-amerikanischen Drohung gar zerfallen?
01:17:25Also das deutsche Team war durchaus bereit, das Thema Handelspolitik auch mit in die Waagschale zu werfen.
01:17:39Die Polen waren relativ schnell bereit, mit den Amerikanern ins Gespräch zu gehen und zu sagen,
01:17:46hey, was können wir jenseits der NATO tun, um bilateral eine sicherheitspolitische Vereinbarung zu schließen.
01:17:55Und das war natürlich die große Sorge der anderen Akteure in diesem Spiel.
01:18:00Denn wenn wir anfangen, bilaterale Sicherheitsabkommen zu schließen mit den USA,
01:18:06dann bedeutet das im Gegenzug, dass die NATO als Struktur dadurch unterminiert wird.
01:18:13Das Planspiel legt die Schwäche des Bündnisses schonungslos offen.
01:18:17Ein Rückzug der USA würde die NATO massiv schwächen.
01:18:20Ein Wettlauf um bilaterale Verträge würde beginnen.
01:18:23Überlegungen, was wäre, wenn die USA sich aus Europa zurückziehen, finden sich auch in der Geschichte der NATO.
01:18:32Und was sie expecteden würde passieren, was eine Rückkehr zu einer Reihe von bilateralen Allianz.
01:18:39Allianz zwischen zwei Städten, vielleicht drei Städten in Europa.
01:18:43Und was sie sah, war die Rückkehr zu einer ricketyen Systeme von Allianz,
01:18:50wie die in Europa existiert, bevor die Second World War II.
01:18:53Und in ein paar Mal, bevor die First World War II.
01:18:56Und sie haben Angst, dass dies eine sehr unbestimmte und gefährliche Situation sein würde,
01:19:03wo die Städte eine Reihe von verschiedenen Sicherheitsabkommen hätten,
01:19:06die eine ganze Reihe von Dominoes aktivieren könnten, wenn ein Konflikt beginnt.
01:19:15Anfang 2024 gewinnt jenes Szenario, das 2019 in Berlin im Geheimen durchgespielt wurde, wieder an Bedeutung.
01:19:23Bei seinen Wahlkampfauftritten macht Donald Trump die NATO immer wieder zum Thema.
01:19:29Und wir werden nicht so viel davon aus.
01:19:35Und, you know, ich liebe dich zu sagen, das über NATO zu sagen.
01:19:38Wenn wir die Hilfe brauchen, sagen wir, dass wir die Hilfe hatten,
01:19:41ich glaube, dass sie da wären.
01:19:42Ich glaube nicht, dass sie da wären.
01:19:43Ich glaube, dass er, wenn er wieder Präsidenten wird,
01:19:46dass er wieder von NATO wird.
01:19:48Er wird wahrscheinlich auch abandonn die Ukraine.
01:19:51Und wer weiß, was er noch machen wird.
01:19:53Ich denke, es wird sehr destruktiv, sehr counterproduktiv.
01:19:56Ich denke, dass Trump wird von NATO auswählen,
01:20:00weil er so lange fühlt es, dass es etwas, was er wollte.
01:20:04Ich denke, er fühlt sich frustriert,
01:20:07dass er nicht able zu tun hat in seinem ersten Term.
01:20:10Er wahrscheinlich blames Leute wie ich und viele andere.
01:20:14Und in einem zweiten Trump Term,
01:20:17er wird nicht burdenen von Leuten wie ich, ich kann sagen.
01:20:21Sie fragten mir diese Frage,
01:20:23und einer der Präsidenten von einem großen Land standen und sagte,
01:20:25Herr, wenn wir nicht bezahlen,
01:20:28und wir attacken von Russland,
01:20:30werden wir uns beschützen?
01:20:31Ich sagte,
01:20:32Sie haben nicht bezahlen?
01:20:33Ihr Delinquent?
01:20:34Er sagte,
01:20:35Ja, wir sagen, dass das passiert.
01:20:37Nein, ich würde nicht beschützen Sie.
01:20:38In fact, ich würde sie empfehlen,
01:20:40zu tun, was sie wollen.
01:20:41Sie müssen bezahlen.
01:20:42Sie müssen bezahlen.
01:20:43Sie müssen bezahlen.
01:20:44Sie müssen bezahlen.
01:20:46Und das Geld kam in.
01:20:48Die wirkliche Gefahr ist nicht ein offizieller NATO-Austritt der USA.
