00:00Das Oberlandesgericht Hamm hat das Verfahren gegen den Energiekonzern RWE fortgesetzt.
00:06Es geht dabei um die zivilrechtliche Klage eines peruanischen Landwirts gegen RWE.
00:11Gutachter begann am Montag mit ihren Erklärungen.
00:14San Lufiano Ulla behauptet in seiner Klage, dass die Treibhausgasemissionen des Unternehmens die globale Erwerbung angeheizt
00:22und das Schmelzen des Gletschers über seine Heimatstadt in Peru beschleunigt haben.
00:26Er will das Unternehmen an den Kosten für den Schutz seines Hauses beteiligen. RWE war allerdings nie direkt in Peru tätig.
00:57Experten zufolge könnte die Klage ein bedeutender Präzedenzfall werden.
01:03Bis heute sind die Emissionen von RWE so groß wie die ganzer Länder, unter anderem die der Niederlande und Belgien.
01:10Und deswegen haben wir einen sehr großen Emittenten hier in Anspruch genommen.
01:14Und es muss auch nicht der letzte sein, wenn wir den Fall hoffentlich Ende nächsten Jahres abschließen.
01:20Denn das ist das, was ich hoffe. Ich hoffe, dass wir hier heute mit einer klaren Beweislage rausgehen und dann die nächste Frage behandeln können.
01:27Also Klimawandel. Die Tatsache also, dass RWE dazu beigetragen hat, dass das konkrete Risiko vor Ort da ist.
01:33Dann können wir auch andere Emittenten in Anspruch nehmen.
01:39RWE argumentiert jedoch, dass es sich um einen gefährlichen Präzedenzfall handele.
01:43Einzelne Emittenten würden so für den globalen Klimawandel verantwortlich gemacht werden.
01:48Das Unternehmen besteht darauf, dass Lösungen für das Problem des Klimawandels durch nationale und internationale Politik und nicht durch Gerichte gefunden werden sollen.
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