Angesichts des sinkenden Ölpreises und geopolitischer Spannungen rechnet das russische Wirtschaftsministerium Anfang 2015 mit einer Rezession. Für das erste Quartal des kommenden Jahres senkte das Ministerium seine Konjunkturprognose auf minus 0,8 Prozent, so Vizeminister Alexej Wedew Agenturen zufolge. Zuvor hatte die Regierung noch 1,2 Prozent Wachstum erwartet.
Bei anhaltender Rubel-Schwäche rechnet das Ministerium außerdem für 2015 mit 90 Milliarden Dollar Kapitalabfluss (72 Milliarden Euro) – 40 Milliarden mehr als bisher angenommen.
2014 dürften 125 Milliarden Dollar (100 Milliarden Euro) auswandern.
Die massiven wirtschaftlichen Probleme reißen im kommenden Jahr ein Loch in den russischen Staatshaushalt, vermutlich rund 90 Milliarden Dollar.
Das entspricht etwa 0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Prognosen basieren auf einem durchschnittlichen Ölpreis von 80 Dollar je Barrel (159 Liter) für 2015. Aktuell ist ölpreis niedriger.