00:00Österreich steuert weiter auf eine Regierung unter Führung der rechtspopulistischen FPÖ zu.
00:06Im Zuge der am Freitag aufgenommenen Koalitionsverhandlungen mit der konservativen ÖVP
00:11wurde jetzt eine Grundsatzeinigung zur Sanierung des Haushalts erzielt.
00:16Das verkündet FPÖ-Chef Herbert Kickl bei einer gemeinsamen Pressekonferenz
00:21mit dem geschäftsführenden ÖVP-Vorsitzenden Christian Stocker in Wien.
00:26Ziel ist es demnach, ein EU-Defizitverfahren gegen Österreich abzuwenden.
00:32Dazu haben wir gemeinsam ein 6,3 Milliarden Euro Paket erarbeitet,
00:37das Österreich dieses Defizitverfahren ersparen soll.
00:40Ohne neue Steuern, keine Erbschaftssteuer, keine Schenkungssteuer, keine Vermögensteuern,
00:45mit Maßnahmen gegen Steuerschlupflöcher und Privilegien insbesondere von großen Spielern,
00:50mit Sparen im Ministeriumsapparat, mit einem Ende von Überförderungen
00:55und all das unter besonderer Bedachtnahme auf Arbeitsmarkt und Konjunktur.
01:00Die ÖVP hatte Verhandlungen mit der FPÖ aufgenommen,
01:04nachdem zuvor Gespräche mit den Sozialdemokraten und den Liberalen gescheitert waren.
01:09Die Rechtspopulisten waren bei der Wahl im September stärkste Kraft geworden,
01:14zunächst wollte indes niemand mit ihnen ein Bündnis eingehen.
01:18Sollte es nunmehr zu einer Koalition von FPÖ und ÖVP kommen,
01:22wäre es das erste Mal, dass die Rechtspopulisten den Kanzler stellen.
01:26Bislang waren sie nur als Juniorpartner der Konservativen an der Regierung beteiligt gewesen.
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