00:00Die AfD könnte laut Umfragen bei den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen stärkste Kraft werden.
00:06Zwar ist eine Regierungsübernahme unwahrscheinlich,
00:09doch mit einem Drittel der Abgeordneten im Landtag
00:11hätte die Partei auch so weitreichende politische Einflussmöglichkeiten.
00:16Ob die AfD nach der Wahl über ein Drittel der Mandate verfügt,
00:20ist stark davon abhängig, ob mehrere kleinere Parteien in den Landtag einziehen,
00:24darunter die SPD, die FDP und die Grünen.
00:28Um den Landtag in Thüringen aufzulösen, ist eine Zweidrittelmehrheit nötig.
00:32Ohne die Zustimmung der AfD könnte es also unmöglich werden.
00:36Auch Verfassungsänderungen, die Wahl von Richtern am Thüringer Verfassungsgericht
00:40und von Mitgliedern des Rechnungshofs verlangen eine Zweidrittelmehrheit.
00:45Die Wahl des Landtagspräsidenten ist Voraussetzung für die Konstituierung des Landtags.
00:50Die stärkste Fraktion hat das Vorschlagsrecht für den Präsidenten,
00:53der protokollarisch gesehen das zweithöchste politische Amt in Thüringen bekleidet.
00:57Erhält ein AfD-Kandidat in den ersten beiden Wahlgängen keine einfache Mehrheit,
01:02können auch die anderen Fraktionen Kandidaten aufstellen.
01:05In diesem Fall könnte sich die Wahl lange hinziehen.
01:08In Sachsen ist die Lage ähnlich.
01:11Bei Verfassungsänderungen, den Wahlen von Mitgliedern des Rechnungshofs und Verfassungsrichtern
01:15ist eine Zweidrittelmehrheit nötig.
01:18Bei der Wahl des Landtagspräsidenten kann anders als in Thüringen schon im zweiten Wahlgang
01:22ein Abgeordneter gewählt werden, der nicht der stärksten Fraktion angehört.
01:26Auch in Sachsen wird entscheidend sein, ob kleinere Parteien wie die SPD und die Grünen
01:31in den Landtag einziehen.
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