00:00Das vergangene Hochwasser hatte so gravierende Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr
00:04wie nie zuvor.
00:05Dank der guten Vorbereitungen konnten die Schäden an der Öffi-Infrastruktur aber so
00:10gering wie möglich gehalten werden.
00:12Schon vorab wurde zusätzliches Personal in Einsatz gestellt oder in Rufbereitschaft
00:17versetzt.
00:18Damit konnte sofort nach Aktivierung des Alarmplans ausgerückt werden.
00:22Bereits in der Nacht von Samstag auf Sonntag waren rund 300 Mitarbeiter, innen des Team
00:28Öffilibe im Einsatz.
00:31Dammbalten an 30 Stellen.
00:32Durch den Hochwasser-Alarmplan ist klar geregelt, ab welchen Pegelständen der Flüsse Schutzmaßnahmen
00:38zu ergreifen sind und der Betrieb unterbrochen werden muss.
00:41Um unsere kritische Infrastruktur zu schützen, wurden ab Samstag an 30 Stellen Dammbalten
00:47an U-Bahn-Tunneln und in den Stationen errichtet, an 15 weiteren neureigischen Stellen wurden
00:52Schottore und Notausgänge geschlossen.
00:55Dabei wurden ungefähr 250 Stär- und Paneele mit einem Gesamtgewicht von 12,8 Tonnen aufgebaut
01:01und nach dem Hochwasser wieder abgebaut.
01:04Diese Stellen wurden zusätzlich noch mit knapp 400 Sandsäcken gesichert.
01:08Mit den Absperrungen allein war es nicht getan, zeitgleich wurden die Oberleitung und Stromschienen
01:14demontiert oder stromlos gemacht und nach Abbau der Sperren wieder montiert.
01:1817 Stellen mussten wegen des eindringenden Wassers rund um die Uhr kontrolliert werden.
01:23An 12 Stellen mussten insgesamt 960.000 Liter Wasser abgepumpt werden.
01:28In Summe waren in den vergangenen Tagen mehr als 700 Mitarbeiter innen im Hochwassereinsatz,
01:35325 von der Infrastrukturabteilung, dazu noch knapp 360 Mitarbeiter, innen aus Betrieb und
01:42Technik.
01:43Entlang der U4 wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet, bei dem ab Sonntag 6 und ab
01:48Montag 11 Gelenkbusse und mehr als 40 Mitarbeiter, innen im Einsatz waren.
01:54Bis zur Freigabe der gesperrten U-Bahn-Strecken wurden alle Abschnitte, in Summe mehr als
01:5840 Kilometer lang, zu Fuß abgegangen und auf Schäden untersucht.
02:025 Kilometer Gleisbereich mussten gereinigt und von Schlamm befreit werden.
02:07Zugleich wurden 550 signaltechnische Einrichtungen überprüft, um eine reibungslose Aufnahme
02:14des Fahrbetriebs sicherzustellen.
02:15Auch an der Oberfläche gab es viel zu tun, 50 Kilometer Straßenbahngleise wurden mit
02:20Kehrmaschinen gereinigt, der Störungsdienst wurde zu 50 Einsätzen gerufen.
02:25So mussten etwa ungestürzte Bäume beseitigt werden, an den Linien 40 und 41 wurde ein
02:32Großgebrechen innerhalb von nur 36 Stunden behoben.
02:35Durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Abteilungen der Wiener Linien konnte bereits
02:41einen Tag, nachdem mit den Abbauarbeiten begonnen worden war, der vollständige Fahrbetrieb
02:46wieder aufgenommen werden.
02:47Alle Baustellen wurden ebenfalls bereits vorab auf die Regenfälle und ein etwaiges Hochwasser
02:52vorbereitet und die Bauflächen und Lagerplätze im Vorfeld entsprechend gesichert.
02:57Die Aufräumarbeiten der entstandenen Verunreinigungen an der Oberfläche befinden sich bereits im
03:02Endspurt.
03:03Auch bei der U2-Baustelle Pilgramgasse laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren.
03:09Das Wasser ist durch den hochwasserführenden Wienfluss Sonntagabend bis zu 10 Meter hoch
03:14in der Baustelle gestanden.
03:15Derzeit werden noch Reste davon abgepumpt, in weiterer Folge muss der Schlamm entfernt
03:21und abtransportiert werden.
03:22Sobald die Aufräumarbeiten abgeschlossen sind, erfolgen die Überprüfungen der Tunnel-
03:27und Stationsbauwerke der U2-Verlängerung.
03:31Anschließend können die weitere Vorgehensweise und der weitere Zeitplan für die U-Bahn-Baustelle
03:36festgelegt werden.
03:38Gute Neuigkeiten gibt es von der Baustelle auf der Universitätsstraße, der 43er und
03:4344er können planmäßig am Samstag, den 21.
03:47September, die Route bis zum Schottentor aufnehmen.
03:50Wir bedanken uns bei allen Wiener, Innen- und Wienern für das große Verständnis und
03:55das Vertrauen in den herausfordernden Tagen.
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