- vor 8 Monaten
Konstanze Breitebner, Dany Sigel und Co. reisen auf der
Bühne der SOMMERNACHTSKOMÖDIE ROSENBURG nach Indien, in der
deutschsprachigen Theater-Uraufführung der Filmkomödie „Best Exotic Marigold
Hotel“. Damit feiert Nina Blum ihr 10-Jahres-Jubiläum als Intendantin. Die Premiere
geht am 19. Juni 2025 über die Bühne.
Das Leben in Großbritannien ist nasskalt und teuer. Also übersiedelt eine Gruppe britischer
Seniorinnen und Senioren ins exotische Indien und checkt im „Best Exotic Marigold Hotel“ in Jaipur
ein. Im wesentlich günstigeren Land wollen alle ein neues Leben beginnen. Doch die angeblich Luxus-
Residenz ist weit entfernt vom versprochenen und erhofften Standard. Die Gruppe landet in einer
Bruchbude, die die besten Tage hinter sich hat und außer der Engländerinnen und Engländern keine
weiteren Gäste beherbergt.
Geführt wird die Ruine von Sonny Kapoor (Curdin Caviezel), Sohn der Besitzerin Mrs. Kapoor (Sonja
Romei). Sie holt Gutachter ins Haus, um es für einen Verkauf schätzen zu lassen. Doch
Rollstuhlfahrerin Muriel (Dany Sigel) macht sich inzwischen am Bürocomputer zu schaffen und
recherchiert, dass die wirtschaftliche Lage des Hotels gar nicht so schlecht ist und es nur besser
geführt werden müsste. Sie kann die geplante Veräußerung abwenden. Auch privat lautet der Status,
es ist kompliziert. Denn Sonny möchte Sahani (Soi Schüssler) heiraten, sogar gegen den Willen seiner
strengen Mutter.
https://sommernachtskomoedie.at/
Bühne der SOMMERNACHTSKOMÖDIE ROSENBURG nach Indien, in der
deutschsprachigen Theater-Uraufführung der Filmkomödie „Best Exotic Marigold
Hotel“. Damit feiert Nina Blum ihr 10-Jahres-Jubiläum als Intendantin. Die Premiere
geht am 19. Juni 2025 über die Bühne.
Das Leben in Großbritannien ist nasskalt und teuer. Also übersiedelt eine Gruppe britischer
Seniorinnen und Senioren ins exotische Indien und checkt im „Best Exotic Marigold Hotel“ in Jaipur
ein. Im wesentlich günstigeren Land wollen alle ein neues Leben beginnen. Doch die angeblich Luxus-
Residenz ist weit entfernt vom versprochenen und erhofften Standard. Die Gruppe landet in einer
Bruchbude, die die besten Tage hinter sich hat und außer der Engländerinnen und Engländern keine
weiteren Gäste beherbergt.
Geführt wird die Ruine von Sonny Kapoor (Curdin Caviezel), Sohn der Besitzerin Mrs. Kapoor (Sonja
Romei). Sie holt Gutachter ins Haus, um es für einen Verkauf schätzen zu lassen. Doch
Rollstuhlfahrerin Muriel (Dany Sigel) macht sich inzwischen am Bürocomputer zu schaffen und
recherchiert, dass die wirtschaftliche Lage des Hotels gar nicht so schlecht ist und es nur besser
geführt werden müsste. Sie kann die geplante Veräußerung abwenden. Auch privat lautet der Status,
es ist kompliziert. Denn Sonny möchte Sahani (Soi Schüssler) heiraten, sogar gegen den Willen seiner
strengen Mutter.
https://sommernachtskomoedie.at/
Kategorie
🦄
KreativitätTranskript
00:00Spannend, weil man hat ja bei uns von jeder, egal wo ich sitze, erlebe ich das Stück immer ein bisschen anders.
00:08Und so ist irgendwie das entstanden, das ist der USB, der Sommernachtskomödie, der Mosenwurst,
00:15der Kinofilm, also das Theaterstück, wo es auch Kinofilme gibt, wie gesagt, manchmal davor, manchmal danach.
