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  • vor 11 Monaten
In Nizza an der französischen Mittelmeerküste kommen von Montag an Vertreter aus 70 Staaten zusammen, um über den besseren Schutz der Ozeane zu beraten. Es ist die dritte UN-Ozeankonferenz, die finanzielle Zusagen und politische Selbstverpflichtungen auf den Weg bringen soll. Die Weltmeere sind mit einer ganzen Reihe von Gefahren konfrontiert.

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00:00Im beschaulichen Nizza an der französischen Mittelmeerküste kommen von Montag an Vertreter
00:05aus 70 Staaten zusammen, um über den besseren Schutz der Ozeane zu beraten. Es ist die dritte
00:11UN-Ozeankonferenz, die finanzielle Zusagen und politische Selbstverpflichtungen auf den
00:17Weg bringen soll. Die Weltmeere sind mit einer ganzen Reihe von Gefahren konfrontiert.
00:23Da die Ozeane große Teile der überschüssigen Wärme aus der Atmosphäre speichern, steigt
00:28die Wassertemperatur an. In den vergangenen beiden Jahren wurden Rekordwerte bei der Temperatur
00:34an der Oberfläche der Meere erreicht. Wärmeres Wasser begünstigt die Entwicklung von Niederschlägen
00:39und Wirbelstürmen. Außerdem durchmischen sich die Wasserschichten weniger und dadurch fehlt
00:43es Lebewesen an Sauerstoff und Nährstoffen. Besonders stark betroffen sind Korallen. Erreicht
00:50der globale Temperaturanstieg dauerhaft 1,5 Grad Celsius sterben laut Wissenschaftlern 70
00:56bis 90 Prozent der weltweiten Korallenpopulationen ab. Das könnte schon in den nächsten 15 Jahren
01:02passieren. Die Ozeane haben bereits zwischen 20 und 30 Prozent des vom Menschen verursachten
01:08Ausstoßes von CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen. Dadurch verändert sich die chemische Zusammensetzung
01:14des Wassers. Der pH-Wert sinkt, das Wasser wird saurer. Viele Meereslebewesen, die Schalen oder Skelette
01:21aus Kalk aufbauen, brauchen in saurerem Wasser mehr Kraft für ihr Wachstum. Das macht sie
01:26anfälliger für Krankheiten. Große Mengen Plastikmüll enden in den Ozeanen. Nach Angaben
01:33der Umweltorganisation WWF schwimmen zwischen 80 und 150 Millionen Tonnen Plastik in den Weltmeeren.
01:40Plastikmüll ist eine tödliche Gefahr für Lebewesen, etwa für Delfine, Wale, Schildkröten und Seevögel.
01:47Bergbaukonzerne dringen seit langem darauf, wertvolle Mineralien am Meeresgrund abzubauen.
01:53Der kommerzielle Abbau hat noch nicht im großen Stil begonnen. Wegen der wachsenden
01:58Bedeutung der Rohstoffe preschen manche Staaten jedoch vor, wie zum Beispiel die USA unter Präsident
02:04Trump. Wissenschaftler und Umweltgruppen befürchten, dass der Tiefseebergbau unberührte Ökosysteme
02:10zerstören könnte. Gut 30 Länder, darunter auch Deutschland, fordern ein Moratorium für den
02:15Tiefseebergbau.
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