01:21:03Das ist etwas, was unter anderem der Kongress mit einem Gesetz 2019 noch einmal deutlich gemacht hat,
01:21:10dass der Präsident diese Macht nicht hat, den Washingtoner Vertrag zu brechen.
01:21:14Verträge sind etwas, die durch den Kongress gehen.
01:21:17Die wirkliche Gefahr ist, dass der politische Wille fehlt,
01:21:21in einem Bundesfall, in einem Fall des Angriffs etwas zu tun,
01:21:25bei einem Präsidenten im Weißen Haus, der Trump oder anders heißt.
01:21:29Das heißt, selbst wenn Trump wiedergewählt wird,
01:21:33nicht offiziell aus der NATO austritt,
01:21:35weil der US-Kongress ihm das nicht erlaubt, ihn beschränkt,
01:21:39kann er immer noch, wenn ein Angriff stattfindet, sagen,
01:21:43ich mache einfach nichts.
01:21:45Dann kann immer noch Kongress,
01:21:47der US-Kongress kann immer noch einen Krieg erklären.
01:21:49Das ist sein Vorrecht.
01:21:51Aber wenn der US-Präsident der militärische Befehlshaber ist,
01:21:55kann er einfach keine Truppen schicken.
01:21:57Der berühmte Artikel 5, das größte Militärbündnis der Welt.
01:22:01Ausgehebelt von nur einem Menschen?
01:22:05Es ist aber nicht die einzige Gefahr für die NATO.
01:22:08Die Kräftedynamiken auf der Welt verschieben sich, schon seit Jahren.
01:22:12Zum einen verändert sich die US-amerikanische Gesellschaft.
01:22:16Zum anderen hat sich aber die Bedrohungswahrnehmung Chinas
01:22:19als der einzige globale Akteur, der es mit den USA aufnehmen könnte.
01:22:24Das Russland in einer völlig anderen Kategorie.
01:22:27Die hat sich dramatisch erhöht in den letzten Jahren.
01:22:31Nach dem Global Firepower Index steht China beim Ranking
01:22:35der mächtigsten Armeen der Welt nur noch knapp hinter den USA.
01:22:38Bis 2035 soll die Modernisierung des Militärs umgesetzt sein.
01:22:43Schon heute hat China die größte Marine der Welt.
01:22:48Satellitenbilder zeigen, wie China auf kleinen, unbebauten Atollen
01:22:52im chinesischen Meer in den letzten Jahren
01:22:54riesige Militärbasen aufgebaut hat.
01:23:00Gegenüber Taiwan und anderen asiatischen Staaten
01:23:03tritt das Land zunehmend aggressiv auf.
01:23:08Und auch diese Staaten hoffen auf die Hilfe der USA und der NATO.
01:23:15Wir sehen das auch im Krieg gegen die Ukraine,
01:23:17dass zunehmend die Frage gestellt wird,
01:23:19können wir eigentlich in beiden Theatern,
01:23:22in beiden Regionen gleich aktiv sein?
01:23:25Das, was wir für die Ukraine jetzt ausgeben,
01:23:28das, was wir der Ukraine liefern an Waffen und an Unterstützung,
01:23:31sollten wir das nicht jetzt schon Taiwan liefern im Fall eines Konflikts?
01:23:35Das sind Debatten, die sich in den USA zum jetzigen Zeitpunkt abspielen.
01:23:39Ich war 2019 in den USA und es ging in unserer Delegationsreise
01:23:44in Gesprächen auch zum Teil um Russland.
01:23:45Und Amerikaner haben uns gesagt, Russland ist euer Problem.
01:23:48Es ist ein europäisches Problem, es ist nicht mehr unseres.
01:23:50Ihr müsst euch darum kümmern.
01:23:51Und das wird sich auch nicht verändern.
01:23:53Also auch selbst, wenn irgendwann in 10, 20 Jahren
01:23:56wir bessere Beziehungen mit Russland haben.
01:23:58Bis dahin müssen die Europäer mit dem Gedanken klarkommen,
01:24:01dass die USA im Ernstfall vielleicht einfach nicht können,
01:24:04weil sie gerade woanders beschäftigt sind.
01:24:06Die grundlegende Herausforderung für die Europäer in Zukunft wird sein,
01:24:11zu zeigen, warum sie auch nützlich sein können
01:24:14und nicht nur ein Profiteur von US-amerikanischer Sicherheit sind.
01:24:18Oder braucht es einen Plan B? Eine einheitliche europäische Armee?