00:23Und das finde ich jetzt eigentlich sehr schön, weil das ist auch wirklich ein Alleinstellungsmerkmal in der niederösterreichischen Theaterszene, das macht niemand sonst.
00:33Der Kinofilm Best Exotic Marigold Hotel war 2019 und wurde wirklich noch nie im deutschsprachigen Raum als Theaterstück aufgeführt.
00:42Das hatten wir noch nie und ich finde, das ist sehr passend zu einem zehnjährigen Jubiläum.
00:47Nina Blum feiert ihr zehnjahres Jubiläum als Intendantin der Sommernachtskomödie Rosenburg und dies mit einem Stück der Extraklasse.
00:54Konstanze Breitebner, Tani Siegel und Co. reisen auf der Bühne der Sommernachtskomödie Rosenburg nach Indien
00:59in der deutschsprachigen Theater-Uraufführung der Filmkomödie Best Exotic Marigold Hotel.
01:06Die Premiere geht am 19. Juni 2025 über die Bühne.
01:10Das Stück ist bis 3. August zusehen.
01:12Wir waren beim Medien-Event und sprachen mit den AkteurInnen.
01:16Besser kann das Stück und die Emotionen nicht beschrieben werden, also bleiben Sie bis zum Schluss dran.
01:20Danach gleich Tickets buchen, es zahlt sich wirklich aus.
01:23Also meine Gratulation zum Geburtstag, zehn Jahre in Rosenburg.
01:28Es ist schon eine tolle Geschichte, oder?
01:29Wenn man das sagt, man hat heute das Jubiläum, also nicht heute, aber dieses Jahr.
01:32Ja, also zehn Jahre Sommernachtskomödie Rosenburg fühlt sich gut an.
01:37Es waren zehn sehr abwechslungsreiche Jahre.
01:40Also ich finde, wir haben so unterschiedliche Stücke gehabt von eben dieser Midsommernacht-Sex-Komödie
01:45von Woody Allen oder dann eben Amadeus von Peter Schäffer, was wieder ernster war.
01:50Oder dann Monsieur Claude und seine Töchter.
01:53Also da waren so viel, oder Shakespeare in Love, also ganz, ganz unterschiedliche Themen.
01:58Und was mir immer wichtig ist, dass jedes Stück auch eine Botschaft hat.
02:00Und heuer ist für mich wirklich diese Botschaft eben, diese alle britischen Seniorinnen, die starten noch mal durch.
02:09Dieses, es ist nie zu spät, noch mal einen zweiten Frühling zu erleben.
02:14Aber man muss etwas wagen und die eigene Komfortzone verlassen.
02:18Und das finde ich einfach schön.
02:19Und ich hoffe, dass unser Publikum rausgeht und sich denkt, so, jetzt mache ich auch noch mal
02:25irgendetwas in meinem Leben, was ich vielleicht immer schon wollte und mich aber noch nie getraut habe.
02:30Es war ganz interessant.
02:31Ich habe vorher mit der Dani Siegel gesprochen.
02:33Und ich habe auch gesagt, mir hat das so gut gefallen, diese Emotion.
02:36Und allein aufgrund dieser Emotion muss man sagen, man muss sich das Stück einfach anschauen, weil das ist was Herrliches.
02:41Das stimmt.
02:42Also Theater ist Emotion.
02:44Theater, ein gutes Theaterstück bewegt, emotionalisiert.
02:48Und ich glaube, das passiert hier, weil es geht um Liebe.
02:51Der Sohn will heiraten, die Mutter will das nicht, weil Arranged Marriage, sie will mit anderem.
02:58Einer der Pensionisten trifft seine große Jugendliebe.
03:03Und in dem Moment, wo er sie sieht, stirbt er.
03:05Also da gibt es so viele große Gefühle drinnen.
03:09Und das ist toll.
03:10Absolut.
