00:00Die Möbelkette Kika-Liner hat ihren Mitte November eingebrachten Sanierungsplan zurückgezogen
00:05und Konkurs angemeldet.
00:07Nun werde der vorhandene Warenbestand abverkauft, so Insolvenzverwalter Volker Leitner in einer
00:13Stellungnahme.
00:14Das bedeutet, dass am Ende eines strukturierten Verwertungsprozesses die noch bestehenden
00:1817 Filialen zu schließen sein werden und somit auch 1.350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
00:25ihren Job verlieren, hieß es vom gräubiger Schutzverband KSV.
00:29Der Insolvenzverwalter prüft derzeit noch, welche Kundenaufträge entsprechend den insolvenzrechtlichen
00:34Bestimmungen erfüllt werden dürfen.
00:36Diese Prüfung soll Ende dieser Woche zum großen Teil abgeschlossen sein.
00:40Laut dem Masseverwalter gibt es eine große Anzahl an geschädigten Kunden als Gläubiger,
00:45deren Anzahlungen aufgrund der insolvenzrechtlichen Bestimmungen nicht rücküberwiesen werden
00:49dürfen.
00:50Betroffene Kunden können ihre Anzahlungen als Konkursforderung im Insolvenzverfahren
00:55beim Landesgericht St.Pölten anmelden.
00:57Es musste festgestellt werden, dass bei den geschädigten Kunden viele Härtefälle gegeben
01:02sind.
01:03Leider sieht das Insolvenzrecht dafür keine Ausnahmen oder Spielräume vor, sagt der Insolvenzverwalter.
01:09Die Möbelkette befindet sich bereits seit mehreren Jahren in der Krise.
01:13Seit 2013 gab es drei Eigentümerwechsel.
01:162023 verkaufte René Benkus-Signer die Kika-Liner-Immobilien an die Grazer Supernova und das operative
01:22Möbelgeschäft an den Handelsmanager Hermann Wieser.
01:25Kurz darauf meldete das Unternehmen Insolvenz an.
01:2823 von 40 Filialen wurden im Zuge der ersten Sanierung geschlossen.
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