01:24:24Im Vertrag über die Europäische Union
01:24:27findet sich immerhin mit Artikel 42 bereits eine eigene Beistandsgarantie,
01:24:32ähnlich wie Artikel 5 der NATO.
01:24:37Natürlich wäre die USA niemals die militärische Macht, die sie jetzt sind,
01:24:40wenn die es nicht zentral geregelt wären.
01:24:42Und das ist genau deswegen, ist eine europäische Armee
01:24:45unter einer einheitlichen Kommandostruktur so unwahrscheinlich,
01:24:51weil wir eben nicht ein Land sind wie die Amerikaner,
01:24:55sondern weil die Europäische Union immer aus 27 Ländern besteht,
01:24:58die sich niemals die Entscheidungsgewalt über einen militärischen Einsatz
01:25:03aus der Hand nehmen lassen werden,
01:25:05von einer zentralen Kommandostelle in Brüssel zum Beispiel.
01:25:09Im Februar 2024 unterstützt die Präsidentin der Europäischen Kommission,
01:25:14Ursula von der Leyen, den Vorschlag, zukünftig einen EU-Verteidigungskommissar einzusetzen.
01:25:20Die Idee einer europäischen Armee müsste allerdings langfristig angegangen werden.
01:25:25Was die Europäer machen können, ist, dass sie ihre Armeen so aufeinander ausrichten,
01:25:31dass sie komplementär sind, also dass sie miteinander funktionieren.
01:25:35Und damit könnten sie, würden sie immer noch nicht das Level der Abschreckung erreichen,
01:25:40gegenüber Russland, was nötig ist.
01:25:42Aber damit hätten sie wenigstens eine Basis erreicht,
01:25:45mit der sie kleine bis mittlere Missionen selbst führen könnten.
01:25:48Kleine bis mittlere Missionen, davon lässt sich Russland auf Dauer wohl kaum abschrecken.
01:25:55Im Januar 2024 startet mit Steadfast Defender die größte Truppenübung der NATO seit Ende des Kalten Krieges.
01:26:0490.000 Soldaten üben mehrere Monate lang den Verteidigungsfall.
01:26:09Der simulierte Gegner – Russland.
01:26:19Der United Kingdom-Diplomat hat gesagt,
01:26:21«Essensually, every time NATO gets into trouble,
01:26:24the Russians come along and save it.»
01:26:26Ob Putin es wollte oder nicht, Russlands Krieg in der Ukraine hat die NATO wiederbelebt.
01:26:45Ich denke, es ist der größte Test, den wir auch als Europäer und natürlich auch als Deutschland vor uns haben nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.
01:27:06Das ist jetzt keine kleine Krise, die wir irgendwie aussitzen können und managen können.
01:27:11Und trotz des Drucks von außen ist auch der drohende Riss zwischen Europa und den USA unübersehbar.
01:27:18Die Europäer stehen vor ganz neuen Fragen.
01:27:23Weil die militärische Macht aller Europäer zusammen im Vergleich zu dem, was die USA haben, einfach zu gering ist.
01:27:32Bis eine europäische Verteidigungspolitik ohne die NATO funktionieren kann, würden Jahrzehnte vergehen.
01:27:38Und Mittel gebraucht, die weit höher sind als die heute geforderten 2 Prozent.
01:27:43Nur das Geld bereitzustellen reicht nicht.
01:27:46Es müsste produziert werden.
01:27:48Es müssten Waffensysteme hergestellt werden, über die Europa heute nur träumen kann, über die es überhaupt nicht verfügt.
01:27:55Die Friedensdividende scheint aufgebraucht.
01:28:00Verteidigungspolitik ist wieder Tagespolitik.
01:28:04Ich bin Familienvater. Ganz viele von uns sind Familienväter oder Mütter.
01:28:13Wir wollen keinen Krieg. Ganz im Gegenteil. Wir wollen genau das verhindern.
01:28:18So, wie lässt sich das verhindern? Indem ich mich genau vorbereite für so etwas.
01:28:25Und jemanden, der diesen Überfall gerade erst vor knapp über einem Jahr praktiziert hat auf einem Nachbarn.
01:28:32Zu sagen, hier, du hast keinen Erfolg.
01:28:3575 Jahre nach ihrer Gründung steht die NATO heute vor derselben Aufgabe wie ganz am Anfang.
01:28:42Krieg zu verhindern.
01:28:452.
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