03:11Jetzt abschließend noch einmal zurück zur Rosenburg oder zur Sommerkomödie.
03:15Es ist ja eigentlich eine wahnsinnige Herausforderung, wenn man sagt, man spielt Filme, vorher oder nachher.
03:21Es ist ja, man könnte es ja einfacher machen.
03:23Man nimmt die Theaterstücke, die es eh schon gibt, tut sie adaptieren ein bisschen.
03:26Aber das ist ja noch eine größere Herausforderung.
03:28Absolut.
03:29Und gleichzeitig finde ich es interessanter.
03:31Weil ich sage jetzt einmal, die hunderttausendste Inszenierung von, ich weiß es jetzt nicht, Pension Schöller,
03:37ist zwar ein tolles Stück, keine Frage.
03:39Aber mich interessiert mehr etwas Neues.
03:43Ich liebe das Neue, ich gehe gern irgendwie unbedreht an eine Pfade.
03:49Und seine deutschsprachige Ersterführung ist natürlich überhaupt super.
03:52Das ist ja herrliche Sache.
03:53Und das zum 10. Jubiläum.
03:54Ja, das ist schön.
03:55Das ist unser Geburtstagsgeschenk an uns selbst, dass wir eine deutschsprachige Ersterführung machen.
04:00Und auf was man sich unbedingt freuen muss, ist der Bollywood-Tanz.
04:02Auf den freue ich mich selbst sehr, weil ich liebe.
04:05Ich finde, das ist so toll.
04:06Das ist Lebensfreude pur.
04:08Und ich weiß vom Asamble, die haben richtig viel Spaß jetzt schon dabei.
04:12Und wenn dann die Leute da rausgehen und diese Lebensfreude mit hinausnehmen ins normale Leben, ins übliche Leben, dann hat man schon gewonnen.
04:19Absolut.
04:20Also ich sage immer, mein Ziel ist, das ist mein Minimalziel, dass alle, die bei uns sind, glücklicher rausgehen, als sie gekommen sind.
04:27Das ist ein Gericht herzlichen Dank.
04:29Danke auch.
04:30Danke schön.
04:30Ich so toll und die ganze Zeit ist das für mich also eine Aufregung, weil das für mich persönlich gar nicht so leicht ist, die Ausländer mal so schrecklich abzuhören.
04:45Nein, kriege ich mal.
04:47Hauptsache ich kriege meine Operation, komme ganz schnell wieder nach Hause, nach England und habe meine Ruhe.
04:52Und ich werde aber permanent konfrontiert, dass man das für sich heran nimmt.
05:00Und dann passiert das mit Hilfe dieser ganz wunderbaren jungen Person, dass ich zu einem Punkt finde, an den ich gar nie geglaubt habe.
05:12Und es eröffnet sich mir.
05:14Scheiße.
05:15Ich finde das einfach so schön, weil man Begegnungen hat und man wird getragen von einem zum anderen.
05:25Und man öffnet sich und wird jemand anderer und wird glücklich.
05:29Und das ist etwas ganz, ganz anderes.
05:31Wenn man nach der Emotion geht, wenn eine Darstellerin nach kurzer Probe schon solche Emotionen zu dem Stück zeigt, dann muss man sich das Stück einfach ansehen.
05:39Ja, das ist ein schöner Wunsch.
05:43Schön, dass du mir das sagst.
05:45Wenn das wirklich passiert, dann macht mich das sehr glücklich.
05:49Denn ich denke, es gibt sehr viele Menschen, die festsitzen und dann traurig sind und nicht wissen, depressiv werden.
05:58Und die Möglichkeit, dass man einen Weg findet, weiterzugehen, neu zu entdecken, das finde ich ja das Wichtige.
06:10Weil alles andere weiß man ja eh von vorher.
06:12Das neu zu entdecken, neu sehen im Alter sieht man neu.
06:17Nicht nur schlecht, sondern die Dinge, die man erlebt hat, auch neu und anders.
06:24Und das finde ich wahnsinnig wichtig.
06:26Und es ist wirklich in der Arbeit fantastisch, weil jeder aus seiner Sicht das Werden, das was man gelebt hat, anders sieht, anders umgeht damit.
06:39Und ich finde, das ist das Wichtige, ich für mich persönlich, finde das das Allerwichtigste, dass man da positiv weitergeht.
06:47Also ich möchte nicht weggehen und sagen, Scheiße, das habe ich also versäumt, sondern was kann ich noch tun, das macht mir Freude.
06:55Ich freue mich, ich bin nicht mit allem einverstanden, was neu ist, aber es ist spannend.
07:01Und dann schaue ich nach, wieso gefällt mir es nicht.
07:04Nein, das ist nicht meins, aber meines kann ich leben und das macht mir Freude.
07:08Und ich denke, dass ich dieses wieder Freude an den Dingen haben.
07:12Und wenn es ein Gänselblümchen ist oder wurscht, was jeder für sich gerne hat, das ist so wahnsinnig wichtig im Leben,
07:20dass man nicht in der Früh aufwacht und sagt, oh Gott, oh Gott, oh Gott, oh Gott, sondern wow, es regnet, aber trotzdem die Blumen können wachsen.
07:28Also, dass jeder für sich einen Moment findet, wo er positiv weiterdenkt.
07:35Und das, finde ich, ist dieses Stück ideal dafür als Anreiz, dass er das weitergibt.
07:40Ich glaube, wenn man sich das ansieht, denkt man vielleicht dann auch ein bisschen selbst nach, wenn man sich in dieser Situation befindet.
07:46Ja, das wäre natürlich ein Wunsch, dass man die Menschen erreicht und sagt, aha, die hat das so gemacht, ja, nein, mache ich nicht.
07:53Aber warum eigentlich nicht?
07:56Also, wir werden nicht alle Menschen erreichen, das ist nie.
08:00Aber wenn wir ein paar Menschen erreichen dafür, dass die einen Impuls kriegen, dann ist etwas Wunderbares passiert.
08:06Mir hat auch die Aussage gut gefallen, nicht alt, sondern reifer.
08:11Und das sagt eigentlich alles.
08:12Ja, weil man ja natürlich dazulernt und einfach mehr Wissen anspricht und Erkenntnis anspeichert bei sich oder auch nicht.
08:22Es gibt ja welche, das muss ja nicht mehr.
08:24Das ist resistent.
08:25Aber ich denke, das ist um, ja, für mich ist es wirklich ein Reifen, ein Größerwerden, ein Verständnisvollerwerden und das Leben auch dann von einer Seite zu sehen, dass eigentlich ist das Leben, eigentlich.
08:42Wenn man jetzt nicht sehr schwachkrank ist oder was immer, ist es eigentlich wunderbar.
08:45Und man kann sich, man hat es in der eigenen Hand, sich so weit wie möglich gut zu machen.
08:52Das heißt, ein Stück für Reifere und auch für Junge.
08:56Absolut, weil vielleicht kriegt man dann einen Impuls und sagt, das ist gar nicht so schlecht, was die Alten da machen.
09:01Außerdem haben sie dann nicht, also meckernde Alte, die also grantig und müde sind, sondern mit denen sie Spaß haben.
09:07Die sind auch nicht so schlecht.
09:08Wunderbar, wir freuen uns auf das Stück.
09:10Freue mich auch.
09:11Und was ich da schon spannend finde, dass interessanterweise vor allem Männer sich da oft sehr schwer tun, was mache ich eigentlich jetzt mit diesen nächsten 25 Jahren, vielleicht im Idealfall, vielleicht sogar 30 Jahre.
09:28Und je mehr ich mich mit meinem Job identifiziert habe, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, da auch in ein Loch zu fallen, wenn man vielleicht dann auch nicht das Glück hat, Familie zu haben.
09:36Also ich finde diesen Spurwechsel, in Pension zu gehen, eigentlich könnte man sagen, da gibt es gar nicht so viele Live-Events im Leben.
09:45Da gibt es vielleicht die Matura, den Schulabschluss, vielleicht wenn ich irgendwann einmal ein Kind kriege oder heirate und dann irgendwie dieses Aussteigen aus dem Berufsleben.
09:52Jetzt habe ich in den Regisseur dieses bezaubernden Stückes, das kann ich jetzt schon sagen, obwohl ich es noch nicht gesehen habe.
09:57Aber allein was man hier gehört hat, die Emotionen, die Freude, das ist gewaltig.
10:01Ja, ich glaube auch, dass es ein sehr schönes, aber auch sehr witziges, tragisch-komisches Stück ist.
10:08Das vereint alles, weil es eben durch diese unterschiedlichen Charaktere, die da aufeinandertreffen, auch natürlich knallt, aber auch im lustigen Sinne knallt.
10:19Jetzt ist es doch irgendwie schon ein bisschen eine Herausforderung, Bollywood ins Altviertel zu holen.
10:24Drum haben wir eine Bollywood-Tänzerin dabei, die Branali, die uns alle auf Bollywood-Kurs bringt.
10:32Und das ist ja das Schöne, dass wir eben auch da mal Mut finden, was anderes zu machen.
10:37Absolut. Ein tolles Stück. Wo ist die Herausforderung für den Regisseur bei so einem Stück und vor allem bei der Umgebung?
10:43Wie immer liegt bei der Rosenburg die Herausforderung, die ist eigentlich bei jedem Stück gleich, diese 360-Grad-Bühne und zusätzlich diese filmischen Elemente,
10:54diese schnellen Wechsel auf die Bühne zu kriegen, diese unterschiedlichen Charaktere von allen Seiten wahrnehmen zu lassen.
11:01Das ist wie immer die Herausforderung, aber eine schöne Herausforderung.
11:06Wobei man sagen muss, am Filmset hat man ja die Möglichkeit, das hundertmal zu wiederholen, die Einstellungen zu üben.
11:11Das geht auf der Bühne, aber dann im Stück nicht mehr.
11:13Drum wiederholen wir es vorher hundertmal.
11:17Wunderbar, wir freuen uns schon. Dankeschön.
11:19Während du das erzählt hast, habe ich mir gedacht, ich bin ja die Zielgruppe.
11:26Ja.
11:28Ich tue du, verdammt, zugenehm.
11:31Und es ist, also, ich würde, das kommt irgendwann einmal vor, Altwerden ist nichts für Feiglinge, das unterschreibe ich.
11:40Und das, was meine Figur macht und was, glaube ich, unerlässlich ist, die Reise zu sich selbst.
11:48Weil nur davonrennen und nur sagen, dort wird alles besser, das rächt sich, das rechnet sich nicht.
11:56Man muss sich schon selber mitnehmen und schauen, wo bin ich, was bin ich.
12:02Meine Figur macht das Gott sei Dank mit riesengroßen, erstaunten Augen.
12:07Etwas, was mir sehr fremd ist.
12:09Jetzt steht mir Johannes Derne.
12:12Du spielst hier einen Ehemann, einen Lehrer eigentlich.
12:16Ja.
12:17Fällt dir die Rolle des Lehrers?
12:18Nein, überhaupt nicht.
12:19Die Lehrer sind ja verschrien, das ist ja furchtbar.
12:22Die sind ja, kein Schüler mag den Lehrer, aber die Lehrer, die müssen immer so brav sein.
12:28Und die Ehe ist genau so, wie man es sich vorstellt.
12:32Alles hat sein Reglement.
12:34Aber das Problem bei diesem Ehepaar ist ja, dass die, die haben das ganze, die ganze Pension in das Internetunternehmen der Tochter gesteckt.
12:42Und sie finden kein passendes Altersheim in England.
12:46Und da fallen sie halt auf diese Werbung herein.
12:49In einem Palast kann man leben wie ein Maharaja und so.
12:54Und da erleben sie die größte Pleite.
12:56Aber es ist halt dann doch, was wir schon erzählt haben, ist, die Ehe wird sehr auf die Probe gestellt.
13:06Und ja, es stellt sich dann heraus, es sind so Gewohnheiten, wo man plötzlich merkt, sie hat immer das Sagen.
13:14Ich bin ja eher, sie ist die dominante Person, die immer irgendwas behauptet.
13:18Und ich bin eigentlich derjenige, also der nicht Duckmäuser, aber er hat gemerkt, in 40 Jahren ist es besser zu schweigen und nichts zu sagen.
13:28Die Frau wird das schon machen, so wie es ihr gefällt.
13:31Das ist richtig.
13:33Jetzt haben wir gehört, es gibt abschließend einen Bollywood-Tanz.
13:36Ja.
13:37Wie schaut das aus?
13:38Bist du Tänzer?
13:39Aber sicher nicht Bollywood-Tanz.
13:41Wir haben irgendwie Kopfübungen.
13:43Ja, also es sind schon sehr spezielle Bewegungen bei diesem Bollywood.
13:49Also am Anfang haben uns alle Gelenke wehgetan.
13:52Und wir machen, wir sehen, das ganze Ensemble steht am Anfang immer eine halbe Stunde im Kreis.
13:58Und wir machen wahnsinnige Gelenkigkeitsübungen.
14:01Aber es macht unerhoeren Spaß.
14:04Das hat ja eine ziemliche Schnelligkeit, diese Bewegungen, die die da machen.
14:08Und ja, das muss geübt werden.
14:11Ich bin mir fast sicher, du wirst es dann nachher weiter betreiben, ne?
14:15Ja, das war ein Bollywood-Studio aufmachen.
14:18Das macht Spaß.
14:20Es ist ja nicht jedermanns Sachen.
14:23Indische Musik.
14:24Aber uns gefällt es mittlerweile.
14:27Es ist das Komische.
14:29Nein, es macht die Proben auch sehr großen Spaß.
14:33Und ihr habt ja gesehen, es ist eine super Truppe beieinander.
14:36Und mit vielen habe ich ja schon, die meine Ehefrau spielt, die Silvia Heider, mit der habe ich, habe mir jetzt überlegt, wir kamen uns schon vor 35 Jahren am Volkstaat.
14:45Da haben wir schon mal ein Liebespaar gespielt.
14:47Das ist alles lange.
14:49Wunderbar.
14:50Und er wird eine tolle Produktion.
14:52Ja.
14:52Ja, und wir freuen uns schon.
14:53Dankeschön.
14:54Das ist die ganz andere Rolle als der Volpone, meine letzte Rolle.
14:58Das ist was gerade noch.
14:58Absolut.
14:59Danke, ciao.
15:00Ciao.
15:00So, everybody is putting forward their Bollywood dance shoes and you're going to see a beautiful interpretation of Bollywood dance.
15:22Yes, it's like an Austrian interpretation of Bollywood dance shoes.
15:26I'm making them do all the funny moves and I'm making them do the Indian nod and it's just, it's so, I think it's, I'm very, it's heartwarming for me to, to watch the group dance together and I think, I think it's going to be quite a nice performance at the end, the finale.
15:45Hotelbesitzer.
15:51Genau, ja, also du bist ja von Anfang an überzeugt, dass das eigentlich das beste Hotel ist, das man sich nur vorstellen kann.
15:57Das ist das beste Hotel.
15:57Ja, ja, er erbt dieses Hotel von seinem Vater, der Sonny, und das ist schon ein bisschen runtergekommen, um das ganz nett zu sagen.
16:09Nichts funktioniert mehr, alles bricht zusammen, Kakerlaken, Riss in den Wänden, aber das sieht er nicht so, weil es wird alles, am Ende wird alles gut.
16:18Und er gestaltet diesen Flyer, um für Senioren aus der ganzen Welt, erstmal kommen die aus England, dass die nach Indien kommen, in dieses Best Exotic Marigold Hotel.
16:28Ich war, ja, du hättest ja kurz ein bisschen bedenken, wie ist das, wenn man sozusagen als Nicht-Inderin eine Inderin spielt, ja?
16:35Wie ist das jetzt nach drei Wochen Proben?
16:37Ja, nein, es macht total Spaß. Also es ist, das Tanzen macht Spaß, auch wenn es Blood, Sweat & Tears bedeutet.
16:46Aber natürlich das Grundthema oder die Grundthemen der Geschichte und auch mein Grundthema der Figur sind alles ja sehr menschliche, sehr nachvollziehbare und allweltlich, glaube ich, durchaus vorstellbare.
17:00Auf jeden Fall. Ja, ich darf Sahani spielen, eine moderne junge Frau, die weiß, was sie will und auch ein bisschen dem Sonny unter die Arme greift.
17:11Ja, Schatz.
17:11Du kannst auch mal deiner Mutter widersprechen. Ja, und ich habe auch eine sehr schöne Freundschaft mit einer Engländerin, weil sich die liebe Evelyn in das Callcenter verirrt, wo Sahani arbeitet, weil sie nach England telefonieren möchte.
17:26Welche Form von Glück?
17:27Ich spiele den Norman und der sucht vor allem eine junge, schöne Inderin.
17:35Aber ob ihm das gelingt, ist da noch eine andere Frage.
17:38Also es sind sehr starke, macho-hafte Züge in dieser Figur, aber dahinter versteckt sich eine diffizile, vielleicht auch ein bisschen armselige Kreatur.
17:51So würde ich das beschreiben.
17:52Weil er die Ruhestandspartys in England satt hat, auch zu erfahren, ob es diesen Mann noch gibt, nach 50 Jahren, und kommt in diese Gesellschaft hinein, wird auch begehrt von den Frauen und das muss man immer sagen, tut mir leid, ich bin schwul.
18:14Ja, aber die Männerauswahl wird ja nicht größer.
18:16Meine Figur ist die, die am wenigsten mit Indien anfangen kann, um es jetzt ganz harmlos zu sagen.
18:28Also sie findet das grässlich, diesen Lärm und dieser Dreck und diese Armut und will überhaupt nicht aus dem Haus, während ihr Mann sich genau in die Gegenseite, in die andere Richtung entwickelt.
18:40Und das ist natürlich fatal, aber andererseits...
18:44Also ich bin, meine Figur ist ein indischer Chirurg, Dr. Gupta, Aschor Gupta.
18:55Und ihr beide kommt ja aus ganz unterschiedlichen Teilen.
18:58Genau, also ich bin von Südindien, Kerala, weil unsere Provinz ist Kerala.
19:04Und kulturlich auch ein bisschen anders.
19:06Wir haben eine andere Muttersprache.
19:11Genau.
19:12Es ist ein bisschen wie Bogenland und Vorarlberg.
19:15Indien und Finnland, oder Italien und Finnland.
19:18Ich bin gebürtige Finnin.
19:19Und ja, Nina ruft mich an und sagt, wir hätten da eine kleine, feine Rolle für dich, magst du das machen?
19:27Da sage ich, ja, sehr gerne.
19:29Weil ich diesen Film auch sehr liebe, das Best Exotic Marigold Hotel.
19:32Und ja, auch spannend, weil du am Anfang gesagt hast, eben bezüglich Senioren und neuen Mut schöpfen und sich etwas zutrauen.
19:42Ich hatte bis vor zwei Jahren ein kleines, feines Papierspiel bei einem Buchhandelsgeschäft im Waldviertel, neben meiner Kunst.
19:49Der Spagat wurde halt immer zwischen Kunst und Geschäft immer größer.
19:52Und jetzt konnte ich es verkaufen und jetzt kann ich nur meine Kunst leben.
19:56Und das ist genau das, was du am Anfang gesagt hast.
19:59Einfach über den Tellerrand schauen, über die Komfortzone hinweg gehen und einen Schritt wagen.
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